Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagDAX rutscht ins Wochenende

18.08.2023, 17:36 Uhr

Der deutsche Aktienmarkt hat zum Ende einer tristen Börsenwoche seine Talfahrt noch einmal deutlich beschleunigt. Sorgen um die Weltwirtschaft bestimmen zurzeit das Geschehen, nach einem zuvor starken Lauf des Aktienhandels. In diesem Zusammenhang werden immer wieder die Lage der chinesischen Wirtschaft und die anhaltenden Zinssorgen genannt.

"Der Börsenhimmel verfinstert sich mit zunehmenden Unsicherheiten aus der Wirtschaft, Problemen in China und weiter steigenden Renditen vor allem in den USA", sagte ntv-Börsenreporter Frank Meyer. Ihm zufolge berichteten Händler von steigendem Verkaufsdruck und wenig Gegenwehr vor dem Wochenende. "Kaum jemand wollte ins fallende Kursmesser greifen. Seit dem Rekordhoch vor wenigen Wochen hat der DAX inzwischen rund 1000 Punkte verloren."

Der DAX fiel um 0,7 Prozent und ging mit 15.574 Punkten ins Wochenende. Zuvor war er bis auf 15.469 Punkte runtergegangen. Damit verlor der Leitindex auf Wochensicht rund 250 Zähler. Der EUROSTOXX50 notierte 0,3 Prozent tiefer bei 4212 Stellen.

Im DAX fielen Zalando um 3,7 Prozent. Negativ für die Stimmung werteten Händler in diesem Zusammenhang eine Senkung der Jahresziele durch den Online-Händler von Designermode, Farfetch.

Volkswagen verloren 0,2 Prozent. Die Wolfsburger steigerten den Absatz im Juli konzernweit um 6,6 Prozent auf 773.400 Fahrzeuge. Damit lag das Wachstum allerdings unter dem Schnitt der ersten sieben Monate des Jahres. Getragen wurde das Absatzplus im Juli von Westeuropa. Damit übernahm der alte Kontinent wieder die Rolle des wichtigsten Absatzgebietes, denn der für VW wichtige Markt China brach für die Marken des Konzerns um 10,2 Prozent ein.

Im SDAX schnellten Suse um 59,9 Prozent auf 15,36 Euro nach oben. Mehrheitsaktionär EQT Private Equity kündigte ein öffentliches Übernahmeangebot für die ihm noch nicht gehörenden 20,9 Prozent der Anteilscheine an. Der Preis liegt bei 16 Euro je Aktie und enthält eine von Suse an alle Aktionäre zu zahlende Interimsdividende.

Quelle: ntv.de