Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag DAX vor charttechnischem Doppelwiderstand

Keine klaren Tendenzen bei DAX & Co sehen Technische Analysten zum Start der neuen Handelswoche. Vor so wichtigen Impulsgebern wie der nächsten Zinsentscheidung durch die EZB sei kaum mit nachhaltigen Anlageentscheidungen zu rechnen, heißt es auch im Aktienhandel. Die Woche dürfte daher von erhöhter Volatilität geprägt sein.

Von Martin Utschneider von Donner & Reuschel heißt es dazu, das aktuelle Erholungsmuster im DAX erinnere doch stark an die beiden Bärenmarkt-Rallys im August und Oktober. Dazu komme nun noch eine bearishe "Gravestone-Doji"-Formation in den Kerzencharts. Diese habe sich dazu noch direkt am Doppel-Widerstand bei 12.937 Punkten im DAX gezeigt. "Diese Gesamtkonstellation bestätigt nach wie vor den übergeordneten charttechnischen Abwärtsmodus", betont daher der Stratege.

Nach heutigem Stand müsste der DAX sogar deutlich über die 13.300er-Marke springen, um den übergeordneten charttechnischen Abwärtstrend zu verlassen. Allerdings würden bereits davor die Widerstände bei 13.025 bis 13.095 den Markt deckeln, obwohl sie zuletzt nicht einmal ansatzweise getestet worden seien.

Das Momentum im DAX sei zwar leicht positiv, drehe aber schon wieder ab. Da sich die Bollinger-Bänder bereits wieder ausweiteten, sei mit einer ansteigenden Volatilität zu rechnen. Die aktuelle "Schaukelbörse" sei ein Spiegelbild der nach wir vor großen Unsicherheit und Nervosität. Kleinste Negativmeldungen könnten schnell zu Rückschlägen führen. Und dazu werde bei der EZB-Zinssitzung der nächste "Jumbo-Zinsschritt" erwartet.

Eine grundlegende Trendumkehr bleibe daher markt- und charttechnisch noch in weiter Ferne, so Utschneiders Fazit. Anleger sollten weiter mit Absicherungen und Stops agieren.

Dax
Dax 14.383,36

Quelle: ntv.de

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