Der Börsen-TagDHL setzt den Rotstift an
DHL reagiert mit einem drastischen Stellenabbau in Deutschland auf einen Gewinneinbruch im vergangenen Jahr. Denn im Geschäft mit Briefen musste der Bonner Konzern 2024 erneut deutliche Abstriche machen, wie er mitteilt. Konzernchef Tobias Meyer setzt nun den Rotstift an, rund 8000 der rund 190.000 Stellen sollen in der Sparte Brief&Paket Deutschland wegfallen. Insgesamt will Meyer über eine Milliarde Euro einsparen.
Im vergangenen Jahr war der operative Gewinn (Ebit) um 7,2 Prozent auf rund 5,9 Milliarden Euro geschrumpft, der Umsatz legte um drei Prozent auf gut 84,2 Milliarden Euro zu. DHL schnitt damit etwas besser ab als von Analysten erwartet - der Konzern hatte im wichtigen Weihnachtsquartal einen Schlussspurt hingelegt. Analysten hatten DHL zufolge im Mittel mit einem Umsatz von 83,9 Milliarden und einem Ebit von 5,8 Milliarden gerechnet. Die Dividende für 2024 will Meyer stabil bei 1,85 Euro je Aktie halten. Das 2022 gestartete Aktienrückkaufprogramm des Konzerns will er um zwei Milliarden Euro auf bis zu sechs Milliarden Euro aufstocken und bis zum Jahr 2026 verlängern.