Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagDIW-Chef Fratzscher: "Gefahr eines harten Brexit wächst"

11.12.2018, 12:05 Uhr
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Scheiden tut weh ... (Foto: imago/ZUMA Press)

Premierministerin Theresa May hat die Abstimmung über ihr Brexit-Abkommen mit der EU verschoben. Das sagen Experten dazu:

Das Münchner Ifo-Institut spricht sich für Nachverhandlungen aus. "Zahlen des Ifo-Instituts zeigen, dass ein harter Brexit für beide Seiten mit erheblichen Kosten verbunden ist, auch wenn Großbritannien und Nordirland wirtschaftlich stärker verlieren als die anderen 27 EU-Mitglieder", sagt Ifo-Forscher Gabriel Felbermayr.

DAXEU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erklärte zuvor via Twitter, die auf dem Tisch liegende Vereinbarung sei der beste und einzig mögliche Deal.

Für Nachverhandlungen gebe es keine Spielräume, weitere Klarstellungen seien allerdings möglich. Hier mehr

Die TV-Kollegen fragten Marcel Fratzscher vom DIW. Klicken Sie sich rein:

Die britische Währung Pfund ist derweil auf Erholungskurs gegangen. Sie kostet wieder mehr als 1,26 Dollar. Zuvor war das Pfund auf den tiefsten Stand seit eineinhalb Jahren abgetaucht. Neue Rücksetzer seien aber nicht auszuschließen, sagte Thu Lan Nguyen, Währungsspezialistin bei der Commerzbank. "Der Markt befürchtet, dass May mit dem Aufschub der Abstimmung - voraussichtlich auf Mitte Januar nächsten Jahres - vor allem kostbare Zeit verliert."

Geplant ist bislang, dass Großbritannien die Europäische Union (EU) am 29. März verlässt.