Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagDas Beste kommt zum Schluss

22.04.2026, 06:00 Uhr

Nach dem schwachen Wochenstart hat der Dax gestern versucht, sich um die 24.400er-Marke zu stabilisieren. Am Ende stand aber ein erneutes Minus und zwar von 0,6 Prozent bei 24.271 Punkten in den Handelsbüchern, nachdem er die Vorwoche noch mit 24.701 Stellen beendet hatte. Weiterhin wurde das Thema Iran-Krieg, Schließung der Straße von Hormus und mögliche Friedensverhandlungen gespielt. Ein Durchbruch blieb zwar aus, aber die Hoffnung lebt nach wie vor. 

Heute legt die EU-Kommission einen Plan für den Fall von Engpässen bei der Kerosinversorgung im Sommer infolge des Iran-Kriegs vor. So sollen die national unterschiedlichen Raffineriekapazitäten und Treibstoffreserven erfasst werden, um die Produktion abzusichern und Reserven koordiniert freizugeben. Mehr Kerosinimporte aus den USA sollen helfen. Die Airlines erhoffen sich Erleichterungen wie das Sichern von Start- und Landerechten, sollten sie wegen Flugstreichungen nicht in der vorgeschriebenen Frequenz genutzt werden können. Das Verbot, Vorräte an billigen Bezugsorten zu tanken und mitzuführen, könnte gelockert werden. Zu klären ist, ob Flugausfälle aufgrund von Kerosinmangel eine Entschädigung der Passagiere nach sich ziehen.

Hierzulande wird indes am größten deutschen Flughafen Frankfurt das neue Terminal 3 feierlich eröffnet. Mit gut zehn Jahren Bauzeit und vier Milliarden Euro Investitionsvolumen ist es eines der größten privat finanzierten Infrastrukturprojekte in Europa. Die Kapazität beläuft sich zunächst auf 19 Millionen Passagiere, fast so viele wie am viertgrößten deutschen Flughafen Düsseldorf. Rund 50 Airlines wechseln zum T3 vom Terminal 2, das anschließend bis in die 2030er Jahre saniert wird. Größter Nutzer wird ab 2027 der Ferienflieger Condor, der vom Terminal 1 in den Süden umzieht. So bekommen die Lufthansa und ihre Star-Alliance-Partnerinnen mehr Platz.

Und nach US-Börsenschluss legt dann noch Tesla als erster US-Autobauer seine Geschäftszahlen vor. Dabei dürfte das Energiegeschäft die anderen Sparten mit guten Margen überstrahlen. Im Autogeschäft dürfte dagegen das Ergebnis schwächer ausfallen, nicht zuletzt, weil Tesla nach dem Aus für viele strenge CO2-Vorgaben in den USA weniger Geld mit dem Verkauf von Emissionsrechten einnimmt. "Wenn man es zusammenfasst: Das Energie-Speichergeschäft federt den Rückschlag ab, aber das reicht nicht, um die geringeren Rechteeinnahmen und den Rückgang der Gewinnspanne bei den Autos wettzumachen", sagt Adrian Balfour, Experte bei der Beratung Envorso.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Quelle: ntv.de