Der Börsen-Tag"Das ist nicht nachhaltig"
Unerwartet hohe US-Inflationsdaten bescheren den Börsen in Asien eine uneinheitliche Entwicklung. Während die Börse in Tokio dank robuster heimischer Konjunkturdaten zulegt, bremsen die neuesten Wirtschaftsdaten aus China die chinesischen Märkte. Der japanische Nikkei-Index steigt 0,9 Prozent auf 43.036 Punkte. Der breiter gefasste Topix notiert ebenfalls 0,9 Prozent höher. Der Shanghai Composite gewinnt 0,3 Prozent, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen 0,1 Prozent zulegt.
In Japan sorgen überraschend gute Konjunkturdaten für Auftrieb. Die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt wuchs im zweiten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um ein Prozent und damit stärker als erwartet. "Die Daten für April bis Juni verschleiern jedoch die wahren Auswirkungen von Trumps Zöllen", sagt Takumi Tsunoda, leitender Volkswirt am Shinkin Central Bank Research Institute. "Die Exporte waren stark, aber das ist nicht nachhaltig", fügt er hinzu.
In China trüben hingegen schwache Wirtschaftsdaten die Stimmung. Sowohl die Industrieproduktion als auch die Einzelhandelsumsätze verlangsamten sich im Juli und verfehlten die Prognosen von Analysten. Dies unterstreicht die Herausforderungen für die Regierung in Peking, die Wirtschaft angesichts des US-Handelsstreits und einer schwachen Inlandsnachfrage zu stützen. Die Daten drücken auf die Kurse, die ihre anfänglichen Gewinne wieder abgaben.