Der Börsen-TagDas wird für den DAX heute wichtig
Im Blick steht heute vor allem der Start der Berichtssaison in den USA mit den Quartalszahlen von JP Morgan und Morgan Stanley. Außerdem werden am Nachmittag die US-Erzeugerpreise für Juni veröffentiocht, die einen Barometer für die weitere Inflationsentwicklung sind.
Die europäischen Aktienmärkte hatten am Mittwoch im Minus geschlossen. Eine Verkaufswelle schwappte über die Börsen, als aus den USA die Inflationsdaten veröffentlicht wurden. Der Inflationsdruck hat dort im Juni weiter zugenommen, wobei die Jahresrate von 9,1 Prozent auf den höchsten Stand seit fast 41 Jahren gestiegen war.
Der DAX fiel um 1,2 Prozent auf 12.756 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 gab um 0,9 Prozent auf 3.454 Punkte nach. Der Euro rutschte nach den US-Daten kurzfristig unter die Dollar-Parität und notierte zuletzt bei 1,008. Auch Anleihen gerieten unter Druck, dürfte die US-Notenbank nun doch die Zinsen stärker anheben als bisher erwartet. In Folge stieg die Rendite der Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren auf zwischenzeitlich 1,20 Prozent.
Anleger hoffen, dass die am Mittwoch veröffentlichten überraschend deutlich gestiegenen Verbraucherpreise aus dem Juni nun wirklich den Gipfelpunkt des Preisauftriebs markierten und sich die Inflation danach abschwächen wird. LBBW-Volkswirt Dirk Chlench ist optimistisch und geht davon aus, dass die Inflation nun nicht mehr weiter zunehmen wird. "Vor dem Hintergrund der in den zurückliegenden Tagen nachgebenden Notierungen für Rohöl und Nahrungsmittel sowie Anzeichen für ein langsames Überwinden der Lieferkettenproblematik wagen wir die Prognose, dass in den Vereinigten Staaten der Gipfel der Inflationsentwicklung nun hinter uns liegt."