Der Börsen-TagDas wird für den DAX heute wichtig
An nachösterliche Ruhe ist diese Woche nicht zu denken. Den Investoren bleibt in der verkürzten Handelswoche kaum Zeit, die US-Jobdaten mit Blick auf die künftige Zinsentwicklung zu verdauen, und heute stehen in den USA schon die Inflationsdaten für März an.
Am Dienstag haben sich die europäischen Anleger bereits weiter vorgewagt. Der deutsche Leitindex DAX zog um 0,4 Prozent auf 5655 Punkte an, das Jahreshoch bei 15.736 Zählern lag damit immer noch in greifbarer Nähe. Der Euro-Stoxx-50, sein europäisches Pendant, stieg um 0,6 Prozent auf 4333 Zähler.
Marktteilnehmer erhoffen sich jetzt vor allem schnell weitere Hinweise auf die nächsten geldpolitischen Schritte der Fed. "Es ist und bleibt die Hoffnung der Anleger, dass die schwelenden Inflations- und Zinssorgen an Dynamik verlieren und der geldpolitische Gegenwind dies- und jenseits des Atlantiks weiter nachlassen könnte", so Analyst Timo Emden von Emden Research.
Ob die Fed den Leitzins Anfang Mai über die jetzige Spanne von 4,75 bis 5,0 Prozent hinaus weiter anheben wird, ist immer noch offen. "Wenn die US-Inflationszahlen niedriger ausfallen als erwartet, könnte das den Gedanken nähren, dass die Fed nun am Ende ihres Zinserhöhungszyklus ist", so Mark Dowding, Chef-Anleger des Vermögensverwalters BlueBay. Damit könnte die Rally wieder Fahrt aufnehmen. Allerdings bestehe auch das Risiko, dass bei einer überraschend hohen Teuerungsrate die Märkte unter Druck gerieten.
Auch die Bankenkrise birgt weiterhin Risiken. "Während die Bankenkrise bei den Großen eher abgehakt scheint, kämpfen vor allem die kleineren US-Regionalbanken weiter mit einem Vertrauensverlust und hohen Geldabflüssen", so Konstantin Oldenburger, Analyst vom Broker CMC Markets. Von Unternehmensseite sind in der Woche nach Ostern nur wenige Daten im Terminkalender zu finden.
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