Der Börsen-TagDas wird heute wichtig für den DAX
Eine Stunde länger schlafen - das ist für viele der entscheidende Faktor der Umstellung auf Winterzeit in Europa. Doch wer auf US-Märkte, US-Konjunkturdaten und US-Unternehmensergebnisse schaut, sollte den um eine Stunde verringerten Zeitabstand zur US-Zeit einplanen. Die Wall Street öffnet heute schon um 14.30 (und nicht 15.30) Uhr unserer Zeit. Doch Ende der Woche ist das vorbei: In der Nacht zum 6. November werden auch jenseits des Atlantik die Uhren zurückgestellt, und es herrscht wieder die übliche Zeitdifferenz zur US-Ostküste von sechs Stunden.
Und sonst? Das europäische Statistikamt legt die Schnellschätzung für die Inflationsrate im Oktober vor. Nach dem Rekordwert von 9,9 Prozent im September dürfte das Ende der Fahnenstange im Euroraum noch nicht erreicht sein. Auch deshalb ist die Europäische Zentralbank weiter auf Zinserhöhungskurs, denn ihr Inflationsziel von 2 Prozent ist sehr weit weg.
Außerdem stehen die Daten für das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum im dritten Quartal auf der Agenda. Nach dem Plus von 0,8 Prozent im Frühjahr dürfte es nun abwärts gehen. Die hohen Preise und die Energiekrise fordern ihren Tribut und sorgen zusehends für Rezessionssorgen - auch weil Deutschland von der früheren Konjunkturlokomotive im Euroraum zum Bremsklotz geworden ist.