Der Börsen-TagDas wird heute wichtig für den DAX

Die Hoffnung auf eine weitere Zinspause beim Entscheid der US-Notenbank Fed hat die Börsen am Mittwochabend ins Plus gehievt. Der DAX und der EuroStoxx50 notierten jeweils rund 0,7 Prozent höher bei 14.923 und 4089 Punkten. Auch die wichtigsten US-Indizes lagen zu dem Zeitpunkt im Plus. Mit Spannung wurde nach Börsenschluss um 19 Uhr der Zinsentscheid der Fed erwartet.
Heute berät die Notenbank in London über die Höhe ihres Leitzinses, mit dem sie die Inflation in Schach halten möchte. Die Teuerungsrate war in Großbritannien im September entgegen den Erwartungen nicht weiter gesunken. Sie lag bei 6,7 Prozent und damit auf demselben Niveau wie im Vormonat. Das Ziel der Bank of England von 2,0 Prozent ist somit noch weit entfernt. Insgesamt hat sie den Leitzins seit Dezember 2021 14 Mal angehoben, um den starken Preisauftrieb zu senken.
In Deutschland legt die Bundesagentur für Arbeit (BA) den Arbeitsmarktbericht für Oktober vor. Die Konjunkturflaute dürfte sich nach Einschätzung von Experten mit einem Anstieg der saisonbereinigten Arbeitslosenquote auf 5,8 von 5,7 Prozent im September bemerkbar machen. Grundsätzlich war der Arbeitsmarkt trotz der widrigen konjunkturellen Bedingungen aus Sicht der BA zuletzt aber nach wie vor stabil.
Von Unternehmensseite gibt es wieder jede Menge Zahlen, die Anleger verdauen müssen: Nach Rekordgewinnen bei anderen europäischen Airlines wird auch bei der Lufthansa eine starke Quartalsbilanz erwartet. Der vom Unternehmen veröffentlichten Prognose zufolge rechnen Analysten für das dritte Quartal mit einem bereinigten operativen Gewinn von 1,43 Milliarden Euro, rund ein Viertel mehr als im Vorjahr. Das wäre das zweitbeste Ergebnis im saisonal lukrativsten Sommerquartal. Trotz hoher Inflation und gestiegener Ticketpreise ist die Nachfrage nach Flügen ungebrochen stark, vor allem von Privatreisenden zu touristischen Zielen. Allerdings überschatten steigende Ölpreise aufgrund des Krieges im Nahen Osten und die schwache Wirtschaftsentwicklung die Aussichten.
Mit Quartalszahlen wartet auch der Gesundheitskonzern Fresenius und seine Dialysetochter FMC auf. Durch die Zustimmung zum Rechtsformwechsel auf der außerordentlichen Hauptversammlung im Juli wird FMC erstmals als eigenständiger Posten im Konzernabschluss der Fresenius-Gruppe ausgewiesen. Da sich FMC zuletzt immer mehr zum Bremsklotz entwickelte, soll das Unternehmen bis Jahresende von einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) in eine Aktiengesellschaft (AG) umgewandelt werden. Fresenius muss die Tochter dann nicht mehr voll bilanzieren.
Gut einen Monat nach Vorstellung der neuesten iPhone-Generation öffnet zudem auch Apple seine Bücher. Börsianer hoffen auf eine Trendwende beim zuletzt schwächelnden Smartphone-Absatz, dem wichtigsten Umsatzbringer. Genährt werden diese Spekulationen von optimistischen Aussagen des Zulieferer Foxconn zum bevorstehenden Weihnachtsgeschäft. Gleichzeitig hat Apple Ärger mit der EU. Nach deren Willen soll der US-Konzern Konkurrenten besseren Zugang zu seinem technologischen Ökosystem gewähren.
Lesen Sie hier, wie sich die Wall Street am Vorabend geschlagen hat. Den Aufsager unserer Börsen-Reporter in New York im Video finden Sie hier:
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