Der Börsen-TagDax bekommt kräftig auf die Mütze - kurz unter 15.000
Am Ende wurde es wieder eine Talfahrt: Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben in einem geopolitisch weiter nervösen Umfeld zur Vorsicht tendiert. Die Lage im Osten der Ukraine hat sich weiter zugespitzt, von Kämpfen ist die Rede. Die Regierung in Kiew und die prorussischen Separatisten machten sich gegenseitig für die Verschärfung der Lage verantwortlich. Präsident Wladimir Putin ordnete laut Agentur Interfax an, auf russischem Territorium Unterkünfte für Einwohner des Donbass zu bereitzustellen.
Der Dax ging mit einem dicken Minus von 1,5 Prozent oder 300 Stellen auf 15.043 Punkte aus dem Handel. Er sackte am Nachmittag bis auf 14.989 Zähler ab. Auf Wochensicht verlor der Dax rund 400 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte 0,9 Prozent tiefer bei 4075 Stellen.
Bei den Einzelwerten erhielten Allianz mit minus 3,8 Prozent nach einem bisher guten Lauf in diesem Jahr einen herben Dämpfer. Der Versicherungsriese hatte zwar insgesamt erfreuliche Geschäftszahlen für 2021 vorgelegt, musste aber milliardenschwere Rückstellungen zur Beilegung eines Rechtsstreits in den USA verbuchen.
Bayer gewannen 0,2 Prozent. Die Leverkusener hoben nach ermutigenden Daten zum Prostatakrebsmittel Nubeqa ihre Umsatzerwartungen an das Medikament kräftig an.
Von einem starken Schlussquartal des US-Essenslieferanten Doordash konnten Delivery Hero nicht profitieren und verloren 8,1 Prozent. Generell zeigten sich Online-Werte vor dem Wochenende ziemlich schwach. In den Tagen zuvor hatten sich die Aktien von den massiven Verlusten der Vorwoche etwas erholen können.
Im MDax rutschten Auto1 um 5,4 Prozent ab. Seit einem Jahr an der Börse, fällt die Bilanz für den Online-Gebrauchtwagenhändler insgesamt verheerend aus.