Der Börsen-TagDax geht stark geschwächt ins Wochenende
Die Furcht vor einer neuen militärischen Eskalation im Nahen Osten hat die Anleger an den europäischen Aktienmärkten zum Wochenschluss in die Flucht geschlagen. Der Dax fiel nach seinen jüngsten Gewinnen um 2,1 Prozent und schloss bei 23.951 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte 1,9 Prozent tiefer bei 5825 Stellen. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran in einem Interview mit dem Sender Fox News, er werde nicht mehr lange geduldig sein. Die Iran-Unsicherheit sorge für Gewinnmitnahmen, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. An den vergangenen beiden Handelstagen hatte der Dax gut zwei Prozent zugelegt.
An den Anleihemärkten trieben Inflationsängste wegen der anhaltend hohen Energiepreise die Bond-Renditen in die Höhe. Investoren dies- und jenseits des Atlantiks stellten sich zunehmend auf Zinserhöhungen der großen Notenbanken ein, um die steigende Teuerung in den USA und in der Eurozone in den Griff zu bekommen.
Unruhe herrschte wegen der festgefahrenen Situation im Nahen Osten auch am Ölmarkt. Der Fokus der Anleger richte sich nun wieder auf die Straße von Hormus, sagte Vandana Hari, Gründerin des Ölmarktanalyseunternehmens Vanda Insights. Die für den Öl- und Gastransport wichtige Meerenge wird vom Iran wegen des Krieges weitgehend blockiert. Das hat die Ölpreise seit Beginn des Krieges über 50 Prozent in die Höhe katapultiert.