Der Börsen-TagDax im Sog von Geopolitik und Konzernzahlen
Der deutsche Aktienmarkt hat nach den US-iranischen Verhandlungen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad unter Abgabedruck gestanden. Die Gespräche am Wochenende sind ohne Ergebnis beendet worden. Mit dem Dax ging es Montag nach unten. Am Nachmittag konnte er die Verluste reduzieren. Die Anleger setzten weiterhin auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran zum Krieg im Nahen Osten, und zwar eher früher als später.
Wie stark bremst der Iran-Krieg die Weltwirtschaft? Neue Schätzungen dazu wird am Nachmittag der Internationale Währungsfonds (IWF) in Washington veröffentlichen. Fest steht bereits, dass es weniger Wachstum, dafür aber eine höhere Inflation geben wird. Das genaue Ausmaß ist aber noch nicht bekannt. Vor allem ärmere Schwellen- und Entwicklungsländer dürften unter den höheren Energiepreisen und Lieferkettenproblemen leiden. Im Januar hatte der IWF für 2026 noch ein globales Wachstum von 3,3 Prozent und für 2027 von 3,2 Prozent vorausgesagt.
Als letzter deutscher Autobauer legt BMW seine Absatzzahlen für das erste Quartal vor. Wie bei der Konkurrenz aus Stuttgart oder Ingolstadt dürften dabei die Zölle von US-Präsident Donald Trump und die hartnäckige Flaute auf dem chinesischen Markt ihre Spuren hinterlassen haben. Besser dürfte es dagegen in Europa aussehen.
Derweil geht in den USA die Berichtssaison weiter. Die Großbanken JPMorgan und Citigroup legen ihre Bilanzen für das erste Quartal vor. Analysten rechnen dank eines florierenden Investmentbankings mit höheren Gewinnen.