Der Börsen-TagDax leidet unter Zollkrieg - Was sagt der US-Notenbankchef?
Das drastische Zollpaket von US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag Schockwellen durch die Märkte gesendet. Der Dax verlor kräftig, auch der EuroStoxx50 rutschte. "Trump pokert hoch, die Börsen fallen tief", resümierte Jochen Stanzl von CMC Markets. Aus Sicht von QC-Partners-Analyst Thomas Altmann rückt der US-Präsident "die Weltwirtschaft näher an den Abgrund heran". Dieses Vorgehen werde weltweit Wachstum kosten, viele Staaten könnten in die Rezession rutschen.
Auch heute spielt der von US-Präsident Donald Trump entfachte Zollkrieg eine Rolle. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic will mit Vertretern der US-Regierung darüber sprechen. Im Vorfeld hatte er gesagt, Brüssel wolle eine Verhandlungslösung erzielen, werde sich aber entschieden wehren, sollte dies nicht möglich sein. Auch die möglichen Gegenmaßnahmen der EU auf die neuen Autozölle der USA auf Auto-Importe werden zeitnah erwartet.
Mit Spannung wird an den Finanzmärkten weltweit eine Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell erwartet. Inmitten des von Trump angezettelten Handelskonflikts äußert er sich zum Wirtschaftsausblick. Von dem Auftritt Powells in Arlington/Virginia erhoffen sich Investoren Aufschluss über den weiteren geldpolitischen Kurs. Eine Fed-Direktorin hat jüngst für eine vorläufige Zinspause plädiert, auch wegen der von Trumps Zollpolitik heraufbeschworenen Inflationsrisiken.
Auch hierzulande ist einiges los. Der Aufsichtsrat des kriselnden Stahlkochers Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) kommt zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Die IG Metall befürchtet, dass TKSE die Lieferverträge mit den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) kündigen will. Da Thyssenkrupp Steel Europe mit einem Anteil von 50 Prozent der Haupteigentümer von HKM ist, wäre das ein harter Schlag für das Unternehmen mit rund 3000 Mitarbeitern.
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