Der Börsen-TagDax präsentiert sich vorbörslich schwächer

Mit einem zurückhaltenden Handel an Europas Börsen rechnen Marktteilnehmer. Die Signale und Vorgaben seien sehr uneinheitlich, hieß es. Positiven Nachrichten wie der Erleichterungsrally bei Apple stünden schwache US-Absatzzahlen bei Autowerten gegenüber. Der Dax notiert vorbörslich 0,3 Prozent niedriger bei 12.701 Punkten.
"Per Saldo spricht alles dafür, dass die Indizes immer irrelevanter werden und die Musik nur in den Einzelunternehmen spielt", sagt ein Händler. Immer weniger Aktien würden ihren Trend von der Richtung eines der Hauptindizes abhängig machen. Gute Nachrichten seien dies nur für aktive Fondsmanager, nicht aber Anleger in ETFs.
Ansonsten sieht es gut aus auf der Wirtschaftsseite: Die US-Notenbank erhöhte am Vorabend ihren Wirtschaftsausblick und sprach nun mehrfach von einer "starken" US-Wirtschaft nach zuvor von einer "soliden". Dies verstärkt allerdings Sorgen vor einem Inflationsschub. So erreichte die US-Rendite der 10jährigen T-Bonds die 3-Prozent-Marke und in Deutschland setzen die Renten ihren seit zwei Wochen anhaltenden Abwärtstrend weiter fort.
Im Fokus stehen daher am Berichtstag die Erzeugerpreise für Juni aus der Eurozone. Erwartet wird ein Anstieg von 0,3 Prozent zum Vormonat und damit 3,5 Prozent zum Vorjahr. In den USA stehen die Erstanträge für Arbeitslosenhilfe und der Auftragseingang der Industrie im Blick. Bei den Unternehmenszahlen berichten im Dax Continental, BMW und Siemens.