Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagDax startet ruhig ins neue Quartal - kleines Wochenplus

01.04.2022, 17:38 Uhr

Nach zwei verlustreichen Börsentagen hat sich der deutsche Aktienmarkt zum Wochenausklang von seiner stabilen Seite gezeigt. Nach kräftigen Aufschlägen zum Wochenanfang und anschließenden Verlusten standen heute an der Frankfurter Börse überwiegend Pluszeichen vor den Werten. Neben der hohen Inflation blieben die Folgen des russischen Überfalls auf die Ukraine der zentrale Faktor auf dem Parkett. Die guten US-Arbeitsmarktdaten fielen allerdings als Kurstreiber aus.

Wie befürchtet sind die Verbraucherpreise in der Eurozone im März noch stärker gestiegen als prognostiziert. Mit 7,5 Prozent stieg sie noch kräftiger als mit 6,9 Prozent im Konsens erwartet. Anlagestrategen wie vom Vermögensverwalter DWS hatten diese Beschleunigung aber schon mit Blick auf Länderdaten wie die deutsche und spanische Inflation befürchtet. Das dürfte die ausbleibende Marktreaktion erklären.

Der Dax ging mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 14.446 Punkte ins Wochenende. Damit schaffte er in dieser Woche ein Plus von 140 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte 0,5 Prozent höher bei 3924 Zählern.

Bei den Einzelwerten am deutschen Markt sorgten Analystenkommentare für Bewegung. Allianz gewannen 0,7 Prozent, nachdem die Analysten der Citigroup zum Kauf geraten haben. Deutsche Bank stiegen um 2,7 Prozent, hier machen die Analysten der US-Bank JPMorgan fast 30 Prozent Aufwärtspotenzial für den Kurs aus. Im MDax legten Commerzbank an der Indexspitze um 3,6 Prozent zu.

In der zweiten Reihe fielen Jungheinrich um 4,9 Prozent, nachdem die Bank of America ihr Verkaufsvotum für den Logistikspezialisten bekräftigt hat. Aktien von Stratec schnellten an der Spitze des SDax der kleineren Titel um 21,7 Prozent nach oben. Insidern zufolge sind mehrere Finanzinvestoren an dem In-vitro-Diagnostiker interessiert.

Hensoldt fielen dagegen um 4,9 Prozent. Der Großaktionär KKR platziert 8,8 Millionen Hensoldt-Aktien. Damit dürfte der Finanzinvestor nun komplett aus dem Rüstungskonzern aussteigen.