Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagDax trotzt Iran-Krise und Zollturbulenzen

27.02.2026, 17:40 Uhr

Am deutschen Aktienmarkt hat zum Wochenausklang Vorsicht geherrscht. Mit Sorge schauten die Akteure in Richtung Iran, wo ein US-Angriff befürchtet wird. Impulse könnten noch von Neuigkeiten von den US-iranischen Gesprächen in Genf ausgehen, wo das iranische Atomprogramm im Mittelpunkt stehen dürfte. Der vermittelnde omanische Außenminister sagte, die Verhandlungen auf Expertenebene würden nächste Woche in Wien fortgesetzt.

Der Dax schloss kaum verändert bei 25.284 Punkten, das Rekordhoch von 25.508 Punkten liegt damit weiter in greifbarer Nähe. Der EuroStoxx50, der bereits am Vortag ein Rekordniveau erreicht hatte, notierte 0,3 Prozent tiefer bei 6142 Stellen.

Nach Einschätzung von Robert Greil, Chefstratege bei Merck Finck, besteht trotz der erneuten Zollunsicherheit und aller geopolitischen Sorgen weiter Aufwärtspotenzial für die globalen Aktienmärkte. Die Börsen hätten sich inzwischen an viele anhaltende Unsicherheiten wie etwa an der Zollfront gewöhnt, meint der Experte.

Ausgebremst wurde der Dax-Anstieg durch den mit Enttäuschung aufgenommenen Ausblick von BASF. Der weltgrößte Chemiekonzern stellt sich nach einem Gewinneinbruch auf ein weiteres schwieriges Jahr ein und reagiert mit einem verschärften Sparkurs. Die ausbleibende Gewinndynamik schicke die Aktien in die Verlustzone, erläuterte Andreas Lipkow von CMC Markets. BASF gaben um 1,9 Prozent nach.

Quelle: ntv.de