Der Börsen-TagDax verliert Teil seiner Gewinne - "BIP-Wachstum wird teuer erkauft"
Der Dax hat sein anfängliches sein Plus von mehr als einem Prozent nach dem Ifo-Index auf nur noch 0,8 Prozent reduziert. Dieser hat im November enttäuscht, die Unternehmensstimmung verschlechtert sich wieder. Der Index sank im November auf 88,1 nach 88,4 Punkten. "Von Konjunkturoptimismus mit Blick auf das Jahr 2026 kann deshalb kaum die Rede sein", sagte Thomas Gitzel von der VP Bank. Zwar habe sich das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer im bisherigen Jahresverlauf verbessert, doch der absolute Stand deute darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft nur verhalten wachsen werde. "Vor allem im verarbeitenden Gewerbe senken die Unternehmen den Daumen", so Gitzel.
Auch das von der deutschen Bundesregierung aufgelegte Infrastrukturprogramm scheine keine Euphorie mehr zu entfachen: "Zu viele Mittel fließen nicht in zusätzliche Investitionen, sondern werden für andere Ausgaben verwendet", warnt der Volkswirt. Im kommenden Jahr wird der Fiskalimpuls durch das Infrastrukturprogramm aber dennoch beträchtlich sein. Hinzu kommen noch zusätzliche Rüstungsausgaben. Damit sollte der BIP-Zuwachs zumindest wieder leicht über 1,0 Prozent liegen. In vielen Branchen dürfte derweil die Kapazitätsauslastung niedrig bleiben: "Das bessere BIP-Wachstum ist somit teuer erkauft."