Der Börsen-TagDax vor Fed-Zinsentscheid mit angezogener Handbremse
Vor der Sitzung der US-Notenbank Fed im weiteren Wochenverlauf fassen europäische Anleger Aktien nur mit spitzen Fingern an. An der Frankfurter Börse gewann der Dax 0,1 Prozent auf 24.046 Zähler. Der EuroStoxx50 notierte kaum verändert bei 5722 Punkten. Im Fokus der Börsianer steht in dieser Woche vor allem die Pressekonferenz mit Fed-Chef Jerome Powell im Anschluss an die Zinsentscheidung am Mittwoch. Der Notenbanker "dürfte mit seinen Worten die Richtung der Börsen bis zum Weihnachtsfest und darüber hinaus festlegen", sagte RoboMarkets-Stratege Jürgen Molnar.
Marktbeobachter sind sich jedoch uneinig, welchen geldpolitischen Kurs die US-Währungshüter im kommenden Jahr einschlagen. "Die Fed muss es schaffen, den Märkten die Hoffnung auf weitere Zinssenkungen im Jahr 2026 nicht gänzlich zu nehmen", sagte Jochen Stanzl, Chefanalyst der Consorsbank. Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners warnte in diesem Zusammenhang vor steigenden Anleiherenditen. Diese "werden jetzt zur zunehmenden Gefahr für die Wirtschaft und die Aktienmärkte, denn damit steigen die Finanzierungskosten für die Unternehmen wieder an".
Klöckner sprangen um 29,3 Prozent nach oben. Der US-Konzern Worthington Steel verhandelt über ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für den Stahlhändler. TKMS verbesserte unterdessen deutlich ihre Jahreszahlen, was die Titel um 2,7 Prozent ins Plus hievte.
Nach unten ging es hingegen für Stabilus und Hornbach. Die Aktien des Industrie- und Autozulieferers und der Baumarktkette gaben nach negativ aufgenommenen Zahlen um 8,0 beziehungsweise 7,3 Prozent nach.