Der Börsen-TagDax wacht erst gegen Schluss auf
Am deutschen Aktienmarkt hat sich nach dem Rekordrausch der vergangenen Wochen Vorsicht breitgemacht. Der Dax, der seit Jahresbeginn mehr als drei Prozent zugelegt hat, bewegte sich in einer engen Spanne. Erst gegen Handelsende kam etwas Leben in die Bude. "Die Berichte über einen möglichen Umsturz im Iran und eine potenzielle US-Intervention sorgen ebenso für Unsicherheit wie die diplomatischen Spannungen rund um das US-Interesse an einer Übernahme Grönlands", sagte Frank Sohlleder von ActivTrades. Die "geopolitischen Gewitterwolken" seien Gift für die Aktienmärkte.
Der Dax verließ den Handel mit einem Aufschlag von 0,3 Prozent auf 25.352 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte 0,7 Prozent im Plus bei 6046 Stellen.
US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch gesagt, er sehe nach seinen Drohungen gegen den Iran einen Rückgang des gewaltsamen Vorgehens der iranischen Führung gegen Demonstranten. Der iranische Außenminister Abbas Araktschi hat Pläne für Hinrichtungen von Demonstranten dementiert. Auch mit Blick auf Grönland herrscht Ungewissheit über das weitere Vorgehen.
Auf der Unternehmensseite rückte der Tech-Sektor nach dem Rekordgewinn von TSMC im vierten Quartal in den Fokus. Der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger profitiert stark vom Boom bei Künstlicher Intelligenz. Im MDax legten Aixtron 5,7 Prozent zu.