Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagDax wehrt Attacke nach unten ab und schafft kräftiges Plus

05.10.2021, 17:38 Uhr

Wieder zufriedenere Gesichter auf dem Frankfurter Börsenparkett: Nachdem die 15.000er Marke des Dax am Vormittag einer weiteren Attacke standgehalten hat, sind die Kurse im Verlauf des Tages wieder angestiegen. Nach Erreichen des Tagestiefs von 15.011 Punkten ging es mit dem Dax hoch - der Leitindex ging mit einem Plus von 1,1 Prozent auf 15.194 Punkte aus dem Handel. Der EuroStoxx50 notierte 1,7 Prozent höher bei 4066 Stellen.

Übergeordnet blieben die Marktteilnehmer aber vielfach vorsichtig, auch weil der Ölpreis auf den höchsten Stand seit sieben Jahren stieg. Fachleute befürchten nun, dass die US-Notenbank mit einer baldigen Zinsanhebung gegensteuern könnte, um die Inflation nicht ausufern zu lassen.

Demgegenüber machten die Konjunkturindikatoren den Anlegern Hoffnung. So ist der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungsbereich in Deutschland weniger stark zurückgegangen als zunächst errechnet, und der Auftragseingang im deutschen Maschinenbau ist im August im Jahresvergleich um 48 Prozent nach oben geschnellt.

Gefragt waren Aktien der Banken und die zuletzt stark zurückgekommenen Technologiewerte. So stiegen Deutsche Bank um 3,6 Prozent, Commerzbank legten um 2,9 Prozent zu. Die Bankenwerte profitierten laut Händlern von einer Branchenstudie von JP Morgan, die ein Kurspotenzial von 15 Prozent aufzeige.

Gut kam der Ausblick von Infineon an, für den Wert ging es um 4,8 Prozent nach oben. Die Münchener rechnen für das gerade begonnene Geschäftsjahr 2021/22 mit einem Wachstum im Bereich von 15 Prozent und einer auf etwa 20 Prozent steigenden Marge über die Geschäftssegmente hinweg.

Hellofresh gewannen 3,6 Prozent. Berenberg hat die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 100 Euro bekräftigt. Auch andere Online-Aktien lagen nun wieder auf Erholungskurs. Zalando stiegen um 1,6 Prozent, Delivery Hero um 0,1 Prozent.

Shop Apotheke verteuerten sich im SDax nach ersten Aussagen zum abgelaufenen Quartal um 8,7 Prozent. Für Grenke ging es dagegen um 6,7 Prozent nach unten. Der Leasinganbieter kann seine Prognose für das Neugeschäft im laufenden Jahr nicht halten. Wie das Unternehmen am Vorabend mitteilte, hat das Leasinggeschäft unter globalen Lieferengpässen gelitten, insbesondere bei Herstellern von Computer- und Bürotechnik. Den Gewinnausblick für das Gesamtjahr bestätigte Grenke gleichwohl.

Quelle: ntv.de