Der Börsen-Tag
23. Juni 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:37 Uhr

Zinsängste und Tech-Ausverkauf drücken Dax runter

Die Furcht vor steigenden Zinsen und ein weltweiter Ausverkauf bei Technologiewerten hat dem deutschen Aktienmarkt zugesetzt. Nach seinen Gewinnen vom Montag rutschte der Dax deutlich ab. Mit einem Minus von 1,0 Prozent auf 24.894 Punkte grenzte der Leitindex seine Verluste am Ende noch ein. Der EuroStoxx50 notierte ebenfalls 1,0 Prozent tiefer bei 6248 Stellen. Anleger befürchten, dass die US-Notenbank Fed unter ihrem neuen Chef Kevin Warsh die Zinsen bald anheben wird. Zudem wachsen die Bedenken wegen der hohen schuldenfinanzierten Investitionen von Unternehmen in Künstliche Intelligenz (KI).

"Der Dax gerät unter dieselbe Welle an Gewinnmitnahmen, die auch Asien und die US-Börsen erfasst hat", sagte Jochen Stanzl, Analyst der Consorsbank. "Die Schwäche der Technologieaktien weltweit beunruhigt die Anleger, während neue Impulse aus den laufenden Verhandlungen zwischen den USA und Iran fehlen." Nach dem Rekordbörsengang sei auch der Raumfahrt- und KI-Konzern SpaceX für viele Privatanleger ein Indikator, wie hoch das Kurspotenzial im KI-Sektor noch ist.

Auch bei europäischen Chip-Aktien nahmen Anleger nach der jüngsten Rally Gewinne mit. Die Titel von Infineon fielen im Dax um 6,3 Prozent. Der Chipausrüster Suss Microtec büßte 11,1 Prozent ein.

Zinsängste und Tech-Ausverkauf drücken Dax runter
17:20 Uhr

Analysten passen BMW-Schätzungen nach unten an

Wacker hielt sich in diesem schwierigen Handelsumfeld die BMW-Aktie, sie notierte kaum verändert. Bernstein verweist bei den Münchnern auf den gesenkten Ausblick für 2026. Die Analysten haben ihr BMW-Modell vollständig überarbeitet und rechnen nun mit einem Rückgang der Stückzahlen um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die bisherige Annahme hatte 1,6 Prozent betragen. Hauptursache sei das China-Geschäft, wo die Experten nun einen Rückgang der Verkäufe um 13 Prozent prognostizieren.

Für 2027 rechnen die Bernstein-Analysten nun ebenfalls mit einem weiteren Rückgang um zehn Prozent und mit minus 2,9 Prozent 2028. Dies folge auf einen Rückgang um 15 Prozent 2025 und einen weiteren Rückgang um 17 Prozent in den ersten fünf Monaten 2026. Die Bernstein-Prognose für die Ebit-Marge im Automobilbereich sinkt im gesamten Prognosezeitraum: Die Analysten veranschlagen nun 3,0 Prozent für 2026, 4,0 Prozent für 2027 und 6,1 Prozent für 2028. Rund zwei Drittel der Prognosekürzungen entfielen auf China, die Türkei und andere Regionen im asiatisch-pazifischen Raum, ein Drittel auf neue Rückstellungen für Kostenoptimierungen, die BMW im zweiten Halbjahr 2026 verbuchen wolle.

Analysten passen BMW-Schätzungen nach unten an
16:40 Uhr

Goldpreis fällt deutlich - Fed im Blick

Der Goldpreis gibt nach. Das Edelmetall stehe vor kurzfristigen Herausforderungen wie den Erwartungen möglicher US-Zinserhöhungen, einem stärkeren Dollar und schwächeren Investorenströmen, so die Analysten der Bank of America. Der mögliche Wechsel der Fed zu einer hawkishen Geldpolitik sei ein Gegenwind für Gold, heißt es weiter. Gold für Gold fällt 1,6 Prozent auf 4127 Dollar je Feinunze.

Goldpreis fällt deutlich - Fed im Blick
16:22 Uhr

Ölpreis könnte immer noch auf 140 Dollar steigen

Der Ölpreis hat nach dem Abkommen zwischen den USA und Iran zwar deutlich nachgegeben. Doch die Prognosen für den weiteren Verlauf liegen derzeit weit auseinander und reichen von 70 bis zu 140 Dollar für das Fass Öl. Welche Szenarien die Märkte momentan einberechnen und wie Trader sie nutzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Volker Meinel von BNP Paribas.

Ölpreis könnte immer noch auf 140 Dollar steigen
16:00 Uhr

US-Techwerte tiefrot - SpaceX setzt Talfahrt fort

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(Foto: dpa)

Kräftige Verluste bei den Technologie-Werten drücken die Wall Street deutlich ins Minus. Der Auslöser sind Bedenken, dass die US-Zinsen länger als erwartet auf einem hohen Niveau bleiben könnten. Der Dow-Jones-Index verliert kurz nach der Eröffnung 0,6 Prozent auf 51.413 Punkte. Für den S&P-500 geht es um 1,5 Prozent nach unten. Die technologielastigen Nasdaq-Indizes büßen bis zu 2,9 Prozent ein.

Chipwerte stehen unter Abgabedruck. Unter anderem büßen Nvidia 3,9 Prozent ein. Intel und Micron Technologies, zwei der größten Gewinner des KI-Booms, fallen um 7,3 beziehungsweise 12,3 Prozent. Für Unsicherheit sorgen auch die jüngsten massiven Abgaben bei SpaceX. Nach einem Kurseinbruch von gut 16 Prozent am Montag fällt die Aktie um weitere 2,4 Prozent. Die geplante Anleiheemission von SpaceX verstärke die allgemeinen Sorgen der Anleger über das Ausmaß der Kapitalbeschaffungsmaßnahmen von KI-Hyperscalern, so Marktstratege Joachim Klement von Panmure Liberum.

US-Techwerte tiefrot - SpaceX setzt Talfahrt fort
15:37 Uhr

Renditen von US-Staatsanleihen fallen - Dollar fester

Die Renditen von US-Staatsanleihen kühlen sich angesichts langsam voranschreitender Gespräche zwischen den USA und dem Iran etwas ab, während der Dollar steigt. Die Rohölpreise geben nach, da die USA als Teil der Verhandlungen zur Wiederherstellung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus den Weg dafür freigemacht haben, dass der Iran Öl in US-Dollar verkaufen kann, auch an US-Käufer. Sinkende Energiepreise können die Inflationssorgen dämpfen. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Fed im September ist laut CME leicht gesunken. Der WSJ Dollar Index steigt um 0,2 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Anleihen fällt auf 4,487 Prozent von 4,507 Prozent am Vortag. Die Rendite zweijähriger Anleihen sinkt auf 4,192 Prozent von 4,230 Prozent.

Renditen von US-Staatsanleihen fallen - Dollar fester
15:13 Uhr

Playmobil produziert nicht mehr in Deutschland

Hier noch eine meldenswerte börsenferne Wirtschaftsnachricht: Die Playmobil-Produktion in Deutschland ist Geschichte: Eine Woche vor der offiziellen Schließung des Werks in Mittelfranken sind die verbliebenen Beschäftigten gegen Bezahlung freigestellt worden. "Die Produktion ruht", sagte ein Sprecher des Herstellers Horst Brandstätter Group. 

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Produktion der international bekannten Playmobilfiguren soll aus Kostengründen in den Werken in Malta und Tschechien gebündelt werden. Produktentwicklung, Verwaltung, Marketing, Vertrieb und Logistik sollen dem Sprecher zufolge in Deutschland bleiben. "Playmobil bleibt als traditionsreicher Spielzeughersteller in Deutschland verwurzelt", sagte er. 

Playmobil produziert nicht mehr in Deutschland
14:41 Uhr

Bitcoin fällt - Anleger rotieren aus Techwerten

Bitcoin fällt zusammen mit den US-Aktienfutures, da die Anleger weiterhin aus den großen Technologiewerten rotieren, schreibt der Analyst von Trade Nation, David Morrison, in einer Research Note. Die Erwartung, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen in diesem Jahr anheben könnte, belastet die Risikostimmung. Mögliche Zinserhöhungen könnten auch die Finanzierung von Krediten erheblich verteuern und sich damit auf die Ausgaben für die Infrastruktur der Künstlichen Intelligenz (KI) auswirken, meint er. Bitcoin fällt um 2,6 Prozent auf 62.320 US-Dollar, nachdem er zuvor laut Daten von LSEG ein 12-Tages-Tief von 61.934 US-Dollar erreicht hatte.

Bitcoin fällt - Anleger rotieren aus Techwerten
14:19 Uhr

Abbvie erhält erweiterte Zulassungen in Europa für wichtige Medikamente

Der Biopharmakonzern Abbvie hat von der EU-Kommission erweiterte Zulassungen für sein Blockbuster-Medikament gegen Autoimmunerkrankungen, Skyrizi, und sein Hepatitis-C-Medikament Maviret erhalten. Wir der Konzern mitteilte, ist Skyrizi in Europa nun auch schon für Kinder ab sechs Jahren mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis zugelassen, eine Form der Schuppenflechte. Voraussetzung ist, dass die Patienten für eine systemische Therapie in Frage kommen. Zuvor war Skyrizi in Europa bereits für die Behandlung von Erwachsenen mit dieser chronischen Autoimmunerkrankung zugelassen.

Abbvie erhält erweiterte Zulassungen in Europa für wichtige Medikamente
13:53 Uhr

"Ein Scherbenhaufen": Porsche-Aktionäre rechnen ab

Nach dem Krisenjahr 2025 haben die Porsche-Aktionäre mit der Führung des Sportwagenbauers abgerechnet. "Wir Aktionäre blicken heute auf Porsche und sehen einen Scherbenhaufen", sagte Ingo Speich von der Fondsgesellschaft Deka auf der virtuellen Hauptversammlung des Stuttgarter Unternehmens. Für Hendrik Schmidt vom Vermögensverwalter DWS hat die Porsche-Kapitalmarktstory mit einem starken Überholmanöver begonnen. Zwischenzeitlich sei die Aktie aber auf dem Standstreifen liegengeblieben. Speich rechnete vor: Seit dem Börsengang 2022 habe sich die Aktie inklusive Dividenden 146 Prozentpunkte schlechter als der Dax entwickelt. Das sei ein Vertrauensverlust des Kapitalmarkts. Alle drei Versprechen des Börsengangs seien nicht nur verfehlt worden, sondern hätten sich ins Gegenteil verkehrt. "Das ist kein zyklischer Dämpfer - das ist ein strukturelles Problem." 

Der Unmut der Investoren richtete sich auch gegen den Aufsichtsrat: Kritische Personalentscheidungen seien zu spät getroffen, Ex-Chef Oliver Blume zu lange in einer überlastenden Doppelrolle belassen und die verfehlte Elektro-Strategie des Vorstands nicht ausreichend kontrolliert worden. Markus Kienle von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger sagte, man fühle sich an das Bild der drei Affen erinnert: "Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen. Man müsste fast sagen, es fehlt der vierte Affe: Nichts verstehen."

"Ein Scherbenhaufen": Porsche-Aktionäre rechnen ab
13:29 Uhr

Insider: Nissan legt E-Version des Qashqai auf Eis

Nissan hat Insidern zufolge die Entwicklung einer reinen Elektro-Version seines Bestsellers Qashqai gestoppt. Der japanische Autobauer reagiere damit auf die schwankende Nachfrage nach E-Autos und den zunehmenden Wettbewerb durch chinesische Hersteller, sagten Insider zu Reuters. Das Fahrzeug sollte im größten britischen Autowerk in Sunderland vom Band laufen. Der Schritt ist Teil eines weltweiten Umbaus und Sparkurses bei Nissan.

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Nissan bietet für den Qashqai verschiedene hybride Antriebsarten an. (Foto: Nissan)

Nissan hatte das Vorhaben im Jahr 2023 und Investitionen in Höhe von 1,23 Milliarden Euro in sein Werk in Sunderland angekündigt. Die britische Regierung feierte es damals als einen Erfolg für die heimische Elektroauto-Industrie. Der Entwicklungsstopp spart zwar zunächst Geld, birgt jedoch das Risiko, dass Nissan in einem wichtigen Marktsegment den Anschluss an die Konkurrenz verliert. Sollte der Konzern die Pläne wieder aufnehmen, käme das Modell den Insidern zufolge wohl erst Anfang des kommenden Jahrzehnts auf den Markt. Der Qashqai ist für Nissan entscheidend und machte 2025 rund 45 Prozent des gesamten Absatzes in Europa aus.

Insider: Nissan legt E-Version des Qashqai auf Eis
13:05 Uhr

Fahrradmesse Eurobike kämpft ums Überleben

Hier einmal eine interessante Meldung außerhalb der Börsenreihe: Die internationale Fahrradmesse Eurobike in Frankfurt am Main will sich künftig stärker auf das Fachpublikum konzentrieren. Auf Angebote für Endkunden werde man mit der Neuausrichtung ab dem kommenden Jahr verzichten, kündigte Eurobike-Chef Philipp Ferger kurz vor der Eröffnung der 34. Ausgabe der Eurobike (24.-27. September) an. Bei der aktuellen Schau können sich Fahrradfans ab Freitagmittag noch selbst ein Bild über neue Techniken und Angebote machen.

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(Foto: dpa)

Die Eurobike kämpft ums Überleben: An diesem Montag hatte der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) eine eigene Fahrradmesse angekündigt, die ab Herbst 2027 unter dem Namen "towards tomorrow - European Bike Show" jährlich in Köln über die Bühne gehen soll. 

Fahrradmesse Eurobike kämpft ums Überleben
12:40 Uhr

SpaceX-Aktie knallrot - vorbörslich unter 150 Dollar

Deutliche Abgaben bei den Technologie-Werten dürften heute für kräftig fallende Kurse an der Wall Street sorgen. Auslöser sind Bedenken, dass die US-Zinsen länger als erwartet auf einem hohen Niveau bleiben könnten. Dazu kommt die Frage, ob sich die enormen Ausgaben für KI-Infrastruktur in ihrem derzeitigen Tempo fortsetzen werden. Der Future auf den S&P-500 fällt um 1,2 Prozent. Für den Terminkontrakt auf den Nasdaq-100 geht es sogar um 2,5 Prozent nach unten. Teilnehmer verweisen auch auf die sehr schwachen Vorgaben aus Asien, wo es vor allem für die Halbleiterwerte teils scharf nach unten ging.

SpaceX geben weiter nach. Damit ist die Marktkapitalisierung auf dem Weg, zum ersten Mal seit dem fulminanten Börsengang unter zwei Billionen Dollar zu fallen. Das Papier gibt vorbörslich um mehr als vier Prozent auf etwa 148 Dollar nach und liegt damit unter der Marke von 150 Dollar, zu der es am 12. Juni in den Handel gestartet war.

SpaceX-Aktie knallrot - vorbörslich unter 150 Dollar
12:19 Uhr

Geldmarkt: PMIs sprechen gegen EZB-Zinsanhebungen

Die Sätze am europäische Geldmarkt präsentieren sich wenig verändert. Bei den Euribors ist eine leichte Versteilerung der Kurve zu sehen. Hintergrund sind Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone. Sie sprechen laut Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz, gegen weitere Zinsanhebungen durch die EZB. Der Einkaufsmanagerindex für die Gesamtwirtschaft stieg von 48,5 auf 49,5 Punkte und blieb damit im Schrumpfung anzeigenden Bereich unter 50. Damit blieben die Zweifel an der erwarteten Belebung der Konjunktur in Europa zwar bestehen, das Momentum habe sich aber zumindest etwas verbessert, so Mayr. Für Deutschland bleibe das Bild dagegen mau.

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(Foto: picture alliance / SZ Photo)

Tagesgeld: 2,15 - 2,35 (2,15 - 2,35), Wochengeld: 2,15 - 2,35 (2,13 - 2,36), 1-Monats-Geld: 2,21 - 2,26 (2,19 - 2,44), 3-Monats-Geld: 2,17 - 2,51 (2,18 - 2,53), 6-Monats-Geld: 2,30 - 2,53 (2,53 - 2,70), 12-Monats-Geld: 2,60 - 2,71 (2,63 - 2,67), Euribors: 19.06. 18.06 3 Monate: 2,3130 2,3300, 6 Monate: 2,6310 2,6220, 12 Monate: 2,8090 2,7890

Geldmarkt: PMIs sprechen gegen EZB-Zinsanhebungen
11:54 Uhr

Dax deutlich unter 25.000

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat sich klar im Minus positioniert. Am Mittag fiel der deutsche Leitindex um 1,3 Prozent auf 24.825 Punkte. Der EuroStoxx50 verlor ebenfalls 1,3 Prozent auf 6230 Stellen. Der Euro lag 0,1 Prozent leichter bei 1,1408 US-Dollar.

Dax deutlich unter 25.000
11:35 Uhr

Ausverkauf bei Tech-Aktien weitet sich aus - Nasdaq-Futures rot

Der Ausverkauf bei Technologiewerten beschleunigt sich. Die Futures auf den Nasdaq 100 fallen um mehr als 2,5 Prozent. Alphabet, Nvidia und Oracle notieren im vorbörslichen Handel allesamt deutlich niedriger, nachdem es bereits am Montag zu starken Verlusten bei den großen Tech-Aktien gekommen war. Die asiatischen Märkte brachen ein, wobei der südkoreanische Kospi, belastet von Chipherstellern wie Samsung Electronics, um zehn Prozent nachgab. Auch die europäischen Indizes notieren im Minus, der niederländische Technologie-Champion ASML verliert fünf Prozent.

Ausverkauf bei Tech-Aktien weitet sich aus - Nasdaq-Futures rot
11:12 Uhr

Vonovia besorgt sich Geld - Aktie fällt

Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia will sich mit einer Wandelanleihe 750 Millionen Euro am Kapitalmarkt besorgen. Den Erlös will der Vorstand für allgemeine Unternehmenszwecke einschließlich der Refinanzierung von Schulden verwenden, wie der Dax-Konzern mitteilte. Das Bezugsrecht der Aktionäre sei ausgeschlossen. Die nicht nachrangigen und unbesicherten Anleihen richteten sich ausschließlich an institutionelle Investoren und hätten eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2031. Eine regelmäßige Zinszahlung sei nicht vorgesehen. Die Wandlungsprämie solle zwischen 35 und 40 Prozent über dem Referenzaktienkurs liegen. Die Vonovia-Aktie fiel um 2,4 Prozent.

Vonovia besorgt sich Geld - Aktie fällt
10:42 Uhr

SpaceX-Rückschlag "nährt Zweifel, ob Party vorbei ist"

SpaceX profitierte vom Weltraum-Hype und wird inzwischen mit fast zwei Billionen US-Dollar bewertet - etwa so viel wie der gesamte Dax. Nach Kursrückschlägen wachsen aber die Zweifel, ob die Börsen-Party vorbei ist und die hohe Bewertung wirklich tragfähig bleibt. ntv-Börsenreporter Frank Meyer ordnet ein.

SpaceX-Rückschlag "nährt Zweifel, ob Party vorbei ist"
10:33 Uhr

Neue EU-Regeln für Kryptoanbieter - ohne Lizenz geht bald nichts mehr

Ab Juli gelten neue Regeln für Kryptoanbieter in der EU - wer bis dahin keine Lizenz nach dem neuen EU-Standard Mica hat, der riskiert ein Betriebsverbot und muss das Geschäft geordnet rückabwickeln. Das kann für Anleger weitreichende Folgen haben, zumal Mitte Juni noch längst nicht alle die nötige Lizenz erteilt bekommen haben. Wie Anleger prüfen können, ob sie betroffen sind und was dann zu tun ist, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Stijn Vander Straeten von Crypto Finance.

Neue EU-Regeln für Kryptoanbieter - ohne Lizenz geht bald nichts mehr
10:17 Uhr

Deutsche PMIs deutlich niedriger - bei Dienstleistern läuft es richtig schlecht

Die deutsche Wirtschaft hat einer Umfrage zufolge im Juni so schlecht abgeschnitten wie seit anderthalb Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex (Purchasing Managers Index, PMI) für die Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - fiel um 0,8 Zähler auf 48,0 Punkte. Das Barometer rutschte damit auf den niedrigsten Wert seit Dezember 2024 ab und signalisiert ein leichtes Schrumpfen der Wirtschaft, wie der Finanzdienstleister S&P Global zu seiner monatlichen Umfrage unter Hunderten Unternehmen mitteilte. Ein Wachstum wird erst ab 50 Punkten angezeigt.

Besonders schlecht läuft es bei den Dienstleistern: Hier rutschte das Barometer im Juni um 1,3 Zähler auf 46,8 Punkte ab - den schwächsten Wert seit gut dreieinhalb Jahren. Die Industrie hält sich vergleichsweise gut: Hier gab der Einkaufsmanagerindex nur um 0,1 Zähler auf 50,0 Punkte nach, den niedrigsten Wert seit fünf Monaten. Die Produktion zog dagegen leicht an. Auch wurden mehr Aufträge gemeldet, auch mehr Bestellungen aus dem Ausland.

Deutsche PMIs deutlich niedriger - bei Dienstleistern läuft es richtig schlecht
09:51 Uhr

Ölpreise fallen deutlich

Am Ölmarkt gehen die Preise weiter runter. US-Vizepräsident JD Vance hatte von Fortschritten bei den Gesprächen mit dem Iran gesprochen und betont, dass die Straße von Hormus offen sei. Zuvor hatten die USA Sanktionen gegen den Iran ausgesetzt. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 0,9 Prozent auf 77,28 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,8 Prozent tiefer bei 73,41 Dollar.

Ölpreise fallen deutlich
09:31 Uhr

Bitcoin auf der Suche nach Impulsen

Der Bitcoin gibt aktuell 0,6 Prozent auf 63.982,12 US-Dollar nach. Die Kryptowährung bewege sich ohne einen klaren Impulsgeber weiterhin in einer Spanne und die Handelsvolumina deuteten noch nicht auf einen entscheidenden Ausbruch hin, so Pratik Kala, Portfoliomanager bei Apollo Crypto. Es werde erwartet, dass die Kurse bis Freitag gedämpft blieben, wenn der größte Posten an Bitcoin-Optionen ausläufe. Die Händler beobachteten genau, ob der Kurs das wichtige Niveau von 67.000 US-Dollar erreichen könne, was dabei helfen würde, die nächste Richtungsbewegung zu bestimmen, fügt Kala hinzu.

Bitcoin auf der Suche nach Impulsen
09:13 Uhr

Wie gewonnen, so zerronnen …

Der Dax beginnt das heutige Geschäft mit Abschlägen – und unter der 25.000er Marke. Diese hatte er beim gestrigen Wochenstart erst wieder zurückerobert und am Ende 0,6 Prozent fester geschlossen mit 25.140 Punkten. Aktuell notiert der Dax im Bereich von 24.860 Zählern. Schwache Vorgaben von Seiten der Wall Street und Gewinnmitnahmen an den technologielastigen Börsen in Tokio und Seoul drücken auf die Stimmung.

Wie gewonnen, so zerronnen …
08:58 Uhr

"Entwicklung schreit förmlich nach Gewinnmitnahmen"

An den asiatischen Börsen geht es zum Teil kräftig nach unten. Im Handel ist von Gewinnmitnahmen die Rede nach der jüngst von Künstlicher Intelligenz getriebenen Rally. Auch in den USA gehörten Technologietitel zu den schwächsten. Südkorea führt die regionale Liste mit den kräftigsten Einbußen an, vor allem Schwergewichte aus der Halbleiterbranche stehen mächtig unter Abgabedruck. Allerdings waren hier seit Jahresbeginn die aufgelaufenen Kursgewinne auch am höchsten.

Der Kospi baut seine Abgaben im Verlauf kontinuierlich auf aktuell 6 Prozent aus. Der Index hatte aber auch jüngst diverse Rekordhöhen erreicht. Die Schwergewichte der Halbleiterbranche SK Hynix und Samsung Electronics büßen 6 bzw. 5,2 Prozent ein. Der Ausverkauf bei SK Hynix erfolgt nur einen Tag, nachdem das Unternehmen Samsung als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen Südkoreas überholt hatte. Treiber war der KI-bedingte Halbleiter-Boom. "Die Entwicklung schreit förmlich nach Gewinnmitnahmen", sagt ein Händler.

Auch in Japan baut der Nikkei seine Abgaben im Sitzungsverlauf deutlich aus und sinkt aktuell um 1,6 Prozent auf 71.166 Punkte. Wie in Südkorea hatte auch das japanische Marktbarometer ein Allzeithoch nach dem nächsten verbucht. Chip- und exportorientierte Aktien stehen ganz vorn bei den Verlierern. Softbank Group geben um 7,9 Prozent nach und Fujitsu um 0,8 Prozent. Die chinesischen Aktienmärkte neigen ebenfalls zur Schwäche: Der Shanghai Composite fällt um 0,4 Prozent, der HSI in Hongkong um 1,1 Prozent - belastet von Technologie- und E-Auto-Werten.

"Entwicklung schreit förmlich nach Gewinnmitnahmen"
08:38 Uhr

Quantencomputer: Trump ordnet schnellere Entwicklung an

US-Präsident Donald Trump hat eine beschleunigte Entwicklung von Quantencomputern und deren Einsatz durch die amerikanische Regierung angeordnet. So soll das Energieministerium einen Quantencomputer bekommen, der leistungsstark genug für Forschungsaktivitäten ist. Zielmarke dafür sei das Jahr 2028, verkündete der im Weißen Haus für Wissenschafts- und Technologiepolitik zuständige Trump-Vertraute Michael Kratsios.

Im Erlass selbst wurde kein Zeitpunkt genannt. Zugleich heißt es dort, dass mehrere US-Behörden - darunter die Weltraumagentur Nasa - Fünfjahrespläne für den Einsatz von Quantentechnologie ausarbeiten sollen.

Quantencomputer sollen um ein Vielfaches leistungsstärker als heutige Rechner werden und den Weg zu neuen wissenschaftlichen Durchbrüchen ebnen - so zumindest die Hoffnung. Zugleich gibt es die Sorge, dass mit der neuen Technik Verschlüsselungstechnologie, die heute noch als sicher gilt, leicht geknackt werden könnte.

Quantencomputer: Trump ordnet schnellere Entwicklung an
08:20 Uhr

Porsche dampft Modellpalette ein

Porsche-Chef Michael Leiters setzt bei dem Sportwagenbauer den Rotstift an. "Unser Portfolio ist zu komplex geworden - auch wenn man es mit unseren Wettbewerbern vergleicht", sagt er. Deswegen werde die Zahl der verschiedenen Varianten reduziert. Zugleich erwäge das Unternehmen, sein Angebot an margenträchtigen Modellen auszubauen, sowohl bei den klassischen Sportwagen als auch bei großen SUV-Fahrzeugen.

Auch bei den Kosten solle angesetzt werden. So überdenke das Unternehmen derzeit die Entwicklung grundsätzlich, sagte Leiters. Auch sollten Synergien zwischen den Modellen sowie Plattformen der Muttergesellschaft Volkswagen verstärkt genutzt werden. "Wenn weniger Modelle miteinander konkurrieren, dürfte das signifikante Auswirkungen auf unsere Kapitaleffizienz haben." Konkrete Zahlen, wo die Rendite langfristig sein soll und wie viele Stellen wegfallen sollen, nannte Leiters nicht. Derzeit laufen bei dem Stuttgarter Unternehmen Verhandlungen über ein weiteres Sparprogramm.

Porsche dampft Modellpalette ein
08:04 Uhr

Dax kann 25.000 nicht halten

Die europäischen Aktienmärkte werden zum Handelsstart mit roten Vorzeichen erwartet. Den Dax sehen die Experten von IG Markets bei 24.924 Zählern und damit wieder unter der Marke von 25.000 Punkten. Die Richtung geben die Wall Street, vor allem aber die asiatischen Märkte vor, wo vor allem Technologiewerte unter Druck stehen. Am Anleihemarkt wird ein verhalten positiver Start erwartet.

Während in den USA nach dem jüngsten falkenhaften Auftritt der Fed nun noch im laufenden Jahr mit einer Zinserhöhung gerechnet wird, dürfte die EZB nach Einschätzung des Marktes in den kommenden zwölf Monaten die Füße stillhalten. Dies sollte für den Aktienmarkt hierzulande eher unterstützend wirken.

Am Vormittag stehen die Einkaufsmanagerindizes für Juni im Fokus. Mit der Entspannung der Lage im Nahost-Konflikt werde bereits bei den Juni-Daten eine Verbesserung erwartet, heißt es. Diese dürfte vor allem bei den Dienstleistern überdurchschnittlich stark ausfallen.

Dax kann 25.000 nicht halten
07:46 Uhr

Experten warnen vor überhöhten Rüstungspreisen

Angesichts des stark gestiegenen Verteidigungsetats warnen Haushaltsexperten des Bundestages und der Bundesrechnungshof vor überhöhten Preisen der Rüstungsindustrie. Es gebe in diesem Bereich eine starke Tendenz zu Preisaufschlägen, sagte der SPD-Berichterstatter für den Wehretat, Andreas Schwarz, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Es werden andere Preise aufgerufen, wenn der Auftraggeber Bundeswehr heißt", erklärte er. Auch der Grünen-Haushaltspolitiker Sebastian Schäfer kritisierte die Kosten für militärische Beschaffungsvorhaben im internationalen Vergleich teils als unangemessen hoch.

Als Beispiel nannten beide Politiker Tankcontainer für die Truppe, bei denen nicht nachvollziehbar sei, wo die gravierenden Mehrkosten entstanden seien. Wie das RND berichtete, hat sich deren Stückpreis innerhalb von vier Jahren von 142.000 Euro auf rund 291.000 Euro verdoppelt. Die Haushaltspolitiker hätten deshalb eine Ausweitung der Bestellung fürs Erste blockiert. Eine Ursache für die Entwicklung sei fehlende Konkurrenz, sagte Schwarz. Dies müsse künftig strenger kartellrechtlich geprüft werden. Zudem sprachen sich Schwarz und Schäfer dafür aus, Start-ups und neue Akteure stärker bei der Beschaffung einzubinden, um der Bundeswehr Material zu angemessenen Preisen zur Verfügung zu stellen. Der Bundesrechnungshof sieht die Entwicklung ebenfalls kritisch.

Experten warnen vor überhöhten Rüstungspreisen
07:29 Uhr

KI-Umbau: SAP-Rivale streicht 21.000 Jobs

Oracle hat seine Belegschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr um 13 Prozent oder rund 21.000 Beschäftigte verkleinert. Der Cloud-Anbieter baut sein Geschäft um, was teilweise auf den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Unternehmen zurückzuführen ist. Zum Stichtag 31. Mai zählte Oracle noch 141.000 Mitarbeiter, gegenüber 162.000 im Vorjahr, wie aus einem Geschäftsbericht hervorgeht. Die Kosten für Abfindungen und andere umbaubedingte Ausgaben beliefen sich auf 1,84 Milliarden Dollar. Im Vorjahr waren es 374 Millionen Dollar gewesen.

Als Gründe für die Stellenstreichungen nannte das Unternehmen in dem Bericht unter anderem Führungswechsel, Produktumstellungen, strategische Neuausrichtungen sowie Zukäufe. Es hatte in diesem Jahr bereits mehrfach Berichte über den Wegfall Tausender Arbeitsplätze bei Oracle gegeben.

KI-Umbau: SAP-Rivale streicht 21.000 Jobs
07:11 Uhr

Gewinnserie reißt nach acht Tagen

Die asiatischen Aktienmärkte tendieren nach einer längeren Rally überwiegend schwächer. In Tokio gibt Nikkei-Index 0,9 Prozent auf 71.711,67 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notiert 0,8 Prozent niedriger bei 4060,41 Zählern. Der Shanghai Composite gewinnt hingegen 0,2 Prozent auf 4171,43 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 0,8 Prozent auf 5016,91 Punkte. Anleger zeigen sich besorgt über eine möglicherweise aggressivere Zinspolitik der US-Notenbank Fed im weiteren Jahresverlauf.

In Japan streichen Investoren nach acht Gewinntagen in Folge Gewinne ein. "Nach einer Reihe von Kursgewinnen scheint der Markt einige leichte Gewinnmitnahmen zu verzeichnen", sagt Masahiro Ichikawa, Chefstratege bei Sumitomo Mitsui DS Asset Management. Zuvor hatte der Nikkei getrieben von KI-Werten Rekordhochs markiert. Bei den Einzelwerten zeigen sich Technologietitel gemischt: Der Kabelhersteller Fujikura springt als Spitzenreiter um 8,8 Prozent nach oben, während der Technologieinvestor Softbank Group 8,1 Prozent einbüßt.

Gewinnserie reißt nach acht Tagen
06:53 Uhr

Starke Auftragslage pusht Japans Industrie

Die japanische Industrie hat ihr Wachstum im Juni dank eines starken Auftragseingangs beschleunigt. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) von S&P Global stieg auf 54,9 Punkte von 54,5 Zählern im Mai, wie aus einer Umfrage hervorgeht. Ein Wert über 50,0 Punkten signalisiert Wachstum. Die Neubestellungen legten so stark zu wie seit mehr als vier Jahren nicht mehr. Gleichzeitig trieb der Konflikt im Nahen Osten die Kosten für Energie, Treibstoff und Rohstoffe in die Höhe. Die Inflation bei den Ein- und Verkaufspreisen der Hersteller verharrte in der Nähe ihres höchsten Standes seit Ende 2022.

Neben der Industrie erholte sich auch der Dienstleistungssektor nach einer Stagnation im Vormonat. Das Wachstum der gesamten Wirtschaftstätigkeit in Japan habe sich damit zum ersten Mal seit Ausbruch des Krieges im Nahen Osten beschleunigt, sagte Annabel Fiddes, Ökonomin bei S&P Global Market Intelligence. Dies deute auf ein insgesamt starkes zweites Quartal hin. "Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die aktuelle Wachstumsphase teilweise durch Lageraufbau infolge des Krieges im Nahen Osten angetrieben wird", erklärte sie weiter. Kunden stockten aus Sorge vor Lieferengpässen ihre Bestände auf. Diese Bemühungen würden in den kommenden Monaten wahrscheinlich nachlassen.

Starke Auftragslage pusht Japans Industrie
06:35 Uhr

US-Behörde untersucht tödlichen Unfall mit Tesla

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat eine Untersuchung zu einem tödlichen Unfall mit einem Tesla im US-Bundesstaat Texas eingeleitet, bei dem möglicherweise ein Fahrassistenzsystem im Einsatz war. Das Model 3 war am 19. Juni in ein Haus gekracht, wobei eine 76-jährige Frau starb. Tesla-Chef Elon Musk wies eine Beteiligung der Software "Full Self-Driving" (FSD) zurück: Das System fahre in Wohngebieten langsam, hier habe es sich jedoch um einen Hochgeschwindigkeitsunfall gehandelt. Welches System der Fahrer tatsächlich nutzte, ist bislang unklar.

Die NHTSA hat seit 2016 knapp 50 Sonderuntersuchungen zu Tesla-Unfällen mit Verdacht auf Autopilot-Nutzung eingeleitet, bei denen rund zwei Dutzend Menschen ums Leben kamen. Zuletzt hatte die Behörde ihre Prüfungen von Millionen Tesla-Fahrzeugen wegen möglicher Software-Mängel und Verkehrsverstöße ausgeweitet.

US-Behörde untersucht tödlichen Unfall mit Tesla
06:17 Uhr

Yen nähert sich tiefstem Stand seit 40 Jahren

Im asiatischen Devisenhandel steht der schwache Yen im Fokus, der sich mit 161,58 zum Dollar seinem tiefsten Stand seit 40 Jahren nähert. Japans Finanzministerin Satsuki Katayama beriet sich angesichts der starken Währungsschwankungen mit US-Finanzminister Scott Bessent. Auch Südkoreas Finanzminister bezeichnet das aktuelle Niveau des Won als "exzessiv". Der Dollar legt leicht auf 6,7748 Yuan zu und rückt zur Schweizer Währung etwas auf 0,8084 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1428 Dollar.

Yen nähert sich tiefstem Stand seit 40 Jahren
06:00 Uhr

Zwei Firmen müssen liefern

Der Wochenstart ist dem Dax geglückt: Der deutsche Börsenleitindex eroberte gestern die 25.000er-Marke zurück, schloss mit einem Aufschlag von 0,6 Prozent und 25.140 Punkten wieder über der psychologisch wichtigen Marke.. Fallende Ölpreise und eine zunächst positiv eröffnende Wall Street hatten den Markt gestützt und ihn aus der Lethargie der Vorwoche geholfen.

Während die Politik heute auf die Ergebnisse der Rentenkommission blicken wird, liegt das Augenmerk der Anleger eher auf der Unternehmensseite: So muss etwa der neue Porsche-Chef Michael Leiters auf seiner ersten Hauptversammlung Rede und Antwort stehen, wie er den schwer angeschlagenen Sportwagenbauer aus der Krise führen will. China-Geschäft eingebrochen, E-Autopläne geplatzt und hohe Zollbelastungen am wichtigen US-Markt - Leiters kämpft an vielen Fronten. Er will den Autobauer gesundschrumpfen und auf das Kerngeschäft ausrichten. Erste Randaktivitäten werden schon eingestampft, noch im Juli soll ein weiteres Paket mit Stellenabbau und Personalkostensenkungen geschnürt werden.

Die Hauptversammlung des Essenslieferanten Delivery Hero steht ganz im Zeichen eines möglichen Übernahmekampfes. Die Großaktionäre Uber und Prosus wollen sich Delivery Hero sichern, um jeweils ihr eigenes Liefergeschäft zu ergänzen. Unabhängig davon muss sich das Management des deutschen Unternehmens auf Kritik der Aktionäre einstellen. Der Aktionärsberater ISS empfiehlt, dem scheidenden Firmenchef Niklas Östberg und mehreren Aufsichtsratsmitgliedern die Entlastung zu verweigern. Der Grund sind die hohen Kosten im Zusammenhang mit Verstößen gegen Arbeitsschutz- und Wettbewerbsregeln. Die Presse ist zur Hauptversammlung nicht zugelassen.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden sie hier.

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