Kryptos vor Comeback?
Im Gegensatz zu vielen anderen Anlageklassen hat der Krieg im Nahen Osten den Kryptomarkt nicht sonderlich ins Wanken gebracht. Im Gegenteil zeigte sich der Bitcoin zuletzt stabil mit leichten Erholungstendenzen. Ob es für die Kryptos bald wieder aufwärts geht und wie Anleger in Kryptowährungen investieren können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Dirk Heß von nxtAssets.
Insider: Porsche SE steigt in jedem Fall bei VW-Dieselmotorentochter ein
Egal, welcher Finanzinvestor den Zuschlag für die Volkswagen-Dieselmotoren-Tochter Everllence bekommt, die Familienholding Porsche SE gehört laut Insidern auf jeden Fall zu den Gewinnern. Sie solle nach den Vorstellungen von VW als Co-Investor bei Everllence einsteigen, sagten drei mit den Plänen vertraute Personen Reuters. Gedacht sei an eine Beteiligung von etwa zehn Prozent, hieß es weiter.
Sechs Beteiligungsgesellschaften seien in die zweite Runde gekommen, weil sie den Hersteller von Schiffsmotoren und industriellen Wärmepumpen in ihren Geboten jeweils mit rund acht Milliarden Euro bewerteten. Zwei weitere Insider bestätigten, dass alle Bieter aus der Motorenbranche aus dem Rennen seien, darunter auch die japanische Yanmar. Zu den sechs vorerst erfolgreichen Bietern zählten die Investoren auch Advent, Blackstone, Brookfield, CVC und EQT, sagten mehrere Insider.
Altersvorsorgedepot "ist sehr gute Idee"
US-Firma übernimmt Solar-Technik von Meyer Burger
Rund ein halbes Jahr nach dem Aus des insolventen Solarmodulherstellers Meyer Burger hat ein US-Unternehmen Technik und Anlagen übernommen und so die Hoffnung auf eine Rückkehr der Solarzellenproduktion in Sachsen und Sachsen-Anhalt genährt. Wie das Unternehmen Swift Solar mit Sitz im kalifornischen Silicon Valley mitteilte, wurden Produktionsanlagen und "geistiges Eigentum" übernommen. Dadurch werde die in den USA angesiedelte Forschung mit europäischer Expertise in der Herstellung hocheffizienter Silizium-Solarzellen zusammengeführt.
Wie es konkret mit den früheren Produktions- und Entwicklungsstandorten in Bitterfeld und Hohenstein-Ernstthal weitergeht, teilte das Unternehmen zunächst nicht mit. Swift Solar erklärte nur, man wolle eine westliche Produktionsbasis für neue Solartechnologie aufbauen.
Sehr gutes Ergebnis: Skoda macht es VW vor
Die tschechische Volkswagen-Tochter Skoda fährt ihrem Mutterkonzern davon. Der Autobauer steigerte sein Ergebnis im laufenden Geschäft 2025 gegenüber dem Vorjahr um 8,6 Prozent auf rund 2,5 Milliarden Euro. Das teilte das Unternehmen mit Sitz in Mlada Boleslav mit.
Der Umsatz sei um 8,3 Prozent gestiegen und habe erstmals die 30-Milliarden-Marke überschritten. Der operative Gewinn des Volkswagen-Gesamtkonzerns brach indes im gleichen Zeitraum um gut die Hälfte ein. Angaben zum Jahresüberschuss machte Skoda nicht.
Dax schmiert ab - Öl wieder deutlich teurer
Die schwache Handelseröffnung an der Wall Street hat Auswirkungen auf das Frankfurter Börsengeschehen. Der Dax vergrößerte sein Minus und verlor am Nachmittag 1,0 Prozent auf 23.402 Punkte. Der EuroStoxx50 sackte um 1,3 Prozent auf 5719 Zähler ab. Brent und WTI schossen um sieben beziehungsweise acht Prozent hoch.
Wall Street knallrot
Die US-Börsen sind wegen der hohen Ölpreise auf Talfahrt gegangen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte sackte um 1,2 Prozent auf 46.890 Punkte ab. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 1,1 Prozent auf 6701 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rutschte um 1,4 Prozent auf 22.405 Punkte ab.
Im Finanzsektor rutschten Aktien von Banken und Vermögensverwaltern ab. Die Anleger nehmen den rund zwei Billionen Dollar schweren Markt für Privatkredite unter die Lupe, nachdem in den vergangenen Monaten eine Reihe von Kreditproblemen aufgetaucht sind. Diese schürten die Bedenken hinsichtlich steigender Zahlungsausfälle. Morgan Stanley fielen um 4,8 Prozent auf den tiefsten Stand seit mehr als vier Monaten. Der Bankriese begrenzte die Rücknahmen bei einem seiner privaten Kreditfonds.
Rückfahren von Subventionen setzt Chinas Automarkt zu
Die Autoverkäufe in China haben sich im Februar infolge einer abgekühlten Nachfrage weiter verlangsamt. Hintergrund ist, dass Peking staatliche Subventionen und Steuervergünstigungen für den Kauf von Elektroautos zurückfährt. Daher hatten Käufer ihre Anschaffungen teils auf 2025 vorgezogen. Belastend wirkte sich zudem die neuntägige Feier zum chinesischen Neujahr aus.
Die Pkw-Einzelhandelsverkäufe sackten im Februar im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf 1,03 Millionen Einheiten ab, wie die China Passenger Car Association (CPCA) mitteilte. Im Vergleich zum Januar gingen die Verkäufe sogar um 33 Prozent zurück.
Bankaktien bluten
Europaweit liegen Bankaktien bei den Branchen klar am Ende. Der Stoxx-Subindex verliert drei Prozent. Zwar profitieren die Geldhäuser oft von anziehenden Renditen, wie derzeit zu beobachten, weil sie das traditionelle Kreditgeschäft rentabler machen, Marktteilnehmer stellen aber fest, dass höhere Renditen nur dann positiv seien, solange die Wirtschaft nicht darunter leide. Aktuell dominierten aber Stagflationsängste. Damit drohe ein Rückgang der Kreditnachfrage.
Im Dax ist die Aktie der Deutschen Bank mit einem Minus von über fünf Prozent klar das Schlusslicht. Commerzbank verlieren mit über drei Prozent ebenfalls kräftig. In Madrid büßen BBVA fast vier Prozent ein, in Mailand Unicredit 2,7 Prozent.
USA verringern ihr Handelsdefizit
Das wird Donald Trump freuen: Das Defizit in der Handelsbilanz der USA ist im Januar gesunken. Es betrug nach vorläufigen Berechnungen 54,46 Milliarden Dollar nach revidiert 72,90 (vorläufig: 70,31) Milliarden im Vormonat. Volkswirte hatten mit einem Passivsaldo von 67,00 Milliarden Dollar gerechnet. Die Exporte stiegen zum Vormonat um 5,5 Prozent auf 302,15 Milliarden Dollar, während die Einfuhren 356,604 Milliarden Dollar erreichten, ein Rückgang gegenüber dem Vormonat von 0,7 Prozent.
KI treibt Anlagerenditen
Künstliche Intelligenz (KI) entwickelt sich zum wichtigsten Treiber für Anlagerenditen. Das teilt die auf Privatmarktanlagen spezialisierte Firma Hamilton Lane mit. Sie argumentiert, dass Sorgen über Zölle, Zinssätze und den US-Dollar im Vergleich zu den strukturellen Auswirkungen der KI auf die Märkte möglicherweise übertrieben seien. Die bisherige Wertentwicklung von KI-Investitionen ähnele keiner klassischen Blase, heißt es weiter. Ein Großteil der Ausgaben stamme von Unternehmen mit starken Bilanzen und Cashflows, auch wenn die Entwicklung noch am Anfang stehe. Die öffentlichen Märkte schienen stark auf große Sprachmodelle ausgerichtet zu sein, während die privaten Märkte ein breiteres Spektrum des KI-Ökosystems abdeckten, so die Experten. KI-bezogene Unternehmen, die länger in Privatbesitz bleiben, dürften die Gewinne eher privaten Investoren zukommen lassen.
Spekulation über EZB-Zinsanhebung
Die Renditekurve am Geldmarkt geht steiler nach oben. Die Freigabe von strategischen Ölreserven hat nicht den erhofften Befreiungsschlag gebracht. Angesichts von Angriffen auf Öltanker und Containerschiffe im Persischen Golf stieg der Preis für Brent am frühen Donnerstag auf über 100 US-Dollar, aktuell liegt er bei 96 Dollar. Das hält die Sorgen vor steigenden Inflationsraten am Leben, weshalb längst über Zinserhöhung in der Eurozone spekuliert wird.
Tagesgeld: 1,90 - 2,10 (1,87 - 2,07), Wochengeld: 1,88 - 2,13 (1,88 - 2,13), 1-Monats-Geld: 2,00 - 2,20 (1,90 - 2,20), 3-Monats-Geld: 2,05 - 2,25 (2,05 - 2,25), 6-Monats-Geld: 2,03 - 2,13 (2,00 - 2,10), 12-Monats-Geld: 2,37 - 2,38 (2,31 - 2,44), Euribors: 11.03 10.03. 3 Monate: 2,1220 2,1380, 6 Monate: 2,1730 2,2950, 12 Monate: 2,3690 2,5520
Rote Vorzeichen an Wall Street - Anleiherenditen gehen hoch
Die wieder kräftig zulegenden Ölpreise dürften an der Wall Street für eine negative Tendenz sorgen. Brent war im Verlauf kurzzeitig wieder über die Marke von 100 Dollar je Barrel geklettert - trotz der Entscheidung der Internationalen Energieagentur (IEA), eine Rekordmenge von 400 Millionen Barrel Öl aus den Notreserven freizugeben, um die Preise zu senken. Der Iran-Krieg hält zudem unvermindert an. Die Straße von Hormus gilt bereits seit mehreren Tagen als unpassierbar, inzwischen hat der Iran offenbar auch damit begonnen, sie zu verminen. Dazu droht Teheran nun auch mit einer Sperre der Passage durch das Rote Meer mit Unterstützung der Huthi-Miliz im Jemen und anderer "Widerstandsgruppen". Vor diesem Hintergrund geht es für den Future auf den S&P-500 um 0,5 Prozent nach unten.
Die Renditen am US-Anleihemarkt legen weiter zu. Für zehnjährige Papiere steigt diese um 2,0 Basispunkte auf 4,22 Prozent. Die anhaltend hohen Energiepreise schmälern die Erwartungen baldiger Zinssenkungen, heißt es. Auch für den "sicheren Hafen" Dollar geht es weiter nach oben - der Dollar-Index gewinnt 0,1 Prozent.
Crédit Agricole übernimmt ukrainische Bank
Crédit Agricole übernimmt die ukrainische Bank Lviv. "Die Übernahme der Bank Lviv steht voll und ganz im Einklang mit der Strategie von Crédit Agricole, die ukrainische Wirtschaft langfristig zu unterstützen und eine Schlüsselrolle beim Wiederaufbau des Landes zu spielen", teilte die französische Großbank mit. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Der Abschluss der Transaktion wird für Mitte 2026 erwartet.
Bericht: China drosselt Export raffinierter Ölprodukte
Um die heimische Wirtschaft vor den Auswirkungen des Iran-Krieges zu schützen, drosselt China einem Medienbericht zufolge die Ausfuhr raffinierter Ölprodukte. Wegen des Krieges in Nahost hätten chinesische Raffinerien damit begonnen, vereinbarte Exportlieferungen raffinierter Kraftstoffe zu stornieren, berichtete Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen.
China ist der weltweit größte Importeur von Rohöl und die Raffinerien der Volksrepublik, die das Rohöl aufbereiten, bedienen hauptsächlich den riesigen Inlandsmarkt der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Laut offizieller Zollstatistik exportierte China im vergangenen Jahr aber auch verschiedene raffinierte Ölprodukte, darunter Benzin, Diesel und Kerosin, im Umfang von insgesamt 58 Millionen Tonnen.
Dax ruht sich aus - Öl teurer
Update von der Frankfurter Börse: Der Handel ist bislang ruhig verlaufen. Der Dax lag am Mittag kaum verändert bei 23.652 Punkten. Der EuroStoxx50 fiel um 0,4 Prozent auf 5771 Stellen. Der Euro lag 0,1 Prozent schwächer bei 1,1556 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI stiegen um je drei Prozent.
Deutsche-Bank-Chef Sewing verdient nach Rekordgewinn mehr
Nach den Rekordergebnissen der Deutschen Bank im vergangenen Jahr ist die Vergütung von Vorstandschef Christian Sewing gestiegen. Für 2025 beläuft sie sich auf Pro-Forma-Basis auf 10,5 Millionen Euro nach 9,75 Millionen im Vorjahr, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht. Die Vergütung für den Gesamtvorstand steigt auf 68,9 von 68,1 Millionen Euro. Die Werte stehen unter der Annahme einer hundertprozentigen Zielerreichung bei der langfristigen variablen Vergütungskomponente für den Zeitraum 2025 bis 2027.
Bei der Deutschen Bank wurde das System zur Vorstandsvergütung 2024 angepasst. Die langfristige variable Vergütungskomponente (Long-Term Incentive) wird auf der Basis eines zukunftsgerichteten Bemessungszeitraums von drei Jahren festgelegt, vorher auf Basis der Ergebnisse der Vergangenheit.
Wie humanoide Robotik die Zukunft revolutioniert
Science Fiction trifft auf Realität. Was es mit dem neuen Börsentrend Humanoide Robotik auf sich hat und welche Chancen das für Anleger bereithält, darüber hat Nancy Lanzendörfer mit Daniel Sailer von der Fondsgesellschaft Metzler Asset Management gesprochen.
Ifo geht mit BIP-Prognose für 2026 runter
Das Ifo-Institut hat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland wegen des Iran-Kriegs leicht gesenkt. Wie es im Rahmen seiner Frühjahrprognose mitteilte, wird für 2026 nun ein Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,8 (bisher: 1,0) Prozent. Für 2027 wird die Prognose von 1,2 Prozent Wachstum bestätigt. Die Inflation wird im Jahresdurchschnitt bei 2,2 (2,0) und 2,3 (2,2) Prozent gesehen.
"Ungeachtet des Energiepreisschocks dürfte sich die Erholung in Deutschland im weiteren Verlauf dieses Jahres fortsetzen, insbesondere weil staatliche Mehrausgaben für Infrastruktur, Klimaneutralität und Verteidigung ausgeweitet und zunehmend nachfragewirksam werden", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Allerdings sei die Erholung untypisch, weil sie nicht durch das Exportgeschäft getragen werde.
VW rechnet bei Kernmarke mit steigender Rendite - Sparprogramm greift
Volkswagen rechnet bei der Kernmarke auch dieses Jahr dank Kostensenkungen und positiver Effekte aus dem Marktstart neuer Modelle mit einer besseren Profitabilität. "Das Maßnahmenpaket aus Performance-Programm und Tarifabschluss von 2024 legt die Grundlage für eine stabile Ertragslage und die Erreichung einer Umsatzrendite von mehr als vier Prozent im Jahr 2026", teilte die Kernmarke anlässlich der Bekanntgabe ausführlicher Geschäftszahlen für 2025 mit. Vergangenes Jahr war die Rendite der Kernmarke leicht auf 3,0 von 2,9 Prozent gestiegen.
In der gesamten Markengruppe "Core", zu der neben der Kernmarke unter anderem Seat oder Skoda gehören, sank die Rendite, wie bereits seit Vorlage der VW-Präsentation bekannt, auf 4,7 von 5,0 Prozent. Grund dafür ist das schwache Abschneiden von Seat/Cupra und VW Nutzfahrzeuge, wo sich die Marge jeweils abschwächte. Seat/Cupra erzielte sogar nur noch einen Mini-Gewinn von einer Million Euro nach noch 633 Millionen Euro im Vorjahr. Skoda konnte die gute Rendite des Vorjahres mit 8,3 Prozent behaupten.
Bitcoin fällt - Iran-Krieg belastet Risikobereitschaft
Der Bitcoin gibt nach, da der sich ausweitende Konflikt im Nahen Osten die Ölpreise in die Höhe treibt und die Risikobereitschaft dämpft. Analysten zufolge schwänden die Hoffnungen auf ein schnelles Ende des Iran-Krieges. Die Internationale Energieagentur hat am Mittwoch einen Bericht des "Wall Street Journal" bestätigt, wonach sie 400 Millionen Barrel Öl aus ihren Notreserven freigeben werde, die größte Freigabe aller Zeiten. Dies hatte jedoch kaum Auswirkungen auf die Märkte. Der Bitcoin fällt um 0,7 Prozent auf 69.707 US-Dollar, wie aus Daten von LSEG hervorgeht.
Versorger sieht trotz Weltmarkt-Turbulenzen stabile Gaspreise
Der Oldenburger Energieversorger EWE rechnet trotz rasant gestiegener Weltmarktpreise für Gas infolge der Eskalation im Nahen Osten vorerst nicht mit steigenden Preisen für Verbraucher. "Wir haben wie immer Gasmengen für unsere Kunden beschafft", sagte EWE-Chef Stefan Dohler. "Wir haben einen sehr hohen Anteil von Festpreisverträgen, die Preise in der Regel für eine Laufzeit von einem Jahr garantieren. Da machen wir keine Abstriche."
Auch in der Grundversorgung, wo es diese Preisabsicherung nicht gebe, zeichne sich keine kurzfristig notwendige Preiserhöhung ab, sagte Dohler. Insgesamt haben zurzeit fast eine halbe Million Kundinnen und Kunden Erdgas-Lieferverträge mit dem niedersächsischen Energieversorger.
Irans Attacken auf Tanker befeuern Rüstungsaktien
Europäische Rüstungsaktien legen im frühen Handel nach Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus zu. Die Aktien von Leonardo steigen um 6,5 Prozent, auch beflügelt durch die Veröffentlichung der neuen Ziele des italienischen Unternehmens für 2026 und 2030. Die Aktien der Renk Group und von Hensoldt legen jeweils um 4,5 Prozent zu. Saab folgt dicht dahinter mit einem Anstieg von 4,1 Prozent, während Rheinmetall um 3,4 Prozent klettert. Thales, die in dieser Woche ein neues Luftverteidigungssystem vorgestellt haben, legen um 3,4 Prozent zu. Die Aktien von Dassault Aviation steigen um 3,4 Prozent, während BAE Systems und Kongsberg Gruppen jeweils um 3 Prozent zulegen. Babcock International und Fincantieri rücken beide um 2,6 Prozent vor.
US-Geschäft setzt Daimler Truck zu
Daimler Truck hat vor allem wegen der gesunkenen Nachfrage in den USA im vergangenen Jahr deutliche Gewinneinbußen verzeichnet. Der operative Gewinn sank 2025 um 19 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro, wie der LKW-Bauer mitteilte. Das Ergebnis je Aktie ging noch stärker zurück um 30 Prozent auf 2,56 Euro. In der Region Nordamerika sackte das Ergebnis um 35 Prozent ab, die Marge war mit 10,7 Prozent aber trotzdem deutlich höher als in Europa und Asien.
Auf dem wichtigsten Einzelmarkt USA belasteten nicht nur die erhöhten Zölle. Die Kunden hielten sich mit Anschaffungen wegen der unsicheren Wirtschaftslage infolge der erratischen Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump zurück. Im vierten Quartal zeichnete sich aber eine Erholung beim Auftragseingang ab, erklärte der Dax-Konzern.
McDonald's führt Drei-Dollar-Menu ein
McDonald's reagiert offenbar auf die Geldknappheit vieler US-Bürger und bietet deshalb ab April ein Menü für drei Dollar (rund 2,60 Euro) an. Das intern "McValue 2.0" genannte Angebot könne zum Beispiel einen McMuffin, Rösti, Kaffee und Chicken McNuggets enthalten, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Es gebe auch Überlegungen, das Menü für weniger als drei Dollar anzubieten. Zudem seien Frühstücksangebote für vier Dollar geplant. Die Preisoffensive solle im April starten.
McDonald's hat angesichts zunehmend preisbewusster Verbraucher bereits in der Vergangenheit auf niedrigere Preise gesetzt. Rivalen wie Burger King gehen diesen Weg ebenfalls. Im vergangenen Jahr etwa hatte McDonald's einen Rabatt von 15 Prozent auf Kombi-Menüs angeboten und Sonderangebote für fünf Dollar eingeführt. Das Unternehmen hatte jüngst erklärt, seine Maßnahmen würden dazu beitragen, einkommensschwache Kunden zurückzugewinnen.
Dax gibt erneut nach
Die Dax-Erholung aus dem DiDienstagshandel verpufft immer mehr. Nachdem im gestrigen Geschäft bereits ein Minus von 1,4 Prozent anfiel und der deutsche Börsenleitindex mit 23.640 Punkten geschlossen hat, notiert er kurz nach dem heutigen Handelsstart im Bereich von 23.555 Zählern.
"Die Ölpreise belasten, zeitweise lagen sie wieder über der 100-Dollar-Marke je Barrel", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Das schürt Inflationsängste und belastet die Aktienkurse", erläutert sie. "Es stellt sich die Frage: Müssen die Notenbanken reagieren?"
RTL Group verzeichnet Wachstum im Streamingbereich
Die RTL Group, zu der auch ntv gehört, hat 2025 operativ weniger mit ihrem laufenden Geschäft verdient. Der Gesamtumsatz sank auf rund sechs Milliarden Euro, wie der Medienkonzern mitteilte. Das operative Ergebnis - also das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Adjusted Ebita) - ging auf 661 Millionen Euro zurück. Dank des Verkaufs der Tochter RTL Nederland stieg der Gewinn jedoch trotzdem auf rund 1,03 Milliarden Euro - nach 555 Millionen Euro im Vorjahr. Damit stieg der Konzerngewinn trotz des schwächeren operativen Geschäfts deutlich.
Den größten Schub erhielt der Konzern erneut durch seine Streamingdienste. Die Zahl der zahlenden Abonnenten der Streaming-Dienste RTL+ sowie M6+ in Frankreich stieg im Jahresvergleich um rund 19 Prozent auf gut 8,1 Millionen. Der Umsatz mit Streaming legte um mehr als ein Viertel auf 509 Millionen Euro zu, während die Anlaufverluste, also die Anfangsverluste beim Aufbau des Streaming-Geschäfts, deutlich sanken. Konzernchef Thomas Rabe sieht in diesem Geschäft den zentralen Wachstumstreiber. "Unser Streaming-Geschäft wird im Jahr 2026 profitabel und damit in den kommenden Jahren der Motor für nachhaltiges Gewinnwachstum sein", sagte er.
Nach Zollschlappe: USA leiten neue Prüfung gegen EU ein
Nach den jüngsten juristischen Rückschlägen für US-Präsident Donald Trumps Zollpolitik leitet die Regierung Untersuchungen ein, deren Ergebnisse auch als Grundlage für neue Strafzölle dienen könnten. Es geht darum, herauszufinden, ob strukturelle Überkapazitäten in Fertigungssektoren in der Europäischen Union und in anderen Ländern zu Nachteilen für die US-Wirtschaft führen, wie das Büro des Handelsbeauftragten Jamieson Greer mitteilte. Neben der EU werden demnach auch die Schweiz, Norwegen, China, Japan, Mexiko, Taiwan, Indien und weitere asiatische Länder überprüft. Die Untersuchung stützt sich auf einen Passus eines Handelsgesetzes von 1974. In der Vergangenheit hatten die USA diesen Mechanismus etwa genutzt, um Strafzölle gegen China zu verhängen.
Im Februar hatte der Oberste Gerichtshof Trump untersagt, unter Berufung auf ein anderes Gesetz per Erlass Zölle zu verhängen. Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar 2025 hatte er am US-Parlament vorbei damit Importgebühren auf Einfuhren dutzender Handelspartner verhängt.
Steigende Ölpreise drücken Aktienkurse
Wieder steigende Ölpreise lasten auf den Börsen in Ostasien und Australien. Angriffe auf mehrere Schiffe in der Straße von Hormus treiben den Preis für ein Barrel Brent-Öl aktuell um 8,5 Prozent auf 99,78 Dollar je Barrel nach oben. Zeitweise überwand er die Marke von 100 Dollar. An der Börse in Tokio geht es mit dem Topix um 1,7 Prozent abwärts. Der Kospi in Seoul gibt um 0,9 Prozent nach. In Shanghai verliert der Composite-Index 0,7 Prozent. Der Hang-Seng-Index in Hongkong notiert 1,7 Prozent im Minus. Der Dollar ist derweil wieder als Fluchtwährung gesucht. Der Dollarindex steigt um 0,2 Prozent.
Dass der Ölpreis nicht so drastisch anzieht wie am Montag, als das Barrel zeitweise um 120 Dollar kostete, liegt daran, dass zahlreiche Länder strategische Ölreserven freigegeben haben. Die Internationale Energieagentur hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass ihre Mitglieder 400 Millionen Barrel freigeben würden - die bisher größte Menge in der Geschichte. Allerdings dürfte das nicht reichen, um die praktisch vollständige Unterbrechung von Öltransporten durch die Straße von Hormus und die Förderunterbrechungen am Persischen Golf zu kompensieren.
Die aktuellen Verwerfungen an den weltweiten Ölmärkten seien beispiellos - sowohl was die Mengen angehe, die nicht transportiert werden könnten, als auch was den Mangel an Lagerkapazitäten betreffe, kommentiert Vivek Dhar von der Commonwealth Bank of Australia. Und es ist zu befürchten, dass die Blockade länger andauern wird. Goldman Sachs geht nun davon aus, dass es 21 Tage dauern wird, bis die Transporte durch die Meerenge wieder aufgenommen werden können. Bislang hatten die Analysten mit zehn Tagen gerechnet.
Dax-Talfahrt, die nächste Runde
Der Dax wird erneut tiefer starten. Weiter steigende Ölpreise und zunehmende Inflationssorgen verschrecken die Anleger. Der Dax hatte am Mittwoch 1,4 Prozent auf 23.640 Punkte verloren.
Der weiter eskalierende Nahostkrieg dürfte nach Ansicht vieler Experten die Wirtschaft bremsen und die Inflation erhöhen. "Je länger die militärische Auseinandersetzung anhält und die Energiepreise ein hohes Niveau aufweisen, desto größer sind die inflationären und konjunkturellen Auswirkungen", so die Analysten der Helaba. Anleger werden die im Tagesverlauf erwarteten Frühjahrsprognosen der Forschungsinstitute IFO, IfW und RWI genau betrachten.
BMW fährt mehr als sieben Milliarden Euro Reingewinn ein
BMW stellt sich auf anhaltenden Gegenwind durch Zölle und einen schwächeren Gebrauchtwagenmarkt ein. Dazu komme der schwache chinesische Markt. Der Vorsteuergewinn werde im laufenden Jahr moderat sinken, teilte der Autobauer mit. Die für BMW wichtige Gewinnmarge im Autogeschäft werde bei vier bis sechs Prozent liegen.
2025 war die Gewinnmarge um einen Prozentpunkt auf 5,3 Prozent zurückgegangen. Der Vorsteuergewinn des Konzerns schrumpfte um 6,7 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro, unter dem Strich blieben mit 7,45 Milliarden Euro drei Prozent weniger Gewinn übrig. Der Umsatz sank um 6,3 Prozent auf 133,45 Milliarden Euro und damit stärker, als Analysten vorhergesagt hatten.
Zalando will eigene Aktien zurückkaufen
Der verstärkte Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) gibt Zalando Rückenwind. Europas größter Online-Modehändler gab Geschäftszahlen am oberen Ende der angepeilten Spanne bekannt. Daher will das Unternehmen eigene Aktien im Volumen von bis zu 300 Millionen Euro zurückkaufen. Diese würden anschließend eingezogen.
Der Konzernumsatz kletterte 2025 um knapp 17 Prozent auf 12,3 Milliarden Euro, der operative Gewinn legte um 15,6 Prozent auf 591 Millionen Euro zu. Dank des Anstiegs der Kundenzahl auf einen Rekordwert von 62 Millionen habe das über die Plattform gehandelte Brutto-Warenvolumen (GMV) ein Volumen von 17,6 Milliarden Euro erreicht. Für 2026 erwartet das Unternehmen eine weitere Beschleunigung des Wachstums. Zalando hatte Ende 2025 auch die Schließung des Standorts im thüringischen Erfurt bekanntgegeben.
RWE will Milliardensumme in US-Geschäft pumpen
RWE will in den kommenden Jahren seine Ergebnisse steigern, die Dividende erhöhen und seine Geschäfte insbesondere in den USA ausbauen. Der Energiekonzern kündigte an, bis 2031 in den Ausbau seines Portfolios 35 Milliarden Euro netto zu investieren. Allein 17 Milliarden Euro davon seien in den USA vorgesehen. Dort setze der Konzern neben den Erneuerbaren Energien künftig auch auf Gas.
Nach einem erwarteten Rückgang des bereinigten Ebitda im vergangenen Jahr auf 5,087 von zuvor 5,68 Milliarden Euro peilt RWE für 2026 einen operativen Gewinn zwischen 5,2 und 5,8 Milliarden Euro an. Der Konzern profitiere unter anderem von der Inbetriebnahme neuer Wind- und Solarparks und Batteriespeichern. 2027 erwarte der Versorger ein bereinigtes Ebitda zwischen 6,2 und 6,8 Milliarden Euro. Für 2025 sollen die Aktionäre eine Dividende von 1,20 Euro je Anteilsschein nach zuvor 1,10 Euro erhalten.
Uber nimmt "fahrende Toaster" auf die Plattform
Bei Uber soll man sich in einigen US-Städten bald fahrerlose Robotaxis der Amazon-Firma Zoox bestellen können. Die Partnerschaft der beiden Unternehmen soll zunächst in Las Vegas starten und im kommenden Jahr auf Los Angeles ausgeweitet werden. Die an einen fahrenden Toaster erinnernden Wagen haben weder Lenkrad noch Pedale. Sie bieten Platz für vier Passagiere, die sich gegenübersitzen.
Der Fahrdienst-Vermittler Uber will sich als Plattform für Robotaxis verschiedener Anbieter etablieren. So kann man sich in Austin, Atlanta und Phoenix auch fahrerlose Wagen der Google-Schwesterfirma Waymo bestellen. Zudem will Uber Elektroautos des Tesla-Rivalen Lucid mit Technologie zum autonomen Fahren vom Start-up Nuro auf die Plattform bringen.
Über die Kooperation werde Zoox auch durch den Zugang zu Daten des Fahrdienst-Vermittlers zur Kundennachfrage und Verkehrsmustern profitieren, sagte Uber-Chef Dara Khosrowshahi Bloomberg TV. Bisher schickt die Tochterfirma des Online-Händlers Amazon ihre Robotaxis in Las Vegas und San Francisco in eingeschränktem Umfang auf die Straße. Sie befördern zwar Fahrgäste, aber ohne Bezahlung.
Abwärtssog an Asien-Börsen
Die Sorge vor einer Eskalation im Persischen Golf und sprunghaft steigende Ölpreise belasten die asiatischen Börsen stark. Nach Berichten über Angriffe auf Tanker und die Schließung von Ölterminals schossen die Rohölpreise um neun Prozent auf über 100 Dollar je Barrel - ein Niveau, das die Inflationssorgen weltweit anheizt und höhere Zinsen befürchten lässt. Die Ankündigung der Internationalen Energieagentur (IEA), 400 Millionen Barrel Öl aus strategischen Reserven freizugeben, konnte die Anleger nicht beruhigen.
Der breit gefasste MSCI-Index für die Region Asien-Pazifik ohne Japan sackt um 1,6 Prozent ab. In Tokio verliert der Nikkei 1,5 Prozent. Die chinesischen Festlandsbörsen büßen 0,6 Prozent ein, während der Hang-Seng-Index in Hongkong um 1,2 Prozent nachgibt.
Dollar als Fluchtwährung gesucht
Am Devisenmarkt suchen nervöse Anleger Zuflucht im Dollar, während Währungen von Netto-Energieimporteuren unter Druck geraten. Der Euro gibt 0,3 Prozent auf 1,1536 Dollar nach und markiert damit den schwächsten Stand seit November. Der Dollar legt zum Yen um 0,1 Prozent auf 159,12 Yen zu - das höchste Niveau seit Januar. Der australische Dollar verliert 0,3 Prozent auf 0,7133 Dollar.
Ölpreise schießen nach oben
Die Ölpreise schnellen nach oben. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuert sich um neun Prozent auf 100,22 Dollar. US-Rohöl WTI legt ebenfalls neun Prozent auf 95,41 Dollar zu. Auslöser sind Berichte, wonach zwei Tanker in irakischen Gewässern von mit Sprengstoff beladenen iranischen Boten getroffen wurden. Zudem hätten irakische Ölhäfen den Betrieb komplett eingestellt, melden Staatsmedien. Bloomberg berichtet, Oman evakuiere vorsorglich alle Schiffe aus seinem wichtigen Öl-Exportterminal Mina Al Fahal.
Wenn der Hoffnungsfunke einfach so erlischt
Nach seiner Erholung im Dienstagsgeschäft hat der Dax gestern wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Am Ende stand ein Minus von 1,4 Prozent auf 23.640 Punkte. Den Hauptgrund dafür sahen Marktteilnehmer vor allem in andauernden Iran-Krieg und der Komplettsperrung der Straße von Hormus.
Heute stehen neben dem Krieg Israels und der USA gegen das Regime im Iran Unternehmenszahlen ebenso im Blick wie Konjunkturdaten. So legt etwa eine Reihe deutscher Forschungsinstitute Frühjahrsprognosen vor. Das IFO-Institut, das Kieler IfW und auch das Essener RWI präsentieren ihre Sicht auf die Konjunktur. Der Nahostkrieg dürfte nach Ansicht vieler Experten die Wirtschaft bremsen und die Inflation erhöhen. Die konjunkturelle Erholung wird laut dem Berliner DIW, das seine Prognose bereits vorgelegt hat, jedoch nicht gestoppt.
Unternehmensseitig fährt erneut der Autosektor in den Vordergrund, denn mit dem BMW-Konzern legt der dritte deutsche Autobauer seine Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr vor. Auch BMW konnte sich nicht gegen die Zölle von US-Präsident Donald Trump und den Nachfrageeinbruch in China stemmen und kappte deswegen im Herbst seine Prognose. Analysten rechnen damit, dass der Gewinn um rund zehn Prozent zurückgegangen ist. Damit fällt der Einschnitt aber weitaus geringer aus als bei den Rivalen Mercedes und Volkswagen.
Der LKW-Bauer Daimler Truck hat im vergangenen Jahr unter Absatzrückgang auf seinem wichtigsten Einzelmarkt USA gelitten. Spediteure hielten sich mit Anschaffungen wegen der unsicheren Wirtschaftslage infolge der erratischen Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump zurück. Zentrale Frage ist deshalb, wann die Nachfrage dort wieder Tritt fasst. Der Konzernabsatz sank 2025 um acht Prozent auf gut 422.000 Fahrzeuge.
Und auch der größte deutsche Stromerzeuger RWE legt seine Bilanz für 2025 vor. Neben den Ergebnissen dürften sich die Blicke auf die Prognosen für das laufende Jahr und die geplanten milliardenschweren Investitionen richten. Vorstandschef Markus Krebber wird sich zudem wohl zur Entwicklung des US-Geschäfts äußern, wo die Ökostrombranche heftigen Gegenwind von der Regierung unter US-Präsident Donald Trump bekommt. Im Raum stehen darüber hinaus die Forderungen einiger Investoren nach weiteren Aktienrückkaufprogrammen.
Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.