Samsung-Kurs hebt ab
Eine vorläufige Einigung im Tarifstreit hat der Aktie von Samsung Electronics Auftrieb gegeben. Das Papier des Technologiekonzerns stieg um bis zu 6,5 Prozent. Mit der Einigung ist ein drohender Streik vorerst abgewendet, der die südkoreanische Wirtschaft und die globalen Chip-Lieferketten hätte treffen können. Die Gewerkschaft teilte mit, der geplante 18-tägige Ausstand von fast 48.000 Mitgliedern werde ausgesetzt. Diese sollen nun vom 22. bis 27. Mai über die Vereinbarung abstimmen.
Das ist los im frühen Devisengeschäft
Am Devisenmarkt belastet die Hoffnung auf eine baldige Einigung zwischen Washington und Teheran zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten den US-Dollar. Die als sicherer Hafen geltende Währung notiert unter ihrem Sechswochenhoch. Gegenüber dem Yen gibt der Dollar leicht auf 158,87 nach. Zur Schweizer Währung rückt der Dollar etwas auf 0,7868 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1619 Dollar und zieht leicht auf 0,9145 Franken an.
Rekord-Börsengang zündet nächste Stufe
SpaceX hat am offiziellen Unterlagen für seinen mit Spannung erwarteten Mega-Börsengang eingereicht. Der von Tesla-Chef Elon Musk geführte US-Raumfahrtkonzern könnte dabei eine Rekordbewertung von 1,75 Billionen Dollar erzielen. Damit würde SpaceX den bislang größten Börsengang der Geschichte - den des saudischen Ölkonzerns Aramco aus dem Jahr 2019 - in den Schatten stellen. Aus den bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Dokumenten geht hervor, dass Musk das Unternehmen auch nach dem Sprung aufs Parkett dominieren wird. Durch eine Struktur mit zwei Aktienklassen sichert sich der Milliardär 85,1 Prozent der Stimmrechte und wird weiterhin als Vorstandschef, Technikvorstand und Verwaltungsratsvorsitzender fungieren. Die Papiere sollen an der Technologiebörse Nasdaq sowie der Nasdaq Texas notiert werden.
Eine Strategie mit vier Kernmarken
Der Dax strebt bislang auf ein deutliches Wochenplus zu. An den bisherigen drei Handelstagen summierten sich die Gewinne im deutschen Börsenleitindex auf mehr als drei Prozent. Das gestrige Wochenmittegeschäft beendete der Dax mit einem Stand von 24.737 Punkten. Ausschlaggebend dafür waren in erster Linie etwas gefallene Ölpreise.
Dennoch dürfte die EU-Kommission heute angesichts des Ölpreisschocks ihre Wachstumsprognose senken. Dies hat EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis bereits mit Blick auf die nun anstehende Frühjahrsprognose signalisiert. Im Herbst hatte Brüssel für 2026 ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt im Euroraum von 1,2 Prozent veranschlagt. Zugleich wurde eine Inflationsrate von 1,9 Prozent prognostiziert. Durch die vom Nahost-Konflikt befeuerten Energiekosten dürfte dieser Wert in der Frühjahrsprojektion aus Brüssel deutlich höher ausfallen.
Unternehmensseitig stellt der italienisch-französische Autobauer Stellantis auf einem Kapitalmarkttag in den USA seine neue langfristige Strategie vor. Konzernchef Antonio Filosa steht dabei vor der Aufgabe, die schwächelnden Verkäufe insbesondere auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt wieder anzukurbeln. Erwartet wird, dass Stellantis die Investitionen künftig auf die vier Kernmarken Jeep, Ram, Peugeot und Fiat konzentriert, anstatt die Mittel wie bisher gleichmäßig auf die 14 Konzernmarken zu verteilen. Zudem dürften die angekündigten Partnerschaften mit den chinesischen Herstellern Leapmotor und Dongfeng Thema sein.
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