Der Börsen-Tag
8. Januar 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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17:37 Uhr

Dax geht die Luft aus

Nach der jüngsten Rekordrally sind am deutschen Aktienmarkt kleinere Brötchen gebacken worden. Der Dax markierte mit 25.217,52 Punkten in den ersten Handelsminuten zunächst ein frisches Rekordhoch, kam dann aber zurück. Ein dynamischer Rutsch unter die am Mittwoch eroberte 25.000-Punkte-Marke könnte der Stimmung einen Dämpfer versetzen, konstatierte Jochen Stanzl von der Consorsbank. Die Hoffnung auf weiter sinkende Zinsen in den USA und rückläufige Ölpreise hatten den Dax an den ersten Handelstagen des neuen Jahres um zweieinhalb Prozent nach oben getrieben.

Der Dax schloss nahezu unverändert bei 25.127 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte 0,3 Prozent tiefer bei 5906 Stellen.

Analysten zufolge könnten nun vor allem Gewinnmitnahmen einer Fortsetzung der Rekordrally im Wege stehen. Die Entwicklung des Arbeitsmarktes wie auch die Inflationsdaten sind für den Zinspfad der US-Notenbank Fed von zentraler Bedeutung. Die Währungshüter hatten den Leitzins im vergangenen Jahr in drei Schritten um insgesamt 0,75 Prozentpunkte auf eine Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent gesenkt.

Erneut sorgten Rüstungswerte für Gesprächsstoff. Die Aussicht auf steigende Militärausgaben in den USA wie auch in Europa trieb den europäischen Branchenindex zeitweise auf ein Allzeithoch. Im Dax ging es für Rheinmetall um 1,4 Prozent nach oben. Seit Jahresbeginn haben die Titel bereits rund 20 Prozent zugelegt. Renk gewannen 3,5 Prozent.

17:11 Uhr

TKMS bietet für Kieler Werft GNYK

Die Thyssenkrupp-Rüstungstochter TKMS strebt eine Übernahme der Werft German Naval Yards Kiel (GNYK) an. "Von Seiten TKMS haben wir ein nicht bindendes Angebot gegenüber German Naval Yards (GNYK) abgegeben", sagte ein Konzernsprecher. Die Gespräche zwischen den beiden Unternehmen würden weiterhin ergebnisoffen geführt. TKMS hatte angekündigt, die Bücher des Unternehmens zu prüfen. Die Werft mit rund 400 Beschäftigten baut Kriegsschiffe wie Fregatten und Korvetten.

16:45 Uhr

Kaufempfehlung treibt Küchengerätehersteller-Aktie hoch

Anleger folgen einer Kaufempfehlung für Rational. Die Aktien des Küchengeräteherstellers steigen um 2,5 Prozent. Die Analysten von Berenberg stuften die Titel auf "Kaufen" von "Halten" hoch. Sie sehen dank des neuen Standortes in China Potenzial für höhere Margen. Rational sei gut aufgestellt, um mittelfristig ein organisches Wachstum von acht Prozent pro Jahr zu erzielen, hieß es.

16:29 Uhr

US-Produktivität wächst im dritten Quartal kräftig

Die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft in den USA hat im dritten Quartal nach vorläufiger Rechnung um annualisiert 4,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal zugelegt und ist damit exakt wie erwartet gewachsen. Für das zweite Quartal wurde ein revidierter Anstieg der Produktivität um 4,1 Prozent gemeldet, nachdem in vorläufiger Schätzung ein Plus von 3,3 Prozent gemeldet worden war.

Wie das US-Arbeitsministerium weiter berichtete, sanken die Lohnstückkosten im Berichtszeitraum um 1,9 Prozent, während für das Vorquartal ein Rückgang um revidiert 2,9 (vorläufig: plus 1,0) Prozent gemeldet wurde. Volkswirte hatten für das dritte Quartal einen Rückgang um 0,4 Prozent erwartet.

16:06 Uhr

US-Rüstungsaktien schießen an der Wall Street hoch

Die negative Tendenz an der Wall Street setzt sich auch heute fort. Damit weitet sich die Verschnaufpause nach der jüngsten Rekordjagd aus. Der Dow-Jones-Index und der S&P-500 hatten zwar zur Wochenmitte erneut Allzeithochs markiert, doch im Anschluss hatten die Indizes den Rückwärtsgang eingelegt. Aktuell geht es für den Dow-Jones-Index im frühen Handel um 0,1 Prozent auf 48.929 Punkte nach unten. Auch der S&P-500 fällt um 0,1 Prozent und der Nasdaq-Composite büßt 0,2 Prozent ein.

Die US-Rüstungswerte erholen sich von ihren kräftigen Vortagesverlusten. US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch angekündigt, den Branchenunternehmen Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe zu untersagen. Diese und übertrieben hohe Management-Vergütungen verhindern seiner Meinung nach Investitionen in Produktionsanlagen und Ausrüstung. Trump kündigte aber auch an, dass der US-Verteidigungshaushalt bis 2027 auf 1,5 Billionen US-Dollar ansteigen soll. Lockheed Martin gewinnen 9,1 Prozent und Northrop Grumman 8,7 Prozent.

15:46 Uhr

Dow Jones startet mit neuem Rekordhoch

Der US-Markt startet mit viel Schwung ins neue Börsenjahr. Dennoch bietet 2026 so einiges an Potenzial für Kursturbulenzen. Worauf sich Anlegerinnen und Anleger einstellen sollten, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Julius Weiß von der HSBC.

15:12 Uhr

USA senken Handelsdefizit massiv

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(Foto: picture alliance / Fotostand)

Das ist ganz im Sinne von Präsident Donald Trump: Das Defizit in der Handelsbilanz der USA ist im Oktober gesunken. Es betrug nach vorläufigen Berechnungen 29,35 Milliarden Dollar nach revidiert 48,14 (vorläufig: 52,83) Milliarden im Vormonat. Volkswirte hatten mit einem Passivsaldo von 58,40 Milliarden Dollar gerechnet. Die Exporte stiegen zum Vormonat um 2,6 Prozent auf 302,02 Milliarden Dollar, während die Einfuhren 331,366 Milliarden Dollar erreichten, ein Rückgang gegenüber dem Vormonat von 3,2 Prozent.

14:39 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Geht es nach den Zinsstrategen der DZ Bank, dürfte die EZB die Leitzinsen noch lange unverändert lassen. Dies suggeriert auch am Donnerstag der Blick auf die Sätze am europäischen Geldmarkt. Vielmehr beschäftigen sich die Zinsstrategen der DZ aktuell mit dem Thema, wer das Rennen um die Nachfolge von EZB-Vize Louis de Guindos gewinnen könnte. Dessen reguläre Amtszeit endet im Mai 2026.

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(Foto: IMAGO/Zoonar)

Hier die jüngsten Daten: Tagesgeld: 1,90 - 2,07 (1,90 - 2,07), Wochengeld: 1,90 - 2,07 (1,90 - 2,07), 1-Monats-Geld: 1,90 - 2,19 (1,90 - 2,19), 3-Monats-Geld: 2,02 - 2,20 (1,99 - 2,20), 6-Monats-Geld: 2,07 - 2,27 (2,05 - 2,28), 12-Monats-Geld: 2,17 - 2,36 (2,16 - 2,38), Euribors: 07.01. 06.01. 3 Monate: 2,0320 2,0260, 6 Monate: 2,1030 2,1040, 12 Monate: 2,2590 2,2610

14:10 Uhr

China kappt Versorgung Japans mit seltenen Erden

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(Foto: picture alliance / Zoonar)

China hat begonnen, die Exporte von seltenen Erden und Magneten aus seltenen Erden nach Japan zu drosseln. Dies ist ein potenzieller Schlag für japanische Unternehmen, die diese nutzen, um Komponenten für globale Chiphersteller, Autokonzerne und Rüstungsfirmen zu produzieren. Der Schritt ist die jüngste Strafmaßnahme Pekings gegen Japan wegen Äußerungen von Premierministerin Sanae Takaichi Ende vergangenen Jahres. Sie hatte angedeutet, dass das Land in einen Konflikt um Taiwan verwickelt werden könnte. China hat geschworen, die selbst regierte Insel notfalls mit Gewalt einzunehmen.

China setzt seine Kontrolle über seltene Erden - die für die Herstellung von allem, von Jet-Triebwerken bis zu Autos, entscheidend sind - als wirtschaftliche Waffe ein.

13:55 Uhr

Wall Street vorbörslich rot

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(Foto: AP)

Die negative Tendenz an der Wall Street dürfte sich auch heute fortsetzten. Der Future auf den S&P-500 fällt aktuell um 0,2 Prozent. Damit dürfte sich die Verschnaufpause nach der jüngsten Rekordjagd ausweiten. Der Dow-Jones-Index und der S&P-500 hatten zwar zur Wochenmitte erneut neue Allzeithochs markiert, doch im Anschluss hatten die Indizes den Rückwärtsgang eingelegt.

Die Investoren haben die geopolitischen Spannungen, die mit Venezuela und Grönland verbunden sind, vielleicht ignoriert, aber sie schauen nach wie vor stark auf die konjunkturelle Entwicklung, was bedeutet, dass die Zahlen zu den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, die vorbörslich veröffentlicht werden, den Markt bewegen könnten, heißt es. Sie könnten zudem einen weiteren Hinweis auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht für den Dezember am Freitag liefern. Die am Mittwoch veröffentlichte Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft ist im Dezember ungefähr im erwarteten Rahmen gestiegen.

13:35 Uhr

Ifo: Industrieunternehmen werden immer mehr zu Dienstleistern

Deutsche Industrieunternehmen machen nach Erkenntnissen des Ifo-Instituts immer mehr Umsatz mit Dienstleistungen. "Im Jahr 2024 haben Industrieunternehmen schätzungsweise 166 Milliarden Euro mit produktbegleitenden Dienstleistungen umgesetzt, wie Beratung, Montage oder Wartung. Damit übertrafen sie zum Beispiel den Umsatz des gesamten Gastgewerbes in Deutschland, der bei rund 138 Milliarden Euro lag", sagt Ifo-Konjunkturforscher Timo Wollmershäuser.

Unter den Industrieunternehmen macht demnach der Maschinenbau mit einem Anteil von 13,2 Prozent überdurchschnittlich viel Umsatz mit produktbegleitenden Dienstleistungen, gefolgt vom Fahrzeugbau (7,3 Prozent) und der Elektroindustrie (6,8 Prozent). In den Bereichen Nahrungs- und Genussmittel oder im Textil- und Bekleidungsgewerbe spielen produktbegleitende Dienstleistungen dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Insgesamt hat der Umsatzanteil der produktbegleitenden Dienstleistungen in den vergangenen zehn Jahren nach Ifo-Aussage in allen Industriezweigen zugenommen.

13:11 Uhr

Bosch-Chef: Gewinneinbruch im abgelaufenen Jahr - 2026 wird nicht einfacher

Bosch hat im Jahr 2025 einen deutlichen Gewinneinbruch zu verzeichnen. "Der Gewinn vor Steuern wird 2025 deutlich unter Plan sein, geringer als im Vorjahr", sagte Unternehmenschef Stefan Hartung der "Zeit". 2024 hatte Bosch 3,2 Milliarden Euro Vorsteuergewinn erlöst, bei einem Umsatz von 90,5 Milliarden Euro. Zölle und Handelsbarrieren erschwerten das Geschäft, so Hartung, zugleich nehme der Wettbewerbsdruck bei Haushaltsgeräten und Heimwerkerprodukten zu, und die Zahlungsbereitschaft der Kunden sinke. Auch der Abbau von Stellen koste "viel Geld, wenn man sozialverträglich vorgehen will".

2026 werde "nicht einfacher", so Hartung weiter. Das Wachstum in den USA und China werde sich abschwächen, für Europa und Deutschland seien die Prognosen ebenfalls nicht gut. "Die für Zukunftsinvestitionen benötigte Zielrendite von mindestens sieben Prozent werden wir frühestens ab 2027 erreichen können." Bosch hatte zuletzt den Abbau von 22.000 Stellen beschlossen und wird am 30. Januar seine vorläufigen Geschäftszahlen für 2025 präsentieren.

12:49 Uhr

Dax knackt 25.000 Punkte - und jetzt?

Das neue Jahr startet gleich fulminant mit einem kräftigen Satz über die 25.000 Punkte im Dax. Aber wie weit kann diese positive Stimmung noch in das Jahr 2026 tragen? Über die Chancen und Risiken spricht Friedhelm Tilgen mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley.

12:32 Uhr

Nach Suizid-Fall: Google und KI-Firma legen Klage bei

Der Google-Mutterkonzern Alphabet und das KI-Startup Character.AI haben eine Klage wegen des Vorwurfs beigelegt, ein Chatbot habe zum Suizid eines 14-Jährigen geführt. In einer Gerichtsakte hieß es, die Unternehmen hätten sich mit der Mutter des Jungen geeinigt. Sie hatte behauptet, ihr Sohn habe sich das Leben genommen, nachdem er von einem Chatbot von Character.AI dazu ermutigt worden sei. Es handelt sich um einen der ersten Fälle in den USA, bei dem KI-Firmen wegen mutmaßlicher psychischer Schäden verklagt wurden. Über die Bedingungen des Vergleichs wurde zunächst nichts bekannt.

In der Klage hieß es, der Chatbot habe sich als echte Person, zugelassener Psychotherapeut und erwachsener Liebhaber ausgegeben. Character.AI wurde von zwei ehemaligen Google-Ingenieuren gegründet. Die Klägerin argumentierte, Google sei daher ein Mitentwickler der Technologie.

12:08 Uhr

Dax legt eine Pause ein

Update von der Frankfurter Börse: Nach seinem Rekord von 25.218 Punkten ist der Dax wieder zurückgekommen. Am Mittag notierte der Leitindex 0,1 Prozent tiefer bei 25.088 Zählern. Der EuroStoxx50 fiel um 0,3 Prozent auf 5908 Stellen. Der Euro lag kaum verändert bei 1,1679 US-Dollar.

11:56 Uhr

Euroraum-Wirtschaftsstimmung etwas schlechter

Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im Dezember wie erwartet etwas eingetrübt. Der von der EU-Kommission veröffentlichte Sammelindex zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung (Esi) sank auf 96,7 (November: 97,1) Punkte. Volkswirte hatten mit einem Indexrückgang auf 96,7 gerechnet. Deutschlands Esi sank auf 90,1 (91,2) Punkte, Frankreichs auf 94,3 (95,2), Italiens auf 101,1 (101,7) und Spaniens auf 104,6 (105,1) Punkte.

Die Zuversicht der Industrie in der Eurozone stieg auf minus 9,0 (minus 9,3) Punkte. Ökonomen hatten einen unveränderten Stand von minus 9,3 erwartet. Beim Verbrauchervertrauen für den gemeinsamen Währungsraum wurde ein Wert von minus 12,5 (minus 12,4) gemeldet. Das entsprach der ersten Veröffentlichung und auch den Prognosen von Volkswirten.

11:31 Uhr

Insolvenzen 2025: "Struktureller Kollaps der Wirtschaft"

Im abgelaufenen Jahr ist die Zahl der Großinsolvenzen um ein Deutliches gestiegen - 471 Unternehmen mit mehr als zehn Millionen Euro Jahresumsatz mussten im vergangenen Insolvenz anmelden. Für das laufende Jahr wird ein weiterer Anstieg prognostiziert.

11:18 Uhr

Primark-Mutter senkt nach mauer Nachfrage Prognose

Die Primark-Mutter AB Foods hat wegen einer schwachen Nachfrage bei seiner Modekette in Kontinentaleuropa und eines verhaltenen Lebensmittelgeschäfts in den USA ihr Ergebnisziel gekappt. Der bereinigte operative Gewinn und der Gewinn je Aktie dürften 2026 nun unter dem Vorjahreswert liegen, teilte AB Foods am Donnerstag mit. Bislang war der Konzern von einem Gewinnanstieg für 2026 ausgegangen. "Wir gehen davon aus, dass die schwierigen Handelsbedingungen kurzfristig anhalten werden", sagte Firmenchef George Weston. Das Umsatzwachstum von Primark habe in den 16 Wochen bis zum 3. Januar unter den Erwartungen gelegen. Für das erste Halbjahr 2026 werde nun ein Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet.

11:05 Uhr

Zalando schließt Standort Erfurt

Zalando strukturiert nach der Übernahme des Hamburger Online-Modehändlers About You das europäische Logistiknetzwerk der Gruppe neu. Dies beinhaltet die Schließung eines Logistikzentrums in Deutschland und die Nicht-Vertragsverlängerung für drei Logistikstandorte außerhalb Deutschlands, die von externen Dienstleistern betrieben werden, wie der Dax-Konzern mitteilte. Künftig soll das europaweite Logistiknetzwerk aus 14 Logistikzentren in 7 Ländern bestehen.

Bereits bis Ende September will Zalando das Logistikzentrum in Erfurt schließen, laut Mitteilung sind von den Plänen 2700 Beschäftigte betroffen. Der Konzern werde Verhandlungen mit dem Erfurter Betriebsrat über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan aufnehmen und habe ein "umfassendes Unterstützungsangebot entwickelt".

10:41 Uhr

Wichtiges deutsches Wirtschafts-Rückgrat bleibt angeschlagen

Trotz eines Auftragsplus im November bleiben im deutschen Maschinen- und Anlagenbau die Aussichten mau. "Für das neue Jahr ist noch keine echte Auftragsdynamik absehbar, die zu einem kräftigeren Wachstum führen würde", erklärte Johannes Gernandt, Chefvolkswirt des Branchenverbandes VDMA. Er drängte erneut auf Reformen, die den industriellen Mittelstand entlasten sollen. "Gerade um die Inlandsnachfrage zu stärken, bleibt die Bundespolitik in der Pflicht", betonte Gernandt. Im November legten die Bestellungen der Maschinenbauer um sieben Prozent zu. In den elf Monaten von Januar bis einschließlich November ergab sich damit eine Stagnation, während es im Halbjahr noch ein leichtes Plus gab.

Die überwiegend von mittelständischen Firmen geprägte Branche, zu der auch börsennotierte Konzerne wie Siemens Energy, Gea oder Thyssenkrupp gehören, ist ein Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Sie steht allerdings wegen der mauen Investitionsbereitschaft seit längerem unter Druck und muss auch die Auswirkungen der US-Zölle verkraften. Für 2026 geht der VDMA von einem Produktionsplus von lediglich einem Prozent aus, nach einem voraussichtlichen Minus von fünf Prozent im Jahr 2025.

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(Foto: picture alliance / Rupert Oberhäuser)
10:16 Uhr

Ölpreise erst deutlich höher, dann geht's ins Minus

Nach dem jüngsten Preisrückgang beim Öl liegen die Notierungen für Brent und WTI leicht höher. Das Nordseeöl und das US-Leichtöl verteuern sich mit 60,44 und 56,46 Dollar je Fass in der Spitze um 0,8 Prozent. Doch derzeit notieren sie je 0,2 Prozent im Minus. Ein überraschender Rückgang der US-Rohölbestände in der Woche bis zum 2. Januar reduziert die Überangebotssorgen der Investoren etwas. Die Aussicht auf eine höhere venezolanische Rohölproduktion nach der Gefangennahme des Präsidenten Nicolàs Maduro durch die USA hatte die Preise seit Wochenbeginn unter Druck gesetzt. Brent und WTI verbilligten sich an den vergangenen beiden Handelstagen um jeweils rund drei Prozent.

09:48 Uhr

JPMorgan übernimmt Apple Card 

JPMorgan Chase wird der neue Herausgeber der Apple-Kreditkarte und löst damit Goldman Sachs ab. Durch die Vereinbarung sollen nach Abschluss mehr als 20 Milliarden Dollar an Kartenguthaben auf die Plattform von Chase übertragen werden, wie die Unternehmen mitteilten. Für JPMorgan festigt der Schritt die Position im wichtigen Kreditkartengeschäft. Mastercard werde das Zahlungsnetzwerk für die Apple Card bleiben, hieß es weiter.

Für Goldman ist der Ausstieg ein weiterer Schritt bei der Abwicklung seiner Ambitionen im Privatkundengeschäft. "Mit dieser Transaktion schließen wir die Neuausrichtung unseres Privatkundengeschäfts im Wesentlichen ab", sagte Vorstandschef David Solomon. Die Transaktion soll den Gewinn von Goldman im vierten Quartal 2025 um etwa 46 Cent pro Aktie erhöhen. Grund dafür ist die Auflösung von Rückstellungen für Kreditausfälle in Höhe von 2,48 Milliarden Dollar. Dem stehen jedoch Belastungen der Nettoerlöse in Höhe von 2,26 Milliarden Dollar sowie Kosten von 38 Millionen Dollar gegenüber, teilte Goldman Sachs mit.

09:25 Uhr

Deutsche Industrie überrascht

Die deutsche Industrie hat im November überraschend den dritten Monat in Folge mehr Aufträge erhalten. Die Bestellungen wuchsen um 5,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist der dritte Zuwachs in Folge und das größte Plus seit Dezember 2024. Ökonomen hatten dagegen mit einem Rückgang von 1,0 Prozent gerechnet. Ein großes Rüstungsgeschäft hat der Industrie im Oktober zu einem überraschend kräftigen Auftragsplus von 1,6 Prozent verholfen, nachdem es im September zu einem Plus von 2,1 Prozent gereicht hatte.

09:14 Uhr

Dax zeigt "Bilderbuchstart" - und Rekord

Der Dax startet erneut fester in den neuen Handelstag und kann ein weiteres Allzeithoch markieren – im Bereich von 25.145 Punkten. Zur Wochenmitte hatte der deutsche Börsenleitindex erstmals in seiner Geschichte die 25.000er-Marke geknackt und am Ende mit 25.122 Zählern mit einem Rekord geschlossen.

"Der Dax behauptet sein erreichtes Rekordniveau", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Vier Gewinntage in Folge bisher sind ein Bilderbuchstart ins Börsenjahr 2026", erläutert sie und verweist auf einen Zuwachs von rund 600 Punkten oder etwa 2,5 Prozent. 2025 hatte der Dax schon etwa 23 Prozent zugelegt und damit den größten Zuwachs seit 2019 eingefahren.

08:58 Uhr

Chip-Aktien pushen Kospi von Rekord zu Rekord

Weiter nicht zu stoppen ist der technologielastige Kospi in Korea, der von Rekord zu Rekord eilt. Aktuell steigt er um weitere 1,1 Prozent. Für Rückenwind sorgt, dass Samsung Electronics dank der boomenden Nachfrage nach Speicherchips für KI-Anwendungen einen Rekordgewinn für das vierte Quartal prognostiziert hat. Das Indexschwergewicht verteuert sich um 0,3 Prozent, SK Hynix gewinnen 3,9 Prozent.

08:37 Uhr

"Outperformer"-Dax vor erster Konsolidierung

Mit einer Konsolidierung an Europas Börsen rechnen Händler heute. Die Vorgaben aus Asien sind uneinheitlich bis negativ, auch an den US-Börsen ging es am Vorabend leicht abwärts. Während die Wall Street die Konsequenzen aus der US-Beschlagnahmung eines unter russischer Flagge fahrenden Schiffs noch herunterspielte, weckt dies in Asien Sorgen vor einer Konfrontation. Dort springen Rüstungswerte wie Kawasaki und Mitsubishi Heavy rund drei Prozent und in Südkorea Titel wie Hanwha bis über acht Prozent nach oben.

Im Dax dürfte eine erste Konsolidierung nach dem Ausbruch nach oben um 25.100 Punkte stattfinden. Der dynamische Anstieg am deutschen Aktienmarkt hat den Index aus seinem monatelangen Dornröschenschlaf erweckt und ihn innerhalb Europas sogar zu einem Outperformer machen lassen.

Heute stehen in den USA nur die wöchentlichen Job-Daten an. Sie sind aber irrelevant für den Monatsbericht. In der Eurozone wird auf die Erzeugerpreise geblickt, in der Schweiz auf die Verbraucherpreise. Deutschland berichtet über die Auftragseingänge.

08:22 Uhr

Insider plaudert über Nvidias China-Geschäft

Chinesische Kunden müssen Insidern zufolge bestimmte KI-Chips des US-Halbleiterherstellers Nvidia im Voraus bezahlen. Nvidia verlange bei seinem besonders begehrten Chip-Modell H200 für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) eine vollständige Vorauszahlung, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen Reuters. Damit wolle sich das Unternehmen gegen Unsicherheiten bei der Genehmigung von Lieferungen durch die chinesischen Behörden absichern. Stornieren oder ändern können die Käufer ihre Aufträge demnach nicht.

Der H200, der derzeit zweitstärkste Chip von Nvidia, bietet etwa sechsmal so viel Leistung wie der H20-Chip, den Nvidia speziell für den chinesischen Markt entwickelt hatte. Er übertrifft auch Produkte chinesischer Chiphersteller wie Huawei deutlich. US-Präsident Donald Trump hatte den Export der H200-Chips nach China mit einer Gebühr von 25 Prozent für die US-Regierung erlaubt und damit ein Ausfuhrverbot aus der Zeit seines Amtsvorgängers Joe Biden aufgehoben. Nach Reuters-Informationen haben chinesische Technologieunternehmen mehr als zwei Millionen H200-Chips zum Stückpreis von rund 27.000 Dollar bestellt.

08:06 Uhr

Tokioter Börsenstimmung leidet unter Spannungen

Ohne einheitliche Richtung zeigen sich die Börsen in Ostasien. Nach Vorgaben der Wall Street, die nicht viel hergeben, geht es mit dem japanischen Nikkei-Index im Zuge weiterer Gewinnmitnahmen nach dem fulminanten Wochenstart weiter nach unten. Dazu kommt die jüngst weiter eskalierte Spannung zwischen Japan und China als Stimmungsdämpfer.

Nachdem China zunächst Kontrollen von Exporten von Gütern nach Japan verhängt hat, ist inzwischen die Untersuchung bestimmter Importe aus Japan eingeleitet worden, konkret im Hinblick auf die Chemikalie Dichlorosilan, die vor allem in der Halbleiterindustrie verwendet wird. Der Nikkei gibt um 1,2 Prozent auf 51.334 Zähler nach. Die Halbleiteraktien Advantest, Renesas und Tokyo Electron büßen zwischen 1,5 bis 3,3 Prozent ein. Das Papier des Technologieinvestors Softbank Group sackt sogar um 6,6 Prozent ab.

In ähnlicher Größenordnung wie in Tokio geht es in Hongkong für den HSI zurück, während sich im chinesischen Kernland wenig tut, der Shanghai Composite tendiert gut behauptet. Gesucht sind Halbleiteraktien, nachdem bekannt wurde, dass Peking einige inländische Unternehmen angewiesen hat, Bestellungen für die H200-KI-Chips von Nvidia auszusetzen. Die Anweisung ziele wahrscheinlich darauf ab, Hamsterkäufe vor einer formellen politischen Entscheidung zu verhindern und die Verwendung inländischer KI-Chips zu fördern. SMIC verteuern sich um 1,6 Prozent, Hua Hong Semiconductor um 2,7 Prozent.

07:44 Uhr

Der Preis ist heiß bei Samsung

Samsung rechnet dank des Booms bei Künstlicher Intelligenz (KI) im vierten Quartal mit einem operativen Rekordgewinn. Der südkoreanische Elektronikkonzern stellte einen operativen Gewinn von 20 Billionen Won (rund 13,8 Milliarden Euro) in Aussicht. Damit übertrifft das Unternehmen die durchschnittliche Analystenprognose von 18 Billionen Won und den bisherigen Rekordwert von 17,6 Billionen Won aus dem dritten Quartal 2018. Der Umsatz soll den Angaben zufolge um 23 Prozent auf den Rekordwert von 93 Billionen Won steigen.

Grund für den Gewinnsprung sind die stark gestiegenen Preise für Speicherchips. Durch den Bauboom bei Rechenzentren für KI übersteigt die Nachfrage nach diesen Halbleitern das Angebot bei Weitem. Nach Angaben des Branchendienstes TrendForce hat sich der Preis für Speicherchips vom Typ DDR5 im Jahresvergleich mehr als vervierfacht. Im laufenden Quartal sei mit weiteren Aufschlägen von 55 bis 60 Prozent zu rechnen.

Analysten zeigten sich für die Geschäftsentwicklung von Samsung optimistisch. Sie gehen davon aus, dass das knappe Angebot an Speicherchips bis 2026 anhalten wird. Analyst Lee Min-hee vom Brokerhaus BNK Investments & Securities warnte jedoch vor überzogenem Optimismus. Die steigenden Preise für Speicherchips könnten die Nachfrage nach PCs und Smartphones dämpfen. Detaillierte Geschäftszahlen will Samsung am 29. Januar vorlegen.

07:25 Uhr

Henkel vor Zukauf in den USA

Henkel hat offenbar ein Übernahmeangebot für den US-Haarpflegespezialisten Olaplex Holdings vorgelegt. Eine Einigung könne es binnen Wochen geben, die Gespräche könnten aber auch noch scheitern, meldete Bloomberg unter Berufung auf Insider. Olaplex ist an der Börse aktuell rund 900 Millionen Dollar wert. Das Unternehmen verkauft Shampoos, Spülungen und andere Produkte zur Reparatur von geschädigtem Haar.

Olaplex-Aktien legten nach der Meldung rund 20 Prozent auf 1,62 Dollar zu. Die Papiere haben seit dem Börsengang des Unternehmens im Jahr 2021 rund 94 Prozent ihres Wertes verloren. Olaplex hatte zuletzt angesichts zurückhaltender Konsumausgaben und intensiven Wettbewerbs mit einer nachlassenden Nachfrage zu kämpfen. Größter Olaplex-Aktionär ist mit einem Anteil von fast 75 Prozent die Beteiligungsgesellschaft Advent.

07:06 Uhr

"Geopolitische Schlagzeilen geben Ton an"

Die asiatischen Börsen tendieren schwächer. Anleger zeigen sich angesichts der sich verschärfenden geopolitischen Spannungen und uneinheitlicher US-Arbeitsmarktdaten zurückhaltend. In Tokio gibt der Nikkei-Index 1,2 Prozent auf 51.357,22 Punkte nach. Der Shanghai Composite bleibt fast unverändert.

Führende US-Regierungsvertreter hatten erklärt, die USA müssten die Ölverkäufe Venezuelas kontrollieren. Zudem belastete ein chinesisches Exportverbot für Dual-Use-Güter nach Japan die Stimmung. "Es scheint, als ob die asiatischen Märkte nach einem starken Start ins Jahr 2026 nur eine Verschnaufpause einlegen", sagt Charu Chanana, Chef-Anlagestrategin bei Saxo. "Die geopolitischen Schlagzeilen geben den Ton an."

06:50 Uhr

Ölpreis-Stabilisierung, Goldpreis sinkt

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Der Goldpreis gibt leicht nach, er bewegt sich aber weiter über der 4400er-Marke. (Foto: picture alliance / dpa)

Am Rohstoffmarkt versucht sich der Ölpreis nach den Abgaben der vergangenen Tage an einer Stabilisierung. So verteuert sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,4 Prozent auf 60,20 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,4 Prozent fester bei 56,20 Dollar. Der Goldpreis gibt dagegen 0,1 Prozent auf 4448,20 Dollar je Feinunze nach.

06:35 Uhr

US-Waffenproduktion: Trump lässt die Muskeln spielen

US-Präsident Donald Trump kritisiert eine aus seiner Sicht schleppende Produktion in den US-Rüstungsunternehmen und übt Druck auf die Industrie aus. Der Republikaner will bis auf Weiteres Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufe verbieten. Die Maßnahmen, über die für gewöhnlich Kapital zu den Aktionären zurückfließt, erfolgten "auf Kosten und zum Nachteil von Investitionen in Produktionsanlagen und Ausrüstung", so Trump. Nach seiner Vorstellung sollen Manager solcher Unternehmen zudem nicht mehr als fünf Millionen US-Dollar (rund 4,27 Millionen Euro) pro Jahr verdienen dürfen. So will Trump ein Einlenken bewirken.

Zunächst war unklar, wie der US-Präsident die Verbote durchsetzen möchte und ob er überhaupt derartige Vorhaben in die Tat umsetzen darf. Er erließ eine Anordnung, in der es hieß: "Unsere Nation kann nur dann in Frieden leben, wenn wir Stärke bewahren." Trump kritisierte, die Rüstungsindustrie habe in den vergangenen Jahren falsche Prioritäten gesetzt - sie sei verleitet worden, die Renditen für Investoren "über die Bedürfnisse unserer Soldaten zu stellen".

Die zweite Amtszeit Trumps - er ist am 20. Januar ein Jahr im Amt - ist geprägt von einem starken Fokus auf Militäreinsätzen und dem Prinzip "Frieden durch Stärke". Das Verteidigungsministerium ist in "Kriegsministerium" umbenannt worden. Zuletzt hatten die USA in einer Militäroperation den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro gefangengenommen. Sie werfen ihm vor, die USA mit Drogen überschwemmt zu haben.

06:17 Uhr

Das ist los im frühen Devisenhandel

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 156,71 Yen und gibt 0,1 Prozent auf 6,9865 Yuan nach. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,7970 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1680 Dollar und zieht leicht auf 0,9310 Franken an.

05:59 Uhr

Bullen sorgen für Power-Jahresstart

Vier Handelstage ist das neue Börsenjahr 2026 jetzt alt und der Dax hat jeweils mit Gewinnen geschlossen. Die erfolgreiche Serie wird noch durch eine Folge von Allzeithochs gekrönt, die den deutschen Börsenleitindex im gestrigen Geschäft erstmals auch über die 25.000er-Marke geführt haben. Der aktuelle Rekordstand: 25.122 Punkte. Auf diesem Niveau ging er dann auch aus dem Handel, das Plus betrug 0,9 Prozent.

Als Impulsgeber fungierten in den vergangenen Handelstagen sowohl Technologiewerte als auch Rüstungstitel. Nun muss sich allerdings zeigen, ob der Dax sein Pulver bereits verschossen hat, oder ob die Rally weitergeht. Immerhin hatte er 2025 etwa 23 Prozent zugelegt.

Heute ist es unternehmensseitig ruhig, dafür stehen einige Konjunkturdaten auf der Agenda. Am Morgen werden beispielsweise frische Zahlen zum deutschen Auftragseingang und zum Umsatz im verarbeitenden Gewerbe veröffentlicht. Am Vormittag folgen dann Daten zu den Euroraum-Erzeugerpreisen, ehe am Nachmittag noch die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe bekanntgegeben werden. Unternehmensnews könnten von Traton und der Deutsche-Bank-Rivalin ING kommen.