DAX geht mit Minus ins Wochenende
Am Ende einer insgesamt guten Woche hat der DAX noch einmal etwas Federn gelassen. Auch belastet von einer erneuten Gewinnwarnung von Adidas ging der Leitindex 0,3 Prozent leichter mit 12.731 Punkten ins Wochenende. Der EUROSTOXX50 notierte 0,7 Prozent leichter bei 3469 Stellen.
Der Kurs des Euro stieg etwas heute. Zuletzt wurden 0,9812 US-Dollar für einen Euro gezahlt. Die EZB hatte den Referenzkurs zuletzt am Vortag auf 0,9811 Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 2,35 Prozent am Vortag auf 2,41 Prozent. Der Rentenindex REX fiel um 0,47 Prozent auf 125,43 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,46 Prozent auf 134,34 Zähler nach.
Toyota muss Produktionsprognose senken
Der weltgrößte Autobauer Toyota kommt wegen fehlender Elektronikchips nicht mehr um eine Kappung seiner Produktionsprognose für das Jahr herum. Weil viele Halbleiter weiter fehlen, dürfte die Produktion im November lediglich bei 800.000 Fahrzeugen liegen.
Damit werde auch die Produktion im laufenden Geschäftsjahr (Ende März) unter den bisher anvisierten rund 9,7 Millionen Stück landen, teilte der japanische VW-Konkurrent mit. Im November muss die Fertigung an zahlreichen Linien vorübergehend unterbrochen werden, weil Teile fehlen.
"Wir sind schon in einer Art Bodenbildung"
Warum auf Kreislaufwirtschaft setzen?
Wer nachhaltig investieren will, sollte sich auch mit der so genannten Kreislaufwirtschaft beschäftigen. Was genau steckt dahinter und warum ist sie so wichtig? Raimund Brichta spricht darüber mit Joachim Nareike von der Fondsgesellschaft Schroders.
US-Börsen starten im Plus - DAX baut Verlust fast vollständig ab
Die US-Börsen sind auf einen versöhnlichen Wochenschluss zugesteuert. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte lag am Freitag 1,2 Prozent höher bei 30.675 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 kletterte um ein Prozent auf 3701 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,6 Prozent auf 10.675 Punkte. Ein Medienbericht über eine Debatte innerhalb der US-Notenbank zur Größe künftiger Zinsschritte nährte Börsianern zufolge die Hoffnung auf ein gedrosseltes Tempo der geldpolitischen Straffungen. Im Gefolge der Wall Street baute der DAX seinen Verlust fast vollständig ab und notierte nur noch 0,1 Prozent im Minus bei 12.755 Stellen.
Im Nachgang besser als erwartet ausgefallener Quartalszahlen griffen Anleger bei Dow zu. Die Aktien des Chemiekonzerns gewannen 2,1 Prozent. Auch Finanzwerte wie JP Morgan und Goldman Sachs legten bis zu 1,8 Prozent zu.
"Biden spielt aus, dass China vom Westen abhängig ist"
Mit umfangreichen Maßnahmen geht US-Präsident Biden gegen die chinesische Chip-Industrie vor. Zerstören will er diese jedoch nicht, erklärt Sandra Navidi von BeyondGlobal. Er nutze stattdessen gekonnt aus, dass sich in dieser Branche auch China nicht alles erlauben könne.
American Express profitiert von erhöhter Reisenachfrage
Weitere Quartalszahlen aus den USA: Der Kreditkartenanbieter American Express hat im dritten Jahresviertel trotz der Befürchtungen einer möglichen Konjunkturabschwächung mehr verdient. Der Nettogewinn kletterte um drei Prozent auf 1,88 Milliarden Dollar. "Die Nachfrage nach Reisen hat unsere Erwartungen über das gesamte Jahr hinweg übertroffen", sagte Firmenchef Stephen Squeri.
Dennoch bildete der Kreditkartenkonzern Rückstellungen in Höhe von 778 Millionen Dollar, um sich auf mögliche Zahlungsausfälle vorzubereiten. Für das Gesamtjahr erwartet AmEx nun einen Gewinn, der über der vorherigen Prognose von 9,25 bis 9,65 Dollar pro Aktie liegen werde.
Allfunds-Teilverkauf bringt Credit Suisse dringend benötigtes Geld
Die Schweizer Bank Credit Suisse hat rund 327 Millionen US-Dollar beim Verkauf ihrer 8,6-prozentigen Beteiligung an der Allfunds Group erlöst. Das kriselnde Geldinstitut trennt sich von Geschäftsbereichen und Vermögenswerten, um einen strategischen Schwenk weg vom volatilen Kredit- und Handelsgeschäft an der Wall Street zu finanzieren.
Die Credit Suisse wurde 2019 Miteigentümerin von Allfunds, als sie eine Anlageplattform in das Fondsvertriebsnetz von Allfunds ausgliederte. Allfunds vertreibt börsengehandelte Fonds und andere Anlageprodukte mit Handels- und Datenanalysetools und fungiert als Zwischenhändler zwischen Banken und Vermögensverwaltern.
Verizon vermeldet Gewinneinbruch
Ein Kunden-Exodus hat Verizon einen Gewinneinbruch beschert. Der Überschuss des US-Telekomriesen schrumpfte im dritten Quartal um 23,3 Prozent auf fünf Milliarden Dollar oder 1,32 Dollar je Aktie. Der Umsatz habe dagegen überraschend stark um vier Prozent auf 34,2 Milliarden Dollar zugelegt.
Wegen Preiserhöhungen verlor der Konzern weiteren Angaben zufolge 189.000 private Vertragskunden. Gleichzeitig konnte es nur 8000 neue Nutzer hinzugewinnen. Analysten hatten mit einem rund vier Mal so großen Plus gerechnet.
Wenig vorbörslich Erbauliches an der Wall Street
Steigende Marktzinsen dürften die Aktienkurse an der Wall Street auch heute belasten. Die Futures auf die großen Aktienindizes deuten auf eine leichtere Eröffnung am Kassamarkt hin. Schon in den beiden vergangenen Tagen hatten die stetig steigenden Anleiherenditen die Anleger zum Rückzug aus Aktien veranlasst. Derweil geht es mit den Renditen weiter aufwärts. Zehnjährige US-Anleihen rentieren fünf Basispunkte höher bei 4,28 Prozent.
Wichtige US-Konjunkturdaten sind zum Wochenausklang nicht angekündigt. Die Anleger können sich daher ganz auf die Bilanzsaison konzentrieren. Diese ist bislang recht solide verlaufen.
Biotech-Aktie verliert kräftig
Schlechter Tag auch für Morphosys - die Aktie verbilligte sich in Frankfurt um 4,2 Prozent. Das Biotechunternehmen hat die Umsatzerwartung für das Blutkrebsmedikament Monjuvi für 2022 auf 90 Millionen US-Dollar von zuvor 90 bis 110 Millionen Dollar gesenkt.
Ganz überraschend kommt die Senkung aus Marktsicht nicht. Die Citigroup hat mit 85 Millionen Dollar sogar eine noch niedrigere Schätzung. Der nächste Katalysator steht am 30. November an, wenn der Partner von Morphosys, Roche, die Studiendaten zu Gantenerumab vorlegt.
Goldpreis stabilisiert sich am Jahrestief
Der Goldpreis hat sich wieder von den Tagestiefs lösen können. Mit dem Tagestief von 1.617,28 US-Dollar wurde das Mehrjahrestief von 1.614,84 Dollar nahezu eingestellt und hat zunächst gehalten.
Angesichts des Renditeanstiegs sprach ein Marktteilnehmer allerdings von einer "wackligen" Stabilisierung. Aktuell stand der Preis für die Feinunze Gold mit 1626,41 Dollar nur minimal unter den Ständen vom späten Donnerstag.
Anleger lassen bei Flaschenhersteller Korken knallen
Ein Gewinneinbruch hält Anleger nicht vom Einstieg bei Vidrala ab. Die Aktien des Herstellers von Glasflaschen für Sekt und andere Getränke stiegen an der Madrider Börse um 7,7 Prozent. Wegen gestiegener Energiepreise schrumpfte der Überschuss in den ersten neun Monaten den Angaben zufolge um 37 Prozent auf 78,2 Millionen Euro, obwohl der Umsatz um 24 Prozent auf 1,02 Milliarden Euro stieg. Allerdings sei der Gewinnrückgang geringer ausgefallen als befürchtet, so Analysten.
Snap-Zahlen hauen bei anderen Online-Plattformen rein
Das schleppende Umsatzwachstum bei Snap hat Anleger anderer Online-Plattformen wie Twitter oder Pinterest verschreckt. Die Aktien des Kurznachrichtendienstes und der Internet-Fotopinnwand fielen im vorbörslichen US-Geschäft um bis zu acht Prozent. Die Zahlen von Snap deuteten auf fallende Werbeumsätze hin, schreiben die Analysten von der Investmentbank Piper Sandler. Dies sei ein schlechtes Omen für Firmen, die ebenfalls auf diese Einnahmen angewiesen sind.
Die Titel des YouTube-Betreibers Alphabet und der Facebook-Mutter Meta verloren bis zu vier Prozent. Die Papiere des Snapchat-Betreibers Snap brachen um fast 27 Prozent ein.
VW-Rivale profitiert von höheren Preisen
Der französische Autobauer und Volkswagen-Konkurrent Renault hat im dritten Quartal dank höherer Preise einen Umsatz von 9,8 Milliarden Euro erzielt und damit die Erwartungen der Analysten getroffen. Ohne die ehemalige russische Einheit Avtovaz legte der Umsatz damit konzernweit um 20,5 Prozent zu, wie Renault mitteilt. Dabei hätten auch höhere Verkaufspreise für die einzelnen Fahrzeugmodelle geholfen. Der Absatz sank im abgelaufenen Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,4 Prozent. Wegen des Kriegs in der Ukraine und der gegen Russland verhängten westlichen Sanktionen hatte Renault seinen Mehrheitsanteil an dem russischen Hersteller Lada zu einem symbolischen Betrag an ein russisches Forschungsinstitut verkauft. Insgesamt hatte Renault nach früheren Angaben rund 2,2 Milliarden Euro auf das Russlandgeschäft abgeschrieben.
Experte: China verfolgt Strategie "wie eine Spinne im Netz"
Den geplanten chinesischen Einstieg in den Hamburger Hafen wertet der Direktor des Centrums für Europäische Politik, Henning Vöpel, als einen "gefährlichen Weg". Schon jetzt sei China an vielen europäischen Häfen beteiligt, Deutschland würde sich auf fatale Weise abhängig machen.
Metro verzeichnet deutliches Umsatzplus
Der Großhandelskonzern Metro hat nach einem zweistelligen Wachstum im vierten Quartal den Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr 2021/22 (per Ende September) um 21,4 Prozent auf knapp 30 Milliarden Euro gesteigert. Beim operativen Ertrag (bereinigtes EBITDA) erreiche man 2021/22 voraussichtlich die Mitte der Prognosespanne von 150 bis 230 Millionen Euro, kündigte Konzernchef Steffen Greubel an.
Das nächste Jahr werde weiterhin hohe Inflation und zunehmenden Kostendruck bringen, so der Manager. Metro sei aber auf Kurs und wolle Marktanteile gewinnen. Im vierten Quartal konnte Metro den Umsatz um 12,1 Prozent auf acht Milliarden Euro steigern.
Schulden in Eurozone: Zwei Staaten ragen weiter heraus
Die Staatsschulden in der Eurozone sind 2021 gesunken, nachdem sie im Corona-Jahr 2020 stark gestiegen waren. Der öffentliche Schuldenberg sank gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf 95,4 von 97,0 Prozent im Vorjahr, wie Eurostat meldete. In absoluten Zahlen kletterte der Schuldenberg auf 12,31 von 11,46 Billionen Euro. In der EU-27 sank die Staatsschuldenquote auf 87,9 von 89,8 Prozent entsprechend 14,52 nach 13,46 Billionen Euro.
Am Ende des Jahres 2021 wurden die niedrigsten Verschuldungsquoten in Estland (17,6 Prozent), Bulgarien (23,9 Prozent), Luxemburg (24,5 Prozent), Schweden (36,3 Prozent) und Dänemark (36,6 Prozent) verzeichnet. Die höchsten Verschuldungsquoten wurden in Griechenland (194,5 Prozent), Italien (150,3 Prozent), Portugal (125,5 Prozent), Spanien (118,3 Prozent), Frankreich (112,8 Prozent), Belgien (109,2 Prozent) und Zypern (101,0 Prozent) registriert.
DAX läuft tiefrot an - Abwärtspotenzial bis 12.000?
Der DAX hat im Verlauf des Vormittags seinen Verlust ausgebaut und notierte nun 1,7 Prozent tiefer bei 12.554 Punkten. Der EUROSTOXX50 fiel um 1,6 Prozent auf 3435 Stellen.
Die Verluste könnten im Zusammenhang mit dem Options-Verfall stehen, hieß es in Frankfurt. Die Eindeckungsrally sei aber grundsätzlich ausgelaufen. Charttechnisch hat sich die Lage mit dem Fall unter die Marke von 12.673 Punkten eingetrübt. Sollte sich dies bestätigen, eröffnet sich Abwärtspotenzial im DAX bis 12.000 Punkte.
"Klassischer Energiesektor ist wieder interessant"
Deutsche Bank entlässt Dutzende Investmentbanker in London
Die Deutsche Bank wird einem Insider zufolge Mitarbeiter aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft im Investmentbanking auch in Großbritannien entlassen. Das Geldinstitut baut demnach wegen des schwachen Geschäfts mit Übernahmen und Fusionen (M&A) Personal ab. Betroffen seien mehrere Dutzend Beschäftigte. Die ersten Stellenstreichungen betrafen Investmentbanker in New York, die am Mittwoch über die Entscheidungen informiert worden seien.
Wie viele Mitarbeiter vom Institut gehen müssten, sei unklar. Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte die Berichte nicht kommentieren. Nach einem Rekordjahr von M&A-Deals 2021 brachen die diesjährigen Provisionen im Investmentbanking aufgrund der schwachen Konjunktur drastisch ein.
US-Aufsicht erwägt Sicherheitschecks für Musks Geschäfte
Die US-Aufsichtsbehörden erwägen einem Medienbericht zufolge, die Geschäfte von Elon Musk näher unter die Lupe zu nehmen. Dabei geht es unter anderem um die Übernahme von Twitter und das Satellitennetzwerk Starlink, das zu Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX gehört, wie Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtete.
Die Überlegungen befänden sich in einem frühen Stadium. Zudem überlegten die Behördenmitarbeiter noch, ob überhaupt Werkzeuge zur Verfügung stehen, die eine genauere Überprüfung erlaubten.
Adidas-Aktie schmiert nach weiterer Gewinnwarnung ab
Stark bergab ist es mit der Aktie von Adidas gegangen. Das Papier verbilligte sich um 7,3 Prozent und lag damit klar am DAX-Ende.
Die Herzogenauracher haben nach Gewinneinbruch und schwachem Umsatzplus im dritten Quartal ihre Unternehmensziele für das Gesamtjahr erneut deutlich gesenkt. Adidas rechnet im Gesamtjahr nun nur noch mit einem währungsbereinigten Umsatzplus im mittleren einstelligen und nicht mehr im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich.
Die Bruttomarge wird bei rund 47,5 anstatt 49,0 Prozent und die operative Marge bei rund 4,0 anstatt rund 7,0 Prozent erwartet. Nach Steuern sieht Adidas im fortgeführten Geschäft rund 500 Millionen und nicht mehr rund 1,3 Milliarden Euro Gewinn. Einmalaufwendungen von etwa einer halben Milliarde Euro belasteten das Ergebnis.
DAX geht auf Tauchstation
Rote Zahlen an der Frankfurter Börse zu Handelsbeginn: Der DAX verlor in den ersten Minuten 0,9 Prozent auf 12.647 Punkte. MDAX, SDAX und TECDAX gaben zwischen 0,9 und 1,2 Prozent nach.
"Steigende Zinsen sind Gift für die Börse" - dieses altbekannte Motto dürfte zum Wochenausklang einmal mehr im Zentrum der Überlegungen an den europäischen Börsen stehen und die Kurse deutlich drücken. Inzwischen wird an den Märkten eingepreist, dass die US-Notenbank im kommenden Jahr im Kampf gegen die grassierende Inflation die Leitzinsen auf bis zu fünf Prozent anheben wird. Anleger fürchten indes, dass steigende Zinsen in Verbindung mit der hartnäckig hohen Inflation die Wirtschaft abwürgen könnten.
Nikkei geht mit moderatem Minus ins Wochenende
Die asiatischen Börsen sind am letzten Handelstag der Woche dem Abwärtstrend der Wall Street gefolgt. Die Aussicht auf aggressive Zinserhöhungen durch die US-Notenbank sowie Rezessionsrisiken trübten weiterhin die Stimmung der Anleger. In Tokio gab der Nikkei um 0,4 Prozent auf 26.892 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix fiel um 0,7 Prozent. Die Börse in Shanghai trat dagegen auf der Stelle.
Zu den Verlierern am chinesischen Aktienmarkt gehörten Chip-Hersteller. Der Branchenindex fiel um 2,5 Prozent. Am Donnerstag hatte als Reaktion auf Berichte über ein Krisentreffen der Regierung in Peking mit Managern diverser Unternehmen fünf Prozent zugelegt. Der Halbleiter-Hersteller YMTC, der Bloomberg zufolge in die Gespräche über mögliche Konsequenzen aus den verschärften US-Exportbeschränkungen für bestimmte Technologien eingebunden war, dementierte eine Beteiligung an solchen Treffen.
Twitter droht Job-Kahlschlag von bis zu 75 Prozent
Dem US-Kurznachrichtendienst Twitter droht einem Medienbericht zufolge nach der Übernahme durch Tesla-Chef Elon Musk ein massiver Job-Kahlschlag in den kommenden Monaten. Die "Washington Post" berichtet unter Berufung auf Dokumente und Interviews, dass Musk knapp 75 Prozent der rund 7500 Twitter-Mitarbeiter loswerden wolle. Dies habe der Milliardär gegenüber künftigen Investoren geäußert. Musk will Twitter für 44 Milliarden Dollar übernehmen. Mit dem Kauf erwirbt der reichste Mann der Welt eine der einflussreichsten Medienplattformen des Planeten.
Diese US-Werte wurden nachbörslich abgestraft
Im nachbörslichen US-Aktienhandel am Donnerstagabend hat der Digitalkonzern Snap mit schwachen Geschäftszahlen verschreckt und für die gesamte Branche eine negative Steilvorlage geliefert. Der sich abschwächende Markt für Digitalwerbung und die scharfe Konkurrenz haben dem Mutterkonzern des sozialen Netzwerks Snapchat im dritten Quartal zu schaffen gemacht. Der verzeichnete ein deutlich langsameres Wachstum und gab einen trüben Ausblick auf das Schlussquartal. Die Aktie brach um 27,1 Prozent ein. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Umsatz im laufenden Quartal nicht steigen wird. Analysten hatten im Konsens für das vierte Quartal bisher ein Umsatzwachstum von 7 Prozent prognostiziert.
Für Tenet Healthcare ging es derweil um 16,2 Prozent bergab. Der Krankenhausbetreiber verfehlte ebenfalls mit seinem Ausblick die Erwartungen des Marktes. Auch ein Aktienrückkaufprogramm konnte Anleger nicht besänftigen. Im dritten Quartal verbuchte das Unternehmen zudem einen Gewinneinbruch auf Jahressicht. Bereinigt verdiente die Gesellschaft gleichwohl mehr als erwartet.
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Adidas-Aktie schwach erwartet
Nach Drittquartalszahlen und einer erneuten Gewinnwarnung werden Adidas schwach erwartet. Während sich die Umsätze im Quartal in etwa im Rahmen der Erwartungen bewegt haben, liegt das EBIT 6 Prozent unter den Schätzungen von RBC und das Nettoergebnis sogar rund 60 Prozent aufgrund von Einmaleffekten.
Adidas rechnet deshalb im Gesamtjahr nun nur noch mit einem währungsbereinigten Umsatzplus im mittleren einstelligen und nicht mehr im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Die Bruttomarge wird bei rund 47,5 nach zuvor 49,0 Prozent und die operative Marge bei rund 4,0 (zuvor: rund 7,0) Prozent erwartet. Der Gewinn soll nun bei rund 500 Millionen Euro liegen.
Die RBC war bislang von einem Umsatzwachstum von 5,5 Prozent, einer Bruttomarge von 48,9 Prozent und einem Gewinn von 1,21 Milliarden Euro ausgegangen.
Kering profitiert vom Touristenboom
Kering hat in Europa im dritten Quartal starkes Wachstum verzeichnet, in anderen Ländern fiel die Geschäftsentwicklung dagegen gedämpfter aus. Gucci, die Hauptmarke des Luxusgüterkonzerns, wurde in China durch pandemiebedingte Einschränkungen beeinträchtigt, teilt der französische Konzern mit.
Der Gesamtumsatz stieg währungsbereinigt um 14 Prozent auf 5,14 Milliarden Euro und lag damit leicht über den Erwartungen der Analysten, die im Schnitt von 4,97 Milliarden Euro ausgegangen waren.
In Westeuropa schossen die Einnahmen im abgelaufenen Quartal um 74 Prozent in die Höhe. US-Touristen, die vom starken Dollar profitierten, strömten im Sommer in die Zentren. Aus diesem Grunde kam es nur noch zu sehr geringen Zuwächsen in Nordamerika.
DAX-Verfall könnte spannend werden
Es ist Optionsverfall. "Es ist außergewöhnlich, dass der Oktober-Verfall für so viel Aufsehen sorgt und für so viel Marktbewegung sorgen kann. Normalerweise ist das den Quartalsterminen vorbehalten", so QC Partners. Besonders spannend werde es heute beim DAX. Mit dem Put mit Basispreis 12.500 werde die drittgrößte aller ausstehenden Positionen fällig. Bis vor einem Tag sei das noch die größte aller DAX-Optionen gewesen.
Mit den Puts mit Basispreisen von 12.300 und 12.650 sowie dem Call bei 12.500 liefen drei weitere Positionen aus, die zu den 15 größten am Markt gehören. "Die vier großen heute fälligen DAX-Positionen sind so nah am aktuellen Kursniveau, dass sie das Potenzial haben, den Markt massiv zu bewegen."
Aktuell wird der deutsche Börsenleitindex mit Kursen um 12.610 Punkte knapp 1,2 Prozent tiefer taxiert.
L'Oreal überrascht
Beim französischen Kosmetikkonzern L'Oreal haben die Geschäfte im dritten Quartal kräftig zugelegt. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auch infolge des schwachen Euros um 19,7 Prozent auf knapp 9,6 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilt. Damit übertraf L'Oreal die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Währungseffekte und Veränderungen im Geschäftszuschnitt herausgerechnet belief sich das Wachstum auf vergleichbarer Basis auf 9,1 Prozent, übertraf jedoch ebenfalls die Erwartungen.
Dabei entwickelte sich die Nachfrage in den Weltregionen unterschiedlich: Während der Umsatz in Europa auf vergleichbarer Basis um knapp 11 Prozent und in Nordamerika um gut 9 Prozent wuchs, stagnierte das Geschäft im nördlichen Asien mit China wegen der dortigen Corona-Lockdowns praktisch auf dem Vorjahresniveau. Im Südasien, dem Nahen Osten und Afrika legte die Nachfrage hingegen um 30 Prozent zu. In Lateinamerika belief sich der Zuwachs auf gut 16 Prozent.
Erneute Abgaben an Asien-Börsen
Nach erneuten Abgaben der Wall Street und US-Rentenrenditen auf 14-Jahreshochs hält auch die Talfahrt an den asiatischen Börsen an. Die Abgaben fallen aber mehrheitlich moderat aus. Die bekannten Sorgen vor einer drohenden Rezession bei gleichzeitig steigenden Leitzinsen kocht wieder hoch und belastet die Aktienbörsen. Für Verunsicherung sorgen zudem die politischen Kapriolen in Großbritannien mit dem Rücktritt der Premierministerin Liz Truss. Auch die anstehende Neubesetzung des mächtigen Politbüros der chinesischen KP am Wochenende lässt Anleger - vor allem in China - vorsichtig agieren. Händler sehen in der Neubesetzung eine wichtige Weichenstellung für den wirtschaftlichen Kurs der Volksrepublik.
Der Nikkei hält sich mit einem Abschlag von 0,3 Prozent noch recht wacker. In Japan ist die Inflation auf Basis der Verbraucherpreise auf ein frisches Achtjahreshoch geklettert. Doch dürfte die Inflationsrate von 3 Prozent die Notenbank kaum zu einem Umdenken bei ihrer weiterhin extrem lockeren Geldpolitik bewegen. Daher verwundert es nicht, dass der Yen weiter abwertet - der Dollar hat die Marke von 150 Yen nun klar genommen und bewegt sich auf dem nächsten 32-Jahres-Hoch. Der Ruf nach einer Intervention zur Stützung der japanischen Währung wird in Japan wieder vernehmbarer. Der Aktienmarkt wird belastet von den Sektoren Versorgung, Chemie und Immobilien. Die Branchen leiden unter hohen Energiekosten bzw. steigenden Zinsen.
In China setzt sich kein einheitlicher Trend durch. Während der HSI in Hongkong sich knapp behauptet zeigt, präsentiert sich der Shanghai Composite sogar im Plus und freundlich. Nach Berichten über eine Ausweitung der US-Restriktionen bei Technologieexporten nach China geben Naura Tech und Advanced Micro-Fabrication Equipment 5,7 bzw. 5,8 Prozent ab. Tongwei steigen nach positiven Geschäftszahlen um 0,8 Prozent. Auch China Mobile (-0,5%) und China Telecom (-1%) haben Quartalszahlen vorgelegt.
Der Kospi in Südkorea verliert 0,3 Prozent - belastet von Energie- und Bauwerten. Vorläufige Exportdaten für den Zeitraum vom 1. bis 20. Oktober zeigen, dass dem Land im Oktober erneut ein Handelsdefizit droht.
Das ist los im frühen Devisengeschäft
Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar 0,1 Prozent auf 150,26 Yen und legt 0,5 Prozent auf 7,2469 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,2 Prozent höher bei 1,0050 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 0,9779 Dollar und zieht 0,1 Prozent auf 0,9827 Franken an. Das Pfund Sterling verliert 0,2 Prozent auf 1,1212 Dollar.
Euro / Dollar d
Snap - und ein Fünftel Börsenwert ist weg
Tokioter Börse im Minus, Shanghai im Plus
Die asiatischen Börsen sind dem Abwärtstrend der Wall Street gefolgt. Die Aussicht auf aggressive Zinserhöhungen durch die Federal Reserve Bank sowie Rezessionsrisiken trübten weiterhin die Stimmung der Anleger. "Das Problem ist, dass das makroökonomische Umfeld nach wie vor schwierig ist", sagte Shane Oliver, Chefökonom bei AMP Capital. Er fügte hinzu, dass sich der Markt in einem Tauziehen befindet zwischen Anlegern, die Chancen sehen, und solchen, die sich auf das schwierige Umfeld konzentrieren.
Der Nikkei-Index liegt im Verlauf 0,2 Prozent tiefer bei 26.952 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index büßt 0,4 Prozent auf 1888 Zähler ein. Der Shanghai Composite gewinnt 0,7 Prozent. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen zieht 0,4 Prozent an.
Japans Verbraucherinflation erreicht Achtjahreshoch
In Japan sind die Kernverbraucherpreise im September so schnell wie seit acht Jahren nicht mehr gestiegen. Wie aus offiziellen Daten der Regierung hervorgeht, stieg der Kernverbraucherpreisindex (VPI) für das Land, der Ölprodukte einschließt, aber die Preise für frische Lebensmittel ausschließt, im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 Prozent. Damit liegt der VPI den sechsten Monat in Folge über dem Zwei-Prozent-Ziel der Zentralbank Bank of Japan (BoJ). Der VPI entsprach einer mittleren Marktprognose und folgte auf einen Anstieg von 2,8 Prozent im August. Die Daten unterstreichen den zunehmenden Preisdruck in Japan, da die Unternehmen weiterhin steigende Importkosten weitergeben, die zum Teil auf den Kursverfall des Yen zurückzuführen sind. Dieser Druck hat die Marktspekulationen über eine künftige Änderung der ultraniedrigen Zinspolitik der BOJ geschürt. Allerdings wird allgemein erwartet, dass Japans Zentralbank ihr massives Stimulierungsprogramm bei ihrer nächsten Sitzung am 28. Oktober beibehält.
Gesunkene Werbeausgaben setzen Snap zu
Der Snapchat-Mutterkonzern Snap hat sein niedrigstes Umsatzwachstum seit dem Börsengang vor fünf Jahren verzeichnet und damit seine Aktie auf Talfahrt geschickt. Der Foto-Messengerdienst machte eine Zurückhaltung der Werbekunden angesichts der hohen Inflationsrate für die Entwicklung verantwortlich. "Wir erwarten, dass das operative Umfeld in den kommenden Monaten weiter herausfordernd bleibt", hieß es in einem Brief an Investoren.
Für das dritte Quartal bis zum 30. September betrug der Umsatz 1,13 Milliarden Dollar, ein Anstieg von sechs Prozent zum Vorjahreszeitraum. Snap hatte im August bekanntgegeben, das Umsatzplus habe bis dahin bei acht Prozent gelegen. Experten rechneten nach Refinitiv-Daten nun allerdings mit 1,14 Milliarden Dollar. Der US-Konzern gab weiter einen Anstieg der täglich aktiven Nutzer um 19 Prozent auf 363 Millionen bekannt. Das Unternehmen kündigte zudem ein Aktienrückkauf-Programm mit einem Volumen von bis zu 500 Millionen Dollar an.
Verfällt der DAX wieder ins Muster einer Bärenmarkt-Rally?
Der DAX hat im Donnerstagsgeschäft seine Verluste vom Mittwoch wieder wettgemacht: Der deutsche Börsenleitindex legte 0,2 Prozent auf 12.767 Punkte zu. Damit hat er nun wieder das Niveau inne, das er nach vier Handelstagen in Folge mit Gewinnen innehatte. Man sieht aber auch, dass die Luft auf diesem Level dünner wird für den Index, dass ein deutlicher Kursimpuls benötigt wird, damit es weiter aufwärts gehen kann. Aktuell scheint dieser zum Wochenschluss aber nicht in Sicht, denn der DAX wird mit Kursen um 12.670 Zähler niedriger taxiert.
Als Impulsgeber kann heute der kleine Optionsverfall am Terminmarkt fungieren. Deckungskäufe vor der Fälligkeit könnten stützen. Allerdings hatte der DAX auch knapp 1000 Punkte binnen weniger Handelstage zugelegt, ehe am Mittwoch ein kleiner Dämpfer einsetze. Auch fallende Kurse sind also möglich.
Für positive Impulse und damit Kurssteigerungen könnte zum Wochenschluss die Berichtssaison sorgen. Zahlreiche Firmen öffnen heute ihre Bücher. Mit dabei sind etwa der Luxusgüterkonzern Essilor-Luxottica, der VW-Rivale Renault, die Deutsche-Börse-Konkurrentin LSE, Faurecia, Metro und Villeroy & Boch. Sie legen bereits am Morgen Zahlen vor. Am Mittag folgen dann noch aus den USA American Express und der Telekommunikationsriese Verizon. Konjunkturseitig wird lediglich am Nachmittag der Index des Verbrauchervertrauens für die Eurozone bekannt gegeben.