Der Börsen-Tag
26. August 2022
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:38 Uhr

Absturz unter 13.000: DAX hisst die weiße Flagge

Es war ein fürchterlicher Nachmittag für den deutschen Aktienmarkt. Erst ein Bericht über einen etwaigen Riesenzinsschritt der EZB, dann Jerome Powells Inflations- und Schmerzensrede, dann noch die weiter explodierenden Gaspreise - garniert mit Meldungen über von Russen abgefackeltes Gas. Damit gab es für die deutschen Aktienindizes nichts mehr zu holen, der DAX rauschte unter die 13.000er-Marke.

US-Notenbankgouverneur Jerome Powell belastete mit seinen Aussagen die Aktienmärkte auf beiden Seiten des Atlantiks. In seiner Rede auf dem Notenbankertreffen in Jackson Hole sprach er nicht von einer herannahenden Rezession. Aber er machte sehr deutlich, dass der Kampf gegen die viel zu hohe Inflation der Konjunktur einige "Schmerzen" bringen werde. Das Wachstum werde schwach ausfallen, die Arbeitslosigkeit steigen.

Dazu kam noch der Reuters-Bericht, wonach einige Notenbanker der EZB auf der Sitzung im September über einen großen Zinsschritt um 75 Basispunkte diskutieren wollen. "Bereits vor der letzten Zinsentscheidung wurde die Reaktion des Marktes abgeklopft", sagte ein Aktienhändler dazu.

Der DAX hisste die weiße Flagge und fiel um 2,3 Prozent auf 12.971 Punkte. Damit verlor er heute 300 Zähler und auf Wochensicht rund 580 Stellen. Der EUROSTOXX50 notierte 2,2 Prozent tiefer bei 3594 Punkten.

Ein Blick auf die Einzelwerte: Im DAX waren nur Porsche SE mit einem Aufschlag von 0,4 Prozent in der Gewinnzone. Am heftigsten abgestraft wurden Hellofresh mit minus 7,2 Prozent.

Auch die Versorger bluteten: RWE und Eon sackten um 6,2 beziehungsweise 1,9 Prozent ab. Mit Uniper ging es fünf Prozent abwärts.

Für Continental ging es um 5,6 Prozent nach unten, nachdem die Analysten von Metzler die Einstufung auf "Verkaufen" gesenkt und das Kursziel auf 50 Euro mehr als halbiert haben. Für die Analysten ist der Ausblick von Continental dem Risiko einer abkühlenden Reifennachfrage ausgesetzt.

Absturz unter 13.000: DAX hisst die weiße Flagge
17:20 Uhr

Wie weit kann der Euro noch fallen?

Der Euro bleibt schwach und kämpft weiter mit der Parität. Warum die Gemeinschaftswährung nicht auf die Beine kommt und wie Anleger mit der Euro-Schwäche umgehen können, darüber spricht Raimund Brichta mit Christian Köker von der HSBC.

Wie weit kann der Euro noch fallen?
17:06 Uhr

Euro springt über Paritätslatte

Derweil ist der Kurs des Euro über die Parität gestiegen. Am Nachmittag legte die Gemeinschaftswährung auf bis zu 1,0090 US-Dollar zu und wurde zuletzt etwas tiefer bei 1,0032 Dollar gehandelt. Am Morgen hatte sie noch etwa einen Cent niedriger notiert. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,0007 (Donnerstag: 0,9970) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9993 (1,0030) Euro.

Euro / Dollar

Euro springt über Paritätslatte
17:03 Uhr

Gaspreise steigen auf Rekordhochs

Die Erdgaspreise an der niederländischen Börse TTF erklimmen neue Allzeithochs. Bei einigen Kontrakten springt der Preis über das bisherige Hoch von 345 Euro pro Megawattstunde. Am Markt geht weiter die Sorge um, Russland könnte den Gashahn nach der Wartungspause zum Monatsende bei der Pumpleitung Nord Stream 1 endgültig abdrehen.

Angesichts der Energiekrise infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine hat die tschechische EU-Ratspräsidentschaft ein Dringlichkeitstreffen der Energieminister angekündigt. Tschechiens Regierungschef Petr Fiala erklärte, bei dem Treffen sollten spezifische Notfallmaßnahmen zur Bewältigung der Energiesituation erörtert werden. "Wir befinden uns in einem Energiekrieg mit Russland, und das schadet der gesamten EU", so der Ministerpräsident.

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(Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild)
Gaspreise steigen auf Rekordhochs
16:34 Uhr

FED-Chef: Inflation bekämpfen, Schmerzen aushalten - DAX schreit "Aua"

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(Foto: REUTERS)

FED-Chef Jerome Powell hat den Willen der US-Notenbank zur Inflationsbekämpfung bekräftigt. In seiner Rede beim geldpolitischen Symposium in Jackson Hole sagte Powell, die FED müsse die Zinssätze weiter anheben und auf einem höheren Niveau halten, bis sie sicher sei, dass die Inflation unter Kontrolle sei. Dieser Prozess werde wahrscheinlich den Arbeitsmarkt schwächen und Haushalten und Unternehmen Schmerzen bereiten, sagte er.

Die Maßnahmen der Zentralbank dürften Powell zufolge zur Verlangsamung von Investitionen, Ausgaben und Einstellungen führen. Sie "werden zwar die Inflation senken, aber sie werden auch für Haushalte und Unternehmen schmerzhaft sein", sagte Powell in seiner Rede auf dem jährlichen Symposium der Kansas City FED. "Das sind die unschönen Kosten der Inflationsbekämpfung. Aber ein Scheitern bei der Wiederherstellung der Preisstabilität würde weitaus größere Schmerzen bedeuten."

Mit dem DAX ging es noch weiter runter - der Leitindex stürzte binnen weniger Minuten um 1,9 Prozent oder rund 270 Stellen auf 13.004 Punkte ab. Entsprechend bergab ging es auch mit den US-Indizes.

FED-Chef: Inflation bekämpfen, Schmerzen aushalten - DAX schreit "Aua"
16:13 Uhr

DAX bekommt nach Bericht über EZB Husten

Für den DAX ist es am Nachmittag kräftig runtergegangen. Der Leitindex rutschte bis auf 13.136 Punkte runter. Aktuell notiert er 0,7 Prozent tiefer bei 13.176 Zählern.

Im Handel wird auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters verwiesen, wonach einige Notenbanker der EZB auf der Sitzung im September über einen großen Zinsschritt um 75 Basispunkte diskutieren wollen. "Bereits vor der letzten Zinsentscheidung wurde die Reaktion des Marktes abgeklopft", so ein Aktienhändler.

DAX bekommt nach Bericht über EZB Husten
16:08 Uhr

Riesen- oder großer Zinsschritt? Hinter EZB-Kulissen rumort es

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(Foto: picture alliance / Daniel Kubirski)

Einige Währungshüter der EZB wollen Insidern zufolge aufgrund sich verschlechternder Inflationsaussichten auf der Zinssitzung im September eine besonders kräftige Zinserhöhung diskutieren. Zwar hat sich bislang noch kein Euro-Wächter öffentlich für eine Anhebung um 0,75 Prozentpunkte eingesetzt. Doch das Vorbild der US-Notenbank FED, die zuletzt zweimal in Folge die Zinszügel so stark anzog, und ein ungebrochener Preisauftrieb im Euroraum liefern dafür Argumente.

"Ich werde 75 nicht unbedingt unterstützen, aber es gibt keinen Grund, warum das nicht diskutiert werden sollte", sagte einer von fünf Insidern Reuters. "Wenn die Fed es getan hat, gibt es keinen Grund, warum wir es nicht zumindest auf den Tisch bringen sollten." Ein EZB-Sprecher lehnte eine Stellungnahme zu den Informationen ab.

Riesen- oder großer Zinsschritt? Hinter EZB-Kulissen rumort es
15:59 Uhr

Wall Street ohne Richtung

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(Foto: AP)

Vor der mit Spannung erwarteten Rede von US-Notenbank-Chef Jerome Powell in Jackson Hole haben die US-Börsen sich kaum bewegt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stand 0,1 Prozent höher bei 33.336 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq kamen mit 4200 und 12.635 Zählern kaum vom Fleck.

Angesichts der hohen Inflation in den USA halten die Verbraucher indes ihr Geld zusammen. Sie steigerten ihre Ausgaben im Juli nur um 0,1 Prozent zum Vormonat, von Reuters befragte Volkswirte hatten hingegen mit einem Plus von 0,4 Prozent gerechnet.

Bei den Unternehmen legte Dell wegen des starken Dollars und erneuter Corona-Ausbrüche im wichtigen Abnehmerland China das geringste Umsatzwachstum seit sechs Quartalen vor. Die Aktien des Computer-Anbieters sackten um rund fünf Prozent ab.

Wall Street ohne Richtung
15:30 Uhr

Moderna geht juristisch gegen Biontech und Pfizer vor

Nun ist die Justiz gefragt: Das US-Biotechunternehmen Moderna verklagt den Mainzer Corona-Impfstoffhersteller Biontech und dessen US-Partner Pfizer wegen Patentverletzung. Biontech und Pfizer hätten bei der Entwicklung ihres Impfstoffs Technologien kopiert, die Moderna Jahre vor der Pandemie entwickelt habe, erklärte der Konzern.

Mit den Klagen wolle Moderna seine mRNA-Technologieplattform schützen, mit deren Entwicklung das Unternehmen Pionierarbeit geleistet, in die es Milliarden Dollar investiert und die es schon in den Jahren vor der Pandemie patentiert habe, erklärte Konzernchef Stephane Bancel.

Moderna geht juristisch gegen Biontech und Pfizer vor
15:06 Uhr

DAX wieder mit leichtem Gewinn

Kurz vor Handelsbeginn in den USA ist der DAX wieder ins Plus gedreht. Der Leitindex notierte 0,3 Prozent höher bei 13.307 Punkten. Der EUROSTOXX50 präsentierte sich mit 3675 Zählern kaum verändert.

DAX wieder mit leichtem Gewinn
15:01 Uhr

Wie Anleger am Halbleiter-Megatrend verdienen

Lange ging es für die Halbleiter-Industrie an den Börsen stets nach oben. Doch Corona-Krise und Lieferkettenprobleme haben auf die Kurse gedrückt. Experten gehen aber weiter von einem riesigen Wachstumspotential aus. Was Anleger in der Chipbranche beachten sollten, zeigt der Geldanlage-Check auf.

Wie Anleger am Halbleiter-Megatrend verdienen
14:47 Uhr

Tesla-Zulieferer will weitere Batteriefabrik bauen

Der Tesla-Zulieferer Panasonic erwägt einem Medienbericht zufolge für vier Milliarden US-Dollar den Bau einer weiteren Batteriefabrik in den USA. Derzeit würden entsprechende Gespräche geführt, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Die Japaner zögen Oklahoma als Standort für ihr neues Werk in Betracht. Im Juli hatte Panasonic Kansas als Standort für eine neue Batteriefabrik ausgewählt, die bis zu 4000 Arbeitsplätze mit Investitionen von bis zu vier Milliarden Dollar schaffen soll.

Tesla-Zulieferer will weitere Batteriefabrik bauen
14:24 Uhr

SAS sinkt noch tiefer in den roten Zahlensumpf ein

Die skandinavische Fluggesellschaft SAS hat nach dem Pilotenstreik im Juli und deshalb rund 4000 ausgefallenen Flügen im abgelaufenen Quartal einen höheren Verlust eingeflogen als im Vorjahr. Unter Verweis auf die herrschenden globalen Unsicherheiten äußerte sich SAS zurückhaltend mit Blick auf die kommende Wintersaison.

SAS meldete für die Monate Mai bis Ende Juli einen Nettoverlust von 1,85 Milliarden schwedischen Kronen (180 Millionen Euro), verglichen mit einem Fehlbetrag von 1,36 Milliarden Kronen im Vorjahr.

SAS sinkt noch tiefer in den roten Zahlensumpf ein
14:00 Uhr

Aktienkurs von Softwarekonzern geht durch die Decke

Der Kurs der Aktie des Softwarekonzerns Micro Focus ist an der Börse nach oben geschossen. Sie sprang um 93 Prozent auf 519 Pence dank eines mehr als fünf Milliarden Pfund schweren Übernahmeangebots durch den kanadischen Konkurrenten Opentext.

Die Analysten von AJ Bell vermuteten, Ausschlag habe das schwache Pfund und der negative Ausblick für die britische Wirtschaft gegeben.

Aktienkurs von Softwarekonzern geht durch die Decke
13:24 Uhr

Gespannte Ruhe an der Wall Street vor Powell-Rede

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Jerome Powell (Foto: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa)

Kurz vor der mit Spannung erwarteten Rede von FED-Chef Jerome Powell auf dem Notenbankertreffen in Jackson Hole scheint Anlegern an der Wall Street etwas der Mut zu verlassen. Hatten am Donnerstag positiv aufgenommene Konjunkturdaten noch für Kauflaune gesorgt, deutet der Aktienterminmarkt heute etwas leichtere Eröffnungskurse am Kassamarkt an. Der Volatilitätsindex, auch "Angstbarometer" genannt, steigt dagegen.

Es gilt als ausgemachte Sache, dass sich Powell falkenhaft äußern wird. Ob dies für die nächste Zinssitzung im September gilt - oder vielleicht für den kompletten Zinszyklus, daran scheiden sich die Geister noch.

Gespannte Ruhe an der Wall Street vor Powell-Rede
13:01 Uhr

Autokonzerne freuen sich über "profitable Sonderkonjunktur"

Das knappe Angebot an Computerchips beschert den globalen Autokonzernen einer Studie zufolge eine "profitable Sonderkonjunktur": Der Umsatz der weltweit 16 größten Hersteller stieg im zweiten Quartal um 13 Prozent an, wie die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY berechnete. Nach wie vor sei die Nachfrage nach Autos größer als das Angebot - "das gibt den Autokonzernen weiter Rückenwind". Die Hersteller müssten kaum noch Preisnachlässe gewähren, sondern könnten inzwischen teilweise sogar Preiserhöhungen durchsetzen, erläuterte EY-Experte Constantin Gall.

Umsatzspitzenreiter unter den Branchenschwergewichten war Volkswagen mit 70 Milliarden Euro vor Toyota mit 61 Milliarden Euro und die Opel-Mutter Stellantis mit 44 Milliarden Euro. Beim Gewinn hatten im zweiten Quartal Mercedes-Benz mit 4,6 Milliarden Euro, VW mit 4,5 Milliarden Euro und Toyota mit 4,2 Milliarden Euro die Nase vorn.

Autokonzerne freuen sich über "profitable Sonderkonjunktur"
12:33 Uhr

DAX dreht ins Minus

Vor der mit Spannung erwarteten Rede von US-Notenbank-Chef Jerome Powell in Jackson Hole war an den europäischen Aktienmärkten Zurückhaltung angesagt. So auch in Frankfurt, wo der DAX nach anfänglichen Gewinnen in den roten Bereich drehte. Der Leitindex verlor am Mittag 0,3 Prozent auf 13.228 Punkte. Der EUROSTOXX50 notierte 0,2 Prozent tiefer bei 3666 Stellen.

Anleger rätseln derzeit, ob die FED im September erneut einen sehr kräftigen Zinsschritt nach oben machen oder die Zinszügel etwas weniger stark anziehen wird.

DAX dreht ins Minus
12:20 Uhr

Fresenius steht wohl vor Stopp des Helios-Teilverkaufs

Fresenius legt nach Lage der Dinge unter dem neuen Konzernchef den Teilverkauf oder Verkauf der Krankenhaustochter Helios voraussichtlich auf Eis. Wie die "Wirtschaftswoche" mit Verweis auf sogenannte Verhandlungskreise berichtet, erwarte man, "dass das geblockt wird". Der neue Fresenius-Chef Michael Sen, der am 1. Oktober Stephan Sturm nachfolgt, werde sich zunächst ein eigenes Bild machen, werde im Umfeld des DAX-Konzerns bestätigt.

Sturm hatte dem Blatt zufolge im Frühjahr Investmentbanken mandatiert, um einen Käufer eines Minderheitsanteils an Helios zu suchen. Finanzkreisen zufolge verläuft der Prozess allerdings schleppend, angesprochene Finanzinvestoren und mögliche strategische Partner zeigten wenig Interesse.

Fresenius steht wohl vor Stopp des Helios-Teilverkaufs
11:54 Uhr

Großbritannien hat ein riesiges Energiepreis-Problem

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(Foto: Matt Dunham/AP/dpa)

Die Strom- und Gaspreise in Großbritannien steigen ab Oktober um 80 Prozent: Die Preisobergrenze für Verbraucherinnen und Verbraucher erhöht sich für einen durchschnittlichen Haushalt von derzeit 1971 Pfund (etwa 2300 Euro) auf 3549 Pfund (4199 Euro), wie die Regulierungsbehörde Ofgem mitteilte. Grund seien die höheren Großhandelspreise für Energie nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine verantwortlich.

Wohlfahrtsverbände kritisierten, die annähernde Verdoppelung der Obergrenze werde Millionen von Menschen in die Armut treiben. Sie müssten sich dann entscheiden, ob sie essen oder heizen wollen. Familien stünden vor einem der "düstersten Weihnachtsfeste" seit Jahren. Großbritannien hat derzeit mit rund zehn Prozent mit der höchsten Inflationsrate seit dem Jahr 1982 zu kämpfen und wird voraussichtlich noch in diesem Jahr in eine Rezession rutschen. Angesichts steigender Energiepreise könnte die Inflation in den kommenden Monaten auf 13 Prozent ansteigen.

Großbritannien hat ein riesiges Energiepreis-Problem
11:42 Uhr

Günstig kaufen, teuer verkaufen - Wo ist dabei der Haken?

Sollte man versuchen, Kursschwankungen an der Börse durch aktives Handeln auszunutzen? Oder sollte man es sein lassen? Darüber spricht Raimund Brichta mit Thomas Wolff von der Fondsgesellschaft Vanguard.

Günstig kaufen, teuer verkaufen - Wo ist dabei der Haken?
11:14 Uhr

Exporteure profitieren nicht vom Petro-Dollar-Recycling

Die deutschen Exporteure haben bislang nicht von den stark steigenden Einnahmen der OPEC-Staaten aus dem Öl- und Gasgeschäft profitiert. Im Gegenteil: Die Ausfuhren in die 13 Mitgliedsstaaten des Ölkartells - von Algerien über Saudi-Arabien bis hin zu den Vereinigten Arabischen Emiraten - sind im ersten Halbjahr sogar leicht gesunken. Sie gaben von Januar bis Juni um 0,1 Prozent auf knapp 9,5 Milliarden Euro nach, wie Reuters aus Daten des Statistischen Bundesamtes zitierte.

Zum Vergleich: Die gesamten deutschen Exporte sind in der ersten Jahreshälfte trotz Ukraine-Kriegs, hoher Inflation und Materialengpässen um mehr als 13 Prozent gestiegen.

Exporteure profitieren nicht vom Petro-Dollar-Recycling
10:45 Uhr

"Die Sparneigung der Verbraucher ist 'explodiert'"

Energiekrise und Inflation führen dazu, dass die Menschen ihr Geld beisammen halten. Der zu erwartende Effekt zeigt sich nun deutlich. ntv-Börsenreporter Frank Meyer berichtet aus Frankfurt von Shrinkflation, Schnickschnack, den keiner mehr will, und einem Run auf Billigprodukte.

"Die Sparneigung der Verbraucher ist 'explodiert'"
10:25 Uhr

Dell leidet - das sind die Gründe

Dell hat wegen des starken Dollars und erneuter Corona-Ausbrüche im wichtigen Abnehmerland China das geringste Umsatzwachstum seit sechs Quartalen vorgelegt. Der Umsatz stieg im Geschäftsquartal bis zum 29. Juli um neun Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 26,4 Milliarden Dollar, wie der US-Konzern bekanntgab. Dies lag nach Refinitiv-Daten im Rahmen der Experten-Erwartungen. Der Nettogewinn aus dem fortgeführten Geschäft fiel auf 506 Millionen Dollar nach 629 Millionen Dollar. Die Dell-Aktie gab im nachbörslich in Handel acht Prozent nach.

Dell leidet - das sind die Gründe
10:00 Uhr

Twitter muss nur bestimmte Daten an Musk aushändigen

Twitter muss im Streit über den geplanten Kauf durch Tesla-Chef Elon Musk einem US-Gericht zufolge nur gewisse Daten aushändigen. Der zuständige Richter im Bundesstaat Delaware wies den Kurznachrichtendienst an, wie von Musk gefordert die Daten von 9000 Benutzerkonten herauszugeben, die 2021 als Teil einer Untersuchung auf mögliche Spam– oder gefälschte Konten verwendet worden waren. Andere Forderungen von Musk wies der Richter dagegen als "absurd weit gefasst" zurück. Die Twitter-Aktie legte nach Bekanntwerden des Urteils im Verlauf um ein Prozent zu.

Der Anteil der gefälschten Konten auf Twitter ist ein zentrales Thema im Rechtsstreit darüber, ob Musk die 44 Milliarden Dollar teure Übernahme durchziehen muss. Er wirft Twitter vor, Informationen darüber zurückzuhalten, wie es die Anzahl der Spam-Konten berechnet.

Twitter muss nur bestimmte Daten an Musk aushändigen
09:41 Uhr

Experten zu den schlechten GfK-Zahlen

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(Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbi)

Die miese Konsumstimmung in Deutschland ruft auch die Analysten auf den Plan. Hier einige Stimmen zu den jüngsten GfK-Zahlen:

Andreas Scheuerle, Dekabank: "Die privaten Haushalte können und wollen nicht mehr so weiter konsumieren wie bisher. Wer Monat für Monat für den gleichen Betrag immer weniger im Einkaufswagen hat, der verliert schlicht und ergreifend die Freude am Konsum. Konsumlust wird zu Konsumfrust."

Alexander Krüder, Chefvolkswirt Hauck Aufhäuser Lampe: "Die Verbraucherlaune rutscht immer weiter in die Eiszeit. Verbraucher dürften in den nächsten Monaten noch mehr in den Kapitulationsstand rutschen. Eine Stimmungswende liegt irgendwo im Nirwana, die Gasumlage wird nicht die letzte Belastung sein. Die Frage ist nicht, ob der Konsum fällt, sondern wie schlimm. Es zählt, über die Runden zu kommen statt Konsumpläne zu schmieden. Klar dürfte sein, dass die bevorstehende Rezession vor allem konsumseitig angeheizt wird. Da der Staat das Gasdebakel verursacht hat, sollte er deutlich mehr entlasten, als er derzeit signalisiert."

Experten zu den schlechten GfK-Zahlen
09:20 Uhr

US-Notenbanker nennt Leitzinsziel für Jahresende

Die US-Notenbank FED sollte die Zinsen rasch und in großen Schritten erhöhen, so dass der Leitzins zum Jahresende bei 3,75 bis 4,00 Prozent steht. Diese Meinung vertritt James Bullard, Präsident der FED-Filiale von St. Louis. Der Notenbanker verwies gegenüber CNBC auf die aktuell hohe Inflation und den gleichzeitig starken Arbeitsmarkt. Der Zeitpunkt sei günstig, um die Zinsen auf das angemessene Niveau zu bringen.

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James Bullard (Foto: REUTERS)
US-Notenbanker nennt Leitzinsziel für Jahresende
09:12 Uhr

Warten auf Powell-Rede: DAX steigt erstmal

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen: Nach seinen kleinen Gewinnen am Donnerstag versuchen die deutschen Aktienindizes einen weiteren Aufstieg. Der DAX stieg in den ersten Handelsminuten um 0,5 Prozent auf 13.337 Punkte. MDAX, SDAX und TECDAX kletterten um 0,3 bis 0,5 Prozent.

Vor der mit Spannung erwarteten Rede von FED-Chef Jerome Powell über die künftige US-Zinspolitik beim Notenbankertreffen in Jackson Hole/Wyoming dürften die Märkte in andächtiger Ruhe verharren. Die Rede Powells ist für 16.00 Uhr MESZ angesetzt. Die nachhaltigen Tendenzen der Kursreaktionen an den Aktien-, Renten- und Devisenmärkten dürften sich daher erst nach europäischem Börsenschluss abspielen, hieß es im Handel.

Warten auf Powell-Rede: DAX steigt erstmal
08:51 Uhr

Streikdrohung setzt Lufthansa-Kurs zu

Mit etwas Druck auf die Aktien von Lufthansa rechnen Händler am Freitag. Hier dürften die gescheiterten Tarifgespräche belasten, denn nun sind auch Streiks möglich. Wie die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) mitteilte, ist mit den Vorbereitungen für Streikmaßnahmen begonnen worden. "Nach dem Theater um die gestrichenen Flüge im Sommer wäre eine Wiederholung davon im Herbst wirklich rufschädigend", meint ein Händler.

Lufthansa

Streikdrohung setzt Lufthansa-Kurs zu
08:37 Uhr

Gap überrascht

Gap hat dank einer starken Nachfrage nach der Marke Banana Republic die Umsatzerwartungen der Experten für das zweite Quartal übertroffen. Allerdings kassierte der Bekleidungskonzern seinen Jahresausblick angesichts von gefüllten Lagern und eines schwachen Geschäfts mit der Marke Old Navy. Der Umsatz fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,4 Prozent auf knapp 3,9 Milliarden Dollar und lag damit leicht über den Vorhersagen. Der Quartalsverlust betrug 49 Millionen Dollar. Die Gap-Aktie legte im nachbörslichen Handel zunächst sechs Prozent zu. Der Konzern hatte Ende Mai die Gesamtjahresziele gesenkt und im Juli einen Wechsel an der Spitze angekündigt.

Gap überrascht
08:25 Uhr

Deutsche Konsumlaune sinkt auf Rekordtief

Energiekrise und Inflation in Deutschland drücken die Konsumstimmung auf ein Rekordtief. Das Barometer der Nürnberger GfK-Marktforscher signalisiert für September einen überraschend starken Rückgang um 5,6 Zähler auf minus 36,5 Punkte. Es fällt damit zum dritten Mal in Folge, wie die GfK mitteilt. Seit Beginn der Erhebung der Verbraucherlaune für Gesamtdeutschland 1991 wurde kein schlechterer Wert gemessen. "Der sprunghafte Anstieg der Sparneigung in diesem Monat lässt das Konsumklima seine steile Talfahrt fortsetzen. Es erreicht zum wiederholten Male ein neues Rekordtief", sagte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl.

Die Sparneigung der Deutschen sei so groß wie seit Juli 2011 nicht mehr. "Die Furcht vor deutlich höheren Energiekosten in den kommenden Monaten zwingt viele Haushalte zur Vorsorge und dazu, Geld für zukünftige Energierechnungen auf die Seite zu legen", so Bürkl. Dies belaste das Konsumklima weiter, da weniger Geld für den übrigen Konsum oder Einkäufe zur Verfügung stehe. Zudem könne sich die Situation in den kommenden Wochen und Monaten noch verschärfen, wenn in der anstehenden Heizperiode das Angebot an Brennstoffen und vor allem an Gas nicht ausreiche. "Dies würde zu einem weiteren Preisanstieg führen und die Heizkostenabrechnungen zusätzlich in die Höhe treiben."

Nach zwei Rückgängen in Folge stabilisierte sich das GfK-Teilbarometer für die Konjunktur und legte minimal zu. "Trotz der leichten Verbesserung in diesem Monat bleibt die Rezessionsgefahr aus Sicht der deutschen Verbraucher hoch", betonten die Marktforscher aber. Viele Unternehmen machten sich derzeit große Sorgen um die Entwicklung der zuletzt explosionsartig gestiegenen Energiepreise. Die Firmen seien zudem verunsichert, ob sie im kommenden Winter überhaupt an genügend Energie kommen. Wegen der anhaltenden Lieferengpässe gebe es das Risiko von Produktionseinschränkungen. "Dies würde eine Rezession wahrscheinlicher machen." Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im August erneut leicht eingetrübt. Darauf deutet der Ifo-Geschäftsklimaindex hin, der bereits den dritten Monat in Folge sank und damit auf den tiefsten Stand seit Juni 2020 abrutschte.

Deutsche Konsumlaune sinkt auf Rekordtief
08:13 Uhr

Asien-Börsen gehen freundlich ins Wochenende

Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien zeigen sich zum Ende der Woche durch die Bank mit Zugewinnen. Die Börsen folgen damit den guten Vorgaben von der Wall Street. Hier hatten ermutigende Konjunkturdaten gestützt.

Im Fokus der Anleger liegt die mit Spannung erwartete Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell beim geldpolitischen Symposium in Jackson Hole. Die Rede beginnt um 16.00 Uhr (MESZ). Die Fed sieht sich zwar immer noch mit einer der höchsten Inflationsraten seit vier Jahrzehnten konfrontiert. Die jüngsten Daten deuten jedoch darauf hin, dass die hohe Teuerung ihren Höhepunkt erreicht haben könnte. Dies könnte die US-Notenbank dazu veranlassen, sich bei ihrer Sitzung am 20. und 21. September auf eine Zinserhöhung um 50 Basispunkte zu beschränken.

An der Börse in Tokio legt der Nikkei-Index 0,7 Prozent zu. In Hongkong steigt der Hang-Seng-Index 0,7 Prozent. In Südkorea rückt der Kospi um 0,2 Prozent vor. Die Börse in Sydney legt um 1,1 Prozent zu, gestützt von den Vorgaben von der Wall Street.

Asien-Börsen gehen freundlich ins Wochenende
08:02 Uhr

Starker Ölpreisanstieg auf Wochensicht

Die Ölpreise machen einen Teil der Donnerstagsverluste wieder wett. Auf Wochensicht treibt die Aussicht auf eine mögliche Drosselung der Fördermenge durch den Ölverbund Opec+ die Notierungen am Ölmarkt insgesamt indes stark nach oben. Aktuell kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 100,02 US-Dollar. Das sind 68 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt 68 Cent auf 93,20 Dollar.

Im Verlauf der Woche hatten Aussagen des saudi-arabischen Energieministers den Ölpreisen über mehrere Handelstage hinweg Auftrieb verliehen. Der Minister hatte eine mögliche Kürzung der Fördermenge durch die in der Opec+ zusammengeschlossenen Ölstaaten angedeutet. Gestützt wurden die Notierungen zudem durch einen unerwartet starken Rückgang der Ölreserven in den USA. Nur am Donnerstag hatte eine Gegenbewegung eingesetzt, und die Ölpreise waren zeitweise unter Druck geraten.

Im weiteren Tagesverlauf wird am Ölmarkt zunächst mit einem eher impulsarmen Handel gerechnet. Erst am Nachmittag könnte ein Auftritt des US-Notenbankpräsidenten Jerome Powell auf einer Notenbankkonferenz im amerikanischen Jackson Hole neue Impulse liefern. Am Markt werden Hinweise auf die künftige Geldpolitik der Notenbank Fed erwartet, die eine wichtige Rolle für die weiter konjunkturelle Entwicklung in den USA spielt.

Brent Rohöl

Starker Ölpreisanstieg auf Wochensicht
07:49 Uhr

DAX holt auf

Der DAX wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Der deutsche Börsenleitindex wird aktuell mit Kursen um 13.315 Zähler taxiert. Das entspricht einem Aufschlag von 0,4 Prozent.

In Erwartung weiterer Zinssignale der US-Notenbank hatte er am Donnerstag 0,4 Prozent höher bei 13.271 Punkten geschlossen. Die Wall Street war ebenfalls fester aus dem Handel gegangen. Ihr Hauptaugenmerk legen die Investoren am Freitag auf die Rede von Fed-Chef Jerome Powell auf der Notenbank-Konferenz in Jackson Hole, die am Nachmittag (MESZ) erwartet wird. "Die Fed wird die Zinsen wahrscheinlich weiterhin etwas stärker anheben, als der Markt derzeit erwartet", sagte April LaRusse, Investmentexpertin beim Vermögensverwalter Insight Investment. "Selbst wenn die Inflation ihren Höhepunkt erreicht hat, dürfte sie auf dem Weg zurück nach unten hartnäckig bleiben, was eine restriktive Politik rechtfertigt." Zudem stehen noch einige Konjunkturdaten an, darunter das GfK-Konsumklima aus Deutschland und die Konsumausgaben aus den USA.

DAX holt auf
07:35 Uhr

SpaceX und T-Mobile US vernetzen sich

Die Telekom-Tochter T-Mobile US wird die Starlink-Satelliten von SpaceX für ihre Mobiltelefone benutzen. Nach den neuen Plänen werden Mobilfunkmasten überflüssig sein und das Versenden von Texten und Bildern auch an Orten ermöglichen, an denen derzeit keine Mobilfunkabdeckung bestehe, sagt SpaceX- und Tesla-Chef Elon Musk. Das sei für Notfallsituationen in abgelegenen Gebieten von entscheidender Bedeutung. Die Starlink-Satelliten der nächsten Generation von SpaceX werden größere Antennen haben. "Wir bauen eine spezielle Antenne", sagte Elon Musk. "Es handelt sich um sehr große Antennen, die extrem fortschrittlich sind." Die Starlink-Satelliten werden das Mittelbandspektrum von T-Mobile nutzen, um ein neues Netz aufzubauen. Die meisten Handys der T-Mobile-Kunden werden mit dem neuen Dienst kompatibel sein, der Ende nächsten Jahres in einer Beta-Phase mit SMS-Diensten beginnen wird. Nach der Beta-Phase wird eine Sprach- und Datenabdeckung angestrebt.

SpaceX und T-Mobile US vernetzen sich
06:56 Uhr

Erobert der Euro die Dollar-Parität zurück?

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar 0,2 Prozent auf 136,73 Yen und legt 0,1 Prozent auf 6,8526 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er kaum verändert bei 0,9640 Franken. Parallel dazu fällt der Euro um 0,1 Prozent auf 0,9968 Dollar und notiert kaum verändert bei 0,9609 Franken. Das Pfund Sterling verliert 0,1 Prozent auf 1,1821 Dollar.

Euro / Dollar o

Erobert der Euro die Dollar-Parität zurück?
06:41 Uhr

Hoffnung auf Audit-Abkommen beflügelt Asien-Bösen

Asiatische Aktien stiegen leicht, angetrieben von Nachrichten über mögliche Erfolge Chinas und der Vereinigten Staaten bei der Aushandlung eines Audit-Abkommens. Dieses würde amerikanischen Aufsichtsbehörden erlauben, Geschäftsbücher von in den USA notierten chinesischen Unternehmen einzusehen. Zudem warten die Händler weiter gespannt auf die heutige Rede des Fed-Chefs Jerome Powell über den weiteren Weg der Zinserhöhung.

Der Nikkei liegt im Verlauf 0,9 Prozent höher bei 28.745 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index steigt 0,5 Prozent auf 1987 Zähler. Der Shanghai Composite zieht 0,5 Prozent an. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewinnt 0,4 Prozent.

Hoffnung auf Audit-Abkommen beflügelt Asien-Bösen
06:24 Uhr

Starker DAX, falkenhafter Powell?

Ist die Trendwende geschafft? Zumindest eingeleitet sollte sie sein, denn der DAX konnte im Donnerstagsgeschäft erneut zulegen und das Plus fiel höher aus als noch zur Wochenmitte. Dennoch steht bislang auf Wochensicht ein Minus. Am Donnerstag verabschiedete sich der deutsche Börsenleitindex mit einem Stand von 13.273 Punkten aus dem Handel, 50 Zähler oder 0,4 Prozent fester. Aktuell wird der DAX mit 13.330 Stellen zudem mit einem vorbörslichen Aufschlag taxiert. Über das Wohl und Wehe des Marktes wird allerdings wohl erst am späten Nachmittag entschieden werden.

Im Anlegerfokus steht zum Wochenschluss die Konferenz der US-Notenbanker in Jackson Hole. Allerdings steht erst um 16 Uhr MESZ die Rede von Federal-Reserve-Chef Jerome Powell zum ökonomischen Ausblick auf der Agenda. Investoren erhoffen sich hier Hinweise auf die weitere Zinspolitik der US-Notenbank. Im September steht beispielsweise eine weitere Zinsanhebung an, die Frage ist nur, ob sie 50 oder 75 Basispunkte umfassen wird.

Bereits am Morgen steht hierzulande der GfK-Konsumklimaindex auf der Tagesordnung. Um 8 Uhr werden die Zahlen präsentiert, eine positive Überraschung erscheint dabei eher unwahrscheinlich angesichts der jüngsten Inflationsdaten und der steigenden Energiepreise. Des weiteren werden Daten zum französischen Verbrauchervertrauen und zu den Persönlichen Ausgaben und Einkommen in den USA bekannt gegeben. Der Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan rundet das Konjunktursetting vor dem Wochenende ab.

Starker DAX, falkenhafter Powell?