Der Börsen-Tag
20. Mai 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Jan Gänger
Zum Archiv
17:46 Uhr

Dax legt deutlich zu

Der Dax hat seine Gewinne im Verlauf ausgebaut und gewinnt 1,3 Prozent auf 24.737 Punkte. Der Ölpreis gab deutlich nach, auch die Renditen an den Anleihemärkten fielen. 

Dax legt deutlich zu
16:38 Uhr

Fed-Bankerin: Debatte über Zinserhöhungen "gesund"

Die US-Notenbank Fed sollte ihre Zinsen nach Einschätzung der regionalen Fed-Präsidentin von Philadelphia, Anna Paulson, vorerst auf dem aktuellen Niveau belassen. Die Geldpolitik sei angemessen und dämpfe die Inflation, sagte Paulson. Zugleich bezeichnete sie es als "gesund", dass Investoren mittlerweile Szenarien in Betracht zögen, in denen die Zinsen für längere Zeit unverändert blieben oder sogar weiter steigen könnten. Die Teuerungsrate sei nach wie vor zu hoch.

Zinssenkungen seien bei einem weiterhin ausgewogenen Arbeitsmarkt nur dann angebracht, wenn es erneute Fortschritte bei der Eindämmung der Inflation gebe, erklärte die Notenbankerin. Die leicht restriktive Geldpolitik helfe derzeit dabei, die Auswirkungen von Zöllen und den mit dem Nahost-Konflikt verbundenen Preissteigerungen in Schach zu halten. Die jüngsten Marktbewegungen, bei denen Investoren zunehmend auf eine Zinserhöhung statt auf die zu Jahresbeginn erwarteten Senkungen wetten, deckten sich weitgehend mit ihren eigenen Überlegungen.

Experten gehen davon aus, dass die Fed ihren Leitzins auf der kommenden Sitzung im Juni in der aktuellen Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen wird. Es wird das erste Zinstreffen unter der Leitung des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh sein, der am Freitag vereidigt werden soll.

Fed-Bankerin: Debatte über Zinserhöhungen "gesund"
16:06 Uhr

US-Börsen starten fester

Die US-Börsen gehen mit Gewinnen in den Tag und stabilisieren sich nach ihrem jüngsten Rücksetzer - gestützt von fallenden Anleiherendite und Ölpreisen. Der S&P 500 legt 0,1 Prozent auf 7367 Punkte zu. Der Nasdaq Composite steigt 0,3 Prozent auf 25.950 Zähler.

Nach Börsenschluss wird Nvidia die mit Spannung erwarteten Geschäftszahlen zum ersten Quartal vorlegen. Die Erwartungen an die Nvidia-Geschäftszahlen seien hoch gesteckt, so Analystin Ipek Ozkardeskaya von Swissquote.

"Die Nvidia-Zahlen werden die Richtung für einen Aktienmarkt vorgeben, der nach einer unglaublichen Rally seit den Tiefs im März einen neuen Impuls braucht", erläutert Chefmarktstratege Paul Stanley von Granite Bay Wealth Management. Vorbörslich legt die Nvidia-Aktie um 1,4 Prozent zu, war allerdings zuletzt von ihren Rekordhochs zurückgekommen.

US-Börsen starten fester
14:53 Uhr

VW-Chef: Keine Gespräche mit chinesischen Autobauern über Werke

Volkswagen ist nach Worten von Konzernchef Oliver Blume derzeit nicht in Gesprächen mit Konkurrenten aus China zur Zukunft von Werken in Deutschland. In Europa und Deutschland habe VW Überkapazitäten. Deshalb werde mit Unternehmen aus der Verteidigungsindustrie über den Standort Osnabrück verhandelt, sagte auf der Betriebsversammlung in Wolfsburg. "Darüber hinausgehende Spekulationen und im Umfeld diskutierte Ansätze sind kein Thema für uns: Es gibt aktuell keine Überlegungen und Gespräche mit chinesischen Herstellern", ergänzte er und bezog sich damit einem Sprecher zufolge auf alle Fabriken in Deutschland.

Die Landesregierungen Niedersachsens und Sachsens hatten sich aus Sorge über die Zukunft der VW-Standorte in ihren Bundesländern für chinesische Autobauer als Partner von VW ausgesprochen.

VW-Chef: Keine Gespräche mit chinesischen Autobauern über Werke
14:18 Uhr

Der Dax könnte bald ein neues Mitglied haben

Deutschlands größter Baukonzern Hochtief hat nach Ansicht der Deutschen Bank gute Aussichten, in den Dax aufzusteigen. Die Titel legten um bis zu 3,9 Prozent zu und waren damit zeitweise größter Gewinner im MDax, nachdem sie gestern mehr als fünf Prozent abgerutscht waren. Einer Analyse der Bank zufolge dürfte Hochtief bei der nächsten Index-Überprüfung Anfang Juni in die erste Börsenliga aufsteigen. Das Unternehmen profitiere von erhöhten Infrastrukturausgaben für Verteidigung und der Nachfrage nach Rechenzentren. Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 190 Prozent zugelegt.

Neben Hochtief habe auch die Lufthansa eine Chance auf eine Rückkehr in den Dax, nachdem sie den Wiederaufstieg in den vergangenen Jahren mehrfach knapp verpasst hatte. Der Deutschen Bank zufolge rangiert die Fluggesellschaft derzeit jedoch knapp unter der notwendigen Schwelle für einen schnellen Aufstieg. Als Wackelkandidaten für einen Abstieg aus dem Dax gelten der Online-Modehändler Zalando und die Porsche Holding.

Der Dax könnte bald ein neues Mitglied haben
13:50 Uhr

Eurowings stockt nach Ryanair-Rückzug in Berlin auf

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(Foto: picture alliance / imageBROKER)

Eurowings baut sein Angebot am Hauptstadtflughafen BER ab dem Winterflugplan aus und stärkt damit die Marktposition der Lufthansa-Gruppe. Die Zahl der in Berlin stationierten Flugzeuge werde um zwei auf elf aufgestockt, teilte die Lufthansa-Tochter mit. Damit wachse das Personal vor Ort auf mehr als 300 Crew-Mitglieder. Zu den neuen Zielen gehört unter anderem Bologna in Italien. Zudem werden mehr Verbindungen auf die Kanarischen Inseln angeboten. Die Lufthansa-Gruppe stelle inzwischen rund 30 Prozent aller Flüge von und zum BER.

"Mit zwei zusätzlichen Maschinen, neuen Strecken und höheren Frequenzen reagiert die Airline auf die jüngsten Marktveränderungen am BER", so Eurowings. Konkurrent Ryanair hatte Ende April angekündigt, wegen zu hoher Standortkosten am BER seine Basis mit sieben fest stationierten Flugzeugen zu schließen und ab Herbst die Zahl der Berlin-Flüge zu halbieren.

Europas größter Billigflieger beklagt sich wie die gesamte Branche über zu hohe Entgelte und Gebühren an deutschen Flughäfen. Das sieht auch Eurowings-Chef Max Kownatzki so: "Berlin bietet viel Potenzial - für einen nachhaltigen Netzausbau brauchen Airlines aber wettbewerbsfähige Bedingungen."

Eurowings stockt nach Ryanair-Rückzug in Berlin auf
13:05 Uhr

Der Dax hält sich wacker

Nach einem mauen Handelsauftakt knüpfen die europäischen Aktienmärkte wieder an die jüngsten Gewinne an. Der Dax legt um 0,3 Prozent auf bis zu 24.473 Punkte zu; der EuroStoxx50 gewinnt rund ein halbes Prozent auf 5884 Zähler. "Der Iran-Konflikt sorgt weiter für Verunsicherung an den Finanzmärkten und hält viele Anleger an der Seitenlinie", konstatiert Analyst Timo Emden von Emden Research.

Für leichten Rückenwind sorgten fallende Ölpreise, nachdem US-Präsident Donald Trump erneut ein baldiges Ende des Krieges mit dem Iran in Aussicht gestellt hat. Aufgrund widersprüchlicher Aussagen von Trump hielt sich jedoch die Unsicherheit am Markt.

Der Dax hält sich wacker
12:24 Uhr

Öl wird etwas billiger - Markt fragt sich, was Trump eigentlich will

FILE-PHOTO-The-Olmeca-refinery-of-state-oil-company-Pemex-at-sunset-in-Dos-Bocas-Paraiso-Tabasco-state-Mexico-March-23-2026
(Foto: REUTERS)

Die Ölpreise geben nach, nachdem US-Präsident Donald Trump erneut ein baldiges Ende des Krieges mit dem Iran in Aussicht gestellt hat. Die Nordseesorte Brent und US-Leichtöl WTI verbilligen sich jeweils um bis zu ein Prozent auf 110,16 Dollar und 103,12 Dollar je Barrel.

Die Unsicherheit wird durch widersprüchliche Aussagen von Trump geschürt. Trotz seiner Äußerung über ein schnelles Ende des Konflikts hatte er zuvor erklärt, die USA müssten den Iran möglicherweise erneut angreifen. Er sei nur eine Stunde von einem Angriffsbefehl entfernt gewesen, bevor er diesen verschoben habe. Trump sagte zudem, die iranische Führung "bettele" um ein Abkommen, und warnte, dass ein neuer US-Angriff in den kommenden Tagen erfolgen werde, falls keine Einigung erzielt werde.

"Anleger sind sehr daran interessiert, herauszufinden, ob Washington und Teheran tatsächlich eine gemeinsame Basis finden und ein Friedensabkommen erzielen können, da sich die Haltung der USA täglich ändert", so Toshitaka Tazawa, Analyst bei Fujitomi Securities.

Öl wird etwas billiger - Markt fragt sich, was Trump eigentlich will
11:48 Uhr

Commerzbank warnt vor Unicredit-Risiken

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Vor der Hauptversammlung protestierten Coba-Beschäftigte. (Foto: REUTERS)

Die Commerzbank warnt ihre Anteilseigner vor einem Umtausch ihrer Aktien in Papiere der Unicredit. Wer seine Aktien an die italienische Großbank verkaufe - und das auch noch unter Wert - handele sich erhebliche Risiken ein.

Neben den großen Hürden für eine Umsetzung der Unicredit-Pläne müssten die Aktionäre als künftige Miteigentümer der Mailänder Bank auch deren hauseigene Probleme mittragen, warnte Commerzbank-Aufsichtsratschef Jens Weidmann bei der Hauptversammlung in Wiesbaden: "etwa ein erhöhtes Exposure gegenüber italienischen Staatsanleihen, eine deutlich höhere Quote notleidender Kredite und ein immer noch signifikantes Russlandgeschäft". Die Unicredit ist eine der größten noch aktiven Auslandsbanken in Russland.

Die Unicredit, die bereits knapp 30 Prozent an der Commerzbank kontrolliert, hatte Anfang Mai ein Angebot für sämtliche Commerzbank-Anteile vorgelegt.

Commerzbank warnt vor Unicredit-Risiken
11:15 Uhr

Inflation steigt - EZB vor Zinserhöhung?

Der Ölpreisschock infolge des Iran-Konflikts treibt die Inflation im Euroraum in die Höhe. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im April um durchschnittlich 3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie das EU-Statistikamt Eurostat mitteilte. Im März nach Ausbruch des Iran-Konflikts war die Inflationsrate bereits auf 2,6 Prozent geklettert.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat als mittelfristiges Stabilitätsziel eine Teuerungsrate von 2 Prozent.

Angeheizt wird die Inflation durch die Energiekosten, die sich im April um 10,8 Prozent zum Vorjahresmonat erhöhten. Laut Bundesbank-Präsident Joachim Nagel kann die EZB die hohen Energiepreise nicht ausblenden. Zinserhöhungen würden immer wahrscheinlicher, wenn sich das Inflationsbild nicht grundsätzlich ändere, sagte er unlängst in einem Zeitungsinterview.

Die EZB hatte den Leitzins zuletzt nicht angetastet. Laut EZB-Chefin Christine Lagarde wurde auf der Sitzung allerdings über die Option einer Erhöhung gesprochen - und zwar "ausführlich und eingehend". Der für die Geldpolitik maßgebliche Einlagensatz liegt derzeit bei 2 Prozent.

Inflation steigt - EZB vor Zinserhöhung?
10:40 Uhr

"Exorbitante Margen" - Wall Street erwartet "Big Event"

"Exorbitante Margen" - Wall Street erwartet "Big Event"
10:14 Uhr

Commerzbank-Mitarbeiter protestieren gegen UniCredit-Übernahme

Die drohende Übernahme durch die italienische Großbank UniCredit hat vor Beginn der Hauptversammlung der Commerzbank für lautstarke Proteste der Beschäftigten gesorgt. Vor dem Veranstaltungsort in Wiesbaden demonstrierten Dutzende Arbeitnehmer gegen einen Zusammenschluss. Hintergrund der Proteste ist die Sorge vor einem massiven Stellenabbau im Falle einer Fusion der Commerzbank mit der UniCredit-Tochter HypoVereinsbank (HVB).

Commerzbank-Mitarbeiter protestieren gegen UniCredit-Übernahme
09:55 Uhr

Industrie-Auftragspolster ist so dick wie noch nie

Das Auftragspolster der deutschen Industrie ist so dick wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr. Der Bestand an offenen Bestellungen wuchs im März um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das war der stärkste Anstieg seit September 2024. Damit sind die Auftragsbücher so gut gefüllt wie noch nie seit Beginn dieser Statistik im Jahr 2015. Verglichen mit dem Vorjahresmonat gab es ein Plus von 8,4 Prozent.

"Der kräftige Anstieg ist ein Wort", kommentierte der Chefvolkswirt der Privatbank Hauck Aufhäuser Lampe, Alexander Krüger, die Entwicklung. Der hohe Auftragsbestand sei aber noch kein Garant für eine auch anspringende Produktion. Standortbedingungen und gestiegene Energiepreise belasteten viele Unternehmen. Durch den Iran-Krieg seien zudem die Gewinnmargen unter Druck geraten. Hinzu kämen Lieferstörungen. "Aufträge dürften daher nur langsam abgearbeitet und Kapazitäten kaum erweitert werden", sagte Krüger. "Trotz guter Auftragslage wird sich der schleichende Beschäftigungsabbau wohl fortsetzen."

Industrie-Auftragspolster ist so dick wie noch nie
09:45 Uhr

Ölmarkt ist angespannt

Am Rohstoffmarkt bleiben die Preise auf einem hohen Niveau, angetrieben von geopolitischen Risiken im Nahen Osten. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee stagniert bei 111,22 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert kaum verändert bei 104,15 Dollar. Die wichtige Handelsroute durch die Straße von Hormus bleibt faktisch gesperrt. Zudem hat US-Präsident Trump erklärt, er müsse möglicherweise doch einen Angriff auf den Iran befehlen, nachdem er einen solchen Schritt tags zuvor noch verschoben hatte, um Raum für Verhandlungen zu lassen.

Ölmarkt ist angespannt
09:29 Uhr

Erzeugerpreise mit stärkstem Anstieg seit drei Jahren

Die deutschen Erzeugerpreise sind im April infolge des Ölpreisschocks durch den Iran-Krieg so stark gestiegen wie seit knapp drei Jahren nicht mehr. Die Hersteller gewerblicher Produkte - von Lebensmitteln bis hin zu Industriegütern - verlangten 1,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das war der höchste Anstieg seit Mai 2023. Von März auf April legten die Preise um 1,2 Prozent zu. Ökonomen hatten mit einem Zuwachs von 1,0 Prozent gerechnet.

In der Statistik werden die Preise für Produkte von Herstellern geführt, bevor sie etwa in den Groß- und Einzelhandel kommen. Sie gelten deshalb als frühes Signal für die allgemeine Inflation. Steigende Ölpreise infolge des Iran-Kriegs haben die deutschen Verbraucherpreise im April mit 2,9 Prozent so stark steigen lassen wie seit über zwei Jahren nicht mehr.

Erzeugerpreise mit stärkstem Anstieg seit drei Jahren
09:17 Uhr

"Die Erwartungen sind hoch"

Der Dax geht mit Verlusten in das heutige Wochenmittegeschäft. Der deutsche Börsenleitindex, der an den vergangenen beiden Handelstagen rund zwei Prozent auf 24.401 Punkte zugelegt hatte, notiert aktuell im Bereich von 24.370 Zählern. ntv-Börsenkorrespondent Patrick Dewayne macht etwa Inflationssorgen aus. Zudem stehe der Technologiesektor unter Beobachtung. Dewayne verweist in diesem Zusammenhang auf die nach US-Börsenschluss anstehenden Quartalszahlen des KI-Chip- und Börsenschwergewichts Nvidia. "Die Erwartungen sind hoch." 

"Die Erwartungen sind hoch"
08:59 Uhr

Razzia bei Nestle-Tochter

Französische Ermittler haben eine Abfüllanlage der Wassermarke Perrier und ein Labor des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestle durchsucht. Nestle bestätigte die Razzien. Eine Sprecherin betonte: "Wir kooperieren weiterhin in vollem Umfang mit den zuständigen Behörden."

Den Razzien gingen einem Bericht von Radio France zufolge Ermittlungen voraus, die nach einer Anzeige einer Verbrauchergruppe wegen "Täuschung" bei der Pariser Staatsanwaltschaft eingeleitet worden waren. Perrier steht seit Monaten unter Beobachtung, seit französische Medien 2024 berichtet hatten, dass die Marke unerlaubte Wasseraufbereitungsverfahren zur Verhinderung von Verunreinigungen eingesetzt habe. Dadurch sei das Wasser nicht mehr als natürliches Mineralwasser zu bezeichnen gewesen. Ein französisches Gericht hatte Ende 2025 eine von einer anderen Verbrauchergruppe gegen Perrier angestrengte Klage abgewiesen.

Razzia bei Nestle-Tochter
08:38 Uhr

US-Börsenaufsicht geht auf Trump zu

Die US-Börsenaufsicht SEC will die Regeln für Börsengänge und die Berichtspflichten von Unternehmen drastisch lockern. Damit treibt die Behörde das Ziel der Regierung von Präsident Donald Trump voran, den Aktienmarkt für Firmen attraktiver zu machen. Die Pläne sehen vor, dass deutlich mehr Unternehmen schneller und kostengünstiger Aktien ausgeben können. Zudem sollen sie in vielen Fällen von gelockerten Offenlegungspflichten profitieren.

Die Änderungen würden Anreize für Unternehmen schaffen, "an die Börse zu gehen und dort zu bleiben", erklärte SEC-Chef Paul Atkins. Der Anlegerschutz werde dadurch nicht beeinträchtigt. Während Branchenverbände die Pläne begrüßten, warnten Verbraucherschützer vor einer höheren Gefahr von unternehmerischem Fehlverhalten. Konkret ist unter anderem vorgesehen, den Schwellenwert für sehr strenge Prüfungs- und Meldepflichten deutlich anzuheben.

US-Börsenaufsicht geht auf Trump zu
08:24 Uhr

Technologieaktien lassen Luft ab

An den Börsen in Ostasien und Australien dominieren die negativen Vorzeichen. Belastend wirken schwache Vorgaben der Wall Street und die jüngst kräftig gestiegenen Marktzinsen. In den USA standen vor allem Halbleiter- und andere Technologiewerte unter Druck. Hier nahmen Anleger vor den Nvidia-Zahlen, die heute nach US-Börsenschluss vorgelegt werden, weiter Gewinne mit. Dass US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben einen für Dienstag geplanten Angriff auf den Iran ausgesetzt hat, stützte nicht, zumal Trump später sagte, die USA könnten immer noch angreifen, falls diplomatische Bemühungen scheitern sollten.

In Seoul verliert der Kospi 1,5 Prozent. Das Schwergewicht Samsung Electronics fällt um rund 3 Prozent, nachdem Verhandlungen mit den Gewerkschaften einem Medienbericht zufolge gescheitert sind. Deren Mitglieder wollten wie geplant ab Donnerstag in den Streik treten, heißt es.

Am Tokioter Aktienmarkt fällt der Topix um 1,7 Prozent. Japanische Anleger trennen sich aus Sorge um die hohen Energie- und Materialkosten von Metall-, Elektronik- und Technologiewerten. Etwas besser halten sich die chinesischen Börsen, nachdem die Zentralbank des Landes wichtige Zinssätze unverändert belassen hat. In Shanghai sinkt der Composite-Index um 0,6 Prozent. Der Hang-Seng-Index in Hongkong liegt 0,5 Prozent im Minus.

Technologieaktien lassen Luft ab
08:04 Uhr

Panzerbauer verkauft Renk-Paket 

KNDS trennt sich von gut einem Drittel seines Aktienpakets des Getriebeherstellers Renk. Der deutsch-französische Panzerbauer platziert 5,8 Millionen Aktien des Augsburger Unternehmens, bei dem der Rüstungskonzern zum Börsengang als Ankeraktionär eingestiegen war. Das entspricht einem Anteil von 5,8 Prozent; zehn Prozent will KNDS offenbar behalten. Renk ist einer der wichtigsten Getriebelieferanten für KNDS-Panzer wie den Leopard 2. Die Renk-Aktien würden institutionellen Investoren voraussichtlich zu einem Preis von 45,10 Euro angeboten, teilten die begleitenden Banken mit.

Das spricht für eine gute Nachfrage: Der Preis liegt 15 Cent höher als die Banken zunächst avisiert hatten. Er entspricht nur einem relativ geringen Abschlag von 2,5 Prozent auf den Xetra-Schlusskurs vom Dienstag. Die Renk-Aktien hatten dort mit 46,27 Euro vier Prozent fester geschlossen. KNDS winkt damit ein Erlös von rund 262 Millionen Euro - und ein saftiger Gewinn.

Panzerbauer verkauft Renk-Paket 
07:48 Uhr

Kursfeuerwerk? Dax schwächer erwartet

Die europäischen Aktienmärkte werden zum Handelsstart mit Abschlägen erwartet. So stellen die Marktexperten von IG den Dax am Morgen 0,6 Prozent tiefer bei 24.250 Punkten. Damit befände sich der Index weiterhin in seiner Seitwärtsbewegung oberhalb der 24.000er-Marke und auch über der 200-Tagelinie. Mit den roten Vorzeichen folgen die europäischen Indizes den Vorgaben der Wall Street und Asiens. Als belastende Themen werden am Morgen unverändert die Inflation auf Grund der steigenden Energiepreise sowie das Zinsniveau genannt.

Derweil steht nun der Zoll-Deal zwischen der EU und den USA. Damit könnte es zumindest von dieser Seite ruhiger werden, für Marktstratege Thomas Altmann von QC Partner ist die Zolldrohung von US-Präsident Donald Trump vom Tisch. "Die Märkte sind damit zumindest um einen Risikofaktor ärmer geworden". Diese Einigung werde sicherlich kein Kursfeuerwerk auslösen. Umgekehrt hätten neue Zölle aber für eine Verkaufswelle sorgen können.

Als extrem wichtig für den Technologiesektor, aber auch für den Gesamtmarkt, gilt die Geschäftsentwicklung von Nvidia, die nach Handelsschluss in den USA ihre Geschäftszahlen vorlegt. Nvidias Position als entscheidender Anbieter von Rechenausrüstung dürfte sich in nächster Zeit nicht ändern, urteilen die Analysten von Davidson. Die Lösungen von Nvidia seien weitaus flexibler und etablierter als die der Wettbewerber. Sie erwarten ein weiteres starkes Quartal trotz fehlender Verkäufe nach China.

Kursfeuerwerk? Dax schwächer erwartet
07:27 Uhr

"Ein Wendepunkt": Spritpreise beflügeln E-Auto-Absatz

Staatliche Förderprogramme und die hohen Benzinpreise lassen Europas Verbraucher zu Elektroautos greifen - auch in Ländern, in denen diese Fahrzeuge bislang kaum eine Rolle spielen. Online-Marktplatzbetreiber berichten nicht nur aus Deutschland, Frankreich und anderen Ländern über eine steigende Nachfrage, in denen Elektroautos schon länger zum Straßenbild gehören. Auch in Italien, Spanien oder Polen entscheiden sich immer mehr Autokäufer für ein derartiges Auto. Einige Branchenexperten gehen nun davon aus, dass die Technik ihren Durchbruch geschafft hat. "Das ist kein einmaliger Anstieg, das ist ein Wendepunkt", sagte Gurjeet Grewal, Chef von Octopus Electric Vehicles.

Nach Daten des Analysehauses New Automotive und des Branchenverbandes E-Mobility Europe, in dem Elektroautobauer, Zulieferer und Flottenbetreiber vertreten sind, legte der Absatz von Elektroautos im April in den 15 wichtigsten europäischen Staaten um gut ein Drittel zu. Insgesamt wurden im vergangenen Monat gut 200.000 Elektroautos neu zugelassen, das entspricht einem Anteil von mehr als einem Fünftel an den gesamten Neuzulassungen. Dabei bleibe Deutschland der absatzstärkste Markt, das stärkste Wachstum seit Jahresbeginn sei jedoch in Italien zu verzeichnen. Aber auch in Spanien und Polen entschieden sich mehr Käufer für ein E-Auto. "Die Zahlen von April zeigen, dass der europäische Elektroautomarkt ernsthaft Schwung aufnimmt", sagte Chris Heron, Generalsekretär bei E-Mobility Europe.

"Ein Wendepunkt": Spritpreise beflügeln E-Auto-Absatz
07:10 Uhr

KI-Firmen in Asien unter Druck

Sorgen vor anhaltend hohen Zinsen und die Zurückhaltung vor den Quartalszahlen des Chip-Riesen Nvidia drücken die asiatischen Aktienmärkte ins Minus. Die japanische Börse tendiert schwächer: In Tokio gibt der Nikkei-Index 1,3 Prozent auf 59.764,16 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notiert 1,7 Prozent niedriger bei 3783,52 Zählern. Auch in China ziehen sich die Anleger zurück. Der Shanghai Composite verliert 0,6 Prozent auf 4146,16 Stellen, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um 0,4 Prozent auf 4833,82 Punkte fällt.

In Tokio nehmen Anleger vor allem bei den zuletzt stark gelaufenen Werten aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) Gewinne mit. "Dies ist eine angemessene Korrektur der Abhängigkeit des Nikkei von einer kleinen Gruppe von Aktien", sagt Kazuaki Shimada, Chefstratege bei IwaiCosmo Securities. Zu den größten Verlierern zählten der Technologieinvestor SoftBank mit einem Minus von sechs Prozent und der Glasfaserkabelhersteller Fujikura, der 7,7 Prozent einbüßt.

KI-Firmen in Asien unter Druck
06:53 Uhr

Samsung-Tarifstreit festgefahren

Im Tarifstreit bei Samsung Electronics läuft die Zeit ab. Nach mehr als fünfzehnstündigen, ergebnislosen Verhandlungen sind die Gespräche heute unter dem Druck der Regierung und der Industrie fortgesetzt worden. Samsungs Management und der Gewerkschaft bleibt nur noch ein Tag, um einen großangelegten Streik abzuwenden. Dem staatlichen Schlichter Park Su-keun zufolge konnten die Parteien am Vortag ihre Differenzen in der wichtigsten Frage nicht überwinden. Im Zentrum des Konflikts stehen Bonuszahlungen. An dem ab dem 21. Mai geplanten 18-tägigen Ausstand wollen sich Gewerkschaftsangaben zufolge etwa 48.000 Beschäftigte beteiligen.

Bei den bisherigen Tarifverhandlungen gab es kaum Annäherungen. Die Gewerkschaft fordert eine Abschaffung der Obergrenzen für Mitarbeiterboni, eine Anhebung der Grundgehälter um sieben Prozent sowie die Verteilung von 15 Prozent des jährlichen operativen Gewinns an die Beschäftigten. Samsung hat zwar sein Betriebsergebnis im ersten Quartal auf umgerechnet 33 Milliarden Euro verachtfacht. Dem Management zufolge würden dauerhaft höhere Gehälter und Boni jedoch künftige Investitionen sowie die Ausschüttungen an die Aktionäre gefährden.

Ein Streik bei dem südkoreanischen Konzern würde die weltweiten Lieferengpässe bei Halbleitern verschärfen. Er ist der weltgrößte Anbieter von Speicherchips und ein wichtiger Auftragsfertiger. Die Zahl der Streikenden entspricht etwa 38 Prozent der Konzernbelegschaft in Südkorea. Samsung steht für ein Viertel der südkoreanischen Exporte.

Samsung-Tarifstreit festgefahren
06:36 Uhr

Yen steht am Devisenmarkt im Fokus

Die Spekulationen auf längerfristig hohe Zinsen in den USA stützen den Dollar. Im asiatischen Devisenhandel gewinnt die US-Währung geringfügig auf 158,90 Yen und legt leicht auf 6,8102 Yuan zu. Damit hat der Dollar die Kursgewinne des Yen fast vollständig wieder zunichtegemacht, die Ende April durch Interventionen der japanischen Behörden ausgelöst worden waren. Zur Schweizer Währung notiert der Dollar 0,1 Prozent höher bei 0,7898 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1597 Dollar und zieht leicht auf 0,9159 Franken an.

Yen steht am Devisenmarkt im Fokus
06:17 Uhr

USA bekommen EJ-Zollvorteile - unter Vorbehalt

In der EU gibt es eine Einigung auf die vollständige Umsetzung des umstrittenen Zolldeals mit den USA. Unter dem Eindruck der jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump verständigten sich Vertreter der Regierungen und des Europäischen Parlaments darauf, Zölle auf US-Industriegüter abzuschaffen und US-Meeresfrüchten sowie Agrarprodukten einen besseren Marktzugang zu gewähren. Ein Sicherheitsnetz soll aber dafür sorgen, dass die Vorteile nur dann gelten, wenn auch die USA ihre Verpflichtungen aus dem Abkommen vollständig umsetzen.

Konkret ist unter anderem vorgesehen, dass die EU-Zollzugeständnisse bei Verstößen der USA gegen Absprachen wieder ausgesetzt werden können. Dies könnten etwa erneute Zollerhöhungen sein. Zudem soll ein festes Ablaufdatum festgelegt werden. "Zum Stichtag 31.12.2029 werden die Auswirkungen auf Europas Wirtschaft überprüft", erklärte der Vorsitzende des Handelsausschusses im Europäischen Parlament, Bernd Lange.

USA bekommen EJ-Zollvorteile - unter Vorbehalt
05:59 Uhr

Der Tag der Superlative

Der Dax hält seinen Aufwärtstrend: Nach dem 1,5-Prozent-Wochenauftaktplus legte der deutsche Börsenleitindex im gestrigen Geschäft weitere 0,4 Prozent zu und schloss mit einem Stand von 24.401 Punkten. Die Aussagen von US-Präsident Donald Trump, ein Angriff auf den Iran sei zunächst ausgesetzt, wurden als Hinweis gedeutet, dass die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA weitergehen. "Ob es hinter den Kulissen tatsächlich Annäherungen (...) gibt, darüber kann nur spekuliert werden. Und solange hier vieles unklar bleibt, solange werden die Kursschwankungen in allen Assetklassen hoch bleiben", kommentieren die Marktexperten von QC Partners.

Und heute? Da legt das EU-Statistikamt endgültige Daten zur Teuerung im April vor. Auf Basis vorläufiger Zahlen war eine Inflationsrate von 3,0 Prozent gemeldet worden. Damit lag sie einen vollen Punkt über dem mittelfristigen Ziel der Europäischen Zentralbank. Die EZB dürfte nach Einschätzung vieler Experten nächsten Monat den Leitzins erhöhen, um sich gegen die Teuerung zu stemmen.

Unternehmensseitig geht es hoch her: So dürfte etwa auf der Hauptversammlung der Commerzbank der Abwehrkampf gegen die geplante Übernahme durch die italienische Großbank UniCredit im Mittelpunkt stehen. Der Großaktionär aus Mailand wird dem Treffen nach Insiderangaben jedoch fernbleiben. Vorstandschefin Bettina Orlopp und Aufsichtsratschef Jens Weidmann dürften die Bühne nutzen, um ihre strikte Ablehnung der Offerte zu bekräftigen. Die Commerzbank-Führung kritisiert das Angebot als zu niedrig und warnt vor einem massiven Stellenabbau sowie Ertragsverlusten im Falle einer Fusion mit der UniCredit-Tochter HypoVereinsbank.

Zudem veröffentlicht die Weltraumfirma SpaxeX des Milliardärs Elon Musk voraussichtlich ihren Börsenprospekt. Sie hatte den Antrag auf Zulassung an der US-Technologiebörse Nasdaq zunächst vertraulich eingereicht. Mit einem erwarteten Emissionsvolumen von bis zu 75 Milliarden Dollar wird das für den 12. Juni geplante Debüt von SpaceX das größte der Wirtschaftsgeschichte. Dabei könnte das Unternehmen eine Marktkapitalisierung von 1,75 Billionen Dollar erreichen.

Und nach US-Börsenschluss kommt noch Nvidia um die Ecke: Die Quartalsergebnisse des weltgrößten Chipkonzerns gelten als Stimmungsbarometer für die Technologiebranche insgesamt. Nach dem optimistischen Ausblick vom Februar erwarten Börsianer weitere Hinweise auf einen ungebrochenen KI-Boom und neue Umsatzrekorde. Nvidia hat für das abgelaufene Quartal Erlöse zwischen 76,44 und 79,56 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Der Tag der Superlative