Der Börsen-Tag
20. April 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
15:40 Uhr

Deutsche Bank zur Akzeptanz der Kryptowährungen

Laut einer Umfrage der Deutschen Bank ist die Akzeptanz von Kryptowährungen in den USA im März gestiegen, in Großbritannien jedoch leicht gesunken und in Europa stabil geblieben. Die Akzeptanzrate in den USA ist im März auf zwölf Prozent gestiegen, nach einem Tiefstand von sieben Prozent im Februar. Dies entsprach der Erholung des Bitcoin und der Rückkehr von Zuflüssen in institutionelle, börsengehandelte Bitcoin-Fonds (ETFs) im März. Die Akzeptanzrate im Vereinigten Königreich fiel im März auf neun Prozent, während sie in Europa bei sieben Prozent verharrte.

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(Foto: picture alliance/dpa/KEYSTONE/TI-PRESS)

Einkommensstarke männliche Verbraucher führten weiterhin die Krypto-Akzeptanz an. Die Akzeptanzrate zwischen den 18- bis 34-Jährigen und den 35- bis 54-Jährigen blieb gleichmäßig verteilt. Bitcoin war die am häufigsten gehaltene Kryptowährung mit einem Anteil von etwa 70 Prozent in allen Regionen. Die Verbraucher erwarten im Großen und Ganzen, dass der Bitcoin unter das aktuelle Niveau fallen wird.

Deutsche Bank zur Akzeptanz der Kryptowährungen
15:18 Uhr

Boehringer Ingelheim investiert in britisches KI-Zentrum

Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim baut den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Forschung aus und nimmt dafür in den kommenden zehn Jahren rund 150 Millionen Pfund in die Hand. Mit dem Geld soll ein neues Zentrum für KI und maschinelles Lernen in London entstehen, wie das Familienunternehmen am Montag mitteilte. Ziel sei es, mithilfe der Technologie die Entwicklung neuer Medikamente für bislang schwer behandelbare Krankheiten voranzutreiben.

Bis Ende 2027 sollen an dem neuen Standort im Londoner Viertel King's Cross die ersten 50 KI-Experten ihre Arbeit aufnehmen. Das Zentrum ergänzt die bestehenden Forschungsstandorte des Unternehmens in Deutschland, Österreich und den USA.

Boehringer Ingelheim investiert in britisches KI-Zentrum
14:48 Uhr

Rheinmetall beginnt mit Serienproduktion von Drohnenbooten

Rheinmetall hat im Hamburger Hafen mit der Serienproduktion von unbemannten Überwasserfahrzeugen begonnen. Zunächst sollen jährlich rund 200 Drohnenboote auf der Werft Blohm+Voss gefertigt werden, teilte der Dax-Konzern mit. Die Produktion könne auf bis zu 1000 Einheiten jährlich gesteigert werden. Der Rüstungskonzern aus Düsseldorf stellt das Überwasserfahrzeug gemeinsam mit dem britischen Hersteller Kraken Technology Group her. Zur Produktion des Boots ist das Gemeinschaftsunternehmen Rheinmetall Kraken GmbH gegründet worden.

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Das Rheinmetall-Drohnenboot ist 8,5 Meter lang. (Foto: Marcus Brandt/dpa)

Das Boot K3 Scout ist je nach Ausstattung militärisch oder zivil einsetzbar. Es wird ferngesteuert und soll in Zukunft auch autonom fahren können. Rheinmetall hatte Anfang März die Übernahme des Marineunternehmens NVL abgeschlossen, zu dem die Werft Blohm+Voss gehörte. Verkäufer war die Bremer Werftengruppe Lürssen.

Rheinmetall beginnt mit Serienproduktion von Drohnenbooten
14:39 Uhr

ETFs für Einsteiger - kompakt und einfach erklärt

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Letzte Chance: Heute endet das 27-Euro-Angebot

Nur noch heute bis 23:59 Uhr gilt der Einführungspreis von 27 Euro für die ETF Masterclass. Ab morgen kostet der Zugang wieder 54 Euro. Ob dieses Angebot erneut verfügbar sein wird, ist offen. Wenn Sie sich aktuell mit Ihrer privaten Altersvorsorge beschäftigen, ist heute der richtige Zeitpunkt zu handeln.

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14:28 Uhr

Bitcoin ist wieder deutlich im Aufwind

Bitcoin geht nach früheren Verlusten geringfügig hoch, obwohl die Unsicherheit über den Iran-Krieg nach den Entwicklungen vom Wochenende weiterhin hoch bleibt. "Die Grundstimmung an den Märkten ist von Besorgnis geprägt, aber man sieht auch Fortschritte in Richtung einer Lösung", schreibt Chris Turner von ING in einem Kommentar. Bitcoin steigt laut LSEG-Daten um 2,1 Prozent auf 75.367 US-Dollar.

Bitcoin ist wieder deutlich im Aufwind
14:04 Uhr

Versorgeraktien erholen sich

Nachdem Versorgeraktien am Freitag mit der Erholung an den Gesamtmärkten verkauft worden sind, erlebt der Sektor wieder einen Aufschwung. Die Kursschwäche zum Wochenausgang folgte laut der Deutschen Bank auch auf Äußerungen der britischen Finanzministerin Rachel Reeves, wonach sie die Kopplung zwischen Strom- und Gaspreisen aufheben wolle. "Der deutliche Kursrückgang deutet jedoch darauf hin, dass der Markt besorgt über das Ausmaß einer signifikant strukturellen Reform des Strommarktes ist. Dies könnte in der Tat negative Auswirkungen haben, wenngleich unsere Analyse vier Hauptwege zur Entkopplung von Strom- und Gaspreisen aufzeigt, von denen dies nur einer ist", erläutern die Analysten. Andere Optionen seien weniger negativ, neutral oder sogar potenziell positiv. RWE gewinnen 2,4 Prozent, Centrica 2,7 Prozent und SSE 1,4 Prozent.

Versorgeraktien erholen sich
13:40 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Der europäische Geldmarkt ist kaum verändert in die Woche gestartet. Die Sätze zeigen sich unbeeindruckt vom Hin und Her im Irankrieg. Am Wochenende hat der Iran die Straße von Hormus wieder für geschlossen erklärt und dies mit der Weigerung der USA begründet, ihre Seeblockade aufzuheben. Zudem hätten die USA am Sonntag ein unter iranischer Flagge fahrendes Schiff beschossen, geentert und beschlagnahmt, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf das US Central Command. Unsicher ist auch, ob die für diese Woche geplanten Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA weitergeführt werden.

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(Foto: IMAGO/Zoonar)

Tagesgeld: 1,90 - 2,10 (1,87 - 2,07), Wochengeld: 1,91 - 2,11 (1,91 - 2,11), 1-Monats-Geld: 1,90 - 2,15 (1,90 - 2,15), 3-Monats-Geld: 2,05 - 2,25 (2,17 - 2,33), 6-Monats-Geld: 2,11 - 2,21 (2,13 - 2,23), 12-Monats-Geld: 2,46 - 2,57 (2,51 - 2,62), Euribors: 17.04. 16.04. 3 Monate: 2,2040 2,2380, 6 Monate: 2,4150 2,4530, 12 Monate: 2,6850 2,7230

Neues vom Geldmarkt
13:16 Uhr

Investitionsbereitschaft in der Industrie steigt

Die Unternehmen in Deutschland haben ihre Investitionspläne für das laufende Jahr nach oben angepasst. Die Investitionserwartungen sind im März auf plus 0,2 Punkte gestiegen, nach minus 3,1 Punkten im Dezember, wie das Ifo-Institut mitteilte. Die verbesserte Auftragslage in der Industrie hat demnach die Stimmung etwas aufgehellt. Infolge des Iran-Krieges sind die Energiekosten allerdings stark gestiegen und auch die Unsicherheit bei den Firmen nahm zu. "Das steht einer kräftigeren Erholung der Wirtschaft entgegen", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

In der Industrie hat die Investitionsbereitschaft am deutlichsten zugenommen. Die Erwartungen stiegen auf plus 0,1 Punkte im März, von minus 6,9 Punkten im Dezember. Besonders kräftig verbesserten sich die Aussichten in den nicht-energieintensiven Branchen: Dort planten deutlich mehr Unternehmen, ihre Investitionen im laufenden Jahr auszuweiten. In den energieintensiven Sparten bleibt die Investitionsbereitschaft hingegen gedämpft: In der Chemie verschlechterten sich die Investitionserwartungen laut Ifo sogar weiter.

Investitionsbereitschaft in der Industrie steigt
12:52 Uhr

Hensoldt will von Stellenabbau bedrohte Voith-Mitarbeiter einstellen

Der Rüstungszulieferer Hensoldt will Mitarbeiter des schwäbischen Maschinen- und Anlagenbauers Voith übernehmen, die von einem Stellenabbau bedroht sind. Dazu haben die beiden Unternehmen eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, wie sie gemeinsam mitteilten. Während Voith im Dezember den Abbau von bis zu 2500 Stellen angekündigt hatte, ist Hensoldt angesichts der hohen Nachfrage in der Rüstungsindustrie auf Expansionskurs und sucht neue Fachkräfte.

Der im MDax und TecDax notierte Konzern hat 2025 rund 1200 Mitarbeitende eingestellt und plant im laufenden Jahr insgesamt 1600 weitere Neueinstellungen, vor allem in Deutschland. Insbesondere die Standorte Ulm, Oberkochen/Aalen und Immenstaad am Bodensee verzeichnen der Mitteilung zufolge ein starkes Wachstum.

Hensoldt will von Stellenabbau bedrohte Voith-Mitarbeiter einstellen
12:29 Uhr

Rötliche Signale von der Wall Street

Die neue Eskalation im Nahen Osten treibt die Erdölpreise nach oben und belastet die US-Börsen. Gleichwohl ist die Marktreaktion verhalten. Laut Händlern steckt in den aktuell höheren Ölpreisen noch immer eine Menge Optimismus, dass sich die USA und der Iran auf ein baldiges Kriegsende verständigen werden. Nach den Rekordständen der Wall Street in der Vorwoche sollten leichte Gewinnmitnahmen ohnehin nicht überraschen, heißt es weiter. Der Aktienterminmarkt lässt auf eine etwas leichtere Eröffnung am Kassamarkt schließen.

"Die Ölpreise werden erneut von den Entwicklungen im Nahen Osten hin- und herbewegt, wobei eine scheinbare Deeskalation schnell wieder in eine Eskalation umschlägt", urteilen die ING-Analysten. Während die steigenden Ölpreise erneut Inflationssorgen heraufbeschwören, steigen in der Folge die US-Anleiherenditen und auch der Dollar legt zu. Ein ölpreisbedingter Inflationsschub dürfte es der US-Notenbank argumentativ sehr schwer machen, die Zinsen zu senken.

Rötliche Signale von der Wall Street
12:08 Uhr

Dax rot - Öl teurer

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat bislang nur tief in der Verlustzone notiert. Am Mittag fiel der deutsche Leitindex um 1,4 Prozent auf 24.367 Punkte. Der EuroStoxx50 verlor 1,3 Prozent auf 5977 Stellen. Der Euro lag kaum verändert bei 1,1764 US-Dollar. Die Preise für Brent und WTI stiegen um 3,4 beziehungsweise 4,4 Prozent auf 94,51 beziehungsweise 87,20 US-Dollar.

Dax rot - Öl teurer
11:48 Uhr

Vermieter beklagen ausbleibende Zahlungen von Galeria

Die Warenhauskette Galeria hat offenbar Probleme, ihre Mieten zu zahlen. Laut "Immobilien Zeitung" beklagen mehrere Vermieter, dass Mietzahlungen für April nicht eingegangen sind. In einigen Fällen soll Galeria zudem um eine Stundung gebeten haben.

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Galeria-Filiale am Berliner Alexanderplatz. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Betroffen ist unter anderem die Filiale am Berliner Alexanderplatz, deren Immobilie der Commerz Real gehört. Die April-Miete sei bislang nicht gezahlt worden, sagte ein Unternehmenssprecher. "Wir beobachten das mit Sorge. Bisherige Kontaktversuche sind ins Leere gelaufen. Es ist niemand erreichbar, so dass wir uns fragen, wie es jetzt weitergeht", sagte er. Sollte die Miete weiter ausfallen, müsse man einen Alternativmieter suchen.

Vermieter beklagen ausbleibende Zahlungen von Galeria
11:26 Uhr

Heidelberg Materials kauft in Türkei zu

Heidelberg Materials wird Mehrheitseigentümer des türkischen Rivalen Akçansa. Heidelberg Materials habe seinen Anteil an Akçansa von 39,72 Prozent auf 79,44 Prozent aufgestockt, teilte der Baustoffkonzern mit. Akçansa betreibt den Angaben zufolge drei Zementwerke, 26 Transportbetonwerke, fünf Steinbrüche sowie Zementterminals an fünf Häfen in den wachstumsstarken Regionen Marmara, Ägäis und am Schwarzen Meer. 

Heidelberg Materials kauft in Türkei zu
10:59 Uhr

"Aktuelle Hormus-Krise stellt jetzt vieles infrage"

Der Ölpreis steigt, doch der Dax reagiert erstaunlich gelassen. "Hier ist meistens Psychologie im Spiel und weniger die Ratio", meint Ascan Iredi. Dabei könnte die Waffenruhe im Nahen Osten schon bald enden. Und: "Eine neue Eskalation würde die Märkte sehr, sehr treffen", so der Börsenexperte.

"Aktuelle Hormus-Krise stellt jetzt vieles infrage"
10:40 Uhr

Mit Bulle und Bär: Domino-Kette im Börsen-Style

In Stuttgart läuft mit der "Invest" das größte Finanzevent im deutschsprachigen Raum. Die Investmentbank Morgan Stanley hat sich etwas besonderes überlegt und eine Domino-Kette im Börsen-Style aufgebaut. Der erste Stein fällt live bei ntv.

Mit Bulle und Bär: Domino-Kette im Börsen-Style
10:09 Uhr

Für die deutsche Industrie sieht es nicht so gut aus

Die Industrieproduktion wird 2026 in Deutschland bestenfalls stagnieren. Dies prognostizierte der Branchenverband BDI anlässlich der Hannover Messe. Der Jahresstart sei schwach gewesen, und es gebe mit dem Iran-Krieg neue Risiken. "Seit 2022 ist die Industrieproduktion in Deutschland jedes Jahr gesunken. Für 2026 rechnen wir nicht mehr mit einer Erholung", sagte BDI-Präsident Peter Leibinger.

Industrieanlagen-der-Mineraloelraffinerie-Oberrhein-MiRO-sind-im-Gegenlicht-zu-sehen-Die-Raffinerie-zaehlt-zu-den-bedeutenden-Standorten-der-Mineraloelverarbeitung-in-Deutschland-und-verarbeitet-Rohoel-zu-Kraftstoffen-und-petrochemischen-Vorprodukten-fuer-den-Energie-und-Industriesektor
Industrieanlagen der Mineralölraffinerie Oberrhein (MiRO) sind im Gegenlicht zu sehen. Die Raffinerie zählt zu den bedeutenden Standorten der Mineralölverarbeitung in Deutschland und verarbeitet Rohöl zu Kraftstoffen und petrochemischen Vorprodukten für den Energie- und Industriesektor. (Foto: picture alliance/dpa)

Die neuen Risiken sind laut Leibinger gestiegene Energiepreise und sonstige Preissteigerungen, Probleme in den Lieferketten und der Logistik. Sollten die Störungen im Schiffsverkehr länger anhalten, drohe das fünfte Jahr in Folge ein Rückgang der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe. Die Produktion liege deutlich unter früheren Niveaus, die Kapazitäten seien nur zu gut 78 Prozent ausgelastet. "Relativ fallen wir weiter zurück, denn andere Volkswirtschaften wachsen."

Für die deutsche Industrie sieht es nicht so gut aus
09:54 Uhr

Anleiherenditen der Eurozone steigen - erneute Unsicherheit über Straße von Hormus

Die Renditen von Staatsanleihen der Eurozone sind, parallel zu den US-Treasuries, angesichts erneuter Unsicherheiten bezüglich der Straße von Hormus gestiegen. "Die europäischen Märkte starten auf wackeligen Füßen in die neue Woche, da die Spannungen zwischen den USA und dem Iran wieder eskaliert sind und Schiffe am Wochenende die Meerenge nicht passieren konnten", schreibt Francesco Maria Di Bella vom The Investment Institute by Unicredit in einer Research Note. Die neue Unsicherheit darüber, wann Schiffe die Meerenge wieder sicher passieren können, hat die Ölpreise in die Höhe getrieben.

Dies schürt wiederum Inflationsängste und treibt die Anleiherenditen nach oben. Die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe steigt um 3,5 Basispunkte auf 2,994 Prozent. Laut Tradeweb steigen die Renditen anderer zehnjähriger Anleihen der Eurozone stärker, wobei die italienischen und französischen Renditen um fast fünf Basispunkte zulegen.

Anleiherenditen der Eurozone steigen - erneute Unsicherheit über Straße von Hormus
09:32 Uhr

Deutsche Erzeugerpreise ziehen an

Die deutschen Erzeugerpreise sind im März infolge des Ölpreisschocks im Vergleich zum Vormonat spürbar gestiegen. Die Hersteller gewerblicher Produkte - von Lebensmitteln bis hin zu Industriegütern - verlangten 2,5 Prozent mehr als im Februar, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Es war der höchste Anstieg gegenüber dem Vormonat seit August 2022. Ökonomen hatten nur mit einem Zuwachs von 1,3 Prozent gerechnet. Gegenüber März 2025 sanken die Erzeugerpreise allerdings - und zwar um 0,2 Prozent. Im Februar waren sie jedoch mit 3,3 Prozent weit stärker zurückgegangen.

Deutsche Erzeugerpreise ziehen an
09:16 Uhr

"Nervenkrieg geht in die nächste Runde"

Der Dax startet spürbar schwächer in das heutige Geschäft. Der deutsche Börsenleitindex, der am Freitag noch 2,3 Prozent zugelegt hatte und mit 24.702 Punkten geschlossen hatte, notiert aktuell im Bereich von 24.435 Zählern.

"Nervenkrieg geht in die nächste Runde"
08:59 Uhr

Fratzscher kritisiert Tankrabatt scharf

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat die von der Bundesregierung geplanten Entlastungsmaßnahmen als sozial ungerecht und wirtschaftlich ineffizient kritisiert. Der Tankrabatt sei eine "teure und riskante Fehlentscheidung", schrieb Fratzscher in einem Gastbeitrag für die "Fuldaer Zeitung".

Der Rabatt verhindere, dass Autofahrer den Verbrauch knappen Öls wegen höherer Preise reduzierten, und heize dessen Knappheit stattdessen weiter an. Dadurch steige der Preis anderer unverzichtbarer Güter wie etwa von Lebensmitteln oder von Heizstoffen zusätzlich. "Besonders hart trifft dies Menschen mit niedrigen Einkommen, die ohnehin einen viel größeren Teil ihres Budgets für Grundbedürfnisse aufwenden", so Fratzscher.

Auch die vorgeschlagene steuerfreie Entlastungsprämie für Beschäftigte in Höhe von 1.000 Euro hält Fratzscher für falsch. Wer in einer großen und finanzstarken Firma arbeite, hätte bessere Chancen auf die Prämie als Mitarbeiter kleinerer Betriebe, Rentner, Arbeitslose oder Studierende, die womöglich alle leer ausgingen.

Fratzscher kritisiert Tankrabatt scharf
08:38 Uhr

Technologiewerte stützen Börsen

Deutliche Kursgewinne im Technologiesektor stützen zu Wochenbeginn die Aktienmärkte in Ostasien. Hier gilt es zum Wochenstart einiges an Nachrichten einzupreisen - zum einen die Öffnung der Straße von Hormus am Freitagmittag MESZ sowie die erneute Schließung am Wochenende.

China hat derweil - wie weithin erwartet - seine wichtigsten Kreditzinssätze unverändert gelassen. Das unerwartet gute Wirtschaftswachstum im ersten Quartal hat dem Land ausreichend Spielraum verschafft, auf eine aggressive Lockerung zu verzichten. Am Aktienmarkt in Shanghai gewinnt der Composite-Index 0,7 Prozent. In Hongkong rückt der Hang-Seng-Index um 0,8 Prozent vor. Im südkoreanischen Seoul steigt der Kospi um 0,9 Prozent. An der Tokioter Börse klettert der Topix um 0,6 Prozent. Die japanischen Anleger hofften auf Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA, sagen Marktteilnehmer. Der Iran habe zwar noch nicht offiziell bestätigt, dass Verhandlungen geplant seien, doch werde davon ausgegangen, dass in dieser Woche weitere Gespräche unter Führung von US-Vizepräsident JD Vance in Pakistan stattfänden.

Unter den Einzelwerten verbessern sich SK Hynix um 3,8 Prozent. Der Chiphersteller beginnt mit der Massenherstellung der KI-Superchips für die Vera-Rubin-Plattform von Nvidia.

Technologiewerte stützen Börsen
08:22 Uhr

"Buy the dip" ist das Motto der Stunde

Nach der Hausse an den europäischen Aktienmärkten am Freitag ist zum Start in die Woche wieder Trübsal angesagt. Während zum Wochenschluss noch die Öffnung der Straße von Hormus bei Investoren für "risk on" gesorgt hatte, beschert nun die erneute Schließung "risk off". So bleibt erst einmal abzuwarten, wo der Rücksetzer wieder Käufer an den Markt lockt, denn "Buy the dip" stellte sich jüngst einmal mehr als eine ertragreiche Strategie heraus. Der Dax wird zunächst bei 24.400 Punkten gesehen, nach einem Schluss am Freitag bei 24.702 Zählern.

Seismograph für die Entwicklung im Nahen Osten ist weiterhin der Ölpreis, am Terminmarkt schießt der Preis für ein Barrel der Sorte Brent um 5,4 Prozent auf 95,25 Dollar nach oben. Am Wochenende hat der Iran die Straße von Hormus wieder für geschlossen erklärt und dies mit der Weigerung der USA begründet, ihre Seeblockade aufzuheben. Zudem hätten die USA am Sonntag ein unter iranischer Flagge fahrendes Schiff beschossen, geentert und beschlagnahmt, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf das US Central Command.

Unsicher ist auch, ob die für diese Woche geplanten Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA weitergeführt werden. Momentan zeichnet sich ab, dass der Iran bisher keine Delegation nach Islamabad gesandt hat, wo die Gespräche stattfinden sollen. Am Mittwoch endet zudem die zweiwöchige Feuerpause, hier gilt es eine Verlängerung zu erzielen.

"Buy the dip" ist das Motto der Stunde
08:05 Uhr

UniCredit will Details zu Commerzbank-Plänen vorlegen

Die UniCredit wirft der von ihr umworbenen Commerzbank eine unzureichende Vorbereitung auf künftige Herausforderungen vor. Das Frankfurter Geldhaus sei übermäßig auf kurzfristige Ergebnisse ausgerichtet, teilte UniCredit mit. Die Commerzbank solle sich für die Zukunft neu aufstellen, das Umsatzwachstum beschleunigen und sich auf Investitionen und den Wandel konzentrieren. UniCredit-Chef Andrea Orcel werde dazu um 09.00 Uhr eine Telefonkonferenz abhalten.

UniCredit hatte im März ein 35 Milliarden Euro schweres Übernahmeangebot für die Commerzbank vorgelegt, an der sie bereits fast 30 Prozent der Anteile hält. Damit will sie die 30-Prozent-Hürde überspringen, ohne ein Pflichtangebot vorlegen zu müssen.

UniCredit will Details zu Commerzbank-Plänen vorlegen
07:45 Uhr

Rückschlag für Blue Origin - Satellit in falscher Umlaufbahn

Blue Origin von Jeff Bezos hat bei dem dritten Start ihrer Schwerlastrakete New Glenn einen Rückschlag erlitten. Der Satellit wurde in einer zu niedrigen Umlaufbahn ausgesetzt und ist damit verloren. Die wiederverwendbare erste Stufe der Rakete landete jedoch planmäßig. Die Rakete war vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida gestartet.

Der Satellit habe sich zwar vom Träger gelöst und seine Systeme hochgefahren, die erreichte Höhe sei jedoch zu niedrig, um den Betrieb mit dem eigenen Antrieb aufrechtzuerhalten. Er werde daher zum Absturz gebracht, teilte der Betreiber AST SpaceMobile mit. Der Satellit mit dem Namen BlueBird 7 sollte Teil eines weltraumgestützten Mobilfunknetzes werden, ähnlich wie Leo von Amazon oder Starlink von SpaceX. Für Blue Origin war die Mission dennoch ein Teilerfolg. Die Landung der ersten Raketenstufe war ein wichtiger Schritt, um die Wiederverwendbarkeit des Systems nachzuweisen und mit der Falcon-9-Rakete von SpaceX konkurrieren zu können.

Rückschlag für Blue Origin - Satellit in falscher Umlaufbahn
07:29 Uhr

Neue KI-Chips: Google verhandelt mit Nvidia-Rivalen

Die Alphabet-Tochter Google verhandelt offenbar mit Marvell Technology über die Entwicklung von zwei neuen Chips für einen effizienteren Betrieb von Modellen der Künstlichen Intelligenz (KI). Dabei handele es sich um einen Speicherprozessor zur Unterstützung von Googles Tensor Processing Units (TPUs) sowie um eine neue, speziell für KI-Anwendungen konzipierte TPU, berichtete das Technologieportal "The Information" unter Berufung auf zwei Insider.

TPUs sind Spezialprozessoren für maschinelles Lernen. Google treibt den Einsatz seiner TPUs voran, um eine Alternative zu den dominierenden Grafikprozessoren von Nvidia zu etablieren. Der Verkauf der Chips ist zu einem wichtigen Wachstumstreiber für das Cloud-Geschäft des Konzerns geworden.

Neue KI-Chips: Google verhandelt mit Nvidia-Rivalen
07:11 Uhr

Regierung will Treibstoffmangel verhindern

Die Bundesregierung will einem möglichen Treibstoffmangel wegen der Energiekrise vorbeugen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kündigte dazu "zeitnah" Beratungen im Nationalen Sicherheitsrat an. Wirtschafts- und Verkehrsministerium haben zum Thema Kerosin für heute Versorger, Flughäfen, Airlines und Verbände zu einem Branchentreffen geladen. Die SPD-geführten Bundesländer fordern derweil eine Sonder-Ministerpräsidentenkonferenz zum Thema Energiesicherheit.

Merz sagte: "Unser Ziel ist dabei klar: Die deutsche Wirtschaft und die Bürger müssen sich darauf verlassen können, dass die Versorgung mit zentralen Produkten wie etwa Diesel, Benzin, Flugbenzin gesichert bleibt". Derzeit sei die Lage zwar angespannt, aber die Versorgung gesichert. "Für den Fall, dass sich die Lage verschärfen sollte, sind wir auf Maßnahmen vorbereitet."

Regierung will Treibstoffmangel verhindern
06:53 Uhr

Goldpreis gibt nach 

Der Goldpreis fällt um mehr als ein Prozent, belastet durch einen festeren Dollar und die Eskalation im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Eine Feinunze verbilligt sich auf 4762,09 Dollar und erreicht damit den niedrigsten Stand seit dem 13. April. Der stärkere Dollar macht das Edelmetall für Anleger außerhalb des Dollar-Raums teurer. Hintergrund der Nervosität ist die Beschlagnahmung eines iranischen Frachtschiffs durch die USA, woraufhin Teheran mit Vergeltung drohte und eine neue Verhandlungsrunde ablehnte. Die Spannungen trieben die Ölpreise an und ließen Inflationssorgen wieder aufleben. Auch die Preise für andere Edelmetalle wie Silber, Platin und Palladium gaben nach.

Goldpreis gibt nach 
06:34 Uhr

Dollar rückt in den Fokus

Die asiatischen Währungen geben gegenüber dem US-Dollar überwiegend nach. Das US-Zentralkommando teilte mit, dass ein unter iranischer Flagge fahrendes Schiff auf dem Weg zum iranischen Hafen Bandar Abbas beschlagnahmt worden sei. "Erneute Spannungen in der [Straße von] Hormus decken Selbstzufriedenheit auf", kommentieren zwei Devisenstrategen der OCBC Group Research. "Energierisiken bleiben bestehen, die Inflationsrisiken bleiben nach oben gerichtet, und eine geopolitische Gratwanderung könnte die Stärke des US-Dollar wiederbeleben, obwohl eine letztendliche Einigung das wahrscheinlichste Ergebnis bleibt", fügen sie hinzu. Der US-Dollar legt um 0,2 Prozent auf 158,96 Yen zu und steigt um 0,5 Prozent auf 1.474,60 Won.

Dollar rückt in den Fokus
06:17 Uhr

Ölpreise schnellen nach oben

Die erneute Eskalation im Konflikt zwischen den USA und dem Iran verunsichert die Finanzmärkte. Der Ölpreis schnellt in die Höhe, während Aktienfutures nachgaben und der US-Dollar als sicherer Hafen gefragt ist. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuert sich im frühen asiatischen Handel um rund sieben Prozent auf 96,85 Dollar. Die Futures auf den S&P 500 fallen um etwa 0,9 Prozent. Hintergrund sind Berichte über die erneute Schließung der Straße von Hormus und die Ankündigung des Irans, neue Friedensgespräche mit den USA abzulehnen.

Am Sonntag hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, das US-Militär habe ein iranisches Frachtschiff beschlagnahmt, das versucht habe, die US-Blockade zu durchbrechen. Der Iran wies daraufhin neue Friedensgespräche zurück, obwohl Trump mit neuen Angriffen gedroht hatte, sollte die Regierung in Teheran seine Bedingungen nicht akzeptieren.

Ölpreise schnellen nach oben
06:00 Uhr

Auf zur nächsten Runde Achterbahn!

Auch in dieser Handelswoche bleibt der Iran-Krieg im Fokus der Anleger. Am vergangenen Freitag hatte die Aussicht auf eine Öffnung der für die Weltwirtschaft wichtigen Straße von Hormus die Aktienkurse weltweit in die Höhe schnellen lassen. Der Dax hatte sich daraufhin mit einem Tagesgewinn von 2,3 Prozent und über die gesamte Handelswoche gesehen von mehr als 4 Prozent ins Wochenende verabschiedet. Allerdings zerschlugen sich diese Hoffnungen dann wieder, womit die Turbulenzen an den Finanzmärkten andauern dürften.

Ben Laidler, Chefstratege bei Bradesco BBI, zeigt sich optimistisch. "Anleger sind vorausschauend. Die relativen Bewertungen sehen gut aus, die Unternehmensgewinne sind nach wie vor sehr stark, und geopolitische Ereignisse haben sich in der Vergangenheit fast immer als Kaufgelegenheit erwiesen." Für eine Fortsetzung der Rally bräuchte es jedoch eine Bestätigung der jüngsten Kursgewinne - nicht nur durch eine Deeskalation im Iran, sondern auch durch starke Bilanzen für das erste Quartal.

Anleger blicken daher gespannt auf die anlaufende heiße Phase der deutschen Bilanzsaison. Den Auftakt machen am Donnerstag die Finanzberichte der Dax-Konzerne SAP und Beiersdorf. In den USA steht nach den Bilanzen der größten Banken eine Reihe von Finanzberichten weiterer wichtiger Konzerne an. Ihre Ergebnisse präsentieren unter anderem Boeing, Tesla, Intel und Procter & Gamble.

Im Fokus der neuen Woche steht auf der Konjunkturseite die Veröffentlichung der Einkaufsmanagerindizes im Euroraum und in den USA am Donnerstag. Diese dürften im April "in den Bereich abrutschen, der in der Vergangenheit mit einer Kontraktion der Wirtschaft einherging, denn die Hoffnung auf ein schnelles Ende des Iran-Kriegs und einen baldigen Rückgang der Energiepreise hat sich nicht erfüllt", sagt Commerzbank-Ökonom Vincent Stamer. Deshalb dürfte auch der am Freitag anstehende IFO-Index für April erneut deutlich sinken. Anleger achten zudem auf Daten zu den deutschen Erzeugerpreisen für März, die zum heutigen Wochenstart veröffentlicht werden.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Auf zur nächsten Runde Achterbahn!