Pfingsthandel bekommt dem DAX sehr gut - dickes Plus
Erstmals Handel am Pfingstmontag an der Frankfurter Börse - für den deutschen Aktienmarkt war er erfolgreich. Börsianer sprachen von Konjunkturoptimismus auf dem Parkett. In China ist der Caixin-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungsbereich im Mai deutlich gestiegen, wenngleich er noch klar im Kontraktion anzeigenden Bereich liegt. Aber die Pfeile zeigten aufwärts: Hintergrund sind die eingeleiteten Lockerungen der Lockdown-Maßnahmen in der Volksrepublik.
Frischer Wind kam auch über den Ärmelkanal rüber, weil die Londoner Börse nach dem wegen des 70. Thronjubiläums der Queen am Donnerstag und Freitag unterbrochenen Geschäft Gewinne verbuchte. Dass sich am Abend Premierminister Boris Johnson innerhalb seiner Konservativen Partei einem Misstrauensvotum stellen muss und damit Gefahr läuft, auch das Amt des Regierungschefs zu verlieren, störte nicht weiter.
Das Geschäft verlief in Frankfurt wie erwartet ruhig, der Terminkalender war leer. Der DAX machte einen kräftigen Satz nach oben und gewann 1,3 Prozent auf 14.654 Punkte, sein Tageshoch lag bei 14.709 Stellen. Der EUROSTOXX50 notierte 1,4 Prozent höher bei 3837 Zählern.
Bei den Einzelwerten gewannen im DAX Airbus 2,5 Prozent und MTU 2,6 Prozent. Die Analysten von Jefferies haben sich positiv zu dem Flugzeugbausektor geäußert. Zu Airbus hieß es, zwar gebe es zunächst noch Druck über Lieferkettenprobleme, jedoch dürften diese Herausforderungen Airbus nicht daran hindern, die Auslieferungen der A320-Maschinen bis 2025 auf 75 pro Monat zu erhöhen. Dazu kämen noch Aktienrückkäufe ab nächstem Jahr.
Mit einem Plus von 0,6 Prozent gehörten Nemetschek im MDAX zu den Gewinnern. Sie folgen damit einer positiven Erstbewertung durch die Citigroup.
Im DAX gehörten die Spitzenränge den Aktien von Online-Händlern. Trotz des mittlerweile besiegelten Abstiegs aus dem Leitindex erholten sich die Papiere von Delivery Hero, Hellofresh und Zalando mit Zugewinnen von 3,9 bis 9,4 Prozent von den zuletzt erlittenen herben Kursverlusten.
Euro wird im Tagesverlauf etwas weicher
Euro / DollarDer Kurs des Euro hat sich heute nur wenig bewegt. Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Feiertagshandel. Die Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag bei 1,0705 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Morgen. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,0726 (Freitag: 1,0730) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9323 (0,9320) Euro.
Kursgewinne gab es beim britischen Pfund, das im Handel mit dem Dollar auf ein Tageshoch bei 1,2577 Dollar stieg. Zuvor war bekannt geworden, dass sich der in der "Partygate"-Affäre stark unter Druck geratene britische Premierminister Boris Johnson am Abend einem Misstrauensvotum seiner Konservativen Partei stellen muss.
Uber-Aktienkurs geht durch die Decke
Erleichtert reagierten haben US-Börsianer auf einen Bericht des "Wall Street Journal" reagiert, dem zufolge die chinesischen Behörden vor dem Abschluss ihrer Untersuchungen beim Uber-Rivalen Didi und der Aufhebung des Verbots zur Aufnahme neuer Kunden stehen. "Das schürt Optimismus, dass bei der strengen Regulierung der Technologiewerte Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist", sagte ein Analyst in New York.
Uber gingen durch die Decke und schossen um 55 Prozent nach oben. Full Truck Alliance und Kanzhun gewannen 16 beziehungsweise 22 Prozent. Der Logistik-Dienstleister und der Personalvermittler nehmen nach einer elf Monate währenden Untersuchung der chinesischen Behörden wieder neue Kunden an.
Grüne Wall Street - Amazon im Zeichen den Aktiensplits
Nach den Abgaben zum Wochenausklang ist die Wall Street mit Aufschlägen in die neue Woche gestartet. Der Dow-Jones-Index gewann 0,7 Prozent auf 33.123 Punkte. Der S&P-500 legte ein Prozent zu, der Nasdaq-Composite erhöhte sich um 1,5 Prozent.
Bei den Einzelwerten standen Amazon mit dem Aktiensplit im Verhältnis 1:20 im Fokus. Die Papiere gewannen 2,2 Prozent auf 125,14 Dollar. Dieser schon länger angekündigte Schritt wird nun umgesetzt, die Anleger werden also jeweils 20 Mal so viele Amazon-Aktien in ihren Depots haben wie zuvor. Im nachbörslichen Handel am Freitag hatten die Titel noch bei 2447,50 Dollar gelegen.
Airlines-Aktie bekommt Auftrieb
Ein verbessertes Übernahmeangebot des Rivalen JetBlue schiebt Spirit Airlines an. Die Aktien der Fluggesellschaft steigen im vorbörslichen US-Geschäft um 5,6 Prozent auf 21,91 Dollar. Eine halbe Stunde nach Handelsbeginn in New York schrumpfte das Plus auf 1,2 Prozent zusammen. JetBlue bietet den Angaben zufolge nun eine Ausfallzahlung von 350 Millionen statt 200 Millionen Dollar, sollte der Zusammenschluss an kartellrechtlichen Bedenken scheitern. Etwa die Hälfte davon solle vorab als Dividende an die Spirit-Eigner ausgezahlt werden.
Billigflieger Frontier, der Spirit ebenfalls übernehmen will, bietet bei einem Scheitern seiner Offerte 250 Millionen Dollar.
Musk geht Twitter frontal an - Platzt die Übernahme?
Elon Musk hat Twitter einen Bruch der Bedingungen für die milliardenschwere Übernahme des Kurznachrichtendienstes vorgeworfen. In einem offenen Brief sprach er von einer Weigerung des Unternehmens, von ihm eingeforderte Daten zu Spam- und Fake-Nutzerkonten auf der Plattform herauszurücken.
Der Tesla-Chef behält sich den Angaben zufolge auch das Recht vor, das Übernahmevorhaben wieder abzublasen. Die Twitter-Aktie sackte vorbörslich in New York um 6,3 Prozent ab.
Kryptos erholen sich - Bitcoin und Ethereum stark
Steigende Aktienkurse haben viele Investoren wieder mutiger gemacht. Sie kauften andere riskante Investments wie Kryptowährungen. Bitcoin verteuert sich um sechs Prozent auf 31.414 US-Dollar und Ethereum um neun Prozent auf 1915 Dollar. Die digitalen Währungen könnten ihre Talsohle durchschritten haben, sagt Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. Es könnte eine größere Erholung unmittelbar bevorstehen.
DAX marschiert nach Norden
Knapp eine halbe Stunde vor Öffnung der Wall Street hat der DAX sein Plus noch vergrößern können. Der Leitindex notierte 1,3 Prozent höher bei 14.652 Punkten. Der EUROSTOXX50 stieg um 1,6 Prozent auf 3845 Stellen.
Aktie von Autozulieferer gewinnt kräftig dazu
Der umgerechnet 758 Millionen Euro schwere Verkauf einer Beteiligung hat Anleger zum Einstieg bei Melrose ermuntert. Die Aktie des Automobil- und Flugzeugindustrie-Zulieferers verteuerte sich an der Londoner Börse um 3,5 Prozent auf 138,1 Pence. Das Unternehmen verkaufte den Angaben zufolge Ergotron, einen Anbieter ergonomischer Schreibtische, der durch die Übernahme von Nortek an Melrose gefallen war.
Russlands Staatsfonds füllt sich - Geld ist auch dringend nötig
Der Wert des russischen Staatsfonds hat sich massiv erhöht. Er belief sich zum 1. Juni auf 197,7 Milliarden US-Dollar, wie aus Daten des Finanzministeriums in Moskau hervorgeht. Einen Monat zuvor waren es noch 155,2 Milliarden Dollar. Der sprunghafte Anstieg kam zustande, weil im Mai Einnahmen aus dem Jahr 2021 an den Fonds überwiesen wurden, wie das Ministerium erklärte. Der Staatsfonds speist sich vor allem aus Einnahmen aus den Öl- und Gasexporten.
Die russischen Behörden planen, Fondsmittel als Hauptfinanzierungsquelle für das in diesem Jahr zu erwartende Haushaltsdefizit zu verwenden. Die Wirtschaft steht wegen der westlichen Sanktionen infolge der russischen Aggression gegen die Ukraine unter Druck. Dies auch im russischen Etat spürbar.
In Erwartung von Neuem: Apple-Aktie mit Vorschusslorbeer
In Erwartung einer Reihe neuer Produkte steigen Anleger bei Apple ein. Die Aktien des Techgiganten rücken wenige Stunden vor der alljährlichen Entwicklerkonferenz an der Wall Street vorbörslich 1,6 Prozent vor. Börsianer rechnen mit neuen Versionen für iPhones, iPads und Mac-Rechner. Außerdem könnte der Konzern ein MacBook Air mit dem neuen "M2"-Chip vorstellen.
In Erwartung hungriger Chinesen: Metallpreise gehen hoch
In Erwartung einer steigenden Nachfrage des größten Abnehmers China haben sich Anleger mit Industriemetallen eingedeckt. Kupfer verteuert sich um 2,4 Prozent auf 9724 US-Dollar je Tonne. Die Normalisierung der chinesischen Wirtschaft nach dem Ende der dortigen Corona-Lockdowns scheine gute Fortschritte zu machen, sagte ein Analyst.
Vor diesem Hintergrund stieg auch der Preis für Eisenerz in China um bis zu 3,4 Prozent auf ein Zehn-Monats-Hoch von 1008,50 Yuan (152 Dollar) je Tonne.
Kurszuwächse an der Wall Street erwartet
Nach den Abgaben zum Wochenausklang dürfte die Wall Street heute mit einer deutlichen Erholung in den Handel starten. Der starke US-Arbeitsmarktbericht für Mai hatte die Sorgen vor weiter deutlich steigenden Leitzinsen geschürt. Der S&P-500 hat damit von den vergangenen neun Handelswochen acht mit einem Minus beendet. Aktuell geht es für den Future auf den S&P-500 um 1,0 Prozent nach oben.
Die Agenda der US-Konjunkturdaten ist zu Wochenbeginn leer. Die Blicke der Investoren richten sich zudem bereits auf die Verbraucherpreise für Mai, die am Freitag veröffentlicht werden und weiteren Aufschluss über die Inflationsentwicklung liefern werden. Bei den Einzelwerten steht die Amazon-Aktie mit dem Aktiensplit im Verhältnis 1:20 im Fokus. Die Papiere gewinnen vorbörslich 0,2 Prozent auf 122,60 Dollar.
Neuwagenverkauf in Russland erlebt fast einen Totaleinbruch
Nach dem Rückzug westlicher Hersteller infolge des Krieges gegen die Ukraine werden in Russland kaum noch neue Autos verkauft. Der Absatz von Neuwagen sei im Mai um 83,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 24.268 Fahrzeuge zurückgegangen, wie der Verband Association of European Businesses (AEB) mitteilte. Für das Gesamtjahr geht der Verband von einem Rückgang um mindestens 50 Prozent auf etwa 800.000 Einheiten erwartet.
Im vergangenen Jahr lag der Neuwagenabsatz noch bei 1,67 Millionen Einheiten, was einer Steigerung von 4,3 Prozent entsprach. Russlands führender Autohersteller Avtovaz will die Produktion seines meistverkauften Modells Lada Granta am 8. Juni wieder aufnehmen.
Briten helfen DWS-Aktie aus der "Greenwashing"-Patsche
Zuletzt kräftig geblutet, nun geht's wieder nach oben: Um 3,1 Prozent verteuerten sich DWS. Zum einen gebe es hier Käufe vor der Hauptversammlung und der Dividende am 9. Beziehungsweise 10. Juni, hieß es auf dem Frankfurter Parkett.
Die Dividendenrendite bei der im SDAX notierten Deutsche-Bank-Tochter sei mit mehr als sechs Prozent sehr hoch. Zum anderen zeigten sich britische Käufer relativ entspannt gegenüber den "Greenwashing"-Vorwürfen, die vergangene Woche den Kurs gedrückt hatten.
DAX verlebt bislang gute Pfingsten
Kurze Wasserstandsmeldung vom Frankfurter Aktienmarkt: Der DAX hat seine gute Pfingstlaune bewahrt und stieg am Mittag um ein Prozent auf 14.602 Punkte. Der EUROSTOXX50 notierte 1,2 Prozent höher bei 3830 Zählern.
Von den 40 DAX-Werten lagen nur Vonovia, Eon, Deutsche Telekom und Deutsche Börse im Minus. Ganz oben rangierten die Internetwerte: Delivery Hero und Hellofresh gewannen 6,7 beziehungsweise 4,8 Prozent.
Gas-"Steuer" für Russland-Sanktionen belastet Konsum
Schlechte Nachrichten für den Konsum sehen Händler in den nun erkennbaren Kosten der russischen Gegensanktionen für deutsche Steuerzahler. "Der Reallohnverlust dürfte noch höher sein, wenn jetzt auch noch eine Art Steuererhöhung für die Sanktionen kommt", kommentierte ein Händler in Frankfurt. Laut "Welt am Sonntag" sollen die Mehrkosten für neue Gasverträge die Verbraucher mit bis zu fünf Milliarden Euro pro Jahr belasten.
Dies solle zwar nicht als direkte Steuererhöhung erkennbar sein, weil es zunächst als Gas-Umlage die Versorger belaste. Diese dürften dies aber eins zu eins an die Verbraucher weiterreichen. "Deutschland kauft gerade Spitzenmengen zu Spitzenpreisen ein, das dürfte keinen wundern", so ein anderer Börsianer.
Trouble um Johnson juckt Pfund nicht - im Gegenteil
Das gegen den britischen Premierminister Boris Johnson eingeleitete Misstrauensvotum seiner konservativen Tories wegen des "Partygate"-Skandals dürfte wenig Einfluss auf den Pfund-Kurs haben. Das erwarten jedenfalls die Analysten von ING. Zum einen könne Johnson die Abstimmung überstehen, aber selbst falls nicht, dürfte die Aussicht auf einen Führungswechsel an der Parteispitze politischerseits keine großen Folgen haben.
Am Mittag ging es für das Pfund deutlicher nach oben, um 0,6 Prozent auf 1,2564 US-Dollar beziehungsweise um gut 0,3 Prozent auf 0,8554 je einen Euro. Das Pfund bewegte sich damit im Bereich eines Dreieinhalbwochenhochs.
Inflation - gekommen um zu bleiben?
Die Inflation in Deutschland ist auf fast acht Prozent gestiegen und viele glauben, dass die Teuerung auf absehbare Zeit hoch bleiben wird. Anleger werden lernen müssen, damit umzugehen. Über die Stimmung an der Börse und über verschiedene Anlagestrategien spricht Friedhelm Tilgen mit Dirk Heß von der Citigroup und Volker Schilling von Greiff Capital.
Aktienkurs von Matratzenhersteller stürzt ab
Eine Umsatzwarnung brockt Eve Sleep einen der größten Kursstürze der Firmengeschichte ein. Der Aktienkurs des Matratzenherstellers fiel in London um 19 Prozent auf 1,35 Pence. Das Unternehmen wird den Angaben zufolge seine Umsatzziele für das Gesamtjahr wohl verfehlen. Zudem beeinträchtigten die steigenden Kosten den Bargeldbestand.
Chinas Dienstleister bleiben auf absteigendem Ast
Die chinesische Konjunktur ist wegen der Corona-Lockdowns auch im Mai nicht in Schwung gekommen. Der Einkaufsmanagerindex für die Dienstleister stieg zwar um 5,2 auf 41,4 Punkte, wie die Unternehmensumfrage von S&P Global für die Mediengruppe Caixin zeigt. Damit verharrt das an den Finanzmärkten viel beachtete Barometer aber bereits den dritten Monat in Folge unter der Marke von 50, ab der es ein Wachstum signalisiert.
Die Dienstleister machen etwa 60 Prozent der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aus, gleichzeitig stellen sie die Hälfte der städtischen Arbeitsplätze.
DAX gibt mit seinem Aufstieg den Pfingstochsen
Bislang freundlich ist der Handel an der Frankfurter Börse zum Pfingstmontag ausgefallen. Der DAX lag 0,9 Prozent höher bei 14.586 Punkten. Der EUROSTOXX50 legte um 1,1 Prozent auf 3825 Stellen zu. Börsianer sprachen von Konjunkturoptimismus, abzulesen an den vorne liegenden Subindizes der Auto-, Rohstoff- und Chemiewerte. Am Ende rangieren dagegen die als weniger zyklisch und defensiv geltenden Telekom- und Pharmatitel.
An der DAX-Spitze lagen die Papiere des designierten Absteigers Delivery Hero mit plus 4,2 Prozent. Beiersdorf, die in gut zwei Wochen vom MDAX in den DAX aufsteigen, legten um 0,4 Prozent zu.
Insider: USA stoppen neue Zölle für Solarimporte
Die USA wollen Insidern zufolge in den nächsten zwei Jahren offenbar keine neuen Zölle auf Solarimporte erheben, um die ins Stocken geratenen Solarprojekte wieder in Gang zu bringen. Die Entscheidung wäre ein Gewinn für US-Solarentwickler und -Versorgungsunternehmen, die in hohem Maße von importierten Solarmodulen abhängig sind, und ein Verlust für Hersteller, die versuchen, eine heimische Solarlieferkette aufzubauen.
Die Entscheidung käme im Gefolge der Entscheidung des US-Handelsministeriums. Dabei gebe es eine Untersuchung dazu, ob chinesische Solarhersteller die Solarzölle illegal umgehen, indem sie ihre Geschäfte über vier Länder in Südostasien - Kambodscha, Thailand, Vietnam und Malaysia - abwickeln.
Zugewinne in Japan und China
Die Aussicht auf frischen Wind für die Konjunktur hat Anleger zum Einstieg in die asiatischen Aktienmärkte ermuntert. In Tokio stieg der Nikkei stieg um 0,6 Prozent auf 27.916 Punkte und die Börse Shanghai um 1,1 Prozent auf 3232 Zähler.
Mut mache Investoren das Ende der Corona-Lockdowns in der chinesischen Hauptstadt Peking und vor allem der Wirtschaftsmetropole Shanghai, schrieben die Analysten der Bank Morgan Stanley in einem Kommentar. Allerdings sei dies bislang eher ein psychologischer Faktor. Ein weiterer Stimmungsaufheller war die Aussicht auf weitere Konjunkturhilfen der chinesischen Notenbank. In Japan setzten Investoren auf eine Wiederauflage eines staatlichen Programms zur Wiederbelebung des Tourismus, das unter anderem Übernachtungsgutscheine beinhaltet.
Euro etwas härter - Augen auf EZB gerichtet
Euro / DollarDer Kurs des Euro ist leicht fester in die Woche gestartet. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,0734 US-Dollar und damit 0,1 Prozent mehr als am Freitagabend. Die EZB hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,0730 Dollar festgesetzt.
Größere Impulse erwarten Experten im Wochenverlauf dann von der Notenbank. Die EZB dürfte am Donnerstag die Einstellung ihrer Nettoanleihekäufe verkünden. Sie wird dann wohl auf ihrem darauffolgenden Treffen am 21. Juli eine erste Erhöhung der Leitzinsen vornehmen. Spannend wird sein, welche Hinweise sie auf das künftige Vorgehen gibt.
DAX startet über 14.600
Erstmals seit Jahren wieder Handel am Pfingstmontag: Der deutsche Aktienmarkt ist deutlich fester gestartet. Der DAX legte um ein Prozent auf 14.604 Punkte zu. MDAX, SDAX und TECDAX gewannen zwischen 0,5 und 0,6 Prozent.
Bei den Konjunkturdaten ist die Agenda weitgehend leer, zudem dürften die Börsenumsätze feiertagsbedingt überschaubar bleiben.
Russland steht am Rande des Zahlungsausfalls
Nicht gezahlte Verzugszinsen auf eine Dollar-Anleihe bringen Russland an den Rand des ersten Zahlungsausfalls seit der Oktoberrevolution 1917. Mit ein Grund sind die Sanktionen der Europäischen Union. Sie nahm zuletzt einen Zahlungsabwickler auf die rote Liste, den Moskau für die Bedienung seiner Eurobonds nutzen wollte.
Russland ist in den vergangenen einhundert Jahren wiederholt in finanzielle Schwierigkeiten geraten. 1918 hatten sich etwa die regierenden Bolschewiki geweigert, ausländische Altschulden aus der Zarenzeit anzuerkennen. Bislang konnte das flächengrößte Land der Erde einen Zahlungsausfall stets abwenden, doch diesmal könnte das misslingen.
Mehr Öl aus dem Iran? Ölpreise auf dem Rückzug
Die Hoffnung auf mehr iranisches Rohöl für den Weltmarkt hat den Anstieg der Ölpreise zu Wochenbeginn unterbrochen. Sie waren zuvor zunächst stärker gestiegen, nachdem Saudi-Arabien die Preise für Exporte nach Asien überraschend deutlich angehoben hatte.
Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Morgen mit 120,28 US-Dollar 0,8 Prozent weniger als am Freitag, nachdem es zwischenzeitlich fast bis auf 122 Dollar nach oben gegangen war. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) gab um 0,7 Prozent auf 119,42 Dollar nach.
Brent Rohöl
Wieder Handel in London - DAX könnte davon profitieren
Als "gar nicht so schlecht" bezeichnet ein Händler die Rückkehr des Londoner Handels an den Markt: "Die könnten eher steigende Kurse mitbringen als nur volatiles Hin- und Her". Grund sei die starke Outperformance des FTSE-100-Index gegen den DAX.
"Der DAX hat eine große Bewertungslücke nach oben zu schließen", so der Börsianer. Er habe am meisten wegen des Kriegs in der Ukraine verloren und die Verluste noch immer nicht wettgemacht. Der FTSE notiere hingegen fast auf Jahreshoch und habe alle Verluste wieder ausgeglichen. Daher dürfte eher der DAX als Nachläufer gesucht sein.
Hebt die EZB die Zinsen sofort an? Das wird für den DAX heute wichtig
Mit wachsender Spannung verfolgen Anleger in der neuen Woche die geldpolitische Gratwanderung der Europäischen Zentralbank (EZB). "Es wird nicht leicht, die Zinswende einzuleiten und gleichzeitig eine harte Landung der Volkswirtschaften der Euro-Zone zu verhindern", sagt Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. Während Analysten bislang davon ausgehen, dass die Währungshüter am Donnerstag eine erste Zinserhöhung für Juli signalisiert, erwarten Investoren mehrheitlich eine sofortige Anhebung des Einlagensatzes auf minus 0,4 von derzeit minus 0,5 Prozent.
Die US-Notenbank ist da weiter: Sie hat den Leitzins bereits mehrfach angehoben und wird diese Serie voraussichtlich bei den nächsten Sitzungen fortsetzen. Dieses Wissen sorge für eine gewisse Erleichterung bei Investoren, sagt Christoph Mertens, Fondsmanager der Fürst Fugger Privatbank. "Die Phase der großen Ungewissheit, was die US-Notenbank vorhat, scheint vorerst überwunden zu sein. Die Spekulationen über eine Zinspause könnten weiteren Schwung für die Aktienmärkte bringen."
In der Vorwoche legte der DAX zu. Damit verbuchte er erstmals seit etwa zweieinhalb Monaten wieder ein zweites Wochenplus in Folge. Ins Wochenende verabschiedet sich der deutsche Börsenleitindex allerdings mit einem Abschlag von 0,2 Prozent und einem Stand von 14.460 Punkten. Im Tageshoch hatte der DAX noch 130 Zähler höher notiert, ehe am Nachmittag Gewinnmitnahmen eingesetzt hatten - auch weil die Kurse an der Wall Street negative Vorzeichen aufwiesen.