Mittwoch, 17. Februar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Juliane Kipper
18:05 Uhr

Dax fällt mit wachsender Sorge um Inflation

Dax
Dax 13.879,33

Steigende Renditen an den Anleihemärkten haben Anleger an den Aktienbörsen ausgebremst. Mit einer höheren Verzinsung von als sicher geltenden Bonds gewinnen diese tendenziell an Attraktivität im Vergleich zu Aktien als riskanteres Investment. Das deutsche Aktienbarometer Dax gab um 1,10 Prozent auf 13.909 Punkte nach und fiel wieder unter die 14.000er Marke.

SAP
SAP 102,72

Alles in allem lieferte Beiersdorf für 2020 Zahlen, die in line mit der Markterwartung ausfielen. Für Überraschung bei den Jefferies-Analysten sorgte vielmehr, dass das Unternehmen zusätzliche 300 Millionen Euro in das CARE-Programm investiert, ohne dass sich die Investitionen im Ausblick bemerkbar machten. Sie rechnen in der Folge damit, dass der Konsens der Analysten die Schätzungen für 2021 senkt. Für die Beiersdorf-Aktie ging es um 5,9 Prozent nach unten.

Die Inflationssorgen drückten auf zinssensible Sektoren wie Technologieaktien. So gaben SAP 3,6 Prozent nach, während Delivery Hero um 4 Prozent fielen. Für die Infineon-Aktie ging es um 3,3 Prozent nach unten. Auch der extreme Kälteeinbruch in Texas wird langsam zum Belastungsfaktor für den Chip-Hersteller. Dieser hat zur Schließung eines Infineon-Werks in Austin geführt. Wie die Citigroup anmerkt, könnten anhaltende Stromausfälle eine Drosselung der Chip-Produktion zur Folge haben.

Derweil nimmt die Zahl an Platzierungen zu. Zalando gaben 6,5 Prozent ab. Der Großaktionär Kinnevik will seine Beteiligung von 21 Prozent an seine Aktionäre weiterreichen. "Der Deal wird wohl zur HV über die Bühne gehen", sagte ein Händler. "Da könnte dann der eine oder andere Aktionär die Zalando-Aktien verkaufen", hieß es. Kinnevik sprach von einer strategischen Entscheidung.

17:11 Uhr

US-Dollar im Aufwind, Euro unter Druck

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,21

Der Euro hat weiter nachgeben und ist in Richtung 1,20 US-Dollar gefallen. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2030 Dollar, nachdem sie in der Nacht noch an der Marke von 1,21 Dollar notiert hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2060 (Dienstag: 1,2143) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8292 (0,8235) Euro.

Der US-Dollar befindet sich im Aufwind, was den Euro im Gegenzug unter Druck setzt. Ein Auslöser der Dollar-Gewinne ist die trübere Stimmung an den Aktienmärkten. Darüber hinaus profitiert der Dollar von steigenden Kapitalmarktzinsen in den USA, was eine dortige Anlage attraktiver werden lässt. Die steigenden Zinsen rufen Sorgenfalten an den Aktienmärkten hervor, was den Status des Dollar als Reservewährung stärkt.

16:35 Uhr

Bericht zu Fördermengen: Brent kann 13-Monats-Hoch nicht halten

Brent Rohöl
Brent Rohöl 66,67

Spekulationen auf einen Anstieg des Angebots drücken auf den Ölpreis. Die Sorte Brent aus der Nordsee kann ihr 13-Monats-Hoch von 64,75 Dollar je Barrel nicht halten und kostet nur noch 63,72 Dollar. Dem "Wall Street Journal" zufolge will Saudi-Arabien wegen der gestiegenen Preise die Ölproduktion in den kommenden Monaten ausweiten.

16:03 Uhr

US-Anleger schalten einen Gang runter

Nach der Rekordserie der vergangenen Tage schalten US-Anleger einen Gang herunter. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 fielen zur Eröffnung um bis zu 0,8 Prozent. Die Aussicht auf weitere billionenschwere staatliche Corona-Hilfen und eine anhaltend lockere Geldpolitik der US-Notenbank schüre Spekulationen auf eine anziehende Inflation, sagte Analyst David Madden vom Online-Broker CMC Markets. Einige Aktienanleger nähmen dies zum Anlass, um Gewinne mitzunehmen.

Gefragt waren aber die Aktien von Verizon und Chevron, die sich um 3,7 beziehungsweise 2,5 Prozent verteuerten. Berkshire Hathaway, die Investmentfirma der Investorenlegende Warren Buffett, hat sich mit insgesamt fast 13 Milliarden Dollar an dem Mobilfunker und an dem Ölkonzern beteiligt. Die Anteile an Apple versilberte Buffett dagegen teilweise. Die Titel des iPhone-Anbieters büßten 1,7 Prozent ein.

15:40 Uhr

So wird die Dividendensaison 2021

Wenn die Hauptversammlungen wieder im Kalender erscheinen, hoffen Aktionäre auf die Verkündung von hohen Dividenden. Aber können Anleger wegen der Corona-Pandemie und dem Krisenjahr 2020 überhaupt Gewinnausschüttungen erwarten? Schließlich könnten Unternehmen ihre Gewinne reinvestieren, um sich besser gegen Krisen zu wappnen. Wer diesmal leer ausgeht und wem doch satte Dividende winken, bespricht Bianca Thomas mit Volker Meinel von der BNP Paribas.

15:19 Uhr

US-Daten befeuern Inflationssorgen

Mit leichten Abgaben dürfte die Wall Street in den Handel starten. Nachdem Dow-Jones-Index, S&P-500 und Nasdaq-Composite am Vortag neue Rekordhochs markiert hatten, scheine aktuell die Luft raus zu sein, heißt es. Bremsender Faktor bleiben die weiter steigenden Anleiherenditen, die nach den vorbörslich veröffentlichten US-Daten ihre Gewinne behaupten. Daneben sind die Blicke auch auf das Protokoll der Sitzung der US-Notenbank von Ende Januar gerichtet.

Die vor der Startglocke veröffentlichten US-Daten lagen klar über den Erwartungen. So sind die Einzelhandelsumsätze im Januar um 5,3 Prozent gestiegen und damit viel stärker als die erwarteten 1,2 Prozent. Hinter dem kräftigen Zuwachs dürften nicht zuletzt die Direktzahlungen über 600 Dollar stecken, die die Haushalte aus dem im Dezember beschlossenen Stimuluspakt erhielten.

14:52 Uhr

Reichster Mensch der Welt: Musk muss Titel wieder an Bezos abtreten

BezosMusk1.jpg

Montage: picture alliance/dpa/AP/Pablo Martinez Monsivais/dpa-Zentralbild/dpa-pool/Britta Pedersen

Wie gewonnen, so zerronnen: Amazon-CEO Jeff Bezos hat seinen Titel als reichster Mann der Welt von Tesla-Chef Elon Musk zurückerobert, das geht aus den Echtzeitdaten von "Forbes" hervor.

Musks Nettovermögen sank demnach um 3,9 Milliarden Dollar, nachdem Tesla-Aktien bei 796,22 US-Dollar schlossen. Das entspricht einem Minus von mehr als 2,4 Prozent. Der 49-jährige Unternehmer überholte Bezos erst im Januar und wurde dank des steigenden Aktienkurses von Tesla und seines großzügigen Gehaltspakets zum reichsten Menschen der Welt.

Der Tesla-Chef gab den Titel des reichsten Menschen der Welt jetzt ebenso schnell wieder an Bezos zurück, wie er in der Rangliste aufstieg. Bis letzten Monat war Bezos seit 2017 der reichste Mann.

14:25 Uhr

Nach Wirecard-Desaster: Commerzbank will EY verklagen

Dem Wirtschaftsprüfer EY droht nach dem Wirecard-Desaster eine Schadenersatzklage der Commerzbank. Nach Informationen des "Manager Magazins" aus Unternehmenskreisen hat die Bank die Frankfurter Dependance der britisch-australischen Großkanzlei Ashurst damit beauftragt, eine Klage vorzubereiten. Ein Commerzbank-Sprecher wollte den veröffentlichten Bericht auf Anfrage nicht kommentieren. Die Prüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) steht wegen ihrer Rolle als langjähriger Abschlussprüfer der insolventen Wirecard in der Kritik.

Der inzwischen aus dem Deutschen Aktienindex geflogene Münchener Zahlungsdienstleister hatte im vergangenen Juni Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt und in der Folge Insolvenz angemeldet. Die Münchener Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Wirecard seit 2015 Scheingewinne auswies, und ermittelt wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs. Die Commerzbank, die zu den Wirecard-Kreditgebern gehörte, musste in der Folge 187 Millionen Euro abschreiben. Allgemein wird damit gerechnet, dass die Bank versuchen wird, sich zumindest einen Teil davon per Schadenersatzklage zurückzuholen - allein, um nicht von den eigenen Aktionären wegen Untätigkeit in der Sache belangt zu werden.

13:45 Uhr

Musk sammelt für SpaceX 850 Millionen Dollar neues Kapital ein

Tesla-Chef Elon Musk hat für sein US-Raumfahrt- und Telekommunikationsunternehmen SpaceX einem Medienbericht zufolge frisches Kapital eingesammelt. Insgesamt 850 Millionen Dollar seien in einer Finanzierungsrunde zusammengekommen, berichtete CNBC unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Damit werde das Unternehmen mit 74 Milliarden Dollar bewertet. Bei SpaceX war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

13:07 Uhr

Anlageguru Buffett bewegt die Kurse

Verizon und Chevron steigen an der Wall Street vorbörslich um bis zu vier Prozent. Der bekannte Investor Warren Buffett ist im großen Stil bei dem Telefonanbieter und dem Ölkonzern eingestiegen. An Verizon hält Buffetts Unternehmen Berkshire Hathaway jetzt Anteile im Volumen von 8,6 Milliarden Dollar und an Chevron von 4,1 Milliarden Dollar.

Chevron
Chevron 84,81
Verizon Communications
Verizon Communications 46,15

12:28 Uhr

Sorgen werden größer: Begriff vom Inflationsgespenst macht die Runde

Die inzwischen deutlich gestiegenen US-Anleiherenditen zehren langsam an den Nerven der Aktienanleger. Der Dax fällt unter die Marke von 14.000 Punkten. Gegen Mittag verliert er 0,60 Prozent auf 13.979 Punkte. Anleihen würden allmählich wieder eine echte Alternative zu Aktien, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Am Markt macht der Begriff vom Inflationsgespenst die Runde. Sorgen bereiten den Anlegern zudem weiter die Virusmutationen, die sich in Deutschland rasch ausbreiten. Jochen Stanzl, Analyst beim Broker CMC Markets, schrieb: Mit jedem Tag, an dem der Markt nicht weiter nach oben komme, steige die Bereitschaft zu Gewinnmitnahmen, um nach einer Korrektur vielleicht noch einmal günstiger einsteigen zu können.

11:49 Uhr

Für Investor ist Teamviewer eine Goldgrube

Teamviewer
Teamviewer 45,08

870 Millionen Euro investiert, 5,5 Milliarden Euro eingenommen - der schwäbische Softwarehersteller Teamviewer ist für den Finanzinvestor Permira schon jetzt eines der lukrativsten Engagements in Deutschland. Dabei hält Permira auch nach der vierten Platzierung binnen elf Monaten noch Teamviewer-Aktien im Wert von fast zwei Milliarden Euro. Am Dienstagabend brachte die Beteiligungsgesellschaft 13,2 Millionen Aktien für 587 Millionen Euro bei großen Investoren unter. Heute stiegen die im MDax notierten Papiere um zeitweise vier Prozent auf 48,34 Euro.

11:16 Uhr

Ford investiert in Werks-Umbau und produziert in Köln bald E-Autos

Ford
Ford 9,71

Ford investiert eine Milliarde Dollar in den Umbau seines Kölner Werks, um dort ein Elektroauto für den europäischen Markt zu bauen. Damit erhält die Stadt am Rhein als erster Ford-Standort in Europa den Zuschlag für ein rein batteriegetriebenes Auto. Der Wagen soll auf Basis der von Volkswagen entwickelten Architektur für kompakte E-Autos wie den ID.3 gebaut werden und ab 2023 vom Band rollen, wie Ford ankündigte. Der zweitgrößte US-Autobauer will seine Pkw-Flotte in Europa bis 2026 auf Elektroautos oder Plug-in-Hybride umstellen.

Bis zum Ende des Jahrzehnts soll das Fahrzeugangebot komplett elektrisch sein. Die Nutzfahrzeugflotte soll bis 2024 mit klimaschonenden Antrieben unterwegs sein. Ford hat seine Elektro-Offensive unlängst trotz hoher Verluste beschleunigt und will bis 2025 rund 22 Milliarden Dollar in neue Batterieautos und Hybrid-Fahrzeuge stecken.

10:32 Uhr

Kein Ende bei Bitcoin-Rekordjagd in Sicht

Bitcoin
Bitcoin 46.082,41

Bei Bitcoin geht die Rekordjagd nach dem Sprung über die Marke von 50.000 Dollar weiter. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise verteuerte sich um bis zu 5,6 Prozent und markierte mit 51.310 Dollar eine neue Bestmarke. Vor gerade einmal zwei Monaten hatte sie ihre Bestmarke von 2017 übertroffen und die Schallmauer von 20.000 Dollar durchbrochen. Kurz darauf übersprang sie die Hürden bei 30.000 und 40.000 Dollar und hatte am Dienstag auch die 50.000 geknackt. Das Zünglein an der Waage für die weitere Entwicklung bei Bitcoin bleibe nach wie vor das Engagement Teslas, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Die Rally hatte erst richtig Fahrt aufgenommen, als Tesla bekanntgab, 1,5 Milliarden in Bitcoin investiert zu haben.

10:03 Uhr

Zalando-Aktien rauschen sechs Prozent abwärts

Zalando
Zalando 85,92

Zalando geben sechs Prozent ab nachdem belannt geworden ist, dass der schwedische Investor Kinnevik sich von seiner Beteiligung an dem Online-Modehändler Zalando trennen will. Wie die Kinnevik AB mitteilte, will sie die Beteiligung an dem Berliner MDAX-Konzern an die eigenen Aktionäre weiterreichen. Basierend auf dem Schlusskurs von Zalando am 15. Februar wird das Transaktionsvolumen 55,1 Milliarden schwedische Kronen oder umgerechnet 5,5 Milliarden Euro betragen.

Kinnevik will sein Portfolio mit dem Schritt besser "ausbalancieren" und sich stärker auf jüngere und zumeist nicht börsennotierte Wachstumsunternehmen konzentrieren. Die Schweden halten 54 Millionen Zalando-Aktien, was etwa 21 Prozent des Aktienkapitals entspricht. Die Aktie der Zalando SE ist am Dienstag mit 102,35 Euro aus dem Handel gegangen, womit der Konzern auf eine Marktbewertung von 25,9 Milliarden Euro kommt.

09:43 Uhr

Schwächster Wert im Dax: Ausblick von Beiersdorf belastet

Fahnen der Beiersdorf AG wehen vor der Messe Hamburg. Foto: Axel Heimken/dpa/Archivbild

Fahnen der Beiersdorf AG wehen vor der Messe Hamburg. Foto: Axel Heimken/dpa/Archivbild

Axel Heimken/dpa/Archivbild

Beiersdorf
Beiersdorf 84,22

Alles in allem hat Beiersdorf für 2020 Zahlen geliefert, die in line mit der Markterwartung ausgefallen sind. Für Überraschung bei den Jefferies-Analysten sorgt vielmehr, dass das Unternehmen zusätzliche 300 Millionen Euro in das CARE-Programm investiert, ohne dass sich die Investitionen im Ausblick bemerkbar machten. Sie rechnen in der Folge damit, dass der Konsens der Analysten die Schätzungen für 2021 senkt.

Sollte das "positive organische Wachstum" bei Beiersdorf nahe an den aktuellen Wachstumserwartungen für das kommende Geschäftsjahr liegen, könnten die Konsensschätzungen im hohen einstelligen Bereich fallen. Sollte das Wachstum geringer ausfallen, erwarten die Jefferies-Analysten sogar eine Herabstufung der Konsensschätzungen im zweistelligen Bereich. Die Aktie stellt mit minus 7 Prozent den schwächsten Wert im Dax.

09:17 Uhr

Brexit-Abkommen beeinflusst britische Inflation kaum

Das Brexit-Handelsabkommen mit der EU hat bislang keine größeren Folgen für die Entwicklung der Verbraucherpreise in Großbritannien. Diese stiegen im Januar um 0,7 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt ONS am Mittwoch miteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten damit gerechnet, dass die Inflationsrate auf dem Dezember-Wert von 0,6 Prozent verharren wird.

"Die Preise für Lebensmittel sind gestiegen", sagte ONS-Experten Jonathan Athow. "Haushaltswaren trieben die Preise ebenfalls in die Höhe, da weniger Rabatte auf Artikel wie Bettzeug und Sofas gewährt wurden." Der Brexit habe hingegen keine sichtbaren Spuren in der Preisentwicklung hinterlassen.

09:05 Uhr

Dax sinkt zur Handelsöffnung unter 14.000 Punkte

Der Dax ist im frühen Handel unter die Marke von 14.000 Punkte gefallen. Zuletzt verlor der deutsche Leitindex 0,78 Prozent auf 13.954 Punkte. Seinen bisherigen Höchststand hatte das Börenbarometer mit 14.169 Punkten in der vorigen Woche erreicht. Der MDax als Index der mittelgroßen Werte sank am Mittwochmorgen um 0,80 Prozent auf 32 776,61 Punkte. Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50, verlor ein halbes Prozent.

08:41 Uhr

Europas Automarkt bricht ein

Der Automarkt in der Europäischen Union ist zu Jahresbeginn wegen der Corona-Maßnahmen eingebrochen. Im Januar wurden in der EU mit 726 491 Autos 24 Prozent Pkw weniger neu zugelassen als im Vorjahresmonat, wie der europäische Branchenverband Acea am Mittwoch in Brüssel mitteilte. In Deutschland hatte das Kraftfahrtbundesamt schon mitgeteilt, dass in der Bundesrepublik fast ein Drittel weniger Pkw neu angemeldet wurden.

Zu den Lockdown-Effekten kam hinzu, dass die zeitweilige Mehrwertsteuersenkung Ende 2020 ausgelaufen war, mit der die Bundesregierung die Konjunktur wieder ankurbeln wollte. In Spanien fiel der Rückgang um gut die Hälfte im Januar noch kräftiger aus. In Italien sanken die Neuzulassungen um 14 Prozent. Frankreich erwies sich mit einem Minus von 5,8 Prozent als recht robust. Frankreich und Schweden (mit einem Plus von 22,5 Prozent) waren den Acea-Angaben zufolge die einzigen EU-Länder, die einen prozentual zweistelligen Rückgang vermeiden konnten.

Die deutschen Autokonzerne Volkswagen, Daimler und BMW fuhren allesamt zweistellige Rückgänge ein, am schwersten davon traf es Volkswagen. Opel aus dem französisch-italienischen Stellantis-Konzern (Peugeot, Fiat) kam auf ein Minus von 32,4 Prozent.

08:08 Uhr

Dax kaum verändert erwartet

Dax
Dax 13.879,33

In Erwartung wichtiger US-Konjunkturdaten wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Mittwoch kaum verändert starten. Börsianer achten insbesondere auf die US-Einzelhandelsumsätze. Experten rechnen für Januar mit einem Plus von 1,1 Prozent nach einem Rückgang um 0,7 Prozent im Vormonat. Der private Konsum gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft. Daneben veröffentlicht die US-Notenbank die Protokolle ihrer jüngsten geldpolitischen Beratungen. Aus ihnen versuchen Investoren abzuleiten, wie lange die Fed den Leitzins auf dem aktuellen Niveau von fast null Prozent halten wird. Außerdem legen zahlreiche Firmen Geschäftszahlen vor. Im Tagesverlust öffnet unter anderem der "Lucky Strike"-Macher British American Tobacco seine Bücher.

07:05 Uhr

Gewinnmitnahmen drücken Asien-Börsen

Nikkei
Nikkei 29.680,60

Anleger an den asiatischen Börsen haben überwiegend Kasse gemacht. "Investoren verkaufen Aktien, um Gewinne mitzunehmen", sagte Masahiro Ichikawa, Chef-Marktstratege bei Sumitomo Mitsui DS Asset Management. Nach der jüngsten Aufwärtsbewegung lege der Markt nun eine Pause ein. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,6 Prozent auf 30.292 Punkte ab. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,2 Prozent. Auch die Bör se in Südkorea notierte schwächer.

Die Börse in Shanghai blieb wegen des chinesischen Neujahrsfestes weiterhin geschlossen. Einige Anleger hielten sich in Erwartung der Protokolle der letzten Sitzung der US-Notenbank Fed zurück. "Die heutige Veröffentlichung des Protokolls wird wahrscheinlich die Vorstellung verstärken, dass die Fed die Zinsen für einen längeren Zeitraum niedrig halten will", sagte Sophia Ng, Analystin bei der MUFG Bank in Singapur.