Donnerstag, 20. Februar 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:39 Uhr

Dax macht zum Handelsende hin richtig schlapp

121722811.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste: Unter diesem Motto fand heute der Handel an der europäischen Börsen statt. Im Blick stand eine ganze Flut von Unternehmenszahlen. Als Kursbremse für den deutschen Markt wirkte zudem der bevorstehende kleine Verfalltag an den Terminbörsen am Freitag. Dazu kamen immer mehr Warnungen von Unternehmen vor finanziellen Auswirkungen des Coronavirus, die Gewinnmitnahmen auslösten.

In Frankfurt verlor der Dax 0,9 Prozent und schloss bei 13.664 Punkten - der Leitindex verlor vor allem in der Schlussviertelstunde kräftig an Boden. Der MDax sackte um 0,6 Prozent auf 29.177 Zähler ab. Der TecDax fiel um 1,0 Prozent auf 3264 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 1,1 Prozent auf 3824 Punkte nach unten.

Die Zahlen von Fresenius und Fresenius Medical Care (FMC) kamen auf dem Parkett gut an - für FMC ging es um 3,7 Prozent und für Fresenius um 2,3 Prozent nach oben. Beide Aktien sind aber noch weit von ihren Allzeithochs entfernt. MTU verloren dagegen 2,9 Prozent und lagen damit am Dax-Ende. Die Zahlen haben die hohen Erwartungen zumeist erfüllt, jedoch gibt es auch hier Unsicherheiten wegen des Coronavirus beim Ausblick. Virusgeschädigt waren heute auch Lufthansa mit minus 2,5 Prozent - die Airline beklagt wegen der Epidemie Geschäftseinbußen.

17:08 Uhr

BMW will Elektroanteil in diesem Jahr deutlich hochfahren

126213387.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

BMW will seine EU-Emissionsziele in diesem Jahr vor allem mit einem deutlichen Verkaufsplus von elektrifizierten Autos schaffen. 2020 wolle das Unternehmen rund 140.000 Autos mit E-Antrieb in Europa absetzen, sagte Finanzchef Nicolas Peter in München. Im vergangenen Jahr verkaufte BMW demnach mehr als 85.000 Autos mit Elektromotor oder einem Mischantrieb aus Verbrenner und E-Antrieb. Insgesamt setzt der Dax-Konzern in Europa rund eine Million Autos ab und geht auch dieses Jahr von dieser Größenordnung aus.

Mehr als  40.000 Autos in diesem Jahr sollen rein elektrisch sein, darunter der i3 und ab Ende des Jahres der in China gebaute Vollelektro-SUV iX3. Den Rest will BMW mit den sogenannten Plug-in-Hybrid-Motoren verkaufen. Peter bekräftigte die Aussagen von Konzernchef Oliver Zipse, die CO2-Emissionen in diesem Jahr um rund 20 Prozent senken zu wollen.

16:55 Uhr

Wie Anleger auf Nachhaltigkeit setzen

Nachhaltige Anlagen finden derzeit in der Öffentlichkeit eine große Beachtung. Für Anleger gibt es schon lange viele Möglichkeiten, in nachhaltig wirtschaftende Unternehmen zu investieren. Aber wie geht das genau? Friedhelm Tilgen fragt nach bei Thilo Wolf von BNY Mellon.

16:34 Uhr

Aldi macht bald mehr Umsatz in den USA als in Deutschland

116350503.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Discounter Aldi wird laut Prognose des Marktforschers Edge by Ascential schon im kommenden Jahr mehr Umsatz in den USA als in Deutschland machen. Die Bruttoerlöse von Aldi Nord und Aldi Süd zusammen würden bis 2021 in Deutschland auf 31,5 Milliarden Euro steigen, in den USA auf 32,4 Milliarden Euro, sagte der Chefökonom des Marktforschungsunternehmens, Boris Planer, der "Wirtschaftswoche".

In den Folgejahren werde der US-Markt sogar noch wichtiger. In diesem Jahr erwartet Edge by Ascential Umsätze von rund 31,1 Milliarden Euro in Deutschland und umgerechnet 30,1 Milliarden Euro in den USA.

16:18 Uhr

Wall Street unterbricht Rekordjagd

37893458.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Wieder aufflammende Sorgen vor einem Dämpfer für die Weltwirtschaft durch das Coronavirus bereitet der Rekordjagd der Wall Street ein vorläufiges Ende. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 kamen zur Eröffnung kaum vom Fleck.

Bei den Unternehmen rückte E*Trade ins Rampenlicht. Die Aktien des Onlinebrokers stiegen um gut 25 Prozent auf 56,30 Dollar. Morgan Stanley will E*Trade für 58,74 Dollar je Aktie oder insgesamt 13 Milliarden Dollar übernehmen. Die Titel der US-Bank verloren 4,1 Prozent.

Unter Verkaufsdruck gerieten auch L Brands. Der Mode- und Kosmetikkonzern will die Mehrheit an seiner schwächelnden Unterwäsche-Marke "Victoria's Secret" an den Finanzinvestor Sycamore verkaufen, um sich auf die Kosmetik-Sparte "Bath & Body Works" zu konzentrieren. Gleichzeitig kündigte der langjährige Firmenchef Leslie Wexner seinen Rückzug an. L Brands-Titel gaben 4,1 Prozent nach.

16:05 Uhr

Airbus schließt Kündigungen nicht aus

Airbus
Airbus 59,55

Airbus schließt Kündigungen in seiner angeschlagenen Rüstungs- und Raumfahrtsparte nicht aus. Der bis Ende 2021 geplante Abbau von 2362 Stellen solle zwar so sozialverträglich ablaufen wie möglich, sagte ein Konzernsprecher, betriebsbedingte Kündigungen seien aber nicht ausgeschlossen. Über den Stellenabbau verhandle der Konzern jetzt mit dem europäischen Betriebsrat und den nationalen Arbeitnehmervertretern.

Airbus Defence and Space hatte gestern Abend angekündigt, in den kommenden zwei Jahren die knapp 2400 Stellen zu streichen, die meisten davon, nämlich 829, in Deutschland. 630 Jobs sollen in Spanien wegfallen, 404 in Frankreich, 357 in Großbritannien und 142 in weiteren Ländern. Bei der Sparte waren 2019 rund 34.000 Mitarbeiter beschäftigt. Airbus begründete die Sparmaßnahme mit einer Stagnation auf dem Raumfahrtmarkt und verzögerten Vertragsabschlüssen im Verteidigungsgeschäft.

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:54 Uhr

Starker US-Dollar drückt Pfund runter

Die Stärke des US-Dollar macht auch vor dem Pfund Sterling nicht halt. Die britische Währung fiel um 0,6 Prozent und notierte mit 1,2846 Dollar so niedrig wie seit drei Monaten nicht mehr.

Seit Anfang der Woche hat das Pfund 1,4 Prozent verloren und damit alle Kursgewinne seit der Nominierung von Rishi Sunak als neuem Finanzminister wieder abgegeben. Sunak gilt als ausgabefreudig, seine Nominierung hatte Hoffnungen auf ein kräftiges Konjunkturpaket geweckt.

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,24

15:42 Uhr

Ist für den Dax jetzt nach oben alles offen?

Der Dax ist zuletzt in Höhen vorgestoßen, in denen er noch nie war. Die Rally stellt nicht nur Anleger vor neue Herausforderungen, sondern auch Charttechniker. Wie gehen sie damit um, dass der Dax so gar keine Vergleichswerte mehr liefert? Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Matthias Hüppe von der HSBC.

15:33 Uhr

Philly-Fed-Index überrascht auf ganzer Linie

imago78221713h.jpg

Blick auf Philadelphia.

(Foto: imago/Loop Images)

Die Lage der US-Industrie in der Region Philadelphia hat sich im Februar entgegen den Erwartungen nicht eingetrübt, sondern spürbar verbessert. Der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank of Philadelphia (Philly-Fed) stieg auf 36,7 (Januar: 17,0) Punkte. Volkswirte hatten einen Indexrückgang auf 8,0 Punkte prognostiziert.

Der Philly-Fed-Index erfasst die Industrie in der Schlüsselregion im Nordosten und gilt als einer der wichtigsten Frühindikatoren für die US-Produktion.

15:17 Uhr

Finanzinvestor übernimmt Dessous-Label Victoria's Secret

imago86611264h.jpg

(Foto: imago/MediaPunch)

Image-Probleme und sinkende Verkaufszahlen haben das Dessous-Label Victoria's Secret in die Krise gebracht - jetzt übernimmt ein Finanzinvestor die Kontrolle. Die Beteiligungsgesellschaft Sycamore Partners erhält für 525 Millionen US-Dollar die 55-prozentige Mehrheit. Die restlichen 45 Prozent bleiben beim bisherigen Mutterkonzern L Brands. Insgesamt werde Victoria's Secret bei dem Deal mit 1,1 Milliarden Dollar bewertet.

Der umstrittene Chef von L Brands, Leslie Wexner, wird von seinem Amt zurücktreten, sobald die Transaktion abgeschlossen ist. Er soll aber einen Posten im Verwaltungsrat behalten. Der Ruf des 82-Jährigen hat stark unter seiner Verbindung zum US-Millionär Jeffrey Epstein gelitten, der sich im vergangenen August nach einem Missbrauchsskandal das Leben in einem New Yorker Gefängnis genommen hatte.

14:53 Uhr

Condor zittert noch um Übernahme durch polnische LOT

Der Ferienflieger Condor muss womöglich noch um die Übernahme durch die polnische Fluggesellschaft LOT bangen. Der Pensionssicherungsverein (PSV) lehnt den Insolvenzplan für Condor bisher ab und fordert von LOT, rund 50 Millionen Euro an Pensionsverpflichtungen zu übernehmen, wie ein Insider gegenüber Reuters mitteilte.

Zwar können die übrigen Gläubiger den PSV bei der Verabschiedung des Insolvenzplans Mitte März überstimmen, dagegen wären aber noch Rechtsmittel möglich. Bei weiteren Verzögerungen könnte der Käufer im schlimmsten Fall abspringen.

14:35 Uhr

Dieselvergleich: VW und Verbraucherschützer wieder an einem Tisch

Abgase strömen aus einem Auspuff eines Fahrzeugs. Foto: Jan Woitas/zb/dpa/Archivbild

(Foto: Jan Woitas/zb/dpa/Archivbild)

Rund eine Woche nach dem Scheitern ihrer Vergleichsverhandlungen um manipulierte Dieselfahrzeuge werden Volkswagen und die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) wieder miteinander reden. Sie haben sich dazu nach entsprechendem Anraten des Gerichts entschlossen, wie das Oberlandesgericht Braunschweig mitteilte. Dort sollen die Verhandlungen bei dem Güterichter fortgesetzt werden. Die Verhandlungsführung übernehme auf Antrag beider Parteien der Präsident des Oberlandesgerichts, Wolfgang Scheibel.

Nach dem Scheitern der Verhandlungen in der vergangenen Woche hatte VW angekündigt, die im Dieselskandal geschädigten Verbraucher direkt zu entschädigen. Der Konzern bot ein Vergleichspaket von insgesamt bis zu 830 Millionen Euro - also genau die Summe, die der Konzern bereits mit der Verbraucherzentrale vereinbart hatte. Laut VW war eine verbindliche Einigung aber wegen der "unbegründeten hohen Forderungen der Prozessanwälte" nicht zustande gekommen.

14:17 Uhr

Daimler baut Führung der Mercedes-Sparte um

126660544.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Umbauarbeiten bei Daimler: Der Stuttgarter Autobauer krempelt die Führung seiner wichtigsten Sparte Mercedes-Benz um und zieht wichtige Funktionen an der Konzernspitze zusammen. So ist Vorstandschef Ola Källenius künftig auch direkt für das Van-Geschäft zuständig, das zuletzt Milliardenverluste angehäuft hatte und bislang von Personalvorstand Wilfried Porth verantwortet wurde. Den Posten des Sparten-Finanzvorstandes übernimmt Konzern-Finanzchef Harald Wilhelm zusätzlich. Der bisherige Finanzvorstand der Mercedes-Benz AG, Frank Lindenberg, verlässt das Unternehmen. Auch die Aufgaben von Entwicklungsvorstand Markus Schäfer werden ausgeweitet. Er verantwortet künftig als Chief Operating Officer auch für die Auto-Sparte die komplette Entwicklungs- und Produktionskette.

Ziel des Umbaus sei, Entscheidungen schneller umsetzen zu können und Doppelstrukturen abzubauen, hieß es. Die Änderungen sollen zum 1. April wirksam werden. Daimler hatte vergangene Woche einen heftigen Gewinneinbruch verkünden müssen.

13:54 Uhr

Goldpreis erreicht Siebenjahreshoch

Der Goldpreis ist auf den höchsten Stand des Jahres und hat in US-Dollar damit ein neues Siebenjahreshoch erreicht - in Euro steht ein frisches Allzeithoch auf dem Kurszettel. Teilnehmer führen die jüngste Stärke in dem Edelmetall auch auf die Corona-Epidemie zurück, welche die Nachfrage nach Sicherheit verstärkt. Seit Jahresbeginn hat der Preis bereits um 6,5 Prozent gutgemacht.

Der Preis für die Feinunze stieg heute um weitere 0,4 Prozent auf 1617,40 Dollar beziehungsweise um 0,5 Prozent auf 1498,40 Euro.

13:43 Uhr

Mangelnde Geldwäschebekämpfung: Rüge für Julius Bär

Dubiose Geschäfte rund um den Fußballverband Fifa und den staatlichen venezolanischen Ölkonzern Petróleos de Venezuela haben der Schweizer Bank Julius Bär eine scharfe Rüge eingebracht. Die Finanzmarktaufsicht Finma stellte von 2009 bis 2018 schwere Mängel in der Geldwäschebekämpfung und im Risikomanagement fest.

Das Fehlverhalten der Bank stehe im Zusammenhang mit mutmaßlichen Korruptionsfällen, hieß es. Die Bank muss die Mängel beseitigen und darf auf Anordnung der Finma vorläufig keine komplexen Firmenakquisitionen durchführen. Die traditionsreiche Privatbank ist einer der größten europäischen Vermögensverwalter. Ende 2019 verwaltete Julius Bär 426 Milliarden Franken (401 Milliarden Euro), das sind 12 Prozent mehr als im Jahr davor.

13:28 Uhr

Bundeskartellamt winkt polnische Condor-Übernahme durch

128801293.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Nur zwei Wochen hat das Bundeskartellamt gebraucht: Die Behörde gab die Übernahme des deutschen Ferienfliegers Condor durch die staatliche polnische Luftfahrt-Holding PGL frei. Es bestünden keine relevanten Überschneidungen zwischen der Condor und der PGL-Hauptgesellschaft LOT, begründeten die Kartellwächter in Bonn ihre Entscheidung.

  • "Vielmehr ergänzen sich die Unternehmen, so dass Condor im Wettbewerb zum deutschen Marktführer Lufthansa gestärkt wird", erklärte Kartellamts-Präsident Andreas Mundt.
  • Mit dem zügigen Verfahren trage man dazu bei, dass Condor nach den Turbulenzen der vergangenen Monate eine Zukunft in Deutschland habe.
13:10 Uhr

Aktienboom lässt Kassen von Union Investment klingeln

Steigende Börsenkurse und die niedrigen Zinsen haben der Fondsgesellschaft Union Investment 2019 in die Hände gespielt. Im vergangenen Jahr sei über alle Kundengruppen hinweg ein Nettoabsatz von 19,4 Milliarden Euro erzielt worden, sagte Vorstandschef Hans Joachim Reinke.

2019 sei damit das viertbeste Jahr aller Zeiten für Union Investment gewesen. Vor Steuern steigerte die Fondsgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken das Ergebnis um 29 Prozent auf 650 Millionen Euro. Darin enthalten waren 73 Millionen Euro aus dem Verkauf der polnischen Tochter TFI an den italienischen Versicherer Generali.

12:53 Uhr

Corona-Krise: So viel Geld pumpt China in den Markt

Die ungebremste Ausbreitung des Coronavirus hat immer stärkere Auswirkungen auf die bereits schwächelnde chinesische Wirtschaft. Die Zentralbank und die Regierung versorgen das System inzwischen mit Finanzspritzen in Milliardenhöhe.

Der Chart zeigt unten zeigt, wo die Reise hingeht: Die Geldmenge MO ist von Dezember auf Januar bereits um gut 20 Prozent gestiegen. Inzwischen sind weitere Finanzinstrumente aktiviert worden:

*Datenschutz

 

12:34 Uhr

Wall Street etwas leichter erwartet

a4716793cb8b775c1dbc41ec724d1e55.jpg

(Foto: dpa)

Die Wall Street dürfte heute mit einem kleinen Minus in den Handel starten. Die Investoren würden weiterhin die Entwicklungen der Corona-Epidemie und deren mögliche konjunkturelle Auswirkungen abwägen, heißt es. China hatte in der Nacht, wie erwartet, mit einer Zinssenkung auf die absehbaren negativen konjunkturellen Entwicklungen reagiert. Allerdings wurde der Umfang der Maßnahmen am Markt als zu zaghaft eingeschätzt. Vor diesem Hintergrund zeigt sich der Future auf den S&P-500 mit einem kleinen Minus von 0,2 Prozent.

Einen wichtigen Impuls könnten die anstehenden US-Konjunkturdaten liefern. Vor Handelsbeginn stehen der Philadelphia-Fed-Index für Januar und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf der Agenda. Eine halbe Stunde nach der Startglocke folgt noch der Index der Frühindikatoren, ebenfalls für den Monat Januar.

12:10 Uhr

BMW plant kräftige Einsparungen

imago89556721h.jpg

(Foto: imago/Eibner)

Neben Daimler dreht auch BMW an der Sparschraube. Der Münchner Autobauer will in seinen Werken in den kommenden drei Jahren rund 2 Milliarden Euro einsparen. "Wir werden in der Produktion bis Ende 2022 insgesamt zwei Milliarden Euro Effizienzpotenzial heben", sagte der neue Produktionsvorstand Milan Nedeljkovic der "FAZ". Zum einen optimiere BMW die Anlageinvestitionen, zum anderen senke der Konzern die laufenden Kosten.

Bei BMW läuft seit mehr als zwei Jahren das Sparprogramm "Performance Next". Etwa die Hälfte der Antriebsvarianten soll entfallen, Nischenmodelle wie der Dreier Gran Turismo keinen Nachfolger erhalten. Auch die Lieferanten werden laut "FAZ" zum Sparen angehalten.

11:55 Uhr

Dax kocht auf Sparflamme

Der deutsche Aktienmarkt hat kurz vor Mittag mit leichten Verlusten zu kämpfen. Ein wichtiger Grund ist weiter die Sorge um die von China ausgehende Corona-Epidemie. Der Dax, der gestern nur knapp ein weiteres Rekordhoch verpasst hatte, gab um 0,2 Prozent auf 13.768 Punkte nach. Der MDax verlor ebenfalls 0,2 Prozent auf 29.300 Zähler. Der TecDax gab um 0,4 Prozent nach auf 3284 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 0,4 Prozent tiefer bei 3849 Punkten.

Unter den Einzelwerten im Dax eroberten nach Zahlenvorlage die Papiere von Fresenius und dessen Tochter Fresenius Medical Care (FMC) die vorderen Plätze mit plus 5,3 beziehungsweise 4,2 Prozent. Analyst Tom Jones von der Berenberg Bank sprach im Fall von FMC von einem starken vierten Quartal, von einem beruhigenden Ausblick für 2020 und noch mehr Potenzial für 2021.

Bedenken hinsichtlich der finanziellen Folgen der Coronavirus-Krise ließen die Aktien der Lufthansa um 1,7 Prozent sinken - damit bauten die Papiere einen Teil ihrer Verluste ab. MTU übertraf 2019 trotz eines überraschend schwachen Umsatzwachstums seine Gewinnprognose und will die Dividende deutlich erhöhen. Den Aktien des Dax-Neulings nutzte dies nichts, sie gaben um 1,7 Prozent nach.

Dax
Dax 9.935,84

11:38 Uhr

"Bagger-Index": Chinas Wirtschaft läuft nicht mal mit halber Kraft

Die japanische Bank Nomura beobachtet die Zahlen von Baggereinsätzen in China, um zu beurteilen, wie die Wirtschaft des Landes vom Ausbruch des Coronavirus betroffen ist.

Laut den Nutzungsdaten von Komatsu, einem Hersteller von Baumaschinen, die monatlichen Betriebsstunden pro Maschine in China von 124,7 im Dezember auf 59,3 im Januar gesunken sind.

Nomura überwacht darüber hinaus den Baidu-Migrationsindex, um abzuschätzen, wie viel Prozent der Menschen inzwischen wieder zur Arbeit zurückkehren konnten. Die Rückkehrerquote lag am 19. Februar bei 27,4 Prozent . Am Tag zuvor waren es 26,6 Prozent.

Der tägliche Kohleverbrauch in sechs großen Kraftwerken liegt immer noch 42,5 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum.

11:24 Uhr

BAE Systems profitiert vom US-Verteidigungsetat

AP_17282539970369.jpg

(Foto: AP)

BAE Systems hat im vergangenen Jahr gut 400 Millionen Pfund mehr verdient als 2018 und seine Prognose nach eigenen Angaben erfüllt. Der Vorsteuergewinn stieg von 1,22 auf 1,63 Milliarden Pfund, wie der britische Rüstungs- und Luftfahrtkonzern mitteilte. Unter dem Strich blieben 1,48 Milliarden Pfund oder 45,8 Pence pro Aktie.

In diesem Jahr wird BAE Systems nach eigenen Angaben vom US-Militärhaushalt profitieren, der viele Schlüsselprogramme weiter finanziere. Dazu gehören Kampffahrzeuge, das Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeug F-35, Programme zur elektronischen Kriegsführung sowie aktuelle und zukünftige Präzisionswaffensysteme.

11:05 Uhr

Schneider-Electric-Papier schafft Rekordhoch

Die Aktie von Schneider Electric legten am Vormittag gut 7 Prozent zu und erreichen mit 104,35 Euro ein Rekordhoch. Das Unternehmen zeigte sich zuversichtlich, die Folgen der Coronavirus-Epidemie ausgleichen zu können. Schon jetzt laufe die Produktion in China wieder zu 80 Prozent, sagte Finanzchef Emmanuel Babeau.

  • "Die chinesische Wirtschaft hat ihre Fähigkeit bewiesen, schnell wieder in Schwung zu kommen und die Trendwende zu schaffen."
10:53 Uhr

Coronavirus trifft Lufthansa massiv

128975358 (2).jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Folgen des Coronavirus belasten die Lufthansa massiv. Konzernweit seien derzeit 13 Flugzeuge wegen der Epidemie am Boden, sagte ein Airline-Sprecher. Es handelt sich demnach um Langstreckenmaschinen, die derzeit nicht nach China fliegen. Das habe "spürbare wirtschaftliche Folgen". Erste Analysen, wie stark dies Gewinn und Umsatz dämpfe, werde der Dax-Konzern auf der Bilanzpressekonferenz am 19. März vorlegen, sagte der Sprecher weiter.

Die Lufthansa und ihre Töchter Swiss und Austrian Airlines hatten jüngst alle Flüge zum chinesischen Festland bis zum Ende des Winterflugplans am 28. März ausgesetzt. Betroffen seien Verbindungen von und nach Peking und Shanghai, die zuletzt nur bis zum 29. Februar gestrichen waren.

10:30 Uhr

Goldman warnt vor Kurskorrektur: Corona-Folgen "werden unterschätzt"

Analysten von Goldman Sachs sehen ein "hohes" Risiko, dass die Aktienmärkte korrigieren. Die Auswirkungen des Coronavirus auf die Gewinne werde von den Anlegern unterschätzt, heißt es. Eine Korrektur ist definiert als ein Rückgang von 10 Prozent oder mehr gegenüber einem jüngsten Höchststand.

Anfang der Woche hatte Apple wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie die Umsatzprognose für das laufende Quartal kassiert. Bei iPhones gebe es Lieferengpässe, weil die Produktion in China langsamer hochgefahren werde als geplant, teilte der Konzern mit. Außerdem sei der Absatz von Apple-Geräten in China selbst gedämpft, da viele Geschäfte lange geschlossen blieben.

 

Hier mehr zum Thema:

 

 

10:15 Uhr

Air France-Kursrutsch lastet auf Lufthansa

Die Lufthansa-Aktie leidet unter den  schwachen Vorgaben des Rivalen Air France-KLM und lag am Vormittag mit einem Minus von 2,5 Prozent am Dax-Ende.

Die Coronavirus-Epidemie drückte den Gewinn der französischen Airline. Sollten die Flüge nach China bis April ausgesetzt bleiben, werde dies den Unternehmensgewinn allein bis dahin um 150 bis 200 Millionen Euro schmälern, sagte das Unternehmen voraus. Die Aktie der Air-France-KLM brach um 7 Prozent ein.

10:00 Uhr

China senkt Leitzinsen, um Corona-Schock abzufedern

62883687.jpg

Chinas Zentralbank pumpt jede Menge Geld in den Markt.

picture alliance / dpa

Die chinesische Notenbank hat den Leitzins wie erwartet gesenkt, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie abzufedern. An der chinesischen Börse kam das gut an.

In China legten die Kurse kräftig zu: Der CSI300 der wichtigsten Werte in Shanghai und Shenzhen gewann mehr als zwei Prozent, der Index der Börse Shanghai 1,6 Prozent.

Der Tokioter Nikkei-Index schloss 0,3 Prozent fester. Er wurde vom Kursverfall des Yen gestützt. Die japanische Währung war am Mittwoch abgestürzt, ein Dollar wurde mit 111,52 Yen gehandelt, 24 Stunden davor waren es noch weniger als 110 Yen. Davon profitierten vor allem die Exportwerte.

09:39 Uhr

MTU übertrifft Gewinnziel - Dividende soll deutlich steigen

Mit guten Zahlen wartet MTU auf. Der Münchner Triebwerksbauer hat 2019 trotz eines überraschend schwachen Umsatzwachstums seine Gewinnprognose übertroffen. Im abgelaufenen Jahr steigerte das jüngste Dax-Mitglied den Umsatz um gut ein Prozent auf gut 4,6 Milliarden Euro und verfehlte damit das eigene Ziel von 4,7 Milliarden. Allerdings blieben 16,4 Prozent der Erlöse als operativer Gewinn beim Unternehmen hängen und damit noch mehr als zuletzt angepeilt. Der Überschuss wuchs um knapp acht Prozent auf 488 Millionen Euro.

Die Aktionäre sollen eine von 2,85 auf 3,40 erhöhte Dividende erhalten und damit ein Stück mehr als von Analysten erwartet. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) stieg um fast 13 Prozent auf rund 757 Millionen Euro. Der Vorstand hatte zuletzt 750 Millionen Euro angepeilt.

MTU Aero Engines
MTU Aero Engines 132,00

09:25 Uhr

Furcht vor Coronavirus sorgt für Rutschpartie im Dax

Die Anleger in Frankfurt halten sich wegen der anhaltenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Coronavirus weitgehend zurück

DAX
DAX 9.935,84

Der Dax notiert kurz nach Börsenstart knapp 2,0 Prozent niedriger bei 13.763 Punkten.

Allerdings komme die Zinssenkung in China bei den Anlegern gut an, wie Timo Emden, Experte beim Analysehaus Emden Research sagt. "Auf lange Sicht ist es weiterhin entscheidend, das Virus so schnell wie möglich erfolgreich unter Kontrolle zu bringen."

Die rote Laterne im Dax halten MTU-Aktien mit minus zwei Prozent. Der Münchner Triebwerksbauer hat ein Rekordjahr hinter sich und will den Wachstumskurs fortsetzen. Ein Händler begründet das Minus mit Gewinnmitnahmen, die Aktie war in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Zudem verwies er auf eine Aussage von MTU, wonach das Unternehmen "die Auswirkungen des Coronavirus beobachte und falls nötig die Prognose anpasse".

08:31 Uhr

Dax etwas stärker erwartet, viele Unternehmenszahlen

Mit einer knapp behaupteten Eröffnung an den europäischen Aktienmärkten rechnen Marktteilnehmer am Donnerstag. Der Dax dürfte wieder etwas zurückkommen in Richtung von 13.750 Punkten, vermuten Händler. Als Kursbremse für den deutschen Markt wirke weiter der kleine Verfalltag an den Terminbörsen am Freitag. Dazu kommen nun immer mehr Warnungen von Unternehmen vor den finanziellen Auswirkungen des Coronavirus, die Gewinnmitnahmen auslösen. Die Vorlagen aus Asien sind am Morgen eher uneinheitlich, die chinesische Notenbank hat die Geldpolitik wie erwartet weiter gelockert.

Im Fokus steht aber zunächst die Berichtsaison mit ihrem zweitstärksten Tag. Unter anderem kommen Zahlen von Air France-KLM, Moeller-Maersk und FMC, Telefonica, MTU, Schneider Electric, Accor, Valeo, Bouygues, Pirelli, EDP, Repsol und vielen, vielen anderen. Laut Analysten haben im Stoxx-600 bisher 58 Prozent der Unternehmen die Prognosen für den Gewinn je Aktie im vierten Quartal übertroffen. Das sei deutlich mehr als die üblichen 50 Prozent. Auch die Umsätze lägen über den Erwartungen.

07:53 Uhr

Fresenius erreicht Ziele, Dividende steigt

Fresenius
Fresenius 33,84

Fresenius hat dank Umsatz- und Gewinnsteigerung im Schlussquartal im vergangenen Jahr die Prognosen beim Gewinn und Umsatz erreicht. Der Nettogewinn war wie geplant währungsbereinigt auf Vorjahresniveau, nominal ergab sich eine kleine Steigerung. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 6 Prozent, am oberen Ende des seit Ende Juli angepeilten Korridors von 4 bis 7 Prozent.

Die Aktionäre des Bad Homburger Medizintechnologiekonzerns und Klinikbetreibers dürfen sich auch nach dem vom Unternehmen als "Übergangsjahr" deklarierten 2019 über eine höhere Dividende freuen - sowohl bei der Mutter als auch bei der Dialysetochter Fresenius Medical Care. Bei Fresenius soll die Ausschüttung auf 0,84 Euro je Aktie von 0,80 Euro steigen. FMC hatte bereits am Vorabend eine Anhebung der Dividende auf 1,20 Euro von 1,17 Euro je Aktie angekündigt.

07:21 Uhr

Verhalten positive Signale aus Asien, Lenovo stark

In gegenläufige Richtungen marschieren die Börsen an den Plätzen in Ostasien und Australien am Donnerstag. Die Vorgaben von der Wall Street sind verhalten positiv. Gestützt werden die Märkte auch weiter von den geplanten Stimulusmaßnahmen in China und Südkorea. Zudem ist die Zahl der in China täglich offiziell neu registrierten Corona-Krankheitsfälle auf den niedrigsten Stand seit fast einem Monat gesunken.

Nikkei
Nikkei 18.917,01

Der japanische Markt wird von Elektronik-, Auto- und Energiewerten angeführt, während der Yen auf ein Neunmonatstief absackt. Renesas Electronics gewinnen 3,1 Prozent, Honda Motor 2,7 Prozent und Inpex 3,1 Prozent. Die Softbank-Aktie verteuerte sich um 3,1 Prozent, nachdem der Konzern sich umgerechnet bis zu 4,55 Milliarden US-Dollar frisches Geld bei 16 heimischen und ausländischen Finanzinstituten besorgen will.  Der südkoreanische Markt zeigt sich ebenfalls freundlich, getrieben von Technologiewerten.  In Hongkong hat der Markt nach kleinen Gewinnen zum Start ins Minus gedreht. Die Teilnehmer hielten sich zurück, da einige Unternehmensaussagen zu den Belastungen durch das Coronavirus die Sorgen wieder aufleben lassen.

Derweil rückt die Lenovo-Aktie um 5,4 Prozent vor. Der Computer- und Smartphone-Hersteller hat in seinem Drittquartal 2019/20 so viel umgesetzt wie noch nie in einem Dreimonatszeitraum und seinen Gewinn unerwartet deutlich erhöht,