Dienstag, 19. Dezember 2017Der Börsen-Tag

Heute mit Max Borowski
17:47 Uhr

Gewinnmitnahmen drücken den Dax

Dax
Dax 15.568,73

Der erhoffte Rekordlauf des Dax in der Vorweihnachtswoche bleibt - vorerst - aus. Nach dem stattlichen Plus gestern nehmen die Anleger erst einmal ihre Gewinne mit.

Der Dax schließt 0,7 Prozent im Minus bei 13.216 Punkten. Der MDax verliert 0,3 Prozent auf 26.367 Punkte. Der TecDax schließt unverändert bei 2.562 Zähler.

Auch die US-Indizes können am Nachmittag ihre Höchststände vom Vortag nicht mehr erreichen. Der Dow Jones notiert bei 24.765 Punkten, 0,1 Prozent unter dem gestrigen Schlusskurs. Der S&P 500 verliert ebenfalls 0,1 Prozent auf 2688 Zähler. Der Nasdaq 100 gibt 0,4 Prozent auf 6485 Punkte nach.

MDax
MDax 35.384,24

Mit beigetragen zur gedämpften Stimmung hat der festere Euro. Die EZB setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1823 (Montag: 1,1795) US-Dollar fest.

Wie es weitergeht, dürfte maßgeblich von der anstehenden Abstimmung über Trumps Steuerpläne im US-Kongress abhängen. Der "Börsen-Tag" endet zwar hier. Die Kollegen der Nachrichtenredaktion werden sie aber jederzeit auf n-tv.de auf dem Laufenden halten.

17:07 Uhr

Warum Trumps Steuerreform teuer für die Tech-Giganten wird

Die Aussicht auf die Verabschiedung von Trumps Steuerreform löst bei Unternehmen und den meisten Investoren Euphorie aus. Einige der reichsten Technologiefirmen der Welt müssen jedoch damit rechnen, dass ihre Steuerlast steigt.

Microsoft
Microsoft 284,82

Ein Blick auf die Microsoft Corp, die einen überproportional großen Anteil ihrer Steuern im Ausland zahlt, offenbart, wie die neuen Steuergesetze die Vorteile der Rückführung von Gewinnen in die USA wieder ausgleichen. Der Softwarekonzern spart zurzeit Milliarden von Dollar, indem er Lizenzrechte und infolgedessen auch Gewinne bei Töchtern in Puerto Rico, Irland und Singapur anhäuft und dort niedrigere Steuersätze zahlt.

Das vorgeschlagene Gesetz senkt die amerikanische Körperschaftsteuer von 35 auf 21 Prozent, erhebt jedoch im gleichen Zug einen Mindeststeuersatz auf Auslandsgewinne. Microsoft müsste dann in den USA wahrscheinlich mindestens 10,5 Prozent Steuern auf künftige Offshore-Gewinne zahlen, sagen Steuerexperten.

"Die Firmen, die Weltmeister in der Steuervermeidung sind, müssen mit höheren Abgaben rechnen", sagt Edward D. Kleinbard, ein ehemaliger US-Steuerbeamter, der jetzt Steuerrecht an der University of Southern California lehrt. Cisco Systems, eBay und die Google-Mutter Alphabet gehörten derzeit noch zu den amerikanischen Unternehmen mit den niedrigsten effektiven Steuersätzen.

16:50 Uhr

EU: VW löst Dieselgate-Versprechen nicht ein

Volkswagen muss nach Ansicht der EU-Kommission und europäischer Verbraucherschutzbehörden die vom Diesel-Skandal betroffenen Autos schneller nachrüsten. Bei knapp drei Viertel (73 Prozent) der gut acht Millionen Fahrzeuge seien bislang die nötigen Software-Updates aufgespielt worden, teilte die EU-Kommission am Dienstag mit.

  • "Volkswagen hat seine Zusagen noch nicht vollständig eingelöst und muss nun mehr für die Verbraucher in der EU tun", sagte die zuständige EU-Kommissarin, Vera Jourova. Auf Druck der EU-Kommission und der Verbraucherschutzbehörden habe sich Volkswagen nun verpflichtet, die kostenfreien Nachrüstungen im neuen Jahr fortzuführen.
  • Volkswagen hatte im September 2015 zugegeben, die Abgasreinigung an Millionen Dieselmotoren weltweit manipuliert zu haben. Die Autos schaffen die vorgeschriebenen Abgaswerte nur im Labor und erfüllen deshalb die Vorgaben für die Zulassung eigentlich nicht. VW hatte ursprünglich versprochen, dass alle Nachrüstungen bis Herbst 2017 abgeschlossen würden.
16:12 Uhr

Media-Saturn-Konzern will Gründer loswerden

Die Elektronikhandelsholding Ceconomy strebt eine Trennung vom Media-Saturn-Minderheitseigner Erich Kellerhals an.

  • Es sei kein Geheimnis, dass dies der beste Weg sei, sagte Ceconomy-Chef Pieter Haas. Der Investor Clemens Vedder versucht derzeit erneut, eine Lösung zwischen den beiden Parteien zu vermitteln. Kellerhals liefert sich seit Jahren einen erbitterten Machtkampf um das Sagen bei Media-Saturn.
  • Zuletzt hatten Vertreter seiner Investmentgesellschaft Convergenta den Jahresabschluss in einer Gesellschafterversammlung von Media-Saturn nicht abgezeichnet. Der "Spiegel" hatte berichtet, dieser Streit könne die Dividende bedrohen. Für Ceconomy habe das aber keine Auswirkungen, betonte Haas.
15:56 Uhr

Wall Street eröffnet im Plus

Dow Jones
Dow Jones 34.838,16

Auch heute geht es an der Wall Street weiter nach oben. Die Kursgewinne halten sich kurz nach der Startglocke allerdings noch in Grenzen, die Indizes bewegen sich unter ihren Verlaufshochs vom Montag.

  • Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,1 Prozent auf 24.821 Punkte. Der S&P-500 steigt ebenfalls um 0,1 Prozent. Der Nasdaq-Composite zeigt sich kaum verändert.
  • Wie bereits an den vorigen Tagen setzen die Anleger auf das Zustandekommen der US-Steuerreform. Am Abend wird das Repräsentantenhaus voraussichtlich über den endgültigen Gesetzesentwurf zur Reform abstimmen. Die Abstimmung im Senat wird entweder ebenfalls am Dienstag oder am Mittwoch erfolgen.
  • Doch die Pläne sorgen keineswegs nur für Euphorie bei den Anlegern. Kritisch äußert sich Finanzanalyst Connor Campbell von Spreadex. Die Anleger hätten - was wenig überraschend sei - einige Punkte der Reform ignoriert, etwa ihre Folgen für die amerikanische Mittelklasse. Stattdessen hätten die Investoren sich geradezu schwärmerisch auf die Vorzüge konzentriert, die die Steuererleichterungen den großen Unternehmen und den Reichen brächten.
    Euro / US-Dollar
    Euro / US-Dollar 1,19
  • Der Dollar gerät kurz vor der Abstimmung über die Steuerreform unter Druck. Der Euro steigt im Gegenzug auf 1,1816 Dollar. Im Tagestief waren für die Gemeinschaftswährung 1,1776 Dollar gezahlt worden.
15:27 Uhr

Banken kappen Steinhoffs Rettungsleine - erneuter Crash

Nachdem sie sich etwas erholt hatten, sind Steinhoff wieder kräftig ins Minus gerutscht. Der Grund: Informationen vom laufenden Treffen des Unternehmens mit seinen Kreditgebern. "Das ist die entscheidende Weichenstellung für die Zukunft", sagt ein Händler: "Heute ist quasi D-Day für Steinhoff." Er rechnet dazu in der Nacht mit veröffentlichungspflichtigen Aussagen und Adhoc-Mitteilungen.

  • Den aktuellen Kursrückgang habe die Veröffentlichung einer Unternehmenspräsentation ausgelöst: "Das ist eigentlich schade, weil die genau diese Detailtiefe und Transparenz bietet, die man sich bei Steinhoff immer gewünscht hat".
  • In der Präsentation heißt es, die Kreditlinien von Banken für Steinhoff würden immer öfter gestrichen oder ausgesetzt. Auch Kreditversicherer kappen demnach ihre Deckungen für das Unternehmen oder streichen sie. Nach eigenen Angaben saß der Mutterkonzern des Möbelhändlers Poco am 14. Dezember auf ausstehenden Schulden in Höhe von 10,7 Milliarden Euro.
15:01 Uhr

Ifo-Chef prophezeit: Inflation zieht bald an

 

14:57 Uhr

Führungswechsel beflügelt Südafrikas Börse

In Südafrika schürt die Wahl des Vizepräsidenten Cyril Ramaphosa zum Chef der Regierungspartei ANC Hoffnungen auf Reformen.

  • "Ramaphosa ist in Wirtschaftskreisen sehr beliebt, und infolge seiner Wahl ist ein Anstieg der Investments zu erwarten", sagte Kieran Curtis, Investmentdirektor beim Vermögensverwalter Aberdeen Standard. "Der Optimismus von Konsumenten und Unternehmen sollte im nächsten Jahr dem Wirtschaftswachstum einen Schub verleihen."
  • Der Leitindex der Börse Johannesburg stieg um 1,2 Prozent, angeführt von Banken wie FirstRand. Die Aktien des gemessen am Börsenwert größten südafrikanischen Geldhauses stiegen um zwölf Prozent auf ein Rekordhoch von 6709 Rand.
  • Die Währung des Landes war ebenfalls gefragt. Dies drückte den Dollar zeitweise auf ein Drei-Wochen-Tief von 12,70 Rand.
14:28 Uhr

US-Börsen weiter auf Rekordkurs

Dow Jones
Dow Jones 34.838,16

Auch am Dienstag ist noch kein Ende der Rekordjagd an den US-Börsen in Sicht. Der Future auf den S&P-500 deutet mit einem Plus von 0,1 Prozent eine gut behauptete Eröffnung am Kassamarkt an. Wie an den vorigen Tagen setzen die Anleger auf das Zustandekommen der US-Steuerreform, über die der US-Kongress voraussichtlich Abend abstimmen wird.

  • Die Konjunkturdaten des Tages - Baubeginne und -genehmigungen aus dem November und die Leistungsbilanz des dritten Quartals - dürften hinter das Thema Steuerreform zurücktreten.
  • S&P 500
    S&P 500 4.387,52
    Unternehmensnachrichten sind ebenfalls rar. Die  Aktie des Online-Autohändlers Cars.com könnte vom Einstieg des aktivistischen Investors Starboard Value profitieren. Die Titel werden vorbörslich noch nichtgehandelt, haben aber am Montag im nachbörslichen Handel mit einem Plus von 7,5 Prozent auf die Nachricht reagiert.
13:58 Uhr

Bitcoin-Börse kollabiert nach Hackerangriff

In Südkorea ist am Dienstag eine Krypto-Börse kollabiert, nachdem der Handelsplatz den zweiten Hackerangriff innerhalb von acht Monaten verkraften musste.

Ein Großteil der digitalen Währungsreserven gingen dabei verloren. Yapian, das Unternehmen, das eine in Seoul ansässige Börse namens Youbit betreibt, hat den Handel mit Kryptowährungen ausgesetzt und Konkurs angemeldet, nachdem die Systeme in den Vormittagsstunden gehackt wurden.

Die Börse handelt mit zehn virtuellen Währungen, darunter auch Bitcoin und Ethereum. Yapian erklärte, dass die jüngste Cyberattacke dazu geführt habe, dass 17 Prozent der Vermögenswerte verloren gegangen seien. Die Gesellschaft hat weder die Art der gestohlenen virtuellen Währungen noch den finanziellen Wert der Verluste beziffert.

Bereits im April war Youbit Opfer eines Hackerangriffs geworden.

13:38 Uhr

Hedge-Fonds-Milliardär mischt bei Uniper-Übernahmekampf mit

Der aktivistische Investor Paul Singer mischt sich immer stärker in den Übernahmekampf um den Kraftwerksbetreiber Uniper ein.

  • Der umstrittene Milliardär hat sich mit seinem Hedgefonds Elliott inzwischen Zugriff auf 7,38 Prozent der Uniper-Aktien gesichert, wie aus einer Stimmrechtsmitteilung hervorgeht. Die Uniper-Aktie reagierte positiv auf die Neuigkeiten. 
  • Singer und Elliott sind bekannt dafür, sich bei Übernahmekandidaten einzukaufen, um einen besseren Preis herauszuschlagen, wie zuletzt beim Pharmakonzern Stada.
  • Eigentlich will der finnische Versorger Fortum Uniper übernehmen und hat sich im Grundsatz bereits mit Uniper-Großaktionär Eon auf den Kauf von dessen 47-Prozent-Beteiligung geeinigt. Uniper selbst lehnt das Angebot aus finanziellen und strategischen Gründen ab. Fortum hatte mehrfach betont, das Angebot von insgesamt 22 Euro je Aktie inklusive Dividende nicht erhöhen zu wollen.
13:01 Uhr

Neue Führung soll Skandal-Konzern Steinhoff retten

Steinhoff
Steinhoff ,10

Der Möbelhändler Steinhoff International Holdings, der mitten in einem Bilanzskandal steckt, hat einen neuen CEO gefunden.

  • Wie das Unternehmen mitteilte, hat der Aufsichtsrat Danie van der Merwe, der bisher COO von Steinhoff war, als kommissarischen Chef ernannt. Zudem werde Alexandre Nodale stellvertretender CEO und Louis Du Preez kaufmännischer Direktor. Nodale bleibe aber Chef der Tochtergesellschaft Conforama.
  • Der Chief Executive Markus Jooste hatte Anfang des Monats wegen des Bilanzskandals seinen Posten aufgegeben. Vergangenen Donnerstag erklärte Steinhoff International, dass sein Aufsichtsratsvorsitzender und größter Aktionär, Christo Wiese, ebenfalls zurückgetreten sei.
  • Nachdem die Aktien rund 90 Prozent ihres Wertes verloren hatten, führen sie nun den zweiten Tag in Folge mit mehr als 6 Prozent Gewinn den MDax an.
12:15 Uhr

Dax pendelt um die Nulllinie

Dax
Dax 15.568,73

Der Markt am Mittag: Nach einem überschwänglichen Wochenstart lassen es die Anleger am deutschen Aktienmarkt vorerst einmal ruhiger angehen.

  • Zuletzt stand der Leitindex knapp mit 0,08 Prozent im Minus bei 13 301,83 Punkten. Eine leicht rückläufige, aber auf hohem Niveau verbleibende Stimmung in den deutschen Unternehmen war dem Markt weder im positiven noch im negativen Sinne ein Kurstreiber.
  • Nun wird am Dienstag auf die Abstimmung über die Steuerpläne von Präsident Donald Trump im Abgeordnetenhaus geschaut. Dort und im Senat gilt eine Zustimmung mittlerweile als immer wahrscheinlicher, sodass der US-Präsident vielleicht noch diese Woche eine Unterschrift unter seine versprochenen Erleichterungen setzen kann.
    TecDax
    TecDax 3.717,94
  • Weitere Indizes lagen derweil am Dienstag auch denkbar knapp unter der Gewinnschwelle: Der MDax gab leicht um 0,03 Prozent auf 26 437,06 Zähler nach, während es für den Technologiewerte-Index TecDax um 0,09 Prozent auf 2558,18 Punkte nach unten ging. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand ebenfalls um knappe 0,11 Prozent tiefer.
11:48 Uhr

Kartellamt wirft Facebook Missbrauch vor

Das Bundeskartellamt wirft Facebook in einer ersten Einschätzung bei der Verwertung von Nutzer-Daten "missbräuchliches Handeln" vor und rüttelt damit an der grundlegenden Praxis des Netzwerkes und unzähliger anderer Seiten.

  • Das Unternehmen mache die Nutzung des sozialen Netzwerks davon abhängig, unbegrenzt jegliche Art von Nutzerdaten aus Drittquellen sammeln und mit dem Facebook-Konto zusammenführen zu dürfen, teilte die Behörde mit. Es geht dabei etwa über Daten von Seiten, auf denen Facebooks "Gefällt mir"-Button eingebunden ist. Nach der vorläufigen Bewertung des Amtes seien die Nutzungsbedingungen zumindest in diesem Punkt  "nicht angemessen und verstießen zu Lasten der Nutzer gegen datenschutzrechtliche Wertungen."
  • Das Bundeskartellamt führt gegen Facebook ein Verwaltungsverfahren. Am Ende kann es zu einer Einstellung des Verfahrens, Verpflichtungszusagen des Unternehmens oder einer Untersagung durch die Kartellbehörde kommen. Eine abschließende Entscheidung in der Sache wird nicht vor Frühsommer 2018 erwartet.
11:37 Uhr

Hugo-Boss-CEO macht Anlegern Mut

Im MDax machen die Aktien von Hugo Boss einem Satz nach oben um zeitweise mehr als 2,5 Prozent.

Ein optimistischer Geschäftsausblick verlieh den Aktien des Modekonzerns frischen Rückenwind. Vorstandschef Mark Langer kündigte in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" für das kommende Geschäftsjahr wieder ein Umsatz- und Ergebniswachstum an.

11:03 Uhr

Ryanairs "Zweiklassengesellschaft" empört Gewerkschaft

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imago/Vibrant Pictures

Ryanair
Ryanair 16,75

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo hat empört auf die Ankündigung der Ryanair reagiert, ausschließlich mit den Piloten über Tarifverträge verhandeln zu wollen. "Es ist ein Skandal, dass Ryanair hier eine Zweiklassengesellschaft errichten will. Arbeitnehmerrechte können nicht an der Cockpittür haltmachen", teilte Ufo-Tarifvorstand Nicoley Baublies mit.

Gemeinsam mit den europäischen Partnergewerkschaften für das Kabinenpersonal verlange man weiterhin Verhandlungen und werde den Druck auf Ryanair erhöhen. Sollten die Iren nicht verhandeln, stünden die nächsten Streikankündigungen bevor, diesmal vom Kabinenpersonal. 

Ryanair hatte angekündigt, noch vor Weihnachten mit mehreren Pilotengewerkschaften sprechen zu wollen, um drohende Streiks rund um die Feiertage zu verhindern. Andere Berufsgruppen sollen aber ausdrücklich außen vor bleiben. In mehreren europäischen Ländern hatten Piloten zuvor mit Ausständen gedroht.

10:51 Uhr

Chinesen stocken bei deutschem Chip-Hersteller auf

Dialog Semiconductor sind am Vormittag mit einem Plus von mehr als sieben Prozent der beste Wert im TecDax.

  • "Der Aktienkurs dürfte mit dem Interesse der Chinesen nach unten abgesichert sein", erwartet ein Aktienhändler. Am Vorabend ist bekannt geworden, dass der chinesische Großaktionär Tsinghua University seine Beteiligung auf 9,01 Prozent aufgestockt hat.
  • Spannend sei in diesem Zusammenhang, dass Dialog zuletzt vermeldet habe, die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Smartphone-Hersteller Huawei auszubauen.
  • Seit Jahresbeginn hat die Aktie allerdings gut 40 Prozent an Wert verloren und stellt damit den zweitgrößten Verlierer im TecDAX dar.
10:34 Uhr

Delivero Hero macht Uber Konkurrenz

Der weltgrößte Online-Essenslieferdienst Delivery Hero rückt mit dem indischen Fahrdienstbetreiber Ola näher zusammen.

  • Delivery Hero werde seine Tochter foodpanda Indien an Ola verkaufen und im Gegenzug Anteile an dem Uber-Rivalen erwerben, teilte die Firma am Dienstag mit. Gleichzeitig verpflichte sich Ola, 200 Millionen Dollar in foodpanda zu investieren.
  • Mit dem Schritt will Delivery Hero sein Geschäft in Indien stärken. Ola wurde 2011 von Absolventen der Universität IIT-Bombay gegründet. Mit der Ola Mobile App können Firmenangaben zufolge inzwischen in 110 Städten Kunden mehr als 800.000 Fahrzeuge buchen.
10:29 Uhr

Ex-Metro-Sparte Ceconomy wird heftig abgestraft

Unterhaltungselektronikgeschäft der "alten Metro" - jetzt als eigener Konzern mit dem schicken Namen Ceconomy - hat Steigerungen bei Umsatz und Ergebnis gemeldet - und wird an der Börse massiv abgestraft. Der Aktienkurs viel im frühen Handel um knapp fünf Prozent.

  • Für das Geschäftsjahr 2016/17, das am 30. September endete und ein Übergangsjahr in eine eigenständige Strategie war, bekommen die Aktionäre eine Dividende von 0,26 Euro je Aktie - nach 1,00 Euro vor der Aufspaltung in Ceconomy und Metro. Bei letzterer verblieb das Großhandels- und Lebensmitteleinzelhandelsgeschäft.
  • Für das aktuelle Geschäftsjahr setzt sich Ceconomy ambitionierte operative Ziele. Sowohl das EBIT als auch das EBITDA sollen mindestens im mittleren einstelligen Prozentbereich steigen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg das EBIT um 1,1 Prozent, das EBITDA fiel um 2,1 Prozent.
Ceconomy
Ceconomy 4,11

10:23 Uhr

Ölpreise ziehen leicht an

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 73,10

Ein Blick auf den Ölmarkt:

  • Ein Barrel Brent zur Lieferung im Februar kostete am Morgen 63,50 US-Dollar. Das waren 9 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass WTI zur Februar-Lieferung stieg um 14 Cent auf 57,36 Dollar.
  • Für etwas Auftrieb sorge die Erwartung fallender Rohöllagerbestände in den USA, hieß es aus dem Handel. Am Mittwoch werden die offiziellen Zahlen veröffentlicht.
  • Größtes Thema am Markt bleibt das Tauziehen zwischen dem Ölkartell Opec und seinen Verbündeten einerseits sowie amerikanischen Förderern andererseits. Die Opec zielt mit Förderkürzungen auf steigende Ölpreise, die jedoch die US-Förderung lukrativer machen, was wiederum der Opec-Strategie zuwider läuft.
10:07 Uhr

Negative Überraschung beim Ifo-Geschäftsklima

Die Stimmung in den Chefetagen deutscher Firmen hat sich am Jahresende überraschend eingetrübt. Der Geschäftsklimaindex sank im Dezember auf 117,2 Zähler von dem im Vormonat erreichten Rekordwert von 117,6 Punkten, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte.

  • "Zur Weihnachtszeit ist die Stimmung in den deutschen Chefetagen ausgezeichnet, aber nicht mehr ganz so euphorisch wie im Vormonat", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.
  • Die Manager beurteilten ihre Geschäftslage etwas besser, die Aussichten für die kommenden sechs Monate dagegen schlechter als zuletzt. Die Umfrage bildet erstmals in vollem Umfang die Reaktion auf das Scheitern der Jamaika-Sondierungen ab.
  • Das Ifo-Institut hat gerade erst seine Prognosen für das Wirtschaftswachstum in Deutschland angehoben.
09:25 Uhr

Dax-Anleger nehmen Fuß vom Gaspedal

Dax
Dax 15.568,73

Nach der Kursrally zu Wochenstart ist der deutsche Aktienmarkt zunächst nicht vom Fleck gekommen.

  • Der Dax startete unverändert mit 13.316 Punkten in den Handel. Als Bremsklotz wirkte der Euro, der sich auf über 1,18 Dollar verteuerte.
  • Börsianer sehen trotzdem gute Chancen für weitere Kursgewinne. "Die Jahresendrally ist in vollem Gange. Vor allem aber ist auch das Fundament für einen stabilen Start in das Börsenjahr 2018 gelegt", sagte Kapitalmarktanalyst Martin Utschneider von der Privatbank Donner & Reuschel.
    MDax
    MDax 35.384,24
  • Im Dax profitierten Siemens-Aktien von einer Hochstufung und legten rund ein halbes Prozent zu. Händlern zufolge stuften Analysten der Investmentbank Mainfirst die Titel auf "outperform" von "neutral" nach oben.
  • Unter den größten Gewinnern im TecDax waren die Titel des Chipherstellers Dialog Semiconductor mit einem Kursgewinn von 1,5 Prozent. Der chinesische Großaktionär Tsinghua Unigroup hat seinen Anteil an Dialog auf neun Prozent ausgebaut. Bei Dialog gab es zuletzt Spekulationen, dem Konzern könne ein Großteil des Umsatzes wegbrechen, weil Apple eigene Chips für seine Tablets und Smartphones herstellen will.
09:20 Uhr

Buffetts Berkshire stellen sagenhaften Rekord auf

Während Startups und Digitalwährungen in diesen teilweise in Stunden ihren Wert verdoppeln, zeigt Warren Buffett wieder einmal, was für ein Potenzial auch in der Old Economy steckt:

Die Aktien seines Konglomerats Berkshire Hathaway knackten gestern die sagenhafte Marke von 300.000 Dollar. Den letzten Schub, ein Kursanstieg um 1,3 Prozent gestern, gab ausgerechnet die Aussicht, dass Buffett stark von der Steuerreform des von ihm stets kritisierten Donald Trump profitieren dürfte. Im Laufe dieses Jahres haben die Berkshire-Papiere damit immerhin 22 Prozent an Wert gewonnen.

08:57 Uhr

Was heute wichtig wird am Markt

 

08:27 Uhr

Nikkei schließt im Minus

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(Foto: REUTERS)

Neue Betrugsvorwürfe in der japanischen Baubranche haben die Stimmung an den Börsen in Tokio getrübt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verlor 0,2 Prozent auf 22.868 Punkte, der breiter gefasste Topix gab ebenfalls 0,2 Prozent auf 1815 Zähler nach.

Im Fokus standen die größten Baufirmen des Landes, Taisei und Obayashi. Sie stehen im Verdacht, bei Ausschreibungen für Projekte um die Magnetbahn betrogen zu haben. Ermittler durchsuchten Büros der Konzerne. Auch gegen Shimizu und Kajima laufen Ermittlungen wegen Betrugsvorwürfen. Die Aktien der Baufirmen brachen um bis zu 6,3 Prozent ein und waren unter den größten Verlierern am japanischen Aktienmarkt.

Andernorts in Asien überwog die Zuversicht. Der MSCI-Index für Aktien außerhalb Japans stieg um 0,4 Prozent. Auch die Börsen in China legten zu. Investoren setzten darauf, dass die größte Steuerreform in den USA seit den 1980er-Jahren noch vor Weihnachten grünes Licht bekommt.

07:45 Uhr

Euro präsentiert sich etwas fester

Der Kurs des Euro ist am Dienstag im frühen Handel leicht gestiegen. Die Gemeinschaftswährung wurde am Morgen bei 1,1792 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1795 Dollar festgesetzt.

Im weiteren Tagesverlauf liegt der Fokus der Anleger auf dem Ifo-Geschäftsklima für Deutschland. Zudem bleiben die Entwicklungen rund um die Steuerreform in den USA im Blick.

07:22 Uhr

Dax verschnauft zunächst

Die Börsen in Europa werden nach dem deutlichen Kursanstieg zum Wochenstart am Dienstag zunächst kaum verändert erwartet. Der Dax notiert vorbörslich unverändert bei 13.318 Punkten.

Weiterhin ist es die erwartete US-Steuerreform, die momentan frisches Geld an die Börse bringt. Dort wird davon ausgegangen, dass die US-Steuerreform am Abend mit knapper Mehrheit auf den Weg gebracht wird. Auch deutsche wie auch europäische Unternehmen, die hohe Umsätze in den USA generieren, profitierten von der US-Steuersenkung. Zu nennen sind unter anderem Fresenius Medical Care und Deutsche Telekom mit der US-Tochter. Die Marktstrategen der VP-Bank sehen zudem in Siemens, SAP, Heidelbergcement die Gewinner.

Für den Vormittag steht der Ifo-Index zur Veröffentlichung an. Zwar prognostizieren die von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen, dass der Index bei 117,5 Punkte stagnieren wird, doch zuletzt hat der Indikator die Prognosen immer übertroffen. Sollte dies geschehen, würde ein drittes Allzeithoch in Folge markiert.

"Die deutsche Wirtschaft steuert auf eine Hochkonjunktur zu", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest schon bei der Publikation im November und bekräftigte es jüngst bei der Ifo-Konjunkturprognose.

 

07:03 Uhr

Nikkei gibt leicht nach - Pluszeichen in China

Nikkei
Nikkei 27.781,02

Die Hoffnung auf Steuersenkungen in den USA haben die asiatischen Aktienmärkte gestützt. Sie folgten den US-Börsen, die am Montag Rekordwerte erreicht hatten. Die größte US-Steuerreform seit den 1980er-Jahren soll noch vor Weihnachten vom Kongress verabschiedet werden.

Davon dürften vor allem die US-Firmen profitieren, sagte Masahiro Ichikawa, Stratege bei Sumitomo Mitsui Asset Management. "Der Trend steigender Aktienkurse geführt von den USA dürfte noch eine Weile anhalten."

In Japan drückten allerdings Durchsuchungen bei Baufirmen auf die Stimmung. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte 0,1 Prozent tiefer bei 22.877 Punkten. Bei den Anlegern machten sich zunehmend Sorgen breit, dass Baufirmen gegen Kartellvorschriften verstoßen haben.

Außerhalb Japans legten die Kurse zu. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte 0,3 Prozent fester. In China gewann der Index der Börse Shanghai 0,5 Prozent.

Am Devisenmarkt bewegte sich der Yen kaum, ein US-Dollar kostete 112,61 Yen. Der Euro wurde kaum verändert zum späten New Yorker Handel mit 1,1787 Dollar gehandelt. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9857 Franken je Dollar und 1,1619 Franken je Euro gehandelt.

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