Dienstag, 25. August 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:40 Uhr

Dax geht die Puste aus und gibt seinen Gewinn ab

Lange Zeit sah es nach einem ruhigen Handel mit ordentlichen Gewinnen aus, doch am Nachmittag sind die Kurse an den europäischen Aktienmärkten von den Tageshochs zurückgekommen. Grund waren Gewinnmitnahmen und ein deutlich schlechter als erwartet ausgefallener US-Verbraucherindex. "Bestimmend bleibt das Thema Pandemie", so ein Händler.

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Auch an der Frankfurter Börse gingen die Gewinne zurück beziehungsweise wurden ganz abgegeben. Der Dax ging kaum verändert mit 13.062 Punkten aus dem Handel. Sein Tageshoch lag immerhin bei 13.222 Punkten. Auf einen etwas besser als erwartet ausgefallenen Ifo-Geschäftsklimaindex reagierte der Leitindex kaum. Der MDax schloss 0,1 Prozent tiefer bei 27.602 Zählern. Der TecDax gewann 0,4 Prozent auf 3132 Punkte. Der EuroStoxx50 stieg um 0,1 Prozent auf 3334 Stellen.

Im Dax stiegen MTU um 2,2 Prozent, Munich Re um 1,0 Prozent und Deutsche Post um 1,1 Prozent. Dagegen fielen Delivery Hero auch am zweiten Tag ihres Daseins im Leitindex: diesmal um 0,4 Prozent.

Im TecDax legten Siltronic um 3,0 Prozent zu, die Analysten der Credit Suisse haben den Titel auf Outperformer von Neutral hochgestuft.

17:17 Uhr

Deutsche-Bank-Experten zum deutschen BIP in Q3 und Q4

Die Deutsche Bank rechnet nach der zweiten Veröffentlichung von BIP-Daten für das zweite Quartal 2020 damit, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal um 5,0 Prozent steigen wird und erwartet für das vierte Quartal ein Plus von 2,0 Prozent.

Die Volkswirte des Geldinstituts, Jochen Moebert und Stefan Schneider, begründeten ihre Prognose mit den erhöhten Corona-Infektionszahlen der vergangenen Wochen und dem Risiko einer zweiten Infektionswelle im Herbst und Winter. Für das volle Jahr 2020 prognostizieren sie einen BIP-Rückgang von über 6 Prozent, gefolgt von einem Zuwachs von 4 Prozent 2021.

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16:59 Uhr

Spannungen mit Griechenland drücken Türkei-Lira auf Rekordtief

Mit der türkischen Lira ist es auch heute weiter runtergegangen. Gegenüber dem US-Dollar notierte sie auf einem Rekordtief. Ein Dollar notierte mit 7,4033 Lira 0,4 Prozent fester. Auf den Kurs der Währung drückte zunehmend der Gasstreit zwischen der Türkei und Griechenland.

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(Foto: imago/Altan Gocher)

16:34 Uhr

US-Verbraucher verderben Börsianern die Laune

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(Foto: picture alliance/dpa)

Das wichtigste Standbein der US-Wirtschaft schwächelt, die Stimmung unter den US-Verbrauchern hat sich im August deutlich abgetrübt. Wie das Forschungsinstitut Conference Board berichtete, fiel der Index des Verbrauchervertrauens auf 84,8. Ökonomen hatten einen Stand von 92,5 erwartet. Der Vormonatswert wurde auf 91,7 von zunächst 92,6 nach unten revidiert.

Die US-Verbraucher spielen eine Schlüsselrolle für die US-Wirtschaft, weil rund 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts vom Privatkonsum abhängen.

An den Börsen kam diese Nachricht gar nicht gut an. Die US-Indizes drehten ins Minus. Der Dax gab einen großen Teil seines Gewinns ab und notierte am späten Nachmittag nur noch 0,2 Prozent höher bei 13.099 Punkten.

16:10 Uhr

Wall Street setzt auf Bestand von Handelsdeal

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Hoffnung auf einen Bestand des Handelsabkommens zwischen den USA und China hat die US-Börsianer bei Laune gehalten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,3 Prozent fester bei 28.400 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 stieg um 0,2 Prozent auf 3439 Zähler und markierte damit ein Rekordhoch. Der Index der Technologiebörse Nasdaq lag unverändert bei 11.383 Punkten. Die beiden weltweit führenden Volkswirtschaften hatten ihre Gespräche wieder aufgenommen und sich zuversichtlich gezeigt.

Bei den Einzelwerten gehörten die Aktien von Salesforce.com, Amgen und Honeywell mit einem Plus von bis zu 4,1 Prozent zu den Gewinnern. Sie rücken in den Dow-Jones-Index auf, Pfizer, ExxonMobil und Raytheon steigen dagegen ab. Auslöser des Umbaus ist der Aktiensplit bei Apple, wodurch das Gewicht des iPhone-Herstellers sinkt.

Ein vorsichtiger Ausblick macht dem US-Elektronikhändler Best Buy zu schaffen, die Papiere gaben 6,4 Prozent nach.

16:06 Uhr

Lufthansa schafft Umbuchungsgebühren ab

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Die Kunden der Lufthansa sollen bei ihren Buchungen mehr Flexibilität bekommen. Wie der MDax-Konzern mitteilte, stellen die Fluglinien Lufthansa, Swiss, Austrian und Brussels ihre Tickettarifstruktur bis Ende Dezember grundsätzlich um. Ab sofort seien bereits sämtliche Tarife mehrfach gebührenfrei umbuchbar.

Mehrkosten können den Kunden allerdings entstehen, wenn etwa bei einer Umbuchung auf ein anderes Datum oder zu einem anderen Reiseziel die ursprüngliche Buchungsklasse nicht mehr verfügbar ist. Die dann anfallenden Mehrkosten sollen durch Nachzahlung ausgeglichen werden. Die neue Regelung gelte weltweit sowohl bei Kurz-, Mittel- als auch bei Langstrecken für alle Neubuchungen.

Die Lufthansa-Aktie verteuerte sich am Nachmittag um 2,2 Prozent.

15:47 Uhr

So sichern Sie die Gewinne bei Apple und Tesla

Die Tech-Aktien in den USA steigen und steigen weiter an. Wie weit kann das überhaupt noch gehen und wird nicht die Gefahr eines Rücksetzers immer größer? Mit Optionsscheinen haben Anleger die Möglichkeit, ihr Depot gegen solche Risiken abzusichern. Wie genau das funktioniert, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Volker Meinel von der BNP Paribas.

15:23 Uhr

Hunderte Wirecard-Mitarbeiter müssen gehen

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Nach der Pleite des Zahlungsabwicklers Wirecard müssen mehr als die Hälfte der Mitarbeiter in Deutschland gehen. Rund 730 Beschäftigte von insgesamt 1300 erhielten die Kündigung, wie Insolvenzverwalter Michael Jaffe mitteilte. Er nannte die wirtschaftliche Lage von Wirecard "angesichts der fehlenden Liquidität und der bekannten skandalösen Begleitumstände" als "äußerst schwierig".

Die üblichen Restrukturierungs- und Kostenanpassungsmaßnahmen seien nicht ausreichend. Um eine Verwertung des Kerngeschäfts möglich zu machen, seien tiefe Einschnitte erforderlich.

Von den Kündigungen betroffen sind laut Jaffe auch Vorstandsverträge. Die für Produkte zuständige Vorständin Susanne Steidl und Finanzchef Alexander von Knoop sind nach der Insolvenzanmeldung im Juni an Bord geblieben. Ex-Chef Markus Braun sitzt in Haft, Asien-Vorstand Jan Marsalek ist auf der Flucht. Gegen die vier und andere Manager wird unter anderem wegen Betrugs ermittelt.

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15:12 Uhr

Kurzarbeit verhindert Jobabbau bei Autozulieferern nicht

Staatliche Finanzhilfen und Kurzarbeit können den Stellenabbau bei den gebeutelten Automobilzulieferern einer Branchenstudie zufolge nur verzögern, aufhalten können sie ihn nicht. Annähernd 40 Prozent der Unternehmen hätten bereits im Zuge der Transformation hin zu Digitalisierung und Elektromobilität und damit schon vor Beginn der Corona-Krise geplant, Personal ins Ausland zu verlagern, gab der Branchenverband VDA das Ergebnis einer Umfrage unter Zulieferern bekannt.

Demnach geben mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen nun an, diese Planungen wegen der Pandemie zu beschleunigen. Die meisten Zulieferer rechnen laut der Studie damit, dass das Vorkrisenniveau frühestens ab 2022 erreicht wird. Damit steigt der Druck in den Unternehmen, von denen viele bereits mit dem Rücken zur Wand stehen, weil die Hersteller den Spardruck an sie weitergeben. Etwa 60 Prozent der Lieferanten geben laut VDA an, durch die Corona-Krise zusätzlichen Personalabbau zu planen.

14:49 Uhr

Abebben des Nachfragebooms setzt Best Buy zu

Ein vorsichtiger Ausblick macht dem US-Elektronikhändler Best Buy zu schaffen. Die Papiere gaben im vorbörslichen US-Handel mehr als 3 Prozent nach. Das Unternehmen warnte davor, dass sich das Umsatzwachstum im dritten Quartal abschwächen könnte.

Der Konzern hatte während der Corona-Einschränkungen von der sprunghaft gestiegenen Nachfrage nach Computern und anderer elektronischer Ausstattung für die Arbeit von zu Hause aus profitiert.

14:06 Uhr

Wall Street setzt auf US-chinesische Entspannung

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(Foto: REUTERS)

Gute Vorzeichen in New York: Die Hoffnung auf eine Entspannung im amerikanisch-chinesischen Dauerstreit könnte die aktuelle Rally an der Wall Street noch etwas weitertragen. Der Aktienterminmarkt deutet eine etwas festere Eröffnung am Kassamarkt an.

Hochrangige Vertreter aus den USA und China haben im Rahmen einer Telefonkonferenz ihre Verhandlungen über Handelsstreitfragen fortgesetzt. Ein Sprecher des US-Handelsministeriums sprach von einem "konstruktiven Dialog". Laut Händlern stimmt schon die Tatsache, dass überhaupt gesprochen wird, Anleger hoffnungsfroh.

13:52 Uhr

Carnival-Kreuzfahrtlinie Cunard stellt Betrieb vorerst ein

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Die Queen Mary 2 in Hamburg - ein Bild aus besseren Tagen.

(Foto: imago/Christian Ohde)

Die Kreuzfahrtbranche leidet weiter heftig unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die Luxuskreuzfahrtlinie Cunard will nach Angaben ihre Mutterkonzerns Carnival ihren Betrieb nun bis in das nächste Jahr einstellen.

Carnival, die erst im Juni alle geplanten Cunard-Reisen bis kommenden November storniert hat, teilte weiter mit, dass ihr Kreuzfahrtschiff Queen Elizabeth erst nach März 2021 wieder Reisen anbieten soll. Die Queen Mary 2 werde nicht vor dem 18. April mit Touristen wieder in See stechen und die Queen Victoria werde bis zum 16. Mai pausieren. Zudem werde Cunard auch alle Reisen der Queen Elizabeth aussetzen, die zwischen März und Dezember nächsten Jahres in und um Australien, Japan und Alaska starten sollten. Diese will die Gesellschaft durch kürzere Europareisen ersetzen.

13:24 Uhr

Opfer des Tech-Booms: ExxonMobil fliegt aus Dow Jones

Tech-Boom und Krise in der Old Economy: Der steile Aufstieg vieler Techwerte in der Corona-Pandemie und die schwindende Bedeutung fossiler Energien wirbeln den bekanntesten Aktienindex der Welt, den Dow Jones Industrial, durcheinander. Das derzeit am längsten im Dow vertretene Unternehmen, der Ölriese ExxonMobil, muss den Index Ende August verlassen.

Auslöser für die Änderung ist der Aktiensplit von Apple, wie der Indexanbieter S&P mitteilte. In der Folge sinkt nämlich die Gewichtung des iPhone-Konzerns im Dow Jones. Deshalb müsse ein anderer Techwert die Lücke schließen: Nachrücker ist der Softwareexperte und SAP-Rivale Salesforce. Der Index soll schließlich die US-Wirtschaft abbilden, die immer stärker durch Firmen aus der New Economy bestimmt wird.

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12:49 Uhr

Qiagen schafft es mit Corona-Test auf US-Markt

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Qiagen führt seinen neuen Covid-19-Test auf dem US-Markt ein. Hierbei handelt es sich nach Angaben des MDax-Unternehmens um einen einfach zu bedienenden, digitalen Test, der auf einem portablen Gerät ausgeführt wird. Er kann in zehn Minuten Antikörper in Personen nachweisen, die dem SARS-CoV-2 Virus, dem Auslöser von Covid-19, ausgesetzt waren.

Die Einführung des Antikörpertests folgt auf Qiagens Antrag auf Notfallzulassung bei der US-Arzneimittelzulassungsbehörde FDA. Erste Auslieferungen sollen noch Ende August stattfinden. Qiagen hat den Test in Zusammenarbeit mit Ellume, einem australischen Experten für digitale Diagnostik, entwickelt.

Die Qiagen-Aktie verteuerte sich um 0,8 Prozent.

12:30 Uhr

Qantas streicht nach Megaverlust noch mehr Stellen

Die schwer von der Corona-Krise getroffene australische Fluggesellschaft Qantas streicht noch mehr Stellen als bislang angekündigt. Wie das Unternehmen mitteile, sollen fast 2500 weitere Stellen wegfallen. Bereits im Juni hatte Qantas den Abbau von 6000 Arbeitsplätzen verkündet; zudem sollen nach damaligen Angaben mehr als die Hälfte der verbleibenden 23.000 Mitarbeiter monatelang beurlaubt werden.

Qantas sieht sich durch die "größte Krise" in der Geschichte der Luftfahrtbranche zum Sparen gezwungen und will mit den neu angekündigten Stellenstreichungen die Kosten um umgerechnet gut 60 Millionen Euro pro Jahr weiter senken. Kürzlich hatte die Airline einen Jahresverlust von umgerechnet gut 1,6 Milliarden Euro verkündet.

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12:15 Uhr

Corona lässt SAS-Ergebnis abstürzen

Die skandinavische Fluggesellschaft SAS hat wegen des Corona-Ausbruchs einen riesigen Verlust erlitten. Wie der Konzern mitteilte, sank die Zahl der Passagiere im vergangenen Quartal (Mai bis Juli) um 86 Prozent. Der Gesamtumsatz ging um 81 Prozent von 13,4 Milliarden schwedischen Kronen (1,3 Milliarden Euro) im Vorjahresquartal auf 2,5 Milliarden Kronen zurück. Infolgedessen lag der Vorsteuerverlust bei minus 2,1 Milliarden Kronen, nach rund 1,5 Milliarden Kronen Gewinn im Vorjahr.

Die Airline hat von ihren drei größten Anteilseignern eine Finanzspritze von rund 12 Milliarden Kronen bekommen. Im Gegenzug muss SAS in den nächsten Jahren allerdings die Betriebskosten deutlich senken und 5000 Arbeitsplätze abbauen.

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(Foto: picture alliance/dpa)

11:51 Uhr

Größter Börsengang aller Zeiten in China?

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Platzierung auch in Hongkong geplant.

(Foto: imago/blickwinkel)

Mitten in der Corona-Krise steht in China ein Mega-Börsengang an: Das Fintech-Unternehmen Ant Financial gab den Startschuss für eine Platzierung an den Börsen in Hongkong und Shanghai. Im Wertpapierprospekt nannte der Betreiber des Online-Bezahldienstes Alipay allerdings weder den konkreten Zeitpunkt noch ein Volumen.

Laut früherer Informationen von Insidern peilt Ant ein Emissionsvolumen von mehr als 20 Milliarden US-Dollar an, Medienberichten zufolge könnten es sogar 30 Milliarden werden. Damit wäre es der größte Börsengang aller Zeiten. Den bisherigen Rekord hält der saudi-arabische Ölkonzern Saudi Aramco, der im vergangenen Jahr 29,4 Milliarden Dollar einsammelte.

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11:20 Uhr

Coba hinsichtlich deutscher Wirtschaft vorsichtig

Die Commerzbank sieht die weitere Entwicklung der deutschen Wirtschaft skeptisch. Das Geldinstitut erwartet nach Veröffentlichung von BIP-Zahlen für das zweite Quartal, dass sich die vollständige Erholung der deutschen Wirtschaft von dem coronabedingten Einbruch um 9,7 Prozent noch etwas hinziehen wird.

Coba-Volkswirt Ralph Solveen argumentiert, dass einige Dienstleistungssektoren vor der Verfügbarkeit eines Corona-Impfstoffes kaum zu alter Stärke zurückfinden dürften. Er nennt das Gastgewerbe, Reisebüros, den Flugverkehr, Messeveranstalter, Autovermieter, Personalberater, Zeitarbeitsfirmen sowie den Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung.

10:57 Uhr

Kfz-Steuer für Neuwagen sinkt - dafür gibt es einen Grund

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(Foto: dpa)

Das wird die deutschen Autofahrer freuen: Die Kfz-Steuer, die sie im Schnitt für einen Neuwagen zahlen, ist seit Jahresbeginn wieder gesunken. Bis Juni fiel der Durchschnittsbetrag auf 201 Euro, wie aus einem Bericht des Bundesfinanzministeriums an den Finanzausschuss des Bundestages hervorgeht, aus dem das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) zitierte. Das Ministerium führt dies vor allem darauf zurück, dass der Anteil von Pkw mit alternativen, klimafreundlicheren Antriebsarten gestiegen ist.

  • "Die Grundlagen der Kraftfahrzeugsteuerbemessung können dazu beitragen, das Interesse an potenziell möglichst emissionsarmen Pkw zu fördern", zitierte das RND aus dem Bericht.

Die Kfz-Steuer ist an die Abgaswerte gekoppelt. Ein niedrigerer CO2-Ausstoß sorgt für einen niedrigeren Satz.

Die Einführung von strengeren Abgastests nach der sogenannten WLTP-Norm im September 2018 hatte zunächst zu einer deutlichen Erhöhung der Kfz-Steuer geführt. Laut Ministeriumsbericht lag die Durchschnittssteuer bei erstmals zugelassenen Fahrzeugen im September 2017 bei 150 Euro - im September 2019 lag sie 40 Prozent höher bei 210 Euro.

10:35 Uhr

US-Wahl entscheidet auch über Gewinner an den Märkten

Am 3. November ist es so weit - dann entscheidet die US-Wahl, ob Trump im Amt bleibt oder Herausforderer Biden neuer Präsident wird. Der Sieger muss die USA durch die tiefste Rezession seit 90 Jahren führen. Doch welche Unternehmen profitieren von welchem Wahlausgang?

10:10 Uhr

Ifo-Index fährt Dax nicht in die Parade

Der mit Spannung erwartet Ifo-Geschäftsklimaindex für August ist mit 92,6 Punkten etwas besser ausgefallen als erwartet. Experten hatten mit 92,0 Punkten gerechnet. Der Ifo-Index für die Geschäftslagebeurteilung lag mit 87,9 Punkten auf dem höchsten Stand seit März.

*Datenschutz

"Die deutsche Wirtschaft ist auf Erholungskurs", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest die Daten. Die Unternehmen bewerteten sowohl ihre aktuelle Lage als auch die Aussicht für das nächste halbe Jahr besser. Die Stimmung unter den Unternehmenslenkern sei weiter im Aufwind.

Der Dax reagierte gelassen auf die Daten, der Leitindex lag 0,6 Prozent im Plus bei 13.146 Punkten. Der EuroStoxx50 legte um 0,7 Prozent auf 3356 Stellen zu.

09:54 Uhr

Siltronic-Aktie nach Heraufstufung deutlich teurer

Die Aktie des Chip-Zulieferers Siltronic führt mit einem Kursplus von bis zu 5,4 Prozent die Gewinnerliste im MDax an. Die Experten der Credit Suisse hatten ihre Einschätzung auf "Outperform" von "Neutral" und erhöhten das Kursziel auf 100 von 90 Euro.

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09:37 Uhr

Baubranche kommt noch glimpflich durch Corona-Krise

Im Gegensatz zur Stahlbranche geht es dem deutschen Bauhauptgewerbe noch gut. Großaufträge haben der Branche einen versöhnlichen Abschluss des ersten Halbjahres 2020 beschert. Im Juni verzeichnete die Branche preisbereinigt (real) 12,4 Prozent mehr Aufträge als im Mai dieses Jahres, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Zum Vorjahresmonat erhöhten sich die Bestellungen nach Berechnungen der Wiesbadener Statistiker um 1,2 Prozent.

Die Bilanz der ersten sechs Monate fällt gleichwohl durchwachsen aus: Der Auftragseingang sank zum Vorjahreszeitraum real um 3,5 Prozent. Im Vergleich zu anderen Branchen ist das Baugewerbe bisher dennoch glimpflich durch die Corona-Krise gekommen.

09:15 Uhr

Analyst erwartet für Q3 Rekordwachstum, allerdings ...

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(Foto: dpa)

Na, das ist doch mal eine klare Aussage: Die liechtensteinische VP Bank erwartet, dass die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal nach dem Einbruch von 9,7 Prozent in zweiten Quartal "alle Rekorde brechen" wird. "Das Wiederanfahren der Wirtschaft wird die deutsche Wirtschaft im Zeitraum Juli bis September kräftig anschieben", schrieb Chefvolkswirt Thomas Gitzel in einem Kommentar. Allerdings werde dann im Herbst und Winter die Stunde der Wahrheit folgen.

  • "Die Reaktivierung der ausgesetzten Insolvenzantragspflicht könnte im Herbst zu einer Pleitewelle führen, daneben werden die negativen Folgen des Strukturwandels in der Fahrzeugbranche immer offensichtlicher", gibt Gitzel zu bedenken.

Viele Automobilzulieferer seien in Nöten. Auch seien nicht alle Handelspartner Deutschlands wieder auf den Beinen.

09:08 Uhr

Dax bleibt auf aufsteigendem Ast - Warten auf Ifo-Index

Nach der Vortagesrally über die 13.000er-Marke hat der Dax zu Handelsbeginn seine Klettertour fortgesetzt. Der Leitindex stieg um 0,8 Prozent auf 13.165 Punkte. Der MDax legte um 0,6 Prozent auf 27.795 Zähler, der TecDax 0,5 Prozent auf 3134 Stellen zu. Auch der EuroStoxx50 orientierte sich nach oben: plus 0,9 Prozent auf 3360 Punkte. Im späteren Handel werden Gewinnmitnahmen aber nicht ausgeschlossen. Mit einem  stärkeren Rücksetzer wird aber nicht gerechnet, denn an der Wall Street ging die jüngste Rally gestern Abend weiter.

Am Vormittag steht der mit Spannung erwartete Ifo-Index auf der Agenda. Ein positiver Impuls kam vom deutschen BIP. Für das zweite Quartal wurde der vorläufige Wert von minus 1,7 Prozent im Jahresvergleich auf minus 11,3 Prozent nach oben revidiert.

Dax
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08:59 Uhr

Nikkei schafft ordentliches Plus

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Fortschritte bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China haben für Rückenwind an den Aktienmärkten in Asien und Australien gesorgt. Auch die Aussicht auf einen Impfstoff und einen raschen Ausweg aus der Corona-Krise trieb die Kauflaune der Anleger weiter an. Angesichts der Konjunkturhilfen, die weltweit Zentralbanken und Regierungen zur Abfederung der Pandemiefolgen zur Verfügung gestellt haben, sehen Experten kein Ende der Rally in Sicht.

In Tokio kletterte der Nikkei um 1,4 Prozent auf 23.296 Punkte. Die Börse in Australien notierte 0,5 Prozent fester. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen trat auf der Stelle. Die Börse in Shanghai gab leicht nach. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 1,4 Prozent.

08:45 Uhr

Wirbelstürme im Golf von Mexiko tangieren Ölpreise nicht

Die Ölpreise haben sich im frühen Handel nur wenig bewegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 45,20 US-Dollar. Das waren 7 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI fiel um 11 Cent auf 42,51 Dollar.

Damit bewegen sich die Ölpreise seit Beginn der Woche weiter in einer vergleichsweise engen Handelsspanne. Ein tropischer Wirbelsturm, der Förderanlagen im Golf von Mexiko bedroht, wurde zuletzt als weniger gefährlich eingeschätzt. Allerdings bewegt sich auch ein zweiter Wirbelsturm auf die Ölplattformen vor der Südküste der USA zu, die seit dem Wochenende vorsorglich zum Teil stillgelegt sind. Nach Einschätzung von Experten ist derzeit nur ein vergleichsweise kleiner Teil der US-Ölproduktion durch die anrückenden Unwetter bedroht.

08:32 Uhr

Deutscher BIP-Einbruch in Q2 geringer als angenommen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Hier eine kleine Ermutigung am Morgen: Die deutsche Wirtschaft ist wegen der Corona-Krise im zweiten Quartal nicht ganz so stark geschrumpft wie bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel von April bis Juni um 9,7 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Eine frühere Schätzung hatte ein Minus von 10,1 Prozent ergeben. Das ist dennoch der stärkste Rückgang seit Beginn der vierteljährlichen Berechnungen für Deutschland im Jahr 1970.

Für das laufende dritte Quartal erwarten Ökonomen wegen der Lockerung der Corona-Beschränkungen wieder deutliches Wachstum. Dennoch sagt die Bundesregierung für 2020 die schwerste Rezession der Nachkriegszeit voraus: Das BIP dürfte um 6,3 Prozent einbrechen.

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08:18 Uhr

US-Impfstoff-Hoffnung soll auch Dax beflügeln

Der Dax wird heute Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Gestern war der deutsche Leitindex 2,4 Prozent fester bei 13.067 Punkten aus dem Handel gegangen - beflügelt von der Hoffnung auf eine rasche Zulassung eines Corona-Impfstoffs in den USA.

Dax
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Für Gesprächsstoff sorgen dürfte der Ifo-Index, der am Vormittag vorgelegt wird. Experten gehen davon aus, dass sich die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft im August etwas aufgehellt hat. Im Frühjahr war die Wirtschaft so stark eingebrochen wie nie in der Geschichte der Bundesrepublik, als im Kampf gegen das neuartige Coronavirus weltweit das öffentliche Leben und die Wirtschaft heruntergefahren wurde.

Die Berichtssaison kommt dagegen langsam zum Ende. Am Morgen gewährte Stadler Rail Einblick in die Bücher. Weitere Zahlen stehen von der Fluggesellschaft SAS und der Immobilienfirma S-Immo an. Am Markt wird mit einer weiteren Stimmungsaufhellung in den deutschen Unternehmen gerechnet.

07:54 Uhr

Euro steigt munter ins Tagesgeschehen ein

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Euro / US-Dollar 1,18

Der Kurs des Euro ist leicht gestiegen. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern habe eine Dollarschwäche der Gemeinschaftswährung im Gegenzug etwas Auftrieb verliehen. Am Morgen wurde der Euro bei 1,1810 US-Dollar gehandelt, nachdem der Kurs am Vorabend noch unter 1,18 Dollar gestanden hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,1847 Dollar festgesetzt.

An den Finanzmärkten herrschte am Morgen eine allgemein freundliche Stimmung, nachdem die Spannungen zwischen den USA und China zuletzt nachgelassen hatten. Der als weltweite Reservewährung geschätzte Dollar geriet daraufhin etwas unter Druck. Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt wollen an der Umsetzung eines Abkommens über die erste Phase zur Lösung ihres Handelsstreits festhalten.

07:23 Uhr

Delta schickt fast 2000 Piloten in den Zwangsurlaub

Delta Air Lines
Delta Air Lines 28,80

Die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines will 1941 Piloten ab Oktober in den Zwangsurlaub schicken. "Wir sind sechs Monate in dieser Pandemie und wir erreichen nur 25 Prozent unserer Einnahmen. Leider sehen wir in den nächsten sechs Monaten nur wenige Katalysatoren, die diese Entwicklung deutlich verändern könnten", sagte John Laughter, Leiter des Flugbetriebs, in einem Memo an die Mitarbeiter. Delta sei einfach überbesetzt. Weitere 317 Piloten seien durch Vorruhestandsprogramme und Abfindungen bereits aus dem Unternehmen ausgeschieden.

06:34 Uhr

Impfstoffhoffnungen treiben Asien-Märkte

Die asiatischen Aktienmärkte zeigen sich nach einer von Impfstoffhoffnungen getriebenen Rally an der Wall Street zunächst stärker. Weltweit reagierten die Märkte positiv auf die Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump, dass die US-Aufsichtsbehörde FDA die Verwendung von Blutplasma genesener Covid-19-Patienten als Behandlungsmethode zugelassen hat. Die US-Regierung erwägt laut einem Bericht der "Financial Times", die Zulassung eines experimentellen Impfstoffs von AstraZeneca zu beschleunigen.

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Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,3 Prozent höher bei 23.290 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,4 Prozent und lag bei 1629 Punkten. Die Börse in Shanghai lag unverändert. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen trat auf der Stelle. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 1,4 Prozent.

Der Optimismus der asiatischen Anleger wurde durch die Wiederaufnahme der Gespräche über das Handelsabkommen zwischen den USA und China weiter angetrieben. Hochrangige Handelsvertreter hätten konstruktive Gespräche über die Zukunft des Phase-1-Handelsabkommens geführt, teilte das US-Handelsministerium mit.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 105,91 Yen und gab 0,2 Prozent auf 6,9076 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9110 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1802 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0751 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,2 Prozent auf 1,3082 Dollar.