Dienstag, 27. Juli 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger und Thomas Badtke
17:45 Uhr

Dax konsolidiert: Bringen US-Techwerte Trendwende?

Im Tagestief geht es für den Dax während des Dienstagshandels bis auf 15.424 Punkte nach unten. Aus dem Handel verabschiedet sich der deutsche Leitindex dann zwar mit einem Abschlag von 0,6 Prozent und 15.519 Zählern, aber doch etwas erholt von seinen Tiefständen. Damit beendet er den zweiten Tag in Folge mit Verlusten, nachdem er davor an vier Handelstagen Gewinne einfahren konnte. Die Wall Street, deren Rekordjagd die Kurse hierzulande jüngst stützte, kämpft auch mit Abgaben, geschuldet wohl einigen Gewinnmitnahmen - auch im Vorfeld der Quartalsberichte einiger billionenschwerer Techkonzerne am späten Abend nach Börsenschluss.

"Der Dax konsolidiert den zweiten Tag in Folge", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Die Anleger schauen nach China und auf die dort zunehmende politische Regulierung der Techwerte", erläutert er. "Aber natürlich warten die Börsianer auch auf die Zahlen von Apple, Microsoft und Co."

 Bei den Einzelwerten im Dax fällt die Zahl der Gewinner klein aus, ebenso die Aufschläge. Am deutlichsten legen SAP-Titel mit etwas mehr als einem Prozent zu. Die Verliererliste ist dagegen naturgemäß länger. Delivery Hero und Infineon weisen dabei die größten Abschläge aus: Die Papiere der beiden Unternehmen geben jeweils knapp 2,5 Prozent ab.

Dax
Dax 15.633,32

Infineon
Infineon 37,58
SAP
SAP 122,56

 

17:34 Uhr

Geplante Übernahme durch VW treibt Europcar-Kurs

Die Aussicht auf eine baldige Übernahme durch Volkswagen ermuntert Anleger zum Einstieg bei Europcar. Die Aktien des Autovermieters steigen in Paris zeitweise 5,4 Prozent auf 0,50 Euro. Insidern zufolge bietet der Autobauer 0,50 Euro je Europcar-Aktie. Die Gespräche mit dem an dem französischen Unternehmen mehrheitlich beteiligten Hedgefonds befänden sich in einem fortgeschrittenen Stadium.


17:19 Uhr

UPS kann mit Zahlen bei Anlegern nicht punkten

Trotz eines Quartalsergebnisses über Markterwartungen steuern die Aktien von UPS auf den größten Tagesverlust seit sechseinhalb Jahren zu. Sie rutschen an der Wall Street um gut neun Prozent ab. Grund hierfür sei das enttäuschende Wachstum des US-Paketdienstes im Heimatmarkt, kommentierte Analystin Helane Becker vom Vermögensverwalter Cowen. "Investoren sehen das wohl als Indiz für eine Abschwächung des Pandemie-getriebenen Nachfrage-Trends." Die Titel des Erzrivalen Fedex und der DHL-Mutter Deutsche Post fielen um bis zu 4,5 Prozent.

UPS
UPS 158,55

16:45 Uhr

Lagardere liefert starkes Ergebnis

Nach einem überzeugenden ersten Halbjahr gehen die Analysten der Citi davon aus, dass Lagardere auf das Jahr gesehen die Markterwartung erreichen, wenn nicht übertreffen werde. Dabei profitierte der französische Medienkonzern im ersten Halbjahr von guten Umsätzen in den Geschäftsbereichen Verlagswesen und Reiseeinzelhandel. Die Ergebnisse sollten vom Markt gut aufgenommen werden. Erste Indikationen sehen die Aktie leicht im Plus. Lagardere-Aktien klettern mehr als acht Prozent.

kor

16:28 Uhr

Tesla überzeugt Analysten und Anleger

Zu den Gewinnern am US-Aktienmarkt zähle Tesla mit einem Kursplus von einem Prozent. Das Quartalsergebnis des Elektroautobauers habe die Erwartungen übertroffen, kommentiert Analyst Craig Irwin von der Investmentbank Roth. Positiv überrascht habe vor allem die Gewinnmarge. Dies könne sich im laufenden Quartal wegen steigender Rohstoffpreise und eines verschärften Wettbewerbsdrucks aber ändern.

16:11 Uhr

Gewinnmitnahmen verkürzen das Warten and er Wall Street

In Erwartung von Geschäftszahlen von Apple, Microsoft und der Google-Mutter Alphabet fassen Anleger US-Aktien nur mit spitzen Fingern an. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P-500 fallen zunächst jeweils rund ein halbes Prozent.

Da die Technologiekonzerne ihre Bücher erst nach US-Börsenschluss öffnen, müsse in den kommenden Stunden mit trägem Handel gerechnet werden, sagt Randy Frederick, Manager beim Brokerhaus Charles Schwab. "Der Markt ist generell eher reaktiv als proaktiv."

Daneben hielten Beratungen der US-Notenbank Fed Investoren von der Wall Street fern. Die Ergebnisse gibt die Fed am Mittwoch bekannt. "Es ist davon auszugehen, dass die Notenbank weiter auf Zeit spielen und die Wirtschaftsdaten der nächsten Monate abwarten wird, bevor sie sich zu irgendwelchen Tapering-Schritten verpflichtet", sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. Mit Tapering bezeichnen Experten die Drosselung von Wertpapierkäufen.

15:57 Uhr

Auftragswachstum der US-Industrie verlangsamt sich

Die US-Industrie hat im Juni weniger Aufträge an Land gezogen als erwartet. Die Betriebe sammelten 0,8 Prozent mehr Bestellungen für langlebige Gebrauchsgüter wie Flugzeuge und Maschinen ein als im Vormonat, wie das Handelsministerium mitteilt. Experten hingegen hatten mit einem Plus von 2,1 Prozent gerechnet, nach einem Anstieg von revidiert 3,2 Prozent im Mai. Klammert man den schwankungsanfälligen Verkehrssektor aus, blieb diesmal nur ein Auftragsplus von 0,3 Prozent übrig. "Alles in allem sprechen die Auftragseingänge einer deutlichen Beschleunigung des Wachstums im zweiten Quartal nicht entgegen", sagt Helaba-Ökonom Ulrich Wortberg. Inflationsdruck und Engpässe bei Materialien und Arbeitskräften bleiben Experten zufolge aber Risiken für den weiteren Aufschwung der US-Industrie und damit auch der Wirtschaft insgesamt.

15:39 Uhr

IWF warnt vor Spaltung der Weltwirtschaft

Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt angesichts des Mangels an Covid-Impfstoffen in vielen Ländern vor einer Spaltung der Weltwirtschaft. Das globale Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr zwar um kräftige 6,0 Prozent wachsen, bekräftigt Organisation ihre Prognose vom April. "Die wirtschaftlichen Aussichten haben sich aber in den einzelnen Ländern weiter auseinanderentwickelt", warnte der IWF zugleich. "Der Zugang zu Impfstoffen stellt sich dabei als die wichtigste Bruchlinie heraus." Hier spalte sich die globale Erholung in zwei Blöcke. Auf der einen Seite viele Industrieländer, die sich dank Impffortschritten auf eine Normalisierung freuen könnten. Auf der anderen Seite viele Entwicklungs- und Schwellenländer, die immer noch gegen hohe Infektions- und Todeszahlen ankämpften.

14:59 Uhr

Nächster Kursrutsch: Morphosys-Abwärtstrend dauert an

Der Absturz bei Morphosys setzt sich fort. Der Kurs bricht zeitweise um mehr als zehn Prozent auf 44,74 Euro ein. Die Aktie ist zwar nun aus technischer Sicht stark überverkauft, der RSI liegt bei etwa 21. Allerdings war er im März des vergangenen Jahres mit 18,1 noch niedriger. Während Erholungen nun beim Gap zwischen 48,53 und 49,81 Euro sowie um 60 Euro auf erste technische Widerstände treffen, ist eine Bodenbildung noch nicht in Sicht. "Sie braucht vermutlich Zeit", so ein Marktteilnehmer. Zwar lägen die Kursziele der meisten Fundamentalanalysten über dem derzeitigen Kurs, doch liefen diese dem Kursverfall seit geraumer Zeit nur hinterher. Technisch unterstützt sei die Aktie im Bereich der Tiefs aus 2016 zwischen 36 und 41 Euro.

Morphosys
Morphosys 42,23

14:33 Uhr

Flache Zinskurve: Bank-Aktien unter Druck

Banken liegen schwach im Markt. Der Stoxx-Banken-Index fällt 1,1 Prozent und hat so nun den Stoxx-Index der Autotitel und den Branchenindex der rohstoffnahen Basic Resources an der Verliererspitze abgelöst. "Die Entwicklung in China mit der zunehmenden Regulierung der Technologie dämpft die Konjunktur", so ein Marktteilnehmer. Das wiederum lasse wenig Fantasie für eine Versteilerung der zuletzt schon wieder stark verflachten Zinskurven, und das drücke auf die Ertragserwartungen für die Banken. Hinter den Banken stellen die Versicherer nun die zweitstärkste Verlierer-Branche, aus den gleichen Gründen.

14:08 Uhr

Luftfahrt-Erholung bringt Siemens-Konkurrenten auf Kurs

Die anziehende Nachfrage nach Triebwerken und Ersatzteilen für die Flugzeugindustrie stimmen den US-Industriekonzern General Electric zuversichtlicher. Der Vorstand hob seine Erwartungen für die freien Mittel auf 3,5 bis fünf Milliarden Dollar an von 2,5 bis 4,5 Milliarden. Die GE-Luftfahrteinheit ist normalerweise die größte Cash Cow, wurde aber von der Corona-Pandemie hart getroffen. Im Zeitraum April bis Juni steigert GE den Umsatz auf 18,28 (Vorjahr: 16,81) Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte fünf Cent und übertraf damit die Analystenschätzungen von drei Cent je Titel.

General Electric
General Electric 100,79

13:47 Uhr

Post-Konkurrent profitiert vom Onlinehandel-Boom

Der US-Paketdienst UPS hat dank des anhaltenden Booms des Online-Handels im Quartal Umsatz und Ertrag deutlich gesteigert und dabei sogar die Erwartungen von Analysten übertroffen. Auch der Transport medizinischer Güter wie Corona-Impfstoffen gab UPS Rückenwind. Der Umsatz des Deutsche-Post-Konkurrenten schnellte auch dank besserer Geschäfte in Europa im abgelaufenen Quartal um 14,5 Prozent auf 23,4 Milliarden Dollar, der operative Ertrag legte um knapp 50 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar zu, wie UPS mitteilt.

UPS
UPS 158,55
Deutsche Post
Deutsche Post 57,71

 

13:30 Uhr

Erst Rekordhochs, nun Gewinnmitnahmen, dann Tech-Zahlen

Kleinere Gewinnmitnahmen dürften den Handel an den US-Börsen am Dienstag prägen. Nachdem die großen Aktienindizes am Montag neue Rekordstände markiert haben, liegen die Futures vorbörslich nun zwischen 0,1 und 0,4 Prozent im Minus.

Zentrales Thema bleibt die Bilanzsaison. Die bisher vorgelegten Zahlen haben überwiegend positiv überrascht. Dem steht aber die Sorge gegenüber, dass die wieder steigenden Corona-Fallzahlen die Erholung der Wirtschaft abwürgen könnten. Überdies haben viele Unternehmen mit Lieferkettenproblemen zu kämpfen. Und nicht zuletzt belastet die stark gestiegene Inflation.

Schon am Montag nach Börsenschluss hat Tesla (vorbörslich +2,3%) über den Verlauf des zweiten Quartals berichtet. Der Hersteller von Elektroautos erzielte ein Rekordergebnis, das die Erwartungen der Analysten übertraf. Intel legte zwar keine Zahlen vor, präsentierte aber seinen Fahrplan für die Chipentwicklung bis 2025, mit dem das Unternehmen wieder die weltweite Nummer 1 werden will. Die Anleger scheinen nicht überzeugt, die Aktie verliert vorbörslich 2,1 Prozent. Vor der Startglocke werden Zahlen von UPS, GE, 3M und Raytheon erwartet. Nach Handelsende folgen die Technologieriesen Alphabet, AMD, Apple und Microsoft, dazu einige Hochkaräter aus anderen Branchen.

Tesla
Tesla 642,40

Alphabet
Alphabet 2.815,23
Apple
Apple 124,36

 

12:58 Uhr

Lockere Regeln: Großbritannien will SPAC-Börsengänge anziehen

Großbritannien lockert die Regeln für börsennotierte Firmenmäntel und will den Finanzplatz London damit attraktiver für die zurzeit populäre Art von Börsengängen machen. Die Finanzmarktaufsicht FCA hob die Vorschrift auf, wonach die Aktien der "Special Purpose Acquisition Companies" (SPAC) zeitweise vom Handel ausgesetzt werden müssen, sobald sie ein Übernahmeziel ausgemacht haben, das in ihren Börsenmantel schlüpfen soll. Für die SPAC-Anleger ist das in der Regel der Zeitpunkt, in dem sie entscheiden, ob sie weiter investieren oder ihre Aktien verkaufen. Das hatte die Inititiatoren von SPACs abgeschreckt, die Firmenmäntel an die Londoner Börse zu bringen. In Europa hat sich Amsterdam zum attraktivsten Markt für SPACs entwickelt, auch in Frankfurt gab es in diesem Jahr schon drei davon.

12:40 Uhr

Kupfermine Escondida: BHP unterbreitet letztes Tarifangebot

Im Tarifstreit zwischen den Arbeitnehmervertretern und dem Betreiber der weltgrößten Kupfermine Escondida in Chile legt BHP ein abschließendes Angebot vor. Der Vorschlag verbessere den aktuellen Vertrag und beinhalte neue Leistungen in Bereichen, die von den Arbeitern sehr geschätzt werden würden, wie aus einer internen Mitteilung des Unternehmens an die Beschäftigten hervorgeht, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Dem Angebot müssen nun die mehr als 2300 Mitglieder der Gewerkschaft zustimmen, ansonsten drohen Arbeitsniederlegungen. Bei einer der letzten Tarifverhandlungen hatten die Arbeiter an 44 Tagen gestreikt. Escondida liefert rund 1,2 Millionen Tonnen Kupfer pro Jahr. Das entspricht etwa fünf Prozent des weltweiten Angebots. Der Elektroauto-Boom sorgt für steigende Kupfernachfrage. Sowohl in den Batterien von Elektrofahrzeugen wie auch deren Motoren kommt das Metall zum Einsatz.

BHP Billiton
BHP Billiton 24,02

12:13 Uhr

Lidl-Eigner nimmt Milliarde in die Hand

Der spanische Mischkonzern Ferrovial verkauft seine Entsorgungs-Sparte in Spanien und Portugal für 1,13 Milliarden Euro an die deutsche Prezero International. Der neue Eigentümer gehört zur Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland). Ferrovial erwartet einen Buchgewinn von 317 Millionen Euro aus dem Verkauf. Die Sparte hatte im vergangenen Jahr ein operatives Ergebnis (Ebitda) von rund 130 Millionen Euro erwirtschaftet. Ferrovial hatte angekündigt, sein Dienstleistungsgeschäft abstoßen zu wollen.

G.FERROVIAL
G.FERROVIAL 25,15

11:25 Uhr

Kurssprung: Kaufempfehlung push Jungheinrich

Eine Kaufempfehlung schieben Jungheinrich an. Die Aktien gewinnen knapp sechs Prozent und zählen damit zu den Favoriten im SDax. Die Analysten von Berenberg haben die Aktien auf "Buy" von "Hold" gesetzt und das Kursziel auf 53 (45) Euro angehoben.

Jungheinrich
Jungheinrich 42,50

11:04 Uhr

Amazon dementiert Spekulationen: Bitcoin fällt

Die Rally bei Bitcoin ist vorerst gestoppt: Die Cyber-Devise rutschte 3,6 Prozent auf 36.367 Dollar. Der Online-Händler Amazon dementierte einen Medienbericht, wonach das Unternehmen Bitcoin bis Ende des Jahres als Zahlungsmittel akzeptiere. Spekulationen auf einen Einstieg Amazons in die Branche hatten die Cyber-Devise zu Wochenbeginn um mehr als 17 Prozent auf 40.563 Dollar steigen lassen. Ein Amazon-Sprecher sagte, die Gerüchte, die angesichts der Überlegungen des Konzerns rund um das Thema Kryptowährungen kursierten, seien nicht wahr.

"Die jüngste Euphorie um den möglichen Einstieg Amazons in die Branche ist nun wieder einer nüchternen Betrachtungsweise gewichen," sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. "Die Erholungsbewegung steht damit auf tönernen Füßen." Weitere Kursverluste könnten nach Einschätzung des Experten jedoch durch Tesla-Chef Elon Musk gedeckelt sein.

Bitcoin
Bitcoin 44.092,00

10:47 Uhr

Bank Vontobel schafft Gewinnsprung

Die Schweizer Bank Vontobel hat die Kundenvermögen im ersten Halbjahr auf den Rekordstand von 274,5 Milliarden Franken gesteigert. Mit einem Neugeldwachstum von sechs Prozent des Bestandes übertraf Vontobel die Werte bei Konkurrenten wie UBS und Julius Bär. Rund lief es vor allem im Geschäft mit reichen Privatkunden und mit externen Vermögensverwaltern, etwas geringer waren die Wachstumsraten im Fonds-Bereich. Der Gewinn kletterte dank eines kräftigen Ertragszuwachses um 48 Prozent auf 191,8 Millionen Franken. Gleichzeitig habe der verstärkte Einsatz von digitalen Plattformen zu einem deutlich besseren Aufwand-Ertrags-Verhältnis beigetragen.

10:09 Uhr

Südkorea mit kräftigstem Wachstum seit 2010, aber ...

Die südkoreanische Wirtschaft ist im zweiten Quartal so stark gewachsen wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt legte von April bis Juni um 5,9 Prozent zum Vorjahreszeitraum zu, wie die Notenbank mitteilt. Das ist das größte Plus seit Ende 2010. Dabei wuchsen die Exporte um 22,4 Prozent, nachdem sie ein Jahr zuvor noch die Corona-Pandemie und Rezession bei wichtigen Handelspartnern belastet hatten.

Wegen der steigenden Corona-Neuinfektionen in dem asiatischen Land rechnen Ökonomen mit einem langsameren Wachstum im laufenden Sommerquartal. Die Regierung hat auf die wiederaufgeflammte Pandemie mit ihren bisher härtesten Beschränkungen reagiert, was auch die Wirtschaft zu spüren bekommen dürfte. Die Experten von Capital Economics etwa senkten ihre Prognose für das Wachstum im Gesamtjahr 2021 von 5,0 auf 4,3 Prozent.

09:49 Uhr

Krones-Kurs leidet unter Analystenstimme

Nach einer Herunterstufung verlieren Krones mehr als zwei Prozent. Sie sind damit einer der schwächsten Werte im SDax. Die Analysten von HSBC haben die Titel auf "Hold" von "Buy" heruntergesetzt, das Kursziel jedoch auf 89 (85) angehoben.

Krones
Krones 86,75

 

09:07 Uhr

Dax im Rückwärtsgang, Autowerte im Blick

Nach dem leichten Minus zum Wochenauftakt präsentiert sich der Dax zum Start in den Dienstagshandel erneut schwächer. Der deutsche Börsenleitindex gibt 0,6 Prozent auf 15.531 Punkte nach, nachdem er sich am Montag mit 15.619 Zählern aus dem Handel verabschiedet hatte. Er hatte sich damit wieder erholt von seinem Tagestief bei 15.545 Punkten gezeigt. Verantwortlich dafür: eine Wall Street auf Rekordjagd. "Nach den Tesla-Zahlen rücken die Autowerte im Dax in den Fokus", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Mit umgerechnet etwa 530 Milliarden Euro ist der US-Elektroautobauer trotz sehr zurückhaltender Kursentwicklung in diesem Jahr noch immer teurer als VW, BMW und Daimler zusammen."

08:50 Uhr

Öl wird etwas teurer

Die Ölpreise sind leicht gestiegen. Am Morgen kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 74,72 US-Dollar. Das sind 22 Cent mehr als gestern. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt um 16 Cent auf 72,07 Dollar.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 76,48

Nach wie vor bleibt der Anstieg der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ein bestimmendes Thema am Ölmarkt. In den vergangenen Wochen hatte die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus Nachfragesorgen am Ölmarkt ausgelöst. Im Juli wurde der starke Anstieg der Ölpreise in den Monaten Mai und Juni gestoppt. Im Verlauf des Monats sind die Notierungen zeitweise deutlich unter Druck geraten.

08:27 Uhr

Deutsche Industrie wird pessimistischer

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REUTERS

Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren hat sich zu Beginn der Jahreshälfte eingetrübt. Das Barometer für die Exporterwartungen der Industrie fiel im Juli um 0,5 auf 24,5 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner monatlichen Unternehmensumfrage mitteilte. "Insgesamt läuft die deutsche Exportwirtschaft jedoch weiterhin sehr gut", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. "Nahezu alle Branchen gehen von einem Anstieg der Exporte aus."

Der Industrie machen derzeit steigende Rohstoffpreise und Lieferengpässe für wichtige Vorprodukte zu schaffen. So stehen bei vielen Autobauern Bänder still, weil Computer-Chips aus Asien fehlen. BMW etwa muss die Produktion in seinem Werk Regensburg in dieser Woche vorübergehend anhalten.

08:08 Uhr

Es läuft beim Schokoladen-Hasen

Die Lust auf Süßes in der Corona-Pandemie hat dem Schweizer Schokoladenkonzern Lindt im ersten Halbjahr einen Gewinnsprung beschert. Bei einem Umsatzplus um 17,4 Prozent auf 1,5 Milliarden Franken schnellte das operative Ergebnis (Ebit) auf 138,8 (Vorjahr: 17,1) Millionen Franken (knapp 128,4 Millionen Euro) nach oben.

Den größten Umsatzanteil mit 941,3 Millionen Franken erzielte Lindt in Europa, gefolgt von rund 621 Millionen Franken in Nordamerika. Der Vorstand erwartet allerdings eine Verlangsamung des Wachstums und rechnet für 2021 insgesamt mit einem Umsatzplus im unteren zweistelligen Prozentbereich.

07:47 Uhr

Intel will wieder an die Spitze

Intel hat angekündigt, innerhalb von vier Jahren die weltbesten Halbleiter herzustellen. Der vorgelegte Plan von Konzernchef Pat Gelsinger sieht vor, jedes Jahr von 2021 bis 2025 mindestens einen neuen Prozessor (CPU) vorzustellen, der auf Transistor-Technologie basiert, die von Jahr zu Jahr besser wird.

Intel war im Bereich Rechenleistung lange der unangefochtene Anführer. Aber der Konzern ist nach einer Reihe von Fehltritten und Verzögerungen hinter seine asiatischen Rivalen zurückgefallen. TSMC aus Taiwan und Samsung aus Südkorea haben Intel in der Chipherstellung überholt.

07:45 Uhr

Vontobel schafft Gewinnsprung

Die Schweizer Bank Vontobel hat die Kundenvermögen im ersten Halbjahr auf den Rekordstand von 274,5 Milliarden Franken gesteigert. Mit einem Neugeldwachstum von sechs Prozent des Bestandes übertraf Vontobel die Werte bei Konkurrenten wie UBS und Julius Bär.

Rund lief es vor allem im Geschäft mit reichen Privatkunden und mit externen Vermögensverwaltern, etwas geringer waren die Wachstumsraten im Fonds-Bereich. Der Gewinn kletterte dank eines kräftigen Ertragszuwachses um 48 Prozent auf 191,8 Millionen Franken.

07:32 Uhr

Eurokurs kaum verändert

Der Kurs des Euro zeigt sich stabil. Am Morgen wird die Gemeinschaftswährung wie gestern Abend bei 1,18 US-Dollar gehandelt. Am Nachmittag könnten Konjunkturdaten aus den USA für Impulse am Devisenmarkt sorgen. Dabei dürften vor allem Daten zum Auftragseingang langlebiger Güter, zum Beispiel Möbel, im Mittelpunkt des Interesses stehen.

Zudem richten sich die Blicke bereits auf wichtige geldpolitische Beschlüsse der US-Notenbank Fed morgen. Trotz einer vergleichsweise hohen Inflation in den USA ist wahrscheinlich, dass die amerikanischen Währungshüter noch keine geldpolitische Trendwende vollziehen werden.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,17

07:24 Uhr

Chinas Industrie legt kräftig zu

Das Gewinnwachstum in der chinesischen Industrie hat sich im Juni zwar verlangsamt, bleibt aber hoch. Die Industriegewinne legten im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat um 20 Prozent zu, nachdem sie im Mai noch um 36,4 Prozent gewachsen waren, wie die Nationale Statistikbehörde mitteilte.

Mehr als 70 Prozent der befragten Unternehmen meldeten höhere Gewinne im Vergleich zu dem, was sie vor der Pandemie verdienten. Am besten schnitten die Hersteller von Rohmaterialien und Unternehmen der Schwerindustrie ab.

Wie die Behörde weiter mitteilte, verlief die Erholung über die Sektoren hinweg ungleichmäßig. So meldeten kleinere, private Unternehmen eine vergleichsweise langsame Erholung, weil sie besonders mit den steigenden Rohstoffpreisen zu kämpfen hatten.

07:03 Uhr

Stimmung in Hongkong weiter schlecht

Mit Ausnahme von Hongkong herrscht heute an den Börsen in Ostasien eine freundliche Stimmung. Dazu dürfte auch beitragen, dass in den USA die Rekordjagd gestern weiter ging, wenn auch nur mit kleinen Aufschlägen. Daneben setzen die Akteure auf weiter überwiegend gut ausfallende Geschäftszahlen der Unternehmen in der laufenden Berichtssaison.

Der Nikkei-Index in Tokio gewinnt 0,5 Prozent auf 27.985 Punkte, in Seoul fallen die Aufschläge ähnlich aus. Shanghai zeigt sich nach dem kräftigen Minus von gestern gut behauptet, während es in Hongkong weiter nach unten geht - um gut 1 Prozent.

06:56 Uhr

Tesla übertrifft Erwartungen

Tesla hat ein weiteres Quartal mit Rekordergebnissen geschafft und erstmals mehr als eine Milliarde Dollar in einem Vierteljahr verdient. Das Unternehmen von Elon Musk verzehnfachte den Überschuss in den drei Monaten bis Ende Juni im Jahresvergleich auf 1,1 Milliarden Dollar. Die Erlöse wuchsen um 98 Prozent auf insgesamt 12 Milliarden Dollar.

Tesla betonte zudem, beim Bau des ersten Werks in Europa in Grünheide bei Berlin im Plan zu liegen. In diesem Jahr sollen dort demnach die ersten E-Autos vom Band laufen.


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05:49 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

Rund 200 Punkte fehlen dem Dax bis zu seinem Allzeithoch. Der Wochenauftakt brachte dem deutschen Börsenleitindex nach vier Handelstagen in Folge mit Gewinnen erstmals wieder ein leichtes Minus, geschuldet auch schwächer als erwartet ausgefallenen Ifo-Daten - und einer Wall Street, die es zum Wochenbeginn ebenfalls zunächst etwas ruhiger angehen ließ. Das könnte sich nun ändern, denn von der Zahlenfront steht einiges auf der Agenda. Zudem dürften die nachbörslich erschienenen Tesla-Zahlen den Autosektor schon am Morgen in den Blick rücken.

Ebenfalls am Morgen veröffentlichen etwa Lindt, KPN und Reckitt Benckiser Ergebniszahlen. Am Mittag richtet sich der Blick der Anleger dann in die USA, wo UPS, General Electric, 3M und Raytheon in ihre Bücher schauen lassen. In Deutschland liefert Hochtief Quartalszahlen. Nachbörslich geht es dann so richtig heiß her: Deutsche Börse, Kering, Starbucks, Visa, 3M und AMD liefern. Im Fokus dürften aber die "Big Three" Apple, Alphabet und Microsoft stehen - deren Geschäftsausweise allerdings erst den Mittwochshandel beeinflussen dürften.

Konjunkturell wichtig am Dienstag sind am Vormittag das Update des IWF zum Ausblick auf die Entwicklung der Weltwirtschaft sowie am Nachmittag ebenfalls aus den USA die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter und der Index des Verbrauchervertrauens für Juli.

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