Dienstag, 29. September 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax geht vor Trump-Biden-Fernsehduell in Deckung

Nach dem starken Wochenauftakt haben die europäischen Aktienmärkte wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Vor dem mit Spannung erwarteten ersten TV-Duell zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden wollten sich Anleger nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen. Investoren erhofften sich von der Debatte Hinweise, welcher Kandidat bei der Wahl die besseren Karten haben könnte. Viele Anleger sehen in einem Sieg Bidens die Chancen auf weitere fiskalische Anreize, um dem wirtschaftlichen Schaden der Coronavirus-Pandemie entgegenzuwirken und werten ein solches Szenario positiv für Aktien.

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Im Fokus der Anleger stand zudem die Videokonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder zum weiteren Vorgehen in der Coronavirus-Pandemie. Die Angst vor einem zweiten Lockdown sei zwar vom Tisch, sagte ein Analyst. "Allerdings dürfte es schwer werden, wieder zur Normalität zurückzukehren."

So verlor der Dax 0,4 Prozent und schloss bei 12.826 Punkten. Der MDax blieb kaum verändert bei 26.969 Zählern. Der TecDax gewann dagegen 0,4 Prozent auf 3080 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 0,3 Prozent leichter bei 3214 Punkten.

Auf der Verliererseite im Dax standen Munich Re mit einem Minus von 1,9 Prozent, die Credit Suisse hat die Aktie auf Underperform heruntergenommen. Allianz fielen um 1,2 Prozent. Auf der Gewinnerseite standen RWE mit einem Plus von 2 Prozent ganz vorne. Beiersdorf erholten sich um 1,3 Prozent.

Als "kurzfristig positiv" wurde im Handel eingestuft, dass Hella das Geschäft mit Frontkamerasoftware an Volkswagen verkauft hat. Hella gewannen im MDax 0,3 Prozent, VW verteuerten sich um 0,4 Prozent.

17:18 Uhr

MAN zieht Schlechtwetterklausel - Standortsicherung gekündigt

Das Firmenlogo von MAN ist an einem LKW zu sehen. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archiv

(Foto: Sven Hoppe/dpa/Archiv)

Zehn Jahre vor ihrem geplanten Auslaufen hat MAN eine Vereinbarung zur Standort- und Beschäftigungssicherung gekündigt. Der zum Volkswagen-Konzern gehörende Nutzfahrzeughersteller will mit dem Ziehen einer sogenannten Schlechtwetterklausel den bereits angekündigten Abbau von 9500 der rund 36.000 Stellen vorantreiben.

Um die geplante Neuausrichtung einzuleiten, sehe sich das Unternehmen gezwungen, die für die Standorte in Deutschland und Österreich geltenden Verträge zum 30. September zu kündigen, teilte MAN mit. Ursprünglich sollte die Standortsicherung bis zum Jahr 2030 laufen. Von der Kündigung betroffen seien auch tarifliche Vereinbarungen.

Das Unternehmen erklärte, dass die Verträge ganz oder teilweise wieder in Kraft gesetzt werden können, wenn "sich Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite bis Jahresende auf ein gemeinsames Programm zur Neuausrichtung von MAN" einigten. Der Betriebsrat bezeichnete den Schritt der Firmenleitung als "Kulturbruch" und kündigte starken Widerstand an.

17:03 Uhr

Lufthansa mit Hiobsbotschaft für Pilotenschüler

Lufthansa
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Die von der Corona-Krise schwer getroffene Lufthansa lässt die Ausbildung neuer Piloten an der Verkehrsfliegerschule in Bremen auslaufen. Die rund 700 Flugschüler wurden in einem Webcast dringend aufgefordert, sich einen neuen Berufsweg zu suchen und jetzt die Schule ohne finanzielle Verpflichtungen zu verlassen. Auf Jahre hinaus gebe es bei den Konzern-Airlines keinen Bedarf an Nachwuchspiloten, begründete ein Sprecher des Schulbetreibers Lufthansa Aviation Training (LAT) den Appell.

Die LAT fühle sich allerdings verpflichtet, die seit Monaten unterbrochene Ausbildung fortzuführen, wenn die Schüler darauf bestehen. Diejenigen, die kurz vor der Abschlussprüfung stehen, werde man noch selbst ausbilden. Für die übrigen suche man Plätze an anderen Flugschulen, kündigte der Sprecher an. Eine Übernahme könne Lufthansa nicht garantieren, so dass die Schüler nach fünf Jahren noch Vorleistungen des Konzerns zwischen 60.000 und 80.000 Euro zurückzahlen müssten.

16:51 Uhr

Durchsuchung bei KfW-Tochter wegen eines Wirecard-Kredits

Eine 100 Millionen Euro schwere Kreditlinie der staatlichen Förderbank KfW für den zusammengebrochenen Zahlungsabwickler Wirecard hat die Ermittlungsbehörden auf den Plan gerufen.

  • "Wir bestätigen, dass Polizei und Staatsanwaltschaft in den Geschäftsräumen der KfW Ipex-Bank Ermittlungen im Zusammenhang mit unserer Finanzierung für Wirecard durchgeführt haben", teilte ein KfW-Sprecher mit.

Die auf Exportkredite und Projektfinanzierungen spezialisierte Tochter KfW Ipex kooperiere mit den Behörden, betonte der Sprecher. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft nannte den Namen der durchsuchten Bank nicht, teilte aber mit, es gehe um den Anfangsverdacht der Untreue.

Die Staatsanwaltschaft ermittle gegen Verantwortliche einer Bank in Frankfurt. Dem Institut werde vorgeworfen, Wirecard 2018 eine Kreditlinie über 100 Millionen Euro gewährt und diese 2019 noch verlängert zu haben, ohne Absicherungsgeschäfte abzuschließen, um sich vor Verlusten zu schützen.

16:17 Uhr

Heckler & Koch zieht in die Sturmgewehrauftrags-Schlacht

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Sturmgewehr HK417-BW von Heckler & Koch.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Streit zwischen der Bundesregierung und dem Waffenhersteller Heckler & Koch wegen eines Sturmgewehr-Großauftrags verschärft sich. Man habe einen Nachprüfungsantrag eingereicht, teilte das Unternehmen aus Oberndorf im Schwarzwald mit. Solch ein Antrag wird auch Vergabebeschwerde genannt, er hat aufschiebende Wirkung - damit liegt die Neubewaffnung der Bundeswehr mit 120.000 Sturmgewehren vorerst auf Eis. Das schon 2017 begonnene Ausschreibungsverfahren wird somit zur Hängepartie für die Bundeswehr.

Das Verteidigungsministerium hatte Mitte September überraschend entschieden, den Auftrag über maximal 245 Millionen Euro an den kleinen Konkurrenten C.G. Haenel aus dem thüringischen Suhl vergeben zu wollen. Wie nun bekannt wurde, hat Heckler & Koch im Kampf um den Großauftrag einen dicken Preisnachlass eingeräumt.

16:11 Uhr

Wall Street vor TV-Duell äußerst verhalten

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(Foto: REUTERS)

Vor der ersten Fernsehdebatte zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden halten Anleger an der Wall Street die Füße still. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel am Dienstag 0,1 Prozent auf 27.558 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 ging ebenso wie der Index der Technologiebörse Nasdaq fast unverändert mit 3350 und 11.117 Punkten in den Handel.

Fitbit-Anteilsscheine legten zum Handelsstart mehr als 5 Prozent zu. Reuters hatte zuvor berichtet, dass Google Insidern zufolge mit grünem Licht für die 2,1 Milliarden Dollar teure Übernahme des Fitnessarmband-Herstellers durch die EU-Wettbewerbshüter rechnen kann. Nach den jüngsten Zugeständnissen der Alphabet-Tochter würden die Aufsichtsbehörden nun zustimmen, sagten mehrere Insider.

Gefragt waren auch die Aktien von Sorrento Therapeutics. Die Titel legten bis zu 7,2 Prozent zu, nachdem der Arzneimittelhersteller mitgeteilt hatte, dass seine beiden Covid-19-Antikörperkandidaten in einer Studie an syrischen Goldhamstern starke neutralisierende Aktivitäten gegen das Coronavirus gezeigt hätten.

15:50 Uhr

Polen steht vor einem großen Börsengang

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(Foto: imago/ZUMA Press)

An der Warschauer Börse steht einer der größten Börsengänge Europas bevor: Der polnische Amazon-Rivale Allegro strebt bei seiner für den 12. Oktober geplanten Platzierung einen Marktwert von gut 11 Milliarden Euro an. Das Unternehmen legte den Ausgabepreis seiner Aktien auf 43 Zloty (umgerechnet rund 10 Euro) fest. Damit dürfte sich das Emissionsvolumen auf insgesamt gut zwei Milliarden Euro belaufen.

Über eine Kapitalerhöhung will Allegro 23 Millionen neue Aktien herausgeben. Zudem bieten die Finanzinvestoren Permira, Cinven und Mid Europa Partners mehr als 190 Millionen ihrer Papiere an.

15:30 Uhr

Woher kommt der Rückenwind für den Dax?

Nachdem der Dax in der vergangenen Woche ein gutes Stück abgerutscht ist, ist er mit neuer Kraft in diese Woche gestartet. Woher kommt dieser Rückenwind? Trader nutzen die kurzfristigen Schwankungen am Markt mit Hebelinstrumenten. Wie das funktioniert, welche Risiken damit verbunden sind und wie sich Hebel auch für defensive Strategien einsetzen lassen, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Dirk Heß von der Citigroup.

14:57 Uhr

Deutschland vermeldet Negativ-Inflation

Die Inflation in Deutschland ist im September erneut unter die Nullmarke gerutscht. Die Verbraucherpreise lagen um 0,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten mitteilte. Eine negative Jahresinflation hatten die Wiesbadener Statistiker bereits im Juli mit minus 0,1 Prozent errechnet, im August stagnierten die Verbraucherpreise.

Die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer dämpft den Preisauftrieb. Seit Juli gelten für ein halbes Jahr niedrigere Steuersätze. Damit will die Bundesregierung in der Corona-Krise den Konsum ankurbeln. Von August auf September 2020 sanken die Verbraucherpreise nach Berechnungen des Bundesamtes ebenfalls um 0,2 Prozent.

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14:30 Uhr

Geschäftskunden müssen mehr für Pakete berappen

Deutsche Post
Deutsche Post 40,90

Die Deutsche Post DHL erhöht zum Jahreswechsel die Paketpreise für Geschäftskunden. Grund seien die stark gestiegenen Transportkosten, höhere Personalkosten sowie die großen Investitionen für den Ausbau der Post- und Paketinfrastruktur, teilte Deutschlands größter Paketzusteller mit. Konkrete Angaben zum Ausmaß der Preisanhebung machte das Unternehmen nicht. Dies unterscheide sich teilweise von Kunde zu Kunde.

Die Preiserhöhung betreffen laut der Post-Tochter Geschäftskunden mit mindestens 200 Paketen pro Jahr, aber auch Großkunden mit individuell vereinbarten Konditionen. Besonders ausgeprägt seien die Preiserhöhungen bei schweren Paketsendungen über 20 Kilogramm, die in der Sortierung und Auslieferung mit einem deutlich höheren Aufwand verbunden seien und deren Handhabung wegen der Corona-Schutzmaßnahmen zusätzlich erschwert sei.

Die Aktie der Deutschen Post gewann minimal 0,1 Prozent.

13:57 Uhr

Dornbracht-Familie gibt Führung und Firmenmehrheit ab

Wasserhähne sind teuer, haben aber eine einfache Technik. Das Original (l) stammt ebenfalls von der Firma Aloys F. Dornbracht aus Iserlohn, der erste Preis für die frechste Produktfälschung ging bereits 2005 an eine solche Kopie, die rechts zu sehen ist.

Wasserhähne von Dornbracht.

Hier ein Blick auf ein deutsches Mittelstandsunternehmen: Beim Iserlohner Armaturen-Hersteller Dornbracht zeichnet sich ein Eigentümerwechsel ab. Die bislang als Chefs agierenden Brüder Andreas und Matthias Dornbracht geben die Führung und Mehrheit der Firmenanteile aus der Hand. Andreas Dornbracht verlässt das Unternehmen und will mit seiner Beteiligungsgesellschaft weiterhin "unternehmerisch tätig sein, mit Fokus auf die Bereiche Design und Innenarchitektur", sagte er dem "Handelsblatt". Sein Bruder Matthias wechselt an die Spitze des Aufsichtsrats der Firma.

Neuer Haupteigentümer der zur Dornbracht AG & Co. KG umfirmierten Firma wird der Dortmunder Zweig der Baustoff-Größe Knauf. Als neuer Vorstandschef wird nun Stefan Gesing fungieren. Er war zuvor als Finanzvorstand beim Konkurrenten Grohe aktiv sowie bei ThyssenKrupp Industrial Solutions.

13:29 Uhr

Geldwäsche-Verdacht gegen Wirecard - wieder Razzia

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(Foto: dpa)

Erneut war die Wirecard-Zentrale im bayerischen Aschheim Ziel einer Razzia. Nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" war diesmal nicht nur die Staatsanwaltschaft München I darin involviert. Wie das Blatt berichtet, waren offenbar auch Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) beim Skandalunternehmen im Einsatz. Es soll sich dabei um ein Verfahren der Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main handeln.

Laut "SZ" besteht nun auch der Verdacht der Geldwäsche - diesem werde nun nachgegangen. Beide Staatsanwaltschaften halten sich bislang bedeckt.

Wie das Blatt weiter berichtet, sind bei der Financial Intelligence Unit (FIU) in Köln, der deutschen Zentrale für die Bekämpfung der Geldwäsche, seit 2017 rund 1000 Verdachtsmeldungen vor allem von Banken in Zusammenhang mit Wirecard eingegangen. Die FIU hätte seit dem Zusammenbruch des Konzerns im Juni die Verdachtsmeldungen noch einmal geprüft. In den folgenden Wochen seien in mehr als 50 Fällen Hinweise auf mögliche Straftaten an die bayerischen Ermittlungsbehörden weitergereicht worden.

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13:01 Uhr

Wall Street wartet auf das TV-Duell Trump-Biden

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(Foto: AP)

Nach dem kräftigen Plus zum Wochenstart dürfte es an den US-Börsen heute zu kleineren Gewinnmitnahmen kommen. Die Futures auf die wichtigen US-Aktienindizes zeigen sich vorbörslich knapp behauptet bis etwas leichter. Zentrales Thema an den Börsen wird nach Meinung von Beobachtern der Präsidentschaftswahlkampf sein. Die Akteure warten gespannt auf die Fernsehdebatte zwischen Amtsinhaber Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden, die um 21.00 Uhr (US-Ostküstenzeit) beginnt. In Mitteleuropa ist es dann schon 3.00 Uhr früh am Mittwoch.

Ebenfalls ein wichtiges Thema sei die schwindende Aussicht auf ein weiteres Corona-Hilfspaket noch vor der Wahl im November. Die Fraktion der Demokraten im US-Repräsentantenhaus hat gestern Abend eine Gesetzesvorlage für ein Maßnahmenpaket im Volumen von 2,2 Billionen Dollar vorgestellt.

An Konjunkturdaten steht der Index des Verbrauchervertrauens für September auf der Agenda. Die Daten geben Aufschluss über den für die US-Wirtschaft so wichtigen privaten Konsum.

12:30 Uhr

Türken-Lira weicht weiter auf - Analyst: "Blutbad"

Die türkische Lira ist weiter auf dem Weg nach unten - von Rekordtief zu Rekordtief gegenüber dem US-Dollar. Am Vormittag kostete der Greenback 7,8500 Lira, am Vorabend waren es 7,8000, zum Ende der Vorwoche noch knapp 7,6640.

Commerzbank-Analyst Tatha Ghose sprach von einem weitergehenden "Blutbad" und betonte, dass die türkische Zentralbank erst vor wenigen Tagen die Zinssätze überraschend um 200 Basispunkte erhöht habe, um den Wechselkurs zu stabilisieren. Die jüngste Lira-Schwäche dürfte mit Daten zu den Devisenreserven in Verbindung zu bringen sein, die auf einen starken Rückgang der freien Reserven hindeuteten. Die Bruttodevisenreserven in der Türkei seien bis Ende September um 4 Prozent auf 43 Milliarden Dollar gesunken, was bedeute, dass die Nettoreserven noch stärker zurückgegangen seien.

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(Foto: imago/Joko)

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12:05 Uhr

Koenig & Bauer baut massiv Stellen ab

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Der Würzburger Druckmaschinenbauer Koenig & Bauer (KBA) rechnet nicht mit einer raschen Erholung der Nachfrage und will bis zu 900 von 5800 Arbeitsplätzen streichen. Mit der Ausweitung eines Sparprogramms, das auch die Strukturen des Konzerns verändern soll, will das SDax-Unternehmen die Kosten bis 2024 um mehr als 100 Millionen Euro senken. Die Kosten für den Konzernumbau von rund 50 Millionen Euro sollen im laufenden Jahr verbucht werden.

Kurzfristig werde das Umsatzniveau von vor der Krise (2019: 1,22 Milliarden Euro) wohl nicht mehr erreicht, hieß es. Für die Zeit nach Abschluss des Programms 2024 geht KBA von 1,3 Milliarden Euro Umsatz aus. Mittelfristig soll die Umsatzrendite bei mindestens sieben Prozent liegen.

Die KBA-Aktie notierte am späten Vormittag 0,2 Prozent höher.

11:44 Uhr

Ostdeutsche Wirtschaft berappelt sich wieder

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(Foto: imago images / BildFunkMV)

Die Erholung der ostdeutschen Wirtschaft setzt sich nach Einschätzung des Ifo-Instituts fort. Die Stimmung habe sich im September sowohl bei der Einschätzung der Lage als auch bei den Geschäftserwartungen weiter verbessert, teilte das Institut am Dienstag mit. Der Geschäftsklimaindex kletterte den Angaben zufolge binnen Monatsfrist von 94,5 auf 95,8 Punkte. Das Vorkrisenniveau sei aber noch nicht wieder erreicht, hieß es.

Die von der Corona-Krise teils schwer getroffene Industrie zeigte sich erstmals seit Beginn der Pandemie wieder zuversichtlich: Das Geschäftsklima besserte sich im September kräftig - das verarbeitende Gewerbe beurteilte sowohl die aktuellen Geschäfte als auch die Erwartungen für die nächsten Monate deutlich zuversichtlicher. Auch im ostdeutschen Handel stieg die Stimmung laut Ifo-Ökonomen deutlich. Verhaltener gaben sich hingegen das Baugewerbe und die Dienstleistungsbranche.

11:18 Uhr

Der E-Tretroller bekommt Konkurrenz

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Wheels-Bikes haben keine Pedale.

(Foto: imago images/Manfred Segerer)

Neben elektrischen Tretrollern, Rollern und Fahrrädern gibt es seit heute in Berlin ein weiteres elektrisch betriebenes Gefährt zum Ausleihen per App: das Wheels-Bike, ein kompaktes Modell mit Sitz, aber ohne Pedale. Das Unternehmen Wheels, Tochter der gleichnamigen US-Mutter, will im Laufe der Woche 200 dieser Bikes in der Hauptstadt verteilen, vor allem in den von Touristen gut besuchten Stadtteilen Mitte, Kreuzberg und Prenzlauer Berg.

Wheels gibt es nach Unternehmensangaben bereits in den USA, Belgien und Spanien, seit Kurzem auch in Wien. Die Expansion in weitere deutsche Städte sei geplant.

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10:41 Uhr

Chef von Lufthansa-Tochter Swiss tritt zurück

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Thomas Klühr (Archivbild)

(Foto: imago stock&people)

Der langjährige Lufthansa-Manager und heutige Chef bei der Lufthansa-Tochter Swiss, Thomas Klühr, tritt Ende des Jahres zurück. Laut Swiss gab er private Gründe für seinen Schritt an. Über die Nachfolge werde der Verwaltungsrat im vierten Quartal entscheiden. Klühr war seit 2016 CEO der Swiss.

Er lege auch das Amt als Präsident des Verwaltungsrats der zweiten Schweizer Lufthansa-Tochter, Edelweiss Air, nieder, hieß es weiter. Swiss dankte dem deutschen Top-Manager. Er habe die größte Flottenmodernisierung des Unternehmens vorangetrieben.

10:21 Uhr

Zu großer Schluck aus der Pulle? Dax vergrößert Minus

Nach der Vortagesrally haben am deutschen Aktienmarkt am Vormittag Gewinnmitnahmen dominiert. Der Dax vergrößerte seinen Verlust auf 0,9 Prozent und notierte bei 12.758 Punkten. Gestern hatte der Leitindex mehr als 3 Prozent zugelegt. Der EuroStoxx50 verlor 0,7 Prozent auf 3202 Zähler. Der deutliche Kursanstieg zum Wochenbeginn könnte ein zu großer Schluck aus der Flasche gewesen sein, sagte Marktanalyst Andreas Lipkow von der Comdirect Bank.

Die meisten Dax-Werte befanden sich in der Verlustzone. Am Index-Ende lagen Munich Re mit minus 1,9 Prozent. An der Dax-Spitze rangierten Beiersdorf mit plus 0,9 Prozent.  

10:08 Uhr

Total übernimmt Londons größten Ladestellenanbieter

Auch Total bereitet sich intensiv auf die neue Autoära vor: Der französische Ölkonzern kauft Londons größten Ladestellenbetreiber für Elektroautos. In einer Mitteilung des Konzerns heißt es, übernommen werde mit dieser Transaktion Source London, eine Firma, die mit mehr als 1600 Ladestationen über mehr als die Hälfte aller verfügbaren Ladepunkte in der britischen Hauptstadt verfügt. Verkäufer ist der französische Mischkonzern Bolloré.

Das Netz von London Source wird mit Strom aus vollständig erneuerbaren Quellen betrieben und dabei von der Tochtergesellschaft Total Gas & Power Ltd beliefert. Total will bis 2025 mehr als 150.000 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge betreiben.

09:45 Uhr

Widerstand gegen Real-Deal - Brief an Kartellamt

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Übernahme der Real-Filialen durch Edeka, Rewe und Kaufland scheint noch nicht in trockenen Tüchern zu sein. Der Markenverband, zu dessen Mitglieder unter anderem Coca-Cola, Nestlé und Dr. Oetker gehören fordert der "Lebensmittelzeitung" zufolge das Kartellamt dazu auf, den Verkauf zu stoppen. Eine entsprechende Beschwerde sei zugeschickt worden.

Mit der Übernahme würde endgültig ein marktbeherrschendes Oligopol entstehen, hieß es in dem Schreiben.

09:22 Uhr

Wirecard-Insolvenzverwalter wird Rumänien-Tochter los

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Die Zerlegung des in einen milliardenschweren Betrugsskandal verwickelten Zahlungsdienstleisters Wirecard schreitet weiter voran. Insolvenzverwalter Michael Jaffé meldete den Verkauf der rumänischen Tochtergesellschaft Wirecard Romania an den portugiesischen Zahlungsdienstleister SIBS. Den Verkaufspreis gab Jaffé nicht bekannt. Der Käufer SIBS ist im Zahlungsgeschäft in Portugal, Polen, Malta und mehreren afrikanischen Ländern aktiv.

Fortgeschritten ist nach Angaben Jaffés auch der Verkaufsprozess bei drei südostasiatischen Wirecard-Gesellschaften in Indonesien und Vietnam.

09:09 Uhr

Dax startet leichter

Es wird wohl nichts mit dem Aufstieg. Entgegen der Voraussagen ist der Dax mit einem Minus in den Handel gestartet. Der Leitindex verlor 0,5 Prozent auf 12.808 Punkte. Grund sind moderate Gewinnmitnahmen. MDax und TecDax verloren je 0,1 Prozent. Der EuroStoxx50 notierte 0,4 Prozent leichter bei 3209 Stellen.

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08:52 Uhr

Pluszeichen in Asien

Positive Vorgaben aus den USA haben Asiens Börsen zu Gewinnen verholfen. In Tokio ging der Nikkei 0,1 Prozent höher bei 23.539 Punkten aus dem Handel, nachdem er im Verlauf auf den höchsten Stand seit mehr als sieben Monaten gestiegen war. Auch in China legten die Kurse zu. Für Kauflaune sorgte ein Vorschlag der US-Demokraten zu einem neuen 2,2 Billionen Dollar schweren Konjunkturpaket.

08:41 Uhr

Gegenbewegung zu gestern: Ölpreise geben leicht nach

Die Ölpreise sind im frühen Handel leicht gefallen und haben einen Teil ihrer Aufschläge vom Wochenauftakt abgegeben. Am Morgen kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 42,23 US-Dollar. Das waren 20 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI fiel um 29 Cent auf 40,31 Dollar.

Händler erklärten die leichten Preisabschläge mit einer typischen Gegenbewegung auf die gestrigen Aufschläge. Einige Investoren hätten Gewinne mitgenommen, hieß es. Besonders marktbewegende Nachrichten gab es zunächst nicht.

08:25 Uhr

Zahl der Kurzarbeiter sinkt stark

Die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland ist dem Ifo-Institut zufolge im September mit der Erholung von der Corona-Rezession um eine Million gefallen. Insgesamt waren noch 3,7 Millionen Menschen in Kurzarbeit nach 4,7 Millionen im August, wie die Münchner Forscher auf Basis ihrer monatlichen Konjunkturumfrage unter Tausenden Unternehmen schätzten. Damit sank ihr Anteil an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von 14 auf 11 Prozent. Der Rückgang der Kurzarbeit schreite stetig voran, sagte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link.

Besonders hoch blieb aber der Anteil an den Beschäftigten in der Industrie. Dort waren im September schätzungsweise noch 1,47 Millionen Menschen in Kurzarbeit, was 21 Prozent der Beschäftigten entspricht. Bei den Dienstleistern waren es 1,23 Millionen oder zwölf Prozent, im Handel 406.000 oder 9 Prozent. Im Bauhauptgewerbe wurden dagegen nur 5000 Kurzarbeiter gezählt, was einem Anteil von 1 Prozent entspricht.

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08:12 Uhr

Dax macht sich auf den Weg Richtung 13.000

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(Foto: REUTERS)

Nach dem Plus zum Wochenstart werden die europäischen Börsen zum Handelsstart am Dienstag etwas höher erwartet. So stellt IG den Dax am Morgen bei 12.908 Zählern nach einem Schluss von 12.871 Zählern am Montag. Aktuelle notiert der Leitindex 0,2 Prozent höher bei 12.890 Zählern.

Der wichtigste und möglicherweise unterhaltsamste Termin findet mit dem ersten TV-Duell von US-Präsidenten Donald Trump mit seinem Herausforderer Joe Biden erst nach Handelsschluss statt und kann dann morgen erst von den europäischen Investoren goutiert werden. Die Chancen, dass der Kandidat der Demokraten, Joe Biden, ins Weiße Haus einziehen wird, liegen laut Umfragen derzeit bei etwa 75 Prozent.

Leicht versöhnliche Töne sind von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zu hören, die sich vorsichtig optimistisch zeigt, dass die EU und Großbritannien in den festgefahrenen Verhandlungen über ihre künftigen Beziehungen doch noch ein Abkommen vereinbaren können.

07:59 Uhr

Fleisch-Engpässe steigern Umsatz bei pflanzlichen Lebensmitteln

Nestle
Nestle 99,58

Die Nachfrage nach pflanzlichen Lebensmitteln hat nach Einschätzung des Schweizer Nestlé-Konzerns während der Coronavirus-Krise angezogen. "Das Interesse an pflanzlichen Alternativen hat aus verschiedenen Gründen zugenommen", sagte Konzernchef Mark Schneider und verwies auf Probleme in der nordamerikanischen Fleischlieferkette. So waren im Frühjahr in den USA rund 20 Fleischfabriken nach Tausenden von Coronavirus-Fällen geschlossen. "Die Menschen haben auch ein verstärktes Interesse an persönlicher Gesundheit und am Abnehmen, da Covid vor allem Menschen mit bereits bestehenden Gesundheitsproblemen betrifft", sagte Schneider.

Der Umsatz von Nestlé mit pflanzlichen Lebensmitteln stieg in der ersten Hälfte des Jahres 2020 um 40 Prozent, nachdem er im vergangenen Jahr 200 Millionen Franken erreicht hatte. Das war immer noch nur ein Bruchteil des Gesamtumsatzes von 92,6 Milliarden Franken.

07:46 Uhr

Eurokurs mit Aufwind - Inflationszahlen im Blick

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,18

Der Euro hat am Morgen leicht zugelegt. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung 1,1680 US-Dollar und damit etwas mehr als im asiatischen Handel. Der US-Dollar notierte dagegen zu vielen Währungen etwas schwächer. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1670 Dollar festgesetzt.

Im Tagesverlauf stehen einige Konjunkturdaten auf dem Programm, allerdings zumeist aus der zweiten Reihe mit eher geringer Marktbedeutung. Anleger dürften jedoch Inflationszahlen aus Deutschland in den Blick nehmen. Zuletzt hat es verstärkt Diskussionen gegeben, welche Schlüsse die EZB aus der anhaltend schwachen Teuerung ziehen könnte. Eine Möglichkeit ist die Änderung des langjährigen Inflationsziels.

07:31 Uhr

Hella verkauft Frontkamerasoftware-Sparte an Volkswagen

Hella
Hella 42,04

Der Licht- und Elektronikspezialist Hella will das Geschäft mit Software für Frontkameras an Volkswagen verkaufen. Angaben über den Preis machte das Unternehmen nicht. Der Verkauf von Teilen der Tochterfirma Hella Aglaia Mobile Vision mit Sitz in Berlin werde aber zu einem außerordentlichen Ertrag in der Größenordnung von rund 100 Millionen Euro führen, teilte der im MDax notierte Autozulieferer in Lippstadt mit. "Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden und soll aller Voraussicht nach im ersten Quartal des Kalenderjahres 2021 zum Abschluss (Closing) kommen."

07:05 Uhr

Asiens Anleger setzen auf wirtschaftliche Impulse aus den USA

Die asiatischen Märkte konnten mit neugewonnener Dynamik größtenteils Gewinne aufbauen. Positive Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung Chinas versetzen die Anleger in Kauflaune, obwohl die Coronavirus-Pandemie weiter global die Wirtschaften schwächt. "Weltweit deuten ein Momentumverlust und der erneute Anstieg der Infektionsraten auf die Notwendigkeit zusätzlicher finanzpolitischer und monetärer Unterstützung hin. Dieser politische Ausblick bietet Aktien trotz der jüngsten Volatilität weiterhin einen unterstützenden Hintergrund", schreiben Analysten der ANZ Bank.

Nikkei
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Die Anleger werden vor der ersten US-Präsidentschaftsdebatte vorsichtig bleiben und hoffen auf einen Durchbruch bei den Verhandlungen über ein neues US-Hilfspaket. Die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, kündigte eine neue Gesetzesvorlage der Demokraten in Höhe von 2,2 Billionen Dollar an, die eine Kompromissmaßnahme darstelle, um die notwendigen wirtschaftlichen Impulse auf den Weg zu bringen.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,3 Prozent tiefer bei 23.434 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,8 Prozent und lag bei 1649 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,5 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,4 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 1 Prozent.

06:38 Uhr

Milliardenklagen: Allianz-Tochter weist Vorwürfe von US-Fonds zurück

Allianz
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Die Fondsgesellschaft Allianz Global Investors (AGI) hat Vorwürfe klagender US-Investoren zurückgewiesen, die Entschädigung für milliardenschwere Anlageverluste fordern. Die Anschuldigungen seien rechtlich und sachlich fehlerhaft, teilte AGI auf Nachfrage in New York mit. "Wir werden uns energisch verteidigen", kündigte eine Unternehmenssprecherin an.

Die Allianz-Tochter ist mit mehreren Klagen von institutionellen Investoren konfrontiert, die sie für dramatische Verluste verantwortlich machen. Bereits im Juli hatte ein Pensionsfonds aus Arkansas Klage eingereicht, vergangene Woche schloss sich ein weiterer aus New York an. Auch Blue Cross Blue Shield, einer der großen US-Krankenversicherer, will AGI zur Rechenschaft ziehen. Die Vorwürfe sind im Wesentlichen, dass der Vermögensverwalter während des Börsenbebens zu Beginn der Corona-Pandemie bei bestimmten Fonds von der vereinbarten Strategie abgewichen sei, was zu hohen Verlusten geführt habe.

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06:15 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht