Dienstag, 04. Mai 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard und Thomas Badtke
17:47 Uhr

Dax schließt unter 15.000 - knapp 400 Punkte im Minus

Langeweile ist im Dienstagshandel am deutschen Aktienmarkt nicht aufgekommen. Der Dax startet zunächst verhalten, kann aber bei 15.261 Punkten sein Tageshoch markieren. Doch danach kennen die Kurse nur eine Richtung. Zum Handelsende steht ein Minus von 2,5 Prozent und ein Stand von 14.856 Zählern. Als Auslöser nennen Marktteilnehmer politische Spannungen zwischen China und Taiwan - ein chinesisches Kampfflugzeug soll den taiwanesischen Luftraum verletzt haben.

Dax
Dax 15.399,65

"Der Dax ist sehr gut gelaufen. Seit Wochen kommen gute Nachrichten. Sie können momentan nicht mehr gut genug sein", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil und verweist auf sehr gute Quartalsergebnisse und übertroffene Erwartungen, die aber nicht mehr zu großen Kurssprüngen geführt hätten. "Sorgen spielten im Handel immer eine Rolle: steigende Infektionszahlen in Indien, Lockdown-Maßnahmen, Zins- und Inflationsängste. Die Spannungen zwischen China und Taiwan sind auch nicht neu, haben aber nun einige Anleger dazu veranlasst, Gewinne im großen Stil mitzunehmen", erläutert Wohlfeil. "Die Frage lautet nun: Sind das schon wieder Einstiegskurse?"

Bei den Einzelwerten im Dax schafft keiner nennenswerte Gewinne. Die deutlichsten Verluste weisen Infineon und Merck mit jeweils mehr als fünf Prozent auf. Infineon hatte am Morgen noch sehr gute Zahlen abgeliefert.

Infineon
Infineon 32,52
Merck KGaA
Merck KGaA 142,75

17:21 Uhr

Ferrari verschiebt Gewinnziel: Aktien brechen ein

Der italienische Sportwagenhersteller Ferrari hat seine für kommendes Jahr festgelegten Finanzziele wegen der Pandemie nach hinten geschoben. Die vorsichtige Anpassung der Ausgaben werde voraussichtlich dazu führen, dass die für 2022 genannte Prognose erst ein Jahr später erreicht werde, erklärt Chairman John Elkann. Bei Anlegern kam das schlecht an. Die Aktie des Herstellers von Luxusautos mit dem springenden Pferd im Logo verlor an der Mailänder Börse bis zu rund sieben Prozent.

Bei seinen langfristigen Zielen hatte Ferrari ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen in einer Spanne von 1,8 bis zwei Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Die Rendite sollte oberhalb von 38 Prozent liegen.

Im laufenden Jahr sieht sich Ferrari dagegen auf Kurs für seine Ziele. Robuste Auftragseingänge inmitten der Pandemie stimmten das Unternehmen zuversichtlich. Im ersten Quartal kletterte der Betriebsgewinn (Ebitda) um 19 Prozent auf 376 Millionen Euro und übertraf damit die Erwartungen von Analysten.

Ferrari
Ferrari 165,30

17:02 Uhr

Pfizer im Impfstoff-Rausch: Kurs steigt

Als "deutlich besser als erwartet" kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Jens Korte die Zahlen des US-Pharmakonzerns Pfizer. Die Anleger reagieren auf die grundsätzlich guten Zahlen, der Aktienkurs klettert rund 3,5 Prozent.

Im ersten Quartal setzte das Unternehmen mehr um und verdiente auch mehr - wobei das Wachstum zum Teil durch einen Umsatzbeitrag von 3,5 Milliarden Dollar durch den Covid-19-Impfstoff angetrieben wurde. Pfizer meldete einen Gewinn von 86 US-Cent pro Aktie, nach 60 Cent pro Aktie im Vorjahr. Der Nettogewinn kletterte von 3,36 Milliarden auf 4,88 Milliarden Dollar. Ohne Einmaleffekte lag der bereinigte Gewinn von Pfizer bei 93 Cent je Aktie. Analysten hatten einen bereinigten Gewinn von 77 Cent prognostiziert. Der Umsatz von Pfizer verbesserte sich auf 14,58 Milliarden von 10,08 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit einem Umsatz von 13,54 Milliarden gerechnet.

Pfizer
Pfizer 32,59

16:50 Uhr

Under Armour ist optimistischer

Ein optimistischer Ausblick hat die Aktien von Under Armour vorbörslich zwar drei Prozent in die Höhe getrieben, nach US-Börseneröffnung geben die Titel allerdings mehr als ein Prozent ab. Der US-Sportartikelhersteller rechnet im laufenden Jahr dank des florierenden Online-Handels nun mit einem prozentualen Umsatzwachstum im hohen Zehnerbereich statt wie zuvor angepeilt im hohen einstelligen Bereich. Seit Jahresbeginn haben die Papiere des Adidas-Rivalen um 41 Prozent zugelegt.

Under Armour
Under Armour 21,08

16:19 Uhr

US-Tech-Lieblinge sind im Ausverkauf

Nach dem Run auf Aktien der Pandemie-Profiteure bekommen immer mehr US-Anleger kalte Füße. Unter die Räder gerieten vor allem die Papiere großer Tech-Konzerne wie Apple, Facebook oder Amazon. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fällt 1,9 Prozent auf 13.628 Punkte. Der Dow-Jones-Index gibt 0,7 Prozent auf 33.868 Zähler nach, der S&P-500 verliert ein Prozent auf 4149 Zähler.

Facebook
Facebook 319,08

Die schwergewichtigen Technologiekonzerne seien während der gesamten Pandemie ein zentraler Bestandteil der soliden Wertentwicklung von Portfolios gewesen, nun müsse aber darauf geachtet werden, sie nicht zu stark zu gewichten im Vergleich zum Gesamtmarkt, sagt Investmentexperte Mark Haefele vom Vermögensverwalter UBS Global Wealth Management. "In einem Umfeld beschleunigten Wachstums bevorzugen wir weiterhin zyklische Sektoren und Sektoren wie Finanzen und Energie."

Trotz eines rosigen Ausblicks trennen sich Anleger von Aktien von Dupont, die 2,3 Prozent absacken. Der US-Hersteller für Industriematerialien hat dank erhöhter Nachfrage aus der Chip-Industrie und einer Erholung der Autobranche seine Gewinn- und Umsatzprognose angehoben.

 

16:01 Uhr

"Bullish": Lufthansa-Aktien heben ab

Lufthansa haben nun den seit Anfang März etablierten Abwärtstrend bei etwa 11 Euro gebrochen. Damit eröffnet sich weiteres Aufwärtspotenzial bis zum März-Hoch bei knapp 13 Euro, wie Marktanalyst Thomas Bopp vom Magazin Traders' sagt. "Aus dem Blickwinkel der Markttechnik nimmt die 'bullish' Konstellation erst langsam Konturen an", sagt er. Das könnte auf den Beginn eines neuen langfristigen Aufwärtstrends hindeuten. Das Allzeit-Hoch stammt vom 4. Januar 2018 und liegt bei 31,26 Euro. Der Kurs klettert knapp zwei Prozent auf 11,36 Euro.

Lufthansa
Lufthansa 11,22

15:42 Uhr

Osram von der Börse? Kurs steigt

Für Gesprächsstoff sorgte Osram. Bei der Übernahme des deutschen Lichtspezialisten schlägt der Sensorhersteller AMS mit einem angepeilten Börsen-Abschied ein neues Kapitel auf. Den verbliebenen Osram-Aktionären werden dafür 52,30 Euro je Anteilsschein geboten - gemessen am Kurs vielleicht zu wenig. Die Aktien steigen mehr als 1,5 Prozent auf 52,70 Euro und damit über diesen Wert.

Osram
Osram 52,75

15:08 Uhr

US-Handelsdefizit steigt auf Rekordhoch

Das Defizit in der US-Handelsbilanz ist im März wegen der kräftig steigenden Binnennachfrage auf ein Rekordniveau gestiegen. Die Importe übertrafen die Exporte um 74,4 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium mitteilt. Das sind 5,6 Prozent mehr als im Vormonat. Die Importe wuchsen um 6,3 Prozent auf mehr als 274 Milliarden Dollar. während sich die Importe um 6,6 Prozent auf gut 200 Milliarden Dollar erhöhte.

Ökonomen gehen davon aus, dass das Handelsdefizit in den kommenden Monaten weitere Rekordhöhen erreichen könnte. Grund dafür ist, dass die US-Binnenkonjunktur auch wegen des schnellen Impffortschritts brummt, und dadurch verstärkt importiert wird. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sagt der weltgrößten Volkswirtschaft in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von mehr als sechs Prozent voraus. Dazu soll auch das billionenschwere Konjunkturpaket von Präsident Joe Biden beitragen.

14:51 Uhr

Dax fällt unter 15.000er Marke

Der Dax fällt mit den Spannungen in Ostasien auf den tiefsten Stand seit dem 1. April. Er baut sein Minus zeitweise auf rund 250 Punkte aus und fällt auf 14.985 Punkte. Damit liegt er wieder unter der 15.000er Marke. "Der Dax ist besonders stark von Exporten und auch von guten Wirtschaftsbeziehungen abhängig", so ein Händler. Deshalb gerate der Dax besonders stark unter Druck. In London notiert der FTSE-100 dagegen immer noch leicht im Plus.

Angeblich habe Chinas Luftwaffe den Luftraum Taiwans verletzt, so ein Marktteilnehmer. Er verweist allerdings darauf, dass das regelmäßig der Fall sei.

14:28 Uhr

Politische Spannungen: Dax sackt ab

Mit den Spannungen in Ostasien wird der Fall des Dax um etwa 150 Punkte innerhalb von wenigen Minuten begründet. Angeblich habe Chinas Luftwaffe den Luftraum Taiwans verletzt, so ein Marktteilnehmer. Er verweist allerdings darauf, dass dies regelmäßig der Fall sei. Die US-Index-Futures fallen ebenfalls zurück. Der Dax büßt 1,1 Prozent auf 15.065 Punkte ein.

13:55 Uhr

Wohnmobil-Bauer fährt auf Überholspur zu Kurssprung

Ein Gewinnsprung ermuntert Anleger zum Einstieg bei Trigano. Die Aktien des Wohnmobil-Bauers steigen in Paris zeitweise um fast elf Prozent, so stark wie zuletzt vor einem halben Jahr. Das Unternehmen steigerte den Angaben zufolge seinen Gewinn in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres um 74 Prozent auf 114,4 Millionen Euro und sieht eine anhaltend hohe Nachfrage nach seinen Produkten.

13:36 Uhr

Arsenal-Übernahme: Spotify-Gründer fühlt vor

Der Gründer und Vorstandschef des Streamingdienstes Spotify macht mit seinen Übernahmeplänen für den Londoner Fußballklub Arsenal offenbar Ernst. Daniel Ek habe bereits Kontakt zur Familie von Arsenal-Eigentümer Stan Kroenke aufgenommen, sagt der ehemalige französische Nationalspieler Thierry Henry, der laut britischen Medienberichten neben Dennis Bergkamp und Patrick Vieira zu den Unterstützern von Ek gehört. Ek hatte in der vergangenen Woche gesagt, er habe das Geld für die Übernahme des Londoner Traditionsklubs zusammen. Kroenke und sein Sohn Josh hatten aber erklärt, sie stünden "zu 100 Prozent hinter Arsenal" und seien an einem Verkauf nicht interessiert.

Der Amerikaner Kroenke steht wie zahlreiche andere Klub-Eigentümer wegen der Pläne für eine europäische "Super League" in der Kritik. Arsenal sollte zu den zwölf Gründungsmitgliedern gehören. "Sie müssen jetzt zuhören", sagte Henry dem Sender Sky Sports. "Viele Leute haben geschrieben, dass sie den Eigentümer raushaben wollen. Wir versuchen eine Lösung zu bieten, die die Fans einschließt, um dem Klub seine DNA zurückzugeben." Henry betonte, Ek werde nicht lockerlassen und warten, ob die Kroenkes nicht doch zu einem Verkauf bereit seien. Das könne lange dauern.

Spotify-Aktien geben rund zwei Prozent nach.

Spotify
Spotify 239,41

13:14 Uhr

Bauboom macht sich bei Geberit bemerkbar

Der Schweizer Sanitärtechnikkonzern Geberit hat im ersten Quartal Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Die Verkaufserlöse wuchsen um 14 Prozent auf 910 Millionen Franken, der Nettogewinn legte um 26,7 Prozent auf 233 Millionen Franken zu. Vor allem der Trend zu Renovationen und der Lageraufbau bei Kunden sorgte für Schub. Zudem kam nach dem Corona-bedingten Einbruch im Vorjahreszeitraum ein Basiseffekt zum Tragen. Einen Ausblick gab Geberit mit Verweis auf die weiterbestehenden Unsicherheiten hinsichtlich der Covid-19-Pandemie nicht ab.

Geberit
Geberit 579,20

12:43 Uhr

Wall Street leicht abwärts - auf hohem Niveau

Leichte Verluste zum Start zeigen die Terminkontrakte auf die Indizes der Wall Street an. Unter den Konjunkturdaten dürfte das vorbörslich anstehende Defizit der Handelsbilanz für März einen neuen Rekord ausweisen. Derweil bewegen sich die Indizes in der Nähe ihrer Rekordstände, und die Anleger müssen weiter abwägen zwischen den treibenden und den drückenden Faktoren. Starke Konjunkturdaten und robuste Unternehmenszahlen stehen gegen Inflationssorgen und steigende Corona-Fallzahlen in etlichen Weltregionen. Einige Experten unken, dass die aufgehellten Aussichten für Konjunktur und Unternehmensgewinne bereits in den Bewertungen enthalten seien.

"Der Markt hat bereits eine starke Erholung und Unternehmensergebnisse über Erwarten eingepreist, und es reicht nicht aus, um die Indizes sehr viel höher zu treiben", sagt Strategin Sophie Chardon von Lombard Odier. Der Markt blicke nun auf die nächsten Schritte. Als erstes werde zu erfahren sein, wie die US-Notenbank ihren geldpolitischen Ausblick verändert.

Unter den Branchen haben sich Energie- und Bankenwerte zuletzt stark gezeigt im Gegensatz zu den Technologiewerten. Dahinter steckt das aufgehellte wirtschaftliche Bild, das die Anleger ermutigt, auf Unternehmen zu setzen, die von einer Erholung besonders profitieren werden. Florent Pochon von Natixis erwartet, dass diese Rotation in den kommenden Wochen an Dynamik gewinnen wird: "So lange die Zentralbanken weiter taubenhaft bleiben und dazu die Erholung der Wirtschaft kommt, dürfte dies den perfekten Schwung für Aktien erbringen."

Positiv wurden die Zahlen des Halbleiterunternehmens Rambus aufgenommen, dessen Aktie um 1,2 Prozent stieg. Das Unternehmen erreichte im ersten Quartal mit Umsatz und Ergebnis das obere Ende der eigenen Ziele.

Rambus
Rambus 15,69

12:26 Uhr

Dax verliert Großteil seiner Gewinne vom Wochenauftakt

Der Dax büßt bis zum Mittag einen Großteil seiner zu Wochenbeginn erzielten Gewinne ein. Er fällt 0,5 Prozent auf 15.162 Punkte. Damit setzen sich die jüngsten Schwankungen des deutschen Leitindex fort. Er bewegt sich seit Wochen schon im Bereich zwischen 15 000 Punkten und seinem Rekordhoch von 15 501 Zählern hin und her.

Die Verluste erstrecken sich auch auf den breiten Aktienmarkt in Deutschland und Europa. Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten fällt 0,79 Prozent auf 32 652 Punkte. Der Eurozonen-Index EuroStoxx bewegt sich zuletzt etwas moderater mit 0,2 Prozent im Minus.

Dax
Dax 15.399,65
MDax
MDax 32.665,02

 

12:10 Uhr

Auftrag aus Ägypten: Aktien von europäischem Kampfjet-Hersteller heben ab

Nach einer Bestellung von 30 "Rafale"-Kampfjets durch die ägyptische Luftwaffe steigen die Aktien von Dassault Aviation in Paris um rund acht Prozent. Das ist der größte Kurssprung seit einem Jahr.

Dassault Aviation S.A.
Dassault Aviation S.A. 966,00

11:49 Uhr

Teamviewer auf Wachstumskurs: Anleger nehmen Gewinne mit

Das schwäbische Softwarehaus Teamviewer bleibt auch nach dem Boom zu Beginn der Corona-Krise auf Wachstumskurs. Im ersten Quartal legten die abgerechneten Umsätze (Billings) währungsbereinigt um 26 Prozent auf 146,6 Millionen Euro zu, wie Teamviewer mitteilt. Dies lag leicht über den Erwartungen von Analysten. "Das ist ein außerordentlich gutes Ergebnis und zeigt, dass das, was wir verkaufen, gebraucht wird", sagt Firmenchef Oliver Steil. Im vergangenen Jahr lag das Plus bei den Billings im Jahresschnitt noch bei 44 Prozent.

Im Gesamtjahr sollen die Billings des Anbieters von Fernwartungssoftware zwischen 585 und 605 Millionen Euro liegen, was einem Plus von rund 27 bis 31 Prozent zum Vorjahr entsprechen würde. "Das Wachstum kommt zum einen dadurch, dass wir inzwischen mehr Lösungen anbieten und auch weiterhin Neukunden gewinnen", sagte Steil. Teamviewer hat in den vergangenen zwölf Monaten drei kleinere Übernahmen gestemmt und damit unter anderem seine Anwendungen für virtuelle Realitäten ausgebaut. Der Aktienkurs gibt 5,5 Prozent nach. Marktteilnehmer sprechen von Gewinnmitnahmen.

Teamviewer
Teamviewer 34,72

10:58 Uhr

Lage in deutscher Autobranche ist so gut wie lange nicht

Die exportstarken deutschen Autobauer und ihre Zulieferer beurteilen ihre Geschäftslage so gut wie seit zwei Jahren nicht mehr. Das entsprechende Barometer schnellte im April um 10,9 auf 21,6 Punkte nach oben, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner monatlichen Umfrage mitteilt. "Die Autobauer haben nun ihr Corona-Tief überwunden", sagt Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. Auch die Erwartungen der Automanager haben sich verbessert: Dieser Indikator bewegte sich um 6,3 auf 24,9 Punkte nach oben.

"Die Autobauer freuen sich auch über eine gestiegene Nachfrage", fügt Wohlrabe hinzu. Der Auftragsbestand erhöhte sich ebenfalls deutlich. Die Produktion soll daher weiter hochgefahren werden. Im Exportgeschäft erwarten die Autobauer ebenfalls Steigerungen.

Befragt wurden die Autobauer nach ihrer Kapazitätsauslastung. Der Wert stieg im April auf 91,1 Prozent, nach 84,2 im Januar. Auch wurde nach Gründen gefragt, wodurch die Produktion eingeschränkt wird. Lieferprobleme bei Vorprodukten sind hier das große Thema: 60,4 Prozent der Firmen beklagen sie aktuell. Im Juli 2020 waren es nur 5,8 Prozent, im April 2020 immerhin 42,0 Prozent. Mehrere Automobilwerke mussten etwa wegen des Mangels an Siliziumchips Kurzarbeit anmelden.

10:31 Uhr

Infineon hat ein technisches Problem

Infineon hat nach Zahlenvorlage "ein technisches Problem", sagt ein Händler. Denn nach ihrer mehrwöchigen Seitwärtskonsolidierung im sehr scharfen Aufwärtstrend habe sie sich bei 33 Euro ihrer Aufwärtstrendlinie angenähert. "Das ist technisch sehr kritisch, weil Trader dann gerne ihre Stop-Loss-Marken daruntersetzen", so ein Marktteilnehmer. Damit könnte schon ein stärkerer Rückfall als die aktuellen 2 Prozent dazu führen, dass rein mechanische Verkäufe ausgelöst werden. Mit den Zahlen habe dies nichts zu tun. Infineon-Titel geben 3,8 Prozent ab.

Infineon
Infineon 32,52

10:03 Uhr

Gewinnmitnahmen belasten Ethereum

Ethereum-Anleger nutzen die jüngsten Kursrekorde für Gewinnmitnahmen. Die zweitwichtigste Cyber-Devise verliert gut drei Prozent auf 3182,11 Dollar, nachdem im asiatischen Handel ein Rekordhoch von 3457,83 Dollar markiert hatte.

09:38 Uhr

Pfeiffer Vacuum überzeugt Börsianer: Aktie ist Toppick im SDax

Ein Umsatz- und Gewinnplus hievt Pfeiffer Vacuum an die Spitze des SDax. Die Aktien des Vakuumpumpen-Herstellers steigen fast sechs Prozent. Mehr als fünf Prozent gewinnen Leoni. Sie hatten bereits zum Wochenstart deutliche Aufschläge verbucht. Der SDax selbst legt 0,4 Prozent auf 16.326 Zähler zu.

SDax
SDax 16.042,00

 

Pfeiffer Vacuum
Pfeiffer Vacuum 168,80
Leoni
Leoni 12,28

 

09:29 Uhr

Qiagen-Papiere übernehmen MDax-Spitze

Gestiegene Umsätze und Gewinne ermuntern Anleger zum Einsteig bei Qiagen. Die Aktien der Biotechfirma steigen rund 1,5 Prozent. Das Quartalsergebnis sei zwar besser ausgefallen als erwartet, bei den Gesamtjahreszielen habe man aber auf mehr als eine Bekräftigung gehofft, sagt ein Börsianer. Der MDax verliert 0,3 Prozent auf 32.802 Punkte.

Qiagen
Qiagen 39,58
MDax
MDax 32.665,02

 

09:12 Uhr

Bulle oder Bär: Wer übernimmt das Dax-Ruder?

Nach dem durchaus ordentlichen Wochenauftakt, an dem der Dax 0,7 Prozent auf 15.236 Punkte zulegen konnte, scheint die Luft bereits zum Start in den Dienstagshandel wieder raus zu sein. Der Dax notiert wenige Punkte im Plus bei 12.245 Zählern. Die Wall Street hatte am Montag nur leicht positiv geschlossen. Stützende Nachrichten von den asiatischen Märkten fehlen, da mehrere Leitbörsen erneut geschlossen geblieben sind. Corona-Krise und Berichtssaison sind damit die beiden Hauptthemen am Markt.

"Der Dax startet verhalten in den Handelstag. Er tendiert vorerst weiter seitwärts", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Das Augenmerk der Anleger liegt auf den Quartalsergebnissen: Im Leitindex steht dabei Infineon im Blick, bei den Nebenwerten etwa Hellofresh oder Teamviewer."

Infineon
Infineon 32,52

 

Hellofresh
Hellofresh 65,48
Teamviewer
Teamviewer 34,72

 

08:40 Uhr

Meldung aus den USA lässt Biontech-Kurs hochschnellen

Ein Medienbericht über die bevorstehende Freigabe des Coronavirus-Impfstoffs von Biontech in den USA für Kinder ab 12 Jahren beflügelt die Aktie des deutschen Unternehmens. Ihr Kurs steigt im Frankfurter Frühhandel um 9 Prozent.

08:31 Uhr

Chip-Boom beflügelt Infineon - Aktie bereits gut drauf

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(Foto: picture alliance/dpa)

Gute Laune herrscht bei Infineon. Der Chip-Boom lässt den Halbleiterhersteller nämlich optimistischer auf das gesamte Geschäftsjahr blicken. Das Münchner Dax-Unternehmen sagte einen Umsatz von elf Milliarden Euro für die zwölf Monate bis Ende September voraus, wenn der US-Dollar einigermaßen stabil bleibt, und ist damit etwas zuversichtlicher als noch im Februar. Auch die Umsatzrendite soll sich mit 18 Prozent etwas besser entwickeln als zuletzt angenommen.

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres lag der Umsatz bei 2,7 Milliarden Euro und damit rund ein Drittel höher als vor Jahresfrist. Das Segmentergebnis schnellte um 72 Prozent nach oben auf 470 Millionen Euro. Beide Kennzahlen fielen etwas besser aus als vom Unternehmen befragte Analysten erwartet hatten. Der Konzernüberschuss verbesserte sich um 14 Prozent auf 203 Millionen Euro. An der Börse legte die Aktie im vorbörslichen Handel 1,7 Prozent zu.

08:05 Uhr

Dax in Deckung - Gibt es eine erste Trendumkehr?

Im Rahmen einer neuen Flut von Firmenbilanzen wird der Dax heute laut Analysten niedriger starten. Der Leitindex notierte eine Stunde vor Handelsbeginn kaum verändert bei 15.241 Punkten. Gestern hatte der Dax um 0,7 Prozent zugelegt. Noch scheine der Dax ein recht stabiles Niveau gefunden zu haben, um die laufende Konjunkturerholung und Besserung der Profitabilität der Unternehmen zu würdigen, sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. Mit Beginn einer schwächeren Börsenphase könnte dem Markt aber eine erste Trendumkehr bevorstehen.

Infineon und Vonovia gewähren heute Einblicke in die Bücher. Die Lufthansa lädt zur Hauptversammlung ein.

Dax
Dax 15.399,65

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07:56 Uhr

Ex-Audi-Chef Stadler weist VW-Schadenersatzforderung zurück

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Rupert Stadler

(Foto: dpa)

Der frühere Audi-Chef Rupert Stadler hat sich über seinen Anwalt erstmals zu den Schadenersatz-Ansprüchen des Volkswagen-Konzerns öffentlich geäußert und die gegen ihn erhobenen Forderungen zurückgewiesen. "Wie Herr Stadler bereits in seiner Einlassung vor Gericht dargelegt hat, weist er den gegen ihn erhobenen Vorwurf entschieden zurück und ist überzeugt, korrekt gehandelt zu haben", sagte sein Strafverteidiger Thilo Pfordte der "Augsburger Allgemeinen". Stadler sei bewusst, dass der Aufsichtsrat der Volkswagen AG aktienrechtlich verpflichtet sei, mögliche Ansprüche zu prüfen und gegebenenfalls geltend zu machen, erklärte Pfordte weiter. "Nach dieser umfangreichen, unabhängigen Prüfung wird ihm nicht vorgeworfen, vorsätzlich gehandelt zu haben."

VW verlangt von Stadler und dem früheren Konzernchef Martin Winterkorn Schadenersatz im Zusammenhang mit dem Dieselskandal in noch nicht bekannter Höhe. Der Aufsichtsrat wirft den beiden Ex-Spitzenmanagern Verletzungen der aktienrechtlichen Sorgfaltspflicht vor. Stadler steht derzeit wegen einer möglichen Mitverantwortung bei Abgasskandal wegen Betrugs vor dem Münchner Landgericht.

07:45 Uhr

Corona-Pandemie kann Vonovia nichts anhaben

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(Foto: picture alliance/dpa)

Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia ist auch zu Jahresbeginn ohne Blessuren durch die Corona-Pandemie gekommen. Im ersten Quartal erhöhte sich der Gewinn aus dem operativen Geschäft (Group FFO) - die bei Immobilienfirmen zentrale Kennziffer - vor allem durch organisches Wachstum wie Neubau und Modernisierung von Wohnungen um 14,1 Prozent auf 382,9 Millionen Euro, wie der Bochumer Dax-Konzern mitteilte.

"Unser Geschäftsmodell zeigt sich weiterhin krisenfest und widerstandsfähig", sagt Vonovia-Chef Rolf Buch. Seine Jahresprognose bestätigte der Konzern. Für 2021 peilt Vonovia damit weitere Zuwächse an: Der Group FFO werde von fast 1,35 Milliarden Euro auf rund 1,415 bis 1,465 Milliarden Euro zulegen, stellte Vonovia erneut in Aussicht.

In der Wohnimmobilienbranche macht sich nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts Erleichterung breit, dass der Berliner Mietendeckel unvereinbar mit dem Grundgesetz und deshalb nichtig ist.

07:34 Uhr

Hellofresh mit fulminantem Kundenwachstum

Hellofresh
Hellofresh 65,48

Gute Nachrichten kommen von Hellofresh: Der Anbieter von Kochboxen hat die Zahl seiner Kunden im ersten Quartal auf 7,3 Millionen gesteigert. Das entspricht einem Plus von 75 Prozent zum Vorjahresquartal, wie das Berliner Unternehmen mitteilte. Der Umsatz kletterte um 116 Prozent auf 1,44 Milliarden Euro und lag damit im Rahmen der Mitte April veröffentlichten vorläufigen Zahlen. Das bereinigte Betriebsergebnis erhöhte sich sogar um 152 Prozent auf 159 Millionen Euro.

Firmenchef Dominik Richter gab sich mit Blick auf ein Ende der Corona-Pandemie zuversichtlich, dass Hellofresh "auch künftig vom Trend zum Online-Einkauf von Lebensmitteln überproportional" profitiert. Hellofresh bekräftigte den Ausblick.

07:19 Uhr

Steigende Corona-Zahlen belasten in Taiwan-Börse

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(Foto: picture alliance / dpa)

Überwiegend auf Erholungskurs befinden sich die Aktienmärkte in Ostasien und Australien. Anleger setzen auf eine Erholung der Wirtschaft, da mehr und mehr Länder die wegen der Corona-Pandemie verhängten Beschränkungen aufheben. Weil die Börsen in Japan und Festlandchina noch immer feiertagsbedingt geschlossen sind, geht es an den geöffneten Märkten meist ruhig zu.

Gegen die positive regionale Tendenz geht es in Taiwan mit den Aktienkursen schon den zweiten Tag in Folge kräftig abwärts. Der Taiex verliert gut 2 Prozent, nachdem auf Taiwan über das Wochenende ein deutlicher Anstieg der Corona-Fallzahlen verzeichnet wurde.

Dagegen liegt der S&P/ASX-200 in Sydney um 0,4 Prozent im Plus. Die australische Notenbank hat - wie weithin erwartet - ihren Leitzins unverändert belassen und ihre frühere Aussage wiederholt, dass sie bis 2024 keine Zinserhöhung erwarte.

In Hongkong steigt der Hang-Seng-Index um 0,3 Prozent. An der Börse in Seoul gibt der Kospi anfängliche Gewinne ab und sinkt um 0,2 Prozent.

06:57 Uhr

Qiagen wächst auch ohne Covid-Produkte stark

Sehr gut kommen die Zahlen von Qiagen zum ersten Quartal an. Die Erwartungen der Analysten seien übertroffen worden, hieß es. Fraglich sei nur, ob dem Markt der bestätigte Jahresausblick bei Umsatzwachstum und Profitabilität ausreiche. Allerdings dürfte allein der Gewinnsprung auch für einen Kursanstieg gut sein, kommentiert ein Händler.

Denn der Gewinn je Aktie verdoppelte sich fast gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz stieg um 52 Prozent und damit stärker als der hauseigene Ausblick von mindestens 45 Prozent. Dazu komme, dass 64 Prozent des Umsatzes mit Nicht-Covid-Produkten gemacht werde und dieser ein Wachstum von 16 Prozent vorweisen konnte.

06:40 Uhr

Lufthansa kauft neue Langstreckenjets

Lufthansa
Lufthansa 11,24

Trotz der schwierigen Lage in der Corona-Krise kauft Lufthansa zehn neue Langstreckenflugzeuge von Airbus und Boeing. Der Vorstand habe den Erwerb von fünf Airbus A350-900 und fünf Boeing 787-9 beschlossen, teilte das MDax-Unternehmen mit. Der Aufsichtsrat habe dem Vorhaben zugestimmt. Die Jets sollen ältere Flugzeugtypen mit höherem Treibstoffverbrauch und CO2-Ausstoß ersetzen.

Die neuen Airbus-Langstreckenflugzeuge werden 2027 und 2028 ausgeliefert. Dafür hat die Airline nach eigenen Angaben die Auslieferungen zuvor bestellter Flugzeuge mit beiden Herstellern neu verhandelt. Die Investition in die neuen Jets steht laut Lufthansa im Einklang mit dem Rettungspaket, mit dem der Bund das Unternehmen in der Corona-Krise unterstützt hatte. Die neuen Modelle verbrauchen den Angaben zufolge rund 30 Prozent weniger Kerosin pro Passagier und 100 Kilometer Flugstrecke.

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A350-900

(Foto: dpa)

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:15 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

Nach dem freundlichen Start in die neue Handelswoche - der Dax legte 0,7 Prozent auf 15.236 Punkte zu - schauen die Anleger hierzulande genau hin: Einige Dax-Konzerne legen Ergebnisse vor. Und auch außerhalb des deutschen Börsenleitindex' stehen etliche Unternehmensbilanzen auf der Agenda. Konjunkturell geht es dafür etwas ruhiger zu. Neben den britischen Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe am Vormittag folgen am Nachmittag die Daten der US-Handelsbilanz und der Auftragseingang der Industrie. Nachbörslich stehen noch die Rohöllagerbestände auf der Agenda.

Bei den Unternehmen ist da deutlich mehr los: Aus dem Dax öffnen Vonovia und Infineon ihre Bücher bereits am Morgen. Aus Frankreich und den USA folgen am Mittag Axa, Dupont und Pfizer. Nach US-Börsenschluss legt dann auch T-Mobile US Zahlen vor. Neben den Schwergewichten warten aber auch Hellofresh und Lufthansa mit ihren Geschäftsergebnissen auf, ebenso wie Teamviewer oder Ferrari.

Wie der Start in die neue Handelswoche verlief, lesen Sie hier.

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