Montag, 03. Mai 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard und Thomas Badtke
17:45 Uhr

"Der Dax läuft sich warm"

Dem Dax gelingt ein Wochenauftakt nach Maß: Der deutsche Börsenleitindex fällt im Tagestief zwar bis auf 15.111 Punkte, kann sich im Anschluss daran aber deutlich steigern und markiert bei 15.268 Zählern sein Tageshoch - immerhin eine Handelsspanne von knapp 150 Punkten. Aus dem Handel verabschiedet sich der Dax dann 0,7 Prozent fester mit einem Stand von 15.236 Stellen. Ein positiver Handelsauftakt an der Wall Street stützt im späten Verlauf.

"Der Dax läuft sich warm", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf und verweist auf die im weiteren Wochenverlauf anstehenden Geschäftsberichte zahlreicher Dax-Konzerne. "Dadurch fehlte es heute ein wenig an Impulsen", erläutert sie. "Der Markt erwartet, dass die weiter anziehende Impfkampagne zudem dazu führt, dass sich die Konjunktur erholt, die Reisewirtschaft wieder an Fahrt gewinnt."

Dax
Dax 15.196,74

Vor Bekanntgabe der Ergebnisse gewinnen Lufthansa-Titel im MDax fast drei Prozent. Im Dax sind Covestro mit einem Plus von mehr als zwei Prozent größter Gewinner. Mehr als ein Prozent legen etwa Deutsche Wohnen und Adidas zu. Auf der Verliererseite finden sich die in der Vorwoche stark gelaufenen Papiere der Deutschen Bank sowie von Bayer an der Spitze: Sie geben jeweils knapp ein Prozent ab.

Covestro
Covestro 59,20
Deutsche Bank
Deutsche Bank 11,38

 

17:10 Uhr

Geschäftszahlen deutlich besser: Leoni-Aktien im Höhenflug

Leoni-Aktien ziehen deutlich an und legen zeitweise mehr als sieben Prozent zu. Sowohl die Umsätze als auch das operative Ergebnis (EBIT) lägen weit über den Erwartungen, wie ein Händler kommentiert. Klar positiv wertet der Marktteilnehmer auch den angehobenen Ausblick. Erfreulich sei, dass das Unternehmen nun beim EBIT vor Sondereffekten und -kosten mindestens den Breakeven erreichen möchte.

Leoni
Leoni 12,24

16:56 Uhr

Weniger Make-up im Homeoffice: Estee Lauder-Kurs sinkt

Der US-Kosmetikkonzern Estee Lauder hat wegen der pandemiebedingt schwachen Nachfrage nach Make-up die Umsatzerwartungen der Analysten verfehlt. Der Umsatz stieg im dritten Quartal des Geschäftsjahrs 2020/21 auf 3,86 Milliarden Dollar von 3,35 Milliarden ein Jahr zuvor, wie Estee Lauder mitteilt. Analysten hatten 3,94 Milliarden Dollar erwartet. Der Umsatz mit Make-up-Produkten fiel um 11 Prozent auf 1,02 Milliarden Dollar. Der Konzernüberschuss belief sich in dem Quartal, das am 31. März endete, auf 456 Millionen Dollar oder 1,24 Dollar pro Aktie, verglichen mit einem Verlust von 6 Millionen Dollar oder 2 Cents pro Aktie im Vorjahresquartal. Die Aktien geben etwa 5,5 Prozent ab.

Est‚e Lauder Companies
Est‚e Lauder Companies 246,30

16:33 Uhr

WHO erteilt Notfallzulassung: Moderna-Aktien gewinnen deutlich

Moderna-Aktien legen rund vier Prozent zu. Nachdem die Weltgesundheitsorganisation dem von dem Biotechnologie-Unternehmen entwickelten Corona-Impfstoff die Notfallzulassung erteilt hat, will der Konzern in diesem Jahr 34 Millionen Dosen seines Covid-19-Impfstoffs für das globale Covax-Programm liefern. Das Programm soll die Versorgung insbesondere armer Länder mit Vakzinen sicherstellen.

Moderna Inc.
Moderna Inc. 133,58

16:19 Uhr

Wall Street startet mit Kursgewinnen

Die Anleger an der Wall Street zeigen sich weiter kauffreudig. Zum Start in den neuen Börsenmonat legen die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P-500 zunächst jeweils rund 0,5 Prozent zu. Starke Ergebniszahlen von Konzernen haben zuletzt für Rückenwind gesorgt. "Die Gewinne waren bisher wesentlich besser als die Prognosen. Die Menschen und Institutionen haben im Moment ein positives Gefühl für den Markt, obwohl wir uns in der Nähe von Allzeithochs befinden", sagte Mark Grant, Stratege bei der Investmentbank B. Riley FBR.

S&P 500
S&P 500 4.204,50

Im Fokus der Anleger stehen Industriedaten, von denen sich Investoren Rückschlüsse auf das Tempo der wirtschaftlichen Erholung im Land erhofften. Bessere Wirtschaftsdaten, kräftige Gewinnsteigerungen bei Firmen und die massiven fiskalischen Anreize hatten den S&P 500 und den Nasdaq in der letzten Woche auf ein Rekordniveau getrieben.

Bei den Einzelwerten gerieten Tesla-Aktien unter Druck. Die Anteilsscheine fallen rund zwei Prozent. Die Agentur Reuters hatte von Insidern erfahren, dass der US-Elektroautobauer nach Kritik an der Sicherheit seiner Fahrzeuge sein Verhältnis zu staatlichen Stellen in China verbessern will. Dafür baue der Konzern derzeit ein Team für Regierungsbeziehungen auf.

Tesla
Tesla 550,80

15:54 Uhr

BMW und Ford beteiligen sich an Feststoffbatterie-Startup

Die Autobauer Ford und BMW beteiligen sich zusammen mit einem Investor an dem Feststoffbatterie-Spezialisten Solid Power. Mit dem Investment der drei Firmen von insgesamt 130 Millionen Dollar könne Solid Power die Produktion ausbauen, sagt Peter Lamp, bei BMW zuständig für das Batteriegeschäft. Solid Power äußert sich nicht dazu, wie hoch das Startup nach der Investitionsrunde bewertet werde, an der sich auch die Investmentgesellschaft Volta Energy Technologies beteiligt hat. "BMW und Ford nehmen damit führende Positionen im Rennen um Elektrofahrzeuge ein, die von Feststoffbatterien angetrieben werden", sagte Doug Campbell, Chef und Mitbegründer von Solid Power.

Feststoffbatterien gelten in der Autobranche als Zukunftstechnologie. Sie enthalten keine Flüssigkeiten wie herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien, sondern feste Elektrolyte. Zu den Vorteilen gehört neben einer höheren Energiedichte auch eine geringere Brennbarkeit. Solid Power zufolge können die Batterien anderthalb mal so viel Energie speichern wie herkömmliche Akkus. Allerdings ist die Technologie auch teurer, zudem liegen bislang nur wenige Erfahrungen aus dem Praxiseinsatz vor.

BMW
BMW 83,39
Ford
Ford 9,67

15:40 Uhr

BP und ENBW planen Windparks vor schottischer Küste

Der Karlsruher Energiekonzern Energie Baden-Württemberg (EnBW) und der britische Ölmulti BP wollen einem Medienbericht zufolge Windparks vor der schottischen Küste errichten. BP erwäge, in Kooperation mit EnBW ein Gebot für Flächenrechte für Offshore-Windprojekte abzugeben, sagt BP-Chef Bernhard Looney laut der britischen Zeitung "Times". Die Auktion für die 17 Gebiete mit einer Fläche von 8600 Quadratkilometern laufe noch bis zum 16. Juli. Im Februar sicherte sich BP gemeinsam mit EnBW zwei Offshore-Standorte mit einer Gesamtleistung von drei Gigawatt vor der britischen Küste.

EnBW
EnBW 81,00
BP
BP 314,50

 

14:37 Uhr

Novartis-Tochter entwickelt Nachahmerarznei für Bayer-Mittel

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis entwickelt ein Nachahmermedikament für die Augenarznei Eylea des deutschen Rivalen Bayer. Die Generika-Tochter Sandoz kündigt an, in Kürze mit der Rekrutierung von Patienten für eine klinische Phase-III-Studie zu beginnen, mit der die Wirksamkeit und Sicherheit eines Biosimilars zur Behandlung von altersbedingter Makuladegeneration nachgewiesen werden soll.

Novartis
Novartis 73,06
Bayer
Bayer 54,13

 

13:52 Uhr

K+S leiert Schuldenabbau an: Aktienkurs steigt

Für die Anteilsscheine von K+S geht es mehr als ein Prozent nach oben. Der Düngerkonzern schloss den zum dringend notwendigen Schuldenabbau eingeleiteten Verkauf des amerikanischen Salzgeschäfts ab. Dabei floss dem Unternehmen etwas mehr Geld zu als erwartet.

K+S
K+S 10,17

13:30 Uhr

Rekordniveau: Inflation in Türkei steigt weiter

Der Kursrutsch der Landeswährung Lira und sich verteuernde Rohstoff-Importe haben die Inflation in der Türkei auf das höchste Niveau seit fast zwei Jahren klettern lassen. Die Lebenshaltungskosten stiegen binnen Jahresfrist im April auf 17,14 Prozent, wie das türkische Statistikinstitut mitteilt. Damit bleibt die Inflation weit vom offiziellen Ziel einer Rate von fünf Prozent entfernt. Noch im März hatte die Teuerung bei 16,19 Prozent gelegen. Letztmalig hatte in der Türkei die Inflation im Mai 2019 so hoch gelegen.

Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte Mitte März überraschend Notenbankchef Naci Agbal entlassen und durch Sahap Kavcioglu ersetzt - einen erklärten Gegner einer straffen Geldpolitik. Seitdem hat die Landeswährung Lira rund 13 Prozent an Wert eingebüßt. Das trieb die Importkosten für die Türkei deutlich nach oben, die auf die Einfuhr von Rohstoffen aus dem Ausland angewiesen ist. Der Kurssturz der Lira spiegelt sich auch in den Erzeugerpreisen wider, die im April binnen Jahresfrist um 35,17 Prozent zulegten. Im März hatte das Plus noch bei 31,20 Prozent gelegen. Experten hatten wegen des erzwungenen Führungswechsels bei der Notenbank einen Anstieg der Inflation vorhergesagt.

In der vergangenen Woche hatte die Notenbank prognostiziert, dass die Inflation bis Jahresende auf 12,2 Prozent sinken wird. Im April sei der Höhepunk erreicht worden. Manche Analysten halten allerdings einen weiteren Anstieg der Teuerungsrate im Mai für möglich, vielleicht sogar auch im Juni, womit rasche Zinssenkungen erst einmal eher unwahrscheinlich wären. Der Leitzins in der Türkei liegt derzeit bei 19 Prozent. Da Staatspräsident Erdogan hohe Zinsen ablehnt, rechnen Experten nicht damit, dass die Zentralbank dieses Jahr die Zinsen weiter anhebt. Analysten zufolge ist die Glaubwürdigkeit der Währungshüter angekratzt, nachdem Erdogan innerhalb weniger Jahre drei Zentralbank-Gouverneure vor die Tür gesetzt hat. 

13:10 Uhr

Börsenneuling Synlab ist im Aufwind

Am zweiten Tag ihrer Börsennotiz gewinnen die Papiere von Synlab immer mehr an Schwung. Die Aktien der Laborkette steigen um mehr als sieben Prozent auf 20,63 Euro. Am Freitag hatten sie nach einem verhaltenen Debüt knapp sieben Prozent im Plus bei 19,24 Euro geschlossen.

 

12:54 Uhr

US-Anleger warten ab

Die Futures auf die Aktienindizes an der Wall Street deuten am Montag auf eine wenig veränderte Eröffnung zum Handelsstart hin. Im Blick stehen Einkaufsmanagerindizes zum Verarbeitenden Gewerbe kurz nach Handelsstart. Zuversichtlich stimmen die entsprechenden Daten aus etlichen Industrieländern mit positiven Vorzeichen, so in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und der Schweiz. Auch die starken Unternehmenszahlen und freundlichen Ausblicke addieren sich zu dem positiven Sentiment.

Ein Belastungsfaktor bleibt die anhaltende Ausbreitung von Covid-19 in vielen Regionen der Welt. Auch die Prognose einer weiter steigenden Inflation könnte Aktien den Garaus machen. Der Markt werde zwischen positiven und negativen Faktoren balancieren müssen, sagt Luc Filip, Chef des Privatbankeninvestments bei SYZ Private Banking, der indes das Positive in der Überhand sieht. Allerdings schränkt er ein: "Die wirtschaftliche Dynamik wird sich verbessern, doch die große Frage ist, was ist bereits an den Märkten eingepreist?"

Fed-Chef Jerome Powell könnte die Richtung an den Märkten beeinflussen, wenn er sich gegen Abend mitteleuropäischer Zeit auf einer virtuellen Konferenz äußert.

12:20 Uhr

Anleihenrenditen stehen im Fokus

Zum Start in die Woche geht es für die Bundesanleihen nach unten - auf der anderen Seite geht es für die Renditen nach oben. So steigt die Rendite der Bundesanleihe mit einer Laufzeit von 30 Jahren um 6 Basispunkte auf 0,38 Prozent - dies ist der höchste Wert seit Juli 2019. Steigende Corona-Impfquoten, Umsatzrekorde im deutschen Einzelhandel sowie eine heimische Industrie in einer Boomphase sind der Mix für die Abgabebereitschaft am Anleihenmarkt.

12:00 Uhr

Gewinnsprung schiebt Stabilus-Kurs an

Der Auto- und Industrie-Zulieferer Stabilus hat im zweiten Quartal auch den Nettogewinn kräftig gesteigert. Das Ergebnis nach Steuern lag mit 25,9 Millionen Euro um 43 Prozent über Vorjahr, wie Stabilus mitteilt. Der freie Mittelzufluss (Free Cash-flow) habe sich auf 28,8 (13,0) Millionen Euro mehr als verdoppelt. Damit und mit einem Schuldscheindarlehen über 95 Millionen Euro habe Stabilus "eine komfortable Liquiditätssituation, die uns Flexibilität bei der Umsetzung unserer Wachstumspläne bietet", sagte Vorstandschef Michael Büchsner. Der Federn-Spezialist hatte bereits im April seine Prognosen angehoben. Für die Aktien geht es rund 1,4 Prozent aufwärts.

Stabilus
Stabilus 66,25

11:45 Uhr

Euro steigt: Dax-Erholung stockt

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Montag mit einer Erholung schwer getan. Nach der schwachen Vorwoche war der Leitindex Dax zunächst im frühen Handel um fast ein Prozent gestiegen, bevor der Schwung angesichts des anziehenden Euro nachließ.

Am Mittag steht der Dax 0,1 Prozent tiefer bei 15 142 Punkten. Nach seinem Rekord bei 15 501 Punkten hatte das Börsenbarometer zuletzt ein wenig nach unten korrigiert. Im laufenden Jahr liegt es aber immer noch gut 10 Prozent vorn.

Dax
Dax 15.196,74
Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,21

 

11:11 Uhr

Eurozone-Industrie zieht auf neues Allzeithoch

Die Industrie in der Eurozone hat im April den zweiten Rekordwert in Folge markiert. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Sektor legte auf 62,9 von 62,5 Punkte im März zu, wie das IHS Markit Institut bei einer zweiten Veröffentlichung mitteilt. Das ist der höchste Wert seit Umfragebeginn im Juni 1997. Bei der ersten Veröffentlichung war ein Wert von 63,3 Zählern ausgewiesen worden, Volkswirte hatten eine Bestätigung dieses ersten Ausweises erwartet.

Ab 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter deutet es auf eine Schrumpfung. Mit einem neuen Rekordhoch führten die Niederlande die Rangliste im April an, gefolgt von Deutschland, wo der Index gegenüber dem Allzeithoch des Vormonats allerdings leicht nachgab. Auch in den übrigen von der Umfrage erfassten Ländern liefen die Industriegeschäfte gut, Italien und Österreich vermeldeten neue Rekordwachstumsraten.

10:59 Uhr

Zurückgewiesene Übernahmeofferten setzen KPN-Aktien zu

Zurückgewiesene Übernahmeofferten zweier Finanzinvestoren schicken KPN auf Talfahrt. Die Aktien des Telekom-Konzerns fallen in Amsterdam zeitweise 4,5 Prozent auf 2,74 Euro. Nach Berechnungen des Analysten Ulrich Rathe von der Investmentbank Jefferies zufolge ist das Unternehmen 3,45 Euro je Aktie wert. Allerdings verfüge KPN über starke Mechanismen, um einen Übernahmeversuch abzuwehren.

KPN
KPN 2,80

10:39 Uhr

Kritik an Sicherheit: Tesla geht auf chinesische Aufsichtsbehörden zu

Der US-Elektroautobauer Tesla will nach Kritik an der Sicherheit seiner Fahrzeuge und Kundendienstbeschwerden Branchenkreisen zufolge sein Verhältnis zu staatlichen Stellen in China verbessern. Dafür baue der Konzern derzeit ein Team für Regierungsbeziehungen auf, sagen mehrere Insider. Führungskräfte nähmen seit einigen Wochen außerdem verstärkt an politischen Debatten in China teil, bei denen es um die Speicherung von Autodaten sowie Fragen des Klimaschutzes und das Recycling gehe. Tesla war im Februar wegen Verbraucherberichten über Batteriebrände, unerwartete Beschleunigung von Fahrzeugen sowie Mängeln bei Software-Updates übers Internet von Aufsichtsbehörden vorgeladen worden. Auch geriet der Autobauer wegen der Kameras an Bord seiner Fahrzeuge mit dem chinesischen Militär überkreuz. Von Tesla war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen

Tesla
Tesla 550,80

10:20 Uhr

Ethereum knackt psychologisch wichtige Marke

Der Kurs von Ethereum überspringt erstmals die psychologisch wichtige 3000er Marke. Die zweitwichtigste Cyber-Devise steigt zwölf Prozent auf 3094,95 Dollar. Viele Anleger betrachteten die Kryptowährung im Vergleich zu Bitcoin als unterbewertet, sagt Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. Dank der enormen Nachfrage institutioneller Investoren könne Ethereum mittelfristig bis auf 5000 Dollar steigen.

09:40 Uhr

Reiseboom im Sommer? Lufthansa gesucht

Sehr positiv werten Händler die Nachrichtenlage zur Reisebranche. So hat der deutsche Tourismusbeauftragte, Staatsekretär Thomas Bareiß, gesagt, dass ein Sommerurlaub sehr gut möglich sein werde. Und die Lufthansa plant, im Sommer wieder über 100 Reiseziele anzubieten. "Das klingt, als könnte die Auslastung nach oben schießen und damit die Cashburn-Rate drastisch fallen", meint ein Händler. Lufthansa-Aktien setzen sich mit einem Aufschlag von mehr als drei Prozent an die MDax-Spitze.

Lufthansa
Lufthansa 10,98
MDax
MDax 32.300,37

 

09:14 Uhr

Dax "wartet auf den großen Sturm"

In der Vorwoche hat dem Dax eine klare Richtung gefehlt. Zum Start in die neue Handelswoche könnte sich dieser Trend fortsetzen. Der deutsche Börsenleitindex notiert zu Handelsbeginn 0,3 Prozent ... bei 15.193 Punkten. Die Börsen in Shanghai und Tokio sind geschlossen, die Wall Street-Futures liegen aber im Plus und stützen den Markt.

Als "Warten auf den großen Sturm", bezeichnet ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil die Situation am deutschen Aktienmarkt zum Wochenbeginn. Sie verweist darauf, dass erst im Lauf der Woche zahlreiche Dax-Firmen ihre Bücher öffnen werden. "Momentan sind die Erwartungen der Anleger leicht positiv", kommentiert sie. Der Grund dafür liege in Amerika, wo US-Finanzministerin Janet Yellen kein Inflationsrisiko durch die Konjunkturprogramme der Regierung sieht, so Wohlfeil.

08:56 Uhr

Über der Lira braut sich ein "perfekter Sturm" zusammen

Über der türkischen Lira braut sich "ein perfekter Sturm" zusammen, wie die Commerzbank (Coba) mit Blick auf die für Montag angekündigten Verbraucher- und Erzeugerpreise für April meint. Der Marktkonsens lasse schlechte Werte erwarten, so Tatha Ghose, Devisen-Analyst bei der Bank, nämlich 17,3 Prozent zum Vorjahr für die Gesamtinflation und 18,4 Prozent zum Vorjahr für die Kerninflation.

Dies impliziere eine Beschleunigung der zugrunde liegenden Preiszuwächse (saisonal bereinigt) von 1,4 Prozent zum Vormonat im März auf 1,6 Prozent zum Vormonat im April. Annualisiert ergebe sich daraus eine Inflation von über 20 Prozent. Das seien schlechte Werte, denn gleichzeitig liege die Produzentenpreisinflation, die oft als guter Indikator des Preisdrucks bei Rohstoffen betrachtet werde, über 30 Prozent.

Vorerst noch könnten die Daten nur eine begrenzte Marktauswirkung haben: In ihrem letzten Inflationsbericht habe die türkische Zentralbank (CBT) nämlich ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie für den April eine Inflationsbeschleunigung erwarte. Gouverneur Şahap Kavcıoğlu habe den Märkten aber versichert, dass der April den höchsten Inflationswert darstellen würde. Darüber hinaus sei bekannt, dass die Lira seit dem letzten Austausch des CBT-Gouverneurs um über 15 Prozent abgewertet habe, sodass der Devisenmarkt einen gewissen Anstieg der Inflation durch Pass-Through-Effekte der Abwertung bereits eingepreist habe.

Ghose hält es aber für wahrscheinlich, dass die Inflation in den kommenden Monaten zwischenzeitlich nur für kurze Zeit einen Höchstwert erreicht, sich danach aber wieder beschleunigt. Denn er glaube nicht, dass sich die Pass-Through-Effekte des letzten Lira-Kurssturzes vollständig im April niedergeschlagen, vielmehr dürfte dies erst nach und nach geschehen. Vor allen Dingen sei die Inflation so hoch, dass selbst ein Leitzins von 19 Prozent kaum Spielraum für fortgesetzt positive Realzinsen lasse. Außerdem dürfte Präsident Tayyip Erdoğan wegen seiner sinkenden Zustimmungswerte zunehmend ungeduldig auf Zinssenkungen drängen.

Ein Euro kostet derzeit etwa 9,9755 Lira. Für einen US-Dollar werden 8,2958 Lira gezahlt.

Türkische Lira / Euro
Türkische Lira / Euro ,10

 

08:46 Uhr

Deutscher Einzelhandel meldet trotz Krise Umsatzrekorde

Gutes gibt es vom deutschen Einzelhandel zu berichten. Die Umsätze haben dort nämlich im März die Erwartungen weit übertroffen. Wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Daten mitteilte, stiegen die Umsätze nach Abzug der Inflation um 7,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Das ist die stärkste Steigerung seit Beginn der Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie in Deutschland - im März 2020 waren viele Geschäfte in der zweiten Monatshälfte geschlossen.

Ökonomen hatten lediglich einen Zuwachs um 2,6 Prozent prognostiziert. Für Februar wurde der monatliche Anstieg von 2,7 Prozent bestätigt. Auf Jahressicht stiegen die Umsätze im März preisbereinigt um 11,0 Prozent. Das ist der stärkste Umsatzanstieg seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994. Der März 2021 hatte mit 27 Verkaufstagen einen Verkaufstag mehr als der März 2020.

08:26 Uhr

Der Maispreis ist heiß

Aus Furcht vor einem Angebotsengpass decken sich Anleger mit Mais ein. Der US-Terminkontrakt auf das Nahrungs- und Futtermittel stieg um 2,5 Prozent auf 7,5825 US-Dollar je Scheffel. Die Trockenheit in Brasilien schmälere die dortige Ernte, sagte ein Börsianer. Der Weizenpreis stieg ebenfalls, weil das Getreide oft als Futtermittel-Ersatz für Mais verwendet wird. Weizen verteuerte sich um 1,3 Prozent auf 7,4425 Dollar.

Mais wächst auf einem Feld im Landkreis Schaumburg. Foto: Moritz Frankenberg/dpa/Archivbild

(Foto: Moritz Frankenberg/dpa/Archivbild)

08:17 Uhr

"Neuer Flaschenhals" gefährdet Industrie-Erholung

Knappheit bei Vorprodukten sind dem Ifo-Institut zufolge zu einem ernsthaften Problem für die deutsche Industrie geworden. Besonders betroffen sind davon die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren: 71,2 Prozent der Unternehmen beklagten hier eine Materialknappheit, wie das Münchner Institut mitteilte. Es folgen die Autohersteller und ihre Zulieferer mit 64,7 Prozent, die Produzenten von elektrischen Ausrüstungen (63,3 Prozent), die Computerhersteller (57,6 Prozent), die Möbelhersteller mit (56,9 Prozent) sowie die Produzenten von Holz-, Flecht- und Korbwaren mit 53,3 Prozent.

Insgesamt berichteten 45 Prozent der vom Ifo im April befragten Industriefirmen von Engpässen. Das ist mit Abstand der höchste Wert seit Januar 1991. Zum Vergleich: Im Januar 2021 waren es erst 18,1 Prozent, im Oktober 2020 nur 7,5 Prozent. "Dieser neue Flaschenhals könnte die Erholung der Industrie gefährden", sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe.

08:03 Uhr

Indisches Corona-Drama bremst Ölpreise aus

Derweil sind die Ölpreise mit leichten Abschlägen in die neue Woche gestartet. Am Morgen kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 66,51 US-Dollar. Das waren 25 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI fiel um 24 Cent auf 63,34 Dollar.

Die Ölpreise waren in der vergangenen Woche auf den höchsten Stand seit Mitte März gestiegen. Unterstützt wurden sie unter anderem durch einen schwächeren US-Dollar, der den Rohstoff für Investoren außerhalb des Dollarraums vergünstigte. Zuletzt stieg der Dollar jedoch wieder etwas im Kurs, was am Ölmarkt für eine tendenzielle Belastung sorgte.

Große Sorgen ruft zudem die angespannte Corona-Lage in Indien hervor. Das Land ist ein großer Ölimporteur. Wie neue Daten zeigen, ist der Verbrauch an Benzin und Diesel infolge der Corona-Krise stark gesunken. Auch das belastet die Situation am internationalen Ölmarkt.

07:53 Uhr

Euro geht gemütlich in die Woche - kaum Veränderung zum Dollar

Nicht viel Neues gibt es von der Devisenfront zu berichten. Der Euro hat sich zu Wochenbeginn vorerst über der Marke von 1,20 US-Dollar gehalten. Die Gemeinschaftswährung kostete 1,2020 Dollar und damit etwas weniger als am späten Freitagabend. Die EZB hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag etwas höher auf 1,2082 Dollar festgesetzt.

Der Euro war in der vergangenen Woche mit rund 1,2150 Dollar auf einen zweimonatigen Höchststand gestiegen. Das Niveau konnte jedoch nicht gehalten werden. Ausschlaggebend dafür waren solide Konjunkturdaten aus den USA, die den Dollar unterstützten. Hinzu kamen schwache Wachstumszahlen aus Europa.

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(Foto: REUTERS)

07:44 Uhr

Einzelaktien und Inflationssignale im Fokus - London hat heute zu

Der Dax hält sich vorbörslich weiter in der Pluszone, dennoch rechnen die Händler zum Wochenstart mit keinen großen Veränderungen. Der Markt konzentriere sich weiter auf die Berichtssaison und damit Einzelunternehmen, hieß es in Frankfurt. Der Leitindex notierte gut eine Stunde vor Handelsbeginn 0,3 Prozent höher bei 15.187 Punkten.

Dax
Dax 15.196,74

Gründe, den Index in seiner gesamten Breite zu kaufen, gebe es nicht. Dazu ist die Börse London wegen eines Feiertages geschlossen. Damit dürften viele Computer-Trader in den Index-Futures dem Markt fernbleiben. Auch bei den stark mit britischen Werten besetzten Branchen Pharma und Finanzwerte dürfte es daher ruhiger zugehen.

Im Fokus des Marktes steht weiter das Thema Inflation nach dem starken Preisanstieg im US-BIP. Aber auch auf Ebene der Einzelunternehmen mehren sich die Zeichen: "Man sieht eine Menge Unternehmen, die über Preisdruck und unterbrochene Lieferketten berichten", sagt Edward Smith von der Asset Allocation bei Rathbone Investment Management: "Zusammen mit den ganzen Fiskalstimuli schaut man daher immer stärker auf Inflation." Dies sei das größte Risiko derzeit für die Märkte. Die Fed könnte es zu früheren Zinserhöhungen zwingen als erwartet. Genau hingehört werde daher bei einer Rede von Fed-Chef Jerome Powell am Abend.

Bei den Konjunkturdaten des Tages werde auf die Erholung des Einzelhandels in Deutschland, die Revisionen der Einkaufsmanager-Indizes aus Europa und den ISM-Index in den USA geachtet.

07:21 Uhr

Corona-Test-Boom beflügelt Siemens Healthineers kräftig

Siemens Healthineers
Siemens Healthineers 48,31

Die Medizintechnik-Tochter von Siemens hebt angesichts eines boomenden Geschäfts mit Corona-Schnelltests die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr an. Siemens Healthineers erwartet für 2020/21 (Ende September) nun einen Umsatzzuwachs auf vergleichbarer Basis - also ohne den übernommenen US-Krebs-Spezialisten Varian - von 14 bis 17 (bisher: acht bis zwölf) Prozent, wie das Unternehmen mitteilte. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll trotz der deutlich höheren Zahl von Aktien nach einer Kapitalerhöhung auf 1,90 bis 2,05 (bisher: 1,63 bis 1,82) Euro steigen.

Grund für den Optimismus sind die Covid-19-Schnelltests, die Siemens Healthineers vor allem in Deutschland verkauft, um zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beizutragen. Damit will Siemens Healthineers 2020/21 rund 750 Millionen Euro umsetzen. Bisher war man von 300 bis 350 Millionen Euro ausgegangen. Im zweiten Quartal brachten sie allein 190 Millionen Euro Umsatz.

07:10 Uhr

Preise für Eigentumswohnungen schießen in Großstädten hoch

Die Corona-Krise beeinflusst den Immobilienmarkt auf unerwartete Weise. Trotz wirtschaftlichen Einbußen auf allen Ebenen würden die Preise für Bestandswohnungen in allen deutschen Großstädten weiter ansteigen, berichtet Business Insider. So verzeichnet die Ruhrpott-Metropole Essen mit 28 Prozent den größten prozentualen Anstieg, noch vor Hannover (23) und Dresden (20).

Das Portal zitiert aus dem Immowelt Preiskompass. Ermittelt wurde der Preisanstieg von Drei-Zimmer-Wohnungen mit 80 Quadratmetern für 14 deutsche Großstädte im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Pandemie-Jahr 2020. In allen untersuchten Städten stieg der Preis, in zehn davon sogar im zweistelligen Prozentbereich.

Ein Rohbau steht vor einem bereits fertiggestellten Neubau. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild)

06:46 Uhr

Dax ist vorbörslich ganz gut drauf

Na, das sieht ja gar nicht so schlecht aus: Mit Aufschlägen zeigen sich der Dax vorbörslich. Der Leitindex notierte fast zweieinhalb Stunden vor Handelsbeginn 0,4 Prozent höher bei 15.197 Punkten. Auch bei MDax und TecDax sieht es ganz gut aus. Am Freitag hatte der Leitindex schwächer geschlossen.

Allerdings dürfte die jüngst gesehene Seitwärtsbewegung an den europäischen Aktienmärkten auch zum Wochenstart weiter anhalten. So stellt IG den Dax am Morgen bei 15.175 Punkten nach einem Schluss am Freitag bei 15.136 Punkten. Dabei dürfte der Handel in vergleichsweise ruhigen Bahnen verlaufen, bleibt doch die Börse in London wegen des Feiertages "Bank Holiday" geschlossen. Mit Spannung wird auf die möglichen Beschlüsse des deutschen Corona-Kabinetts gewartet, dessen Sitzung um 11 Uhr startet.

06:34 Uhr

Das wird heute für den Dax wichtig

Am Freitag hat der Dax noch einmal leichte Verluste verbucht. Große Sprünge fanden in der Vorwoche aber ohnehin nicht statt - weder in die eine, noch in die andere Richtung. Statt eines neuen Allzeithochs testete der deutsche Börsenleitindex in Richtung 15.000er Marke, markierte sein Wochentief bei 15.085 Zählern. Zum Handelsschluss am Freitag lag er bei 15.136 Punkten. Dabei fiel auf, dass gute Quartalsergebnisse zu Gewinnmitnahmen genutzt wurden - eine Konsolidierung dennoch ausblieb. Dieses Bild könnte sich zum Start in die neue Handelswoche fortsetzen.

Von der Konjunkturseite könnten bereits Daten zum deutschen Einzelhandelsumsatz vorbörslich für Bewegung sorgen. Am Vormittag stehen dann diverse Einkaufsmanagerindizes auf dem Programm, etwa aus Deutschland oder der EU. Am Nachmittag kommen aus den USA noch der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe, die Bauausgaben sowie Einkaufsmanagerdaten.

Die Berichtssaison startet dagegen etwas ruhiger in die Woche: Anleger dürften dabei vor allem die Siemens-Healthineers-Ergebnisse im Auge haben. Aber auch Stabilus und bet-at-home.com liefern frische Geschäftszahlen. Eine Rede vor US-Notenbankchef Jerome Powell nach US-Börsenschluss könnte dann wiederum als Impulsgeber für den Dienstagsstart fungieren.

Was in der Vorwoche am deutschen Aktienmarkt passierte, lesen Sie hier.

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