Dienstag, 15. Dezember 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:39 Uhr

Dax baut Gewinnserie aus: Anleger setzen auf "mehr"

Ist das die Jahresend-Rally? Am deutschen Aktienmarkt klettern die Kurse auch am Dienstag, nachdem der Dax bereits zum Wochenstart recht deutlich zulegen konnte. Der deutsche Börsenleitindex schließt 1,1 Prozent fester bei einem Stand von 13.363 Punkten. Auch die Kurse an der Wall Street klettern.

"Der Lockdown hierzulande juckt den Dax momentan eher nicht", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer die Situation auf dem Parkett und verweist auf die am Mittwoch beginnende Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). "Der Dax spielt die Geldpolitik, die Anleger hoffen auf mehr."

Bei den Einzelwerten spielen sich die Autowerte in den Vordergrund: Daimler und Conti gewinnen jeweils rund zwei Prozent. Volkswagen liegen zeitweise sogar etwa acht Prozent im Plus: Der Machtkampf innerhalb der Konzernspitze ist vorerst ausgeräumt, des Weiteren wurden die Titel auch von Analystenseite positiv begutachtet. Auf der Verliererseite im Dax steht etwa eine Merck, die rund ein Prozent abgibt.

Dax
Dax 13.815,06

17:21 Uhr

Wertpapieraufseher fordern Regeln gegen "Greenwashing"

Die Wertpapieraufseher in Frankreich und den Niederlanden fordern angesichts der wachsenden Bedeutung nachhaltiger Investments schärfere EU-Regeln. Diese seien notwendig, um unzutreffende Behauptungen zu verhindern, dass Investitionen nachhaltig und klimafreundlich seien, erklären die beiden Behörden. Kritiker von Nachhaltigkeitsratings fürchten, dass fehlende Regeln diesem sogenannten "Greenwashing" Tür und Tor öffnen.

Mehrere Anbieter haben sich auf Nachhaltigkeitsratings spezialisiert, die Unternehmen anhand von Kriterien für Umweltschutz, Sozialstandards und guter Unternehmensführung (ESG) bewerten. Immer mehr Anleger stützen sich auf diese Ratings, um Gelder in nachhaltige Investmentprodukte zu stecken. Doch die Nachhaltigkeitsratings seien weitgehend unreguliert, beklagten die französische Wertpapieraufsicht AMF und ihr niederländisches Pendant AFM in einer gemeinsamen Mitteilung. Ein Regelwerk sollte die Fehlallokation von Investitionen und Greenwashing verhindern sowie Investoren schützen. Zudem solle die europäische Wertpapieraufsicht Esma der zuständige Regulierer für die Anbieter von Nachhaltigkeitsratings werden, forderten die beiden Behörden.

Die EU drängt im Kampf gegen den Klimawandel auf mehr "grüne" Investments. Auch bei Großinvestoren und Privatanlegern gewinnen diese Anlagen immer mehr an Bedeutung, sodass an dem Thema ESG in der Investmentbranche keiner mehr vorbeikommt.

16:58 Uhr

Bund streicht beim Schuldenmachen Milliarden ein

Der Bund hat in diesem Jahr beim Schuldenmachen dank Negativzinsen viele Milliarden eingenommen. Bei der Emission von Bundeswertpapieren zur Finanzierung des Haushalts einschließlich Sondervermögen kamen bis 3. Dezember Zinseinnahmen von rund 7,07 Milliarden Euro zusammen, wie aus einer der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Fabio De Masi von der Linkspartei hervorgeht. Diese Summe ergebe sich "vor dem Hintergrund historisch sehr niedriger Zinssätze".

"Der Staat verdient dank der negativen Rendite noch Geld mit dem Verkauf von Anleihen", sagte De Masi zu Reuters. Dennoch waren die Papiere gefragt: Die Gebote der Investoren übertrafen trotz negativer Zinsen den Wert der verkauften Anleihen um rund das Zweifache. "Deutsche Staatsanleihen gehen weg wie warme Semmeln", sagte der Finanzexperte der Linkspartei dazu. "Anleger können gar nicht genug davon bekommen."

Der Bund steht bei Investoren so hoch im Kurs, da seine Bonität von allen großen Ratingagenturen mit der Bestnote "AAA" bewertet wird und die Rückzahlung damit als sehr sicher gilt. Zudem gibt es einen riesigen Markt für den Handel mit diesen Papieren, weshalb Bundeswertpapiere für Pensionsfonds, Vermögensverwalter und andere Anleger nahezu Bargeld-Status genießen. Investoren sind deshalb bereit, draufzuzahlen anstatt Zinsen zu kassieren: Die durchschnittliche Emissionsrendite aller bis 30. November begebenen Papiere lag bei minus 0,56 Prozent, so das Ministerium.

16:03 Uhr

Wall Street im Himmel der Hoffnungen

Die Aussicht auf Bewegung im Streit über weitere Konjunkturhilfen gibt der Wall Street Auftrieb. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P-500 stiegen zur Eröffnung um jeweils etwa ein halbes Prozent. "Wir holen einen Großteil der Verluste vom Montag wieder auf", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Jens Korte in New York. "Die Aussicht auf die Zulassung eines zweiten Impfstoffs, dazu die Hoffnung auf ein Stimuli-Paket, und die Fed-Sitzung vor der Brus - das alles stützt die Kurse", erläutert er.

Es sei wahrscheinlich, dass ein US-Hilfspaket verabschiedet werde, sagt Rick Meckler, Partner beim Vermögensverwalter Cherry Lane. Investoren hofften darauf, dass es angesichts der wieder steigenden Coronavirus-Infektionszahlen eher größer ausfällt. Gleichzeitig warten Börsianer gespannt auf die Ergebnisse der geldpolitischen Beratungen der US-Notenbank Fed am Mittwoch. Die Fed werde wohl die Laufzeit ihrer Anleihekäufe verlängern und erneut signalisieren, dass der Leitzins bis mindestens 2023 bei fast null Prozent verharren wird, prognostizierte Anlagestratege Francois Rimeu vom Vermögensverwalter La Francaise.

15:28 Uhr

Credit Suisse will Wachstum in Vermögensverwaltung ankurbeln

Der neue Credit-Suisse-Chef Thomas Gottstein drückt beim Wachstum aufs Tempo. Bis 2023 will die Schweizer Großbank den Vorsteuergewinn im Vermögensverwaltungsgeschäft auf 5,0 bis 5,5 Milliarden Franken steigern, wie Credit Suisse am Dienstag anlässlich eines Investorentages mitteilt. Dies entspreche einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von rund zehn Prozent. Schwerpunkt sei dabei weiterhin das Geschäft mit Superreichen. Das mittelfristige Ziel einer konzernweiten Eigenkapitalrendite von zehn bis zwölf Prozent bestätigte das Institut. Für das kommende Jahr stellte die Bank zudem einen bereinigten Geschäftsaufwand von 16,2 bis 16,5 Milliarden Franken in Aussicht.

15:00 Uhr

EU-Wettbewerbshüter prüfen Mega-Fusion

Die EU-Wettbewerbshüter wollen die 30 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Versicherungsmaklers Willis Towers Watson durch den Rivalen Aon Insidern zufolge genau unter die Lupe nehmen. Die EU werde eine vertiefte Prüfung einleiten, nachdem Aon bis zum Fristende am Montag keine Zugeständnisse angeboten hatte, sagen zwei mit den Plänen vertraute Personen zu Reuters. Aon und Willis Towers Watson sind auf dem Markt bisher die Nummer zwei und drei und würden zusammen den Marktführer Marsh & McLennan überholen. Sie hatten den Fusionsplan im März bekannt gegeben.

14:46 Uhr

Metro punktet mit Dividendenvorschlag

Als "gedämpft" wird der Ausblick von Metro in ersten Einschätzungen im Handel bezeichnet. Der Einzelhändler leide wie die gesamte Branche weiter unter der Corona-Pandemie, der Ausblick liege aber dennoch am unteren Rande der Erwartungen. Metro rechne auf Jahressicht mit einem leichten Umsatzrückgang. Gut sei aber der Dividendenvorschlag von 0,70 Euro je Schein, der aufgrund der hohen Dividendenrendite den Kurs stützt: Die Aktien legen etwa fünf Prozent zu.

Metro
Metro 5,88

14:32 Uhr

25 Prozent Kursplus: Ceconomy mit "Anker-Aktionär"

Convergenta wird nach dem Verkauf der restlichen MediaMarktSaturn-Anteile an Ceconomy ein "ganz normaler Aktionär" bei Ceconomy. Wie Ceconomy-Vorstandschef Bernhard Düttmann sagt, wird Convergenta die Veto-Rechte bei bestimmten strategischen Entscheidungen, die der Minderheitsaktionär bei MediaMarktSaturn historisch noch hat, als Ceconomy-Ankeraktionär nicht mehr haben. Ceconomy-Papiere schießen rund 25 Prozent in die Höhe.

Ceconomy
Ceconomy 5,64

13:55 Uhr

Corona-Krise setzt H&M zu

Die schwedische Textilkette Hennes & Mauritz (H&M) hat die Kaufzurückhaltung der Kunden in der Corona-Krise zu spüren bekommen. Im vierten Quartal des Bilanzjahres sank der Nettoumsatz in lokaler Währung um zehn Prozent auf 52,5 Milliarden schwedische Kronen. "Zwischen dem 22. Oktober und dem 30. November gingen die Verkäufe im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 22 Prozent zurück, da die Erholung infolge der zweiten Welle der Pandemie ins Stocken kam", teilt H&M mit. H&M-Aktien gewinnen leicht.

H&M
H&M 18,20

13:42 Uhr

EZB setzt Anleihekäufe aus

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzt ihre Anleihekäufe im Rahmen des Pandemie-Kaufprogramms PEPP und des älteren Kaufprogramms APP über die Weihnachtszeit aus. Der letzte Handelstag vor Weihnachten sei diesen Freitag, die Käufe würden dann am 4. Januar 2021 wieder aufgenommen, teilt die EZB mit. Wertpapier-Leihgeschäfte der Euro-Notenbanken sollen aber an allen Geschäftstagen im Dezember möglich sein.

Die EZB hatte ihr großangelegtes PEPP-Programm erst in der vergangenen Woche um 500 Milliarden Euro auf inzwischen 1,85 Billionen Euro aufgestockt und die Käufe bis mindestens Ende März 2022 verlängert. Ihr älteres, zeitweise unterbrochenes Kaufprogramm APP hatten die Währungshüter bereits 2015 gestartet. Im Rahmen von APP und PEPP haben die Euro-Wächter bereits Anleihen im Volumen von mehr als drei Billionen Euro erworben.

13:30 Uhr

"Es wird eng" für die Wall Street

Hinweise auf eine Annäherung bei den Verhandlungen um ein neues US-Konjunkturpaket dürften der Wall Street am Dienstag zu einem Plus verhelfen. Die Zeit für den Kongress werde wegen der anstehenden Weihnachtspause jedoch langsam knapp, sagt ein Marktteilnehmer. Der S&P-500-Future steigt aktuell 0,6 Prozent. Für Impulse könnten die anstehenden US-Konjunkturdaten sorgen.

"Es ist eng", kommentiert Hani Redha, Portfoliomanager bei PineBridge Investments zum Stimuluspaket. "Es gibt Chancen, noch eine Einigung zu erzielen, was natürlich eine tolle Überbrückung bis zum Frühjahr wäre." Gleichwohl sind die Blicke bereits auf die Ergebnisse der Sitzung der US-Notenbank am Mittwoch gerichtet. Der Wahlsieg des künftigen US-Präsidenten Joe Biden ist durch die Abstimmung der Wahlleute aus allen Bundesstaaten des Landes bestätigt worden.

13:16 Uhr

Wirtschaft sieht Asien als Pandemie-Gewinner

Wirtschaft und Politik sehen Asien ökonomisch gestärkt aus der Corona-Pandemie hervorgehen. "Wir müssen höllisch aufpassen", sagt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Sonst könnte es dauerhaft Nachteile geben und sich die Kräfteverhältnisse auf der Welt verschieben. Die bevölkerungsreichste Weltregion weise bereits seit Jahren die höchsten Wachstumsraten beim Bruttoinlandsprodukt auf, erklärt der Asien-Pazifik-Ausschuss der deutschen Wirtschaft (APA).

"Die Covid-19-Pandemie beschleunigt diesen langfristigen Trend, da insbesondere die jungen und technikaffinen Volkswirtschaften wie Indonesien die Vorteile der zunehmenden Digitalisierung für sich zu nutzen wissen." Länder wie China, Japan, Südkorea, Singapur und Vietnam hätten die Pandemie vergleichsweise gut bewältigt und erholten sich nun schneller als Europa oder die USA. "Die Einlassung, dass das 21. Jahrhundert das asiatische Jahrhundert sein wird, ist keine Prognose, sondern spiegelt Realitäten wider", sagt der APA-Vorsitzende Joe Kaeser zu Reuters.

Für die exportorientierte deutsche Wirtschaft dürfte der Umsatzanteil Asiens und insbesondere Chinas zunehmen, erwartet der APA. Darauf stellten sich die Unternehmen ein, indem sie ihre Präsenz dort ausbauen. "Asien ist nicht nur der wichtigste Wachstumsmarkt, sondern längst auch ein wichtiger Innovationsstandort", heißt es dazu. "Für die globale Strategie vieler Unternehmen wird es immer wichtiger, nicht nur mit Produktion, sondern auch mit Forschung und Entwicklung in Asien vor Ort zu sein."

12:11 Uhr

Hackerangriff betrifft auch Moderna-Daten

Von dem Hackerangriff auf die Europäische Arzneimittel-Agentur (Ema) sind nach Angaben der Behörde auch Dokumente im Zusammenhang mit dem Covid-19-Impfstoff von Moderna betroffen. Wie das Unternehmen bekannt gab, seien allerdings keine personenbezogenen Informationen zur Identifizierung einzelner Studienteilnehmer betroffen. Auf die Ema war Anfang dieses Monats ein Cyberangriff verübt worden, bei dem Hacker auch Zugang zu Dokumenten im Zusammenhang mit der Entwicklung des Impfstoffes der Partner Pfizer/Biontech erhielten.

Moderna Inc.
Moderna Inc. 102,54

11:15 Uhr

Konjunktursorgen belasten Ölpreise

Die Furcht vor einer nur schleppenden Erholung der Nachfrage wegen der verschärften Coronavirus-Beschränkungen setzt dem Ölpreis zu. Ein Barrel der Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich rund ein Prozent auf 49,82 Dollar. US-Leichtöl WTI notiert mit 46,55 Dollar je Barrel ebenfalls knapp ein Prozent schwächer. "Während der Markt durch die Einführung der Covid-19-Impfstoffe gestützt wurde, bleibt der Weg zu einer Normalisierung der Nachfrage schwierig", erklären die Analysten der ANZ Bank.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 55,93
Rohöl WTI
Rohöl WTI 53,35

 

11:02 Uhr

Hochstufung schiebt MüRü an

Die Aktien der Münchener Rück legen 1,7 Prozent zu und gehören damit zu den größten Gewinnern im Dax. Die Experten von HSBC stuften die Papiere auf "Buy" von "Hold" hoch. Der neue Geschäftsplan werde sowohl die Gewinne als auch die Dividende stützen.

Munich Re
Munich Re 238,30

10:21 Uhr

Cyber-Attacke trifft Symrise: Aktienkurs fällt

Mit einem Abschlag von 1,7 Prozent stehen Symrise-Aktien am Ende des MDax. Händler verweisen auf einen Bericht des "Handelsblatts" über einen Hackerangriff. Die Produktion habe deswegen vorübergehend eingestellt werden müssen. Dies dürfte auf den Aktien lasten, bis das Problem gelöst sei und die Fabriken wieder liefen, sagt ein Händler.

Symrise
Symrise 100,70

09:53 Uhr

Machtkampf bei VW geklärt: Kurs zieht an

Gesucht sind im Dax Aktien von VW. Die Führungskrise bei dem Autobauer ist fürs Erste abgewendet. Der Aufsichtsrat beschloss am Montagabend den Zuschnitt und die Besetzung von Schlüsselressorts im Vorstand, mit denen Konzernchef Herbert Diess die Transformation zu einem Technologieanbieter nach dem Vorbild des US-Elektroautobauers Tesla beschleunigen will. VW setzen sich mit Aufschlägen von rund 3,5 Prozent an die Spitze der Dax-Gewinner.

 

VW St.
VW St. 165,70

09:27 Uhr

Chinas Tech-Konzern Baidu plant Einstieg in E-Auto-Geschäft

Der chinesische Technologiekonzern Baidu prüft Insidern zufolge den Bau eines eigene E-Autos. Es würden Gespräche mit Autoherstellern geführt, sagen drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der chinesische Konkurrent des weltgrößten Suchmaschinen-Anbieters Google entwickelt ähnlich wie Tencent, Amazon und eben auch der Google-Mutterkonzern Alphabet bereits jetzt die Technologie für das autonome Fahren - unter anderem auch mit Volkswagen - sowie moderne IT-Infrastrukturen. Im Gespräch ist einem Insider zufolge auch ein Gemeinschaftsunternehmen mit anderen Autoherstellern, an dem Baidu die Mehrheit hält.

Laut Insidern führt Baidu Vorgespräche mit Autobauern wie Geely Holding, Guangzhou Automobile Group and China FAW Group. Baidu wollte keine Stellungnahme nehmen. Bereits jetzt betreibt das Unternehmen den autonomen Taxidienst Go Robotaxi unter anderem in Peking und will ihn in den nächsten drei Jahren auf 30 Städte ausweiten. Erst vergangene Woche bekam Baidu grünes Licht der Behörden, in Peking erstmals Tests mit fünf Autos vorzunehmen, in denen kein Sicherheitsfahrer mehr sitzt. Angesichts des sich abschwächenden Wachstums im Suchmaschinen-Geschäft will sich Baidu breiter aufstellen.

Baidu
Baidu 206,00

09:17 Uhr

Dax startet verhalten

Nach dem positiven Wochenstart geht am deutschen Aktienmarkt die Kauflaune der Anleger spürbar zurück. Der Dax notiert 0,1 Prozent im Plus bei 13.242 Punkten. Negative Vorgaben von der Wall Street und aus Asien führt ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil an. "Auch in Asien verunsichern die erneut steigenden Corona-Infektionszahlen die Anleger", sagt sie. "Das sind keine guten Nachrichten, da halten Börsianer erst einmal die Füße still - auch weil die Märkte alles in allem gut gelaufen sind."

08:47 Uhr

Steigende Corona-Infektionen bremsen Asien-Börsen

Die Furcht vor weiteren Corona-Einschränkungen schlägt Asiens Anlegern auf die Stimmung. In Tokio ging der 225 Werte umfassende Nikkei 0,2 Prozent niedriger bei 26.687,84 Punkten aus dem Handel. Auch in Hongkong und Südkorea ging es bergab.

Nikkei
Nikkei 28.541,25

Derzeit breitet sich das Coronavirus vor allem in den USA und in Europa mit kaum gebremster Geschwindigkeit aus, aber auch in Japan und Südkorea nehmen die Fälle wieder zu. "Während Investoren auf das Jahr 2021 mit Optimismus blicken können, weil ein effektiver Impfstoff verfügbar sein dürfte, bleibt dennoch der Weg zur wirtschaftlichen Erholung unklar", schrieben die Experten der Vermögensverwaltung Allianz Global Investors. In Tokio gerieten insbesondere Tourismuswerte unter Druck. Ministerpräsident Yoshihide Suga kündigte an, angesichts der steigenden Corona-Infektionen zum Jahreswechsel ein Hilfsprogramm für den Inlandstourismus auf Eis zu legen.

Die Papiere der Fluggesellschaft ANA gaben 7,9 Prozent nach, die des Rivalen JAL verloren 3,4 Prozent. Aufwärts ging es dagegen für die Hersteller von Videospielen wie GongHo oder Gree, deren Produkte bei Ausgangssperren besonders gefragt sind.

*Datenschutz

07:48 Uhr

Apple zieht iPhone-Produktion wohl kräftig an

Der US-Technologiekonzern Apple will einem Medienbericht zufolge in der ersten Jahreshälfte 2021 die Produktion von iPhones um fast 30 Prozent hochschrauben. Geplant sei, bis zu 96 Millionen Geräte herzustellen, meldete "Nikkei" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Dazu gehöre die jüngste iPhone-12-Modellreihe sowie das ältere iPhone 11 wie auch SE.

Allerdings könnten Lieferengpässe Apple beim Erreichen der Produktionsmenge noch einen Strich durch die Rechnung machen. Laut "Nikkei" nimmt sich der Konzern aus dem Silicon Valley vor, bis zu 230 Millionen iPhones im kommenden Jahr zu produzieren. Aus dem Bericht geht nicht hervor, wie viele genau es dieses Jahr sind.

07:29 Uhr

Anleger hoffen, Notenbanken werden es richten

Dax
Dax 13.815,06

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge kaum verändert starten. Am Montag war er 0,8 Prozent fester bei 13.223 Punkten aus dem Handel gegangen. Ihr Augenmerk richten die Anleger in der Corona-Krise nach vorne in Richtung der Notenbanken: Sie hoffen auf zusätzliche Unterstützung der US-Notenbank Fed, die am Mittwoch über ihren weiteren Kurs entscheiden will.

Timo Emden vom gleichnamigen Analysehaus verweist in diesem Zusammenhang auch auf das Ringen im US-Kongress um Konjunkturhilfen: "Sollte sich das Corona-Hilfspaket weiter verzögern, dürften die Währungshüter nicht länger untätig bleiben und möglicherweise selbst das Zepter in die Hand nehmen. Der Griff in den geldpolitischen Instrumentenkasten bleibt nur eine Frage der Zeit."

06:32 Uhr

Impf-Optimismus der Asia-Börsen schwindet

Die Sorge über steigende Infektionszahlen überschattet den Impf-Optimismus der asiatischen Anleger der vergangenen Wochen. Die Zahl der Todesfälle in den USA überschritt mit Beginn der Impfungen die Marke von 300.000. "Der Zeitplan für die Einführung ist mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, aber wichtige Meilensteine könnten bis Mitte 2021 erreicht sein", sagten die Ökonomen von Westpac.

Nikkei
Nikkei 28.541,25

"In der Zwischenzeit kämpfen mehrere Staaten weiterhin mit größeren Ausbrüchen, wobei die Zahl der Fälle in den USA besonders deutlich zunimmt." Die Märkte reagierten kaum auf positive Wirtschaftsdaten aus China: die Industrieproduktion der Volksrepublik wuchs im November erwartungsgemäß und expandierte den achten Monat in Folge. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,3 Prozent tiefer bei 26.649 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,5 Prozent und lag bei 1782 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 0,4 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,3 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,4 Prozent. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 104,09 Yen und legte 0,1 Prozent auf 6,5537 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,8864 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,1 Prozent auf 1,2155 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0776 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,3337 Dollar.