Donnerstag, 10. Oktober 2019Der Börsen-Tag

mit Kai Stoppel
17:45 Uhr

Trump-Tweet setzt den Dax in Bewegung

Dax
Dax 12.798,19

Nach einem lange fast lethargischen Handel an der Frankfurter Börse dreht der Dax am Nachmittag plötzlich deutlich ins Plus und kann die Gewinne bis zum Handelsschluss behaupten. Am Ende geht der deutsche Leitindex mit einem Aufschlag von 0,6 Prozent auf 12.164 Punkten aus dem Handel.

Der Auslöser für den Stimmungswandel kommt, wie nicht anders zu erwarten, von den US-chinesischen Handelsgesprächen. Sie sind momentan der Dreh- und Angelpunkt für die Risikobereitschaft der Investoren.

So twitterte US-Präsident Donald Trump, dass er mit dem Verlauf der Gespräche bisher zufrieden sei und sich morgen mit dem chinesischen Vize-Premier Liu He treffe. Für die Anleger ein gefundenes Fressen - oder ein Strohhalm, an dem sie sich festhalten, je nachdem.

*Datenschutz

Am deutschen Aktienmarkt stehen zudem Papier aus der zweiten Reihe im Fokus, zu denen es frische Geschäftszahlen gibt. So brechen Südzucker nach ihrem Quartalsausweis im SDax um mehr als 11 Prozent ein. Die Zuckersparte bleibt der große Belastungsfaktor für das Unternehmen.

Im MDax schließen Gerresheimer nach der Zahlenpräsentation 2,1 Prozent im Minus. Dabei decken sich die Umsätze im dritten Quartal in etwa mit den Erwartungen.

Wie sieht es bei den Einzelwerten im Dax aus? Größter Gewinner sind Linde mit einem Plus von 3,0 Prozent. Dahinter folgen Deutsche Bank mit einem Aufschlag von 2,7 Prozent. Auch die Autobauer VW, Daimler und BMW legen mit 1,4 bis 2,6 Prozent deutlich zu und landen in der Spitzengruppe.

Nicht so gut läuft es heute für RWE: Die Aktie des Energieversorgers landet mit einem Minus von 1,9 Prozent am Dax-Ende. Auch Eon - wie RWE als defensive Aktien an guten Börsen-Tagen nicht so gefragt - landen mit einem Minus von 1,6 Prozent weit hinten.

Damit verabschiede ich mich für heute von diesem "Börsen-Tag" und wünschen Ihnen noch einen schönen Abend.

Ihr Kai Stoppel

16:50 Uhr

Experte: Trump will Handelskrieg eskalieren lassen

Wird es eine baldige Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China geben? Vermögensverwalter Thomas Buckard äußert im Gespräch mit n-tv erheblich Zweifel daran. Und er erklärt auch, warum.

 

16:34 Uhr

Syrien-Angriff lässt türkische Lira fallen

US-Dollar / Türkische Lira
US-Dollar / Türkische Lira 5,74

Ob der Angriff der Türkei auf Nordsyrien eine gute Idee ist? Am Devisenmarkt sagen die Anleger ganz klar: nein. Denn der türkischen Landeswährung Lira bekommt das Vorgehen gar nicht gut, sie verliert deutlich an Wert. 

Der Dollar steigt bis auf 5,90 Lira, aktuell notiert er bei 5,8930 Lira. Seit dem vergangenen Freitag summieren sich die Verluste der türkischen Währung zum Dollar auf etwa 3,5 Prozent.

Der Devisenmarkt warte ab, wie sich die Offensive entwickele und wie weit sich Präsident Recep Tayyip Erdogan der Opposition der USA und den Befürchtungen der Diplomatie widersetze, sagt Nigel Rendell, Analyst bei Medley Global Advisors. Er glaubt, dass die türkische Zentralbank noch immer genug Spielraum für eine weitere Zinssenkung im Verlauf dieses Monats hat.

 

16:09 Uhr

Diese Aktie sorgt für Wirbel an der Wall Street

Bed Bath Beyond
Bed Bath Beyond 12,54

Ein Plus von 21 Prozent verzeichnet heute die Aktie des Haushaltsartikel-Händlers Bed, Bath & Beyond und versetzt damit die Wall Street in Aufruhr. Der Grund: Mark Tritton wurde als neuer Chef verfplichtet. Die Analystin Cristina Fernandez vom Brokerhaus Telsey traut dem derzeitigen Manager des Einzelhändlers Target zu, wie bei seinen bisherigen Arbeitgebern das Geschäft mit aufgefrischten Sortimenten und runderneuerten Filialen anzukurbeln.

Ansonsten starten die US-Börsen eher gemächlich in den Handel. Zum Auftakt der US-Handelsgespräche mit China halten sich Anleger mit Engagements zurück. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 kommen daher kaum vom Fleck. "Der Markt möchte mehr als alles andere greifbare Ergebnisse dieser Verhandlungen", sagt Andre Bakhos, Geschäftsführer des Vermögensberaters New Vines.

15:48 Uhr

Börsen-Strategien - was tun im Oktober?

Der Oktober wird seinem Ruf als schwieriger Monat zumindest bis jetzt durchaus gerecht: So ist der Dax gleich zu Beginn des Monats unter die 12.000-Punkte-Marke gerutscht. Das stellte auch die Teilnehmer des Börsenspiels "Trader 2019" vor besondere Herausforderungen. Welche Strategien beim Börsenspiel im Moment am erfolgreichsten sind, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Anouch Wilhelms von der Commerzbank.

 

15:36 Uhr

Das sind die drei reichsten Chinesen

Jack Ma, der Gründer des chinesischen Internet-Konzerns Alibaba, bleibt der reichste Mann Chinas. Mit einem geschätzten Vermögen von 275 Milliarden Yuan (etwa 35 Milliarden Euro) belegte der 55-Jährige das zweite Jahr in Folge den Top-Platz der heute veröffentlichten Reichenliste des chinesischen Magazins "Hurun".

Auf Platz zwei der "Hurun"-Liste landete Ma Huateng vom Internetkonzern Tencent mit einem Vermögen von umgerechnet 33 Milliarden Euro. Den dritten Rang belegte in diesem Jahr der Immobilienunternehmer Xu Jiayin, dessen Vermögen auf umgerechnet 30,5 Milliarden Euro beziffert wurde.

Zwar nahm das Vermögen der reichsten Chinesen insgesamt zu. Der Reichtum verteilte sich jedoch auf weniger Köpfe, da 266 Superreiche den Sprung in das diesjährige Ranking nicht mehr geschafft haben. Dafür schafften es nur 192 neue Millionäre auf die Liste.

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Die reichsten Chinesen (v.li.): Xu Jiayin, Ma Huateng und Jack Ma.

(Foto: Stoppel (Collage))

 

15:15 Uhr

Mehr Geld für Brandopfer - US-Strom-Aktie bricht ein

PG & E
PG & E 7,12

Ein Gerichtsurteil zugunsten der Geschädigten der Waldbrände in Kalifornien verschreckt die Aktionäre des US-Stromkonzerns PG&E. Die Aktien des Unternehmens, das nach den Bränden 2017 und 2018 mit mehr als 100 Toten Insolvenz anmelden musste, brechen im vorbörslichen Handel um etwa ein Drittel ein.

Die Richter gaben gestern grünes Licht für einen Umstrukturierungsplan, der unter anderem mehr Geld für die Brandopfer vorsieht. Zudem sollen die Gläubiger anschließend die Kontrolle über den Versorger übernehmen. PG&E ist der größte Versorger in den USA.

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Kläger machen marode Stromleitungen des Konzerns PG&E mit für den Ausbruch der Feuer in Kalifornien verantwortlich.

(Foto: imago/Xinhua)

 

14:38 Uhr

Herbe Klatsche - Aufsichtsrat bei Deutscher Bank muss gehen

Deutsche Bank
Deutsche Bank 7,19

Rückschlag für die Deutsche Bank: Die Finanzaufsicht lehnt Insidern zufolge den ehemaligen UBS-Vorstand Jürg Zeltner als Aufsichtsrat bei dem Finanzinstitut ab. Grund sei ein Interessenkonflikt wegen Zeltners Position als Chef und Investor bei der Luxemburger Privatbankengruppe KBL, die vom Deutsche-Bank-Großaktionär Katar kontrolliert wird.

"Das Thema ist durch. Es geht jetzt nur noch darum, wie Zeltner gesichtswahrend herauskommt", sagt einer der Insider. Zeltner folgte im Sommer auf Richard Meddings, der sein Mandat nach knapp vier Jahren Ende Juli niedergelegt hatte.

Eine solche Ablehnung eines bereits berufenen Aufsichtsratsmitglieds ist äußerst selten. Wenn es passiert, dann normalerweise nur, bevor das Unternehmen mit der Personalie an die Öffentlichkeit geht. Die Deutsche Bank wählte den riskanteren Weg: Sie hatte die Berufung Zeltners Mitte August bekannt gemacht und ihn wegen seiner Verbindungen zu KBL als "nicht unabhängiges Mitglied" vorgestellt.

14:04 Uhr

Letzte Runde im Brexit-Drama - Pfund wankt bereits

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Irlands Permierminister Leo Varadkar beim Eintreffen zu dem Gespräch mit seinem Amtskollegen Boris Johnson.

(Foto: 095b72520220bec4eb80c412a97b7fab.jpg)

Die Uhr tickt: In drei Wochen soll Großbritannien aus der EU ausscheiden. Völlig unklar ist bisher, wie das aussehen wird. Heute wird nochmal geredet über den Brexit. Doch die Erwartungen an die Gespräche zwischen dem britischen Premierminister Boris Johnson und seinem irischen Kollegen Leo Varadkar seien gering, sagte Adam Cole, Chef-Anlagestratege für Devisen bei der Investmentbank RBC Capital Markets.

Wenn das Treffen schlecht laufe, könne dies dem britischen Pfund weiter zusetzen, da Investoren dann die Chancen auf einen Brexit-Deal in letzter Minute bei praktisch Null sähen, so Cole. Bereits jetzt gerät das Pfund unter Druck und verliert 0,2 Prozent. Damit ist es mit 1,1096 Euro so billig wie zuletzt vor gut vier Wochen.

Johnson und Varadkar verhandeln über das Grenzregime zwischen der Republik Irland und dem britischen Nordirland nach dem geplanten EU-Ausstieg des Vereinigten Königreichs. Johnsons jüngste Pläne hierzu wurden von der Staatengemeinschaft als unzureichend zurückgewiesen.

13:37 Uhr

Reiche in Shopping-Laune - Luxus-Aktien Renner an den Börsen

LVMH
LVMH 374,35

Von Zukunftssorgen ist im Luxussegment derzeit nichts zu spüren. Im Gegenteil: Der französischen Luxusgüter-Hersteller LVMH – bekannt für die Louis-Vuitton-Taschen - kann seinen Umsatz mit plus 17 Prozent stärker steigern als erwartet. "Das sind Top-Zahlen, vor allem wenn man sonst von Konsumflaute spricht", sagt ein Händler.

Das strahlt auf die gesamte Branche aus: In Paris steigen die LVMH-Papiere um bis zu 5,6 Prozent. Die Titel von Hermes, Kering, Burberry oder Hugo Boss ziehen in der Folge um bis zu 3,2 Prozent an.

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(Foto: imago images / ZUMA Press)

 

13:00 Uhr

Kampf um China - Deutschland lässt USA hinter sich

Der Automarkt in China ist der größte der Welt - und kann entscheiden über Erfolg und Niedergang von Autobauern. Daher tummeln sich auch die Anbieter aus den "alten" Industrieländern in Fernost. Und liefern sich ein Gefecht um Marktanteile.

Dabei geraten die USA in China derzeit ins Hintertreffen - während Deutschland sich weiter absetzt: Der Marktanteil der US-Hersteller sank nach Daten des chinesischen Autoverbandes CAAM bis Ende August in diesem Jahr auf 9,5 von 10,7 Prozent. General Motors etwa setzte 17,5 Prozent weniger ab, wie der Konzern mitteilte. Auch Ford steht in China unter Druck.

VW, Daimler, BMW, Audi und Porsche hingegen legten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut zwei Prozentpunkte auf 23,8 Prozent hinzu. Toyota und die anderen japanischen Marken gewannen fast dreieinhalb Prozentpunkte und steigerten sich auf 21,7 Prozent.

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Audi-Mutter VW ist der größte ausländische Hersteller in China.

(Foto: imago images/Xinhua)

 

12:56 Uhr

Wall Street dürfte in Lauerstellung bleiben

Eine abwartende Haltung dürfte heute auch den Handel an der Wall Street auszeichnen. Die Futures auf die wichtigen US-Indizes deuten kaum veränderte Kurse zur Eröffnung an. Die Anleger dürften auch dort den Verlauf der Handelsgespräche zwischen den USA und China beobachten.

Im Fokus dürfte die Apple-Aktie stehen, die bereits vorbörslich zulegen kann. Das Unternehmen hat sich dem Druck aus China gebeugt und eine App aus dem Angebot genommen, mit der Nutzer die Bewegungen von Polizeikräften in Hongkong verfolgen konnten. China hatte Apple vorgeworfen, dass die App von Kriminellen missbraucht werde und damit die öffentliche Sicherheit gefährde.

12:31 Uhr

Zucker-Schock - Aktie von Südzucker stürzt ab

Südzucker
Südzucker 12,24

Steil nach unten geht es an der Frankfurter Börse für die Aktie des Zuckerproduzenten Südzucker. Mit einem Minus von mehr als neun Prozent sind die Papiere Schlusslicht im SDax. Europas größter Zuckerhersteller hat im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres deutlich weniger verdient, hält an seiner Prognose aber fest.

"Wir sehen immer noch ein Risiko für nächstes Jahr, weil der Zuckerpreis nicht so stark steigen wird wie es derzeit am Markt erwartet wird", schreiben die Experten des Bankhauses Lampe. Davy Research zufolge leidet Südzucker vor allem unter der Geschäftsentwicklung im Segment Zucker, das den Verlust im Quartal noch ausgeweitet habe. Auch im Frucht-Segment sank der operative Gewinn.

11:54 Uhr

EZB-Chef ignoriert Warnung vor umstrittener Maßnahme

Im September erst machte die Europäische Zentralbank (EZB) einen umstrittenen Schritt: Sie beschloss ein umfassendes Paket zur Stützung der schwächelnden Konjunktur. Und zwar in Form eines Programms zum Ankauf von Staatsanleihen und andere Wertpapieren im Volumen von 20 Milliarden Euro - pro Monat.

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EZB-Chef Mario Draghi. Vor allem der Beschluss zum Neustart der Anleihenkäufe war unter den Währungshütern umstritten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wie jetzt bekannt wird, erfolgte dieser Neustart des Ankaufprogramms trotz gegenteiliger interner Empfehlungen. Der geldpolitische Ausschuss der Notenbank, in dem Experten der 19 nationalen Zentralbanken sitzen, habe EZB-Chef Mario Draghi und andere Währungshüter Tage vor der Entscheidung dazu geraten, die Käufe nicht wieder aufzunehmen, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf drei Ratsmitglieder. Zwar sind die Empfehlungen nicht bindend, allerdings werde ihnen nur sehr selten nicht gefolgt.

Aus Sicht von Bundesbankchef Jens Weidmann, der den Anleihenkäufen schon immer kritisch gegenüberstand, ist die EZB mit dem Paket über das Ziel hinausgeschossen. Durch den umfangreichen Ankauf von Staatspapieren drohe die Trennlinie zwischen Geldpolitik und Fiskalpolitik zu verschwimmen.

11:32 Uhr

Amazon kämpft gegen Millionen Fake-Bewertungen

Amazon
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Kaum jemand bestellt heutzutage noch etwas bei einem Internethändler, ohne nicht vorher Kundenbewertungen zu dem Produkt durchgelesen zu haben. Vor allem bei Amazon ist dies gang und gäbe - doch offenbar sind viele dieser Bewertungen nicht echt.

Amazon hat 2018 weltweit "mehr als 13 Millionen Versuche unterbunden, eine unechte Bewertung abzugeben", zitierte die "Wirtschaftswoche" einen Amazon-Sprecher. "Und wir haben Sanktionen gegen mehr als fünf Millionen Täter ergriffen, die versuchten, Bewertungen zu manipulieren."

Aber das zeigt auch: Amazon geht verstärkt gegen gekaufte und erfundene Produktbewertungen vor. Im vergangenen Jahr seien mehr als 400 Millionen Dollar investiert worden, "um Kunden vor Rezensionsmissbrauch, Betrug und anderem Fehlverhalten zu schützen".

11:07 Uhr

Deutsche Exporte brechen überraschend deutlich ein

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Die deutschen Ausfuhren in die Eurozone fielen um 3,7 Prozent.

(Foto: imago images / blickwinkel)

Deutschland ist ein Exportland - die Ausfuhren übetreffen die Importe regelmäßig deutlich. Für den August wurde erneut ein Unterschied von fast 19 Milliarden Euro erwartet. Doch es kommt anders. Es sind nur rund 18 Milliarden Euro.

Die deutschen Exporte gehen zur Überraschung von Ökonomen um mehr als zwei Prozent zurück, verglichen mit dem Vormonat. Erwartet worden war ein Minus von einem Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Exporte sogar um 3,9 Prozent niedriger.

Die schwelenden Handelskonflikte in der Welt, der ohne Abkommen drohende Brexit und die Konjunkturflaute in Europa belasten das deutsche Exportgeschäft. Besonders schwach lief das Exportgeschäft mit Ländern außerhalb der EU, den sogenannten Drittstaaten, zu denen etwa China, Russland, Brasilien und auch die USA zählen. Die Ausfuhren in diese Länder lagen im August um 4,8 Prozent niedriger als vor einem Jahr.

10:46 Uhr

Interesse aus USA - Deutsche Windkraft-Aktie springt hoch

PNE Wind
PNE Wind 4,00

An der Nordseeküste kennt man sich mit Windkraft aus - in Cuxhaven sitzt die PNE-Gruppe, die Windparks an Land und auf See entwickelt. Und zuletzt läuft es gut bei PNE. Im ersten Halbjahr wurden vier Windparks mit einer Leistung von 72,5 Megawatt fertig, sieben weitere mit 332 Megawatt Leistung sind im Bau. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen verdreifachte sich zuletzt auf fast 13 Millionen Euro.

Nun haben auch große Investoren aus den USA ein Auge auf PNE geworfen: Ein Infrastruktur-Fonds der US-Investmentbank Morgan Stanley will den Windpark-Entwickler für mehr als 300 Millionen Euro übernehmen, teilten das Unternehmen mit. Das Angebot der Amerikaner soll bei 4 Euro pro Aktie liegen. An der Börse kommt das gut an: Die PNE-Aktie springt um 5,8 Prozent auf 4,09 Euro nach oben.

Die Übernahme kommt aber nur zustande, wenn sich Morgan Stanley mehr als 50 Prozent der PNE-Anteile sichern kann. Danach soll das Unternehmen auch von der Börse genommen werden.

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Neben der Windenergie will PNE zukünftig auch Photovoltaik, Speicherung und die Power-to-Gas-Technologie anbieten.

(Foto: Courtesy of PNE AG)

 

10:13 Uhr

Bei großen Dax-Unternehmen wird es heute schmutzig

Bei den Dax-Unternehmen VW, BMW, Siemens, Bayer sowie dem Dax-Absteiger Thyssenkrupp dürfte es heute schmutzig werden. Gut, schmutzig wird es immer, wenn gearbeitet wird. Aber heute macht bei diesen Unternehmen auch keiner sauber.

Denn die Gebäudreiniger wollen heute mit einem Warnstreik Druck auf die Arbeitgeber ausüben. An mehreren Industriestandorten legen Reinigungskräfte heute für jeweils mehrere Stunden die Arbeit nieder, teilte die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt mit. rund seien festgefahrene Verhandlungen über einen Rahmentarifvertrag im Gebäudereiniger-Handwerk.

Betroffen sind etwa die großen Werke wie von VW in Wolfsburg, BMW in Dingolfing oder Thyssenkrupp in Duisburg. Aber auch bei kleineren Unternehmen streiken die Reinigungskräft: Premium Aerotec (Airbus), Schott AG oder den Stadtwerken Ingolstadt.

09:53 Uhr

Überraschend viel Öl in den USA setzt Preisen zu

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 61,12

Die Ölreserven in den USA sind zuletzt stark angestiegen, wie die jüngsten Angaben der US-Regierung zu den Lagerbeständen an Rohöl deutlich machen. Und zwar zur Überraschung aller Beobachter des Rohstoffmarktes. Die Konsequenz: Der Preis muss reagieren, denn das Angebot scheint etwas höher als die Nachfrage.

Heute geben die Ölpreise daher leicht nach. Am Morgen kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 58,23 US-Dollar. Das sind neun Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um fünf Cent auf 52,54 Dollar.

09:21 Uhr

Showdown im Handelsstreit lässt Anleger erstarren

Dax
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Jetzt wird es spannend: Heute und morgen könnten die Weichen für einen Waffenstillstand im Handelskrieg zwischen den USA und China gestellt werden - oder die für zwei Tag angesetzten Verhandlungen scheitern und es kommt zu einer weiteren Eskalation. Erwartet werde ein Teil-Deal, sagt David Iusow, Analyst beim Brokerhaus DailyFX. "Wird auch dieser nicht erzielt, könnte der Markt mit Enttäuschung darauf reagieren."

Da der Ausgang dieses dramatischen Höhepunkts bisher unklar ist, machen Anleger in dieser Situation, was sie immer in ähnlich brenzligen Situationen machen: gar nichts. Der Dax tritt dementsprechend auf der Stelle und gibt nur minimal nach auf 12.080 Punkte.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an: kai.stoppel@nachrichtenmanufaktur.de.

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08:25 Uhr

Asiens Börsen zeigen Zeichen der Hoffnung

Nikkei
Nikkei 22.625,38

Die Hoffnung auf Fortschritte in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China sorgt an den asiatischen Aktienmärkten für Kauflaune. Insbesondere Berichte über mögliche Zugeständnisse der USA im Streit um den chinesischen Telekomausrüster Huawei sowie Entgegenkommen bei Währungsfragen heben die Stimmung.

In Tokio geht der 225 Werte umfassende Nikkei am Donnerstag 0,45 Prozent fester bei knapp 21.552 Punkten aus dem Handel. In China legen die Kurse 0,5 Prozent zu.

Allerdings warnen Experten vor allzu großer Zuversicht vor den Verhandlungen, die für Donnerstag und Freitag angesetzt sind. "Es sieht so aus, als ob ihre Gespräche scheitern werden. Die Zölle werden erhöht. Die Situation sieht düster aus", sagt Norihiro Fujito, Chefstratege bei Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities.

07:57 Uhr

Brexit-Wirren, Handelsstreit, Syrien: Dax zieht den Kopf ein

Am deutschen Aktienmarkt müssen sich Anleger auf einen verhaltenen Börsenauftakt einstellen. Der Frankfurter Leitindex dürfte den Einschätzungen von Banken und Brokerhäusern zufolge mit einem leichten Minus starten.

  • In den vorbörslichen Indikationen wird der Dax zur Xetra-Eröffnung bei 12.088,00 Punkten gesehen, was einem Abschlag von 0,1 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das prominenteste deutsche Börsenbarometer noch starke 1,0 Prozent im Plus bei 12.094,26 Zählern aus dem Handel gegangen.
  • Im Blickfeld der Aktienhändler stehen im Tagesverlauf - neben den Debatten um den Anschlag von Halle - unter anderem mögliche Auswirkungen der Eskalation im Syrienkrieg, der Handelsstreit zwischen den USA und China sowie die konjunkturellen Perspektiven des Noch-EU-Mitglieds Großbritannien. Gegen 10.30 Uhr (MESZ) werden dazu neue BIP-Daten zur britischen Wirtschaftsleistung erwartet.
Dax
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06:49 Uhr

Apple beugt sich Druck aus Peking

Der iPhone-Anbieter Apple ist in den Auseinandersetzung rund um die Demokratiebewegung in Hongkong ungewollt zwischen die Fronten geraten. Der US-Konzern gab zuletzt dem Drängen der chinesischen Behörden nach und entfernte die umstrittene Verkehrs-App "HKmap.live" aus seinem App-Store.

  • Zur Begründung teilte der US-Konzern mit, die Anwendung habe Polizei und Einwohner Hongkongs gefährdet und verstoße gegen die Nutzungsbedingungen.
  • In einem Artikel hatte das chinesische Staatsblatt "People's Daily", das offizielle Sprachrohr von Chinas Kommunistischer Partei, dem kalifornischen Unternehmen vorgeworfen, die Proteste in Hongkong unterstützt zu haben.
  • Die App könne die Standorte der Polizei anzeigen, hieß es aus Peking. Somit sei es für die Demonstrierenden einfacher, sich an gewalttätigen Aktionen zu beteiligen.

China ist für das Wachstum des US-Konzerns von erheblicher Bedeutung. Zum einen verkauft Apple dort große Mengen an Smartphones. Zum anderen lässt der Technologiekonzern dort auch seine Produkte und wichtige Komponenten fertigen. Apple-Vertragspartner wie Foxconn gehören zu den größten Arbeitgebern in China.

Apple
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06:29 Uhr

Euro nähert sich der Linie bei 1,10

Die 1,10 rückt für den Euro nach Tagen der Schwäche wieder in Reichweite: Im Devisenhandel gewinnt die europäische Gemeinschaftswährung in der Nacht leicht an Höhe.

  • Am frühen Morgen notiert der Euro bei 1,0988 Dollar und damit rund 0,14 Prozent über dem Niveau des Vorabends.
  • Den Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank (EZB) zur Wochenmitte auf 1,0981 (Dienstag: 1,0986) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9106 (0,9102) Euro.
  • Im asiatischen Devisenhandel zog der Dollar um 0,1 Prozent auf 107,51 Yen an. In seinem Verhältnis zur chinesischen Landeswährung gab der Greenback um 0,3 Prozent auf 7,1138 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte der Dollar 0,1 Prozent niedriger bei 0,9944 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,2 Prozent auf 1,2227 Dollar.
Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11