Donnerstag, 10. September 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:36 Uhr

EZB hält die Füße still: Dax mit leichtem Minus

Dax
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An den europäischen Aktienmärkten war heute Vorsicht angesagt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat wie erwartet weder die Leitzinsen, noch das Kaufprogramm noch ein anderes Parameter ihrer Geldpolitik verändert. Während sie zu Beginn der Corona-Krise tätig war, wartet sie nun ab und überlässt der Fiskalpolitik das Handeln. Dies trägt zudem Früchte, denn die Wirtschaft in der Eurozone hat das Tal verlassen. Der Aktienhandel verlief während der EZB-Pressekonferenz in verhältnismäßig ruhigen Bahnen.

Der Dax gab zum Schluss etwas nach und schloss 0,2 Prozent tiefer bei 13.209 Punkten. Der MDax verlor ebenfalls 0,2 Prozent auf 27.482 Zähler, der TecDax 0,6 Prozent auf 3074 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 0,3 Prozent leichter bei 3315 Punkten.

17:01 Uhr

Traton stockt Angebot für Navistar deutlich auf

Traton
Traton 17,81

Die VW-Nutzfahrzeugtochter Traton hat inmitten in der Corona-Krise ihr Übernahmeangebot für den US-Partner Navistar kräftig aufgestockt. Die Holding für die Marken MAN und Scania will nun fast 3,6 Milliarden Dollar für die restlichen Anteile an dem Lkw-Hersteller zahlen, an dem sie bereits mit 16,8 Prozent beteiligt ist, wie das Unternehmen mitteilte. Das sind rund 700 Millionen US-Dollar mehr als bislang geboten.

Die bereits Ende Januar unterbreitete Offerte von 35 Dollar hob Traton nun auf 43 Dollar je Navistar-Aktie an. Es wäre die erste große Übernahme für Traton seit dem Börsengang im Juni vergangenen Jahres. Auf dem US-Nutzfahrzeugmarkt spielt Volkswagen - anders als die Rivalen Daimlerund Volvo - bisher kaum eine Rolle.

Die im SDax notierte Traton-Aktie verlor 2,5 Prozent.

16:21 Uhr

Lagarde-Aussage beflügelt Euro

Der Euro hat am Nachmittag angezogen und seine Aufschläge zum US-Dollar ausgebaut. Im Handel verwies man unter anderem auf die Aussagen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Die Französin hat eingeräumt, dass die Gremien der EZB die Frage der aktuellen Euro-Stärke sehr intensiv diskutiert hätten. Sie bekräftigte aber, dass die EZB keinen bestimmten Wechselkurs der Gemeinschaftswährung anpeile.

Gleichzeitig berichtete Bloomberg, dass die Ratsmitglieder wegen der Euro-Stärke nicht überreagieren wollten. Lagarde hatte die Euro-Stärke unter anderem für die niedrige Inflation verantwortlich gemacht.

Der Euro stieg im Tageshoch bis auf 1,1907 Dollar nach Wechselkursen um 1,1840 zuvor. Aktuell geht die Gemeinschaftswährung bei 1,19901 Dollar um.

16:08 Uhr

So funktioniert nachhaltige Mikrofinanzierung

Wer eine gute Rendite erwirtschaften und gleichzeitig soziale Verantwortung übernehmen möchte, der kann dies mit ethischen Geldanlagen erreichen. Zu ihnen zählen Mikrokredite. Wie Mikrofinanzierung funktioniert, ob das Geld tatsächlich bei den Kleinstunternehmern ankommt und wie Anleger investieren können, bespricht Bianca Thomas mit Joachim Nareike vom Vermögensverwalter Schroders.

16:00 Uhr

Wall Street startet mit Gewinnen

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(Foto: AP)

Grüne Handelsstart in New York: Die US-Aktienindizes haben sich im Plus präsentiert. Der Dow Jones gewann 0,6 Prozent auf 28.112 Punkte. Der marktbreite S&P-500 legte um ebenfalls 0,6 Prozent auf 3419 Zähler zu. Der Nasdaq 100 kletterte um 1,0 Prozent auf 11.513 Stellen.

In Frankfurt verharrte der Dax leicht im Plus und gewann 0,2 Prozent auf 13.270 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte ebenfalls 0,2 Prozent höher bei 3330 Zählern.

14:59 Uhr

Lage auf US-Jobmarkt bleibt angespannt

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(Foto: dpa)

In den USA bleibt die Zahl der wöchentlichen Anträge auf staatliche Arbeitslosenhilfe unverändert hoch. Insgesamt stellten vorige Woche 884.000 US-Bürger einen Erstantrag, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Ökonomen hatten mit 850.000 gerechnet, nach ebenfalls 884.000 in der Woche zuvor. Die Zahl der Anträge auf staatliche Stütze bleibt für US-Verhältnisse außergewöhnlich hoch - dies vor allem, weil die Corona-Pandemie der Wirtschaft weiter stark zusetzt.

Die US-Notenbank Fed hat bereits einen Strategieschwenk vollzogen, um ihrem Ziel Vollbeschäftigung perspektivisch wieder näher zu kommen. Dabei hat sie auch die Integration von sozial benachteiligten Amerikanern in den Arbeitsmarkt im Blick. Sie könnte noch dieses Jahr neue Konjunkturhilfen auf den Weg bringen. Die Fed hatte ihr Ziel Vollbeschäftigung bereits erreicht, bevor wegen der Folgen der Pandemie eine Entlassungswelle einsetzte.

14:18 Uhr

EZB sieht von weiteren Stützungsschritten ab

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die EZB hält angesichts der schweren wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie an ihrem ultralockeren Kurs fest. Große neue Stützungsschritte beschlossen die Währungshüter um Notenbank-Chefin Christine Lagarde auf ihrer Zinssitzung nicht. Dennoch erklärten die Euro-Wächter, notfalls stehe die EZB bereit, alle ihre geldpolitischen Instrumente anzupassen.

Der Konjunktureinbruch im zweiten Quartal war etwas weniger stark ausgefallen als die EZB zunächst befürchtet hatte. Die Wirtschaft im Währungsraum war um 11,8 Prozent abgestürzt - die EZB hatte ein Minus von 13 Prozent erwartet.

Den Leitzins beließen die Euro-Wächter auf dem Rekordtief von null Prozent. Auf diesem Niveau liegt er inzwischen seit März 2016. Auch bei den Strafzinsen für Banken gab es keine Änderungen: Der Einlagensatz bleibt weiterhin bei minus 0,5 Prozent.

13:26 Uhr

Tesla will Grünheider Standort noch erweitern

Der US-Elektroautobauer Tesla will sich am Standort Grünheide bei Berlin offenbar vergrößern. Wie die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf einen Insider berichtet, will das Unternehmen im Gewerbegebiet GVZ Berlin Ost Freienbrink, unweit des Tesla-Werksneubaus, zwölf Hektar kaufen. Der Kaufvertrag soll weitgehend stehen.

Die LEG Brandenburg, die die Fläche vermarktet, kommentierte den Bericht nicht. Wie viel Tesla zahlt, sei nicht bekannt. In dem Grünheider Werk soll der Betrieb bereits ab Mitte 2021 aufgenommen werden. Tesla plant die Produktion von jährlich bis zu 500.000 E-Autos.

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(Foto: dpa)

12:56 Uhr

Wall Street wird wohl mit leichten Angaben starten

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(Foto: REUTERS)

Die kurze Erholungsphase an der Wall Street dürfte heute wieder vorbei sein. Der Future auf den S&P-500 zeigt sich aktuell mit einem kleinen Minus von 0,3 Prozent. Auch für den Technologie-Sektor, der am Vortag die kräftige Erholungsbewegung angeführt hatte, deutet sich ein etwas schwächerer Handelsstart an. Doch trotz des jüngsten Rücksetzers liegt der Nasdaq-Composite seit Jahresbeginn weiter rund 20 Prozent im Plus.

Vor allem die Volatilität bei großen Technologiewerten wie Apple, Amazon und Microsoft habe in den vergangenen Tagen den Handel dominiert, heißt es. Diese dürfte sich insgesamt fortsetzen. Für Impulse könnten die vorbörslich anstehenden wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe und die Ergebnisse der EZB-Sitzung sorgen.

12:33 Uhr

Huawei ersetzt Googles Android

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(Foto: imago images / UPI Photo)

Huawei will Google von seinen Handys verdrängen. Im kommenden Jahr werde das eigene Betriebssystem Harmony auf den Markt gebracht, kündigte der für die Verbraucherelektronik verantwortliche Manager Richard Yu auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz an. Der Android-Wettbewerber werde auf Smartphones, Tablets und Laptops laufen.

Eine Abkehr von dem Google-System Android zeichnet sich seit einiger Zeit ab. Seitdem Huawei wegen Sicherheitsbedenken der Amerikaner auf der schwarzen Liste der US-Regierung steht, darf Google unter anderem keine technische Unterstützung für neue Handymodelle mehr leisten. Dies wirkte sich auch auf den Umsatz der Chinesen in Nordamerika aus.

12:14 Uhr

Dax vor EZB-Entscheid mit leichtem Zugewinn

Vor der Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt etwas aus der Deckung gewagt. Der Dax stieg am Mittag um 0,4 Prozent auf 13.292 Punkte. Der EuroStoxx50 kletterte um 0,1 Prozent auf 3329 Stellen.

Am frühen Nachmittag werden die neuen Projektionen der EZB erwartet. Dabei wird es auch darum gehen, ob Notenbankchefin Christine Lagarde auf die geänderte geldpolitische Strategie der US-Zentralbank Fed eingehen wird. Ihre lockere Geldpolitik dürfte die EZB laut Ökonomen indes bestätigen. Darin sehen Markteilnehmer weiterhin einen der wichtigsten Treiber für die Aktienmärkte.

11:43 Uhr

Kion-Aktie mit dickem Plus - Allzeithoch im Visier

Kion
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Den Aktienkurs von Kion ist auf den höchsten Stand seit fast zweieinhalb Jahren gestiegen. Am Mittag gewann das Papier des Gabelstapler-Unternehmens 1,8 Prozent auf 75,32 Euro. Bereits gestern hatte der Kurs um 2,9 Prozent zugelegt. Der bisherige Höchstkurs von 81,95 Euro stammt vom 2. Oktober 2017.

  • "Aus charttechnischer Sicht ist der Weg jetzt bis zum Allzeithoch frei", sagt Thomas Bopp vom Magazin Traders'.
  • "Aufgrund der aktuell sehr hohen Aufwärtsdynamik könnte eine neue historische Bestmarke bereits in Kürze auf dem Kurszettel stehen", sagt Bopp.
11:23 Uhr

Dicker Panzerauftrag aus Ungarn für Rheinmetall

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(Foto: picture alliance / Holger Hollem)

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat von Ungarn eine Bestellung für 218 Schützenpanzer Lynx sowie neun Bergepanzer erhalten. Der Düsseldorfer MDax-Konzern bezifferte das Auftragsvolumen für die Lieferung der Kettenfahrzeuge und dazugehörigen Leistungen wie Simulatoren, Ausbildung und eine Anfangsausstattung an Ersatzteilen und Wartungsleistungen auf über 2 Milliarden Euro.

Rheinmetall erhofft sich von diesem Auftrag nach eigenen Angaben weitere Folgeaufträge, da über die Nutzungsdauer des neu entwickelten Schützenpanzers Ersatzteile benötigt und Wartungsmaßnahmen erforderlich sein werden.

Die Rheinmetall-Aktie legte 0,7 Prozent zu.

10:55 Uhr

Wie stark trifft die Krise die deutsche Wirtschaft? DIW macht Mut

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(Foto: picture alliance/dpa)

Na, das ist doch so etwas wie eine kleine Entwarnung: Die Corona-Krise trifft die deutsche Wirtschaft wohl nicht so stark wie zunächst angenommen. Davon geht jedenfalls das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) aus.

  • "Wir sind optimistischer als im Sommer", sagte der Leiter der Konjunkturabteilung, Claus Michelsen.

In diesem Jahr werde die Wirtschaftsleistung zwar um 6 Prozent einbrechen. Im Sommer war das Berliner Institut aber noch davon ausgegangen, dass das Bruttoinlandsprodukt um mehr als 8 Prozent geringer ausfallen werde als im vergangenen Jahr.  Im nächsten Jahr sei wieder ein Plus zu erwarten, sagte Michelsen.

  • "Wir gehen davon aus, dass wir Ende 2021, Anfang 2022 ungefähr das Vorkrisenniveau erreichen."

Schon jetzt erhole sich die Produktion, weil Exporte etwa nach China wieder anzögen. Das Kurzarbeitergeld und Finanzhilfen für Unternehmen trügen dazu bei, dass Deutschland besser durch die Krise komme als andere Länder.

10:12 Uhr

IAG-Aktienkurs steigt trotz Kapitalerhöhung

IAG
IAG 1,40

Das passiert auch nicht alle Tage: Der Kurs der British-Airways Mutter IAG lag trotz der angekündigten Kapitalerhöhung im Plus. Er stieg am Vormittag um 2,8 Prozent. Die IAG will im Rahmen ihrer geplanten milliardenschweren Kapitalerhöhung rund 3 Milliarden neue Aktien zu umgerechnet je 0,92 Euro je Aktie platzieren. Basierend auf dem Schlusskurs vom Mittwoch liegt der Preis 36 Prozent unter dem theoretischen Preis abzüglich der Bezugsrechte.

  • "Der Discount macht Sinn und die Kapitalerhöhung attraktiv", sagte ein Händler.

IAG-Aktionäre haben Anspruch auf ein Bezugsrecht je gehaltener IAG-Aktie. Für die Zeichnung von drei neuen Aktien sind laut Mitteilung zwei Bezugsrechte erforderlich.

09:48 Uhr

Vettel kommt - Aston-Martin-Kurs schießt hoch

Mit einem Kurssprung um 7 Prozent ist die Aktie von Aston Martin auf den Wechsel von Sebastian Vettel zum Rennstall des britischen Autobauers hochgeschossen. Der bisherige Ferrari-Rennfahrer und viermalige Formel-1-Weltmeister ersetzt dort ab der kommenden Formel-1-Saison Sergio Perez. "Das ist zumindest ein Image-Gewinn", sagt ein Händler.

Aston Martin
Aston Martin ,65

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09:39 Uhr

Chinas Automarkt angesprungen - Verkaufszahlen steigen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Balsam auf die Seelen der deutschen Autobauer: Die Fahrzeugverkäufe in China haben den fünften Monat in Folge zugelegt. Der Absatz auf dem weltgrößten Pkw-Markt stieg im August im Vergleich zum Vorjahr nach Angaben des chinesischen Automobilverbandes CAAM um 11,6 Prozent auf 2,19 Millionen Fahrzeuge. Insgesamt sind aber wegen der Corona-Pandemie die Verkäufe in den ersten acht Monaten des Jahres um 9,7 Prozent zurückgegangen.

Die Verkäufe von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben - Elektro, Hybrid und Wasserstoff - kletterten im August im Vergleich zum Vorjahr um 25,8 Prozent.

09:22 Uhr

Dax steigt weiter - EZB-Sitzung im Blick

Der deutsche Aktienmarkt versucht einen weiteren Aufstieg. Der Dax legte in den ersten Handelsminuten um 0,3 Prozent auf 13.283 Punkte zu. MDax und TecDax gewannen geringfügig dazu. Der EuroStoxx50 notierte 0,2 Prozent höher bei 3332 Punkten.

Gestern waren die Stabilisierung an der US-Technologiebörse Nasdaq sowie die Aussicht auf eine etwas optimistischere Europäische Zentralbank (EZB) die Auslöser des kräftigen Kursanstiegs. Am frühen Nachmittag werden nun die neuen Projektionen der EZB erwartet. Dabei wird es auch darum gehen, ob Notenbankchefin Christine Lagarde auf die geänderte geldpolitische Strategie der US-Zentralbank Fed eingehen wird. Ihre lockere Geldpolitik dürfte die EZB laut Ökonomen indes bestätigen.

Dax
Dax 13.205,14

09:00 Uhr

Corona tangiert deutsche Baubranche nicht

Ein Handwerker arbeitet auf einer Baustelle an Betonstahlträgern. Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild

(Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild)

Die Corona-Pandemie hat die Arbeiten auf den deutschen Baustellen nicht beeinträchtigt. Der Umsatz des Bauhauptgewerbes stieg im Juni um 11 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die Zahl der Beschäftigten kletterte demnach um 1,3 Prozent. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,5 Prozent, die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich um 1,6 Prozent.

Laut Statistik verbuchten fast alle Wirtschaftszweige der Branche Zuwächse: Im Hochbau betrug das Plus im Juni 9,9 Prozent zum Vorjahresmonat, im Tiefbau 10,2 Prozent. Der Umsatz mit Abbrucharbeiten und vorbereitenden Baustellenarbeiten stieg sogar um 23,5 Prozent. Den geringsten Zuwachs verzeichnete der Straßen- und Schienenbau mit 5,9 Prozent.

08:53 Uhr

Asien-Börsen folgen Wall Street nach oben

Nikkei
Nikkei 23.360,30

Beflügelt von Kursgewinnen an der Wall Street haben die asiatischen Börsen ihre längste Verlustserie seit Februar beendet. In Tokio stieg der Nikkei um 0,9 Prozent auf 23.235 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 1,2 Prozent. Auch an den Handelsplätzen in China und Südkorea ging es aufwärts.

Japans Technologie- und Halbleiterwerte folgten dem Erholungskurs der US-amerikanischen Mitbewerber und legten zu. Die Papiere des Internetdienstleisters Rakuten kletterten um 7,8 Prozent, die Titel des Halbleiter-Herstellers Screen Holdings gewannen rund ein Prozent.

08:36 Uhr

Ölpreise geben leicht nach - Lage etwas beruhigt

Relative Ruhe hat im frühen Handel bei den Ölpreisen geherrscht. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete im frühen Handel 40,73 US-Dollar und damit sechs Cent weniger als gestern Abend. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) lag mit 37,92 Dollar 13 Cent unter dem Vortagsniveau.

Am Mittwoch hatten die Ölpreise wie schon an den Vortagen zu Beginn unter Druck gestanden, drehten aber im Handelsverlauf wegen der wieder gestiegenen Zuversicht und Risikofreude an den Finanzmärkten deutlich ins Plus. Rohöl ist eine riskantere Anlageklasse, die sich oft im Gleichklang mit den Aktienkursen bewegt.

07:58 Uhr

Gamestop für verfehlte Erwartungen abgestraft

GameStop Corporation
GameStop Corporation 7,49

Gamestop sind im nachbörslichen Handel nach einem enttäuschenden Quartalsergebnis mit einem Kursminus von 10,5 Prozent auf 6,58 Dollar abgestraft worden. Der Unterhaltungssoftware-Einzelhändler machte in seinem zweiten Quartal ein Minus von 111,3 (Vorjahr: minus 415,3) Millionen Dollar und verpasste mit dem bereinigten Ergebnis je Aktie die Konsensschätzung deutlich. Ähnlich beim Umsatz, der um 27 Prozent absackte auf 942 Millionen Dollar.

Bei Bigcommerce Holdings war den Anlegern gut offenbar nicht gut genug. Das Unternehmen profitierte in der Corona-Pandemie zwar vom Trend zu mehr Online-Einkäufen der Konsumenten, schrieb aber dennoch einen Quartalsverlust, der aber nicht so hoch ausfiel wie von Analysten befürchtet. Der Umsatz übertraf die Konsensschätzung ebenfalls, wenn auch nur knapp. Auf Nasdaq.com ging es für die Aktie um 4,9 Prozent nach unten auf 87 Dollar.

07:31 Uhr

Dax soll vor EZB-Entscheid höher starten

Vor der mit Spannung erwarteten Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute höher starten. Am Mittwoch hatte er als Reaktion auf vorangegangene Verluste gut zwei Prozent auf 13.237,21 Punkte zugelegt. Angesichts der fallenden Preise in der Euro-Zone und der wirtschaftlichen Belastungen durch die Corona-Pandemie hofften einige Investoren auf zusätzliche Geldspritzen der EZB, sagte Analyst Pierre Veyret vom Brokerhaus ActivTrades. Daher könnte ein vorläufiger Verzicht auf weitere Maßnahmen zu Enttäuschung führen und Aktienverkäufe auslösen. "Die Zurückhaltung der EZB wird entweder als harter geldpolitischer Kurs oder - noch schlimmer - als machtlos gewertet werden", warnte Anlagestratege Anthony O'Brien vom Vermögensverwalter First State.

Dax
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Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets rechnet dagegen nicht mit Kursturbulenzen. "Für die Börse dürfte es momentan wichtiger sein, dass Fortschritte bei der Entwicklung eines Impfstoffs erzielt werden. Die Notwendigkeit zusätzlicher geldpolitischer Maßnahmen ist vorerst in den Hintergrund gerückt." Zudem verfolgten Börsianer weiter die Brexit-Verhandlungen sehr aufmerksam. Diplomaten zufolge will die EU die Gespräche nicht abbrechen, obwohl die britische Regierung ein umstrittenes Binnenmarktgesetz vorgestellt hat, dass im Widerspruch zu internationalem Recht steht und die bereits verabschiedete Scheidungsvereinbarung mit der EU aushebeln soll.

07:02 Uhr

Asia-Börsen beenden lange Verlustserie

Die asiatischen Aktienmärkte haben heute ihre längste Verlustserie seit Februar beendet und folgten dem Aufschwung an der Wall Street. Japans Technologie- und Halbleiteraktien orientierten sich an den US-amerikanischen Mitbewerbern und legten zu: Die SoftBank Group erzielte Gewinne von etwa 0,8 Prozent, auch Internetdienstleister Rakuten konnte ein Plus von 7,5 verzeichnen. "Da jedoch eine gewisse Volatilität auf die Märkte zurückgekehrt ist, ist es noch zu früh zu sagen, ob der Ausverkauf vorbei ist oder ob die Erholung der letzten Nacht nur eine Pause ist", sagten die Ökonomen Brian Martin und Liz Kendall von der ANZ Bank.

Nikkei
Nikkei 23.360,30

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,5 Prozent höher bei 23.152 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,9 Prozent und lag bei 1620 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,3 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,8 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,7 Prozent. Eine kurze Rally bei riskanteren Währungen wurde ebenfalls unterbrochen, da Devisenhändler auf die erste Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am späteren Donnerstag warten, bei der voraussichtlich neue Konjunkturprognosen der hauseigenen Volkswirte und der jüngste Euro-Anstieg die Debatte bestimmen werden.