Donnerstag, 19. November 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Corona holt den Dax wieder ein - Sorgenkind Thyssenkrupp

An den europäischen Aktienmärkten ist es heute nach unten gegangen. Die Investoren, die auf die guten Nachrichten von Pfizer-Biontech und Moderna über baldige Corona-Impfstoffe gesetzt haben und Anfang der Woche an der Börse gekauft haben, sind inzwischen durch. Nun bleiben die Corona-Infektionen - wie zu befürchten - weiter hoch. In den USA steigt derweil die Sorge vor weiteren Lockdowns, da sich der kommende US-Präsident Joe Biden demgegenüber weit weniger verschlossen zeigt als Donald Trump.

Dax
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Am Markt macht sich vor allem die Sorge breit, dass man sich zu früh gefreut und es mit den Hoffnungen auf eine Konjunkturerholung übertrieben habe. So verlor der Dax 0,9 Prozent auf 13.086 Punkte. Der MDax sackte um 0,2 Prozent auf 28.746 Punkte ab. Dagegen legte der TecDax um 0,5 Prozent auf 3033 Stellen zu. Der EuroStoxx50 notierte 0,9 Prozent tiefer bei 3451 Punkten.

Thyssenkrupp grenzten die Verluste noch ein und verloren im MDax 3,4 Prozent, nachdem die Jahreszahlen noch einen Tick schlechter als befürchtet ausgefallen sind. Vor allem der Ausblick des Stahlherstellers auf das Jahr 2021 missfalle, hieß es in Frankfurt.

17:15 Uhr

Aktie versus Zertifikat: Was ist jetzt besser geeignet?

Mit Aktien kann man reich werden – mit Zertifikaten aber auch. Trotz dieser Gemeinsamkeit gibt es wichtige Unterschiede, die vor allem Börseneinsteiger kennen sollten, wenn sie vor der Frage stehen, worauf sie setzen sollten. Anne-Kathrin Cyrus hat darüber mit Metin Simsek von der UBS gesprochen.

16:40 Uhr

Experte fordert viel höheres Zinsniveau in der Türkei

Die Entscheidung der türkischen Notenbank, den Leitzins um 4,75 Prozentpunkte auf 15,0 Prozent anzuheben, dürfte nicht reichen, um für eine nachhaltige Erholung der Lira zu sorgen. Dieser Ansicht ist Stratege Cristian Maggio von TD Securities. Bezogen auf die durchschnittlichen gewichteten Finanzierungskosten betrage die Erhöhung effektiv nur 20 Basispunkte, erläutert er. Deswegen müsse in den kommenden Monaten mehr kommen, damit die Lira weiter aufwerte.

Die Notenbank müsse den Leitzins um weitere 200 bis 500 Basispunkte anheben, um die Inflation unter Kontrolle zu bringen, so der Experte weiter. Allerdings wäre ein Zinsniveau zwischen 17 und 20 Prozent mittelfristig schädlich für die Wirtschaft, zumal im gegenwärtigen Pandemie-Umfeld.

Die Lira verteidigt derweil ihre Gewinne vom Mittag nach der Zinserhöhung. Der US-Dollar geht mit 7,5540 Lira um, verglichen mit etwa 7,7130 vor der Maßnahme.

16:20 Uhr

Corona hält Wall Street in Schach

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(Foto: REUTERS)

Die grassierende Corona-Pandemie und enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten setzen der Wall Street zu. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 fielen zur Eröffnung um bis zu 0,3 Prozent. Der Markt sei in den vergangenen Wochen recht stark gestiegen, sagte Joe Saluzzi, Manager beim Brokerhaus Themis. "Da braucht es nicht viel, um ihn zu drücken." Außerdem schwänden die Hoffnungen auf ein rasches weiteres Konjunkturpaket der US-Regierung zur Abfederung der Pandemie-Folgen.

Zu den Verlierern am US-Aktienmarkt gehörte Macy's mit einem Kursminus von fast 6 Prozent. Der Quartalsumsatz der Kaufhauskette schrumpfte mit 3,99 Milliarden Dollar zwar weniger stark als befürchtet. Wegen der Coronavirus-Pandemie warnte das Unternehmen aber vor einem schwierigen Weihnachtsgeschäft und Erlös-Rückgängen von mehr als 20 Prozent. Das Geschäft von Macy's hängt stark von Touristen in Metropolen wie New York ab.

16:00 Uhr

S&P senkt Lufthansa-Rating - Aktienkurs fällt

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) senkt den Daumen über die Bonitätseinstufung der Lufthansa. Wie die Agentur mitteilte, hat sie das langfristige Rating um eine Stufe auf BB- gesenkt. Der Ausblick ist negativ.

Die Erholung des globalen Luftverkehrs werde langsamer verlaufen als zunächst gedacht, so die Analysten von S&P. Die Maßnahmen der Lufthansa zur Sicherung der Liquidität wie Kostensenkungen und die Einschränkung von Investitionen könnten die Einbußen durch den massiven Rückgang des Luftverkehrs nur teilweise kompensieren. Der negative Ausblick reflektiere die anhaltenden beträchtlichen Unsicherheiten über die Entwicklung der Finanzkennzahlen der Lufthansa.

Die Lufthansa-Aktie notierte am späten Nachmittag 3 Prozent im Minus.

15:33 Uhr

Philly-Fed-Index gibt im November nach

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Blick auf Philadelphia.

(Foto: imago/Loop Images)

Keine guten Nachrichten kommen aus den USA: Die Lage der Industrie in der Region Philadelphia hat sich nämlich im November eingetrübt. Der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank of Philadelphia (Philly-Fed) sank auf plus 26,3 Punkte von plus 32,3 im Oktober. Volkswirte hatten allerdings einen Rückgang auf plus 22,0 erwartet.

Der Philly-Fed-Index erfasst die Industrie in der Schlüsselregion im Nordosten und gilt als einer der wichtigsten Frühindikatoren für die US-Produktion.

15:19 Uhr

Große Baustelle für Biden: US-Jobmarkt wieder schwächer

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(Foto: dpa)

Negative Überraschung jenseits des Atlantiks: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist überraschend wieder angestiegen. Insgesamt stellten vorige Woche 742.000 Amerikaner einen solchen Antrag auf staatliche Stütze und damit 31.000 mehr als eine Woche zuvor, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Ökonomen hatten hingegen mit einem Rückgang auf 707.000 gerechnet.

Der schwächelnde Arbeitsmarkt ist eine der größten Herausforderungen für den künftigen US-Präsidenten Joe Biden. Wegen der Corona-Pandemie gingen mehr als 22 Millionen Jobs verloren, von denen bislang nur 12,1 Millionen zurückgewonnen wurden.

Da die Zahl der neuen positiven Corona-Tests zuletzt Rekordwerte erreichte, wurden den Unternehmen in etlichen Regionen neue Beschränkungen auferlegt. Das könnte dazu führen, dass sie sich von Mitarbeitern trennen oder keine neuen einstellen.

14:59 Uhr

US-Kaufhaus-Ikone kommt nicht aus den roten Zahlen

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(Foto: REUTERS)

Die kriselnde US-Kaufhauskette Macy's leidet weiter stark unter der Corona-Pandemie. In den drei Monaten bis Ende Oktober machte der Shopping-Riese nach eigenen Angaben vom Donnerstag einen Verlust von 91 Millionen Dollar. Die Erlöse sanken im Jahresvergleich um fast ein Viertel auf 4,0 Milliarden Dollar, der flächenbereinigte Absatz ging um über 20 Prozent zurück. Die Aktie fiel vorbörslich zunächst um rund 4 Prozent.

Die 1858 gegründete US-Warenhauskette mit der legendären Flaggschiff-Filiale an der New Yorker Einkaufsmeile Herald Square steckt allerdings ohnehin schon länger in der Krise und macht seit Jahren durch Sparprogramme und drastische Personaleinschnitte Schlagzeilen. Der Aktienkurs ist im bisherigen Jahresverlauf schon um fast die Hälfte gesunken.

14:37 Uhr

Braun verweigert vor U-Ausschuss Aussage

Der ehemalige Wirecard-Chef Markus Braun hat sich in seiner Befragung vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss in Berlin auf sein Aussageverweigerungsrecht berufen. Zu Beginn seiner Befragung verlas er eine entsprechende Erklärung. Demnach wolle er sich zunächst und vorrangig gegenüber der Staatsanwaltschaft München I äußern. Darüber hinaus werde er keine weiteren Angaben machen.

Der parlamentarische Untersuchungsausschuss soll mögliche Versäumnisse der Bundesregierung und der Behörden im Fall Wirecard aufklären. Das Zahlungsdienstleistungsunternehmen hatte Ende Juni Insolvenz angemeldet. Es soll jahrelang seine Bilanzen gefälscht haben.

14:26 Uhr

Märklin meldet "extrem positive" Auftragslage

Hier doch mal eine gute Nachricht, wenn auch nicht von einem börsennotierten Unternehmen: Modellbahnen sind in der Corona-Krise offenbar gefragt: "Die Auftragslage ist extrem positiv", sagte Märklin-Eigentümer Florian Sieber dem "Handelsblatt". Die Kunden des schwäbischen Unternehmens brauchen allerdings Geduld. "Wir können die Neuheiten nicht in der Größenordnung liefern, wie wir das geplant hatten", sagte Sieber.

Wegen der Corona-Beschränkungen hatte die Fabrik im ungarischen Györ im Frühjahr zwei Monate lang stillgestanden. Dadurch wurde auch die Fertigung am Stammsitz in Göppingen lahmgelegt. Märklin konnte den Rückstand bis jetzt nicht aufholen. "Das ist ein herber Rückschlag für uns", sagte Sieber. Zuletzt habe zudem ein hoher Krankenstand die Produktion beeinträchtigt.

Eine Modellbahn der Firma Märklin. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

(Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild)

13:59 Uhr

Watzke: Verlust beim BVB könnte noch höher ausfallen

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Der Verlust im laufenden Geschäftsjahr von Borussia Dortmund könnte in der Corona-Pandemie noch höher ausfallen als bisher prognostiziert. Der börsennotierte Fußball-Bundesligist war bislang für die laufende Saison von einem Minus von 70 bis 75 Millionen Euro ausgegangen. "Das kann sich aber noch erhöhen", sagte Hans-Joachim Watzke bei der Online-Hauptversammlung der BVB-Aktionäre in Dortmund.

Der Geschäftsführer der Borussia Dortmund KGaA gab in seinem Geschäftsbericht an, dass bei der bisherigen Prognose im Sommer für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2021 mit 20 Prozent der üblichen Zuschauerzahl von über 81.000 im Station geplant worden sei. "Das sehe ich aber aktuell nicht", sagte Watzke. Er mahnte für die kommenden Monate zu Geduld. Dem Verein drohe aber keine existenzielle Gefahr.

13:22 Uhr

Massive Zinsanhebung in der Türkei

Im Kampf gegen die Inflation und den Verfall der Landeswährung Lira erhöht die Zentralbank der Türkei die Zinsen kräftig. Nach dem von Staatschef Recep Tayyip Erdogan verordneten Wachwechsel an der Spitze der Notenbank hob sie den Schlüsselsatz auf 15,0 von bislang 10,25 Prozent an. Experten hatten mit einer Erhöhung in diesem Umfang gerechnet.

Die Währungshüter sehen sich mit einer Inflation im zweistelligen Prozentbereich konfrontiert, zugleich hat die türkische Lira dieses Jahr einen Sinkflug hingelegt. Auch die stark geschmolzenen Währungsreserven des Landes haben den Niedergang der Lira beschleunigt.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist ein erklärter Zinsgegner. Zuletzt hatte er jedoch eine Kehrtwende in der Wirtschaftspolitik verkündet und gelobt, das Land stärker für ausländische Investoren zu öffnen.

12:49 Uhr

Leichte Verluste an der Wall Street erwartet

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(Foto: picture alliance/dpa)

Auf die sichere Seite dürften sich die Teilnehmer an der Wall Street heute schlagen. Nach dem Dreh abwärts am Vortag dürften zum Start noch einige kleinere Gewinnmitnahmen anstehen. Als Begründung dienen neue Restriktionen wegen der Corona-Pandemie, die die ökonomischen Perspektiven verdüstern. Zugleich ist im Hintergrund die Hoffnung auf einen baldigen Impfstoff präsent, denn die Technologiewerte an der Nasdaq werden schwächer indiziert als die Corona-Verlierer. Trotz der Vorsicht wird die Haltung zu Einzelwerten und Branchen also von der Hoffnung auf einen baldigen Impfstoff bestimmt.

In dieser Gemengelage dürfen sich die Anleger einige Orientierung von Wirtschaftsdaten erhoffen. Vorbörslich stehen der Philly-Fed-Index und wöchentliche Arbeitsmarktdaten ins Haus, später folgen Immobiliendaten und Frühindikatoren.

12:25 Uhr

Norwegian stellt Insolvenzantrag - Aktie kaum noch etwas wert

Der Antrag auf Gläubigerschutz in Irland hat die Aktien des Billigfliegers Norwegian abstürzen lassen. Die Papiere verloren bis zu 17,5 Prozent auf ihren bislang niedrigsten Stand.

Das schwer unter der Corona-Krise leidende Unternehmen stellte den Insolvenzantrag, nachdem die norwegische Regierung Unterstützung abgelehnt hatte.

Norwegian
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12:06 Uhr

Infektionszahlen sorgen für Ernüchterung - Dax verliert kräftig

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Angesichts hoher Corona-Infektionszahlen ist der deutsche Aktienmarkt weiter unter Druck. Der Dax verlor am Mittag 1,1 Prozent auf 13.061 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte 1 Prozent tiefer bei 3448 Punkten.

Unter den Einzelwerten fielen im MDax Thyssenkrupp mit einem Kursverlust von 6,8 Prozent auf. Der kriselnde Industriekonzern will angesichts von Milliardenverlusten weitere Tausende Stellen streichen. Als "desaströs" bezeichnete ein Händler den Abfluss von 5,5 Milliarden Euro an Barmitteln im laufenden Geschäftsjahr. Auch sei der Nettoverlust des Industriekonzerns noch höher als befürchtet.

Im SDax sackten die Anteile von Wacker Neuson um 8,3 Prozent ab. Der Hersteller von Baumaschinen verliert den Vorstandschef und den Finanzvorstand. Chef Martin Lehner will seinen Vertrag nicht verlängern und geht zum Jahresende. Finanzchef Wilfried Trepels legt sein Amt zum 30. November nieder, hier wurden "unterschiedliche Auffassungen zur Unternehmensführung" als Grund genannt.

11:43 Uhr

Weiterer Thyssenkrupp-Jobabbau trifft vor allem Deutschland

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(Foto: imago images/Rupert Oberhäuser)

Der drastische Stellenabbau beim Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp wird in den kommenden Jahren vor allem die Standorte in Deutschland treffen. Von den rund 7400 Arbeitsplätzen, die in den kommenden drei Jahren gestrichen werden sollen, entfallen 5300 auf Deutschland, wie Personalvorstand Oliver Burkhard auf der Bilanzpressekonferenz mitteilte.

Im vergangenen Geschäftsjahr rissen die Corona-Krise sowie milliardenschwere Abschreibungen insbesondere im Stahlgeschäft das Unternehmen tief in die roten Zahlen. Für das neue Geschäftsjahr erwartet Thyssenkrupp weitere Verluste. Deshalb will der MDax-Konzern 5000 Stellen mehr abbauen als bisher geplant. Der Konzern hatte bereits im Frühjahr 2019 den Abbau von 6000 Stellen angekündigt, von denen 3600 bereits gestrichen wurden.

11:18 Uhr

Kann die EZB pleitegehen? Madame Lagarde antwortet

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EZB-Gebäude in Frankfurt.

(Foto: dpa)

Die Europäische Zentralbank (EZB) kann laut ihrer Präsidentin Christine Lagarde weder in die Pleite rutschen noch kann ihr das Geld ausgehen. Dies gelte selbst dann, wenn sie mit ihren billionenschweren Anleihenkäufen Verluste mache, sagte sie in einer Anhörung des Wirtschafts- und Währungsausschusses des EU-Parlaments.

  • "Als der einzige Herausgeber von Zentralbankgeld in Euro, wird das Eurosystem immer in der Lage sein, wenn erforderlich, zusätzliche Liquidität zu schaffen", sagte sie auf eine Frage eines EU-Abgeordneten.
  • "Darüber hinaus würden jedwede finanziellen Verluste, sollten sie eintreten, nicht unsere Fähigkeit beeinträchtigen, Preisstabilität anzustreben und zu sichern."

Die EZB hat mittlerweile seit Frühjahr 2015 öffentliche Anleihen der Euro-Länder im Volumen von rund drei Billionen Euro erworben.

10:56 Uhr

Zinserhöhung bei türkischer Lira schon eingepreist

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(Foto: imago images/ZUMA Press)

Die Lira hat sich im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der türkischen Notenbank am Mittag etwas fester gezeigt. Der US-Dollar kostete 7,6690 Lira verglichen mit einem Hoch am Vortag bei 7,7947.

Auslöser ist die von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan signalisierte Kompromissbereitschaft. Offensichtlich habe er seinen Wunsch nach niedrigeren Zinsen aufgegeben und "erlaubt" der Zentralbank, die Zinsen im Bedarfsfall zu erhöhen, meinte der Devisenanalyst Tatha Ghose von der Commerzbank. Allerdings habe er dies als "bittere Pille" bezeichnet und nicht als richtigen geldpolitischen Kurs. Damit liege auf der Hand, dass er höhere Zinsen nicht ewig hinnehmen werde, sondern nur vorübergehend, wenn sich schnell genug Ergebnisse in Form einer Stabilisierung des Finanzsystems einstellten.  

10:35 Uhr

Dax vergrößert Verlust - 13.000 rückt näher

Mit dem Dax ist es weiter bergab gegangen - der Leitindex näher sich der 13.000er-Marke. Am Vormittag notierte er 0,9 Prozent tiefer bei 13.077 Punkten. Der EuroStoxx50 sackte um 1 Prozent auf 3448 Zähler ab.

Außer RWE und Merck befanden sich alle Dax-Werte im roten Bereich.

10:19 Uhr

Halber Vorstand weg: Aktie von Wacker Neuson schmiert ab

Um fast 10 Prozent abwärts ist es am Vormittag es für die Aktie des Baumaschinenherstellers Wacker Neuson gegangen. Das Unternehmen verliert gleich die Hälfte seines Vorstands: Firmenchef Martin Lehner und Finanzvorstand Wilfried Trepels gehen. Ihr Posten wird vorübergehend von Kurt Helletzgruber übernommen, der bislang im Aufsichtsrat sitzt.

Das Münchner SDax-Unternehmen leidet unter der Corona-Krise und rechnet damit, seine Ziele erst ein bis zwei Jahre später zu erreichen.

Wacker Neuson
Wacker Neuson 16,32

09:51 Uhr

EZB hält Geldkanone wohl länger in Betrieb

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Christine Lagarde

(Foto: picture alliance/dpa)

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat eine Unterstützung der Wirtschaft in der Corona-Krise durch die Notenbank für einen längeren Zeitraum in Aussicht gestellt. In ihrer Anhörung vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments sagte Lagarde, dass die zweite Pandemiewelle kurzfristig ein weiteres Abwärtsrisiko für den ohnehin sehr unsicheren Ausblick darstelle und dass die EZB darauf voraussichtlich mit neuen Anleihekäufen und billigeren Krediten für Banken reagieren werde.

Für die Geldpolitik gehe es darum, so lange wie notwendig für günstige Finanzierungsbedingungen zu sorgen, "um den Privatkonsum zu stärken, den Kreditfluss am Laufen zu halten und Massenentlassungen zu verhindern". Der EZB-Rat beschließt am 10. Dezember seinen weiteren geldpolitischen Kurs.

09:31 Uhr

Thyssenkrupp: miese Zahlen, mieser Aktienkurs

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 5,51

Rasant abwärts ist es in den ersten Handelsminuten mit der Aktie von Thyssenkrupp gegangen - sie verlor 5,5 Prozent.

Der in Schlagseite geratene Konzern hat nach massiven Einbrüchen im Stahl- und Automobilzuliefergeschäft das abgelaufene Geschäftsjahr 2019/20 ohne sein mittlerweile verkauftes Aufzugsgeschäft mit einem operativen Verlust (bereinigtes Ebit) von 1,63 Milliarden Euro abgeschlossen.

Das Minus fällt damit etwas besser aus als von Analysten erwartet, aber um 1,5 Milliarden Euro höher als im Vorjahr.

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09:10 Uhr

Impfstoff-Euphorie ist vorbei - Dax startet mit klarem Minus

Der deutsche Aktienmarkt ist mit deutlichen Abschlägen in den Handel eingestiegen. Der Dax gab um 0,7 Prozent auf 13.101 Punkte nach. Der MDax verlor 0,8 Prozent auf 28.580 Zähler, der TecDax 0,2 Prozent auf 3011 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 0,7 Prozent tiefer bei 3458 Punkten.

Dabei ist die Impfstoff-Euphorie verflogen. Die WHO betonte, dass auch die jetzt in rascher Folge vorgestellten Impfstoffe nicht dazu beitragen können, die aktuell laufende Corona-Welle zu bremsen. Zudem fürchtet man, dass das traditionelle Thangsgiving-Fest in den USA zu einem Superspreader-Event wird.

Akzente könnten zahlreiche Notenbanker-Aussagen setzen. In den USA wird der Philadelphia-Fed-Index für November vorgelegt und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe.

Dax
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08:52 Uhr

Spannung im U-Ausschuss: Ex-Wirecard-Chef Braun sagt aus

Der erste Zeuge im Untersuchungsausschuss zum Wirecard-Skandal ist gleich ein Hochkaräter. Der frühere Chef des Skandalunternehmens soll heute vor dem Untersuchungsausschuss aussagen. Unterdessen scheint klar: Die Geschädigten werden von ihrem Geld kaum etwas wiedersehen.

08:38 Uhr

Kapitalerhöhung geplant: Kion-Aktie unter Druck

Die geplante Kapitalerhöhung lastet auf den Aktien des Gabelstapler-Herstellers Kion. Die Papiere gaben im Frankfurter Frühhandel 4,5 Prozent nach. Das Unternehmen will rund 13,1 Millionen neue Aktien ausgeben und mit dem Geld Schulden abbauen und seine Geschäfte stärken.

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08:32 Uhr

Corona drückt Nikkei - Pluszeichen in China

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Die weltweit steigenden Corona-Zahlen drücken bei den Anlegern in Asien auf die Stimmung. In Tokio ging der Nikkei 0,4 Prozent schwächer bei 25.634 Punkten aus dem Handel. Auch in Japan, das als Musterschüler in der Corona-Pandemie gilt und bislang ohne weitreichende Ausgangsbeschränkungen ausgekommen ist, steigen die Zahlen so schnell wie nie. In der Hauptstadt Tokio gilt deswegen die höchste Warnstufe. Allein dort wurden mehr erstmals als 500 Neuinfektionen gemeldet. Auch der MSCI-Index für die asiatischen Werte ohne Japan gab nach.

In China legten die Kurse dagegen zu. Mittelfristig seien die in Aussicht stehenden Corona-Impfstoffe ein positiver Impuls für die Weltwirtschaft, sagte ein Analyst.

08:24 Uhr

Ölpreise sinken leicht

Die Ölpreise haben im frühen Handel leicht nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 44,17 US-Dollar. Das waren 17 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 29 Cent auf 41,72 Dollar.

Der Verbund Opec+ hat in der Corona-Krise strikte Fördergrenzen festgelegt, um die Ölpreise zu stabilisieren. Nach derzeitigem Stand würden die Begrenzungen Anfang 2021 gelockert. Es gibt jedoch Hinweis darauf, dass diese Lockerung wegen der angespannten Corona-Lage verschoben werden soll.

08:19 Uhr

Rote Dax-Vorzeichen - Bitcoin geht weiter ab

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(Foto: imago images/STPP)

Der Dax wird heute wohl niedriger starten. Die Hoffnung auf einen wirksamen Impfstoff im Kampf gegen die Corona-Pandemie hatte den deutschen Leitindex am Mittwoch um ein halbes Prozent auf 13.202 Punkte steigen lassen.

Im Blick behalten Anleger den Höhenflug von Bitcoin. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise stieg über die Marke von 18.000 Dollar und steuert auf ein frisches Rekordhoch zu. Ihr Kurs hat sich binnen sechs Wochen fast verdoppelt.

Erstmals seit dem spektakulären Zusammenbruch des Zahlungsabwicklers Wirecard wird zudem der langjährige Vorstandschef Markus Braun öffentlich Stellung nehmen und vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss aussagen.

Wie es um den US-Arbeitsmarkt bestellt ist werden die wöchentlichen Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe zeigen.

07:28 Uhr

Anleger kassieren und beenden historische Phase an Asien-Börsen

Nach der längsten Gewinnphase seit Ende der 1980er Jahre mit zahlreichen Rekorden an einzelnen Handelsplätzen nehmen Anleger an den asiatischen Börsen am Donnerstag auf breiter Front Gewinne mit. Sorgen wegen der zweiten Coronawelle und die anhaltende Hängepartie um das sehnlichst erhoffte Konjunkturpaket in den USA lassen die positive Stimmung am Aktienmarkt etwas kippen. Dies gilt umso mehr, weil sich die Börsen der Region in der laufenden Woche besser geschlagen haben als ihre Pendants in den USA und Europa. Von einem generellen Stimmungsumschwung wollen Händler aber nicht sprechen.

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Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,8 Prozent tiefer bei 25.535 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,4 Prozent und lag bei 1715 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,4 Prozent, als der chinesische Präsident Xi Jinping ankündigte, Zölle zu senken und die Importe hochwertiger Waren und Dienstleistungen auszuweiten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,5 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der US-Dollar 0,1 Prozent auf 103,73 Yen und legte 0,1 Prozent auf 6,5670 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9112 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1845 US-Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0794 Franken. Das Pfund Sterling verlor 0,3 Prozent auf 1,3229 US-Dollar.