Donnerstag, 04. Februar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:40 Uhr

Sechster Handelstag in Folge im Plus: Dax bohrt "ziemlich dickes Brett"

Der Start in den Donnerstagshandel am deutschen Handelsmarkt lässt noch Luft nach oben, der Dax verliert. Doch schon am Vormittag dreht die Stimmung, die Anleger schütteln die schwachen Vorgaben aus Asien ab, und der deutsche Börsenleitindex dreht erst ins Plus - und überspringt dann die 14.000 Punkte. Im Anschluss pendelt er um die psychologisch wichtige Marke. Als die Wall Street dann mit Aufschlägen ihren Handel beginnt, schiebt sie den Dax noch einmal an. Am Ende steht ein Plus von 0,9 Prozent bei einem Schlusskurs von 14.060 Zählern. Es ist der mittlerweile sechste Handelstag in Folge mit Gewinnen.

"Viele Anleger sind optimistisch", beschreibt ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer die Stimmung auf dem Frankfurter Börsenparkett. Gleichzeitig warnt er: "Das könnte aber schon wieder ein Warnzeichen sein", sagt Meyer und führt aus: "Wenn der Optimismus so wie jetzt zugenommen hat, heißt das ja nichts anderes, als dass die Investoren schon drin sind und nun auf steigende Kurse hoffen. Und die Marke bei 14.00 Punkten oder leicht darüber ist ein ziemlich dickes Brett."

Dax
Dax 13.879,33

Bei den Einzelwerten ziehen Bayer mit einem Kursplus von rund fünf Prozent an die Spitze der Dax-Gewinner. Eine Teileinigung in den USA rund um das Thema Glyphosat sorgt hier für Kauflaune bei den Anlegern. Zulegen können auch Daimler, die jüngst eine Aufspaltung ihrer Geschäfte samt Börsengang der Truck-Tochter geplant haben. Dagegen geht es für BMW und VW rund ein Prozent abwärts. Indes feiert mit Auto1 ein Online-Autohändler sein Börsendebüt - und zwar äußerst erfolgreich mit Aufschlägen von rund 40 Prozent.

Bayer
Bayer 51,67
Auto1
Auto1 45,83

16:57 Uhr

Robinhood erhöht Limit für Gamestop-Aktien

Der wegen des Gamestop-Hypes in die Schlagzeilen geratene Online-Broker Robinhood erlaubt Anlegern nun auch, Bruchteile von Gamestop- und AMC-Aktien zu erwerben. Das Limit für die Anzahl der Papiere werde bei Gamestop-Anteilen von 100 auf 500 erhöht, der Erwerb von AMC-Aktien sei auf 5500 gedeckelt, teilt das Unternehmen mit. Der Schritt ermöglicht vermehrt die Beteiligung kleinerer Investoren.

16:15 Uhr

Qualcomm-Kurs gibt nach Geschäftszahlen deutlich nach

Der US-Halbleiterkonzern Qualcomm hat mit Umsatz und Gewinn die Expertenerwartungen verfehlt. Für das erste Quartal des Geschäftsjahres gab Qualcomm einen Umsatz von 8,24 Milliarden Dollar und einen bereinigten Gewinn von 2,17 Dollar je Aktie an. Analysten hatten mit 8,27 Milliarden Dollar und 2,10 Dollar je Aktie gerechnet. Lieferengpässe in der Halbleiterindustrie hätten dazu beigetragen, dass der Umsatz im ersten Quartal die Erwartungen leicht verfehlt habe, erklärt der weltweit größte Lieferant von Chips für Mobiltelefone. Der Aktienkurs gibt an der Nasdaq etwa 8,5 Prozent nach.

Qualcomm
Qualcomm 111,42

15:59 Uhr

Corona-Hilfe und Bilanzen geben Wall Street Schub

Die Wall Street bleibt auf Erholungskurs. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P-500 steigen zur Eröffnung jeweils ein knappes halbes Prozent. "Der Markt verarbeitet die Firmenbilanzen und konzentriert sich darauf, wie die Einigung zu den staatlichen Konjunkturhilfen aussehen wird", sagt Robert Pavlik, Chef-Anlagestratege beim Vermögensverwalter Slatestone. Um die notwendige Zustimmung der Republikaner im Kongress zu erhalten, bietet der neue US-Präsident Joe Biden an, die Bezugsgruppe für Schecks in Höhe von je 1400 Dollar einzugrenzen. Bei der Höhe der Auszahlungssumme lässt er aber nicht mit sich reden.

Zu den Favoriten am Aktienmarkt gehören Ebay und Paypal. Die Papiere des Online-Händlers und des Zahlungsdienstleisters markieren mit 64 beziehungsweise 266 Dollar jeweils ein Rekordhoch. Der Boom des Onlinehandels während der Pandemie bescherte beiden Firmen überraschend hohe Zuwächse. Die Ausblicke hätten ebenfalls positiv überrascht, kommentiert Analyst Trevor Williams von der Investmentbank Jefferies.

Ebay
Ebay 47,00
Paypal
Paypal 208,35

 

15:17 Uhr

Roche fährt monatliche Produktion von Corona-PCR-Tests hoch

Der Schweizer Pharmakonzern Roche fährt die Produktion von Tests zur Erkennung des Coronavirus weiter hoch. Im ersten Quartal dürfte sich die Kapazität für sogenannte PCR-Tests auf 40 Millionen pro Monat verdoppeln und im ersten Halbjahr dann 70 Millionen pro Monat erreichen, sagt der Leiter der Diagnostiksparte, Thomas Schinecker, am Donnerstag. "Wir werden noch viele Tests sehen, besonders in der ersten Jahreshälfte", erklärt er. "Derzeit sieht es so aus, als ob das Testen für den Rest des Jahres 2021 ziemlich hoch bleiben wird." Die gebräuchlichste Nachweismethode für Corona ist Roche-Chef Severin Schwan zufolge weiterhin Mangelware, die Nachfrage übersteigt das Angebot.

Roche könne zudem monatlich 100 Millionen Antigen-Schnelltests herstellen, produziere momentan allerdings nur rund die Hälfte dieser Menge, auch deswegen, weil sie in den USA noch nicht verkauft würden. Das Unternehmen sei zudem in der Lage, bis zu 100 Millionen Antikörper-Tests pro Monat zu liefern. Mit diesen Tests kann festgestellt werden, ob jemand in der Vergangenheit mit Covid-19-infiziert war oder eine Immunantwort auf einen Impfstoff entwickelt hat. Die Nachfrage nach Antikörper-Tests liege aktuell aber nur bei zehn bis 15 Millionen, sagte Schinecker.

Roche
Roche 305,40

15:06 Uhr

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe fallen deutlich

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 30. Januar stärker abgenommen als erwartet. Im Vergleich zur Vorwoche fiel die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 33.000 auf 779.000, wie das US-Arbeitsministerium mitteilt. Volkswirte hatten nur einen Rückgang auf 830.000 vorhergesagt.

Für die Vorwoche wurde der Wert nach unten revidiert, auf 812.000 von ursprünglich 847.000. Der gleitende Vierwochendurchschnitt verringerte sich gegenüber der Vorwoche um 1.250 auf 848.250. In der Woche zum 23. Januar erhielten 4,592 Millionen Personen Arbeitslosenunterstützung. Dies war eine Abnahme gegenüber der Vorwoche um 193.000.

14:46 Uhr

Corona-Krise belastet: Verbio-Kurs sackt ab

Verbio stehen mit einem Abschlag von bis zu 7,5 Prozent am SDax-Ende. Der Biokraftstoff-Hersteller verdiente auf Halbjahressicht zwar mehr. Im zweiten Quartal schrumpfte das operative Ergebnis (Ebitda) allerdings um zehn Prozent, da die Produktionsvolumina im Bioethanol-Segment zurückgingen und die Margen durch die Corona-Krise belastet wurden, heben Analysten von Hauck & Aufhäuser hervor.

Verbio
Verbio 33,35

14:18 Uhr

Gamestop, Silber - und nun der Dollar?

Der neue Trend zum Short-Coverage könnte nach ausgewählten Aktien wie Gamestop und anschließend dem Silber nun auch den US-Dollar erfassen, sagen Marktteilnehmer. "Der US-Dollar gehört weiterhin zu den am meisten leer verkauften Währungen innerhalb des G10-Raums", so David Iussow von IG Markets. Die größten Dollar-Shorts gebe es derzeit im Kiwi, dem neuseeländischen Dollar, vor dem Euro, dem Yen und dem Schweizer Franken. Der Euro kann am Donnerstag die Marke von 1,20 Dollar nicht mehr verteidigen, am Mittag wird er mit 1,1990 Dollar gehandelt.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,22
US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,82

 

13:54 Uhr

Britischer Autoabsatz sackt auf Niveau von 1970 ab

In Großbritannien ist der Absatz der von der Corona-Krise arg gebeutelten Autobranche auf den niedrigsten Januar-Wert seit 1970 eingebrochen. Die Neuzulassungen sanken zum Jahresanfang um 39,5 Prozent auf 90.249 Fahrzeuge, wie der Branchenverband Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT) mitteilt. Wegen der verstärkten Corona-Neuinfektionen gab es zuletzt einen verschärften Lockdown. Autohäuser waren gezwungen, ihre Türen für die Öffentlichkeit zu schließen, obwohl viele Händler Online-, Liefer- und Click-and-Collect-Dienste nutzen, um weiter zu arbeiten. "Jeder Tag, an dem die Autohäuser sicher öffnen können, ist wichtig, vor allem, wenn der kritische Monat März bevorsteht", sagte SMMT-Chef Mike Hawes.

In Großbritannien war der Auto-Absatz 2020 so stark eingebrochen wie seit 1943 nicht mehr. Die Neuzulassungen sanken im vergangenen Jahr um 30 Prozent auf 1,63 Millionen Fahrzeuge.

13:37 Uhr

US-Anleger nehmen Konjunkturdaten in den Fokus

Nach der Verschnaufpause zur Wochenmitte dürfte es an den US-Börsen am Donnerstag wieder leicht aufwärts gehen. Die Futures auf die großen Aktienindizes deuten eine gut behauptete Eröffnung an. Die Märkte bewegen sich im Spannungsfeld aus Hoffnungen auf eine Erholung der Wirtschaft, genährt auch durch die Zulassung neuer Impfstoffe gegen das Coronavirus, und den noch immer hohen Corona-Fallzahlen. Außerdem gibt es Befürchtungen, dass die vorhandenen Impfstoffe weniger wirksam gegen neue Mutanten des Virus sein könnten.

Auskunft über die Lage der Wirtschaft werden neue Konjunkturdaten geben. Noch vor der Startglocke werden die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus der Vorwoche und Daten zur Produktivität außerhalb der Landwirtschaft veröffentlicht. Die Zahl der Erstanträge schätzen Volkswirte im Schnitt auf 830.000, was im Vergleich zur Woche davor zwar einen kleinen Rückgang bedeuten würde, gleichzeitig wäre die Lage auf dem Arbeitsmarkt unverändert prekär. Bei der Produktion rechnen die Ökonomen mit einem Rückgang um 2,8 Prozent im vierten Quartal.

13:00 Uhr

Corona brockt Shell zweistelligen Milliarden-Verlust ein

Der Ölkonzern Shell ist 2020 wegen der Corona-Pandemie und des deswegen stark eingebrochenen Ölpreises tief in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich stand im vergangenen Jahr ein Minus von knapp 22 Milliarden US-Dollar, teilt das Unternehmen mit. 2019 hatte Shell noch knapp 16 Milliarden Dollar verdient. Der Umsatz brach um fast die Hälfte auf 180 Milliarden Dollar ein. Grund dafür war vor allem der Ölpreisverfall in der ersten Hälfte des Jahres. Dieser führte auch dazu, dass der Wert von Unternehmensbeteiligungen massiv gefallen ist und Shell deswegen hohe Summen abschreiben musste. Das Ergebnis fiel noch schlechter aus, als Experten es erwartet hatten.

Für Anleger gibt es aber zumindest eine gute Nachricht - so will Shell die Quartalsdividende im ersten Quartal leicht anheben. Der Konzern hatte die Ausschüttung, die für viele Investoren ein wichtiger Grund für die Anlage in das Shell-Papier waren, massiv gekürzt.

Royal Dutch Shell
Royal Dutch Shell 17,48

12:40 Uhr

Eon will Wasserstoffgeschäft mit Partnern ausbauen

Der Energiekonzern Eon will das Zukunftsgeschäft mit Wasserstoff auf breite Schultern legen. "Wir werden das Thema Wasserstoff nur in großen Partnerschaften hinkriegen", sagt Vorstandsmitglied Thomas König. Dabei gehe es um Partnerschaften mit starken Industrieunternehmen, aber auch Mittelständlern und Start-Ups. "Wir strecken derzeit unsere Fühler in alle Richtungen aus." Zu der Frage nach Zukäufen in diesem Bereich übte sich der Manager in Zurückhaltung. "Natürlich schließen wir nie aus, über Akquisitionen auch schnell Knowhow aufzubauen."

Aus erneuerbarer Energie erzeugter Wasserstoff kann klimaschonend etwa in der Chemie und Stahlindustrie eingesetzt werden und gilt als Schlüssel für einen Erfolg der Energiewende. Im Gegensatz zu Strom kann Wasserstoff gut gespeichert werden. Die Bundesregierung treibt den Ausbau mit Milliardensummen voran.

Eon
Eon 8,52

11:54 Uhr

Anleger treiben Cancom an MDax-Spitze

Anleger greifen bei Cancom zu. Die Aktien liegen fast elf Prozent im Plus und damit an der MDax-Spitze. Das Münchener IT-Beratungshaus hat mit einem Endspurt im vergangenen Jahr statt des erwarteten Gewinnrückgangs eine Gewinnsteigerung erzielt.

Cancom
Cancom 52,95

11:28 Uhr

Chinesischer Automarkt legt kräftig zu

Der für die deutschen Autobauer sehr wichtige chinesische Automarkt hat sich im Januar nach ersten Berechnungen des Herstellerverbands CAAM kräftig vom Corona-Schock des Jahresauftakts 2020 erholt. Der Absatz der Hersteller von Autos und Nutzfahrzeugen an die Händler kletterte im Januar im Vergleich zum Vorjahr auf Basis vorläufiger Daten um 31,9 Prozent, wie der Verband mitteilt. Zum Auftakt des vergangenen Jahres war der Autoabsatz in China wegen des Ausbruchs des Coronavirus nach CAAM-Daten um ein Fünftel auf 1,61 Millionen Stück gefallen.

Die Folgen der Pandemie belasteten den chinesischen Automarkt vor allem in den ersten Monaten des vergangenen Jahres. So schrumpfte der weltgrößte Automarkt 2020 trotz einer kräftigen Belebung in der zweiten Jahreshälfte zum dritten Mal in Folge. Bereits 2018 und 2019 war der Absatz nach Jahrzehnten des Wachstums gefallen. Die chinesische Regierung kurbelte die Verkäufe nach dem Corona-Einbruch mit Förderungen wieder an. Im zweiten Halbjahr 2020 gab es daher oft prozentual zweistellige Zuwachsraten.

Der chinesische Markt ist mit Abstand der wichtigste Einzelmarkt der deutschen Autokonzerne Volkswagen (inklusive der Töchter Audi und Porsche) sowie Daimler und BMW.

11:05 Uhr

Anleger strafen Tomtom ab

Anleger ergreifen bei Tomtom die Flucht, nachdem der Hersteller von Navigationsgeräten im abgelaufenen Jahr wegen der Corona-Krise deutlich in die roten Zahlen gerutscht war. Die Aktien fallen an der Amsterdamer Börse zeitweise fast 16 Prozent.

TomTom
TomTom 7,70

10:45 Uhr

Yellen kümmert sich um Gamestop-Turbulenzen

Angesichts der von Kleinanlegern befeuerten Börsenturbulenzen um den Videospielehändler Gamestop berät US-Finanzministerin Janet Yellen mit Aufsehern über das weitere Vorgehen. Wie ihr Ministerium mitteilt, sind zu dem Treffen am heutigen Donnerstag die Spitzen der Börsenaufsicht SEC, der Terminmärkte-Behörde Commodity Futures Trading Commission und der Notenbank Fed sowie deren New Yorker Ableger geladen. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte vorab darüber berichtet, dass ein Treffen in dieser Zusammensetzung geplant sei. Dabei soll es um die von einem Machtkampf zwischen Kleinanlegern und Hedgefonds ausgelösten hohen Kursschwankungen gehen.

Analysten sehen die Kurskapriolen als Nebenwirkung der längsten Börsenhausse der Geschichte. Der US-Währungshüter Robert Kaplan hat die von der Fed ausgelöste Geldflut als einen Faktor bei diesen Entwicklungen benannt. Denn die Fed sorge derzeit mit für hohe Liquidität, da sie im Kampf gegen die Folgen der Pandemie-Krise Monat für Monat Staatsanleihen für 80 Milliarden Dollar und Hypothekenpapiere im Umfang von 40 Milliarden Dollar erwirbt.

 

10:23 Uhr

Deutsche-Bank-Chef: "Wir sind wieder da"

Mit Abgaben von fast drei Prozent gehören die Aktien der Deutschen Bank zu den größten Verlierern im Dax. Die Bank hatte ihre Geschäftszahlen präsentiert und dabei überraschend einen Jahresgewinn ausgewiesen. Bankchef Christian Sewing äußerte sich zudem für den weiteren Jahresverlauf zuversichtlich:

 

10:04 Uhr

Dax zieht über die 14.000-Punkte-Marke

Der Dax dreht nach einem leicht schwächeren Start am Vormittag direkt ins Plus - und über die psychologisch wichtige Marke von 14.000 Punkten. Er notiert im Tageshoch bei 14.020 Zählern. Danach pendelt er sich um die 14.000er Marke ein, mit Aufschlägen von etwa 0,5 Prozent. "Im Unterschied zu vielen anderen Indizes profitiert der DAX mit seinen exportlastigen Aktien vom festen Dollar", kommentiert ein Händler. Gestützt werde er von den Autowerten, von Siemens, Daimler und Bayer. Aus technischer Sicht stehe nun der Widerstand bei 14.030 Punkten im Blick, darüber winke das Allzeithoch. Es liegt bei 14.132 Punkten.

09:43 Uhr

45 Prozent Kursplus: Auto1 rast aufs Börsenparkett

Auto1 legt ein fulminantes Börsendebüt auf das Frankfurter Parkett. Der erste Kurs der Aktien liegt bei 55 Euro und damit rund 45 Prozent über dem Ausgabepreis von 38 Euro. Händler hatten einen positiven Start erwartet, da der Ausgabepreis von 38 Euro am oberen Ende der Bookbuilding-Spanne bereits deutlich überzeichnet gewesen war.

Damit wird der Betreiber von "wirkaufendeinauto.de" mit 11,7 Milliarden Euro bewertet. Auto1 ist das erste Unternehmen, dass in diesem Jahr auf das Frankfurter Börsenparkett geht. Auto1 selbst fließt dabei unabhängig vom Zuteilungspreis eine Milliarde Euro zu.

09:07 Uhr

Dax stoppt nach Drei-Tages-Rally abrupt

Der Aufwärtstrend am deutschen Aktienmarkt bekommt zum Start in den Donnerstagshandel einen kleinen Dämpfer. Nachdem der Dax an den bisherigen drei Handelstagen bereits Gewinne von mehr als 3,5 Prozent einfahren konnte, gibt er nun 0,2 Prozent auf 13.964 Punkte nach. Ein Angriff auf die 14.000er Marke und das Allzeithoch bei 14.132 Zählern fällt damit erst einmal aus. "Die Vorgaben aus Asien belasten", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil.

08:53 Uhr

Asien-Anleger treiben Sorgen um

Spekulationen auf einen strafferen geldpolitischen Kurs in China haben die Anleger an den asiatischen Börsen am Donnerstag verschreckt. In Tokio machten die Investoren vor allem bei Chipwerten Kasse. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index fiel 1,1 Prozent auf 28.341 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,3 Prozent. Die Börse in Shanghai gab rund 0,4 Prozent nach.

Der jüngste Anstieg am kurzlaufenden Zinsende in China bereitet den Investoren Unbehagen. Anders als gewohnt hatte die Notenbank im Vorfeld des Neujahrsfest keine üppigen Geldspritzen bereitgestellt, was an den Märkten Liquiditätssorgen hervorrief. "Es gibt anhaltende Spekulationen, dass die chinesischen Behörden ihre Geldpolitik straffen wollen", sagte Wang Shenshen, Stratege beim Vermögensverwalter Mizuho Securities. Damit sollten die stark gestiegenen Aktienkurse und Immobilienmärkte gezügelt werden. In Japan stachen Aktien von Sony mit einem Plus von 9,5 Prozent hervor. Der Spieleboom in der Corona-Pandemie sorgt für Optimismus beim japanischen Elektronikkonzern. Der Vorstand hob erneut seine Prognose an und erwartet nun für das im März endende Bilanzjahr 2020/21 ein Drittel mehr beim Betriebsgewinn als zuletzt avisiert.

Nikkei
Nikkei 30.168,27

08:39 Uhr

Deutsche-Bank-Chef Sewing setzt auf nachhaltiges Investmentbanking

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing rechnet mit einem Anhalten der Stärke im Investmentbanking. Die Entwicklung im vergangenen Jahr stimme ihn zuversichtlich, dass die Ertragszuwächse zu einem großen Teil nachhaltig seien, auch wenn sich die Märkte wieder normalisieren dürften, schreibt Sewing in einem Brief an die rund 85.000 Mitarbeiter des Konzerns. "Ein sehr guter Start ins neue Jahr hat uns in dieser Zuversicht ganz und gar bestärkt." Die Bank habe im zweiten Halbjahr gegenüber US-Wettbewerbern Marktanteile gewonnen, viele wichtige Kunden machten wieder deutlich mehr Geschäft mit dem Institut.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 10,58

08:16 Uhr

Euro verliert an Boden, Pfund stößt auf Interesse

Der Kurs des Euro knüpft am Donnerstag an die Kursverluste seit Beginn der Handelswoche an. Die Gemeinschaftswährung notiert bei 1,2014 Dollar und damit etwas tiefer als am Mittwochabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,2017 Dollar festgesetzt.

Seit Beginn der Woche hat der Euro mittlerweile rund ein Prozent an Wert verloren. Während die Anleger in den USA durch Fortschritte bei der Corona-Impfung Hoffnung auf eine Konjunkturerholung schöpfen, läuft die Kampagne in der Eurozone weiter schleppend. Zuletzt zeigten sich auch bei der Entwicklung der Konjunkturdaten deutliche Unterschiede. Während Wirtschaftszahlen aus der Eurozone zuletzt mehrfach enttäuschend ausgefallen waren, deuten sie in den USA auf eine vergleichsweise robuste konjunkturelle Entwicklung hin.

Im Mittelpunkt des Interesses steht das britische Pfund, das am Morgen zu allen wichtigen Währungen unter Druck steht. Die Anleger halten sich mit Käufen zurück und warteten auf geldpolitische Entscheidungen der britischen Notenbank am frühen Nachmittag. Zuletzt hatten sich Vertreter der Zentralbank etwas optimistischer gezeigt und darauf verwiesen, dass Großbritannien den Höhepunkt der aktuellen Welle an Neuinfektionen in der Corona-Krise überwunden habe.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,22
Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,40

 

08:01 Uhr

Ölpreise setzen Höhenflug fort

Rohöl WTI
Rohöl WTI 63,40

Die Ölpreise setzen den Höhenflug der laufenden Woche fort. Nachdem die Preise in den vergangenen Handelstagen zum Teil stark gestiegen waren, ging es am Morgen vergleichsweise leicht nach oben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 58,86 US-Dollar und damit 40 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 44 Cent auf 56,13 Dollar. Der Preis für Nordsee-Öl erreichte am Morgen bei 58,99 Dollar den höchsten Stand seit Februar 2020, während der für US-Öl knapp unter dem Jahreshoch stand. Im Verlauf der Woche haben beide Notierungen jeweils etwa acht Prozent zugelegt und dabei immer wieder Höchststände im Verlauf eines Jahres erreicht. Als wichtiger Preistreiber am Ölmarkt gilt eine zuletzt freundliche Stimmung an den Finanzmärkten. Dabei verwiesen Marktbeobachter auf Fortschritte bei den Corona-Impfungen in den USA und auf zuletzt robuste Konjunkturdaten aus der größten Volkswirtschaft der Welt. Darüber hinaus haben mit Saudi-Arabien und Russland zwei führende Vertreter des Ölverbunds Opec+ deutlich gemacht, dass das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage auf dem Ölmarkt unverzüglich wieder hergestellt werden müsse.

07:49 Uhr

Deutsche Bank erzielt ersten Jahresgewinn seit 2014

Deutsche Bank
Deutsche Bank 10,51

Die Deutsche Bank hat 2020 einen Jahresgewinn geschafft. Wie die Bank mitteilte, verdiente sie vor Steuern gut 1 Milliarde Euro, nachdem sie im Vorjahr wegen des laufenden Konzernumbaus einen Verlust von 2,6 Milliarden Euro vor Steuern eingefahren hatte. Auch das vierte Quartal war entgegen den Erwartungen der Analysten profitabel. So erzielte die Bank im Schlussquartal einen Vorsteuergewinn von 175 Millionen Euro nach einem Verlust von 1,3 Milliarden im Vorjahr. Analysten hatten in einem von der Bank selbst zusammengestellten Konsens mit einem Vorsteuerverlust von 39 Millionen Euro gerechnet. Die Bank steigerte die Erträge leicht, wobei sie von einem sehr starken Investmentbanking profitierte. Die Risikovorsorge stieg nur noch leicht.

07:26 Uhr

Höhere Zinssätze in China bremsen Kauflaune an Asien-Börsen

Die angespannte Liquiditätslage in China bremst trotz einer starken Bilanzsaison und den Hoffnungen auf ein billionenschwere Corona-Hilfspaket in den USA die Kauflaune der Anleger an den asiatischen Börsen. Höhere Zinssätze in der Volksrepublik schürten die Sorge, dass die chinesische Politik zu einem strafferen Kurs übergehen könnte, um die Aktienkurse und Immobilienmärkte zu zügeln. "So oder so werden die US-Konjunkturmaßnahmen das Wirtschaftswachstum nach dem ersten Quartal weiter ankurbeln und die Stimmung an den Risikomärkten weltweit aufhellen", sagte John Vail, Chefstratege bei Nikko Asset Management am Mittwoch.

Nikkei
Nikkei 30.168,27

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,9 Prozent tiefer bei 28.378 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,3 Prozent und lag bei 1865 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,8 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,9 Prozent. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 105,11 Yen und stagnierte bei 6,4581 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9000 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,2 Prozent auf 1,2015 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0815 Franken. Das Pfund Sterling verlor 0,3 Prozent auf 1,3608 Dollar.