Donnerstag, 11. März 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer und Thomas Badtke
17:40 Uhr

Vierter Rekordtag in Folge: Dax-Rally ist nicht zu stoppen

Dem Dax gelingt auch am Donnerstag und damit den vierten Handelstag in Folge ein Rekordhoch. Die schon früh aufgestellte Bestmarke steigert der deutsche Börsenleitindex am Nachmittag nach dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) bis auf 14.595 Punkte. Am Mittwoch hatte er die Bestmarke bei 14.561 Zählern markiert. Steigende Kurse auch an der Wall Street stützen den Dax zum Handelsende hin, er schließt 0,2 Prozent fester mit 14.569 Punkten. Damit summiert sich der bisherige Wochengewinn auf rund 4,7 Prozent.

Dax
Dax 15.320,52

"Die Anleger schauen auf die Post-Corona-Wirtschaft, setzen auf ein Durchstarten der Ökonomie", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel den Handelsverlauf am deutschen Aktienmarkt. Sie verweist auf die "Beruhigungspille der EZB" und darauf, dass auf dem Parkett bereits "Dax-Kursziele von 15.000 bis 16.000 Zählern im Gespräch sind".

Bei den Dax-Einzelwerten sind die Kursbewegungen wie zuletzt von wechselnden Branchenpräferenzen geprägt. Im derzeit besonders schwankungsreichen Technologiesektor erholen sich die Aktien von Infineon mehr als drei Prozent, nachdem sie zur Wochenmitte deutlich eingebüßt hatten. Auch die Titel des Corona-Gewinners Delivery Hero legen mehr als drei Prozent zu, Adidas ebenso. Auf der Verliererseite stehen dagegen Bayer mit Abschlägen von mehr als drei Prozent ganz oben. Mit BMW und Conti folgen Werte aus dem Autosektor. BMW verschreckt mit einem vorsichtigen Ausblick die Anleger, der Kurs gibt wie bei Continental mehr als zwei Prozent ab.

Infineon
Infineon 33,72
BMW
BMW 86,18

17:27 Uhr

Neuer Auftrag gibt Nordex-Kurs Aufwind

Ein Auftrag einer französischen RWE-Tochter hievt Nordex an die Spitzengruppe im Kleinwerteindex SDax. Die Aktien des Windkraftanlagen-Herstellers steigen mehr als vier Prozent. Das Unternehmen soll den Angaben zufolge Turbinen mit einer Leistung von 33 Gigawatt liefern.

Nordex
Nordex 25,04
SDax
SDax 16.044,30

 

17:15 Uhr

Infineon setzt sich in Dax-Spitzengruppe fest

Infineon halten sich im Tagesverlauf unter den Top-Drei-Aktien im Dax. Der Kurs zieht etwa 3,5 Prozent an auf fast 34 Euro. Marktteilnehmer verweisen darauf, dass zum einen die Kursentwicklung zur Wochenmitte schwach war. Zum anderen stützten die neuen Verhandlungen zwischen den USA und China. An den asiatischen Börsen hatten die Chipwerte bereits zum Teil deutlich zugelegt.

Infineon
Infineon 33,72

16:30 Uhr

Anleger strafen SAP-Rivalen Oracle ab

Unter den US-Einzelaktien brechen Oracle trotz insgesamt guter Geschäftszahlen über Markterwartung um mehr als sieben Prozent ein. Beobachtern zufolge verfehlte aber das wichtige Cloud-Geschäft die Erwartungen, zudem liege der Umsatzausblick für das laufende vierte Quartal knapp unter der Konsensschätzung.

Oracle
Oracle 62,50

16:11 Uhr

Technologiewerte führen Wall-Street-Rally an

In den vergangenen Sitzungen hatten an der Wall Street mal Standardwerte und dann wieder Technologietitel vorn gelegen. Dieses Muster setzt sich am Donnerstag fort. Der Dow-Jones-Index hatte am Vortag auf Rekordschluss geschlossen, daher dürfte das Aufwärtspotenzial begrenzt bleiben. Anleiherenditen zeigten sich zunächst den dritten Tag in Folge mit Abschlägen und stützen so den Technologiebereich am Aktienmarkt. Mittlerweile steht die Rendite knapp im Plus. Der Technologiesektor reagiert besonders sensibel auf veränderte Marktzinsen, da Technologieunternehmen meist höhere und schuldenfinanzierte Investitionen stemmen müssen.

Der Dow-Jones-Index gewinnt im frühen Geschäft 0,5 Prozent auf 32.449 Punkte. Gleich nach Handelsbeginn erreichte der Index ein neues Rekordhoch. Der S&P-500 steigt 0,7 Prozent. Der technologielastige Nasdaq-Composite rückt derweil 1,6 Prozent vor. Am US-Anleihemarkt steigt die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen um knapp einen Basispunkt auf 1,52 Prozent. Gestützt wird der Aktienmarkt weiterhin von den Hoffnungen, die Anleger mit dem auf den Weg gebrachten 1,9 Billionen Dollar schweren Konjunkturpaket verbinden, das US-Präsident Joe Biden am Freitag zu unterzeichnen gedenkt.

"Möglicherweise könnte es positiv für den Aktienmarkt sein, wenn wir etwas mehr Inflation und ein wenig mehr Wachstum sehen", sagt Analystin Monica Defend von Amundi. Gleichwohl wollen mahnende Stimmen über ein mögliches Überschießen der Inflation mit den dann anziehenden Rentenrenditen nicht verstummen. Rückenwind kommt zudem vom Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat etwas stärker abgenommen als erwartet. Die guten Daten drücken indes die Rentennotierungen leicht.

15:25 Uhr

IPO-Hype: Coupang-Aktie ist schon vor Börsengang teurer

Dank einer großen Nachfrage verkauft der größte südkoreanische Online-Händler Coupang beim geplanten Börsengang in den USA seine Aktien teurer als gedacht. Die angebotenen 130 Millionen Papiere würden zu je 35 Dollar zugeteilt, gab das Unternehmen bekannt. Das liegt über der Zeichnungsspanne von 32 bis 34 Dollar. Damit liegt das Emissionsvolumen bei 4,6 Milliarden Dollar. Das ist rund doppelt so viel wie beim bislang größten US-Börsengang des Jahres, der Dating-App Bumble. Zum Ausgabepreis liegt die Marktkapitalisierung des E-Commerce-Konzerns bei 60 Milliarden Dollar. Die Erstnotiz an der New Yorker Börse ist noch am Donnerstag geplant.

Coupang gehört zu den Profiteuren der Coronavirus-Pandemie. Im vergangenen Jahr verdoppelte sich der Umsatz nahezu auf elf Milliarden Dollar. Der Netto-Verlust schrumpfte auf 567,6 von 770,2 Millionen Dollar. Das Unternehmen, an dem der japanische Technologie-Investor Softbank beteiligt ist, wurde 2010 vom Milliardär Bom Suk Kim gegründet.

15:02 Uhr

Gewinnmitnahmen drücken Bitcoin

Nach der jüngsten Rally machen einige Bitcoin-Anleger Kasse. Die Cyber-Devise verbilligt sich um 1,3 Prozent auf 56.161 Dollar, bleibt damit aber in Schlagdistanz zu ihrem Rekordhoch von 58.445,23 Dollar. "Die Anleger scheinen sich zu sortieren, um sich für einen Gipfelsturm warmzulaufen", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. "Eine kurzfristige Konsolidierungsbewegung scheint angesichts des beachtlichen Kursniveaus mehr als nachvollziehbar."

Bitcoin
Bitcoin 53.225,68

14:40 Uhr

Finanzaufsicht erwartet größere Belastungen für Banken

Die Finanzaufsicht Bafin rechnet wegen der Corona-Krise mit deutlichen Belastungen für die deutschen Banken. "Die Situation ist angespannt", sagt Bafin-Exekutivdirektor Thorsten Pötzsch dem "Handelsblatt". Die Bankenbranche sei zwar robuster als noch vor einigen Jahren, aber notleidende Kredite setzten den Instituten stärker zu. "Es ist deshalb nicht ausgeschlossen, dass es auch zu Abwicklungen kommen kann. Wir sind für den Ernstfall vorbereitet."

Dem Bafin-Vertreter zufolge ist die Bremer Greensill Bank aller Voraussicht nach kein Fall für eine Bankenabwicklung. "Wenn von einem Institut keine systemische Gefährdung ausgeht, findet ein Marktaustritt ohne Anwendung der Abwicklungsinstrumente statt", so Pötzsch. Die Finanzaufsicht hatte die Greensill Bank vor kurzem wegen drohender Überschuldung geschlossen und das Management bei der Staatsanwaltschaft Bremen angezeigt.

14:07 Uhr

EZB stellt mehr Tempo in Aussicht

Die EZB will das Tempo ihrer Anleihenkäufe erhöhen, um den jüngsten Anstieg der Renditen von Staatsanleihen der Euro-Länder einzudämmen. Notenbank-Chefin Christine Lagarde und die anderen Ratsmitglieder kündigen an, dass die Ankäufe im Rahmen des Kaufprogramms PEPP während des nächsten Quartals deutlich umfangreicher ausfallen werden als während der ersten Monate des Jahres. Ein neues Stützungspaket für die Wirtschaft beschloss die Europäische Zentralbank aber nicht. Sie hatte erst zum Jahresende 2020 ihre Konjunkturhilfen abermals ausgebaut und unter anderem den Kaufrahmen des PEPP-Programms erneut aufgestockt. Auch den Leitzins beließ die Notenbank auf seinem Rekordtief von 0,0 Prozent. Dort steht er inzwischen seit März 2016.

Zuletzt waren die Renditen von Staatsanleihen der Euro-Länder kräftig nach oben geklettert. Das hatte bei einigen Ratsmitgliedern Sorgen ausgelöst, die Kreditkosten im Euro-Raum könnten sich unerwünscht erhöhen. Mitten in der Pandemie käme das für die Notenbank zur Unzeit. Sie hatte in Aussicht gestellt, weiterhin für die Wirtschaft niedrige Finanzierungskosten sicherzustellen. Es wird damit gerechnet, dass sich Lagarde in Kürze auf der Pressekonferenz zu den gestiegenen Renditen äußern wird. Griechenlands Notenbankchef Yannis Stournaras hatte gefordert, die EZB solle das Tempo ihrer Pandemie-Anleihenkäufe erhöhen.

Die EZB hatte der Wirtschaft im vergangenen Jahr mit umfangreichen Stützungshilfen unter die Arme gegriffen, um den Kreditfluss während der Pandemie am Laufen zu halten. Dazu gehörten extrem günstige, langfristige Kreditspritzen für Banken und ein "PEPP" getauftes neues Anleihenkaufprogramm. Dieses wurde inzwischen bereits zweimal aufgestockt und hat mittlerweile einen Kaufrahmen von 1,85 Billionen Euro. Die Käufe sollen noch bis mindestens Ende März 2022 laufen. Rund eine Billion Euro des Kaufrahmens sind noch ungenutzt.

An ihrem Einlagesatz hielt die EZB am Donnerstag ebenfalls fest. Dieser liegt inzwischen bei minus 0,5 Prozent. Das Minus-Zeichen bedeutet, dass Banken Strafzinsen zahlen müssen, wenn sie bei der Notenbank überschüssige Gelder horten. Die EZB hatte den Satz erstmals 2014 auf unter Null Prozent gesetzt.

13:48 Uhr

Anleger reißen sich um Börsennewcomer Roblox

Die Anleger greifen weiterhin bei den Aktien des Börsenfrischlings Roblox zu. Die Papiere der Computerspieleplattform steigen vorbörslich um bis zu 20 Prozent, nachdem sie ihren ersten Handelstag mit einem Plus von 54,4 Prozent bei 69,50 Dollar beendet hatten. Damit waren sie an der Börse rund 45 Milliarden Dollar wert.

Roblox Corp
Roblox Corp 69,99

13:32 Uhr

Kleinanlegerliebling AMC legt Kurssprung hin

Die Papiere der US-Kinokette AMC ziehen vorbörslich um mehr als sieben Prozent an. Der von der Pandemie schwer gebeutelte Konzern rechnet in diesem Jahr dank Impfstoffen und neuen Filmen mit einem Umsatzwachstum. Die Aktie gehört zu den heißen Eisen auf der Online-Plattform Reddit - eines von Kleinanlegern befeuerten Hypes, zu dessen prominentesten Beispielen die Gamestop-Kapriolen zählen.

AMC
AMC 8,27
GameStop Corporation
GameStop Corporation 128,50

 

13:16 Uhr

Wall Street bleibt in Rekordlaune

In den vergangenen Sitzungen hatten an der Wall Street mal Standardwerte und dann wieder Technologietitel vorn gelegen. Dieses Muster dürfte sich am Donnerstag fortsetzen. Technologieaktien dürften deutlich fester in den Tag starten. Der Dow hatte am Mittwoch auf Rekordschluss geschlossen, daher dürfte das Aufwärtspotenzial begrenzt bleiben. Den dritten Tag in Folge leicht sinkende Anleiherenditen stützen derweil den Technologiebereich. Gestützt wird der Markt weiterhin von den Hoffnungen, die Anleger mit dem auf den Weg gebrachten Konjunkturpaket verbinden, das US-Präsident Joe Biden am Freitag zu unterzeichnen gedenkt.

Nasdaq Composite
Nasdaq Composite 13.817,25

Oracle übertraf insgesamt die Erwartungen des Marktes und wartet zudem mit einer Aufstockung ihres Aktienrückkaufs auf. Zudem soll die Dividende steigen. Die Aktie verliert dennoch 4,5 Prozent vorbörslich. Beobachtern zufolge verfehlt das Cloud-Geschäft die Erwartungen, zudem liege der Umsatzausblick für das laufende vierte Quartal knapp unter der Konsensschätzung.

Oracle
Oracle 62,50

Fossil berichtet über eine Einengung des Verlusts im vierten Quartal, trotz zugleich rückläufiger Umsätze. Der Wert steigt um 6,9 Prozent.

Cloudera verlieren 6,7 Prozent, nachdem die Geschäftszahlen die Erwartungen zwar übertroffen haben, der Ausblick des Cloud-Experten die Schätzungen der Analysten aber umsatz- wie gewinnseitig nicht erreicht.

12:44 Uhr

Volvo: "Es wird Unterbrechungen der Produktion geben"

Der schwedische Lkw-Bauer Volvo rechnet wegen der Chip-Knappheit mit Behinderungen bei der Herstellung. "Es wird auch bei Volvo Unterbrechungen der Produktion geben", sagt ein Sprecher des schwedischen Konzerns. Man sei von Störungen zumindest für das erste Quartal ausgegangen, allerdings könnten diese länger anhalten. Es werde aber keinen kompletten Stopp geben.

12:14 Uhr

Nach Gewinneinbruch: BMW bleibt vorsichtig

Belastet von den Auswirkungen der Pandemie hat BMW vergangenes Jahr angesichts rückläufiger Autoverkäufe deutlich weniger verdient. Der Gewinn brach um knapp ein Viertel ein, wie der Dax-Konzern mitteilt. Entsprechend soll die Dividende auf 1,90 von 2,50 Euro je Stammaktie im Vorjahr sinken. Für das laufende Jahr zeigte sich der Münchener Premiumhersteller vorsichtig optimistisch.

Der Umsatz sank den weiteren Angaben zufolge 2020 um fünf Prozent auf 98,99 Milliarden Euro. Im Kerngeschäft mit Premiumautos sackten die Erlöse um knapp zwölf Prozent ab. Das Konzern-Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) brach überproportional zu den Erlösen um gut ein Drittel auf 4,83 Milliarden Euro ein. Vor Steuern verdiente BMW mit 5,22 Milliarden 26,6 Prozent weniger, nach Steuern mit 3,857 Milliarden Euro gut 23 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Je Stammaktie liegt der Gewinn bei 5,73 (Vorjahr: 7,47) Euro.

"Wir haben unsere Kostensituation verbessert und unsere Fixkosten sowie unsere Investitionen gesenkt", sagt Finanzvorstand Nicolas Peter laut Mitteilung. "Wir haben damit eine günstige Absprungbasis für ein ertragsstarkes 2021 geschaffen."

BMW
BMW 86,18

 

11:59 Uhr

Corona drückt Rolls-Royce tief in die roten Zahlen

Der britische Triebwerkshersteller Rolls-Royce ist im vergangenen Jahr in die Verlustzone gerutscht. Der Vorsteuerverlust betrage vier Milliarden Pfund - umgerechnet 4,7 Milliarden Euro, teilt der Konzern mit. Analysten hatten mit einem Minus von 3,1 Milliarden Pfund gerechnet. Der Mittelabfluss belief sich wie erwartet auf 4,2 Milliarden Pfund. Rolls-Royce prognostizierte für dieses Jahr einen Abfluss von zwei Milliarden Pfund. Der Konzern rechnet mit einer schrittweisen Erholung im von der Virus-Krise stark betroffenen Flugverkehr in diesem Jahr.

Rolls-Royce
Rolls-Royce 1,20

11:28 Uhr

Chinas Regierungschef verteidigt Wachstumsziel von mehr als sechs Prozent

Chinas Regierungschef Li Keqiang hat das von Experten als wenig ambitioniert kritisierte Wirtschaftswachstumsziel für dieses Jahr verteidigt. Das avisierte Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von über sechs Prozent sei kein niedriges Ziel, sagt er nach Abschluss der Sitzung des Parlaments - in China nationaler Volkskongress genannt. Vielmehr gehe es der Regierung darum, Erwartungen zu steuern. Das Ziel für das Wachstum solle zu der Vorgabe für 2022 passen, um größere Ausschläge zu vermeiden.

Chinas Konjunkturaussichten gelten als günstig: Die Exportwirtschaft hat sich zu Jahresbeginn im Rekordtempo von der Corona-Krise erholt. Dabei kommt den Firmen zugute, dass sie viele Güter herstellen, die in der Corona-Pandemie weltweit gefragt sind - etwa Medizinausrüstung wie Schutzmasken oder Laptops und Bildschirme für das Arbeiten zu Hause.

Ein ranghoher Regierungsberater hatte jüngst gesagt, dass das Wirtschaftswachstum 2021 wohl über sechs Prozent liegen werde. Die Regierung wolle sich aber nicht so sehr auf eine Zahl, sondern auf ein qualitativ höherwertiges Wachstum konzentrieren. Dahinter steht der von Li ausgerufene Kurs, den Binnenkonsum anzukurbeln und Innovationen zu fördern, damit sich Chinas Wirtschaft langfristig von der Abhängigkeit von ausländischen Märkten und Technologien lösen kann. Das Land strebt überdies an, 2021 in den Städten mehr als elf Millionen neue Arbeitsplätze zu schaffen. Li sagte, trotz des auf dem Jobmarkt lastenden Drucks hoffe er, dass dieses Ziel überboten werden könne.

 

11:04 Uhr

Pannenflieger 737-Max: Boeing winkt milliardenschwerer Großauftrag

Dem US-Flugzeugbauer Boeing winkt Insidern zufolge ein Großauftrag für seine 737-Max-Maschinen von Southwest Airlines. Im Gespräch sei eine Bestellung von 130 Jets plus Optionen, sagen mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Order für die 130 Jets könnte einen Listenpreis von 13 Milliarden Dollar haben. Der Airbus-Konkurrent und Southwest lehnten einen Kommentar ab. Das Boeing-Erfolgsmodell 737 Max war im März 2019 nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten in Indonesien und Äthiopien aus dem Verkehr gezogen worden. Als Unglücksursache galten Probleme mit der Steuerung. Die US-Luftfahrtbehörde hatte Mitte November nach Software-Updates und mit Auflagen etwa zum Pilotentraining den Flugbetrieb wieder zugelassen.

Boeing
Boeing 195,22

 

10:39 Uhr

Berichte zu Preisregulierung: EDF-Kurs zieht deutlich an

Die Aktien des französischen Versorgers EDF steigen knapp sechs Prozent. Am Markt kursieren Berichte, nach denen die Verhandlungen mit der EU über eine Umstrukturierung und eine Reform der Preisregulierungen noch im März abgeschlossen werden könnten. "Im Kurs war das bis heute Morgen noch gar nichts eingepreist", so ein Händler. "Alles, was da kommt, kann deshalb nach den jüngsten Schwächeanfällen den Kurs nur nach oben treiben", so der Marktteilnehmer.

EDF
EDF 11,81

09:46 Uhr

Covid-19-Medikament: Glaxosmithkline plant Zulassungsantrag

Der britische Pharmakonzern Glaxosmithkline und sein Partner Vir Biotechnology planen nach positiven Studiendaten mit einem Corona-Medikament einen Antrag auf Notfallzulassung. Ein unabhängiges Kontrollgremium sah Hinweise auf eine hochgradige Wirksamkeit der Antikörpertherapie und empfahl, die Aufnahme weiterer Patienten in die Studie zu unterbrechen, wie die beiden Unternehmen mitteilen. Eine Zwischenanalyse basierend auf Daten von 583 Patienten der entscheidenden Phase-3-Studie zeigte demnach einen Rückgang von 85 Prozent bei Krankenhauseinweisungen und Todesfällen gegenüber einem Scheinmedikament - Placebo.

Auf Basis dieser Ergebnisse wollen GSK und Vir nun bei der US-Gesundheitsbehörde FDA und auch in weiteren Ländern eine Notfallzulassung für die Antikörper-Therapie beantragen. Eine vitro-Laborstudie mit dem Mittel hat nach Angaben der beiden Unternehmen zudem gezeigt, dass der Antikörper auch gegen die ansteckenderen neuen Virus-Varianten effektiv ist. 

GlaxoSmithKline
GlaxoSmithKline 15,82

09:25 Uhr

Rückschlag in Corona-Studie: Roche-Kurs fällt

Die sogenannte REMDACTA-Studie des Schweizer Pharmakonzerns Roche mit Actemra/RoActemra plus Veklury hat ihren primären Endpunkt in der klinischen Prüfphase 3 verfehlt. Wie Roche mitteilt, wurde das Ziel, bei Patienten mit schwerer durch eine Covid-19-Infektion ausgelösten Lungenentzündung die Dauer des Krankenhausaufenthalts zu verkürzen, durch den Einsatz des monoklonalen Antikörpers Tocilizumab (Handelsname Actemra/RoActemra) und gleichzeitiger Gabe von Remdesivir (Handelsname Veklury) von Gilead Science nicht erreicht.

Roche will die Daten aus den verschiedenen Studien mit Actemra/RoActemra zur Covid-19-Behandlung weiter auswerten. Roche-Aktien verlieren in einem positiven Marktumfeld etwa 1,5 Prozent.

Roche
Roche 332,40

09:06 Uhr

"Die Party geht weiter": Dax startet mit Rekord

Die bisherigen Handelswoche kann schon sehen lassen: Der Dax legt mehr als 600 Punkte oder rund 4,5 Prozent von Montag bis Mittwoch zu - und setzt seine Rally zum Start in den Donnerstagshandel fort. Der deutsche Börsenleitindex notiert 0,2 Prozent im Plus bei 14.573 Zählern, nachdem er zur Wochenmitte bei 14.540 Stellen geschlossen und im Verlauf bei 14.561 Punkten ein neues Allzeithoch markiert hatte.

"Die Dax-Party geht weiter", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. Sie verweist auf die positiven Vorgaben von der Wall Street, dort hatte der Dow-Jones-Index zur Wochenmitte erstmals über der 32.000-Punkte-Marke geschlossen. "Viele Anleger sind trotz des Anstiegs der letzten Tage bereit, noch in den Markt einzusteigen", betont Marggraf.

08:58 Uhr

Wall Street freut sich auf milliardenschweren Börsengang 

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REUTERS

In Deutschland dürfte das Unternehmen nur wenigen bekannt sein, es ist aber fast so wertvoll wie BMW: Coupang.

Der südkoreanische Online-Versandhändler geht heute in New York an die Börse. Die Aktien sollen zwischen 32 und 34 US-Dollar kosten. Am oberen Ende der neuen Preisspanne würde die Coupang auf eine Bewertung von mehr als 58 Milliarden Dollar kommen.

Coupang mit Sitz in Seoul zählt zu den größten E-Commerce-Unternehmen des Landes. Mit zwölf Milliarden US-Dollar hat der Konzern im vergangenen Jahr seinen Umsatz nahezu verdoppelt. Trotz besserer Geschäfte schreibt Coupang aber weiterhin rote Zahlen. 2020 stand unter dem Strich ein Verlust von knapp 475 Millionen Dollar.

Der japanische Softbank-Konzern ist zu gut einem Drittel an dem Startup beteiligt.

08:42 Uhr

Kaufempfehlung gibt Henkel Auftrieb

Ein positiver Analystenkommentar lässt Henkel vorbörslich steigen. Die Aktien des Konsumgüter-Herstellers klettern im Frankfurter Frühhandel um 1,5 Prozent auf 90,74 Euro. Die Experten der Investmentbank Jefferies stuften die Titel auf "Buy" von "Hold" hoch und hoben das Kursziel auf 110 von 89 Euro an.

Henkel
Henkel 97,14

08:24 Uhr

Autoabsatz in China brummt: E-Antrieb schwer gefragt

Der Autoabsatz in China ist im Februar um 365 Prozent im Vergleich zum vom Coronavirus-Ausbruch stark betroffenen Vorjahresmonat gestiegen. Nach Zahlen des chinesischen Branchenverbandes wurden im vergangenen Monat 1,46 Millionen Fahrzeuge verkauft. Das war der elfte Anstieg in Folge.

Einen besonders deutlichen Anstieg mit einem Plus von 585 Prozent oder 110.000 Fahrzeugen verzeichneten Autos mit alternativen Antrieben, wie Elektroautos oder Fahrzeuge mit Hybridmotoren. Ein Jahr zuvor hatten die Vorschriften zur Eindämmung der Corona-Pandemie den Absatz im weltweit größten Automarkt schwer belastet.

08:19 Uhr

Euro rührt sich nicht vor EZB-Zinsentscheid

Der Euro bewegt sich vor der Veröffentlichung geldpolitischer Beschlüsse der Europäischen Zentralbank (EZB) kaum. Am Morgen wird die Gemeinschaftswährung mit 1,1922 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Die EZB hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag etwas tiefer auf 1,1892 Dollar festgesetzt.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,20

Die Anleger warten auf die geldpolitische Entscheidungen der EZB, deren Veröffentlichung am frühen Nachmittag auf dem Programm steht. Allgemein werden keine Zinsänderungen oder Änderungen an den Kaufprogrammen für Anleihen erwartet.

08:11 Uhr

Dax in den Startlöchern zu neuen Höhenflügen

In Erwartung auf Hinweise zum weiteren Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) in der Corona-Krise wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute höher starten und zur Eröffnung voraussichtlich ein Rekordhoch markieren.

Dax
Dax 15.320,52

Erst am Mittwoch hatte er dank Spekulationen auf eine kraftvolle Erholung der Wirtschaft von den Pandemie-Folgen zeitweise wieder ein Rekordhoch erzielt und letztlich 0,7 Prozent auf 14.540,25 Punkte zugelegt. Er rechne zwar nicht mit einer Aufstockung der Wertpapierkäufe durch die Notenbank, sagte Anlagestratege Francois Rimeu vom Vermögensverwalter La Francaise. EZB-Chefin Christine Lagarde könnte allerdings Maßnahmen zur Bekämpfung eines unerwünschten Anstiegs der Anleiherenditen signalisieren. Bei der Vorstellung der EZB-Wachstumsprognosen erwarte er ebenfalls keine Veränderungen. Der Inflationsausblick werde aber sicher angehoben. Zudem dürfte auch an der Börse ein Thema sein, dass die EU-Arzneimittelbehörde im Tagesverlauf grünes Licht für den Einsatz des Coronavirus-Impfstoffs von Johnson & Johnson geben könnte.

08:03 Uhr

Ölpreise steigen

Die Ölpreise sind gestiegen und haben damit an die Gewinne vom Vortag angeknüpft. Marktbeobachter erklärten den jüngsten Anstieg der Ölpreise mit der Entwicklung der Lagerbestände in den USA. Am Morgen wurde Rohöl aus der Nordsee der Sorte Brent bei 68,30 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gehandelt und damit 40 Cent höher als am Mittwoch. Der Preis für amerikanisches Erdöl der Marke West Texas Intermediate (WTI) stieg um 44 Cent auf 64,88 Dollar.

Am Markt wurde auf einen starken Rückgang der Reserven an Benzin in den USA verwiesen. Nach Angaben der US-Regierung vom Mittwoch waren die Benzinreserven in der vergangenen Woche um fast zwölf Millionen Barrel gefallen und damit viel stärker als Analysten erwartet hatten. Sinkende Benzin-Reserven können ein Hinweis auf eine stärkere Nachfrage sein.

07:47 Uhr

Gähnende Leere: Immer weniger Passagiere am Frankfurter Flughafen

Es scheint kaum möglich zu sein, aber die anhaltenden Reisebeschränkungen wegen der Covid-19-Pandemie haben das Passagieraufkommen am Frankfurter Flughafen im Februar weiter einbrechen lassen. Zum Januar hat sich der Rückgang noch einmal verschärft! Im Februar zählte der Flughafen Frankfurt 681.845 Passagiere, das war ein Minus von 84,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Fraport
Fraport 51,14

Im Januar brach das Passagieraufkommen am Rhein-Main-Drehkreuz um 80,9 Prozent ein. Für einen Lichtblick sorgte allerdings weiter das Cargo-Aufkommen. Trotz der fehlender Kapazitäten aus der Beiladefracht in Passagiermaschinen kletterte das Cargo-Aufkommen um 21,7 Prozent auf 180.725 Tonnen und erreichte nach Aussagen von Fraport einen neuen Höchstwert für den Monat Februar.

07:32 Uhr

US-Coronahilfen treiben Kupferpreis

Die endgültige Verabschiedung der billionenschweren Corona-Staatshilfen in den USA schürt Hoffnungen auf einen Nachfrageschub bei Kupfer. Das Industriemetall verteuert sich heute um 2,2 Prozent auf 9053 Dollar je Tonne. Zusätzlichen Rückenwind erhält es von einem drohenden Streik in einer wichtigen chilenischen Kupfermine.

Kupfer (LME)
Kupfer (LME) 9.436,00

07:14 Uhr

Aus der Nacht: "Hilfe ist hier" - Bidens Hilfspaket im Detail

Der Weg für das 1,9 Billionen Dollar schwere Corona-Hilfspaket von US-Präsident Joe Biden ist frei. Das Konjunkturprogramm, das zu den größten aller Zeiten zählt, nahm am Mittwoch die letzte parlamentarische Hürde im Kongress. "Hilfe ist hier", schrieb Biden auf Twitter nach der Verabschiedung seines "Amerikanischen Rettungsplans". Biden will es am Freitag unterzeichnen und damit in Kraft setzen. Und das beinhaltet das Hilfspaket:

  • 400 Milliarden Dollar sind vorgesehen für Konjunkturschecks in Höhe von 1400 Dollar pro Person. Damit würde sich die gesamte Direkthilfe aus diesem und einem im Dezember verabschiedeten Paket auf 2000 Dollar summieren. Die Schecks sollen an US-Bürger gehen, die weniger als 80.000 Dollar im Jahr verdienen, bei Paaren ist die Schwelle doppelt so hoch.
  • 350 Milliarden Dollar für die Bundesstaaten und Kommunen. Dieser Punkt gehörte bei den Debatten im Kongress zu den strittigsten: Viele Republikaner haben erklärt, die Bundesstaaten benötigten die Gelder nicht.
  • 170 Milliarden Dollar sind für Schulen und Universitäten vorgesehen.
  • 163 Milliarden Dollar sind als zusätzliche Arbeitslosenhilfe des Bundes in Höhe von 300 Dollar je Woche bis zum 06. September gedacht. Die ersten 10.200 Dollar an Hilfen sollen nicht besteuert werden.
  • 109 Milliarden Dollar fließen in die öffentliche Gesundheitsversorgung. Davon gehen 49 Milliarden in die Kontaktverfolgung und Gensequenzierung, 35 Milliarden in das Gesundheitssystem ObamaCare, elf Milliarden an die kommunalen Gesundheitsämter, acht Milliarden für Neueinstellungen im Gesundheitswesen und sechs Milliarden Doller an die Indianer-Nationen.
  • 56 Milliarden Dollar sind für Kinderhilfsprogramme vorgesehen. Zudem sollen gewisse Steuererleichterungen verlängert werden, was zu einem Ausfall von etwa 109 Milliarden Dollar in der Staatskasse führen würde.
  • 48 Milliarden Dollar sollen auf verschiedene Arten Kleinunternehmen zukommen.
  • 45 Milliarden Dollar sollen als Miethilfen eingesetzt werden. Die Regierung geht davon aus, dass zwölf Millionen US-Bürger im Verzug sind, im Schnitt um 5800 Dollar an Miete und Nebenkosten.
  • Zwölf Milliarden Dollar sind für Lebensmittel-Hilfsprogramme eingeplant.
06:18 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

Börsianer warten heute gespannt auf das Treffen der Europäischen Zentralbank (EZB). Der Zinsentscheid dürfte wie immer um 13:45 Uhr bekanntgegeben werden, die Pressekonferenz folgt um 14:30 Uhr.

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Seit fünf Jahren hat die EZB den Leitzins auf Null belassen.

(Foto: dpa)

Die europäischen Währungshüter werden aller Vorraussicht nach ihrer Besorgnis über die Entwicklung am Bondmarkt Ausdruck verleihen. "Sie wird wohl das wöchentliche Volumen ihrer Anleihekäufe erhöhen - und damit womöglich nicht erst bis zur Sitzung warten", prognostiziert Commerzbank-Analyst Michael Schubert. Führende EZB-Banker hatte zuletzt betont, sich bei Bedarf einem unerwünschten Anstieg der Anleiherenditen mit verstärkten Wertpapierkäufen entgegenzustemmen.

Neben den gestiegenen Anleiherenditen dürften sich die Währungshüter auch mit der höheren Inflation in der Eurozone befassen. Ihre Inflationsprognose dürfte höher ausfallen.

Dax
Dax 15.320,52

Insgesamt sind Analysten uneins über die weiteren Inflationsaussichten. "Solange der Anstieg mit einer Wirtschaftsbelebung verknüpft ist, dürfte er die Finanzmärkte wenig belasten", sagt Ibrahima Kobar, Chef-Anlegerin beim Vermögensverwalter Ostrum. "Sollten die Zinsen aber aus Angst vor einer Überhitzung oder vor Inflation weiter steigen, könnten die Märkte ins Straucheln geraten." Steigende Anleiherenditen bedeuten höhere Finanzierungskosten und schmälern die Gewinne der Unternehmen.

Druck in Richtung einer strafferen Geldpolitik dürfte es Analysten zufolge bei der EZB noch nicht geben - zumal der Druck für Amerikas Notenbank Fed größer ist als für die EZB.

Die Bilanzsaison neigt sich derweil ihrem Ende zu. In Deutschland öffnen am Donnerstag Unternehmen aus der zweiten Reihe die Bücher: K+S, Lanxess und Stada.

Auch relevante Konjunkturdaten stehen heute nur wenige auf dem Terminplan. Aus den USA werden um 14:30 Uhr die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gemeldet.

Und so hat die Wall Street am Vorabend geschlossen:

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