Donnerstag, 28. Mai 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Dax marschiert in Richtung 12.000

Dax
Dax 12.500,30

Mit den europäischen Börsen ist es heute weiter aufwärts gegangen. Gesucht waren sowohl defensive als auch konjunktursensible Aktien aller Branchen. Gebremst wurde der Aufschwung nur von den Autowerten, wo Sorgen um China und eine weitere Eskalation um Hongkong belasten.

Für gute Stimmung sorgten Wirtschaftsdaten von den USA bis zur Eurozone. In den USA fielen die Daten zum ersten Quartal zwar grottenschlecht aus, der Markt blickt aber nach vorne und hofft auf ein Ende der Entlassungswelle. So ist die Zahl der Arbeitslosengeldempfänger erstmals seit März gesunken. Dies wird als Signal gesehen, dass die weltgrößte Volkswirtschaft ihren Tiefpunkt durchschritten hat.

In Frankfurt setzte der Dax seine Klettertour fort und schloss 1,1 Prozent höher bei 11.781 Punkten. Der MDax gewann 1,9 Prozent auf 25.634 Zähler, der TecDax 2,0 Prozent auf 3173 Stellen. Der EuroStoxx50 vermehrte sich um 1,7 Prozent auf 3102 Punkte.

Dax-Gewinner waren heute Lufthansa mit plus 5,4 Prozent. Im Juni läuft der Flugverkehr langsam wieder an, auch die Tochter Austrian Airlines schickt ihre Maschinen wieder in die Luft. Zu den Verlierern gehörten Daimler (minus 1,4 Prozent), VW (minus 2,1 Prozent) und BMW (minus 0,7 Prozent).

17:05 Uhr

Tesla bekommt es mit deutschem Amtsschimmel zu tun

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Tesla-Gelände in Grünheide.

(Foto: dpa)

Der E-Auto-Pionier Tesla hat auf dem Gelände seiner geplanten Fabrik im brandenburgischen Grünheide Testpfähle zunächst ohne Erlaubnis in den Boden gesetzt - das hat möglicherweise ein juristisches Nachspiel. Der zuständige Landkreis Oder-Spree habe ein Verfahren zur Prüfung einer Ordnungswidrigkeit eingeleitet, sagte ein Sprecher. Die zentrale Bußgeldstelle werde das Unternehmen wie üblich zu den Vorwürfen anhören.

Tesla hatte mit Belastungstests durch das Setzen von Pfählen auf dem Gelände in Grünheide nahe Berlin begonnen. Die Probebelastung wurde aber zunächst gestoppt, weil die notwendige Zulassung der unteren Wasserbehörde fehlte. Sie liegt nach Angaben des Landkreises inzwischen vor. Der Kreis habe keine Einwände gegen diese Arbeiten erhoben, erklärte der Sprecher.

16:55 Uhr

Roboterwagen sollen Medikamente in Houston ausfahren

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Roboterwagen-Firma Nuro wird in einem Pilotprojekt in Houston/Texas Medikamente ausfahren. Das Startup kooperiert dafür mit der Drogerie- und Apothekenkette CVS, wie die Unternehmen bekanntgaben. Die gekauften Artikel sollen binnen drei Stunden kostenlos zugestellt werden.

Nuro will zunächst umgebaute Autos des Modells Toyota Prius einsetzen - und "in den kommenden Monaten" auf Fahrzeuge aus eigener Entwicklung umsteigen. Die Nuro-Lieferwagen mit dem Namen R2 bestehen fast nur aus Laderaum und haben gar nicht erst einen Platz für einen menschlichen Fahrer vorgesehen.

16:40 Uhr

Warum Discountzertifikate seltener Verlust machen als Aktien

Mit Discountzertifikaten können Anleger günstiger auf eine Aktie setzen als diese normalerweise kostet. Aber wie funktioniert das genau und wo ist der Haken? Eine aktuelle Studie zeigt nun, wie sich Discountzertifikate im Vergleich zum Direktinvestment entwickelt haben. Was dabei herausgekommen ist, darüber spricht Friedhelm Tilgen jetzt mit Matthias Hüppe von der HSBC.

16:14 Uhr

Lahmer Auftakt an der Wall Street

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die US-Anleger haben nach der jüngsten Kursrally eine Atempause eingelegt. Alle drei großen Indizes an der Wall Street traten auf der Stelle, nachdem sie zuvor drei Tage in Folge zugelegt hatten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte lag dabei bei 25.590 Punkten, der S&P-500 bei 3036 Punkten und der Index der Technologiebörse Nasdaq bei 9410 Punkten. Die wachsenden Spannungen zwischen den USA und China trübten Marktteilnehmern zufolge die Stimmung.

Die Wiederaufnahme der Produktion des Flugzeugmodells 737 Max beflügelte Boeing und seine Zulieferer. Der einstige Verkaufsschlager erhielt im März 2019 nach zwei Abstürzen von Maschinen dieses Typs ein Flugverbot. Boeing-Papiere gewannen mehr als 3 Prozent, Hauptzulieferer Spirit AeroSystems mehr als 5 Prozent. General Electric und Raytheon Technologies notierten ebenfalls höher. Aktien des Halbleiterherstellers Micron verloren 4 Prozent, obwohl der Konzern seine Umsatzerwartungen für das dritte Quartal angehoben hatte.

16:00 Uhr

Der US-Industrie brechen die Aufträge weg

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(Foto: imago/Photocase)

Die Corona-Pandemie hat der US-Industrie einen massiven Auftragseinbruch beschert. Die Bestellungen für Gebrauchsgüter wie etwa Flugzeuge oder Maschinen sackten im April um 17,2 Prozent ab. Ökonomen hatten sogar mit einem Minus von 19 Prozent gerechnet.

Die US-Wirtschaft steht wegen schwächerer Nachfrage vor einer Rezession. Mit billionenschweren Hilfspaketen will der Staat Unternehmen und Verbrauchern über die Krise hinweghelfen.

15:13 Uhr

US-Wirtschaft schrumpft noch stärker

Die US-Wirtschaft ist zu Jahresbeginn wegen der Corona-Krise stärker geschrumpft als bisher bekannt. Laut US-Handelsministerium lag die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal auf das Jahr hochgerechnet 5,0 Prozent unter dem Niveau des Vorquartals. In einer ersten Schätzung war ein Einbruch um 4,8 Prozent ermittelt worden.

In den USA werden Wachstumszahlen auf das Jahr hochgerechnet. Sie geben an, wie sich die Wirtschaft entwickeln würde, wenn das Tempo ein Jahr lang anhielte. In Europa wird auf diese Annualisierung verzichtet, weshalb Wachstumsdaten aus den beiden großen Wirtschaftsräumen nicht direkt miteinander vergleichbar sind.

14:53 Uhr

Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe sinkt

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 23. Mai abgenommen, zudem ist die Zahl der Arbeitslosengeldempfänger erstmals seit März gesunken. Im Vergleich zur Vorwoche fiel die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 323.000 auf 2,123 Millionen, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. befragte Volkswirte hatten einen Rückgang auf 2,05 Millionen vorhergesagt.

In der Woche zum 16. Mai erhielten 21,052 Millionen Amerikaner Arbeitslosenunterstützung. Das waren 3,86 Millionen weniger als in der Vorwoche - der erste Rückgang seit März.

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(Foto: picture alliance / dpa)

14:37 Uhr

Deutsche Inflation auf tiefstem Stand seit 2016

Deutlich billigere Energie hat die deutsche Inflation in der Corona-Krise auf den tiefsten Stand seit mehr als vier Jahren gedrückt. Die Teuerungsrate sank im Mai auf 0,6 von 0,9 Prozent im Vormonat. Damit fiel sie auf den niedrigsten Wert seit September 2016. Ökonomen hatten damit gerechnet.

Der weltweite Konjunktureinbruch infolge der Corona-Pandemie hat den Ölpreis in den vergangenen Wochen gedrückt. Dadurch verbilligte sich Energie binnen Jahresfrist um 8,5 Prozent, wobei vor allem Benzin und Heizöl günstiger zu haben waren. Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse verteuerten sich hingegen erneut weit überdurchschnittlich um 4,5 Prozent.

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(Foto: dpa)

Den Dax tangierten diese Daten nicht sonderlich. Der Frankfurter Leitindex legte am Nachmittag um 0,6 Prozent auf 11.723 Punkte zu. Der EuroStoxx50 gewann 0,8 Prozent auf 3075 Stellen.

14:18 Uhr

Hongkong-Sorgen bremsen Wall Street wohl aus

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(Foto: REUTERS)

Die große Politik wird den Handel an der Wall Street wohl ausbremsen. Die Sorgen vor einer weiteren Verschärfung des Konflikts zwischen den USA und China dürften die jüngste Rally zunächst beenden. Der Future auf den S&P-500 verliert aktuell 0,1 Prozent.

Daneben dürften die vor der Startglocke anstehenden US-Konjunkturdaten im Blickpunkt der Investoren stehen. Neben den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, bei denen eine weitere deutliche Zunahme erwartet wird, werden auch der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter für April sowie das US-BIP für das erste Quartal in zweiter Lesung veröffentlicht. Hier wird mit der Bestätigung eines Rückgangs um 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gerechnet.

14:03 Uhr

Internationaler Tourismus vor größtem Einbruch seit fast 70 Jahren

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Corona-Krise ist für die Tourismuswirtschaft weltweit ein heftiger Schlag ins Kontor. Die Welttourismusorganisation UNWTO erwartet ein deutlich geändertes Reiseverhalten der Urlauber.

  • "Wir werden diesen Sommer mehr Reisende sehen, die im eigenen Land bleiben - allein schon, weil die Airlines erst ab Ende Juli, Anfang August wieder ihre vollen Kapazitäten einsetzen", sagte UNWTO-Generalsekretär Surab Pololikaschwili dem "Handelsblatt".
  • Zudem suchten Reisende jetzt Ziele abseits des Massentourismus.

Die UNWTO hatte Anfang Mai prognostiziert, die Touristenzahl werde im laufenden Jahr um 60 bis 80 Prozent einbrechen. Pololikaschwili sprach vom "größten Einbruch des internationalen Tourismus seit Beginn der Aufzeichnungen in den 1950er-Jahren".

13:45 Uhr

Maschinenbauer leiden - "Personalabbau wird unumgänglich"

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Corona-Pandemie zieht auch Deutschlands Maschinenbauer in arge Mitleidenschaft. Einer Umfrage des Branchenverbandes VDMA zufolge litten 98 Prozent der Firmen unter den Folgen der Krise. Mehr als 40 Prozent hätten mit gravierenden Auftragseinbußen und Stornierungen zu tun.

  • "Die Nachfrageseite ist weiterhin sehr angespannt", sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.
  • Dies schlage sich auch beim Personal nieder: "Für immer mehr Unternehmen wird der Personalabbau von Teilen der Stammbelegschaft unumgänglich."

Doch zugleich zeichnet sich der Umfrage zufolge eine Entspannung bei den Lieferketten ab. Mehr als 80 Prozent der Firmen berichteten, dass es keine oder nur geringe Störungen gebe. Auch die Liquidität bei den Firmen sei weiterhin gut und habe sich seit Ende März nur unwesentlich verändert.

  • "Die Mehrzahl der Unternehmen konnte in den letzten Jahren Reserven bilden. Das zahlt sich jetzt aus", sagte Wiechers.
13:16 Uhr

Verbraucherzentrale: Airlines brechen Recht bei Ticketerstattung

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(Foto: imago stock&people)

Das ist ein schwerer Vorwurf: Einen "systematischen Rechtsbruch" hat die Verbraucherzentrale Hessen der Luftverkehrsbranche vorgeworfen. Die Fluggesellschaften verzögerten seit geraumer Zeit die Erstattung stornierter Tickets, berichtete der Verband. In der Zentrale häuften sich die Beschwerden von Verbrauchern, die keine Auskünfte erhielten und hingehalten würden. Viele fühlten sich als Opfer einer "Verzögerungstaktik."

  • "Wir beobachten aktuell einen systematischen Rechtsbruch quer durch die Luftverkehrsbranche", sagte Verbraucher-Anwalt Peter Lassek laut einer Mitteilung.
  • "Eine Rückzahlung bieten Airlines entweder gar nicht oder nur sehr versteckt als eine von vielen Möglichkeiten an, wie etwa Umbuchung oder Gutschein. Kunden, die auf ihren Zahlungsanspruch bestehen, brauchen einen langen Atem. Das ist besonders unverständlich, wenn Unternehmen gleichzeitig massive staatliche Unterstützung erhalten."

Die Verbraucherzentrale rät betroffenen Verbrauchern, die Rückzahlung schriftlich und mit einer zweiwöchigen Frist einzufordern.

  • "Reagiert die Airline gar nicht, haben Sie die Möglichkeit, ein gerichtliches Mahn- oder Klageverfahren zu führen, wobei man allerdings immer auch das Kosten- und Insolvenzrisiko im Blick behalten sollte.
12:51 Uhr

Coronavirus setzt deutschem Arbeitsmarkt weiter zu

Auf einem transparenten Würfel ist das Logo der "Bundesagentur für Arbeit" zu sehen. Foto: Felix Kästle/dpa/Symbolbild

(Foto: Felix Kästle/dpa/Symbolbild)

Die deutschen Arbeitsagenturen erwarten weiter steigende Arbeitslosigkeit, wenn auch weniger stark als zuletzt. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), das Arbeitsmarktbarometer, stieg im Mai gegenüber dem Allzeittief im Vormonat um 0,4 Punkte auf 93,8 Punkte. Der Einbruch setze sich fort, "wenngleich nicht mehr mit derselben Dramatik wie in den letzten zwei Monaten", erklärte das IAB.

Vor 20 Jahren hätte ein "Schock" wie die Corona-Krise "die Beschäftigung ins Bodenlose stürzen lassen", sagte IAB-Experte Enzo Weber. Das sei aktuell "trotz der immensen Verwerfungen" zwar nicht zu erwarten, doch insbesondere die eingebrochene Einstellungsbereitschaft der Unternehmen sei kritisch für Berufseinsteiger und Arbeitslose.

12:25 Uhr

Der deutschen Bauindustrie brechen die Aufträge weg

Auch die aufgrund des hohen Auftragsbestands gut durch die Corona-Krise gekommene deutsche Baubranche muss sich auf schwere Zeiten einstellen.

  • "Wir haben seit einem Monat extreme Einbrüche im Auftragseingang", sagte der Präsident des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, Peter Hübner: "Das deutet im Augenblick auf nichts Gutes hin."

Laut Hübner sind die Aufträge im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 30 bis 40 Prozent zurückgegangen. Damit kommt der Bauboom der vergangenen Jahre zu einem abrupten Ende. Der Verband geht für 2020 davon aus, dass die Umsätze bei rund 135 Milliarden Euro stagnieren werden. In den vergangenen Jahren waren die Wachstumsraten zum Teil zweistellig.

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(Foto: imago images/Eckhard Stengel)

12:06 Uhr

Lufthansa-Tochter startet Mitte Juni wieder Flugbetrieb

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(Foto: imago/Eibner Europa)

Bei der Austrian Airlines heben die Flugzeuge nach fast vierteljährlicher Unterbrechung am 15. Juni wieder ab. In der ersten Woche werden 27 Destinationen der Kurz- und Mittelstrecke angeflogen, ab der zweiten Woche kommen 10 weitere hinzu, wie die Lufthansa-Tochter mitteilte. Austrian Airlines fliegt damit etwa 5 Prozent seines Angebots aus dem Vorjahr.

Zum Einsatz kämen zunächst kleinere Maschinen vom Typ Embraer 195 und Dash 8, hieß es in der Mitteilung. Sobald ausreichend Zubringerverkehr aufgebaut ist, will Austrian auch Langstreckenflüge wieder aufnehmen - womöglich schon ab Juli.

11:48 Uhr

Eurozone-Geschäftsklima sinkt im Mai kräftig

Das Coronavirus hinterlässt tiefe Furchen. Das Geschäftsklima in der Eurozone hat sich im Mai im Vergleich zum Vormonat weiter eingetrübt. Nach Angaben der EU-Kommission in Brüssel fiel der entsprechende Index auf minus 2,43 Punkte von minus 1,99 im April. Ein hohes Ergebnis der Umfrage zeigt eine gesunde konjunkturelle Lage, während ein niedriges Niveau ein ungünstiges Geschäftsklima widerspiegelt.

Die Bewegung ist an die Industrieproduktion der Eurozone gekoppelt. Ein Indexstand des Geschäftsklimas von Null entspricht dem langfristigen Durchschnittswachstum der Industrieproduktion von 2 Prozent.

11:26 Uhr

Tiefrote Zahlen schicken SAS-Aktie in den Keller

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Ein verdreifachter Quartalsverlust brockt der nordeuropäischen Fluggesellschaft SAS einen der größten Kurseinbrüche der Firmengeschichte ein. Der Aktienkurs rauschte an der Stockholmer Börse  um gut 15 Prozent nach unten.

Das Unternehmen hatte wegen der Coronavirus-Krise ein Minus von umgerechnet 352 Millionen Euro bekanntgegeben.

11:06 Uhr

Putschversuch gegen VW-Chef Diess? - Aktie im Minus

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Herbert Diess

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei Volkswagen soll es hinter den Kulissen hoch her gehen. Nach Angaben der "Bild"-Zeitung soll es Konzernchef Herbert Diess an den Kragen gehen. Wie das Blatt schreibt, haben sich VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh und IG-Metall-Vorstand Jörg Hoffmann darauf geeinigt, dass Diess seinen Hut nehmen müsse. Am Nachmittag tagt der VW-Aufsichtsrat.

Als Gründe für eine mögliche Revolte gegen Diess werden unter anderem Probleme beim Golf angeführt. Laut "Bild" geht es aber auch um die Software-Fehler beim ersten neuen E-Auto der Wolfsburger, dem ID.3. Zudem werde Diess schlechtes Krisenmanagement wie zuletzt beim Instagram-Rassismus-Skandal vorgeworfen. Die VW-Aktie notierte 2,4 Prozent tiefer.

10:57 Uhr

Dax stößt in Richtung 12.000 auf Widerstand

Der Dax hat am Vormittag ein neues Etappenziel erreicht. Der Leitindex stieg in das Gap zwischen 11.770 und 11.845 Punkten. Es gilt als letzter Widerstand vor der psychologisch wichtigen 12.000er-Marke und der 200-Tagelinie bei 12.105 Stellen.

Die Anleger haben besonders die Gap-Oberkante bei 11.845 Punkten steht im Blick, sie wurde mit dem bisherigen Tageshoch von 11.788 noch nicht erreicht. Damit zeigt der Widerstand auch seine Wirkung. Derzeit notiert der Dax 0,5 Prozent höher bei 11.724 Zählern.

10:43 Uhr

Mit Mundschutz an Bord - Flixbus wieder auf den Straßen

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(Foto: dpa)

Erstmals seit März sind auf innerdeutschen Verbindungen wieder Fahrgäste mit Flixbus unterwegs. Der deutsche Fernbus-Marktführer nahm heute den Betrieb wieder auf. Zunächst werden knapp 50 Haltepunkte angesteuert - vor der Coronakrise waren es zehnmal so viele.

Für Fahrgäste gilt: Abstand halten an der Haltestelle und beim Einsteigen, Zutritt nur durch die hintere Tür und Mundschutz tragen während der ganzen Fahrt. Bei entsprechender Nachfrage werden die Busse voll besetzt. Flixbus appellierte an die Kunden, nur zu reisen, wenn sie beschwerdefrei sind.

10:25 Uhr

Kraftstoffpumpe "spinnt": Honda ruft Fahrzeuge zurück

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Honda CR-V Hybrid

(Foto: Honda)

Ein großes Problem hat Honda: Der japanische Autokonzern muss 1,37 Millionen Fahrzeuge zurück in die Werkstätten rufen. Grund sind Probleme mit der Kraftstoffpumpe. Wegen der Fehlfunktion könnte sich der Motor ausschalten, teilte Honda mit.

Der Großteil der betroffenen Fahrzeuge entfalle mit 770.000 auf China, 360.000 weitere Autos seien in anderen Ländern Asiens auf den Straßen. Zu den Fahrzeugen gehörten der Accord und die CR-V-Modelle.

10:09 Uhr

Nissan schließt Werk in Barcelona

Nissan schreitet krisenbedingt zur Tat: Der japanische Autobauer macht sein Werk in Barcelona dicht. Nach Angaben der spanischen Regierung werden davon rund 3000 Arbeitsplätze betroffen sein.

So ganz kampflos will man in Madrid wohl die Schließung nicht hinnehmen. So wurde an Nissan appelliert, auch andere Optionen in Erwägung zu ziehen. So seien Investitionen günstiger als eine Schließung. Die Werksschließung werde Nissan rund 1 Milliarde Euro kosten.

09:48 Uhr

Innogy-Auftrag lässt Nordex-Kurs hochschießen

Bei den Einzelwerten hat sich in der ersten Handelsstunde die Nordex-Aktie sehr stark präsentiert. Das im TecDax notierte Papier legte um 7,5 Prozent zu. Der Windkraftanlagenbauer erhielt vom Versorger Innogy einen Auftrag zur Lieferung von Anlagen mit einer Leistung von 27 Megawatt.

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Nordex 8,89

09:30 Uhr

Massiver Kahlschlag bei Easyjet

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(Foto: REUTERS)

Keine gute Nachrichten kommen von Easyjet: Beim britischen Billigflieger steht ein massiver Stellenabbau ins Haus. Wie die Airline mitteilte, will sie ihre Belegschaft um 30 Prozent verringern, um sich für eine längere nachfrageschwache Phase zu wappnen. Man wolle sicherstellen, dass sie aus der Corona-Krise mit einem noch wettbewerbsfähigeren Geschäft hervorgehe, und somit für eine erfolgreiche Zukunft gerüstet sei, sagte Konzernchef Johan Lundgren.

Die Airline, die den Flugbetrieb ab Mitte Juni langsam wieder aufnehmen will, rechnet damit, im Quartal per Ende September lediglich mit rund 30 Prozent der Kapazität unterwegs zu sein.

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09:11 Uhr

Dax setzt Klettertour fort

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Dax 12.500,30

Der deutsche Aktienmarkt befindet sich weiter auf dem aufsteigenden Ast und ist mit Gewinnen in den Handel gestartet. Der Dax stieg um 0,7 Prozent auf 11.731 Punkte. Der MDax und TecDax gewannen je 0,8 Prozent auf 25.350 beziehungsweise 3135 Zähler. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,5 Prozent auf 3067 Stellen nach oben.

Lufthansa setzten sich mit einem Aufschlag von 3,6 Prozent an die Dax-Spitze. Am Dax-Ende lagen SAP mit minus 0,5 Prozent.

09:02 Uhr

Gericht: Post-Portoerhöhung 2016 bis 2018 war rechtswidrig

Die Erhöhung des Portos für den Standardbrief der Deutschen Post für den Zeitraum von 2016 bis 2018 war nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig rechtswidrig. Der Dax-Konzern hatte damals das von 62 auf 70 Cent erhöht, die Bundesnetzagentur hatte dies als Regulierer für den Briefmarkt genehmigt.

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(Foto: imago images / photothek)

Die im Jahr 2015 vom Bund erlassenen Bestimmungen der Postentgeltregulierungsverordnung, die die Grundlage für die Erhöhung bilden, seien aber unwirksam, entschied das Gericht.

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08:53 Uhr

Hongkong-Krise: "Nichts wird so heiß gegessen wie gekocht"

Die Hongkong-Problematik beschäftigt die Märkte natürlich auch. Allerdings nehmen die Börsianer den chinesisch-amerikanischen Streit relativ gelassen.

  • "Nichts wird so heiß gegessen wie gekocht", sagt ein Marktteilnehmer in Frankfurt: "China und die USA brauchen einander."
  • Zudem sei der Markt an Handelsstreit nun schon seit mehr als zwei Jahren gewöhnt.

Da die Krise wegen der wirtschaftlichen Nöte sowohl in den USA als auch in China voraussichtlich nicht völlig eskaliere, blieben auch deutsche Exporteure mit der erwarteten Erholung in Asien aussichtsreich.

08:34 Uhr

Sorge vor hohem Angebot drückt die Ölpreise

Brent Rohöl
Brent Rohöl 42,29

Die Ölpreise haben heute zunächst den Rückzug angetreten. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 34,13 US-Dollar. Das waren 61 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um 95 Cent auf 31,86 Dollar.

Belastet wurden die Ölpreise Händlern zufolge durch neue Sorgen vor einem Überangebot des sogenannten schwarzen Goldes. So wird am Markt spekuliert, dass heute Nachmittag zum ersten Mal seit drei Wochen wieder ein Anstieg der Rohöllagerbestände gemeldet werden könnte. Es wird sogar der größte wöchentliche Anstieg in diesem Jahr für möglich gehalten. Als Belastung kommen die politischen Spannungen zwischen den USA und China hinzu.

08:03 Uhr

Börsianer erwarten weiteres Dax-Plus

Dax
Dax 12.499,54

Nach drei Tagen mit Kursgewinnen wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge mit erneuten Aufschlägen starten. Am Mittwoch hatte er dank anhaltender Spekulationen auf eine rasche Konjunkturerholung 1,3 Prozent auf 11.657,69 Punkte zugelegt. Eine Bestätigung für ihren Optimismus erhoffen sich Börsianer von den anstehenden europäischen Barometern für die Stimmung in den Chef-Etagen und bei den Verbrauchern. In beiden Fällen prognostizieren Experten eine Aufhellung.

In den USA stehen die Auftragseingänge für langlebige Güter auf dem Terminplan. Hier sagen Analysten für April einen Rückgang um 19 Prozent voraus, nach einem revidierten Minus von 15,3 Prozent im Vormonat. Daneben verlieren Investoren den Streit um ein Sicherheitsgesetz für Hongkong nicht aus dem Blick. Sollten die Spannungen zwischen den USA und China deswegen eskalieren, könne die Stimmung an der Börse schnell kippen, warnen Analysten.

07:43 Uhr

USA könnten Zollstatus von Hongkong aufheben

Im Streit über Chinas Vorgehen in Hongkong erwägen die USA nach Aussage von Insidern, den bevorzugten Zollstatus der ehemaligen britischen Kronkolonie auszusetzen. In diesem Fall würden für Exporte aus Hongkong in die USA die gleichen Aufschläge fällig wie für die Ausfuhren aus Festland-China, die US-Präsident Donald Trump mit harten Strafzöllen belegt hat.

07:15 Uhr

Ölkonzern Chevron kündigt Jobabbau an

Der zweitgrößte US-Ölmulti Chevron will angesichts des schwierigen Marktumfelds zahlreiche Arbeitsplätze streichen. Im Rahmen einer strukturellen Neuaufstellung würden ungefähr 10 bis 15 Prozent der Stellen im Konzern wegfallen, teilt Chevron mit. Zuletzt beschäftigte das Unternehmen nach eigenen Angaben knapp 45.000 Mitarbeiter, rund die Hälfte davon in den USA. 

Chevron leidet wie der größere US-Rivale ExxonMobil schon länger unter dem Ölpreisverfall, der Nachfrageeinbruch aufgrund der Corona-Krise und der damit einhergehenden Rezessionsrisiken erschwerten die Lage zuletzt weiter. Im ersten Quartal musste Chevron deutliche Abstriche machen, der Konzern strich seine Investitionen nach einem kräftigen Umsatzrückgang abermals zusammen.

06:50 Uhr

Hongkong-Streit lässt asiatische Börsen kalt

Die asiatischen Börsen sind trotz des Streits zwischen den USA und China in Bezug auf Hongkong gestiegen. Der wachsende Optimismus über die wirtschaftliche Erholung von der Coronavirus-Pandemie ließ die Anleger hoffen.

Nikkei
Nikkei 22.145,96

Die Börse in Tokio hat sich zunächst stärker gezeigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 2 Prozent höher bei 21.849 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,1 Prozent und lag bei 1566 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,4 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,4 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,3 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 107,83 Yen und stagnierte bei 7,1674 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9681 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1012 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0666 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,2259 Dollar.