Freitag, 20. November 2020Der Börsen-Tag

heute mit Wolfram Neidhard
17:39 Uhr

Dax geht mit Mini-Plus ins Wochenende

An den Börsen hält sich die Hoffnung auf einen Corona-Impfstoff und das Bangen vor den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie momentan die Waage. Dank eines festeren Energiesektors schloss der Dax mit einem kleinen Plus von 0,3 Prozent bei 13.128 Punkten.

Dax
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An der Wall Street notierte der Dow zum dem Zeitpunkt 0,2 Prozent tiefer. "Von Euphorie kann im Augenblick wahrhaftig nicht die Rede sein", sagte Christian Henke, Marktanalyst beim Brokerhaus IG. Die Pandemie sei das zentrale Thema auf den Börsenparketts, die Zahl der Neuinfektionen steige weiter an. "Bis zu einer Impfung mit einem entsprechenden Medikament kann es noch eine Weile dauern. Die Angst vor den wirtschaftlichen Auswirkungen ist wieder groß."

Auf Wochensicht schaffte der deutsche Leitindex damit ein mageres Plus von 0,6 Prozent. In den beiden vorangegangenen Wochen hatte er noch knapp fünf und acht Prozent zugelegt, als die Meldungen über die ersten wirksamen Impfstoffe gegen das Virus eingegangen waren.

 

17:23 Uhr

Black Friday wird in Frankreich wegen Corona verschoben

In Frankreich verspätet sich der "Schnäppchentag" Black Friday in diesem Jahr: Der US-Onlineriese Amazon zeigte sich auf Druck der Regierung bereit, seine Rabattaktion vom 27. November auf den 4. Dezember zu verschieben. Auch andere Händler willigten ein, wie das Wirtschaftsministerium in Paris mitteilt. Hinter dem kuriosen Deal verbirgt sich ein Streit mit kleinen Läden um die Lockerung des Corona-Lockdowns.

Amazon
Amazon 3.098,39

Die große Furcht der französischen Einzelhändler: Der US-Riese Amazon würde am Black Friday am 27. November den großen Reibach machen, während kleine Buchläden, Spielwaren- oder Elektronikgeschäfte leer ausgingen. Unter dem seit drei Wochen geltenden Lockdown in Frankreich sind die meisten Geschäfte vorerst bis zum 1. Dezember geschlossen. Viele Bürger shoppen deshalb im Internet.

17:11 Uhr

Türkische Lira unter Druck

Die türkische Lira kommt zu Dollar und Euro stark unter Druck. Die Gewinne vom Vortag werden vollständig wettgemacht. Am Donnerstag hatte die Lira noch von einer drastischen Erhöhung des Leitzinses durch die Notenbank profitiert. Die Hoffnung, dass die Notenbank jetzt unabhängiger agieren könnte, hat Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan gedämpft.

Türkische Lira / Euro
Türkische Lira / Euro ,11

Die Notenbank müsse die Zinsen wieder senken, sobald die Inflation zurückgehe, sagte er. Zudem zweifelte er entgegen der Lehrbuchmeinung erneut an, dass höhere Zinsen zu einer niedrigeren Inflation führen. Die türkische Wirtschaft leidet unter einem Kursverfall der heimischen Währung, einer hohen Inflation und starken Kapitalabflüssen.

16:59 Uhr

"Börse will 2020 abhaken - Was bringt das Börsenjahr 2021?"

Die Corona-Krise hat einmal mehr gezeigt, wie unberechenbar es auf dem Parkett zugehen kann. Vorhersagen sind kaum möglich. Trotzdem lässt das aktuelle Geschehen darauf schließen, wohin die Reise gehen könnte. Welchen Nutzen Anleger daraus ziehen können, darüber hat Friedhelm Tilgen mit Dirk Grunert von Morgan Stanley gesprochen:

 

 

16:43 Uhr

Maue Wall Street: Überflieger sind Pfizer und Biontech

Die Furcht vor nachlassenden Konjunkturimpulsen und wirtschaftlichen Schäden durch die grassierende Corona-Pandemie hat die US-Börsen belastet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verliert kurz nach Handelsauftakt 0,3 Prozent auf 29.383 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq geben je 0,2 Prozent auf 3573 und 11.882 Punkte nach.

Pfizer
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US-Finanzminister Steven Mnuchin kündigte überraschend an, dass die im Frühjahr geschaffenen milliardenschweren Corona-Hilfen am 31. Dezember auslaufen. Experten sprachen von einer Lücke, die sich nun bis zum Amtsantritt des designierten demokratischen Präsidenten Joe Biden am 20. Januar auftun werde. "Die Märkte werden für etwa drei Wochen im Januar ohne den Rückhalt agieren, den sie seit dem Frühling hatten", sagte Michael Feroli von JPMorgan.

Biontech
Biontech 85,70

Bei den Einzelwerten geht es für Pfizer und Biontech erneut um 1,5 und 4,4 Prozent aufwärts. Der Pharmakonzern und das Biotech-Unternehmen reichten bei der US-Gesundheitsbehörde FDA ihren erwarteten Antrag auf eine Notfallgenehmigung für ihren Corona-Impfstoff ein. Dagegen werfen Aktionäre die Papiere von Gilead aus den Depots.

 

 

 

 

 

 

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16:30 Uhr

Pandemie verdirbt Konsumenten die Kauflaune

Die Stimmung der Konsumenten im Euro-Raum hat sich mitten in der verschärften Corona-Krise weiter eingetrübt. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen sank im November um 2,1 Punkte auf minus 17,6 Zähler, wie aus Daten der EU-Kommission hervorgeht.

Ökonomen hatten weitgehend mit so einem Rückgang gerechnet. Das Barometer lag damit unter seinem langjährigen Durchschnitt von minus 11,2 Punkten. Die Wirtschaft in der Währungsunion war zwar im dritten Quartal im Rekordtempo gewachsen. Aber nach den steigenden Corona-Infektionszahlen und den Lockdowns in vielen Ländern haben sich die Konjunkturaussichten für die Euro-Zone bereits wieder verschlechtert.

 

16:08 Uhr

Ford: Produktion in Europa wird deutlich schrumpfen

Ford rechnet für die kommenden Jahre mit einer deutlich niedrigeren Produktion in seinen europäischen Werken. Die großen Werke von Ford seien "traditionell auf 400.000 oder 500.000 Einheiten ausgelegt" gewesen, sagte Deutschland-Chef Gunnar Herrmann im Podcast "Chefgespräch" der "Wirtschaftswoche".

Ford
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Diese Kapazitäten werde Ford, vor allem auch wegen der Umstellung auf Elektroautos, künftig nicht mehr erreichen. Es werde in Zukunft um eine jährliche Produktion von 250.000 oder 300.000 Fahrzeugen pro Werk gehen. Zudem werde durch die Umstellung auf E-Autos die Wertschöpfungstiefe sinken, sagte Herrmann weiter. Werksschließungen seien aber nicht geplant. Auch erwartet Herrmann keine weiteren Stellenstreichungen: Mit dem Personalabbau "sind wir durch".

15:32 Uhr

H&M will Hunderte Jobs in Deutschland abbauen

Bei der Modekette H&M stehen in Deutschland Hunderte von Stellen auf der Kippe. H&M Deutschland befinde sich "derzeit im Dialog mit den zuständigen Mitbestimmungsgremien über den Abbau von rund 800 Arbeitsplätzen", teilt das Unternehmen mit. Auch weitere Schließungen von Filialen seien nicht ausgeschlossen.

H&M
H&M 17,81

Die Einzelhandelsbranche befinde sich aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung und des veränderten Verhaltens der Verbraucher in einem tiefgreifenden Wandel, hieß es zur Begründung. Die Corona-Pandemie habe dies noch weiter beschleunigt. H&M habe "die notwendigen schrittweisen Maßnahmen zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit ergriffen". Das Unternehmen hoffe auf eine rasche Einigung mit dem Betriebsräten. H&M beschäftigt in der Bundesrepublik nach eigenen Angaben rund 16.000 Menschen.

14:36 Uhr

Immobranche warnt vor schärferem Mietendeckel

Deutsche Wohnen
Deutsche Wohnen 40,29

Die Immobilienwirtschaft hat vor der anstehenden Verschärfung des Berliner Mietendeckels am kommenden Montag gewarnt. Die Maßnahme verknappe den Wohnungsmarkt in der Hauptstadt und helfe vor allem Besserverdienenden, hieß es bei einer Online Pressekonferenz des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA). Die ZIA-Sprecherin für die Region Ost, Stefanie Frensch, verwies dazu auf eine Auswertung des Immobilienportals Immobilienscout24. Demnach hat sich das Angebot an Mietwohnungen in Berlin seit November 2019 um 41 Prozent reduziert, während die Preise um 6 Prozent anstiegen.

13:50 Uhr

Welthandel erholt sich von Corona-Einbruch

Der globale Warenhandel hat sich nach Angaben der WTO zuletzt deutlich von dem coronabedingten Einbruch im Frühjahr erholt. Im Sommer seien viele wirtschaftliche Beschränkungen gelockert worden, was den Handel gestützt habe, teilte die Welthandelsorganisation (WTO) in Genf mit. Es sei aber unklar, ob sich die Erholung angesichts der wieder steigenden Zahl von Neuinfektionen fortsetze.

Das Barometer für den Weltwarenhandel stieg von 84,5 Punkten im August auf 100,7 Punkte im November. Bei einem Wert von über 100 Punkten signalisiert der Indikator ein Wachstum des Welthandels, das über dem Trend liegt. Im Sommer hat das Wachstum laut WTO deutlich angezogen. Dies dürfte sich so nicht fortsetzen, auch weil Nachholeffekte ausgelaufen seien. Die WTO erwartet für 2020 weiterhin einen Rückgang des Welthandels um 9,2 Prozent.

13:23 Uhr

China lässt Boeing 737 Max nicht fliegen

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(Foto: picture alliance/dpa)

China hält trotz der Aufhebung in den USA am Flugverbot für die Boeing 737 Max fest. Es gebe "keinen Zeitplan" für eine Wiederaufnahme der Flüge, teilte die Aufsichtsbehörde CAAC in Peking laut dem Fernsehsender CCTV mit. Das Flugverbot für die Maschine gilt seit März 2019, und zwar weltweit. Es war nach Abstürzen von zwei Maschinen dieses Typs in Indonesien und Äthiopien mit insgesamt 346 Todesopfern verhängt worden.

Die US-Luftfahrtaufsicht FAA hatte am Mittwoch ihr Verbot aufgehoben, allerdings zur Auflage gemacht, dass vor dem Start der Maschinen jede Fluggesellschaft ihr Trainingsprogramm für Piloten der 737 Max überarbeiten muss. Ermittler gehen davon aus, dass die Abstürze durch ein Problem in einem Stabilisierungssystem verursacht wurden, das bei einem drohenden Strömungsabriss die Flugzeugnase nach unten drückt.

12:52 Uhr

Biontech und Pfizer beantragen US-Zulassung für Corona-Impfstoff

Die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer haben bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff beantragt. Das teilten Biontech und Pfizer in einer gemeinsamen Mitteilung mit. Schon zuvor hatten die Unternehmen bekannt gegeben, dass die Impfung einen 95-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19 biete.

12:18 Uhr

Freenet tilgt Schulden nach Aktienverkauf

Freenet
Freenet 17,08

Nach dem Verkauf der Anteile am Schweizer Telekomanbieter Sunrise zahlt der Mobilfunkkonzern Freenet ein Bankdarlehen über 610 Millionen Euro zurück. Der Verschuldungsgrad sinke damit auf 1,7 nach 4,8 zum Jahresende 2019, teilte das Unternehmen mit.

Durch den Verkauf des Sunrise-Aktienpakets an den US-Kabelkonzern Liberty flossen Freenet 1,1 Milliarden Euro in bar zu. Weitere 200 Millionen Euro an Schulden sollten spätestens im März 2021 getilgt werden.

11:48 Uhr

Spekulation "über eine Art Mini-Deal" zum Brexit

Bis Jahresende befindet sich Großbritannien in einer Brexit-Übergangsphase, in der weitgehend die alten Regeln gelten. Ein Abkommen für die Zeit danach könnte an Dorsch, Hering und Makrele scheitern. Über die Verhandlungen und mögliche Lösungen berichtet ntv-Reporterin Katharina Delling.

11:29 Uhr

Prinzip Hoffnung schiebt Dax an - Bitcoin weiter gefragt

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(Foto: dpa)

Zum Wochenschluss macht sich bei Europas Anlegern trotz steigender Corona-Infektionen das Prinzip Hoffnung breit. Allerdings bremste die Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen der derzeitigen zweiten Welle der Pandemie die Gewinne an den Aktienmärkten. Dax und EuroStoxx50 lagen kurz vor Mittag jeweils 0,4 Prozent im Plus bei 13.135 beziehungsweise 3466 Punkten.

Aufwärts ging es auch bei Bitcoin: Die älteste und wichtigste Cyberdevise der Welt verteuerte sich um bis zu 2,7 Prozent auf 18.421,99 US-Dollar. Das Rekordhoch könne bald fallen, sagte Timo Emden von Emden Research. "Spätestens dann rechne ich verstärkt mit Gewinnmitnahmen."

11:05 Uhr

Deutsche Bank überdenkt Arbeitsorganisation

Deutsche Bank
Deutsche Bank 9,43

Die Deutsche Bank setzt für die Zeit nach der Corona-Pandemie auf eine Mischung aus Homeoffice und Arbeit im Büro.

  • "Wir werden anders aufgestellt sein und es wird eine Art Hybrid-Modell geben", sagte Vorstandschef Christian Sewing bei einer virtuellen Bankenkonferenz.

Die Arbeit von zu Hause aus habe sich während der Krise bewährt. Teilweise hätten 85 Prozent der weltweit rund 87.000 Deutsche-Bank-Mitarbeiter im Homeoffice gearbeitet und dies habe gut funktioniert.

Es sei aber zu kurz gedacht, nur um Mietkosten für Büroräume zu sparen, Mitarbeiter im Homeoffice zu lassen.

  • "Neue Ideen und Innovationen entstehen nur, wenn Menschen zusammen arbeiten", machte Sewing deutlich.
  • "Ich bin sicher, dass unsere Türme im kommenden Jahr wieder belegt sein werden."
10:27 Uhr

Flughäfen kommen nicht aus Corona-Krise

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(Foto: picture alliance/dpa)

Selbst die Herbstferien haben die deutschen Flughäfen nicht aus der Corona-Flaute geholt. Wie erwartet blieben auch im Oktober die Passagierzahlen weit hinter den Vorgaben aus dem Vorjahr zurück. 3,94 Millionen Fluggäste wurden abgefertigt und damit 83,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der Flughafenverband ADV in Berlin berichtete.

Lichtblick bleibt die Fracht, deren Menge im Oktober 0,6 Prozent über dem Vorjahresmonat lag. Auf die ersten zehn Monate des Jahres gesehen haben die Flughäfen mit 59,2 Millionen Passagieren 72,3 Prozent im Vergleich zu 2019 verloren. Weitreichende Reisebeschränkungen und Beherbergungsverbote hielten die Menschen weiterhin von Flugreisen ab, erklärte der Verband.  Die Luft- und Reisebranche befinde sich faktisch in einem zweiten Corona-Lockdown nach dem Frühjahr.

Laut ADV müssen mehrere Flughäfen den Winter über ums wirtschaftliche Überleben kämpfen. Eine vor zwei Wochen beim Luftverkehrsgipfel anvisierte gemeinsame Finanzspritze des Bundes und der Länder steht noch aus.

09:57 Uhr

Druck auf Dax nimmt durch steigende Infektionszahlen zu

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(Foto: dpa)

Noch zeigt sich der Dax stabil. Der Leitindex habe sich Tag für Tag in dieser Handelswoche ein Stück mehr über der Unterstützung von 13.050 Punkten stabilisiert, so CMC. Gleichzeitig habe aber der Druck durch immer weiter steigende Infektionszahlen trotz des Teil-Lockdowns in Deutschland täglich zugenommen. Ob die technische Unterstützung dieser enormen Belastungsprobe auch zum Wochenausklang und in den kommenden Tagen noch standhalte, müsse sich zeigen.

  • "Fällt der Markt darunter, dürfte die Volatilität wieder zunehmen. Ansonsten bleibt die Chance auf einen Test der letztwöchigen Hochs bestehen", heißt es.

Der Dax gewinnt aktuell 0,2 Prozent auf 13.116 Punkte.

09:37 Uhr

Landkreis Dahme-Spreewald mit größtem Wachstum

Das Berliner und das Münchner Umland sowie die Universitätsstädte Potsdam, Leipzig, Rostock, Darmstadt und Regensburg haben nach der Corona-Krise in Deutschland die besten Wachstumsaussichten. Das geht aus einer Langfristprognose des Forschungsinstituts Prognos hervor, aus der das "Handelsblatt" zitiert.

Die Studie prognostiziert das Wirtschaftswachstum sowie die Beschäftigtenentwicklung in den 401 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten. Spitzenreiter ist der brandenburgische Landkreis Dahme-Spreewald. Unter anderem der neue Flughafen BER sorgt dort bis 2030 für einen prognostizierten Zuwachs von 28,3 Prozent. Schlusslicht ist die thüringische Stadt Suhl, dort wird die Wirtschaftsleistung im selben Zeitraum voraussichtlich um 4,5 Prozent sinken.

Prognos-Chef Christian Böllhoff rechnet damit, dass Deutschland erst 2023 wieder die Wirtschaftsleistung des Vor-Corona-Jahres 2019 erreicht.

09:19 Uhr

Dax startet mit Mini-Minus

Der deutsche Aktienmarkt hat angesichts wieder steigender Corona-Infektionszahlen keine großen Sprünge gemacht. Der Dax verlor im frühen Handel 0,1 Prozent auf 13 079 Punkte. Damit deutet sich für den Leitindex eine ausgeglichene Wochenbilanz an. Der MDax stieg um 0,1 Prozent auf 28 786 Zähler. Der EuroStoxx50 stagnierte auf Vortagesschlussniveau.

Die Anleger können sich seit Tagen nicht klar entscheiden zwischen der Sorge vor den Auswirkungen hoher Infektionszahlen und der Hoffnung, dass schon bald mehrere Impfstoffe gegen das Virus zur Verfügung stehen werden. Etwas stützend wirkt, dass es die US-Börsen am Vorabend in New York spät in den grünen Bereich schafften.

Dax
Dax 13.237,25

08:58 Uhr

In Japan geht das Deflationsgespenst um

In Japan wächst die Furcht vor einer Rückkehr der Deflation. Die Verbraucherpreise ohne die stark schwankenden Lebensmittel- und Energiepreise fielen im Oktober um 0,7 Prozent zum Vorjahresmonat und damit so stark wie seit über zehn Jahren nicht mehr, wie aus Regierungsdaten hervorging. Einen solch starken Rückgang gab es zuletzt März 2011.

Als Deflation wird ein Preisverfall auf breiter Front bezeichnet, der eine Abwärtsspirale aus sinkenden Umsätzen, Löhnen und Investitionen auslösen kann - mit verheerenden Folgen für die Wirtschaft. Die japanische Zentralbank strebt eigentlich eine Inflationsrate von etwa zwei Prozent an.

08:46 Uhr

Wachsende Corona-Sorgen in Japan - Nikkei fällt

Nikkei
Nikkei 26.165,59

Eine dritte Welle in der Corona-Pandemie in Japan verdirbt den Anlegern in Fernost den Wochenschluss. Der Nikkei ging 0,4 Prozent schwächer bei 25.527 Punkten aus dem Handel. Der Anstieg der Neuinfektionen schürte Sorgen, dass die Regierung in Tokio wieder verschärfte Schutzmaßnahmen verhängen könnte.

Außerhalb Japans sah es dagegen besser aus. In China, Hongkong oder Südkorea lagen die Börsen leicht im Plus. Für Gesprächsstoff sorgte ein Streit zwischen der US-Notenbank Fed und dem Finanzministerium in Washington über weitere Coronahilfen: Finanzminister Steven Mnuchin lässt entgegen den Empfehlungen der Notenbank einige Programme auslaufen. Von der Fed kam umgehend Protest. Auch die US-Handelskammer kritisierte den Schritt.

08:24 Uhr

Ölpreisen geht die Puste aus

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 46,41

Die Ölpreise geben im frühen Handel leicht nach. Starke Impulse gibt es bislang nicht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 44,13 US-Dollar. Das waren sieben Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 14 Cent auf 41,76 Dollar.

Im Trend sind die Ölpreise in den vergangenen Tagen und Wochen gestiegen. Wichtigster Grund sind Hoffnungen auf einen oder mehrere wirksame Corona-Impfstoffe. Dadurch wird perspektivisch eine Stärkung der schwächelnden Rohölnachfrage erwartet. Auch Ölprodukte wie Benzin oder Diesel dürften davon profitieren. Dennoch gilt es als wahrscheinlich, dass die großen Rohölanbieter ihre Förderung langsamer normalisieren werden als bisher geplant. So wird damit gerechnet, dass der Ölverbund Opec+ seine für Anfang 2021 geplante Produktionsausweitung wegen der angespannten Corona-Lage um drei bis sechs Monate verschiebt.

08:06 Uhr

Lockerung der Geldpolitik erwartet - Euro macht Boden gut

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,19

Der Euro hat am Morgen zugelegt und ist in Richtung 1,19 US-Dollar gestiegen. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,1891 Dollar und damit etwas mehr als im asiatischen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,1832 Dollar festgesetzt.

Heute stehen nur wenige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an, die an den Finanzmärkten für Kursbewegung sorgen könnten. Allerdings äußern sich einige hochrangige Notenbanker, darunter die Führungsriege der EZB. Die Präsidentin der EZB, Christine Lagarde, hatte bereits am Donnerstag klargestellt, dass angesichts der angespannten Corona-Lage eine weitere Lockerung der Geldpolitik zu erwarten ist.

07:42 Uhr

Virus bewegt Dax-Anleger mehr als Verfall an Terminmärkten

Dax
Dax 13.237,25

Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge kaum verändert starten. Am Donnerstag hatte er wegen der wieder wachsenden Sorgen vor den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie ein knappes Prozent auf 13.086,16 Punkte verloren. Die Corona-Krise lässt Investoren auch zum Verfall an den Terminmärkten nicht los.

Heute laufen Optionen auf Indizes und einzelne Aktien aus. Zu diesem Termin schwanken die Aktienkurse üblicherweise stark, weil Investoren die Preise der Wertpapiere, auf die sie Derivate halten, in eine für sie günstige Richtung bewegen wollen. Zu den wenigen Konjunkturdaten, die auf dem Terminplan stehen, gehört das Barometer für die Stimmung der europäischen Verbraucher. Experten erwarten für November einen Rückgang auf minus 17,7 Punkte von minus 15,5 Zählern.

07:07 Uhr

iPhones gedrosselt? Apple schließt Millionen-Vergleich

Apple
Apple 113,85

Apple hat im Streit um mutmaßlich gedrosselte iPhones in den USA einen Vergleich mit mehr als 30 Bundesstaaten erzielt. Im Zuge dessen zahlt der Konzern weitere 113 Millionen US-Dollar, wie Anwälte der betroffenen Staaten mitteilten. Seit Ende 2017 wurden Apple immer mehr Vorwürfe vorgetragen, wonach die Leistung bei iPhones mit älteren Batterien gedrosselt sei. Der Konzern hatte daraufhin eine neue Software auf die Geräte aufgespielt. "Große-Tech-Unternehmen müssen aufhören, die Verbraucher zu manipulieren und ihnen die ganze Wahrheit über ihre Praktiken und Produkte sagen", sagte der Generalstaatsanwalt von Arizona, Mark Brnovich, in einer Erklärung.

In Gerichtsunterlagen bestritt das Unternehmen Fehlverhalten und erklärte, dass die Vereinbarung kein Zugeständnis darstelle, gegen Gesetze oder Vorschriften verstoßen zu haben. Apple hat sich bereits Anfang dieses Jahres bereit erklärt, bis zu 500 Millionen Dollar für die Beilegung einer Sammelklage zu zahlen, bei der es ebenfalls um die mutmaßliche Drosselung von iPhones mit älteren Batterien ging.

06:33 Uhr

Corona-Angst hat Asiens Börsen im Griff

Nikkei
Nikkei 26.165,59

Die Börse in Tokio zeigt sich zum Wochenausklang zunächst schwächer. Ein Anstieg der Coronavirus-Infektionen in Japan schürt die Sorge vor neuen Maßnahmen der Regierung, die auch die Wirtschaft beeinträchtigen könnten. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,7 Prozent tiefer bei 25.467 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,3 Prozent und lag bei 1722 Punkten. Die Börse in Shanghai lag dagegen 0,1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,5 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 103,80 Yen und stagnierte bei 6,5763 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9096 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1875 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0808 Franken. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,3264 Dollar.

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