Freitag, 24. Januar 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Dax ist wieder in der Spur - Allzeithoch in Sicht

Dax Bulle2.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Der ungebremste Rekordlauf der US-Börsen hat auch Europas Aktienanleger wieder in Kauflaune versetzt. Zwar blieb das Coronavirus in China Hauptgesprächsthema auf dem Parkett. Investoren schöpften angesichts des verschärften Kampfes gegen dessen Ausbreitung aber wieder Mut. In Frankfurt legte der Dax kräftig zu und schloss 1,4 Prozent höher bei 13.577 Punkten. Sein Tageshoch lag bei 13.605 Zählern, das Allzeithoch seit Mittwoch bei 13.640 Stellen. Der MDax stieg um 1,1 Prozent auf 28.802 Stellen. Der TecDax kletterte um 1,8 Prozent auf 3226 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 1,1 Prozent auf 3777 Punkte hoch. Positiv wirkten auch überraschend positive Konjunkturdaten aus Deutschland: Der Einkaufsmanagerindex stieg im Januar überraschend kräftig um 0,9 Punkte auf 51,1 Zähler.

Im Dax kletterten Bayer um bis zu 3,9 Prozent auf ein 15-Monats-Hoch von 76,99 Euro - am Ende stand ein Plus von 1,6 Prozent auf 75,25 Euro. Einer Bloomberg-Meldung zufolge könnte der Pharma- und Agrarchemiekonzern die US-Prozesse um den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat durch einen Vergleich im Volumen von 10 Milliarden Dollar beilegen. Der Konzern habe bislang mit 13 Milliarden Dollar gerechnet, schrieb Analyst Alistair Campbell von Liberum.

Im Plus lagen auch die Finanzwerte. Größter Dax-Gewinner waren Wirecard mit einem Aufschlag von 4,5 Prozent. Deutsche Bank legten 1,9 Prozent zu. Das krisengeplagte Geldhaus holt den früheren SPD-Chef und Ex-Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel in den Aufsichtsrat.

17:05 Uhr

Audi plant Kurzarbeit in Elektroauto-Fabrik

87273325.jpg

(Foto: picture alliance / Uwe Anspach/d)

Audi hat Kurzarbeit für seine Elektroauto-Fabrik in Brüssel angekündigt. Wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete, sind die Gewerkschaften außerdem darüber informiert worden, dass die Verträge von 145 Zeitarbeitnehmern nicht verlängert würden. Weitere 250 könnten folgen.

Als Grund habe die Direktion Schwierigkeiten eines Zulieferers genannt, nötige Teile für den Einbau der Batterien in die Elektro-SUVs zu liefern, erklärten Arbeitnehmervertreter den Angaben zufolge. Ein Werkssprecher sagte Belga, am Bau der Modelle e-tron und e-tron Sport in Brüssel seien mehr als 300 Zulieferer beteiligt, was die Abläufe komplex mache und manchmal zu "unerwarteten Situationen" führen könne.

16:34 Uhr

Wall Street bleibt auf Rekordkurs - Intel-Aktie stark

37893458.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Starke Firmenbilanzen haben die US-Börsen immer weiter nach oben getrieben. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg am Freitag über 9439 Punkte und erreichte damit ein frisches Rekordhoch. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gewann 0,3 Prozent auf 29.261 Punkte, der breiter gefasste S&P 500-Index 0,2 Prozent auf 3332 Zähler.

Für Hochstimmung im Chipsektor sorgte ein optimistischer Ausblick von Intel. Intel-Aktien schossen um mehr als sieben Prozent auf den höchsten Stand seit mehr als 19 Jahren. In der Hoffnung auf eine anziehende Branchenkonjunktur stiegen Anleger auch bei AMD, Micron oder NVidia ein. Die Aktien kletterten um bis zu Prozent.

Anleger von Broadcom feierten einen lukrativen Auftrag von Apple. Die Aktien des Halbeiterherstellers stiegen um 2,3 Prozent. Der Konzern hat einen über mehrere Jahre laufenden Vertrag für die Lieferung von Komponenten für Apple-Produkte im mobilen Einsatz ergattert.

16:05 Uhr

Nobelpreisträger hat "Sorge vor einer üblen Zeit"

Vier Tage lang tagen Wirtschaftsexperten, Politiker und Manager in Davos. ntv trifft Wirtschaftsnobelpreisträger Robert Shiller und lässt ihn einen Blick in die Zukunft der globalen Wirtschaft werfen. Seine Befürchtung: "Die nächste Rezession könnte die im Durchschnitt schlimmste werden".  

15:42 Uhr

Trump erhöht im Handelsstreit Druck auf Indien

91929847(1).jpg

(Foto: picture alliance / Evan Vucci/AP)

Nach der leichten Entspannung im Handelsstreit mit China widmet sich US-Präsident Donald Trump nun auch verstärkt Indien. Laut Insidern fordern die USA milliardenschwere Zugeständnisse der Regierung in Neu-Delhi. Für mindestens 5 bis 6 Milliarden Dollar solle Indien zusätzliche US-Produkte wie Geflügel und andere Agrarerzeugnisse kaufen. Trump will im Februar in Indien von Ministerpräsident Narendra Modi empfangen.

Indien hatte eine Vereinbarung mit den USA, die bei Exporten im Volumen von 5,6 Milliarden Dollar keine amerikanischen Zölle vorsah. Dieses Privileg strich Trump allerdings. Im Gegenzug verhängte Indien Sonderzölle auf mehr als zwei Dutzend US-Produkte.

15:22 Uhr

Dax baut Gewinn weiter aus

Der deutsche Aktienmarkt ist am Nachmittag weiter auf Erholungskurs geblieben. Der Dax stieg um 1,6 Prozent auf 13.597 Punkte und hat damit wieder sein Rekordhoch vom Mittwoch (13.640 Punkte) ins Visier genommen. Heute halfen positive Unternehmensnachrichten und die Euphorie an den US-Märkten dem Frankfurter Leitindex zum Aufstieg. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx50 lag 1,3 Prozent im Plus bei 3786 Stellen.

15:06 Uhr

Cook-Pleite kostet Steuerzahler mehr als eine Viertelmilliarde

Über einem Reisebüro steht der Schriftzug "Thomas Cook". Foto: Martin Gerten/dpa/Archivbild

(Foto: Martin Gerten/dpa/Archivbild)

Den Steuerzahler werden die geplanten Bundeshilfen für Pauschalreisekunden des insolventen Reiseveranstalters Thomas Cook etwa 263 Millionen Euro kosten. Die Bundesregierung gehe aber davon aus, dass sie einen Teil des Geldes wieder reinbekomme durch die Verfolgung der an sie abzutretenden Entschädigungsansprüche der Reisenden, sagte ein Sprecher des Justizministeriums in Berlin.

Das Bundesfinanzministerium hatte den Haushaltsausschuss informiert, dass es für Erstattungsleistungen rund 225 Millionen Euro veranschlagt. Hinzu kämen Rechtsberatungs- und Abwicklungskosten in Höhe von rund 38 Millionen Euro.

14:46 Uhr

American Express meldet Gewinneinbruch

American Express
American Express 126,38

American Express hat zum Jahresende trotz anhaltend hoher US-Konsumausgaben deutlich weniger verdient. Im vierten Quartal fiel der Gewinn des Kreditkartenanbieters verglichen mit dem Vorjahreswert um 16 Prozent auf 1,7 Milliarden US-Dollar. Allerdings ist der Vergleich durch einen hohen Sondererlös verzerrt, den American Express im Vorjahr aufgrund der US-Steuerreform eingestrichen hatte. Die Erlöse legten um neun Prozent auf 11,4 Milliarden Dollar zu.

Bei Anlegern kamen die Zahlen gut an, die Aktie reagierte vorbörslich positiv. Wie die Rivalen Mastercard und Visa verdient American Express an Transaktionsgebühren und profitiert, je öfter Kunden beim Einkaufen Kreditkarten zücken.

13:56 Uhr

Renault lockt mit "Elektrobonus"

93287480.jpg

(Foto: picture alliance / Patrick Pleul)

Renault will dem schleppenden Verkauf von Elektroautos entgegenwirken und schreitet zur Tat. Nach Angaben der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" erhöhen die Franzosen auf eigene Kosten die Kaufprämie auf 6000 Euro.

Dieser "Elektrobonus" setzt sich zusammen aus dem aktuell gültigen staatlichen Umweltbonus in Höhe von 2000 Euro und der auf jetzt 4000 Euro erhöhten Renault-Förderung. "Renault handelt schneller als die Politik", sagt Renault-Deutschland Chef Uwe Hochgeschurtz.

13:36 Uhr

Gute Nachrichten treiben Wirecard-Aktie

Wirecard
Wirecard 136,10

Wirecard verlebt eine gute Woche - mit der Aktie geht es weiter bergauf. Aktueller Kurstreiber seien die laufenden Short-Eindeckungen, die sich weiter verstärken. Grund dazu gab ein Interview des neuen Aufsichtsratschefs Thomas Eichelmann im "Manager-Magazin". Er wies dort auf die laufenden Untersuchungen durch Wirtschaftsprüfer KPMG hin, die sich gerade auf die Problemfälle wie Dubai und Singapur konzentrierten. Bis Ende März soll deren Bericht vorliegen.

  • "Je mehr man sich diesem Termin nähert, ohne dass Adhoc-pflichtiges rauskommt, desto klarer wird, dass Wirecard nichts falsch gemacht hat", so der Händler.

Zudem hat die US-Großbank Goldman Sachs gestern gemeldet, allein 5,9 Prozent der Aktien mit kurzfristigem Rückrufrecht in der Leihe zu haben. Derzeit verzeichnet die Wirecard-Aktie ein Plus von 4,7 Prozent und liegt damit an der Dax-Spitze.

13:09 Uhr

Marke Condor bleibt erhalten - Staatshilfe wird zurückgezahlt

10e3b85bb0279c7e9f06f5b168607eb5.jpg

(Foto: dpa)

Die Fluggesellschaft Condor soll nach dem Verkauf an die polnische Airline LOT weiter unter ihrer Marke fliegen. "Die Marke Condor bleibt, wie sie ist", sagte Condor-Vorstandschef Ralf Teckentrup in Frankfurt. Beide Marken seien stark und würden getrennt auftreten, erklärte auch LOT-Vorstandschef Rafal Milczarski.

Der Bund soll zudem seine Staatshilfen für Condor in Höhe von 380 Millionen Euro zurückerhalten. Das Darlehen werde im April zurückbezahlt, sagte Teckentrup.

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:54 Uhr

Knappe Aufschlägen an der Wall Street erwartet

87505886.jpg

(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

An der Wall Street dürfte sich die Stimmung nach den Sorgen über eine Pandemie mit dem neuartigen Coronavirus weiter aufhellen. Bereits gestern hatten die US-Börsen ihre Verluste bis zum Handelsschluss weitgehend wettgemacht und zum Teil sogar ins Plus gedreht.

Für eine etwas verbesserte Stimmung sorgen auch Spekulationen über mögliche Steuersenkungen in den USA. So will Präsident Donald Trump vor den Wahlen wohl den Mittelstand entlasten. Und aus Deutschland kommen über Erwartung liegende Konjunkturdaten.

12:46 Uhr

Deutsche Bank zu ntv: "Sigmar Gabriel ist ein ungeheurer Gewinn"

Ex-SPD-Politiker Sigmar Gabriel wechselt in die Wirtschaft: Künftig soll er im Aufsichtsrat der Deutschen Bank sitzen. Am 20. Mai wird er sich den Aktionären zur Wahl stellen.

Reitz_Deutsche-Bank-Sprecher Eigendorf_240120.JPG

Ulrich Reitz, Leiter der ntv Wirtschaftsredaktion (l), mit Deutsche-Bank-Sprecher Jörg Eigendorf.

Uli Reitz, Leiter der ntv Wirtschaftsredaktion, hat Deutsche Bank-Sprecher Jörg Eigendorf beim Wirtschaftsforum in Davos gefragt, was die Bank sich davon verspricht:

"Der Dialog zwischen Politik und Wirtschaft wird immer wichtiger", sagt Eigendorf zur Personalie Gabriel. Der frühere SPD-Vorsitzende sei ein erfahrener Außenpolitiker. "Für uns als Deutsche Bank ist es wichtig, diesen Erfahrungsschatz bei uns zu haben."

Auch Gabriels Erfahrungen als Umweltminister seien wertvoll. "Wir sind im Bereich Nachhaltigkeit sehr stark unterwegs", sagt der Deutsche-Bank-Sprecher ntv. Gabriel sei "für den Aufsichtsratsvorsitzenden Paul Achleitner und die Deutsche Bank ein ungeheurer Gewinn".

Deutsche Bank
Deutsche Bank 10,18

Im Kontrollgremium gehe es um "Rat und Aufsicht der Bank, wir sind der Überzeugung, dass Sigmar Gabriel da eine sehr gute Wahl ist."

Gabriel soll auf Jürg Zeltner folgen, der sein Mandat Ende des vergangenen Jahres niedergelegt hat. Zeltner wurde erst im Sommer in das Gremium berufen, die Finanzaufsicht lehnte ihn aber wegen Interessenskonflikten ab.

 

 

 

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:42 Uhr

Ausstieg von Bank aus Dubai drückt auf NMC-Aktie

NMC
NMC 9,60

Der Ausstieg der Bank NBD aus Dubai lastet auf den Aktien des britischen Krankenhaus-Konzerns NMC. Die Papiere gaben 2,0 Prozent nach und gehören zu den schwächsten Werten an der Londoner Börse. Das Geldinstitut hat seinen Anteil von 1,04 Prozent verkauft. Zuletzt hatten sich auch andere Großaktionäre mit Abschlag von ihren Titeln getrennt.

Die Aktien des Unternehmens sind unter Druck, seitdem sie der US-Leerverkäufer Muddy Waters ins Visier genommen hat. In den vergangenen drei Monaten haben die Papiere etwa 47 Prozent an Wert verloren.

12:11 Uhr

IG Metall bei Tesla bereits auf Krawall gebürstet

128577851 (1).jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Die IG Metall stellt sich auf harte Auseinandersetzungen mit dem Elektroautobauer Tesla ein. Wenn der US-Konzern für sein geplantes Werk im brandenburgischen Grünheide deutsche Infrastruktur nutze und zugleich niedrig entlohnte Arbeitskräfte aus Polen hole, sei das "purer Kapitalismus", sagte IG-Metall-Chef Jörg Hofmann bei der Jahrespressekonferenz der Gewerkschaft in Frankfurt.

  • "Ich sehe da ordentlich Krach für uns", sagte der IG-Metall-Chef.
11:58 Uhr

Schlechte Zahlen bei Ericsson - Aktie schmiert ab

Ein enttäuschendes Quartalsergebnis setzt der Aktie von Ericsson schwer zu. Der Kurs des schwedischen Mobilfunkausrüsters fiel um knapp 9 Prozent auf ein Dreieinhalb-Monats-Tief von 77 Kronen. Das ist der größte Kursrutsch bei Ericsson seit einem halben Jahr.

Ericsson
Ericsson 8,39

11:42 Uhr

Coronavirus versetzt Weltmärkte in Sorge

Das Coronavirus beunruhigt Investoren und zwingt Unternehmen zum Handeln. Einige deutsche Firmen sagen bereits Dienstreisen für Mitarbeiter nach China ab. Eine Pandemie, wie die Sars-Pandemie im Jahr 2003, könnte die Weltwirtschaft bremsen. Das bereitet vielen Anlegern Sorge.

11:38 Uhr

Intel statt Coronavirus: Dax findet zu alter Stärke zurück

Nach dem jüngsten Kursrücksetzer haben die Anleger die Gelegenheit zum Wiedereinstieg in die europäischen Aktienmärkte genutzt. Dax und EuroStoxx50 legten kurz vor Mittag jeweils etwa 1,3 Prozent auf 13.567 beziehungsweise 3790 Punkte zu. "Starke Zahlen des US-Chip-Herstellers Intel innerhalb einer auch sonst sehr überzeugenden Berichtssaison in den USA lassen die Sorgen um die Ausbreitung des Coronavirus heute zunächst etwas in den Hintergrund rücken", sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets.

Im Dax lagen nur Autowerte im negativen Bereich. Am Indexende notierten Continental mit minus 1,8 Prozent. Daimler und BMW verloren 0,8 beziehungsweise 0,2 Prozent. Gut liefen dagegen Bayer mit plus 3,1 Prozent - im Glyphosat-Streit könnte es in den USA zu einem Milliardenvergleich kommen. Deutsche Bank verteuerten sich um 1,4 Prozent. Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel wurde gerichtlich in den Aufsichtsrat des Geldinstituts bestellt.

11:21 Uhr

Britische Wirtschaft kehrt zum Wachstum zurück

Die britische Wirtschaft hat im Januar den Sprung über die Wachstumsschwelle geschafft. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - stieg auf 52,4 Zähler von 49,3 im Vormonat, wie das IHS Markit Institut im Zuge der ersten Veröffentlichung mitteilte.

Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes stieg auf 49,8 Zähler von 47,5 im Vormonat. Volkswirte hatten im Mittel nur einen Indexanstieg auf 49,0 prognostiziert. Der Index für den Servicesektor kletterte auf 52,9 Punkte von 50,0 im Vormonat. Ökonomen hatten lediglich einen Anstieg auf 51,5 erwartet.

10:54 Uhr

Baubetriebe haben volle Bücher - Rekordzahlen im November

118093203.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Die deutsche Baubranche hat weiterhin prall gefüllte Auftragsbücher. Im November 2019 lagen die Bestellungen mit rund 7,1 Milliarden Euro nominal um 10,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das war nach Angaben der Wiesbadener Statistiker der höchste jemals gemessene Wert an neuen Aufträgen in einem November. Real betrug das Plus zum Vorjahresmonat 9,1 Prozent. In den elf Monaten bis einschließlich November lagen die Auftragseingänge preisbereinigt um 4,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Große Nachfrage nach Immobilien und staatliche Investitionen etwa im Straßenbau sorgen seit längerem für gute Geschäfte der Baubranche.

10:47 Uhr

Glyphosat: Bayer verhandelt über Milliardenvergleich

128536951.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Bayer steht wohl in den USA möglicherweise vor einem Vergleich im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter Roundup (Glyphosat). Laut einem Bloomberg-Bericht geht es um eine Vergleichssumme von 10 Milliarden US-Dollar. Davon seien 8 Milliarden Dollar für bestehende Klagen angedacht sowie 2 Milliarden für mögliche zukünftige Klagen.

Hier lesen Sie dazu mehr.

Mit einem Vergleich würde ein jahrelanger Rechtsstreit um den Unkrautvernichter in den USA beigelegt. Kläger werfen dem von Bayer übernommenen Glyphosat-Hersteller Monsanto vor, dass das Mittel krebserregend sei. Der Konzern bestreitet dies jedoch. An der Frankfurter Börse legte die Bayer-Aktie um 3,2 Prozent auf 76,46 Euro zu.

Bayer
Bayer 76,15

10:32 Uhr

Deutschen Bank holt Gabriel in den Aufsichtsrat

imago91141253h.jpg

(Foto: imago images / Metodi Popow)

Interessante Personalie bei der Deutschen Bank: Die Deutsche Bank holt den früheren SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel in ihren Aufsichtsrat. Er folgt auf Jürg Zeltner, der sein Mandat Ende des vergangenen Jahres niedergelegt hat, wie der Dax-Konzern mitteilte. Zeltner wurde erst im Sommer in das Gremium berufen, die Finanzaufsicht lehnte ihn aber wegen Interessenskonflikten ab.

Gabriel werde zunächst gerichtlich bestellt und sich dann bei der nächsten Hauptversammlung zur Wahl stellen. Das nächste Aktionärstreffen der Deutschen Bank findet am 20. Mai statt.

Hier lesen Sie dazu mehr.

10:26 Uhr

Einkaufsmanager stimmen optimistisch - Dax legt weiter zu

Der schwächer werdende Abwärtstrend bei den europäischen Industrien wird in Frankfurt positiv aufgenommen. Die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für Januar in Frankreich und in Deutschland deuten darauf hin.

Entsprechend legte der Dax am Vormittag weiter zu - er notierte nun 1,4 Prozent höher bei 13.572 Punkten. Der EuroStoxx50 stieg um 1,5 Prozent auf 3791 Stellen.

09:52 Uhr

Apple ist jetzt teurer als der Dax

Schon seit Jahren steigen die Kurse von Microsoft, Google und Co. rasant an. Inzwischen ist die Apple-Aktie sogar teurer als der gesamte Dax. Wie ist das zu erklären? Friedhelm Tilgen spricht mit Anouch Wilhelms von der Commerzbank über den Höhenflug des High-Tech-Giganten.

09:33 Uhr

Lagarde: EZB-Geldpolitik fährt nicht auf Autopilot

127631237.jpg

Christine Lagarde

(Foto: picture alliance/dpa)

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat Erwartungen an den Märkten widersprochen, die Notenbank habe ihre Geldpolitik bereits für lange Zeit vorab festgelegt.

  • "Zu denken, dass sie auf Autopilot ist, ist lächerlich", sagte die Französin am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos gegenüber Bloomberg.
  • "Lasst uns die Fakten anschauen, lasst uns sehen, wie sich die Wirtschaft entwickelt."

Viele Volkswirte gehen derzeit davon aus, dass die Notenbank in diesem Jahr an ihren Schlüsselzinsen nicht rütteln wird. Die EZB hatte gestern den Leitzins bei 0,0 Prozent belassen. Auch ihren Einlagensatz veränderte sie nicht, dieser bleibt damit bei minus 0,5 Prozent.

09:09 Uhr

Dax startet fulminant in den Handel

Der deutsche Aktienmarkt ist mit kräftigen Gewinnen in den Handel gestartet. Der Dax gewann 1,0 Prozent auf 13.523 Punkte. Der MDax legte um 0,8 Prozent auf 28.696 Zähler zu. Der TecDax stieg um 1,0 Prozent auf 3202 Stellen. Außer Vonovia befanden sich alle Dax-Werte im positiven Bereich.

Dax
Dax 13.783,89

09:02 Uhr

Ryanair schwenkt wegen 737-Max-Misere auf Airbus um

Als Belastung für Boeing werten Händler Presseberichte, wonach Ryanair nun bei Airbus kaufen wolle.

  • "Damit würden die erwarteten Konsequenzen eintreten, nachdem Ryanair schon letztes Jahr gesagt hatten, dass sie nicht vor Herbst mit der Rückkehr der 737 Max rechnen", sagt ein Händler.

Nur habe man nicht damit gerechnet, dass es so schnell zu einer so großen Bestellung bei Airbus kommen könne. Wie die "Wirtschaftswoche" mit Bezug auf Kreise berichtet, erwägt die Ryanair-Tochter Laudamotion bis zu 100 Airbus-Maschinen zu bestellen. Offen sei allerdings, wie die bereits ausgelasteten Produktionslinien bei Airbus einen solchen Auftrag noch bewältigen können.

08:53 Uhr

Ölpreise berappeln sich - leichter Anstieg

Brent Rohöl
Brent Rohöl 57,65

Mit den Ölpreisen ist es im frühen Handel leicht nach oben gegangen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete 62,30 US-Dollar. Das waren 26 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI stieg um 23 Cent auf 55,82 Dollar.

Zuletzt waren die Ölpreise wegen der Sorge vor der Verbreitung einer neuen Viruskrankheit in China kräftig gesunken. Am Ölmarkt sind die Bedenken wegen des Coronavirus in China und der damit verbundenen möglichen Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes vorerst etwas in den Hintergrund getreten. Auch die jüngste Entwicklung der Ölreserven in den USA konnte die Preise am Ölmarkt nicht nachhaltig bewegen.

08:45 Uhr

Nikkei geht mit Mini-Plus ins Wochenende

Nikkei
Nikkei 23.161,10

Zu Beginn des chinesischen Neujahrsfestes haben sich die asiatischen Börsen kaum bewegt. In Tokio ging der Nikkei 0,1 Prozent fester bei 23.827 Punkten aus dem Handel. In China, Taiwan und Südkorea blieben die Börsen wegen des Feiertags geschlossen.

Für Gesprächsstoff sorgte weiterhin der Ausbruch des Coronavirus in China, an dem inzwischen 25 Menschen gestorben sind. Die Experten der National Australia Bank gehen davon aus, dass die Lungenkrankheit die Wirtschaftsleistung in der Volksrepublik im ersten Quartal um ein Prozent bremsen könnte.

08:37 Uhr

Es gibt einen Käufer für Condor

2a3e009f3fc1be1fd0a3e1aafff23ce0.jpg

(Foto: imago images/Reichwein)

Der angeschlagene Ferienflieger Condor hat einen Käufer gefunden. Die Airline, die in den Sog der Thomas-Cook-Insolvenz geraten war, lud in Frankfurt zu einer Pressekonferenz ein. Es gehe darum, gemeinsam "mit dem neuen Eigentümer" über die Zukunft von Condor zu informieren, so die Airline. Der Name des Käufers wurde in der Mitteilung nicht genannt. Weitere Details will Condor um 11.00 Uhr bekannt geben.

Zuletzt waren im Bieterverfahren um Condor drei ernsthafte Interessenten in Medienberichten genannt worden: Die polnische Fluggesellschaft LOT, der US-Finanzinvestor Apollo gemeinsam mit deutschen Reiseveranstaltern und einem Co-Investor sowie als dritter Bieter die britische Investmentgesellschaft Greybull.

08:21 Uhr

Erholt der Dax sich vom Virus-Rückschlag?

Dax
Dax 13.783,89

Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute höher starten. Gestern hatte ihn die Furcht der Anleger vor den wirtschaftlichen Folgen einer Ausbreitung des Coronavirus 0,9 Prozent ins Minus auf 13.388 Punkte gedrückt.

Dieses Thema beschäftigt Investoren auch am Freitag. Sie fühlen sich an die Sars-Pandemie von 2002/2003 erinnert, bei der etwa 800 Menschen gestorben waren und die das Wachstum der chinesischen Wirtschaft gebremst hatte. Inzwischen sind 830 Menschen an dem Coronavirus erkrankt, mindestens 25 Menschen sind gestorben. Millionenstädte wurden unter Quarantäne gestellt.

Unabhängig davon stehen die Stimmungsbarometer der deutschen und europäischen Einkaufsmanager auf dem Terminplan, ebenso wie weitere Firmenbilanzen. So öffnen unter anderem die Ölkonzerne Chevron und Exxon sowie der Konsumgüter-Hersteller Colgate-Palmolive ihre Bücher.

07:58 Uhr

Nach Kursschock durch EZB - Euro bremst Abwärtsfahrt

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,08

Nach deutlichen Kursverlusten vom Vortag gibt der Euro am Morgen weiter nach, allerdings etwas weniger dramatisch. So wird die Gemeinschaftswährung zuletzt bei 1,1048 US-Dollar gehandelt und damit nur noch geringfügig tiefer als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,1091 Dollar festgesetzt.

Am Vortag hatte die EZB den Kurs einer extrem lockeren Geldpolitik fortgesetzt. Der Euro war nach Veröffentlichung der geldpolitischen Beschlüsse der Notenbank etwa einen halben Cent abgerutscht und stand zuletzt weiter unter Druck.

Im weiteren Handelsverlauf könnte sich der Kurs des Euro aber wieder etwas stärker bewegen. Auf dem Programm stehen erste Daten zur Stimmung der Einkaufsmanager in der Eurozone für Januar, die am Devisenmarkt stark beachtet werden.

06:56 Uhr

"Bild"-Konzern Axel Springer verlässt die Börse

Axel Springer
Axel Springer 62,95

Der vor allem für die "Bild"-Zeitung bekannt Medienkonzern Axel Springer wird von der Börse genommen. Um die Notierung der Springer-Aktie am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zu beenden, werde der Großaktionär KKR den Aktionären ein Kaufangebot über 63 Euro je Aktie machen, teilte Springer gestern Abend nach Börsenschluss mit.

Die US-Beteiligungsgesellschaft KKR war im vergangenen Jahr mit knapp 45 Prozent bei Springer eingestiegen und hatte damals schon erklärt, man werde dem Unternehmen den Rückzug von der Börse vorschlagen. Zusammen rund 45,4 Prozent der Anteile liegen bei der Friede Springer, der Witwe des Firmengründers Axel Springer, und ihrem Vertrauten und Vorstandschef Mathias Döpfner. Diese beiden wollten keine Anteile an KKR verkaufen, teilte das Unternehmen mit.

imago95736434h.jpg

(Foto: imago images/Jürgen Ritter)

 

06:29 Uhr

Intel-Aktie steht womöglich ein großer Tag bevor

Intel
Intel 62,52

Mit einem unerwartet guten Ausblick sorgt der US-Chiphersteller Intel für Begeisterung an der Börse - Die Intel-Aktie legte nachbörslich zunächst um mehr als sieben Prozent zu und könnte damit heute auf dem höchsten Stand seit zwei Jahrzehnten eröffnen. Intel sagte gestern nach Börsenschluss einen Umsatz für das Geschäftsjahr 2020 von etwa 73,5 Milliarden Dollar voraus. Analysten gehen Refinitiv zufolge von 72,25 Milliarden Dollar aus.

Im vierten Quartal stieg der Umsatz zudem um acht Prozent auf 20,2 Milliarden Dollar, angetrieben vom Geschäft mit Chips für den Einsatz in Datenzentren sowie PCs. Dies lag über den Erwartungen von 19,2 Milliarden Dollar. Auch der Gewinn je Aktie von 1,52 Dollar schlug die vorhergesagten 1,25 Dollar. In absoluten Zahlen lag der Quartalsgewinn bei 6,9 Milliarden Dollar.