Freitag, 04. September 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
18:12 Uhr

Schwache US-Techwerte knüppeln Dax unter 13.000

Am Freitag haben Anleger angesichts eines erneuten Ausverkaufs bei US-Techwerten das Risiko gescheut wie der Teufel das Weihwasser. Eine anhaltende Erholung am US-Arbeitsmarkt hatte die europäischen Börsen zwar zuvor auf Kurs für einen versöhnlichen Wochenschluss gebracht. Dax und Co. kämpften sich wieder ins Plus zurück. Im Sog den fallenden FAANG-Aktien machte der Dax dann aber doch auf dem Absatz kehrt und landete bei 12.842 Punkten, 1,6 Prozent tiefer.

Zeitweise war es sogar noch deutlicher bis auf rund 12.753 Punkte abwärts gegangen.  Der MDax rutschte unter die Marke von 27.000 Zählern, er verabschiedete sich mit einem Minus von 1,2 Prozent auf 26.901 Punkte ins Wochenende. Auch an den wichtigsten europäischen Börsen ging es abwärts.

Kräftige Gewinnmitnahmen an der Wall Street besonders bei den Technologiewerten hatten den Dax bereits am Vortag in die Knie gezwungen, nachdem dieser zuvor noch auf das höchste Niveau seit Februar angezogen war. Auf Wochensicht ergibt sich für den deutschen Leitindex nun ein Minus von rund eineinhalb Prozent.

Die US-Technologiebörse ging den zweiten Tag in Folge um bis zu fünf Prozent in die Knie.  Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst CMC Markets, sprach von einem "Realitäts-Check für die sorglosen US-Tech-Investoren." Nach der Rekordjagd der vergangenen Wochen werde den Marktteilnehmern klar, dass es eben nicht um Kurssteigerungen zum Selbstzweck gehe, "sondern hier sind Unternehmen, die überleben und investieren müssen." Die Geschäftsaussichten für die Branchen-Riesen Facebook, Apple, Amazon, Microsoft und Google seien allerdings weiterhin gut und ein Kursrücksetzer bis zu einem gewissen Grad nicht verwunderlich, sagte Eric Papesh vom Investmenthaus T.Rowe Price.

17:27 Uhr

Brüssel genehmigt Finanzhilfe für Alitalia

Italien darf die angeschlagene Fluglinie Alitalia in der Corona-Krise mit 199,45 Millionen Euro unterstützen. Die EU-Kommission hat die Finanzhilfe gebilligt.

Das Geld soll direkte Pandemie-Schäden der Airline in der Zeit vom 15. März bis zum 15. Juni ausgleichen. Damals war der Flugverkehr praktisch zum Erliegen gekommen.

Noch nicht entschieden hat die Kommission über zwei weitere Unterstützungsmaßnahmen: Bereits seit 2018 prüft die Brüsseler Behörde einen von Italien gewährten Kredit für Alitalia über 900 Millionen Euro. Im Februar 2020 folgte ein weiteres Verfahren wegen eines zusätzlichen Darlehens über 400 Millionen Euro. Beide Verfahren laufen noch.

16:54 Uhr

Corona setzt Ungarns Forint zu

Wende wir uns doch mal dem Forint zu: Die trüben Wachstumsaussichten angesichts der Corona-Pandemie lasten auf der ungarischen Währung. Sie gab nach und notierte zum Euro mit 360 Forint so niedrig wie seit April nicht mehr.

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(Foto: REUTERS)

Heute wurden in Ungarn 459 Neuinfektionen gemeldet, so viele wie nie zuvor binnen 24 Stunden. Damit steigt der Druck auf die rechte Regierung, gegenzusteuern. Ministerpräsident Viktor Orban sagte aber, einen zweiten allgemeinen Lockdown und geschlossene Schulen werde es nicht mehr geben.

15:30 Uhr

Läuft Silber Gold endgültig davon?

Die Corona-Krise und Niedrigzinsen treiben Anleger nicht nur in den sicheren Hafen Gold, sie greifen auch beim kleinen Bruder Silber zu. Der Preis pro Unze verzeichnet deshalb seit Monaten kräftige Kursanstiege. Welches Potenzial in Silber steckt, wie sich das Verhältnis zu Gold änderte und wie Anleger an dieser Rally teilhaben können, bespricht Bianca Thomas spricht mit Christian Köker von der HSBC.

14:56 Uhr

US-Jobdaten besser als erwartet - Dax wieder grün

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(Foto: dpa)

Die Lage am Arbeitsmarkt in den USA hat sich trotz der anhaltenden Corona-Pandemie stärker als erwartet verbessert. Die Arbeitslosenquote fiel im August von 10,2 Prozent im Vormonat auf 8,4 Prozent. Analysten hatten einen Rückgang auf etwa 10 Prozent erwartet. Vor der Pandemie hatte die Quote in der größten Volkswirtschaft der Welt noch bei 3,5 Prozent gelegen. Nach dieser Nachricht drehte der Dax erneut ins Plus und gewann 0,1 Prozent auf 13.072 Punkte.

Nach Regierungsangaben wurden im August 1,4 Millionen neue Jobs in den Vereinigten Staaten geschaffen - im Juli hatte diese Zahl noch bei 1,8 Millionen gelegen. Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt trotz einer sich abzeichnenden wirtschaftlichen Erholung sehr angespannt. Gut 29 Millionen Menschen beziehen eine Form von Arbeitslosengeld, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte.

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14:25 Uhr

Bund buttert bei Curevac ordentlich zu

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CureVac 44,70

Das Tübinger Biotechunternehmen Curevac erhält einem Medienbericht zufolge vom Bund Finanzmittel für die Entwicklung eines Corona-Impfstoffes. Bereits am Montag sei ein entsprechender Bescheid des Bundesforschungsministeriums an Curevac versandt worden, wonach das Unternehmen für die beschleunigte Entwicklung und Produktion eines Impfstoffs mit 252 Millionen Euro unterstützt werde, meldete "Business Insider" unter Berufung auf Regierungskreise.

Im Gegenzug sichere sich die Bundesregierung einen Anteil an der Produktion. Das Geld stamme aus einem im Mai aufgelegten Sonderprogramm des Ministeriums in Höhe von 750 Millionen Euro. Details waren zunächst nicht bekannt.

14:05 Uhr

Rally bei Reise- und Luftfahrtwerten dank Impfstoff-Hoffnung

Die zunehmenden Erfolgsmeldungen zu Corona-Tests und Impfstoffen hat für kräftige Kursgewinne im Reise- und Luftfahrtsektor geführt. Die meisten Branchentitel stiegen um 4 Prozent und mehr, so Tui, IAG und Carnival um bis zu 4,4 Prozent, Lufthansa sogar um 5,8 Prozent. Der Sektor ist in Europa gleich nach den Banken mit plus 1,6 Prozent der zweitstärkste.

Lufthansa
Lufthansa 8,93

13:42 Uhr

Dax schwenkt wieder ins Minus

Nervosität an der Frankfurter Börse: Kurz vor der Vorstellung der US-Arbeitsmarktdaten hat der Dax wieder den Rückzug angetreten. Er notierte 0,5 Prozent tiefer bei 12.991 Punkten. Der EuroStoxx50 verlor 0,2 Prozent auf 3296 Stellen.

13:34 Uhr

Verkäufe von alten Autos steigen in Spanien sprunghaft

Die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus im öffentlichen Nahverkehr verleitet viele Spanier zum Kauf billiger alter Autos. Der Absatz von Fahrzeugen, die älter als 20 Jahre sind, stieg im Juli und August um 31 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf fast 44.000, wie das Institute of Automotive Studies mitteilte. Der Durchschnittspreis lag bei rund 1400 Euro, ermittelte das Verkaufsportal Sumauto. Einige Autos waren demnach schon für 500 Euro zu haben. Greenpeace sprach von einem Rückschritt im Kampf um sauberere Luft.

Spaniens Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll laut Ökonomen in diesem Jahr um mindestens 9 Prozent einbrechen und die Arbeitslosigkeit spürbar steigen. Viele Spanier suchen deshalb nach Sparmöglichkeiten.

13:13 Uhr

Vonovia-Aktie nach Kapitalerhöhung unter Druck

Mit minus 4 Prozent war die Vonovia-Aktie am frühen Nachmittag das Schlusslicht im Dax. Grund ist eine Kapitalerhöhung, denn der größte deutsche Immobilienkonzern hat zur Schuldentilgung und für Zukäufe rund eine Milliarde Euro am Kapitalmarkt eingesammelt. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals wurden die Aktien zu einem Stückpreis von 59 Euro platziert.

Die neuen Aktien wurden nur institutionellen Anlegern im Rahmen einer Privatplatzierung über ein beschleunigtes Platzierungsverfahren angeboten. Der Bruttoemissionserlös von rund 1 Milliarde Euro vor Kosten und Provisionen werde für die Rückzahlung von im vierten Quartal 2020 fällig werdenden Schulden verwendet.

Vonovia SE
Vonovia SE 59,82

12:48 Uhr

Wall Street vor Stabilisierung - US-Arbeitsmarkt entscheidet

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(Foto: picture alliance/dpa)

Nach dem Ausverkauf des Vortages dürfte sich der Handel an der Wall Street zum Wochenausklang wohl stabilisieren. Der Aktienterminmarkt lässt auf einen freundlichen Start am Kassamarkt schließen. Damit dürfte aber nur ein Teil der höchsten Tagesverluste seit drei Monaten wettgemacht werden. Für den Technologiesektor, der den Ausverkauf angeführt hatte, könnte es indes weiter bergab gehen. Immerhin geht der Volatilitätsindex, auch "Angstbarometer" genannt, gegenüber dem Vortag deutlich zurück.

Wie es wirklich an den US-Börsen zugeht, wird wohl erst nach Bekanntgabe des Arbeitsmarktberichtes für August feststehen. Die Einstellungsdynamik könnte nachgelassen haben. Damit dürfte auch die Konjunkturerholung an Dynamik einbüßen angesichts der Bedeutung des privaten Konsums für die US-Wirtschaft.

12:21 Uhr

Greift China gegenüber den USA zur "nuklearen Option"?

China könnte einem Experten zufolge angesichts der zunehmenden Spannungen mit den Vereinigten Staaten seinen Bestand an US-Staatsanleihen und -Schuldverschreibungen drastisch abbauen. China werde seine Bestände an US-Schulden unter normalen Umständen allmählich auf etwa 800 Milliarden Dollar reduzieren, zitierte die "Global Times" Xi Junyang, Professor an der Finanz- und Wirtschaftsuniversität Shanghai. "Aber natürlich könnte China im Extremfall, etwa bei einem militärischen Konflikt, alle seine US-Anleihen verkaufen", sagte Xi.

China ist der zweitgrößte ausländische Gläubiger der USA nach Japan. Sie hielt im Juni US-Papiere im Wert von 1,074 Billionen Dollar, ein leichter Rückgang zum Vormonat. Der Bestand an US-Anleihen wurde in diesem Jahr kontinuierlich verringert. Ein Rückgang auf 800 Milliarden Dollar würde einem Rückgang um mehr als ein Viertel bedeuten. Chinesische Verkäufe in großem Stil, die von Analysten oft als "nukleare Option" bezeichnet werden, könnten Turbulenzen auf den globalen Finanzmärkten auslösen.

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(Foto: REUTERS)

11:59 Uhr

Dax hält sich stabil im Plus

Wenige Stunden vor der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts hat am deutschen Aktienmarkt wieder größerer Optimismus geherrscht. Der Dax notierte am Mittag 0,4 Prozent höher bei 13.110 Punkten. Der EuroStoxx50 stieg um 0,6 Prozent auf 3325 Stellen.

Im europäischen Bankensektor gab es angesichts einer sich anbahnenden Fusion der spanischen Institute Bankia und CaixaBank deutliche Gewinne. Im Dax waren Deutsche Bank mit plus 3,8 Prozent weit vorne. Commerzbank legten im MDax um fast 7 Prozent zu.

Covestro gewannen 4 Prozent und waren wie schon am Vortag an der Dax-Spitze. Treiber sind hier eine Kaufempfehlung der Commerzbank sowie der Verbleib im Leitindex.

11:41 Uhr

Malaysia stellt Verfahren gegen Goldman Sachs ein

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Twin Towers in Kuala Lumpur.

(Foto: AP)

Malaysia hat nach einem milliardenschweren Vergleich die Vorwürfe gegen Goldman Sachs wegen des Korruptionsskandals beim Staatsfonds 1MDB fallen gelassen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde das Verfahren gegen die US-Großbank eingestellt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Bernama berichtete. Richter Mohamed Zaini Mazlan erklärte, die Bank sei damit in allen vier Anklagepunkten freigesprochen.

Goldman Sachs hatte sich Ende Juli mit Malaysia auf einen 3,9 Milliarden Dollar schweren Vergleich geeinigt. Aus dem Staatsfonds 1MDB, mit dem eigentlich die malaysische Wirtschaft angekurbelt werden sollte, haben nach Erkenntnissen des US-Justizministeriums hochrangige Fonds-Mitarbeiter und ihre Partner mehr als 4,5 Milliarden Dollar veruntreut.

11:06 Uhr

Stühlerücken in MDax - Shop Apotheke und Wacker Chemie kommen

Die Aktien der Shop Apotheke Europe werden in den MDax aufgenommen und ersetzen dort die Aktien der RTL Group. Ebenfalls in den MDax aufgenommen werden die Anteilsscheine des Chemiekonzerns Wacker Chemie und ersetzen dort die Dividendenpapiere der Aareal Bank, wie die Deutsche Börse mitteilte. Grundlage sei in beiden Fällen die Regular-Exit-Regel.

Auch im SDax ergeben sich Veränderungen: Neu sind Aareal Bank und RTL Group (Wechsel aus dem MDax). Außerdem gibt es drei Wechsel nach der Fast-Exit-Regel: Der Modehändler Global Fashion Group ersetzt den Handelsriesen Steinhoff International Holdings, das Pharmaunternehmen Medios ersetzt den Ingenieur-Dienstleister Bertrandt und der IT-Sicherheitspezialisten Secunet Security Networks ersetzt den Anbieter von Personalmanagement-Software Atoss Software.

In Dax und TecDax ergeben sich keine Änderungen. Der nächste Termin für die planmäßige Überprüfung der Dax-Indexfamilie ist der 3. Dezember 2020.

10:45 Uhr

Caixa-Bankia-Gespräche lösen Sektor-Rally bei Banken aus

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(Foto: REUTERS)

Für massive Konsoldierungsfantasie in Europas Bankensektor haben die Fusionsgespräche zwischen Bankia und Caixabank in Spanien. Bankia sprangen um 30 Prozent und Caixa um 11 Prozent nach oben. Selbst die Konkurrenten BBVA und Santander legten um je 3,5 Prozent zu.

  • "Die Hoffnung ist einfach, dass die lange ersehnte Konsolidierung im Sektor den Druck von den Margen nimmt", sagt ein Händler.

Daher werden auch Deutsche Bank (plus 3,3 Prozent) und Commerzbank (plus 5,8 Prozent) von der "Feierlaune" angesteckt. Mit 2,5 Prozent Plus ist der Banken-Sektorindex mit weitem Abstand der Hauptgewinner in Europa.

10:19 Uhr

Türkei-Lira immer weicher - Es schreit nach Zinsanhebung

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(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Die anhaltend hohe Inflation in der Türkei hat der Landeswährung weiter zugesetzt. Sie trieb den US-Dollar auf ein erneutes Rekordhoch von 7,4541 Lira.

Den Experten der Deutschen Bank zufolge drohten der Türkei zudem Sanktionen wegen der umstrittenen Suche nach Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer. Die Zentralbank werde um eine Anhebung der Leitzinsen kaum herumkommen. Präsident Recep Tayyip Erdogan ist bislang aber dagegen.

10:05 Uhr

Ryanair holt sich Hunderte Millionen Euro von Anlegern

Europas größter Billigflieger Ryanair hat wie geplant frisches Geld von Anlegern eingesammelt. Mit der Ausgabe von gut 35 Millionen Aktien zu einem Stückpreis von 11,35 Euro erhalte das Unternehmen brutto rund 400 Millionen Euro, teilte der Konzern mit.

Die neuen Anteilsscheine entsprechen den Angaben zufolge rund 3,2 Prozent des bisherigen Aktienkapitals. Der Platzierungspreis liege 2,6 Prozent unter dem Schlusskurs vom Donnerstag. Das Unternehmen hatte die Kapitalerhöhung gestern Abend nach Börsenschluss angekündigt.

Blick auf Maschinen von Ryanair. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild

(Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild)

09:44 Uhr

Dax kommt wieder aus der Deckung

Das ging schnell: Nach anfänglichen Verlusten ist der Dax ins Plus gedreht. Er stieg am Vormittag um 0,2 Prozent auf 13.077 Punkte. Der EuroStoxx50 stieg ebenfalls um 0,2 Prozent auf 3312 Stellen.

Der deutsche Aktienmarkt hatte bereits gestern einen Teil der Wall-Street-Breitseite abbekommen. Zudem sprachen Börsianer von einer kontrollierten und notwendigen Wertberichtigung an den US-Börsen.

09:21 Uhr

Der große Rumms an der Wall Street

Trotz Corona-Pandemie und Rezessionsängsten laufen die US-Börsen im Plus. Aktienanleger schlagen vor allem bei Technologiewerten wie Amazon, Apple, Netflix kräftig zu. Nun kommt es zum großen Rumms: Dow Jones, S&P 500 und der Nasdaq schließen am Donnerstag tiefrot.

09:08 Uhr

Wall-Street-Nachbeben schickt Dax unter 13.000

Dax
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Der gestrige Kursrutsch an der Wall Street belastet auch den deutschen Aktienmarkt. Der Dax rutschte unter die 13.000er-Marke und gab um 1,0 Prozent auf 12.925 Punkte nach. Der Leitindex hatte bereits gestern einen Teil des Wall-Street-Bebens abbekommen. Der MDax verlor 0,8 Prozent auf 27.023 Zähler, der TecDax 0,9 Prozent auf 3013 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 0,8 Prozent tiefer bei 3275 Punkten.

Das Hauptaugenmerk der Anleger liegt auf den US-Beschäftigtenzahlen am Nachmittag (MESZ). Experten erwarten für August 1,4 Millionen neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft.

08:53 Uhr

Stärkerer Dollar und Wall Street belasten Ölpreise

Die Ölpreise haben im frühen Handel an ihre Verluste vom Vortag angeknüpft. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 43,70 US-Dollar. Das waren 37 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel in ähnlichem Ausmaß auf 40,99 Dollar.

Belastet werden die Rohölpreise derzeit vor allem durch zwei Entwicklungen. Zum einen sorgt der allgemein stärkere US-Dollar für eine geringere Nachfrage aus vielen Ländern. Da Erdöl in der US-Währung gehandelt wird, halten sich Interessenten außerhalb des Dollarraums oft zurück, wenn der Dollar-Kurs steigt. Ein zweiter Belastungsfaktor ist die zuletzt trübere Stimmung an den Aktienmärkten. Nach einer Rekordserie haben die US-Börsen am Donnerstag kräftig nachgegeben. Rohöl gilt als eher riskante Anlageform, die durch fallende Aktienkurse oft belastet wird.

08:41 Uhr

Ausverkauf an Wall Street zieht Asiens Börsen nach unten

Nikkei
Nikkei 23.360,30

Der gestrige Ausverkauf an der der Wall Street hat auch den asiatischen Anlegern den Wochenschluss verhagelt. Der MSCI-Index für die asiatischen Werte ohne Japan gab um 1,6 Prozent nach und steuerte auf den größten Wochenverlust seit April zu. In Tokio ging der Nikkei 1,1 Prozent schwächer bei 23.205 Punkten aus dem Handel. Der Rückgang fällt damit aber geringer aus als in den USA: Dort hatten der Nasdaq 5 Prozent und der breiter gefasste S&P 500 3,5 Prozent nachgegeben. Vor allem die zuletzt starken Techwerte wie Apple, Tesla und Microsoft gerieten unter Druck.

Händlern zufolge war eine Korrektur nach den zuletzt deutlichen Kursgewinnen überfällig. "Es war ein stabiler Abverkauf, keine Panik", sagte der ING-Experte Rob Carnell. "Das fühlt sich nach nichts anderem als Gewinnmitnahmen an", ergänzte er.

08:25 Uhr

Deutsche Industrie mit drittem Auftragsplus in Folge

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(Foto: imago/Rainer Weisflog)

Die Auftragsbücher der deutschen Industrie haben sich im Juli den dritten Monat in Folge gefüllt. Die Bestellungen wuchsen um 2,8 Prozent zum Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Volkswirte hatten allerdings mit einem größeren Plus von 5,0 Prozent gerechnet. Im Juni hatte es ein Rekordwachstum von revidiert 28,8 (bisher: 27,9) Prozent gegeben.

Trotz der Aufholjagd liegen die Bestellungen immer noch unter dem Vorkrisenniveau: Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, ist der Auftragseingang noch um 8,2 Prozent niedriger.

08:02 Uhr

Curevac rechnet mit baldiger Impfstoffzulassung

CureVac
CureVac 44,70

Das Tübinger Biotechunternehmen Curevac rechnet fest mit einem Erfolg seines derzeit in der Entwicklung befindlichen Covid-19-Impfstoffs. "Wir planen auf Erfolg und wollen bis zum Ende des Jahres mehr als 100 Millionen Dosen zur Verfügung haben", sagte Curevac-Haupteigner und SAP-Gründer Dietmar Hopp dem "Handelsblatt".

Eine Zulassung werde im Frühjahr oder Sommer 2021 erwartet, in eingeschränkter Form möglicherweise aber auch schon früher. Es könne nicht völlig ausgeschlossen werden, "dass der Impfstoff noch in diesem Jahr auf Basis von Interimsdaten zugelassen wird, etwa für bestimmte, besonders gefährdete Berufsgruppen oder Regionen." Das müssten die Behörden entscheiden, wenn die Daten vorlägen.

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07:59 Uhr

Dax vor US-Arbeitsmarktdaten niedriger erwartet

Nach dem Kursrutsch an der Wall Street wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Donnerstag hatten Anleger bereits Gewinne mitgenommen, der Dax gab mit einem Minus von 1,4 Prozent auf 13.057,77 Punkte so stark nach wie seit fünf Wochen nicht.

Das Hauptaugenmerk der Anleger liegt auf den US-Beschäftigtenzahlen am Nachmittag (MESZ). Experten erwarten für August 1,4 Millionen neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft. "Der im Vergleich zur Entlassungswelle Anfang des Jahres langsame Jobaufbau deutet auf eine sehr lange und langsame Erholung des Arbeitsmarktes hin", sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com.

07:44 Uhr

Euro stabil über 1,18 US-Dollar

Der Euro bewegt sich im frühen Handel kaum von der Stelle. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1850 US-Dollar und damit so viel wie am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1813 Dollar festgelegt.

07:13 Uhr

Kartellverfahren gegen Google könnte bald starten

Google
Google 1.487,04

Nach monatelangen Gerüchten über den Zeitpunkt eines möglichen Kartellverfahrens gegen Google plant das US-Justizministerium Medienberichten zufolge, bereits Ende September oder Anfang Oktober ein Verfahren einzuleiten. Damit scheint sich das US-Justizministerium trotz interner Meinungsverschiedenheiten auf einen Zeitplan für die Einreichung einer Klage gegen Google geeinigt zu haben. Google und Justizministerium ließen Anfragen für eine Stellungnahme unbeantwortet.

Medienberichten zufolge sind einige Mitarbeiter im Justizministerium, die mit dem Fall betraut sind, mit dem, wie sie es nennen, ambitionierten Zeitplan von US-Justizminister William Barr nicht einverstanden. Sie argumentieren, dass die US-Regierung den Fall nicht angemessen vorbereitet hat und dass sie mehr Zeit benötigen, um die Millionen Seiten an Dokumenten zu durchforsten.

06:08 Uhr

Asiens Börsen folgen Wall Street ins Minus

Nikkei
Nikkei 23.360,30

Asiens Börsen folgen der Wall Street ins Minus. In Japan lag der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ein Prozent im Minus bei 23.240 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index fiel 0,7 Prozent und lag bei 1619 Punkten. Mit Spannung warteten Marktteilnehmer auf den offziellen US-Arbeitsmarktbericht. Dieser könnte die Kurse weiter nach unten treiben, sollte er enttäuschend ausfallen, sagten Analysten.

Nach dem jüngsten Höhenflug der Wall Street hatten Anleger am Donnerstag die Gelegenheit zu Gewinnmitnahmen genutzt. Vor allem bei Technologiewerten wurde Kasse gemacht. Die Börse in Shanghai verlor 1,3 Prozent, der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen 1,5 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gab 0,7 Prozent nach.

Im asiatischen Devisenhandel blieb der Dollar fast unverändert bei 106,17 Yen und stagnierte bei 6,8427 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9103 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1842 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0777 Franken. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,3276 Dollar.