Lautsprecher-Pionier geht an die Börse
Sonos hat ihn angemeldet, den Börsengang.
Die Firma aus Kalifornien legt ihren Antrag bei der Börsenaufsicht SEC vor. Daraus geht unter anderem hervor, dass Sonos im jüngsten Geschäftshalbjahr bis Ende März 655 Millionen Dollar Umsatz erwirtschaftete und dabei gut 13 Millionen Dollar Gewinn machte.
In dieser Zeit seien knapp 3,1 Millionen Geräte verkauft worden - nach 3,9 Millionen im gesamten vergangenen Geschäftsjahr.
Zu Detail wie Aktienpreis oder Bewertung gibt es in dieser Phase noch keine Angaben. Der Finanzdienst Bloomberg hatte im Frühjahr berichtet, dass Sonos an die Börse mit einem Firmenwert von 2,5 bis 3 Milliarden Dollar gehen könnte.
Sonos, gegründet 2002, ist ein Vorreiter bei vernetzten Lautsprechern für den gesamten Haushalt.
Analyst: Euro kann kurzfristig fallen
Der Euro legt am Nachmittag zu und wird aktuell mit 1,1759 Dollar gehandelt. Euro / Dollar
Die Sorge um Strafzölle der USA für einige europäische Exportgüter kann nach Ansicht von Credit-Agricole-Devisenanalyst Valentin Marinov den Euro kurzfristig in Richtung der jüngsten Tiefstände auf rund 1,15 Dollar je Euro drücken. Weiterhin rate er aber, den Euro in Schwächephasen zuzukaufen.
Zollsorgen überschatten an der Wall Street gute Jobdaten
Der Handelsstreit zwischen den USA und China macht die US-Anleger trotz eines brummenden Job-Motors zum Wochenschluss vorsichtig.
Der Dow Jones eröffnete am Freitag 0,1 Prozent schwächer bei 24.329 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 notierte nahezu unverändert, der Index der Technologiebörse Nasdaq lag 0,1 Prozent höher.
Dominierend bei den Anlegern blieb der Handelsstreit. Unterstützung für die Börsen lieferten starke US-Jobdaten. In der US-Wirtschaft wurden im Juni mit 213.000 Stellen überraschend viele Jobs geschaffen. "Das ist das, was der Markt sehen wollte: mehr Jobs als erwartet bei moderatem Lohnwachstum und die Stellen entstehen da, wo man es haben will", sagte J.J. Kinahan vom Handelshaus TD Ameritrade.
Kaufhof-Mutter zu Fusionsplan: Fünf Filialen in Gefahr
Der Kaufhof-Eigentümer Hudson's Bay Company (HBC) hat sich erstmals öffentlich zu Berichten über ein geplantes Zusammengehen mit dem Rivalen Karstadt geäußert. f
Es sei eine unverbindliche Absichtserklärung mit dem Eigentümer Signa unterzeichnet worden, um Optionen für ein Gemeinschaftsunternehmen zu prüfen, teilte der kanadische Konzern mit. Man befinde sich in Gesprächen, eine verbindliche Vereinbarung zum Verkauf oder zur Zusammenlegung der europäischen Geschäfte sei aber nicht getroffen worden.
Die Absichtserklärung sieht nach Angaben aus Unternehmenskreisen die Gründung eines Joint Ventures vor, also eines gemeinsamen Unternehmens, in das neben Kaufhof, Karstadt und Karstadt Sport auch Warenhäuser von HBC in Belgien und den Niederlanden eingehen sollen. "Drei bis fünf Standorte würden bei einem Zusammengehen vermutlich geschlossen", sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person der Deutschen Presse-Agentur.
US-chinesischer Handelskrieg killt auch Deutschlands Aufschwung
Mega-Fonds bekämpfen Klimawandel
Sechs Staatsfonds - darunter mehrere Golfstaaten und mit Norwegen Fonds der größte Aktionär der Welt - wollen die von ihnen insgesamt verwalteten über drei Billionen Dollar (2,56 Billionen Euro) künftig stärker dem Kampf gegen die Erderwärmung widmen.
Die Fonds von Kuwait, Katar, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Norwegen und Neuseeland unterzeichneten am Freitag in Paris eine entsprechende Charta, wie der Elysée-Palast mitteilte. Das Abkommen solle dabei helfen, ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu erreichen und "katastrophale Risiken für den Planeten zu verhindern".
Energiewerte profitieren von Handelskrieg
Die Dax-Versorger setzen ihren Höhenflug fort.
RWE gewinnen 2,5 Prozent auf 21,98 Euro, Eon ziehen mit Aufschlägen von 0,8 Prozent auf 9,89 Euro weniger stark ein.
Ein Händler verweist auf anziehende Strompreise sowie den defensiven Charakter des Sektors, der vom Handelskonflikt wegen der starken Fokussierung auf den Heimatmarkt kaum betroffen sei.
US-Unternehmen schaffen überraschend viele Job
In der US-Wirtschaft sind im Juni überraschend viele Jobs geschaffen worden. Die Regierung in Washington meldete am Freitag in ihrem Arbeitsmarktbericht für Juni 213.000 neue Arbeitsplätze. Zugleich wurde der Stellenzuwachs für Mai auf 244.000 nach oben revidiert.
Experten hatten für Juni lediglich mit 195.000 gerechnet.
Die getrennt ermittelte Erwerbslosenquote legte zugleich um 0,2 Punkte auf 4,0 Prozent zu. Trotz des leichten Anstiegs entspricht das Niveau in etwa der Vollbeschäftigung - dem erklärten Ziel der US-Notenbank (Fed).
Großkunde kauft mit Wasserstoff gepimpte Streetscooter der Post
Die Deutsche Post hat einen neuen Großkunden für ihren Elektrolieferwagen Streetscooter gefunden. k
Gemeinsam mit dem Energiekonzern Innogy will sie das Fahrzeug für den Einsatz bei der Wartung und dem Ausbau von Stromnetzen weiterentwickeln. Die Innogy-Tochter Westnetz werde bis 2022 insgesamt 300 der modifizierten Streetscooter kaufen, teilten beide Unternehmen mit.
Für das Innogy-Modell des Streetscooters ist unter anderem der Einsatz von Brennstoffzellen und Wasserstoff vorgesehen.
Schweiz läutet neues Zeitalter für Bitcoin & Co. ein
In der Schweiz bahn sich eine Revolution für die Kryptowährungswelt an: Mit dem nationalen Börsenbetreiber SIX will erstmals ein offizieller Börsenplatz direkt den Handel mit Kryptowährungen ermöglichen. r
Der neue SIX Digital Exchange wird damit auch als erste Krypto-Börse voll unter der Aufsicht der staatlichen Behörden, also der Nationalbank und der europäischen Börsenaufsicht, stehen.
Mehrere Skandale um dubiose Handelsplätze sowie Diebstähle durch Hacker haben das Vertrauen vieler Kryptowährungsbesitzer in der die privaten Börsen erschüttert.
Manager hat "Theorie" zu Säureanschlag
Der vor vier Monaten bei einem Säureanschlag schwer verletzte Energiemanager Bernhard Günther ist über Täter und Motiv noch immer im Ungewissen.
Die Ermittler hätten "wohl noch keine konkrete Spur zu den Tätern", sagte Günther dem "Handelsblatt". Unklar sei nach wie vor, ob der Angriff ihm als Privatperson oder als Finanzchef des Energiekonzerns Inngy gegolten habe. Er habe zwar eine Theorie, "die will ich aber für mich behalten".
Günther war am 4. März, einem Sonntag, nach dem Joggen mit Freunden kurz vor seinem Wohnhaus in Haan bei Düsseldorf überfallen und mit Säure überschüttet worden. Aus medizinischer Sicht scheine er "alles in allem noch Glück in Unglück gehabt zu haben", sagte Günther. Sein Sehvermögen sei intakt, die körperliche Genesung komme voran. "Die seelische Verarbeitung braucht natürlich viel länger." Günther hat die Arbeit wieder aufgenommen.
Deutsche-Bank-Kurs explodiert - steigen US- und Chinabanken ein?
Innerhalb weniger Minuten schießen Deutsche Bank zeitweise mehr als 6 Prozent in die Höhe. t
Die Wirtschaftswoche berichtet, dass JP Morgan und die staatliche chinesische ICBC einsteigen könnten.
Verwirrung im Handelskrieg: China schlägt noch nicht, jetzt doch zu
Nachtrag: Jetzt aber wirklich - offiziell: Chinas Vergeltungszölle sind in Kraft. Das verkündet ein Sprecher des Außenministeriums.
Zuvor hatte die Staatszeitung "China Daily" den Gegenschlag gegen Trumps Strafzölle zunächst verkündet und den Bericht dann wieder geändert.
Samsung enttäuscht gesamte Branche
Der extreme Boom dürfte für Samsung zunächst vorbei sein:
Halbleiter-Aktien mit Smartphone-Bezug dürften nach Einschätzung aus dem Handel heute unter der Warnung von Schwergewicht Samsung Electronics leiden. s
Die Koreaner gehen davon aus, dass der operative Gewinn im zweiten Quartal bei 14,8 Milliarden Won liegen wird. Die Konsensprognose liege aber bei 14,9 Milliarden. Grund sei die Schwäche im Smartphone-Bereich.
Der Elektronikkonzern erwartet für das soeben beendete zweite Quartal einen Anstieg des operativen Gewinns um 5 Prozent. Damit würde eine vier Quartale andauernde Rekordfahrt beendet.
Analysten räumten ein, dass die vom Chipabsatz angetriebene heiße Phase kaum zu halten, geschweige denn zu übertreffen sei. Die Samsung-Aktie ist in diesem Jahr bisher um rund 10 Prozent gesunken, der Index der Börse Südkorea um 9 Prozent.
Investoren bejubeln Chef-Rücktritt bei Thyssenkrupp
Die Rücktrittsankündigung von Konzern-Chef Heinrich Hiesinger verleiht ThyssenKrupp Rückenwind:
Die Titel klettern bei Lang & Schwarz um knapp vier Prozent und sind damit größter Dax-Gewinner.
"Die Aussicht auf einen neuen Chef bringt erstmal Fantasie in die Aktie", sagt ein Händler. Einige Investoren hofften darauf, dass der Konzern weiter umgebaut und auf mehr Effizienz getrimmt werde.
Die Thyssen-Aktien haben seit Jahresbeginn mehr als elf Prozent verloren. Zum Vergleich: Dr Dax kommt auf ein Minus von 3,5 Prozent.
Deutsche Firmen fahren Produktion kräftig hoch
Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion im Mai so kräftig hochgefahren wie seit November nicht mehr: twitter aila mihr
Industrie, Bau und Versorger stellten zusammen 2,6 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilt.
"Durch die Konstellation der Feier- und Brückentage wurden die Ergebnisse im April etwas unter- und im Mai etwas überzeichnet", heißt es weiter.
Die Industrieproduktion kletterte im Mai um 2,7 Prozent. Die Firmen sammelten nach vier Rückgängen 2,6 Prozent mehr Aufträge ein und damit mehr als erwartet.
Die Baubranche meldet ein Produktionsplus von 3,1 Prozent. Die Energieerzeuger kommen auf ein Plus von 0,8 Prozent.
Dax kämpft gegen den Handelsstreit an
Nach der jüngsten Kurserholung dürften sich die Anleger zum Abschluss der Börsenwoche weiter nach vorne wagen. Der Dax wird laut Banken und Brokerhäusern fester erwartet. Am Donnerstag hatte er bereits 1,2 Prozent höher bei 12.464 Punkten geschlossen.
Im Fokus dürfte der Handelsstreit der USA mit China stehen. Nach dem Inkrafttreten von US-Zöllen auf chinesische Warenimporte sieht sich die Regierung in Peking zu Gegenmaßnahmen gezwungen. Anleger fürchten, dass sich der Zollstreit zwischen den weltweit größten Wirtschaftsmächten zu einer Vergeltungsspirale ausweitet.
Unter den Einzelwerten dürfte Thyssenkrupp für Gesprächsstoff sorgen. Nach massiver Kritik von Investoren und einer fehlenden geschlossenen Rückendeckung durch den Aufsichtsrat gibt Konzern-Chef Heinrich Hiesinger seinen Posten auf.
Nach den unerwartet starken Daten zu den Aufträgen der deutschen Industriefirmen im Mai erfahren Anleger zum Wochenschluss mehr über die Produktion der hiesigen Unternehmen.
Außerdem veröffentlicht die US-Regierung im Tagesverlauf aktuelle Zahlen zum Arbeitsmarkt. Einen Vorgeschmack lieferten bereits am Donnerstag die Daten des privaten Arbeitsvermittlers ADP, demzufolge die US-Unternehmen im Juni etwas weniger neue Jobs geschaffen haben als erwartet.
Euro wenig beeindruckt vom Handelsstreit
Der Euro-Kurs zeigt sich im frühen Handel wenig beeindruckt von der Eskalation im Handelsstreit:
Die Gemeinschaftswährung wird bei 1,1691 US-Dollar gehandelt und damit auf dem Niveau vom Vorabend.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,1709 (Mittwoch: 1,1642) Dollar festgesetzt.
Der Handelskonflikt zwischen den USA und China eskaliert immer mehr. Nachdem wie angekündigt US-Sonderabgaben in Höhe von 25 Prozent auf chinesische Importe in Kraft getreten sind, sieht sich China zum Gegenangriff gezwungen.
Asien setzt auf Autobauer
Die Tokioter Börse präsentiert sich freundlich. Der Nikkei der 225 führenden Werte steigt bis zum späten Vormittag um 0,8 Prozent auf 21.720 Punkte. Der breiter gefasste Topix gewinnt 0,6 Prozent auf 1685 Zähler.
Gefragt sind die Aktien von Autoherstellern. So verteuern sich die Anteilsscheine von Toyota Motor um 1,6 Prozent und die von Honda Motor um 1,9 Prozent. Händler erklären die Aufschläge mit der Hoffnung auf eine Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und der EU. Anleger setzen darauf, dass die Autobauer in Europa um höhere US-Einfuhrzölle herumkommen. Auch in Japan sorgt das für gute Stimmung.
Begehrt sind auch die Aktien von Taiyo Nippon Sanso mit einem Kurssprung von 13 Prozent. Für den geplanten Zusammenschluss mit dem deutschen Industriegasekonzern Linde trennt sich der US-Partner Praxair von einem Großteil seines Europageschäfts. Der japanische Konzern Taiyo Nippon übernimmt dabei Geschäftsteile für insgesamt fünf Milliarden Euro.