Mittwoch, 02. Oktober 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax geht arg gerupft in den Feiertag - 340 Punkte weg

114914114 (1).jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Stress vor dem Tag der Deutschen Einheit an der Frankfurter Börse: Es waren große Sorgen um die globale Konjunktur, die den Anlegern die Laune verdarben. Die noch unklare Lage um den Brexit und die Angst vor einem Abschwung in den USA waren bestimmende Themen auf dem Parkett. Als am Nachmittag die Welthandelsorganisation (WTO) US-Strafzölle für Importe aus der Europäischen Union abnickte, brachen alle Dämme.

Der Dax rauschte unter die Marke von 12.000 Stellen und schloss 2,8 Prozent tiefer bei 11.925 Punkten. Damit verlor der Leitindex heute rund 340 Zähler. Der MDax sackte um 2,1 Prozent auf 25.118 Stellen ab. Der TecDax fiel um 2,5 Prozent auf 2721 Punkte. Der EuroStoxx50 rauschte gar um 3,1 Prozent auf 3410 Punkte runter. Im Dax notierten heute alle Werte im Minus. Schlusslicht waren Heidelbergcement mit einem Abschlag von 4,9 Prozent.

17:16 Uhr

Deutsche Post will Packstationen-Netz deutlich ausbauen

12522942.jpg

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Deutsche Post will das Netz aus derzeit rund 4000 DHL-Packstationen um 3000 Automaten ergänzen. 2021 sollen dann insgesamt rund 7000 Packstationen bundesweit zur Verfügung stehen, wie die Post mitteilte. Damit reagiert das Unternehmen auf das anhaltend starke Paketwachstum.

Die 3000 zusätzlichen Packstationen ergänzen die derzeit 28.000 Paketannahmestellen des Unternehmens, bestehend aus 4000 Packstationen und 24.000 Filialen beziehungsweise Paketshops.

17:02 Uhr

Stark gestiegene US-Lagerbestände drücken Ölpreise

Tiefpumpen auf dem Gelände der Wintershall Dea in Emlichheim. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/Archivbild

Tiefpumpen auf dem Gelände der Wintershall Dea in Emlichheim. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/Archivbild

(Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa)

Auch mit den Ölpreisen geht es am Nachmittag bergab. Daten der US-Energiebehörde EIA zeigen, dass die US-Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche stärker gestiegen sind als erwartet, weil die US-Raffinerien ihre Produktion gekürzt haben. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent fiel um fast einen US-Dollar auf 57,99 Dollar.

16:50 Uhr

Dax rauscht unter 12.000

Nach der WTO-Zulassung der US-Strafzölle auf EU-Importe geht es mit den Kursen in Frankfurt rasant bergab. Der Dax fiel am späten Nachmittag um 2,4 Prozent auf 11.962 Punkte. Zuletzt hatte der Frankfurter Leitindex Anfang September unter der 12.000er-Marke notiert. Der EuroStoxx50 rauschte um 2,7 Prozent auf 3424 Stellen runter.

Auch an der New Yorker Wall Street ging es mit den Kursen kräftig bergab. Der Dow Jones verlor 1,6 Prozent auf 26.144 Zähler. Der S&P-500 verlor 1,5 Prozent auf 2895 Stellen.

16:21 Uhr

US-Börsen wegen schwacher Wirtschaftsdaten unter Druck

37893458.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Belastet von Konjunktursorgen haben die US-Börsen erneut nachgegeben. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor im frühen Handel 1,1 Prozent auf 26.275 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq fielen jeweils um 1,2 Prozent auf 2905 beziehungsweise 7809 Punkte. Die Anleger sind Börsianern zufolge verunsichert, nachdem die Stimmung in der US-Industrie auf den schlechtesten Wert seit mehr als zehn Jahren gesackt war. Auch die Konjunkturabkühlung in Europa und China nähre Ängste um die Weltwirtschaft, sagte Stratege Robert Pavlik vom Vermögensverwalter SlateStone Wealth.

Einen negativen Vorgeschmack auf den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag lieferten zudem die Daten der privaten US-Arbeitsagentur ADP. Mit 135.000 neuen Stellen wurden im September etwas weniger geschaffen als erwartet.

16:12 Uhr

Norwegens Staatsfonds verkauft Erdölaktien im Milliardenwert

89163162.jpg

(Foto: picture alliance / Patrick Pleul)

Der als größter Staatsfonds der Welt geltende norwegische Pensionsfonds will sich schrittweise von Beteiligungen an Firmen der Ölindustrie trennen. Von der Entscheidung seien insgesamt 95 Unternehmen betroffen, teilte das norwegische Finanzministerium am Dienstagabend mit. Schätzungen zufolge handle es sich um Anlagen im Wert von etwa 54 Milliarden norwegischen Kronen (5,4 Milliarden Euro), hieß es in der Mitteilung.

Das norwegische Parlament hatte bereits zuvor dafür gestimmt, Geldanlagen in Kohle-, Öl- und Gas-Geschäfte zu reduzieren und stattdessen in erneuerbare Energien zu investieren. Der Staatsfonds wird mit den Einnahmen aus der norwegischen Öl- und Gasförderung gefüttert. In ihm werden knapp eine Billion Dollar verwaltet, etwa zwei Drittel sind in Aktien und Eigentümeranteilen von mehr als 9000 Unternehmen in mehr als 70 Ländern angelegt.

16:07 Uhr

Absatzeinbruch bei Ford untermauert US-Rezessionsfurcht

Die Angst vor einem Konjunktureinbruch wird durch die US-Absatzzahlen der Autos bestätigt. "Vor allem Ford macht deutlich, wie schnell sich die Sorgen der Amerikaner in konkreter Zurückhaltung beim Kauf niederschlagen", sagt ein Händler. Die US-Autoabsätze würden daher dazu beitragen, die Konjunkturängste zu befeuern.

Bei Ford ging der Gesamtabsatz im dritten Quartal um knapp 5 Prozent zurück. Die Aktien verloren im frühen Handel an der Wall Street 4,7 Prozent. Im Dax fielen VW um 2,6 Prozent, Daimler und BMW um bis zu 1,9 Prozent.

Ford
Ford 8,10

16:03 Uhr

WTO genehmigt US-Strafzölle auf EU-Importe

Die USA dürfen wegen rechtswidriger EU-Subventionen für den europäischen Flugzeugbauer Airbus Strafzölle auf EU-Importe in Milliardenhöhe verhängen. Schlichter der Welthandelsorganisation (WTO) genehmigten Vergeltungsmaßnahmen auf Wareneinfuhren im Wert von 7,5 Milliarden US-Dollar (derzeit rund 6,9 Milliarden Euro) im Jahr, wie die WTO in Genf mitteilte.

Es ist die höchste Summe, die in der fast 25-jährigen Geschichte der WTO je genehmigt wurde. Eine Berufung gegen den Schlichterspruch ist ausgeschlossen.

15:53 Uhr

n-tv Fonds: Ist die Stimmung schlechter als die Lage?

Der Wirtschaft droht eine deutliche Abkühlung - nicht nur weltweit, sondern auch in Deutschland. Sollte man jetzt überhaupt noch anlegen? Wie ernst die Situation tatsächlich ist, welche Rolle die Zentralbanken spielen und was Anleger jetzt machen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Daniel Lösche von der Fondsgesellschaft Schroders.

15:39 Uhr

US-Firmen schaffen etwas weniger Stellen als erwartet

Trotz jüngster Hiobsbotschaften aus der Industrie bleiben Alarmsignale vom US-Arbeitsmarkt aus. Insgesamt kamen in den Vereinigten Staaten im September 135.000 Stellen hinzu, wie der Personaldienstleister ADP zu seiner monatlichen Firmenumfrage mitteilte. Experten hatten mit 140.000 gerechnet. Zugleich wurden die Zahlen für den Vormonat allerdings auf 157.000 von 195.000 nach unten korrigiert.

Am Freitag steht der Arbeitsmarktbericht der US-Regierung an, der neben Jobs in der Privatwirtschaft auch Stellen im öffentlichen Dienst umfasst.

15:29 Uhr

Johnson überzeugt Anleger nicht - Flucht aus UK-Aktien

b1510583e1cbb7874d62212ccab42384.jpg

(Foto: dpa)

Mit seinem letzten Einigungsvorschlag im Brexit-Streit wird Premierminister Boris Johnson nach Ansicht vieler Börsianer bei der EU nur schwer punkten können. Johnson betonte auf dem Tory-Parteitag, Großbritannien werde am 31. Oktober die EU verlassen, "komme, was wolle." Zum Knackpunkt - der Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und der britischen Provinz Nordirland - sagte er, es werde "unter keinen Umständen" Kontrollstellen an oder nahe der Grenze geben.

Johnson sei viele Details schuldig geblieben, sagte Stratege David Cheetham vom Onlinebroker xtb. Die ersten durchgesickerten Reaktionen aus Brüssel zeigten aber, dass Johnsons eingereichte Pläne zu wenig für einen großen Durchbruch seien.

Das Pfund wertete um 0,3 Prozent auf 1,2266 US-Dollar ab. Der britische Aktienmarkt geriet trotz der schwächeren Landeswährung ebenfalls unter die Räder und verlor 2,2 Prozent.

15:09 Uhr

Dax rutscht noch weiter ab

Die Rutschpartie am deutschen Aktienmarkt ist am Nachmittag weitergegangen. Kurz vor Eröffnung des US-Handels gab der Dax um 1,7 Prozent auf 12.057 Punkte nach. MDax und TecDax verloren je 1,5 Prozent auf 25.286 beziehungsweise 2748 Zähler. Der EuroStoxx50 notierte 1,8 Prozent tiefer bei 3456 Punkten.

15:03 Uhr

Ryanair-Piloten in Deutschland stimmen Tarifvertrag zu

Ryanair
Ryanair 12,05

Gute Nachricht für Kunden von Ryanair: Die Piloten haben den zwischen dem irischen Billigflieger und der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) ausgehandelten Tarifvertrag abgesegnet. 99 Prozent der Piloten, die sich an der Urabstimmung beteiligten, stimmten für den Tarifvertrag mit einer Laufzeit bis März 2023, wie Ryanair mitteilte. Das Paket umfasst neben einem Vergütungstarifvertrag auch einen tariflichen Sozialplan.

Der Tarifvertrag war Anfang September ausgehandelt worden. Die VC kritisierte auf ihrer Webseite die zwischenzeitliche Ankündigung der Ryanair-Geschäftsleitung, dass ein Arbeitsplatzabbau beim fliegenden Personal in den nächsten Monaten nicht ausgeschlossen werden könne.

14:44 Uhr

Schweizer Franken fällt nach SNB-Bekenntnis zu Negativzinsen

Schweizer Franken.jpg

(Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Der Franken ist nach einem erneuten Bekenntnis der Schweizer Nationalbank zu Negativzinsen in den Sinkflug gegangen. Der US-Dollar stieg im Gegenzug zur eidgenössischen Landeswährung um 0,7 Prozent. Der Euro wertete ebenfalls auf und kletterte um 0,6 Prozent auf 1,0921 Franken.

  • "Für die Schweiz sind die Negativzinsen absolut nötig und essenziell", betonte SNB-Direktoriumsmitglied Andrea Maechler.

In der Schweiz liegt der Leitzins bereits seit Anfang 2015 und damit seit über vier Jahren bei minus 0,75 Prozent. Mit dem tiefen Zins will die Notenbank den Franken im Vergleich zu anderen Währungen für Investoren möglichst unattraktiv machen.

Euro / Schweizer Franken
Euro / Schweizer Franken 1,10

14:21 Uhr

Es lohnt nicht mehr: Samsung schließt letzte Handyfabrik in China

122817857.jpg

(Foto: dpa)

Der Technologieriese Samsung stellt in China keine Smartphones mehr her. Die letzte Samsung-Fabrik zur Produktion von Smartphones in Huizhou sei geschlossen worden, teilten die Südkoreaner mit. Als Grund führte der weltgrößte Smartphone-Produzent die Verschärfung des Wettbewerbs durch chinesische Anbieter wie Huawei Technologies und Xiaomi Corp an.

So sank der Anteil von Samsung im chinesischen Wirtschaftsraum von rund 15 Prozent Mitte 2013 auf ein Prozent im ersten Quartal 2019.

13:40 Uhr

VW gründet neue Tochtergesellschaft in der Türkei

Der Bau eines neuen Volkswagen-Werks in der Türkei rückt näher. Als einen weiteren Schritt dahin hat der Wolfsburger Autokonzern nun in der westtürkischen Provinz Manisa eine Tochtergesellschaft gegründet. Die Firma sei dort im Handelsregister eingetragen und mit einem Kapital von umgerechnet rund 164 Millionen US-Dollar ausgestattet worden, berichtete ein Konzernsprecher.

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete unter Verweis auf den Eintrag, dass die Firma offiziell "Volkswagen Turkey Otomotiv Sanayi ve Ticaret AS" heißen werde - übersetzt "Volkswagen Turkey Automobilindustrie- und Handels-AG". Demnach sei ein Vermögen von 943,5 Millionen türkischen Lira eingetragen. Die neue Firma werde am Cumhuriyet-Boulevard in der Provinzhauptstadt Manisa ansässig sein.

13:20 Uhr

Dax taucht ab - 12.000 rückt näher

Dax
Dax 12.798,19

Dunkle Wolken am Konjunkturhimmel haben dem deutschen Aktienmarkt den Start in den neuen Monat verhagelt. Nach dem schwachen Dienstag ging es für den Dax am frühen Nachmittag um 1,4 Prozent bergab auf 12.089 Punkte. Der MDax fiel um 1,1 Prozent auf 25.384 Zähler, der TecDax um 1,2 Prozent auf 2758 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 1,4 Prozent tiefer bei 3468 Punkten. Auslöser der zurzeit schlechten Stimmung waren vor allem enttäuschende Wirtschaftsdaten aus den USA, aber auch aus der Eurozone, die bereits gestern die Aktienmärkte belastet hatten.

Vor allem Chemiewerte gerieten unter Druck. Im Dax wurden Covestro zudem von einer Abstufung durch Mainfirst belastet. Am Index-Ende ging es um 4,7 Prozent abwärts. Im MDax waren Fuchs Petrolub das Schlusslicht mit einem Minus von 5,1 Prozent. Auch hier senkte Mainfirst den Daumen.

13:03 Uhr

Konjunktursorgen belasten Wall Street weiter

87505886.jpg

(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Die Sorgen vor einer globalen Rezession dürften auch zur Wochenmitte auf der Wall Street lasten. Der am Vortag überraschend gefallene ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe, der eine Schrumpfung der Industrie in den USA angezeigt hatte, wirkt weiter nach. Mit dem gefallenen ISM-Unterindex Beschäftigung rückt nun der offizielle US-Arbeitsmarktbericht für September am Freitag verstärkt in den Fokus. Einen Indikator könnte der vor der Startglocke anstehende ADP-Jobmarktbericht für den privaten Sektor im September liefern.

Vor diesem Hintergrund geht es für den Future auf den S&P-500 um 0,6 Prozent nach unten. Gegen den Trend könnte es mit der Aktie von Johnson & Johnson leicht nach oben gehen. In der Opioide-Krise in den USA hat der Arzneimittel-Hersteller einem Millionenvergleich zugestimmt.

12:51 Uhr

Großfusion auf dem Glücksspielmarkt

02671c218edf8f8d54fdd807ee7b7f30.jpg

(Foto: REUTERS)

Der Fusionspoker auf dem Glücksspielmarkt lässt in Irland den nach Umsatz weltgrößten Anbieter von Online-Wetten und Zocker-Spielen entstehen. Die Eigentümer von Paddy Power Betfair und Poker Stars wollen ihr Geschäft zusammenlegen, wie beide Konzerne mitteilten.

Nach der Fusion halten die Aktionäre von Flutter Entertainment, früher bekannt als Paddy Power Betfair, rund 54,6 Prozent an der neuen Gesellschaft, die Aktionäre der an der Nasdaq sowie im kanadischen Toronto gelisteten Stars Group (TSG), zu der Poker Stars gehört, knapp 45,4 Prozent. Zusammen wären die Firmen 2018 auf einen Umsatz von 3,8 Milliarden Pfund gekommen, hieß es weiter. Damit liege Flutter-TSG weltweit vorn.

12:33 Uhr

Immer mehr Credit-Suisse-Banker gehen zu Julius Bär

Julius Bär.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Diese Absetzbewegung ist bemerkenswert: Der Vermögensverwalter Julius Bär hat der Credit Suisse fünf erfahrene Banker abgeworben. Jorge Torea und sein Team würden bei Julius Bär am 1. November beginnen und aus Zürich vermögende brasilianische Kunden betreuen, teilte das Institut mit. Wechseln Kundenberater von einer Bank zur anderen, folgt ihnen üblicherweise auch Teile der Kundschaft.

Anfang September hatte Julius Bär gemeldet, dass eine Gruppe von zehn ehemaligen Credit-Suisse-Mitarbeitern ihre Arbeit bei der Privatbank aufgenommen hat. Der Wechsel des Leiters des internationalen Vermögensverwaltungsgeschäfts, Iqbal Khan, zur UBS hatte bei Credit Suisse jüngst Turbulenzen ausgelöst.

12:00 Uhr

Tesco-Chef Lewis nimmt seinen Hut

2ae214ff1da7233f2d1717928eb0dd26.jpg

Dave Lewis

(Foto: dpa)

Führungswechsel bei Tesco: Der Chef der größten britischen Supermarktkette hat seinen Rücktritt angekündigt. Dave Lewis werde das Unternehmen im kommenden Sommer verlassen, teilte der Aufsichtsrat mit. Seine Nachfolge übernehme dann Ken Murphy. Der Manager war zuletzt bei der US-Apothekenkette Walgreens Boots tätig.

Lewis verlässt das Unternehmen nach einer Neuausrichtung. Den Chefposten übernahm er 2014 nach einem Bilanzskandal im Unternehmen. Dem weltweit aktiven Handelskonzern macht die Konkurrenz von Discountern wie Aldi und Lidl zu schaffen. Zuletzt hatte das Unternehmen angekündigt, Tausende Stellen zu streichen.

11:43 Uhr

Insider: Deutscher Pkw-Absatz im September hochgeschnellt

Der Pkw-Absatz in Deutschland ist einem Brancheninsider zufolge im September um ein Fünftel gestiegen. Im vergangenen Monat seien die Neuzulassungen binnen Jahresfrist um gut 20 Prozent geklettert auf rund 245.000 Fahrzeuge, sagte er. "Das ist ein Ausreißer", dämpfte der Insider die Erwartungen an weiteres Wachstum.

Denn Gründe waren nicht etwa eine größere Kauflust der Verbraucher oder mehr Bestellungen von Flottenunternehmen, sondern ein besonders niedriger Absatz vor einem Jahr. Im September 2018 waren die Pkw-Neuanmeldungen um 30 Prozent eingebrochen, weil große Hersteller wie Volkswagen nach der Umstellung auf die neuen WLTP-Abgasregeln noch nicht ausreichend Fahrzeuge mit dem neuen Prüfsiegel im Angebot hatten.

11:21 Uhr

MAN und Scania kommen 2020 mit Elektro-Stadtbussen

Die VW-Lastwagentochter Traton will nächstes Jahr die ersten elektrischen Serien-Stadtbusse von MAN und Scania auf den Markt bringen.

  • "In den nächsten zehn bis 15 Jahren könnte jeder dritte Lkw und Bus unserer Marken mit alternativen Antrieben fahren - die meisten davon voll elektrisch", sagte Traton-Chef Andreas Renschler in Södertälje bei Stockholm. Allerdings müsse dafür die entsprechende Infrastruktur vorhanden sein, sagte Renschler.

Die Gruppe entwickle einen gemeinsamen elektrischen Antriebsstrang, der 2020 in den E-Stadtbussen eingesetzt werde, sagte Traton-Entwicklungschef Christian Levin. Bis 2025 wolle Traton jeweils eine Milliarde Euro in Forschung und Entwicklung für Elektromobilität und für Digitalisierung investieren. In der Gruppe sei Scania der Innovationsführer für nachhaltige Transportlösungen.

10:59 Uhr

IPO-Plan in die Hose gegangen - Wework hat nun Ramschstatus

3249c1d6314bddf9c6352a7bada39db7.jpg

(Foto: REUTERS)

Der US-Bürovermieter WeWork gerät nach der Absage des Börsengangs zunehmend unter Druck. Die Ratingagentur Fitch stufte die Kreditwürdigkeit des Unternehmens tiefer in den Ramschbereich herab und drohte mit einer weiteren Senkung. Ohne einen Börsengang habe WeWork keine ausreichenden Mittel, um seine Wachstumspläne umzusetzen, erklärte Fitch. WeWork will Arbeitsplätze streichen und die Expansion verlangsamen, um weniger Geld zu verbrennen und seine Abhängigkeit von frischem Kapital zu reduzieren.

Die hochfliegenden Börsenpläne von WeWork waren krachend gescheitert. Mögliche Investoren störten sich unter anderem an den hohen Verlusten und der Rolle des Gründers und ehemaligen Firmenchefs Adam Neumann, der nach massiver Kritik seinen Hut nehmen musste.

10:37 Uhr

Deutsche Bank sieht Dax als deutlich überbewertet an

Dax20.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Dem deutschen Aktienmarkt droht ein kräftiger Kursverlust: Mit Blick auf die aktuellen Einkaufsmanager-Indizes (PMI) sind die Börsen nach Einschätzung der Deutschen Bank deutlich überbewertet. Laut einem einfachen PMI/Equity-Modell fällt die Überbewertung des deutschen Aktienmarktes mit 20 Prozent am stärksten aus. Es folgt Italien mit einer zu hohen Bewertung von 16 Prozent, für die Eurozone insgesamt liegt der Wert bei 14 Prozent.

Mit 6 Prozent fällt die zu hohe Bewertung im S&P-500 moderat aus und die Börse in Shanghai ist laut dem Modell sogar 13 Prozent zu billig.

10:15 Uhr

Wirtschaftsforscher rechnen BIP-Wachstum runter

124673295.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognose für dieses und das nächste Jahr deutlich nach unten korrigiert. Die Experten erwarten 2019 nur noch einen Anstieg des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,5 Prozent und im kommenden Jahr ein Plus von 1,1 Prozent.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Die Industrie befinde sich angesichts von Handelskonflikten und politischer Unsicherheit in einer Rezession - das erfasse auch andere Wirtschaftsbereiche, hieß es.

10:03 Uhr

IWH: Subventionen für Ost-Industrie fehlgeleitet

Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) hat die Subventionen für ostdeutsche Industrieunternehmen kritisiert. In den vergangenen Jahrzehnten seien neue Jobs vor allem in unternehmensnahen Dienstleistungen entstanden, sagte IWH-Präsident Reint Gropp dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Ostdeutschland habe "mit Gewalt und gegen den Strom versucht, Industriearbeitsplätze zu erhalten". Das sei teuer gewesen und habe meistens nicht geklappt.

Dienstleistungen wiederum prosperierten in den Städten, nicht auf dem Land. Zudem seien ostdeutsche Unternehmen vielfach unter der Bedingung subventioniert worden, dass sie bestimmte Beschäftigungsziele erreichten, so Gropp. Da dürfe man "sich nicht wundern, dass die Produktivität pro Kopf niedriger ist".

09:43 Uhr

"Schock"-ISM aus den USA setzt Dax kräftig zu

imago60972570h.jpg

(Foto: imago/Hannelore Förster)

Mit dem Dax ist es nach gut einer halben Stunde kräftig runtergegangen - er sackte nunmehr um 1,0 Prozent auf 12.146 Punkte ab. Der EuroStoxx50 verlor 0,9 Prozent auf 3487 Stellen. Der Stratege der Deutschen Bank, Jim Reid, spricht mit Verweis auf den sehr schwachen ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA von einem "Schock". Gerade für die deutsche Wirtschaft, und damit den Dax, sei eine globale Rezession im verarbeitenden Gewerbe keine erfreuliche Nachricht.

Besonders bluten musste die Aktie von Covestro mit minus 4,3 Prozent. Fast alle Dax-Werte notierten im Minus.

09:16 Uhr

Pfund vor Johnsons Brexit-Rede auf dem Rückzug

RTX74ISE.jpg

(Foto: REUTERS)

Heute ist wieder einmal ein wichtiger Brexit-Tag: Vor der Bekanntgabe der Pläne des britischen Premierministers Boris Johnson hat das Pfund Sterling erst einmal den Rückzug angetreten. Es wertete am frühen Vormittag um 0,4 Prozent auf 1,2253 US-Dollar ab. Johnson will gegen Mittag seinen letzten Einigungsvorschlag für die Europäische Union vorstellen. Sollte die EU nicht darauf eingehen, werde Großbritannien keine weiteren Verhandlungen führen, hieß es in Ausschnitten aus Johnsons geplanter Abschlussrede auf dem Parteitag der Konservativen, die von seinem Büro vorab veröffentlicht wurden. Dann werde man am 31. Oktober ohne Abkommen den Brexit vollziehen.

Laut "Daily Telegraph" sieht der Plan von Johnson vor, die Nordirland zunächst in einem besonderen Verhältnis zu Europa zu belassen. Demnach würde Nordirland bis mindestens 2025 in weiten Teilen im EU-Binnenmarkt verbleiben, die Provinz aber zusammen mit dem Rest des Vereinigten Königreichs die EU-Zollunion verlassen.

09:07 Uhr

Dax startet mit Verlust

Dax
Dax 12.798,19

Nix mit Plus: Der deutsche Aktienmarkt ist mit Abschlägen in den heutigen Handel gegangen. Der Dax verlor in den ersten Minuten 0,4 Prozent auf 12.223 Punkte. Der MDax sackte ebenfalls um 0,4 Prozent auf 25.546 Zähler ab. Der TecDax verringerte sich um 0,6 Prozent auf 2775 Stellen.

Börsianern zufolge wirkten die schwachen US-Industriedaten nach, die die Börsen gestern auf Talfahrt geschickt hatten.

08:58 Uhr

Ratingagentur mit schlechtem Ausblick für Stahlbranche

Angesichts der absehbar weiter sinkenden Fahrzeugverkäufe beurteilt die Ratingagentur Moody's auch die Aussichten für den europäischen Stahlsektor in den nächsten 12 bis 18 Monaten als negativ. Im jetzt vorgelegten jährlichen Sektorausblick heißt es, die Kombination aus schwächeren makroökonomischen Bedingungen und schwindendem Verbraucherbvertrauen werde die Stahlnachfrage senken. Moody's rechnet mit einem Rückgang des Stahlverbrauchs um 2 Prozent im nächsten Jahr.

  • "Die Stahlnachfrage der europäischen Automobilkonzerne, die nach dem Bau die zweitgrößten Stahlverbraucher sind, wird sich bis 2020 abschwächen", sagte Moody's-Analyst Goetz Grossmann.
  • "Das wird vor allem Bandstahlhersteller wie ArcelorMittal, Thyssenkrupp und Tata Steel treffen, für die die Automobilhersteller wichtige Kunden sind."
08:48 Uhr

Konjunktursorgen lassen Nikkei sinken

Nikkei
Nikkei 22.625,38

Konjunktursorgen haben heute die asiatischen Börsen ausgebremst. In Tokio sank Nikkei-Index um 0,5 Prozent auf 21.772 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,4 Prozent.  Anleger scheuten das Risiko, nachdem in den USA der Einkaufsmanager-Index des Institute for Supply Management (ISM) im September unerwartet abgesackt war. Das Barometer signalisiert, dass die Geschäfte der US-Industrie so stark schrumpfen wie seit rund zehn Jahren nicht mehr.

Zu den größten Verlierern in Tokio zählten die Aktien von Nissan Chemical mit einem Minus von 5,1 Prozent und Rakuten mit einem Verlust von 4,8 Prozent. Die Börse in China bleibt feiertagsbedingt bis zum 7. Oktober geschlossen.

08:24 Uhr

Schwindende Ölreserven sorgen für Preisanstieg

Die Ölpreise haben sich etwas von den Verlusten der vergangenen Handelstage erholt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 59,44 US-Dollar. Das waren 55 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 73 Cent auf 54,35 Dollar.

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 55,79

Marktbeobachter erklärten den Anstieg der Ölpreise mit der jüngsten Entwicklung der Ölreserven in den USA. Am Vorabend hatte der Interessenverband American Petroleum Institute (API) für die vergangene Woche einen Rückgang der amerikanischen Lagerbestände an Rohöl verzeichnet. Sinkende Ölreserven haben oft steigende Ölpreise zur Folge. Am Nachmittag werden die offiziellen Lagerdaten der US-Regierung erwartet, die für neue Impulse am Ölmarkt sorgen dürften.

Am Vortag hatten die WTI- und Brent-Preise unter dem Niveau von vor dem Preisschock von Mitte September gelegen, als ein Angriff auf Ölanlagen Saudi-Arabiens einen großen Teil der Ölproduktion des führenden Opec-Landes lahmlegte. Jüngsten Meldungen zufolge konnte die saudische Produktionsmenge wieder nahezu vollständig wiederhergestellt werden.

 

07:53 Uhr

Schlechte Stimmung in den USA hilft dem Euro

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Der Kurs des Euro hat sich kaum verändert. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0933 US-Dollar gehandelt und damit etwa auf dem gleichen Niveau wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag auf 1,0898 Dollar festgesetzt. Damit konnte der Euro die Kursgewinne vom Vortag halten.

Nach unerwartet schwachen Konjunkturdaten aus den USA hatte der Euro am Dienstagnachmittag zu einer Erholung angesetzt, nachdem er zuvor unter 1,09 Dollar den tiefsten Stand seit Mai 2017 erreicht hatte. In den USA war ein am Markt stark beachteter Indikator für die Stimmung der Einkaufsmanager in der Industrie im September auf den tiefsten Stand seit der Wirtschaftskrise 2009 gefallen. Im weiteren Tagesverlauf wird am Devisenmarkt ein eher impulsarmer Handel erwartet. Es stehen kaum Konjunkturdaten auf dem Programm, an denen sich die Anleger orientieren könnten.

07:31 Uhr

Dax-Anleger erwarten deutsche Konjunkturaussichten

Dax
Dax 12.798,19

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge kaum verändert starten. Am Dienstag war er 1,3 Prozent schwächer bei 12.264 Punkten aus dem Handel gegangen. Auf der Tagesordnung steht die Konjunktur in Deutschland: Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute legen ihre Gemeinschaftsprognose vor. Sie rechnen darin mit einem geringeren Wachstum als noch im Frühjahr.

Zudem nimmt die Berichtssaison langsam Fahrt auf. So äußert sich Grenke zum Neugeschäft in den ersten neun Monaten. Das Neugeschäftsvolumen im Bereich Leasing stieg demnach um 21,7 Prozent auf 2,09 Milliarden Euro. Die Prognose für das Leasing-Neugeschäftswachstum wurde leicht auf 18 bis 21 Prozent von bislang 16 bis 19 Prozent angehoben.

07:01 Uhr

US-Konjunkturdaten lasten auf Japans Märkten

Nikkei
Nikkei 22.625,38

Belastet vom niedrigsten Stand der Produktionstätigkeit in den USA seit zehn Jahren gibt die japanische Börse nach. Auf dem Tokioter Parkett wurden die enttäuschenden Konjunkturdaten als Beleg für die Verlangsamung des globalen Wachstums gesehen, ausgelöst durch den anhaltenden Handelskonflikt der USA mit China. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Tagesverlauf 0,7 Prozent tiefer bei 21.743 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,6 Prozent und lag bei 1594 Punkten.

Die größten Verluste machten Yaskawa Electric Corp mit einem Minus von 4,5 Prozent, gefolgt von Rakuten mit einem Verlust von 4,0 Prozent and Nissan Chemical, dessen Aktien 3,9 Prozent verloren. Die Börse in China bleibt bis zum 07. Oktober geschlossen. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 107,80 Yen. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9927 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,0934 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0860 Franken. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,2286 Dollar.

06:36 Uhr

Johnson & Johnson wendet teuren Schmerzmittel-Prozess ab

Johnson & Johnson
Johnson & Johnson 116,44

Der Pharmakonzern Johnson & Johnson hat einen wichtigen US-Gerichtsprozess um süchtig machende Schmerzmittel durch einen Vergleich abgewendet. Das Unternehmen teilte mit, sich mit zwei Bezirken im Bundesstaat Ohio auf Zahlungen von insgesamt 20,4 Millionen Dollar (18,7 Mio Euro) geeinigt zu haben. Johnson & Johnson kauft sich damit im ersten US-Prozess auf Bundesebene gegen Firmen frei, die mit Schmerzmitteln zur grassierenden Medikamentenabhängigkeit und Drogen-Epidemie beigetragen haben sollen.

Der Konzern musste keine Haftung einräumen, bleibt aber mit zahlreichen ähnlichen US-Klagen konfrontiert. Der Vergleich erfolgt weniger als drei Wochen vor dem für den 21. Oktober angesetzten Verfahrensauftakt beim zuständigen Bundesgericht in Cleveland. Johnson & Johnson war im August bei einem Rechtsstreit in Oklahoma wegen unrechtmäßiger Vermarktung von süchtig machenden Schmerzmitteln zu einer Strafe von 572 Millionen Dollar verurteilt worden. Das Unternehmen kündigte umgehend Berufung an.